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Beliebteste Inhalte seit 01.04.2017 aus allen Bereichen

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    Da möchte ich gerne mal widersprechen. »Eine gute Form« ist doch nicht etwas, was man sich erst leisten sollte, wenn man Geld hat! Sondern sie ist etwas, was das Leben zu allen Zeiten bereichert, verschönert und dem, der sie erkennen kann und sich ihrer bedient, Sicherheit im Auftritt gibt. »Gute Form« ist in meinen Augen ein schützenswertes Kulturgut und sollte jedem Menschen immer und entsprechend seiner Möglichkeiten offen stehen. Wenn ein Student oder eine Studentin den Wunsch hat, eigenen Inhalten eine gute Form zu geben, dann ist das erfreulich und aller Unterstützung wert – und man sollte ihnen zur Ernüchterung ganz sicher nicht mit dem Winkelhaken vor die Stirn schlagen. Dieses Forum ist kein realitätsferner Elfenbeinturm, sondern explizit auch dafür da: den nicht professionellen Menschen, die an Typografie und guter Gestaltung interessiert sind, ein paar Tipps und Tricks an die Hand zu geben; praktische Hilfe zur Selbsthilfe. Und dafür braucht es gar nicht das ganz große Operationsbesteck, sondern bloß ein kleines Werkzeugkästchen, mit dessen Hilfe sich das Beste aus den momentanen Möglichkeiten machen lässt. Finde ich.
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    5 Tage Côte d’Azur sind nun zu Ende und ich sitze wieder an der kalten Nordsee ... Aber ich habe euch was mitgebracht: In der Kathedrale von Grasse Tourrette sur Loup Mouans Sartoux Hier ist jemand sehr aktiv mit der Schildermalerei. Alle gezeigten Bilder sind handgemalt und m. E. auch in einem Stil ... Comic-Sans-Schildermalerei ... herrlich Cap Ferrat Es gab noch so einen Brunnen, da war der Halbmond und das Kreuz noch eindeutiger herausgearbeitet. Leider war da aber mein Akku leer ... Cagnes sur Mer – letzter Café vorm Rückflug Der Schreiber hat wohl auch zu viel von dem Kaffee getrunken
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    Die abstrahierten Beispiele, die bertel weiter oben zeigt, finde ich sehr schön, besonders die Variante von St. Mang, die an ein Bleiglaskirchenfenster erinnert. Aber auch Gregors Visualisierung in handgezeichnetem Duktus hat ihren Charme. Für Dieters Projekt stellt sich daher zunächst einmal die grundlegende Frage, ob die Darstellung der Kirche den Charme des Handgezeichneten haben soll oder ob eine auf das Wesentliche reduzierte, visuell spannende grafische Anmutung das Richtige ist. Letzteres muss dabei nicht kalt und unpersönlich rüberkommen, sondern könnte durch Farbe gezielt um eine emotionale Wahrnehmungsebene erweitert werden, siehe bertels Beispiele. Da Kirchen heute weniger streng und autoritär wirken möchten, sondern oft sehr auf das freiwillige Mitwirken der Gemeindemitglieder angewiesen sind, ist ebenso oft der Wunsch da, den Menschen mit offenen Türen, menschlicher Wärme und einem Angebot der echten Teilhabe zu begegnen. Heutzutage werden die Kirchen sogar wesentlich besser geheizt als früher und die Schäflein verfügen in aller Regel über Sitzkissen auf den kargen Kirchenbänken, damit kein schmerzendes Hinterteil von der spirituellen Einkehr ablenkt. In diesem Sinne müsstest Du, Dieter, der Diakonin vielleicht noch mal ein paar gezielte Fragen stellen, um die genaue Zielsetzung zu ermitteln: Gibt es eine inhaltliche Definition dieser Gemeinde und ihrer Schwerpunkte/zukünftigen Schwerpunkte? Gibt es eventuell sogar ein Empfinden darüber, dass die Wahrnehmung der Kirche/Gemeinde von außen und innen differiert? Um die Neugestaltung eines Unternehmens, einer Kirche oder einer sonstigen Organisation anzugehen, muss zunächst klar sein, wie der theoretische Unterbau überhaupt aussieht. Wenn das inhaltliche Konzept nicht bekannt ist, dann wird die Gestaltung zur reinen Geschmacksfrage – und das geht in den meisten Fällen eher schief, als dass ein Volltreffer dabei herauskäme. Die wichtigen Fragen also wären zunächst einmal: Was für eine Kirchengemeinde haben wir hier vor uns – wie groß, welche inhaltliche Ausrichtung, wie viele Gemeindemitglieder, ländlich oder städtisch geprägt, etc. Also: die Definition von Sender und Empfänger, Anbietendem und Zielgruppe sozusagen. Und dann wäre es wichtig, sich die bisherige Gestaltung anzuschauen und festzuhalten, was daran gut ist und gefällt und wo Handlungsbedarf besteht – und diesen zu definieren. Im nächsten Schritt wäre dann klar zu formulieren, was gewünscht ist und die Inhalte/Attribute festzulegen, die das neue Erscheinungsbild im Gegensatz zum alten aufweisen soll. Und dann kann man sich daran machen, die neue Gestaltung anhand dieser Vorgaben zu entwickeln und zu messen. Man sieht ja durch die Diskussion hier im Forum, wie unterschiedlich mögliche Parameter von den verschiedenen Diskutanten bei der Betrachtung gewichtet werden. Damit das Ganze zielführend fortgesetzt werden kann, müssten wir einfach wissen, wie der »Kunde« das Ganze sieht. Andernfalls besteht die Gefahr, dass wir uns im Kreis drehen, wie hier zum Beispiel zu besichtigen. Liebe Ostergrüße Kathrin
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    Du brauchst kein schlechtes Gefühl haben, du zwingst ja niemanden dazu etwas beizutragen. Ich kann es nur vermuten, aber bisher geschieht hier doch alles weil es den Leuten entweder Spaß macht, sie daran interessiert sind oder einfach weil du ein sympathischer Typ bist.
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    Quelle: https://www.girls-day.de https://www.boys-day.de unten dann steht unten noch dies: ähm. ja.
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    Wer einfach alles wegdelegiert, braucht nicht prokrastinieren …
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    Ich befürchte, dass viele Betrachter gar nicht auf Anhieb schnallen werden, dass es da ums Laufen geht. Auf den ersten Blick sehe ich, dass da ein Event beworben wird … bei dem es ordentlich knallt (Feuerwerk?), das nachts stattfindet, zu dem alle hin (rennen) wollen/sollen. Aber worum geht es? Vielleicht um Theater? Bei Midsummer denke ich erst mal an Shakespeare, besonders in Verbindung mit dem Theatersymbol und der Tatsache, dass am 16.6. noch Frühling ist. Ob viele potentiell Laufbegeisterte das klitzekleine Halbmarathon finden, bevor sie weiter klicken?
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    Das ist doch Bet-Man!
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    Nun hat die heftige Diskussion ja schon lange nichts mehr mit meiner ursprünglichen Anfrage zu tun. Ich wollte nur mitteilen, dass ich inzwischen überlegt habe, dem Familienhund das Fell über die Ohren zu ziehen, ähhh, nein das stimmt nicht. Ich könnte es ja nicht richtig gerben. Ich leihe mir die mobile Druckwerkstatt von der Museumspädagogik des Gutenberg-Museums aus. Die haben Holzlettern und wir werden wohl ein paar Worte aufs Papier bekommen. Mehr wollte ich nicht. Ergebnisse werde ich hier zeigen, aber das dauert noch, weil der besagte Kindertag erst im Herbst stattfindet.
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    Nix da, die Schrift sollte so unauffällig wie möglich sein, damit sie nicht ablenkt. Im schlimmsten Fall gefällt dem Lektor oder Redakteur die Schrift nicht und er schmettert das Buch eher ab. Als Perfektionist* sollte es für dich ein Leichtes und sogar in Vergnügen sein, dich tiefer in das Thema einzuarbeiten. Guck dir mal ein paar gute Bücher an, dann müssen wir hier nicht bei 0 anfangen ... Ein paar Tipps? Bitte ... https://www.amazon.de/Buchstaben-kommen-selten-allein-typografisches/dp/3721205014 *) Ich verstehe gar nicht warum das hier immer so betont wird, dass irgendwer Perfektionist ist. Ich kenne hier keinen, der absichtlich oder fahrlässig rummurkst. Und gerade als Perfektionist suche ich mir doch Leute, die was können, wenn ich etwas nicht kann, anstatt so vermessen zu sein, dass ich mal eben eine Typographen-Ausbildung auf der halben Backe in einem Internetforum erhalte. Als Perfektionist weiß man eigentlich, wie aufwändig alles Großartige ist – nicht nur beim Machen, sondern beim Sammeln von Erfahrungen, beim Erlernen von Fähigkeiten und beim Aussuchen der richtigen Mittel und Helfer ...
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    Der Alkohol ist übel frisiert und grinst leicht debil.
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    richtig: 16. 6. (falsch: 16.06.) man kann auch schreiben 22 UHR (weniger ist mehr, die Nullen sind überflüssig) ich würde den unteren Silhouetten-Bereich etwas entschlacken (weniger weiße Details, Theater-Dings kann sicher weg. Die weißen Details würde ich alle gelb machen. Die Zeile »Halbmarathon…« kürzen?!
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    Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband startet mit leserlich.info eine Plattform mit Designempfehlungen als praxisnahe Arbeitshilfe für Designer, Mediengestalter und interessierte Laien an. Unter der Federführung von Professor Florian Adler haben Kommunikationsdesigner, Gremienvertreter und Augenpatienten zusammengearbeitet. Hintergrund Sich visuell zu orientieren, Zeichen erkennen und lesen zu können, ist mehr denn je Voraussetzung dafür, sich in der Welt zurechtzufinden und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Kommunikationsdesign hilft dabei, den Zugang zu Menschen, Wissen und Welt zu öffnen. Freie Zugänglichkeit zu Information und Kommunikation ist daher auch eine zentrale Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 in Kraft getreten ist. In Deutschland leben rund 1,2 Millionen sehbehinderte Menschen, die selbst mit Sehhilfen über weniger als 30 % ihrer Sehkraft verfügen. Angesichts des demografischen Wandels wird diese Zahl in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Aber auch »Normalsichtige« profitieren bei ungünstigen Sichtverhältnissen, geringer Beleuchtung, Stress oder Leseschwächen von gut lesbarer Gestaltung. Durch inklusives Kommunikationsdesign werden Informationen für möglichst viele Menschen – unabhängig von ihrer Sehfähigkeit – lesbar und verständlich gestaltet. Es ist gleichermaßen zugänglich und attraktiv. Die Grundlage von leserlich.info bildete die Recherche relevanter Quellen zu Leserlichkeit und Lesbarkeit. Als Kriterien zählten die Eindeutigkeit von Empfehlungen, die Angabe von Nenngrößen und Maßen, Aussagen zur Barrierefreiheit und die Reliabilität der Quellen, womit die Verlässlichkeit und wissenschaftliche Fundierung gemeint ist. 16 Einflussgrößen wurden nach zeichenbezogenen, textbezogenen, kontrast- und farbbezogenen, bildbezogenen und materialbezogenen Faktoren sortiert, analysiert und in mehreren Stufen evaluiert. Die DIN 1450 erwies sich dabei in den meisten Fällen als die umfassendste Quelle, die über die hier zitierten Angaben hinaus noch weitere Kriterien der Leserlichkeit definiert und daher zur vertiefenden Lektüre empfohlen wird. Neben den Primärquellen liefert auch die typografische Fachliteraturzahlreiche Hinweise. In der Lesbarkeitsforschung klaffen jedoch nach wie vor große Lücken, da entweder Wissenschaftler ohne typografische Kenntnisse forschen oder Gestalter ihre Erkenntnisse nicht nach wissenschaftlichen Kriterien erlangen. So fußen auch die hier gesammelten Empfehlungen auf einem aktuellen Wissensstand, der weiterhin erforscht und bearbeitet werden muss. http://leserlich.info
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    Niemals Fett an den Tiegel, ausschließlich Maschinenöl. Dünner Ölfilm schützt ausreichend. Der Durchlauf des Öls ist gewollt, deshalb stehen größere Tiegel auch in Ölwannen. Wenn man Fett in die Maschine drückt, hat man recht bald mit dicken Dreckklumpen zu tun, denn Papierstaub und Farbreste gesellen sich unweigerlich dazu. Öl schwemmt das alles stets wieder raus. Wenn die Walzen in der Maschine stecken und unten vor dem Fundament stehen, können sie keine Druckstellen bekommen, da sie keinen Kontakt haben. Wenn sie einzeln gelagert werden: Ein Bogen Papier um das Gummi und darüber Luftpolsterfolie. Fettige Walzen und fettiger Farbtiegel nehmen Farbe nur schlecht an. Das Öl wäscht man aber einfach wieder ab. Die Walzen würde ich aber überhaupt nur trocken verpacken oder eben im Tiegel lassen. Solange die Sonne nicht draufknallt oder sie neben der Heizung stehen, trocknen sie nicht so rasch aus. Ausgeliefert von den Walzenfabriken werden sie meistens mit einem beschichteten Papier, das Austrocknung vorbeugt. Aber wenn so eine Maschine mal zwei, drei Jahre ohne Farbe steht, trocknen davon die Walzen noch nicht aus. Man darf die Walzen nur nicht entfetten, also: Walzenwaschmittel für die Maschine, Formwaschmittel für die Form. Die Maschine ist aus Eisen; also selbst wenn sie mal ein wenig Rost ansetzen sollte, tut ihr das kein Leid an. Ich habe vor ein paar Wochen einen braunen Klumpen, der jahrzehntelang feucht stand, mit Schleifleinen und Öl zum Glänzen gebracht. Etwa 100 Jahre alt. Funktioniert wie neu. PS: Ballistol kenne ich nicht. Ich kenne aber Drucker, die es besser machen wollen oder anders als die Vorgänger. Sie verwenden anderes Material, »umweltfreundliche« Farben, Waschmittel auf Wasserbasis usw. Sie haben entweder sehr schnell oder nach einiger Zeit keine Freude mehr. Also laute die Devise: Alte Maschinen auf alte Weise behandeln.
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    Toleranz? Findet im 3. Stock statt. Hier unten ist Lebenslust.
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    Meine 2 Cent ohne viel Brimborium: Kirche-Ansbach-2.pdf Lediglich etwas Photoshop und dann den Nachzeichner in Illustrator verwendet. Eine stilisiertere Illustration bzw. Logogestaltung würde etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen …
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    ... und ich würde die Schrift etwas größer ziehen, so dass sie ein bisschen den blauen Rand überschneidet. Dann ist die Schrift nicht in der Explosion sondern optisch davor und wird eben rausgedrückt – das gibt dem Bild mehr Tiefe. Jetzte berührt sie den Rand an ein paar Stellen so fast aber nicht richtig, solche Situationen sind ungünstig ... oder warst du schon fertig, wir sind erst auf Seite 4
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    Es ist ja glücklicherweise in meinem Fall nichts Ernstes, es musste nicht mal gelasert werden. Aber es dauert eben einige Wochen, bis die Einblutungen resorbiert sind und die Sicht im rechten Auge wieder klar ist. Man könnte die Einblutungen ja auch operativ ausräumen (oder eine Resorbalplatte einbauen – nein, das war jetzt ein blödes Wortspiel). Der Doktor sieht aber keine Notwendigkeit, solange ich damit leben kann. Ganz vielen Dank übrigens für Eure Wünsche, da fühlt man sich doch gleich viel besser.
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    Mir kommt beim Lesen dieses Threads Erich Fromms »Haben oder Sein« in den Sinn. Wo er – ich sag’s mal frei in meinen Worten – zwei Menschentypen beschreibt: Der eine Mensch betrachtet sein Dasein als Mosaik, an dem er sein ganzes Leben unentwegt arbeitet und es an sich verändernde Umstände anpasst. Wann immer er eine Facette findet, die besser ins Gesamtbild passt als eines der bereits vorhandenen Teilchen, tauscht er es aus zur Vervollkommnung des Gesamtbildes. Wählt ein Gegenüber einen alternativen Weg, erwägt er diesen auch für sich selbst und integriert Aspekte dessen in sein Leben und sein Werk, sofern diese in seinen Augen eine Verbesserung des eigenen Vorgehens/Standpunktes bedeuten. Eigene Fehlbarkeit wird für möglich gehalten. Der andere Mensch betrachtet sein Dasein eher als – ich interpretiere mal frei – Setzkasten. Jedes vorgeformte und genormte, akkurat beschriftete Teilchen hat sein vorbestimmtes exakt genormtes kleines Kästchen und wird feinsäuberlich dort hinein getan. Und jeder, der es wagt, an der vollkommenen Perfektion dieser Ordnung zu zweifeln oder eine Änderung vorschlägt, wird abgewehrt. Wählt ein Gegenüber einen alternativen Weg, dann wird dieser direkt als Angriff gewertet, denn er kann ja nur schlechter sein als der eigene und wird deswegen rundheraus abgelehnt und herabgewürdigt. Eigene Fehlbarkeit wird ausgeschlossen. Das ist jetzt natürlich sehr überspitzt und schwarzweiß formuliert, aber was ich damit sagen möchte: Ein bisschen aufeinander zuzugehen und Positionen anderer einfach mal für möglich zu halten (und Graustufen zwischen all dem Schwarzweiß auszuloten), hat noch keiner Diskussion geschadet.
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    22:5 ist richtig. Es geht um Fußball, oder?
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    Ja, wenn Du Daten in einer Tabelle untereinander setzt und nicht willst, dass die Zahlen wegen der wechselnden Ein- und Zweistelligkeit verspringen, dann ist die Führungsnull das Mittel der Wahl. PS: Themenfremde Einwürfe sind ausgesprochen nützlich: Daran kann man immer mal wieder die Sinnhaftigkeit bestehender Regeln prüfen. Wenn die Verteidigung einer solchen nur »das war schon immer so« oder »das macht man halt so« zu Tage fördert, dann kann man das Regelregal ruhig mal wieder beherzt ausmisten.
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    So ein PDF ist doch fein, da sieht man, womit wir es zu tun haben. Danke! Vorab: Die Ligaturen st und tz sollten nur in Schmuckzeilen verwendet werden. Im Fließtext haben sie das Potential, Leser irre zu machen, weil diese kleinen Bögen und Kringel den Lesefluß empfindlich stören. Die Libertine einzuordnen, fällt mir nicht ganz leicht. Einerseits hat sie viel von der Baskerville, dann aber wieder ein paar Details der französischen Renaissance-Antiqua. Es ist eine vorklassizistische Type wie die Times, aber in einer deutlich älteren Form hinsichtlich der Proportionen (kürzere Mittellänge) und Strichstärkenkontraste. Diese beiden Aspekte lassen sie in diesem PDF feiner wirken als die Times, also sie ist einfach nur kleiner und wirkt deshalb zarter. In der Vergrößerung sieht man, daß sie eher stabiler und rustikaler gebaut ist als die spitzige Times. Durch die kürzere Mittellänge fließt mehr Licht zwischen die Zeilen. Das verstärkt die Bandwirkung der Zeilen, was bei durchschnittlich 85 Zeichen pro Zeile das Lesen erleichtert. (Im Satz mit Worttrennungen wären es noch mehr Zeichen, das wäre nicht gut.) Außerdem ist die Laufweite etwas höher, auch das schafft einen Helligkeitsausgleich und macht das Lesen angenehmer gegenüber der zu eng gesetzten Times. (Die Laufweite ist für die Schriftgröße aber immer noch zu eng.) Die Wortabstände könnten wohl etwas enger sein, in beiden Schriften. In englaufenden Schriften muß man eher auf Viertelsatz gehen als auf Drittelsatz, der selbst für die Garamond in nur etwas größeren Graden, spätestens ab 16 Punkt, zu weit ist. Deutliche Schwächen: Halbgeviertziffern, die in »1,2« für eine falsche Raumvergrößerung zwischen 1 und Komma sorgen, nicht ganz so arg immerhin wie in der Times. Fehlendes Kerning, das in der dritten Zeile (nach der Überschrift) im letzten Wort für ein Loch zwischen W und e sorgt. Etwas schwächer als in der Times, wo sogar »Wissen« löcherig wirkt, eben weil die Schrift zu eng läuft. Sie ist falsch zugerichtet für diesen Schriftgrad. Beide Schriften sind für das Format zu schmal. Also insgesamt würde ich meinen: Beide sind ungeeignet für dieses breite Format. Die Linux Libertine ist aber von beiden die weniger schlechte Wahl, ich würde sie der Times vorziehen, wenn ich nur die Wahl zwischen diesen beiden hätte. Also wenn ich die Eingangsfrage eng beantworte: Die Linux Libertine ist für diesen Zweck (Word-Standard) die bessere Schrift als die Times. Das alles bedeutet nicht, daß die Schriften nicht gut sind. Arno Enslin wies bereits darauf hin, und in meinem PDF habe ich gezeigt, daß die Times keine schlechte Schrift ist. Über die Wirkung einer Schrift entscheidet die Anwendung mit. Und es mögen so viele Leute die Voreinstellungen von Textverarbeitungsprogrammen für alles mögliche verwenden, wie Gott will, kaum etwas davon kann gut werden, und die Schriften selbst können trotzdem nichts dafür. Wenn man die beiden Schriften gut setzt, wird man vielleicht zwei gleich gute Ergebnisse erhalten. Sie sind als schmale Schriften für ähnliche Zwecke gemacht, nämlich viel schmalere Formate als DIN A4. Mit Kerning, proportionalen Ziffern und eben gut gesetzt mögen sie beide bestehen. Das kann nur ein Versuch zeigen, der für diese Fragen hier aber nicht nötig ist. Ich würde aber auch empfehlen, im Studium die Typografie nicht zu beachten und die schriftlichen Arbeiten vor allem inhaltlich zu polieren. Eine gute Form kann man sich später zulegen; man kann sie sich sogar machen lassen. So wie Anzüge und Schuhe. Das ist doch ein schöner Luxus. Wenn man ein wenig von der Sache versteht, kann man auch besser mit seinem Designer sprechen und dessen Arbeit genauer prüfen. (In meinem Buch gibt es ein 19seitiges Kapitel namens »Mit Designern reden«.) Wenn ich Briefbogen entwerfe, bekommen meine Kunden nicht nur Köpfe, sondern den Entwurf eines vollständigen Briefes. Ich habe auch schon Typoskripte entworfen für geisteswissenschaftliche Arbeiten für Autoren, die es nicht aushalten, mit dem Word-Standard zu schreiben. Das kann man bei jedem Grafikdesigner in Auftrag geben und dabei ein so schönes Luxuserlebnis gewinnen wie bei der Anfertigung eines Anzugs beim Schneider. Und Briefe können weit reisen, ohne wie Anzüge zu zerknittern.
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    Lach! Da hat doch bloß ein Bezirksangestellter probiert, die teuer eingelagerten Bindestriche aus einer Bedarfsfehlplanung in den Achzigerjahren (ich sage nur: Doppelnamen) auf elegante Weise loszuwerden. Witziger Versuch.
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    Meine Herangehensweise wäre: Die Hochschule verlangt 12 Punkt und schreibt Arial oder Times New Roman vor. Das ist zwar einerseits unsinnig von Seiten der Hochschule, öffnet mir aber Freiräume. Nun möchte ich weder Arial noch Times New Roman verwenden, sondern ich suche mir eine Alternative, die »irgendwie« nach Times aussieht. Und da ich nicht Martin Schröder bin, gibt es für mich hier auch nicht »die am besten geeignete Schrift«, sondern ich kann mir völlig schmerzfrei und ohne schlechtes typografisches Gewissen eine Schrift aussuchen, die mir bei gleicher optischer Größe (meinetwegen angelehnt an eine Times New Roman in 12 Punkt, damit es für den Professor »normal« aussieht) vom Platzbedarf her am besten behagt. Und selbst wenn das mit einer »Verschleierung des Umfangs« zu tun hat, dann doch eigentlich nur in einem Rahmen, den die Hochschule durch die Vorgabe Arial oder Times schon selbst, wenn auch unwissentlich, abgesteckt hat (und was die Vereinheitlichung zwecks Vergleichbarkeit ja ad absurdum führt). Im übrigen dürfte es der Hochschule bzw. dem Professor, selbst wenn ihm der Unterschied zwischen Times und Arial erklärt würde, in den meisten Fällen trotzdem egal sein. Er will nur, dass die Arbeit für ihn gut les- und korrigierbar ist.
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    Basiert nicht die ganze Diskussion darauf, dass es von Seiten der Hochschule die Vorgabe „12 pt“ gibt? Eben ohne zu Berücksichtigen, dass diese Angabe eigentlich völlig sinnlos ist. Und dann ist es eben doch irgendwie sinnvoll für diese Situation einfach mal diverse Schriften in 12 pt bezüglich der daraus resultierenden Seitenanzahl zu vergleichen. Der eine freut sich, dass er die geforderten zehn Seiten voll bekommt, der andere, dass er es schafft, so seinen Text auf zehn Seiten zusammenzustauchen. Lesbarkeit, Mittellängen, Grauwert, ... alles unwichtig.
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    So etwas gibt es? Als Setzer und Buchgestalter ist man in der Regel am Rohmaterial interessiert, und zwar möglichst ohne Formatierungen. Ebenso geht es Lektoren. Wenn ich digitale Texte zum Lesen bekomme, mit denen ich Schwierigkeiten habe, lasse ich den Text einfach in eine lesbare Form einlaufen. Für einen Verlag ist die Form des Textes irrelevant. Deshalb würde ich einem Autor raten, sich keine Minute lang mit der Satzschrift zu befassen, zumal wenn es noch gar keinen Verlag gibt oder das Buch nicht vor der verlegerischen Produktionsplanung steht. In Verlagen ist man es gewöhnt, Manuskripte in 12p Times Blocksatz zu bekommen. Wenn das den leidgeprüften Lektor tatsächlich beim Lesen störte, was ich nicht glaube, formatierte er sich das Dokument um.
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    Ich würde keine drei Schriften verwenden. So paradox es klingen mag: Du beraubst dich damit der Möglichkeit, für deinen Leser möglichst reiche Bilder zur Erzählung zu evozieren. Eine gut leserliche, nicht aufdringliche Antiqua entspricht den Lesegewohnheiten in unseren Breiten und ist damit die beste Leinwand für dich als Autor. Denn aus deiner Sprache soll ja die Welt im Kopf des Lesers entstehen, nicht aus kleinteiligen Vehikeln wie "besonderen" Schriften. Eine "illustrative" Funktion von Schrift gelingt nach meiner Erfahrung nur in den allerseltensten Fällen, z.B. mit entsprechender Lyrik oder wirklich komplett absurden Texten. Das Wort sollte vor der Schrift stehen, der Inhalt vor dem Container. Die Schreibmaschinentype kann dann für Kapitelüberschriften ein bisschen Atmosphäre einstreuen – aber darauf würde ich es auch schon beschränken.
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    Ganz entspannt! Wenn Dir Gregors Variante gefällt und Du denkst, dass die Richtung schon gut ist, dann schaue ich Euch auch gerne bei der Arbeit zu und genehmige mir einen Kaffee. Und wenn Ihr Hilfe braucht, sagt Ihr einfach Bescheid.
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    Die manierierten Ecken im Inneren der unteren Serifen der Kursiven stören eklatant und erledigen die Schrift für mich sofort. Sieht aus als ob die Kursive Dreck unter den Zehennägeln hat. Die s sind wieder zu klein (wie meistens). Schade, sonst sieht sie ja ganz nett aus.
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    Ich hab’ mal vor einiger Zeit etwas bei Flickr hochgeladen. „Merkwürdiges aus dem Setzkasten“ Aus: „ABC – Blätter für die Freunde der Bauerschen Gießerei“, Nr. 7, Nov. 1955
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    Davon abgesehen ist das Banner natürlich sehr gelungen und man hat praktisch nix daran auszusetzen
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    Sollten wir daraus nicht vielleicht mal einen Artikel für Typedesigner machen, statt jeweils nach der Veröffentlichung jeder neuen Schrift den Fehler wieder und wieder anzukreiden?
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    Nun, wenn ich dieses Beispiel nachbauen sollte, gehe ich so vor: 1. die "wolkige" Außenkontur aus verschieden großen Kreisen (eines ist eine Ellipse) zusammen bauen, damit die obere und untere rechts auf einer Linie liegt, eine Hilfslinie benutzen. 2. die Form mit Rechtecken füllen. 3. das ganze Gelump zu einem Objekt verschmelzen. 4. dieser Form eine passende Kontur verpassen, und dieser eine Farbe zuweisen 5. jetzt die 8 kleinen Kreise in die Form packen, dabei nur einen der Kreise wirklich zeichnen, die anderen einfach in die anderen Positionen kopieren, dadurch sind alle gleich groß. 6. die Verbindungslinien einzeichnen, jeweils ausgehend von der Kante der kleinen Kreise aus. 7. den kleinen Kreisen und den verbindungslinien die gleiche Kontur wie die Außenkontur zuweisen. 8. damit ich meine Zeichnung frei skalieren kann, die Konturen in Objekte umwandeln und miteinander zu einem Objekt verschmelzen 9. die so gezeichnete Hälfte spiegeln und um eine Linienbreite nach rechts verschieben, Füllfarbe Orange zuweisen. 10. das so entstandene Bild gruppieren, damit ich dies zusammen verschieben kann. das zu erklären hat übrigens deutlich länger gebraucht, als die Zeichnung selbst. Ich verwende CorelDraw seit der Version 1.2, also der ersten überhaupt veröffentlichten.
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    Nein. Das ist schlechter. Ist aber auch nicht dramatisch gewesen. Aber lass es lieber so, wie es war.
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    Ach so, ich dachte er wäre Mittläufer …
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    Man spricht ja »Sechzehnter Sechster« und nicht »Sechzehnter Nullsechster«. Das Gehirn liest aber die Null und muss sie dann erst »herausrechnen«. Das passiert dann zwar unbewusst und wohl im Millisekundenbereich, aber warum sollte man dem Leser das antun?
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    Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und, wenn es der Platz zulässt und passt, 16. Juni schreiben. In diesem konkreten Fall aber wohl eher nicht.
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    "Da unten rechts ist noch ein Loch im Fenster. Lass Dir noch 'ne Funktion einfallen, die das Loch stopft!"
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    @Ctwx Schön, wenn ich hilfreich sein konnte. Du hast ja vermerkt, daß du die Ligaturen angeknipst hast in deinen Test-Texten. Es gibt gerade einen neuen Beitrag über Ligaturen von Wolfgang Beinert in seinem Typolexikon. Wenn du mal Zeit hast für eine ausführliche Ligaturen-Meditation. Man kann da viel falsch machen (so wie hier im Forum: Schilfinsel = Schil-finsel), und zwar gerade in Word so viel, daß die Ligaturen ganz abgeschaltet werden sollten. Der reiche Fundus an Ligaturen erweist sich oft als Ballast, zumal – darauf weist Beinert dankenswerterweise ausdrücklich hin – wenn sie für einen bestimmten Schriftgrad gezeichnet sind, weil sie keine Änderung der Laufweite mitmachen können, so daß sie zu Lesehemnissen werden. Zu eng in kleinen Schriften, zu weit in großen Graden. Nur Schriften mit zusätzlichen Schnitten für verschiedene Größen können, wenn die Laufweite auch angepaßt wurde, Ligaturen gut aussehen lassen. Der Ligaturenrausch geht so weit, daß manche, auch hervorragende, Schriftgestalter aus Th eine Ligatur machen, als gehörte der Weißraum des T nicht zum Buchstaben, sondern müsse irgendwie aufgefüllt oder verengt werden. Das kommt davon, daß die meisten Schriften für kleine Grade, d.h. unter 12 Punkt, zu eng laufen (die Times läuft ja schon in 12pt viel zu eng) und Buchstaben wie T, V, W und Y zu stark unterschnitten werden, mit der Folge, daß diese Buchstaben undeutlich werden und andere, die nicht unterschnitten werden können wie A, K oder X, Lücken reißen, was dann wiederum zu einem überbordenden Vorrat an Kerning-Paaren, also eigens definierten Buchstabenkombinationen führen muß. Wenn du keine Zeit hast für gründliche Ligaturen-Befassung: einfach immer abschalten. Beinert hält sie im übrigen für überholt im Werksatz. Dem folge ich nicht oder nur ein Stück (es kommt auf die Schrift an), aber ich habe sie auch schon widerwillig entfernen müssen, wenn sie in der Weite nicht in den Satz paßten. Für mich war das ein Lernprozeß, der sich eine Weile hinzog, denn ich war aus dem Bleisatz gewohnt, daß die Ligaturen in der Weite passen und daß man sie verwendet, abgesehen von einzelnen wie dem unschönen ft in der Garamond. Ich bedaure, daß Ligaturen ein Sorgenkind geworden sind. Das ist nun übrigens ein einzelner Aspekt für guten Satz, über den jemand wie Beinert so viel interessantes zu sagen hat. Dieses Handwerkswissen, diese technischen und ästhetischen Erwägungen werden nun hier mitunter dem Elfenbeinturm zugeschrieben. Als verdiente nicht jeder Text die größte Aufmerksamkeit, wenn er gesetzt wird. Und als sei Setzen etwas, das jeder könne oder als hätte es irgend etwas Antiliberales, wenn nicht jedem zugestanden würde, einen Text gut aussehen lassen zu können. Ich mag dieses Zitat – Imre Reiner (1900–1987), ein wilder Maler und Schriftgestalter, Illustrator und Typograf, sagt: »Es ist ein Irrtum, zu behaupten, daß mit typografischem Material Dinge produziert werden können, die jeder machen kann, und es wird außer acht gelassen, daß auch hier nicht die Technik allein, sondern hauptsächlich der Geist ausschlaggebend ist.« Weil Setzen eine anspruchsvolle Arbeit ist, in der vieles berücksichtigt wird und bei der man auch nach jahrelanger Erfahrung immer noch Fehler machen kann, wie ich von mir weiß, meine ich: Es genügt, wenn man sich als Laie ein bißchen Urteilsvermögen zulegt und die Arbeit von Typografen kritisch anschauen kann. Man muß nicht alles selbst vermögen. Es ist schon viel, wenn man versteht, was Typografie ist.
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    Ein Tag auf dem Land … Foto: Christian Charisius https://www.merkur.de/politik/wahlbenachrichtigung-sorgt-fuer-kritik-und-spott-zr-8202814.html
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    bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Sorry für das Augenpieksen! Ich mag diese Fonts nicht, aber Du wolltest es ja so …
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    Das ist ein rundes r, das ein tironisches Et emuliert.
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    Zu vielen Details werden Dir freundliche Mitforianer kompetente Auskunft geben können, aber zum Papierformat von mir ein Wort der Warnung (auch als nebenamtlich Lehrender): A4 ist in höchstem Maße etabliert, und anders als bei Schriften oder dem Satzspiegel, wo kleinere Abweichungen oft nicht wahrgenommen oder zumindest nicht bemängelt werden, ist eine Abweichung sofort erkennbar und wirkt schon sehr absonderlich. Von solchen Experimenten bei Studienarbeiten rate ich ab. Sieh es stattdessen lieber als besondere typografische Herausforderung an, auch A4 erfreulich zu gestalten.
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    stimmt – und der Vorname ist ein Einstellungskriterium bei der Firma
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur
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Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur