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    Die lesen doch hier mit, oder?
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    Frohes Fest – da könnte ich jetzt länger drüber schreiben (und geht dann schon mal gut los), weil ich an dem »Relaunch« des Duden im Jahre 2000 maßgeblich als Freelancer beteiligt war (siehe „Vorher“). Die Reinzeichnung der Logotype (meist angeschnittenes schwarzes Fähnchen, wurde dann aber auch alleinstehend als Logo eingesetzt), stammt von mir, basierte auf einer minimal modifizierten Frutiger Roman. Vorher gab es kein »Duden-Logo«, es gab zwar eine grafische Linie in der Einbandgestaltung, die auf einer durch Günter Gerhard Lange überarbeiteten Times basierte. Der Gedanke, den Markennamen Duden in eine grafisch konsistente Form zu bringen, sprich also eine Logotype zu gestalten, die als Element der Einbandgestaltung, wie auch alleinstehend Verwendung finden konnte, war damals neu. Dennoch gab es einige Konstanten, wie z.B. den „Regenbogen“ für die Kernbände, die beibehalten wurden – die Pixel kamen später dazu. Der Spektralverlauf ist eine Erbschaft von Willy Fleckhaus, der das spektakulär bei der edition suhrkamp in die Verlagsbranche eingeführt hat, was auch wunderbar funktioniert, wenn man viele Einzelbände zur Verfügung hat, bei zwölf Bänden wird die Sache ein bisschen schwierig. Nichtsdestotrotz haben wir viel Energie darauf verwendet, den Verlauf zu optimieren bzw. durfte ich diesen Part übernehmen – was dann dazu führte, das die vorher verwendeten Vollton-HKS-Töne einer etwas aufgehellten Farbreihe wichen, was auch der Wahrig in seinem Redesign damals übernommen hat, naja, im Prinzip wurde das ganze grafische Konzept für den Duden, daß wir entwickelt hatten, vom Wahrig abgekupfert. Die Frutiger kam nebst der Kepler im durch Iris Farnschläder parallel überarbeiteten Innenteil zum Einsatz, auf den sich die Umschlaggestaltung ganz klar bezieht (wir waren während der Arbeit nicht mit ihr im Kontakt, bekamen aber die eingesetzten Fonts durch den Verlag übermittelt und haben auch die Gestaltung gesehen, glaube ich). Farbigkeit Duden Band 1: der bekannteste Duden und eines der auflagenstärksten Bücher in Deutschland ist natürlich Ausgangspunkt eines jeden Redesigns – also das markante Gelb, wie Bertel schon bemerkte. Zusammen mit dem Schwarz und der roten Linie (diese ist also nicht völlig unnötig, Herr Enslin) in der Logotype addierte sich dies zum Dreiklang analog der bundesdeutschen Staatsflagge. Wir haben diesen ziemlich offensichtlichen Zusammenhang damals nicht ignoriert, es gab aber auch ganz andere Vorschläge innerhalb der Agentur. Unser Grundgedanke (Agentur: Bender + Büwendt, Berlin) beim Design, das sich zunächst mal auf die Aufgabe bezog, die Umschlaggestaltung der Kernbände 1–12 zu überarbeiten, ging in Richtung Verlagserscheinungsbild. Dies hat sich dann tatsächlich über die Jahre auch so etabliert, z.Zt. verwenden drei Verlage – Duden Verlag, Duden Schulbuch, Fischer Duden – die Logotype als zentrales Gestaltungselement, das grafische Konzept ist also aufgegangen. So, jetzt aber mal die bunten Teller vorbereiten …
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    Nur weil du das Fehlende nicht ergänzen kannst? Ich hab das mal für dich getan …
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    Der Grund für den Blocksatz, früher »Glatter Satz« genannt, ist die ästhetische Konvention einerseits, die aus den handgeschriebenen Büchern kommt (Gutenberg hat die Form des Buches nicht erfunden). Der glatte Satz ermöglicht eine symmetrische Doppelseite des Buches. Andererseits lenkt die typografische Form nicht vom Inhalt ab. Die Seiten im glatten Satz wirken ruhiger und lassen sich leichter lesen als ein absichtsvoll umbrochener Satz; die Toleranz des Lesers für die Silbentrennung ist deutlich größer als beim Flattersatz, für den sie nicht vorgesehen ist und wo man nach optischen Gesichtspunkten oder nach dem Sinn des Textes die Zeilen umbricht. Der Rauhsatz wird wie Blocksatz getrennt, nur die Wortzwischenräume werden nicht verändert. Der glatte Satz machte zu Bleisatzzeiten sehr viel mehr Arbeit als der Flattersatz, weil die Buchstabenabstände ausgetauscht oder ergänzt werden mußten, wenn man am Ende der Zeile angekommen war und dann erst entscheiden konnte, ob die Abstände zwischen den Wörtern verringert oder erweitert werden mußten und sich überlegen mußte, welche Folgen das für die nächste Zeile haben könnte. Dazu gibt es ein längeres Regelwerk, das ich anno 2008 in meinem Blog veröffentlicht habe: http://www.blog.druckerey.de/index.php?id=171 Heute ist der Blocksatz sehr viel schneller und einfacher herzustellen als der Flattersatz. Das ist schon so seit dem Maschinensatz mit bleiernen Zeilen. Der Text wird vom Setzer ins Layout eingelassen, ob nun an der Linotype oder Monotype (wo man ungünstige Trennungen beim Setzen vermeidet) oder am Computer. Es ist beim Computersatz die Aufgabe des Korrektors, ungünstige oder gar sinnentstellende Trennungen aufzufinden – ein klassisches Beispiel ist Druck-erzeugnis vs. Drucker-zeugnis – oder rechtschreiblich falsche Trennungen. Im Flattersatz dagegen muß der Setzer jede Zeile anschauen, um sowohl ungünstigen Zeilenfall in ästhetischer Hinsicht wie in sprachlicher, den Textzusammenhang betreffend, zu vermeiden. Flattersatz ist also ungleich aufwendiger als Blocksatz. Wenn hier das Gegenteil gesagt wird, dann möge vielleicht ergänzt werden, worin im Blocksatz, bei dem der Setzer sein Gehirn fast abschalten kann (es geht nur noch um Rechtschreibung und sinnentstellende Trennungen), die zeitaufwendige Arbeit bestehen sollte. In beiden Satzverfahren sind die »Hurenkinder« zu vermeiden, auch das ist im Blocksatz sehr viel schneller erledigt als es im Flattersatz nur annähernd möglich wäre. Der digitale Blocksatz verlangt freilich eine sorgfältige Einstellung, die Abstimmung von Laufweite (das war im Bleisatz kein Thema des Setzers), Wortzwischenräumen und Durchschuß und die Trennregeln. Das muß für jede Schrift, jedes Format, also jedes Werk erarbeitet werden. Das gilt allerdings für den Flattersatz ebenso. In dieser Hinsicht sind beide Satzarten in der Vorbereitung gleich aufwendig.
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    Lieber Stefan, Ich habe den ganzen Strang (und auch den letzten) aufmerksam verfolgt. Zwar kann ich nicht mit Fachwissen und/oder bei Designfragen weiterhelfen, möchte dir aber dennoch ein Kompliment aussprechen. Ich finde es bewundernswert, wie offen und schnell du die Tipps und Ideen aus dem Forum umsetzt, um für einen ehrenamtlichen Job das Beste herauszuholen (ich nehme mal an, dass alles in der Freizeit abgefrühstückt werden muss). Ich kann annähernd nachvollziehen welch ein Aufwand die Organisation einer solchen Veranstaltung bedeutet, zumal mein Vater jahrelang in meinem Heimatort einen wöchentlichen Lauftreff und mehrere offene Volksläufe (5 und 10 km) organisierte. Bei diesen Laufveranstaltungen musste die ganze Familie mithelfen. Ich selbst bin kein Sportler sondern Musiker und mach die Plakate, Flyer etc. für meinen Musikverein ebenfalls nebenbei. Dem Forum gebührt großer Respekt und Lob dafür, dass hier Fachwissen bereitwillig und kostenlos bereitgestellt wird und mit vielen Tipps weitergeholfen wird. Mir jedenfalls hat das Forum schon einiges an Wissensvermehrung beschert. Weiter so! Gruß Stefan
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    5 Tage Côte d’Azur sind nun zu Ende und ich sitze wieder an der kalten Nordsee ... Aber ich habe euch was mitgebracht: In der Kathedrale von Grasse Tourrette sur Loup Mouans Sartoux Hier ist jemand sehr aktiv mit der Schildermalerei. Alle gezeigten Bilder sind handgemalt und m. E. auch in einem Stil ... Comic-Sans-Schildermalerei ... herrlich Cap Ferrat Es gab noch so einen Brunnen, da war der Halbmond und das Kreuz noch eindeutiger herausgearbeitet. Leider war da aber mein Akku leer ... Cagnes sur Mer – letzter Café vorm Rückflug Der Schreiber hat wohl auch zu viel von dem Kaffee getrunken
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    Über 250 Läufer, über 4.500 € für die Spendenempfänger und ein wunderbarer Abend - Danke in die Runde für Eure Hilfe!!!
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    Das sehe ich aber etwas anders. Demnach würde es bei dir auch keine Rolle spielen, wenn ein sehr knapper Satzspiegel, also mit wenig Rand, einen stark durchschossenen Satz aufweist und ein sehr großzügiger Satzspiegel, also mit viel Rand, mit wenig Durchschuss auskäme. Es geht nicht nur um die Zeilenbildung, sondern um die gesamte Gestaltung der Seite. Aber auch das ist zu kurz gegriffen, es geht um die Gestaltung des kompletten Buches. Speziell das Zusammenwirken von Zeilendurchschuss und Satzspiegel spielt eben da eine wichtige Rolle. Aber generell gilt in der Typografie und im Design die Zusammenwirkung aller gestalterischen Elemente in der Gesamtbetrachtung und nicht isoliert voneinander.
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    Ich habe das Vergnügen, vier brandneue Schriften vorzustellen, die soeben bei Fontspring exklusiv erschienen sind. Die Popelka ist ja hier schon bekannt … über sie wurde bereits alles gesagt. Die Albermont ist ein weiterer Abkömmling der überaus erfolgreichen Abendschroth-Familie und bietet eine weitere Schriftoption für jede Art von romantisch-märchenhaft-düster angehauchten Publikationen. Ihre Frakturversalien sind teilweise etwas unorthodox, ebenso die Kombination mit Unzialminuskeln in einem insgesamt barocken Tonfall. Ebenfalls barock inspiriert ist die Whystor, wenngleich sie in eine ganz andere Richtung geht. Hier standen Anregungen von Inschriften aus dem 16. bis 18. Jahrhundert Pate, wovon insbesondere auch die alternativen Glyphenvarianten zeugen. Sie hat minimal ausgeprägte Serifen und einen mäßigen Fettfein-Kontrast. Einige eher spezielle Details (z.B. bei g, R) fügen sich in einen insgesamt ruhigen Duktus mit nobler Ausstrahlung ein. Die Bergamo ist eine reine Versalschrift für Auszeichnungen und Überschriften: eine modernistische Geometrische mit verhaltenen Art-Deco-Anklängen und einer leicht eckengerundeten Ausbildung. Von ihr sind neben der Regular auch drei weitere lichte Varianten verfügbar. ––> Andreas Stötzner bei Fontspring
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    Das ist leider der heutige Geist des Anspruchsdenkens. Dann gern von mir ein "Gefällt mir"!
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    Die Läufer vorn und hinten der Schriftzug ...
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    So agieren Trolls nun einmal. Hart an der Grenze des (offenen) Regelbruchs, dabei regelmäßig wenigstens ein bisschen on topic, um den eigentlich angebrachten Rauswurf zu vermeiden. Aber im Kern geht es darum, zu stänkern und ehrliche Teilnehmer zu verunsichern. Also lass dich bloß nicht von deinem Kurs abbringen, @Heike & Stefan! Das passt alles schon, was du machst. Und dein Engagement für die Laufgruppe und die Gruppe an sich sind sowieso klasse. Wenn ich Bundesverdienstkreuze vergeben könnte, bekäme eure Gruppe sicher eins.
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    @Erwin Krump Mit deinen Anmerkungen hast du völlig recht, und ich habe unrecht mit der Darstellung, der Satzspiegel spiele für den Durchschuß keine Rolle. Ich hatte dabei nur die Stellung der Kolumne im Sinn, aber es kommt ja auf die Proportionen an. Ein Buch mit schmalen Rändern und splendid durchschossenem Satz erzielt eine gänzlich andere Wirkung als ein Buch mit breiten Rändern und eng durchschossener Kolumne.
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    Der letzte Beitrag stammt aus dem Februar 2014, insofern hat sich das Thema vermutlich erledigt. Aber ich nehme an, Du hast den Beitrag ohnehin nur als Aufhänger gewählt, um Deinen Werbelink hier platzieren zu können? Das Unternehmen hinter dem Link führt mit seinem Gemischtwarenladen an Bildchen eindrucksvoll vor, wie man Form ohne Inhalt produziert. Es zeigt, dass nicht verstanden wurde, dass ein Logo nur die sichtbare Spitze eines umfassenden Corporate-Identity-Prozesses ist, der der Gestaltung vorangegangen sein sollte. Oder noch schlimmer: Es ist dem Unternehmen vielleicht auch einfach egal, weil es ohnehin nur das kurzfristige eigene monetäre Wohl im Auge hat und am geschäftlichen Erfolg des jeweiligen Kunden überhaupt kein Interesse hat. Das ist nicht verboten, aber es ist nicht gerade redlich und gaukelt dem Kunden außerdem eine Simplizität des Designprozesses vor, die in der Sache vollkommen unangemessen ist und dem Kunden im schlimmsten Falle schadet. Lange Rede, kurzer Sinn: Auf Typografie.info unterstützen wir aus Überzeugung keine Plattformen, die grafische Arbeiten zu Dumpingpreisen verkaufen und die es damit den Menschen, die im grafischen Gewerbe tätig sind, tendenziell immer schwerer machen, von ihrer fundierten und nachhaltigen Arbeit menschenwürdig leben zu können. Gute Arbeit (und das gilt für alle Berufe!) erfordert eine ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung, Fachkenntnisse im jeweiligen Bereich und eine entsprechend angemessene Entlohnung. Hinter dieser Überzeugung stehe ich und ich denke, die meisten Kollegen hier denken ähnlich.
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    Ich wüsste da ja eine Lösung. Quelle
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    Zur originellen Frage, `ob es einen bekannten historischen, technischen oder kaufmännischen Grund gibt, warum die allermeisten Bücher mit Blocksatz gesetzt werden', gibt es dieser reiche Aufsatz: Frans A. Janssen (2010). `The Rectangle in Typography.' Quaerendo, Volume 40, Issue 1, pages 1–25. DOI: 10.1163/001495210X12561886980310 ISSN: 0014-9527 E-ISSN: 1570-0690 Abstract One of the features of the early printed book compared with its manuscript forerunner, the codex, is that all its lines are the same length, giving the text on the page the shape of a perfect rectangle. Yet in the history of typography that perfection has more than once been eroded. Three factors have been responsible for this: first, the shape and position of a word-break character (the hyphen) at the end of the line; second, the rise of the modern paragraph in the sixteenth century, leading to white space to the right of the last line and also to the left of the first line of a paragraph; and third, the arrival of unjustified typesetting in the second half of the twentieth century. Das ursprüngliche Manuskript, auf Niederländisch, steht hier zur Verfügung : https://www.academia.edu/27361850/Rectangle Janssen gibt viele historische und bibliographische Details, und denkt daß im Grunde genommen der Blocksatz immer so beliebt gewesen ist weil er Autorität und Status ausstrahlt. Am Ende (jedenfalls der Manuskriptversion) verweist er noch insbesondere auf diesen Artikel, den ich nicht selbst gesehen habe: Hans Andree (2008). `Das letzte Relikt Gutenbergs', in: Der maschinelle Bleisatz. Ed. Silvia Werfel. Bischofszell: Ottmar. Vielleicht kennt jemand hier das?
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    Ist das eine ernsthafte Frage (die mit Jahreszahlen zu beantworten wäre) oder nur eine Beschwerde über den Begriff? Ich biete einfach mal dies zur Verwendung aus dem NGRAM-Viewer an: Also erstens ist der Begriff nur ein Begriff. Ein heute etablierter Eigenname für dieses Zeichens. Der Begriff ist üblich, steht so im Duden und bietet sich also schon aus Gründen der Konvention und Verständlichkeit an. Ob Tschichold den Begriff vor Jahrzehnten ablehnte, interessiert mich persönlich zum Beispiel herzlich wenig. Er hat mit der heutigen Sprachgemeinschaft nichts zu tun. Würden wir anfangen zu versuchen, Begriffe nach der persönlichen Kenntnis vermeintlicher »historischer Richtigkeit« (statt heutiger Üblichkeit) zu verwenden, würde sich keiner mehr verstehen. Und zweitens: Dass das Zeichen ursprünglich(?) mit einem z »gar nichts« zu tun hätte, ist erstmal nur eine These – eine ziemlich gewagte noch dazu. Mehr aber auch nicht. Mit dieser These stand Tchichold schon damals ziemlich alleine da. Weder er, noch jemand anderes konnten das je schlüssig belegen. Warum sollen wir das also glauben? Ich bitte um Aufklärung!
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    Nein, aber jeder Schriftgrad war ein eigener Entwurf und Abweichungen somit gang und gäbe. Und zwischen den Entwürfen der einzelnen Garnituren lagen gegebenenfalls Jahre und auch da gab es große Abweichungen. Im Extremfall wurden sogar unterschiedliche Schnitte verschiedener (übernommener) Schriftgießereien zu einer neuen Schriftfamilie zusammengestellt. So oder so, ich hab mal in der großen Stempel-Probe geschaut und stimme zu: Das G und alle anderen Zeichen passen perfekt zur Reform-Grotesk.
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    Aus einem Buch über deutsche Reichsstädte im Mittelalter: Ammannamt Sieht aus wie ein Testwort für die Zurichtung einer Schrift. Ich bin jedenfalls so über die Buchstaben gestolpert, dass ich an diese Melodie denken musste:
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    Man kann sich bei einem gescheiten Kalligrafen Hilfe holen. Es ist wie das Lernen eines Musikinstrumentes. Ich habe meine Handschrift durch Variationen stark verändert. Briefe sehen ganz anders aus als Notizen, Kartengrüße wieder anders. Ich habe während des Militärdienstes die Briefe nach Hause nur in Sütterlin geschrieben, um es der Kontrolle schwerer zu machen. Sütterlin diszipliniert ungemein, und das beeinflußt nach einer Weile auch die lateinische Handschrift. Auch ein Tempowechsel und das bewußte Schreiben einzelner Buchstaben verändern die Handschrift. Kalligrafische Übungen kann man auch alleine machen. Ich hab die Vorlagen und Anweisungen von Larisch verwendet, das braucht keinen großen Ehrgeiz. Es geht eigentlich nur ums Bewußtwerden von Formen, Räumen, Rhythmen und Bewegungen. Die eigentliche Kalligrafenschule gibt Johnston. Anna Simons hat sein Standardwerk übersetzt, das ist natürlich viel anspruchsvoller als Larisch. Übung macht den Meister, ein bißchen Übung verbessert die Handschrift. Die Lamy- und Pelikanfüller reichen aus, 50 Euro oder so was, mehr müssen es für diese Alltagsfüller nicht sein. An den Federspitzen sitzen Iridiumkugeln, die das Kratzen verhindern sollen. Gestrichenes Papier mindert den Widerstand. Ein wenig Widerstand ist aber fürs Schreiben gar nicht schlecht, also das leichte Gleiten befördert noch nicht die Schönheit der Züge. Wenn man anspruchsvollere Federn verwendet, muß man langsamer schreiben, was wiederum der Schrift zugute kommen kann.
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    Mal eine Verständnisfrage: Warum platzierst Du die Grafik-PDFs nicht ganz normal in randabfallenden Rahmen im Layout auf den entsprechenden Seiten? Du veränderst die Grafik ja nicht, wenn Du sie im korrekten Format im Layout platzierst. Der über den Anschnitt hinausgehende Weißraum hat doch überhaupt keine Funktion – warum solltest Du diesen nutzlosen Rand in Deinem Layout sogar noch übernehmen? Umgekehrt wird für mich ein Schuh draus.
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    Ich glaube, so heißt der große schwarze Hund, mit dem er Frau Merkel erschreckt hat.
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    Im November 2013 hat 53 den extra für ihre iPad-App Paper entwickelten Stift Pencil vorgestellt. Dieser Artikel zeigt Bilder vom Auspacken und testet den Stift auf Herz und Spitzen. Die Leitfrage ist dabei, wie präzise man mit dem auf dem iPad zeichnen kann und ob Pencil und Paper Stift und Papier ersetzen können. Kaufen und Vorfreude Im Moment ist Pencil ausschließlich in den USA und Kanada erhältlich und kostet etwa 50 US-Dollar in der Graphit- und 60 US-Dollar in der hier zu zeigenden Echtholz-Version – das sind aber Einführungspreise. Weil ich nicht auf eine scheinbar geplante Verfügbarkeit in Deutschland warten will, habe ich mir den Stift von einem Freund aus Amerika schicken lassen so dass zum Verkaufspreis noch knapp 10 Dollar Versand sowie weitere 9 Euro EU-Steuern dazu kamen. Wegen der laut Webseite großen Nachfrage im Vorweihnachtsgeschäft hat die Lieferung innerhalb Amerikas etwas länger gedauert und ich musste dann noch bis Januar warten, ehe der Stift zu mir geschickt werden konnte. Heute kam endlich das ersehnte Päckchen und ich war gespannt, ob der Stift hält, was der Hersteller verspricht – zur Einstimmung das entsprechende Werbevideo: Pencil / Think With Your Hands from FiftyThree on Vimeo. Ich werde versuchen, meine Erfahrungen so genau wie möglich zu beschreiben und den Stift zu analysieren. Eins noch vorweg: ich kann auch mit einem richtigem Stift auf richtigem Papier nicht zeichnen, werde also keine »Was-alles-geht-Beispielbilder« einstellen. Derartige Werke kann man sich auf der Herstellerseite in der Rubrik Made with Paper ansehen, wobei sich das auf die App bezieht und nicht sichtbar ist, mit welchem Eingabegerät der jeweilige Künstler gearbeitet hat. Ich werde nur recht knapp auf die Funktionen der App selbst eingehen, kann das aber bei Bedarf gerne nachreichen. Ich stelle hier nur ausgewählte und verkleinerter Bilder ein; höhere Auflösungen und auch noch mehr Bilder findet ihr in einem meiner externen Alben. Auspacken und Aufladen Der Stift kommt zusammen mit der Bedienungsanleitung und je einer Ersatzspitze für vorne und hinten in einem hübschen Pappzylinder. Nach dem auspacken muss man die Stiftsitze aus dem Gehäuse ziehen, um den eingebauten Akku direkt über USB für 90 Minuten aufzuladen. Material und Verarbeitung Schon beim ersten Blick fällt die ungewöhnliche Form des Stiftes auf. Laut Webseite ist er in Anlehnung an Zimmermansbleistifte nicht rund sondern rechteckig im Querschnitt. Das verhindert zwar, dass der Stift vom Dachstuhl – und natürlich auch vom Tisch – rollt, dadurch liegt er aber nicht ganz so schön in der Hand, wie es meine von runden Stiften gewohnt ist. Ich scheine mich aber bereits nach wenigen Strichen an das minimal andere Haltegefühl zu gewöhnen. Das Holz fühlt sich gut an und ist sauber geschliffen ansonsten aber scheinbar nicht weiter behandelt. Die Spitze(n) sind aus Gummi, dass als Haut über einem Innenleben liegt. Sehr schön ist das aus Metall bestehende und in das Holz eingelassene 53-Logo. Die Verarbeitung ist insgesamt recht zufriedenstellend und dem Preis angemessen. Was mir nicht ganz so gut gefällt ist die Passgenauigeit von Gummispitzen und Holz, aber das ist vermutlich eher Materialbedingt und liegt weniger an fehlender Sorgfalt beim Hersteller, zumal man das auch noch etwas zurechtrücken kann. Insgesamt ist Pencil für einen Stift recht schwer aber auf keinen Fall zu schwer und er fühlt sich (auch dadurch) hochwertig an. Die Holzversion ist mit einem Magneten ausgestattet, mit dem man Pencil am iPad befestigen kann. Dieser Haltemechanismus scheint auch durch die circa einen Millimeter dicke Lederhaut meines iPads recht fest zu halten, taugt aber vermutlich dennoch nicht um Stift und Werkzeug sicher gemeinsam in einer Tasche zu verstauen oder anderswie zu transportieren. Der erste Kuss Nach dem der Stift geladen und wieder zusammengebaut ist, muss man ihn über das Kiss-and-pair-Verfahren mit der App verbinden. Das bedeutet, man drückt mit der Stiftspitze auf ein dafür vorgesehenes Icon in der App und die Bluetooth-Verbindung wird hergestellt. Das ist nötig, damit die App zwischen Stift und Finger unterscheiden kann und die Handballenerkennung ihren Dienst tuen kann. Wenn man sich nicht in der App befindet, bzw. der Stift nicht verbunden ist, funktioniert er wie ein gewöhnlicher Stylus und kann somit als Fingerersatz auch zur Bedienung aller andern (Zeichen-)Apps verwendet werden, dann funktionieren allerdings die Unterscheidung zwischen Stift und Hand, also auch die Handballenerkennung, und das Radiergummi nicht. Randnotiz: Man kann mit dem Stift auch das Trackpad (m)eines MacBooks bedienen. Über das Kiss-Icon kann man die Verbindung auch wieder trennen. Inwiefern Pencil mit seinem Akku haushaltet, kann ich nicht sagen; es gibt jedenfalls keinen Ein-/Ausschalter am Gerät selbst. Laut Hersteller reicht eine Akkuladung für einen Monat normale Benutzung. Schreiben, Zeichnen, Malen … Die zugehörige App Paper bietet fünf Werkzeuge, einen Radiergummi und wenn Pencil benutzt wird zusätzliche die Möglichkeit mit den Fingern zu verwischen. Das Radiergummi kann man entweder über die Werkzeugbox aufrufen oder die Rückseite vom Stift verwenden. Außerdem gibt es mehrere Paletten mit jeweils sieben Farben und einen Farbmischer. Die gemischten Farben kann man zur späteren Verwendung in einer der bestehenden Paletten ablegen oder man stellt eine neue Palette zusammen. Über den Mischer kann außerdem ein HSB-Farbwähler aufgerufen werden. Nun aber zum der interessanten Frage, wie gut der Stift denn tatsächlich ist. Ich habe bereits oben erwähnt, dass die Spitze aus einem Gummimantel und einem Innenleben besteht – das ist auch schon das größte Problem des Stifts. Die Spitze ist eben leider nicht aus Vollgummi sondern sehr beweglich und hat beim Aufdrücken ca. einen Millimeter Spiel, ehe das Innenleben dem aufsetzenden Stift einen Widerstand bietet. Das führt besonders beim Schreiben dazu, dass man zwar das Innenleben zwischen den Buchstaben absetzt, aber nicht unbedingt die ganze Spitze, ergo sind alle Linien miteinander verbunden. Wenn man langsamer schreibt und nicht zu fest aufdrückt bzw. weit genug abhebt, wird es lesbarer. Über die Lupenfunktion sind auch kleinere Buchstaben und feine Detailzeichnungen möglich. Beim Zeichnen scheint der Stift recht präzise umzusetzen, was man auf der Glasoberfläche macht und hat einen angenehmen Reibungswiderstand – ich habe nicht das Gefühl auf einer glatten Oberfläche zu schlittern, aber der Widerstand zwischen echtem Papier und Stiften ist schon noch spürbar größer. Allerdings habe ich das Gefühl, dass der virtuelle Strich der Stiftspitze einen kleinen Hauch hinterherhinkt. Bluetooth-Verbindung sei dank, bietet Paper wie oben schon erwähnt eine Handballenerkennung, so dass man wie auf analogem Papier die Hand auflegen kann (das ist bei der Arbeit mit einem Stylus im Allgemeinen keinesfalls selbstverständlich). Die Unterscheidung zwischen Stift und Hand funktioniert allerdings nicht so perfekt wie ich es mir wünschen würde. Unter der Hand bilden sich manchmal Farbflecken und soeben mit dem Stift gezogene Striche fallen einer Falscherkennung zum Opfer und verschwinden wieder. Das liegt – so vermute ich – daran, dass der Stift druckempfindlich meldet, wenn er benutzt wird. Fühlt der Stift sich nicht aufgesetzt, verschwindet die Linie wieder. Das Problem kann man also durch den richtigen Schreibdruck umgehen und vielleicht brauche ich auch einfach noch ein wenig Übung. Ein Ähnliches Problem tritt beim beim Radieren mit der Stiftrückseite auf. Fast jedesmal wird zunächst der Verwischen-Modus verwendet, weil die App die Rückseite als normalen Finger erkennt und man muss dann etwas fester aufdrücken, um wirklich zu radieren – vielleicht ist das aber ein Feature und kein Bug, um einen echten Radierer nachzuempfinden. Obwohl der Stift merkt ob er gedrückt wird oder nicht, gibt es beim Zeichnen keine Druckstufen. Die Strichstärkenunterschiede resultieren allein aus der Programmierung der Zeichenwerkzeuge. So ist die Füllerlinie in der Mitte breiter, die Fineliner-Llinie an den Enden dicker und der Bleistift je nach Zeichengeschwindigkeit stärker oder schwächer aufgedrückt dargestellt. Auf der Homepage wird davon erzählt, dass die besondere Form der Zimmermannsbleistifte viele Haltemöglichkeiten (dicke Linie, dünne Linie, schraffieren) ermöglicht, man kann natürlich auch den Pencil in allen möglichen Varianten halten, die Art, wie der virtuelle Stift dann auf das virtuelle Papier aufsetzt, ändert sich aber kein Stück. Man kann also nicht mit flächig aufgesetzter Bleistiftmine Flächen schraffieren (siehe die zackigen Linien im Testbild). Das einzige was scheinbar minimal auf die Haltung reagiert ist der Radierer an der Rückseite, allerdings kann man nicht so große Strichstärkenunterschiede erzeugen, wie die Geometrie suggeriert und das entsprechende Bild auf der Herstellerseite zeigt. Von diesem Problem abgesehen, arbeitet der Stift aber zuverlässig und zeichnet präzise. In meinem Testbild habe ich die geraden Linien hinter den Werkzeugnamen mit einem realen, analogen Lineal gezogen und die sind meinen Erwartungen entsprechend und meinen Ansprüchen genügend gerade geworden. Auch Kurven scheinen exakt und und ohne Wellen oder Kracken exakt wiedergegeben zu werden. In der »Polygonfigur« (unten rechts im Testbild) habe ich experimentiert, wie leicht man wieder an das Ende einer bereits gezogenen Linie ansetzen kann, denn das war ohne Stift fast unmöglich. Mit Pencil geht es in vielen Fällen gut, aber wegen der verhältnismäßig dicken Spitze nicht immer ganz haargenau. Fazit Ich würde sagen, dass der Stift sein Geld durchaus wert ist, aber den Entwicklern – auch softwareseitig – noch Luft nach oben lässt. Wer auf dem iPad hauptsächlich schreiben will, sollte sich nach einem anderen Stift mit dünnerer Spitze umsehen. Zum Skribblen, Zeichnen und Malen funktioniert Pencil aber gut und ist ein schön anzusehendes Werkzeug. Besonders in Kombination mit einem zweiten Stylus für feinere Arbeiten denke ich kann man mit Paper auch auf dem iPad zu schönen Zeichnungen kommen, wie man auch an den unendlich vielen Beispielbildern auf der Herstellerseite sehen kann. Zumindest für mich sind Pencil und Paper kein vollwertiger Ersatz für analoge Werkzeuge, weil Pencils Stiftspitze sich nicht der gewählten Werkzeugspitze anpassen kann und häufig zu dick ist – bei einem echten Bleistift ist das anders. Auch die Möglichkeit verschiedene Zeichentechnicken, wie flach aufgesetzte Miene etc., und eine Druckempfindlichkeit vermisse ich. Zumindest letzteres wäre nach meinem Gefühl im Preis noch mit drin gewesen.Mehr Informationen zu beiden Produkten gibt es auf http://www.fiftythree.com. Was mit der App, auf die ich hier ja nicht weiter eingegangen bin, alles geht, kann man sich auf der Support-Seite ansehen.
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    Dafür der ganze Aufwand Das ist der Junge für den ein Tandem gekauft werden soll aus dem Startgeld. Das Bild zeigt wunderbar die Stimmung um 22 Uhr am Start
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    Bei den Noodlers-Füllern ist das Tintenführungsteil, anders als bei vielen modernen Füllern nicht aus Kunststoff gespritzt, sondern aus Hartgummi (Ebonit) - also aus Natur-Kautschuk - und das bracht eine kleine Vorbereitung: Hier braucht man einen Becher fast kochendes Wasser, da taucht man Feder und Tintenführungsteil für ca 45 Sekunden ein, das es gut warm ist, und presst dann Feder und dieses Hartgummiteil so lange zwischen Daumen und Zeigefinger fest zusammen, das sich das Hartgummiteil an die Feder anpasst. Dies kann man immer wiederholen, wenn der Füller mal schlecht schreibt, oder kleckert, weil dann entweder das Gummiteil zu dicht anliegt, oder zu viel Abstand hat. Natürlich auch nach Federwechsel. Dieser Vorgang gehörte übrigens vor Langer Zeit auch zum Kundendienst in Füllhaltergeschäften, denn früher waren die Tintenleitsysteme immer aus Ebonit, so eben auch in der Zeit, aus der das Foto stammt:
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    Ich hab da noch einen (noch) europäischen Händler gefunden: http://www.purepens.co.uk/acatalog/Noodlers-Nib-Creeper-Fountain-Pens.html Das ist kein Repräsentativer Füller, wie die Montblancs, sondern als Künstlerwerkzeug gedacht, und daher recht einfach - und damit recht Flexibel ausgelegt, man kann also die Tintenführung seinen eigenen Vorgaben anpassen, und eben mit mächtig Schwellzug schreiben. Es gibt auch jede Menge Videos zu den Dingern.
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    danke Martin für die ausführlichen Erklärungen. hier zwei Fotos aus »Kaum ICH« von Kurt Weidemann – lässt sich ganz OK lesen – ist schon lange her, aber mir ists nicht negativ aufgefallen. Antiqua (Abschriften aus seinen Tagebüchern) -> Flattersatz Grotesk (aktueller Kommentar zum Tagebucheintrag) -> Blocksatz muss allerdings sagen, dass das eher ein Rauhsatz ist als ein Flattersatz wenn ich mir da die Umbrüche ansehe ... link zum Buch: https://www.amazon.de/kommt-Feldtagebücher-Gefangenschaft-Weidemann-1940-1950/dp/B005O9FSR2/ref=sr_1_21?s=books&ie=UTF8&qid=1484994419&sr=1-21&keywords=Kurt+Weidemann (wer zahlt da so viel Asche ???)
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    Für mich ist das irgendwie kein Redesign, sondern (endlich) eine saubere Reinzeichnung.
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    Ja, so etwas gibt es: beispielsweise die »Akceler« von Andrej Dieneš. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Auch etwa Underwares Auto Pro und Peter Matthias Noordzijs Caecilia Sans lassen die Wahl zwischen verschiedenen Nuancen von Kursiven. Hier ändert sich aber in erster Linie der Aufbau der Glyphen – weniger sind es abgestufte Schrägegerade mit derselben Glyphenkonstruktion.
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    > wer soll Lehrplätze zur Verfügung stellen? Gute Frage. Ich wäre bereit und ich würde gerne, nach vielen Jahren Unterricht im Schnupperformat (weil der Studienplan nicht mehr zuläßt) endlich einmal richtig unterrichten und gründlich ausbilden. Natürlich müßte ein organisatorischer Rahmen geschaffen werden in möglichst schlanker Struktur. Und ich kann mir vorstellen, daß es hier auch den ein oder anderen Kollegen mit ausgewiesener Expertise gibt, der dazu auch bereit wäre, wenn die Voraussetzungen stimmen. Agenturen und Druckereien jedenfalls nicht. Auch nicht die Privatfirmen, die ›Mediengestalter‹-Lehre anbieten, wobei von Schriftsatz bis zu Bildbearbeitung und HTML schon sehr viel eingepackt ist. Ebenso an den Hoch- und Fachschulen in den etablierten Studiengängen: Schriftunterricht meist als ein Fach unter vielen, das Vertiefungsniveau ist dementsprechend von vornherein stark limitiert. Vielleicht ist mein Ansatz etwas altmodisch: erst Handwerk, dann Kunst. Aber meine eigene Erfahrung und zahlreiche Beobachtungen bei anderen bestätigen mir die Richtigkeit dieses Konzeptes. Wer Modedesigner werden will muß erstmal schneidern können, vorher geht gar nichts. Wer mit einer soliden kunsthandwerklichen Grundlage ein Kunst- oder Designstudium beginnt, hat eine zehnmal bessere Voraussetzung für Erfolg. Ich habe an der Burg in Halle Studenten mit und ohne handwerkliche Grundbildung, ich weiß wovon ich rede. Aber es geht mir nicht allein um eine Lehre als Studienvorbereitung. Man kann Schriftgestaltung als ganz konkretes (kunst-)handwerkliches Geschäft ansehen. Ich habe in den letzten Jahren Aufträge für Stempelschnitt, Siegelentwurf, Museumskalligraphie, Schablonenepigraphie, Steininschriften, Pinselbeschriftung und eine Bronze-Gedenktafel ausgeführt, daneben natürlich Fonts und anderes. Und ich bin keinesfalls der einzige mit einem solchen Aufgabenspektrum. Es gibt einen Markt für diese Arbeiten – aber keine adäquate Ausbildung.
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    Ich kann nur für meine Ausbildung sprechen, aber da wurde all das gelehrt! Manche Studenten hatten Interesse daran und manche wissen heute noch nicht was eine Unziale ist – und ich weiß genau, dass sie das eigentlich gelernt haben, weil ich dabei saß. Die können aber richtig gut zeichnen oder fotografieren. Und ich wette, die Foto-Nerds und Illustratoren sagen genau das gleiche: x muss viel mehr in der Ausbildung berücksichtigt werden, kein Mensch kann mehr vernünftig xen! So eine Ausbildung ist ja erstmal thematisch sehr weit gefächert und je nach Interessenlage kann man sich (im Hauptstudium) vertiefen. Die wenigstens können alles wollen oder wollen alles können. Was ich ein wenig vermisse – und bei der Suche nach einem Studienplatz auch schon etwas vermisst habe – ist eine deutliche Darstellung der Schwerpunkte der (Fach-)Hochschulen. Ich kann aber auch verstehen, dass man sich da nicht zu sehr beschränken will.
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    Die Kampagne ist aber schon ein bisserl älter. Auf der Seite der AWM finden sich alle Motive, angefangen im Jahr 2006. Seit 2013 gibt es andere Motive. Besonders gefällt mir im Sommer 2009 das PREISS-CHILD
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    Ja, stimmt, so etwa 1929, bei der Firma Goldfink in Berlin
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    Im Frakturschriften-Forum, wo sich ja in einem Abschnitt auch Kalligrafen rumtreiben, gab es vor längerer Zeit eine längere Diskussion um Schwellzug-Füller, und da wurde von einem recht kleinen, darauf spezialisierten US-Hersteller (ziemlicher Kleinbetrieb und Startup) und einige der Leute da hatten sich so ein Teil gekauft, und wahre Lobeshymnen darüber geschrieben: https://www.gouletpens.com/noodlers-nib-creaper-flex-pens/c/138
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    Das ist die Legendaria: bei MyFonts herunterladen Edit: Vermutlich wurde sie im Beispiel künstlich verfettet, da die Legendaria keinen Bold-Schnitt besitzt.
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    Ne ne, Katzenbabys wird dabei garantiert kein Schnurrbarthaar gekrümmt, das geht gar nicht... Aber die Postbusse haben mich in der Erinnerung sehr in die 60er Jahre zurückversetzt: Das war übrigens ein Schwarzweiß-Foto, Farben also nach Erinnerung...
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    Unzialschriften sind nicht in das allgemeingültige Groß-/Kleinbuchstaben-Schema einzuordnen. Die »Uncialis« entstand am Ende der Antike als formale Buchschrift, sie weist Merkmale der Römischen Kapitalis und der Römischen Kursive auf. Sie bildet entwicklungsgeschichtlich das wichtigste Bindeglied zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. Charakteristisch sind vor allem zwei Dinge. 1. Viele gerundete Detailformen, deutlich mehr als bei der Kapitalis. Zum Beispiel bei E, H und M. 2. Gering ausgeprägte Ober- und Unterlängen. Dieses Merkmal hat sich später über die Zwischenstufe der »Halbunziale« verstärkt und wurde schließlich in der karolingischen Minuskel in bis heute gültiger Weise ausgeprägt. Auch in der griechischen und in der koptischen Schrift gibt es unziale Ausprägungen. Die von Bischof Wulfila im 4. Jh. n. Chr. erfundene gotische (od. westgotische) Schrift ist ebenfalls, ihrem Formcharakter nach, eine Unzialschrift. In dieser Schrift hat der Text der sog. Wulfila-Bibel das Licht der Welt erblickt – die älteste Fassung der Bibel in einer germanischen Sprache überhaupt. Im Alltag spielen Unzialschriften heute eine noch geringere Rolle als die gebrochenen Schriften. Das hat sicher damit zu tun, daß sie bereits vor mindestens 600 Jahren im Gebrauch durch Minuskelschriften praktisch völlig verdrängt wurden. Einzig in Irland haben sich bis in unsere Zeit unziale Formen – in der spezifisch insularen Ausprägung – im Schriftwesen erhalten. Trotz gewisser Gemeinsamkeiten sollte man jedoch irische Schriften und unziale Schriften (allgemein) nicht einander gleichsetzen und verwechseln. Aufgrund der beschriebenen historischen Entwicklung ist das Fontangebot an Unzialschriften entsprechend überschaubar. Gleichwohl hat diese »exotische« Schriftart immer wieder Gestalter zu Interpretationen angeregt. Am bekanntesten ist sicher die Hammer-Unziale (Klingspor 1921) von Viktor Karl Hammer (1882–1967), die auch unter dem Namen American Uncial vertrieben wird. In heutigen Fonts belegen in der Regel unziale Glyphen die Kleinbuchstaben-Positionen. Übrigens: der Vorspann des beliebten Kultfilmes »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« ist mit einer eigens dafür entworfenen Unzialschrift gestaltet.
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    Das ist die Libra, erstmals 1938 erschienen bei der Lettergieterij Amsterdam. Der Gestalter S. H. de Roos ließ kurz darauf eine kontrastlose Abwandlung namens Simplex folgen.
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    müsste eigentlich auch ππ-gelb heißen …
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    Manchmal reicht auch ein Türgriff
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    Die von Stormtype. http://www.myfonts.com/fonts/storm/walbaum-10-pro/
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
Graublau Slab – Die Erweiterung zum Bestseller Graublau Sans
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