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Typekit startet neuen »Marketplace« für die Schriftlizenzierung


Ralf Herrmann

Als Typekit 2009 an den Start ging, war es ein reiner Webfont-Dienst. Abonnenten konnten (und können bis heute) durch eine regelmäßige Zahlung Zugriff auf eine Schriftbibliothek erhalten und sämtliche Fonts in beliebige Internetpräsenzen einbinden. Nach der Übernahme durch Adobe entstand auch eine An- bzw. Einbindung in das Creative-Cloud-System und einige der Typekit-Schriften ließen sich nun auch kostenlos als Desktop-Fonts in beliebigen Anwendungen einsetzen. Die Auswahl dieser Schriften war jedoch beschränkt. Denn ähnlich wie bei Musik-Streaming-Diensten zahlt der Nutzer ja nur einen Pauschalpreis für das Typekit- oder Creative-Cloud-Abo. Somit erhält der Schriftgestalter bzw. die Foundry meist nur den Bruchteil dessen, was bei einer regulären Lizenzierung von Einzelfonts über andere Kanäle fällig wäre. Aus diesem Grund haben sich die Schrifthersteller auch nicht gerade darum gerissen, ihre kompletten Schriftbibliotheken über Typekit verfügbar zu machen. Doch mit dem Typekit Marketplace wurde nun eine entsprechende Lösung geschaffen.

Parallel zu den bisherigen Bibliotheks-Abos können Schriftanbieter ihren Schriften nun über den so genannten Marketplace auch zu einmalig zu zahlenden Festpreisen anbieten und umfangreiche Nutzungsmöglichkeiten sind bereits inbegriffen. 

 

typekitpage.gif

 

Den Preis für die Lizenzierung bestimmt die Foundry, wobei es von Adobe vorgegebene Standardpreise gibt, von denen nicht abgewichen werden kann. Ebenso ausgeschlossen sind Rabatte jeder Art. Nach der Lizenzierung der Fonts erfolgt eine automatische Synchronisierung mit der Creative Cloud, sodass die Schriften sofort auf den Geräten des Benutzers zur Verfügung stehen. 

 

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Schriftanbieter, die im Typekit Marketplace Schriften anbieten

 

Adobe steht mit seinen, den Markt dominierenden Design-Anwendungen buchstäblich zwischen Schriftanbietern und Schriftnutzern. An dieser Schnittstelle eine einfache Form der Schriftlizenzierung zu schaffen macht also durchaus Sinn. Und es entsteht mit dem Marketplace ein neuer Vertriebskanal für Fonts, der nicht von Monotype kontrolliert wird. Für viele Schriftanbieter sicher eine willkommene Entwicklung. 


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