Leselernschriften – Walbaum-Wochenende mit Vorträgen, Workshop und Ausstellung


Ralf Herrmann

Schrift zwischen Tradition und Funktionalität: Die Abschaffung von Kurrent und gebrochener Schrift bildeten im 20. Jahrhundert bereits einen Bruch in der Kulturentwicklung der Leselernschriften im deutschsprachigen Raum. Und auch die technologischen Umwälzungen der Gegenwart stellen Umfang und Rolle der Lehre der Handschrift in der Schule auf eine weitere Probe. Das Walbaum-Wochenende vom 8. bis 9. Oktober in der Weimarer Pavillon-Presse widmet sich diesen Entwicklungen, bietet informative Fachvorträge und lädt zur Diskussion um die gegenwärtigen Entwicklungen ein.

 

Programm am Samstag, 8. Oktober:

  • 10 Uhr. Ralf Herrmann. Begrüßung und Führung durch die Ausstellung »Leselernschriften – Hand- und Druckschriften aus über 100 Jahren Schulausbildung«

    Diese Ausstellung zeigt anhand von Lehrmaterialien und Anwendungsbeispielen die wechselvolle Entwicklung der Leselernschriften im deutschsprachigen Raum vom 19. Jahrhundert bis heute. Von altdeutschen Hand- und Druckschriften spannt sich dabei der Bogen bis zu den lateinischen Hand- und Schulbuchdruckschriften der Gegenwart.
  • 11 Uhr. Florian Hardwig:
    »Non-Latin? Zickzack? Deutsche Schrift? Kleine Geschichte der Kurrent«


    Einst die übliche Schreibschrift im deutschsprachigen Raum – heute für die meisten kaum noch zu entziffern: Florian Hardwig beleuchtet die Geschichte und Formmerkmale der Kurrentschrift und ihren Einsatz in Schule, Gebrauchsgrafik und politischer Propaganda.
  • 14 Uhr. Friedrich Althausen: 
    Neue Schriften für Fibel, Tafelwerk und Weltatlas


    Der Schriftgestalter Friedrich Althausen stellt mehrere Schriftentwürfe für einen Schulbuchverlag vor, die in allen Medienformen und in allen denkbaren Unterrichtssituationen bestehen müssen.
  • 15.30 Uhr. Tobias-David Albert: 
    »Die Kursive – das zeitlose Modell der formalen Handschrift«


    Thesen und Hypothesen zur Genese einer formalen Handschrift und deren Beziehung zur Ontogenese. Ein kurzweiliger und streitbarer Ausflug zu den Wurzeln von Schreiben und Schrift und deren nachhaltige Wirkung auf einen zeitgemäßen Umgang mit dieser Technik.

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Programm am Sonntag, 9. Oktober:

  • 10 Uhr. Optionaler Kalligrafie-Workshop: Große Buchstaben mit experimentellen Schreibgeräten

    Ähnlich chinesischen Straßen-Kalligrafen, die mit Schwämmen an einem langen Stab im Stehen schreiben, werden Schreibgeräte mit verschiedenartigen Schreibspitzen angeboten. Dazu gibt es eine kurze Einleitung des Kalligrafen Tobias-David Albert, für einen sich selbst erschließenden experimentellen Umgang mit diesen Schreibschwämmen. Dauer: nach Bedarf. Es wird eine zusätzliche Materialpauschale von 10 Euro fällig.

 

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Anmeldung/Kosten

Die Teilnahmegebühr für den Samstag beträgt 99,- Euro (bzw. 45,- für Studenten). Für den optionalen Kalligrafie-Workshop am Sonntag wird eine zusätzliche Materialpauschale von 10 Euro berechnet. 

Jetzt anmelden.

 

bearbeitet von Ralf Herrmann



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Rückmeldungen von Benutzern


Ich muss leider passen, was ich außerordentlich bedauere! Ich wünsche Euch ein erfolgreiches und lehrreiches Wochenende voller spannender Inhalte, neuer Erkenntnisse und sympathischer Menschen. :-) 

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