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    Im Korrektorat des Mannheimer Dudenverlages (bis 2013) wurde mindestens seit 2002 der Zusatz »kompress« in Korrekturanweisungen und Korrekturen verwendet, wenn angewiesen oder angemerkt werden sollte, dass Zeichen ohne Abstand gesetzt werden sollten. Das war beim Halbgeviertstrich und bei Fügungen wie A4 oder G8, zwischen Gradzeichen und Kennbuchstaben usw. (besonders am Zeilenumbruch) zur Verdeutlichung notwendig. Es wurde auf dem Ausdruck mit dem Korrekturzeichen (kleiner Bogen oben und unten) angemerkt und ggf. mit dem Zusatz ((kompress)) in Doppelklammern versehen. Im fachsprachlichen Bereich ist die Verwendung von kompress für »ohne Abstand« also durchaus eingeführt und geläufig, auch wenn der Rechtschreib-Duden sie nicht aufführt.
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    Ich hatte vor gut zehn Jahren das letzte Mal einen Lektoratsauftrag, der auf dem Papierausdruck bearbeitet werden musste. Und auch da bekam ich keinen Ausdruck, sondern eine Datei, die ich nach meinem Bedarf mit entsprechendem Rand und Zeilenabstand ausgedruckt habe. Inzwischen werden Manuskripte ganz überwiegend in der Textverarbeitung im Überarbeiten-Modus lektoriert. So können die Änderungsvorschläge anschließend vom Autor einzeln angenommen oder verworfen und die Kommentare abgearbeitet werden.
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    Der Grund für den Blocksatz, früher »Glatter Satz« genannt, ist die ästhetische Konvention einerseits, die aus den handgeschriebenen Büchern kommt (Gutenberg hat die Form des Buches nicht erfunden). Der glatte Satz ermöglicht eine symmetrische Doppelseite des Buches. Andererseits lenkt die typografische Form nicht vom Inhalt ab. Die Seiten im glatten Satz wirken ruhiger und lassen sich leichter lesen als ein absichtsvoll umbrochener Satz; die Toleranz des Lesers für die Silbentrennung ist deutlich größer als beim Flattersatz, für den sie nicht vorgesehen ist und wo man nach optischen Gesichtspunkten oder nach dem Sinn des Textes die Zeilen umbricht. Der Rauhsatz wird wie Blocksatz getrennt, nur die Wortzwischenräume werden nicht verändert. Der glatte Satz machte zu Bleisatzzeiten sehr viel mehr Arbeit als der Flattersatz, weil die Buchstabenabstände ausgetauscht oder ergänzt werden mußten, wenn man am Ende der Zeile angekommen war und dann erst entscheiden konnte, ob die Abstände zwischen den Wörtern verringert oder erweitert werden mußten und sich überlegen mußte, welche Folgen das für die nächste Zeile haben könnte. Dazu gibt es ein längeres Regelwerk, das ich anno 2008 in meinem Blog veröffentlicht habe: http://www.blog.druckerey.de/index.php?id=171 Heute ist der Blocksatz sehr viel schneller und einfacher herzustellen als der Flattersatz. Das ist schon so seit dem Maschinensatz mit bleiernen Zeilen. Der Text wird vom Setzer ins Layout eingelassen, ob nun an der Linotype oder Monotype (wo man ungünstige Trennungen beim Setzen vermeidet) oder am Computer. Es ist beim Computersatz die Aufgabe des Korrektors, ungünstige oder gar sinnentstellende Trennungen aufzufinden – ein klassisches Beispiel ist Druck-erzeugnis vs. Drucker-zeugnis – oder rechtschreiblich falsche Trennungen. Im Flattersatz dagegen muß der Setzer jede Zeile anschauen, um sowohl ungünstigen Zeilenfall in ästhetischer Hinsicht wie in sprachlicher, den Textzusammenhang betreffend, zu vermeiden. Flattersatz ist also ungleich aufwendiger als Blocksatz. Wenn hier das Gegenteil gesagt wird, dann möge vielleicht ergänzt werden, worin im Blocksatz, bei dem der Setzer sein Gehirn fast abschalten kann (es geht nur noch um Rechtschreibung und sinnentstellende Trennungen), die zeitaufwendige Arbeit bestehen sollte. In beiden Satzverfahren sind die »Hurenkinder« zu vermeiden, auch das ist im Blocksatz sehr viel schneller erledigt als es im Flattersatz nur annähernd möglich wäre. Der digitale Blocksatz verlangt freilich eine sorgfältige Einstellung, die Abstimmung von Laufweite (das war im Bleisatz kein Thema des Setzers), Wortzwischenräumen und Durchschuß und die Trennregeln. Das muß für jede Schrift, jedes Format, also jedes Werk erarbeitet werden. Das gilt allerdings für den Flattersatz ebenso. In dieser Hinsicht sind beide Satzarten in der Vorbereitung gleich aufwendig.
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    Klar. Liegt neben dem Fax-Gerät.
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    Die Aussicht bei meinem Orthopäden (Frankfurt am Main)
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    Martin, du brichst dir wirklich keinen ab, wenigstens mal in einer Typgrafie.info-Diskussion zu sagen: »Ich hab mich geirrt. Danke für die Aufklärung.« Deine These, dass der Wikipedia-Eintrag über eine mögliche Anwendung und Definition des Begriffes die Ausgeburt eines Phantasten ist, ist nachweislich falsch. Macht ja nichts. Aber nun willst du dich wirklich wie so oft seitenlang winden, um die unhaltbare These weiter irgendwie zu rechtfertigen? Wirklich? Das kann doch nicht funktionieren. Du häufst unweigerlich nur noch mehr Unwahrheiten, Verdrehungen und Fehlschlüsse auf. Die genannte Anwendung ist keine »Privatdefinition« wie du behauptet. Sie findet sich in den Standardwerken zum heutigen(!) Textsatz wie Duden und DIN 5008. Sie ist auch online nicht »spärlich« vorhanden, sondern tausendfach. Die Bedeutung ist im Gegensatz zu deinen Andeutungen auch nicht unklar. Du spricht von Spatien (also deiner Bleisatz-Welt), es geht aber um aktuelle Textverarbeitungsregeln und das geht aus genannten Büchern und den oben verlinkten, tausenden Beispielen auch klar hervor. Kommt vor oder nach dem Zeichen (wie Gedankenstrich, Schrägstrich etc.) ein Leerzeichen oder kommt keines. Ganz einfach! Im Kontext dieser Regeln ist das absolut unmissverständlich. Du brauchst also überhaupt nicht darauf abstellen, dass hier die Grundsätze der Sprache untergraben werden und teure Missverständnisse drohen. Das ist schlicht unwahr. Und zu deinen weiteren Verrenkungen: Nein, tut er nicht. Veraltet ist die allgemeinsprachliche Verwendung des Begriffes kompress für »irgendetwas zusammengedrängtes« – wie du ja selbst sagst. In der vollen U-Bahn ist es nicht kompress. Das sagt heute keiner. Die Anwendung in Textsatzregeln (als »setze kein Leerzeichen«) als eng definierte Bedeutung ist aber nicht obige veraltete Bedeutung. Ich weiß gar nicht, wie du darauf kommst. Jedenfalls besteht hier im Gegensatz zu deiner Behauptung oder Verwunderung kein Widerspruch im Duden, sondern eher ein Missverständnis auf deiner Seite, wenn du diese unterschiedlichen Anwendungen als eine verstehst. Zumindest im Präsens unwahr und absolut unhaltbar. Du kannst nicht allen ernstes darauf abstellen, dass es womöglich mal anders war (worüber man auch streiten könnte) und dann daraus direkt ein »es ist« machen. Logikfehler. Um es völlig absurd zu machen, werden die aus der Luft gegriffenen Thesen der Phantasten-Definition jetzt mit weiteren aus der Luft gegriffenen Thesen begründet. Kennst du auch nur einen einzigen ins Deutsche übersetze Text, wo sich dies wenigstens als Indiz zeigen ließe? Wenn nicht, warum stellst du dies dann in den Raum? Warum forderst du von anderen (auch hier im Strang) »kritische Prüfung«, aber wirfst selbst mit solchen völlig ungeprüften Thesen um dich? Oder glaubst du ernsthaft, du kannst die dir bislang unbekannte und damit unliebsame Definition einfach mal eben in den Topf »böser Wörter« werfen, um sie erfolgreich zu verunglimpfen? Darauf fällt doch in diesem Forum keiner herein. Du kannst in deiner Bleisatz-Werkstatt gern nur eine Definition von kompress zulassen. Aber du kannst dich noch so sehr auf den Kopf stellen: außerhalb dieser Welt schreibt man kompress richtig (also mit Doppel-S) und Standardwerke und Lektoren nutzen diesen Begriff im Anwendungsbereich der digitalen Textverarbeitung regelmäßig und beziehen sich dabei auf die Anwendung von Leerzeichen. Das ist einfach unbestreitbar. Und es ist für die Beschreibung dieses in der Diskussion stehenden Zustandes übrigens auch völlig unerheblich, wie die Konvention womöglich mal begonnen hat. Deine Versuche der Verunglimpfung über die Annahme eines Irrtums als Ausgangspunkt laufen somit ohnehin ins Leere. Diesen Trick, äh Ansatz, sprachkonservativen Denkens haben wir hier über die Jahre schon so oft zerlegt, dass darauf auch keiner mehr hereinfällt.
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    Jetzt spricht er auch noch fließend Latex Das wird ja unheimlich ...
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    Amabendampflanzenbeetbrachichimpflückenderblumestengel. (daskannmanewigsoweitermachen)
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    Ich halte die Diskussion darum für erschöpft und erschöpfend. Man kann ja nachlesen, was ich geschrieben habe. Ich habe über Lesbarkeit von Schreibmaschinenschrift gar nichts gesagt. Ich halte Vergleiche von Schreibmaschinenschrift mit Satzschriften für abwegig. Ich stelle nur richtig: Schreibmaschinenschriften werden nicht gesetzt. Was ich unter Setzen verstehe, habe ich geschrieben. Schreibmaschinenschrift setzt man nur, wenn man sie als Stilmittel in einer typografischen Arbeit verwendet. Manuskripte schreibt man nicht mit Satzprogrammen, wenn man nicht auch der Setzer des Buches ist. Ein paar Einstellungen in einem Texterfassungsprogramm sind noch lange kein »setzen«. Und meine Einstellungen in der Textverarbeitung sind keine von meinem limbischen System oder vom Bauch veranlaßten. Sondern: Die Einstellung einer Manuskriptseite mit 60 Zeichen á 30 Zeilen ist verlagsüblich oder üblich gewesen, weil (!) man damit ungefähr auch eine übliche Buchseite hinsichtlich des Umfangs abbildet, nämlich 1800 Zeichen. So hat man früher sehr einfach Umfangsberechnungen gemacht, also ohne zu rechnen. Verlage, die diese Praxis noch üben, überschlagen immer noch Buchumfänge nach Manuskriptumfängen ohne große Berechnungen. Ein Roman mit 250 Manuskriptseiten hat auch ungefähr 250 Buchseiten, außer man weicht von diesen Werten ab. Auch dann hat man durch diese Praxis immer ein ziemlich genaues Bild vom Umfang eines Buches. Natürlich ist es selten geworden, daß Manuskripte so abgeliefert werden. Es ist auch nicht so furchtbar wichtig, weil man den Umfang mit wenigen Griffen ermitteln und in Buchseiten übertragen kann. Warum es für einen Lektor angenehmer ist, eine Schreibmaschinenseite mit 1800 Zeichen handschriftlich zu bearbeiten, habe ich schon geschrieben, aber genauer: Da man Manuskripte im Lektorat ganz anders liest als ein Leser ein Buch, kommt es bei der Schrift nicht darauf an, sie schnell erfassen zu können. Man liest langsam und Sätze mehrfach und ändert Text und macht Notizen. Gerade weil sie breit laufen, geben Schreibmaschinenzeilen dem Lektor auch viel Raum für Notizen zwischen den Zeilen. Es gibt Lektorate, in denen Teile des Buches umgeschrieben und neugefaßt werden, dafür wäre auf einer Zeile mit 80 Zeichen kein Raum. Ich wüßte gern, wie Lektoren das machen, wenn sie ein Manuskript mit der WORD-Standardeinstellung bearbeiten. Sie haben wahrscheinlich eine Zettelsammlung, die sie den Manuskriptseiten zuordnen. Ich weiß, wie es mit Schreibmaschinenseiten gemacht wird, damit bin ich aufgewachsen in einem ständig etwas lektorierenden und redigierenden Elternhaus und habe die Praxis während meiner Arbeit in Verlagen und für Verlage erlebt und tue so noch heute sowohl als Autor als auch in der Verlagsarbeit. Weil es so sehr praktisch und angenehm ist. So bilden sich Traditionen. Sie haben Vorzüge vor anderen Möglichkeiten. Tradition um ihrer selbst willen – kenne ich gar nicht aus dem Handwerk. Handwerk ist doch reiner Pragmatismus und auch die Quelle von Erfindung und Wandel. Worttrennungen macht im Manuskript das Programm, darum kümmert sich ein Autor nicht. Der Autor setzt nicht, er schreibt. Die Abwehr gegen eine anerkannte fachliterarische Quelle (Detailtypografie), in der auf mehreren Seiten dargelegt wird, warum manchmal eine Schreibmaschinenschrift Vorzüge hat, verstehe ich nicht. Für Briefe spielt die Lesbarkeit der Schrift auch nur eine untergeordnete Rolle, weil Briefe nicht lang sind. In der Standardeinstellung des Textprogrammes sind sie immer häßlich. Wenn man die Randverhältnisse in Ordnung bringt, kann man die Gesamtproportion zwar sehr stark verbessern, aber man kann einen Brief mit einem Texterfasser nicht »setzen«. Man versendet also immer typografische Mängelware. Mir widerstrebt das so, daß ich es nicht mache. Dem Laien verzeihe ich das natürlich und berate ihn auch, eine zum Briefkopf passende Satzschrift für Briefe zu verwenden. Wenn mir ein Typograf einen Brief sendet, der mangelhaft gesetzt ist, sage ich leise und ganz allein zu mir: »Tse!« und denke mir etwas; sage natürlich nichts, wenn ich nicht gefragt werde. In Briefen gibt es neben der technischen noch eine zweite Seite der Betrachtung: Briefe in Satzschriften sehen nicht wie Briefe aus. Sie sehen aus wie Buchseiten oder Diplomarbeiten oder Magazinartikel oder Editorials. Ich schreibe Briefe entweder von Hand, manchmal auch geschäftliche, zur Freude der Empfänger, oder mit Schreibmaschinenschrift, auch damit sie wie Briefe aussehen. Ich finde es so schöner. Wenn jemand etwas anderes schöner findet und sogar noch begründet (»Es ist schön, wenn ein Brief wie eine Urkunde aussieht, die man sich an die Wand hängen kann.«), begrüße ich das. Ich habe von einem Schriftgestalter Briefe in der von ihm entworfenen Type bekommen, die sind sehr schön. Schöner als meine. Wenn alle Briefe wie meine aussehen würden, wäre das langweilig. Wobei in der Schreibmaschinenzeit Briefe auch recht unterschiedlich aussehen konnten durch Papier, Briefkopf und die Art zu schreiben. Als Abweichung vom Thema sollte das nun wirklich genügen. Meinerseits jedenfalls. Frohgemut nun weiter mit der Diskussion um Tannenberg und Optima in Schneckos Habilitation! Eine Unziale würde ich für die Fuß- oder Endnoten vorschlagen. Und natürlich Bleisatz und Buchdruck, ich hätte im August noch Kapazität.
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    Versuch's doch mal mit einem Light-Schnitt der Sans deiner Wahl* (und nicht größer als, sagen wir mal 18 pt – pi mal Daumen?). Mit der Tiemann würde ich es jedenfalls nicht machen. *) Hast du schon die 120 für die Überschriften ausprobiert? Ich lese nicht so oft und viel rein in diesen Thread, weil man sich immer gleich so OT vorkommt, wenn man mal was zum Thema sagt.
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    Zur originellen Frage, `ob es einen bekannten historischen, technischen oder kaufmännischen Grund gibt, warum die allermeisten Bücher mit Blocksatz gesetzt werden', gibt es dieser reiche Aufsatz: Frans A. Janssen (2010). `The Rectangle in Typography.' Quaerendo, Volume 40, Issue 1, pages 1–25. DOI: 10.1163/001495210X12561886980310 ISSN: 0014-9527 E-ISSN: 1570-0690 Abstract One of the features of the early printed book compared with its manuscript forerunner, the codex, is that all its lines are the same length, giving the text on the page the shape of a perfect rectangle. Yet in the history of typography that perfection has more than once been eroded. Three factors have been responsible for this: first, the shape and position of a word-break character (the hyphen) at the end of the line; second, the rise of the modern paragraph in the sixteenth century, leading to white space to the right of the last line and also to the left of the first line of a paragraph; and third, the arrival of unjustified typesetting in the second half of the twentieth century. Das ursprüngliche Manuskript, auf Niederländisch, steht hier zur Verfügung : https://www.academia.edu/27361850/Rectangle Janssen gibt viele historische und bibliographische Details, und denkt daß im Grunde genommen der Blocksatz immer so beliebt gewesen ist weil er Autorität und Status ausstrahlt. Am Ende (jedenfalls der Manuskriptversion) verweist er noch insbesondere auf diesen Artikel, den ich nicht selbst gesehen habe: Hans Andree (2008). `Das letzte Relikt Gutenbergs', in: Der maschinelle Bleisatz. Ed. Silvia Werfel. Bischofszell: Ottmar. Vielleicht kennt jemand hier das?
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    Von Christoph Ransmayr gibt es einen Roman: »Der fliegende Berg«, der komplett in linksbündigem Flattersatz gesetzt ist. Das ist zunächst ungewohnt, verführt beim Lesen auch zu besonderer Aufmerksamkeit, was Satzrhythmus und Betonungen angeht. Es liest sich jedenfalls langsamer. In einer »Notiz am Rand« schreibt Christoph Ransmayr dazu: »Seit die meisten Dichter sich von der gebundenen Rede verabschiedet haben und nun anstelle von Versen freie Rhythmen und dazu einen in Strophen gegliederten Flattersatz verwenden, ist da und dort das Mißverständnis laut geworden, bei jedem flatternden, also aus ungleich langen Zeilen bestehenden Text handle es sich um ein Gedicht. Das ist ein Irrtum. Der Flatterstz – oder besser: der fliegende Satz – ist frei und gehört nicht allein den Dichtern.«
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    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht – im Duden steht doch nichts falsches, nur eine Bedeutung des Wortes wird an einer Stelle nicht genannt. Dann heißt das doch nicht, dass es diese Bedeutung nicht gibt, sondern, dass der Duden unvollständig ist. Das würde ich davon, aber ehrlich gesagt, auch nie erwarten, gerade bei solchen Fachbereichen. Da kann der Duden gar nicht vollständig sein …
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    Nö. Im weitesten Sinne heißt kompress dem Wort nach nichts weiter als »eng« oder in der Umkehrung »ohne zusätzlichen Abstand«. Wenn ein Setzer das sagt, wird er dabei den Zeilenabstand meinen. Im Bereich Lektorat ist die eben genannte, weite Bedeutung die gleiche, aber die Anwendung eine andere. Wie eine schnelle Google-Suche zeigt … Beleg 1: http://www.anne-fries.de/tl_files/anne-fries/pdf/Typographie.pdf Beleg 2: https://www.thieme.de/statics/dokumente/thieme/final/de/dokumente/sw_ autorenlounge/Rechtschreibkonvention_Thieme_Verlagsgruppe_Juli_2011_2.pdf Beleg 3: https://ronaldfilkas.de/achtung-ausrufezeichen/ Fazit: schlicht eine Frage des Kontextes. Es gibt auch eine Welt außerhalb deines Bleisatzes und abweichende Begriffe und Definitionen sind noch lange keine Ausgeburt von »Phastasten«.
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    Ich hab da ° drüber nachged8, & hab mir dann ged8, das wird ja immer $! Also 2fel ich, das dies °heraus machbar sei.
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    Mit Freude geben wir die Veröffentlichung unserer neuen Schrift TUNA über unser gerade gegründetes Label "Ligature Inc" bekannt. Optimiert für den crossmedialen Einsatz liest sie sich wie Butter – sowohl am Bildschirm als auch auf Papier. Die komplette Familie ist im ersten Monat mit 50% Rabatt bei MyFonts erhältlich, die beiden Medium-Schnitte sind sogar kostenlos. Falls Du herausfinden willst, wie wir den traditionellen Breitbandfeder-Schreibstil genutzt haben, um die Lesbarkeit am Bildschirm zu verbessern, oder einfach nur den Webfont testen willst, schau Dir unsere Promo-Seite an: http://tuna-typeface.com
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    Ein flickr-Freund hat mich auf dieses Video aufmerksam gemacht: Ich weiß allerdings nicht, ob's schon jemand hier reingestellt hat.
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    Isso! Was mich an den Vorgaben am meisten stört, sind die viel zu schmalen Ränder. Blocksatz bei der Zeilenlänge und Schriftgröße gehört eigentlich verboten. Das wird nun bei kleinerer Schriftgröße nicht besser. Ob es also jemand »checkt«, wenn man noch etwas Rand zugibt – auch wenn das jetzt die Textmengen-Maximierungstipps wieder geringfügig dämpft?
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    hab jetzt die letzten Postings nur überflogen. Aber rein typografisch: niemand checkts wenn man statt dem 1,5-fach Zeilenabstand der bei 18pt (12 pt Schriftgröße) liegt einfach auf 16pt geht –> zwei Zeilen pro Seite gewonnen niemand checkts wenn man statt den vorgegebenen 12pt einfach 11pt oder sogar 10,5pt nimmt – vor allem nicht bei einer gut lesbaren Schrift –> nochmal gut gespart (und in Kombi mit kleinerer Schrift wirkt der Zeilenabstand auch wieder etwas größer) also nochmal den Zeilenabstand um nen Punkt reduzieren –> nochmal mindestens eine Zeile gewonnen — der Sinn von Typographie ist aber auch nicht so viel Text wie möglich auf eine Seite zu pferchen
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    Niemand liest Literaturverzeichnisse. Sie werden überflogen, um schnell die gewünschten Autoren zu finden. Da helfen Hervorhebungen.
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    +1 für die Andron Obwohl ich sie selbst noch nicht eingesetzt habe, staune ich sie immer wieder an, sowohl von der Ästhetik als auch vom Umfang her. und: Ich bin selbst ein Freund freier Schriften, und freier Software allgemein. Oft aus Budgetgründen (Unterstützung im Non-Profit-Bereich), aber auch grundsätzlich halte ich den Open-Source-Bereich für etwas Wertvolles. aber: Auch kommerzielle Schriften haben ihre Berechtigung, und wenn das Budget es hergibt, würde ich nicht zögern, gerade eine solche Schrift, mit diesem Umfang, diesem Support, solch fein abgestimmten Formen zu kaufen. Um zu unterstützen, dass Leute weiter so schöne und nützliche Dinge produzieren. Bei einem Open-Source-Projekt, das Du intensiv nutzt, würdest Du ja vermutlich als jemand, der aus Überzeugung freie Schriften schätzt, auch spenden, damit es weiter geht, oder?
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    Das Korrekturzeichen wurde insbes. am Zeilenumbruch oft ergänzt, damit eindeutig war, ob mit kleinem Festabstand (für den es kein Korrekturzeichen gibt) und Trennsperre oder ohne Abstand gesetzt werden sollte. Der Kennbuchstabe heißt vollständig Kennbuchstabe der Temperaturskala und meint den Buchstaben, der (kompress) nach dem Gradzeichen steht, C für Celsius, F für Fahrenheit usw. So zu finden in »Textverarbeitung und E-Mails« im Duden Rechtschreibung, 26. Aufl. Berlin 2013, unter »Gradzeichen«. Ebenso unter »Richtlinien für den Schriftsatz« in B. Witzer (Hg.), Duden Satz und Korrektur, Mannheim 2003.
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    Im Zusammenhang mit der OpenType-Unterstützung von LibreOffice hab ich mir mal was gebastelt. Ja, ich weiß, ausgefranst war nicht gesucht, aber für diesen Test wars mir recht, damit man auch was vom Effekt mitbekommt. So eine ausgefranste grobes Baumwoll-Farbband-Schrift ist ja z.B. für vorgetäuschte Schreibmaschinen-Zitate auch nicht so schlecht, nur hatte man bei den bislang genutzten immer wieder das identisch ausgefranste E weas dann immer wieder vom identischen n begleitet wird. Also hab ich mal 9 Varianten jenen Buchstabens gebaut - damit das schnell geht eben auch diese nicht mehr so gute Schreibmaschine... Und da drauf dann eine simple Glyphen-Rotation.
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    Also ... 1. Der Font, nicht die 2. Desktop-Font bezieht sich nicht auf das GUI sondern auf den Begriff Desktop-Computer im Sinne von festinstalliert 3. Typo≠Schrift (s. Punkt 3), Typo ist die Anwendung von Schrift und nicht die Schrift selber 4. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, finde ich die Frage zwar verständlich und, wenn man’s nicht weiß muss man eben fragen, aber professionell ist es für jemanden der Logos gestaltet nicht – das ist Basiswissen. Auch als Profi einer anderen Branche wäre es professioneller einen entsprechenden Gestaltungsfachmann mit dem Design zu beauftragen und der wüsste das nämlich. Jetzt habe ich für die ganze Woche genug geklugsch...ert
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    Du meinst unseren Universal-Bajuwaren? Yes, he can alles.
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    Hui, provokante These. Was ist denn seicht an LaTeX? Das erinnert mich an die ewigen Diskussionen, welche Programmiersprache die beste ist. "Ernsthafte Programmierer nehmen C!" Oder C++? Ada, Java, Pascal? Kaum so absolut entscheidbar. Jede wurde für einen bestimmten Einsatzzweck entwickelt. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, daß die Wahl der Programmiersprache nicht entscheidend für die Qualität des Programmes ist. Ich hätte hier eher gesagt, daß Du ernsthafte Typografie in erster Linie durch Erfahrung und Wissen hinbekommst. Die Programme sind Werkzeuge, die Dich dabei unterstützen.
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    Hallo Thorsten, Hallo Ralf, Danke noch mal für die wichtigen Hinweise. Wir werden das auf jeden Fall zeitnah korrigieren und den bisherigen Käufern eine Update zur Verfügung stellen.
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    Das liegt einfach daran, das Pica auf der Schreibmaschine eben keine bestimmte Schriftart bezeichnete, sondern hier wieder nur die Schriftgröße, im Falle der Pica eben mit einem Wagenschritt von 2,6 mm bzw 1/10“. die Elite war dann die nächst kleinere Schrift mit einem Wagenschritt von 2,23 mm bzw 1/12". Und hier hatten dann die die verschiedenen Schreibmaschinen-Hersteller eben jeder seine eigene Schriftart, bzw. bezogen die Lettern für die Typenhebel bei Firmen, wie Alfred Ransmayer & Albert Rodrian. bei denen die verschiedenen Schriftarten dann, je nachdem aus welcher der beiden vereinten Firmen der Entwurf gekommen ist, mir Ra + einer Nummer bzw Ro + einer Nummer bezeichnet waren, sodass selbst bei dem einen Lieferanten eine ganze Reihe verschiedener Pica-Schriften geliefert wurden. Aber selbst innerhalb einer Nummer wurden oft, je nach Auftraggeber z.B. unterschiedliche Ziffernsätze geliefert, so gab es zur Schriftart Ro 101 - einer Schrift in Pica-Größe einen geschwungenen Ziffernsatz ohne Unterlängen, und einen mehr geraden Ziffernsatz mit Unterlängen bei 3, 5, 7 und 9. Als dann so eine Schreibmaschinenschrift nach einer wahrscheinlich vorhandenen Schreibmaschine digitalisiert wurde, wurde die ursprüngliche Größenangabe zum Schriftnamen. Das war dann aber eben die Schriftart der jeweiligen, zufällig vorhandenen Schreibmaschine, deren Hersteller dann nicht genannt wurde. Somit unterscheidet sich dann z.B. die Pica von Adler, von der einer Remington, einer Olivetti oder einer Erica. Im Übrigen gab es neben den Haupt-Schriftgrößen noch deutlich kleinere (herunter bis Perl) und deutlich größere Schreibmaschinen-Schriften. Diese Schreibmaschinen waren allerdings recht selten, und für spezielle Anwendungen in Gebrauch.
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    Dass nach 29 Seiten Im-Kreis-Gedrehe Dinge noch verkompliziert werden können, halte ich für ausgeschlossen.
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    Schriften-Familien wo ich gerne saubere Digitalisierungen (inkl. Alternates und allem Pipapo) hätte: Liberta Permanent Fundamental Grotesk (Liste unvollständig) Lässt sich da nicht mal ein guter Typedesigner zum schwarmfinanzieren finden?
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    Mein Rat für das Testen von Überschriften: Benutze Überschriften, die repräsentativ für Deine Arbeit sind, und teste alle Fälle, die später in der Arbeit vorkommen werden. Ich zweifle z.B., dass Überschriften der Ebene 1 nur eine Zeile in Anspruch nehmen werden; was mit einer einzeiligen Testüberschrift gestalterisch funktioniert, sieht in einer vierzeiligen Überschrift mit typischen Geistenwissenschaftler-Wortzusammensetzungsmonstren vielleicht völlig unpassend aus. Und teste alle typischen Fälle, wie Überschriften und Fließtext sich zueinander verhalten. Wenn Du auf 10 Seiten nur zwei Unterüberschriften hast, müssen die vielleicht anders gestaltet werden als bei einer kleinteiligeren Untergliederung, bei der wesentlich weniger Text zu einer bestimmten Überschrift gehört. Das Testen mit Blindtext ist da meist nur bedingt aussagekräftig. P.S.: Ich persönlich würde übrigens auf die Verwendung einer zweiten Schrift für Überschriften auch ganz verzichten.
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    Aber warum hat diese Überschrift so eine völlig beziehungslose Einrückung (oder soll das etwa Mittelachse sein und der riesige Abstand zwischen Kapitelnummer und Text der Überschrift dient nur dazu, dies zu verschleiern?). Wir lesen von links nach rechts. Bei der Arbeit handelt es sich nicht um einen Gedichtband. Die Überschrift darunter steht linksbündig. Warum wird das also bei der großen Überschrift anders – und störend – gehandhabt?
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    Ich würde dem ersten (Nur-) Baskerville-PDF den Vorzug geben. Wobei ich die 120 nicht Medium nehmen würde, das wäre mir zu schwer. Also: bei MyFonts herunterladen statt: bei MyFonts herunterladen
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    Aber »Anschein« wiederspricht doch der Idee von Manuskript – also lediglich niedergeschrieben ohne Gestaltung Die Schreibmaschine von Heute sind Office-Programme wie Word und die Standard-Schriften sind Arial oder Times. Wenn so eine Arbeit also eine reine Niederschrift der Gedanken sein soll, sind wir wieder bei den Uni-Vorgaben …
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    Wie Schrift unsere Städte prägt: Eine TYPO-SAFARI durch acht Städte Ab Montag 23. Januar: http://creative.arte.tv/de/typo-safari Vorab, 2 Folgen exklusiv: http://urbanshit.de/typo-safari/
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    Sagt mal, Leute, Sollten wir die 25 Seiten hier nicht mal durcharbeiten, alle Thesen und die zugehörigen Beispiele raus filtern, und das ganze zur PDF aufarbeiten? Da hätten wir doch bestimmt ne komplette Typografie-Checkliste™ beisammen, oder? Ein mal verkauft, und unsere Betriebskosten sind gedeckt
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    Hehe … die als Untypographical Correctness das Pfeifen auf Political Correctness illustrieren, quasi …
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    Es gab halt einfach kein vernünftiges Ä, dass sich für diese Sache hergeben wollte. Das kommt dieser Tage ja öfter vor.
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    Hm, ich glaube, was die richtig langen Texte angeht – speziell Bücher, sind wir alle ziemlich stark geprägt durch das häufige Lesen von Blocksatzseiten, oder? Es stimmt schon – auch ich finde in meinen Regalen auf die Schnelle kein einziges Buch in Flattersatz. Mangels Vergleich können wir also vermutlich nicht abschließend klären, was sich besser, schneller, müheloser liest. Wir alle haben dazu nur ein persönliches Empfinden. Im Magazinbereich, für den ich oft gestalte, gibt es beides, Blocksatz und Flattersatz, je nach Titel. Und ich gebe Martin recht was die Zeilenbreiten angeht – Blocksatz bei schmalen Spalten (z. B. 35 mm) ist grausam zu setzen. Die Löcher tun wirklich weh. Kurzer Exkurs: Ein Sonderbereich beim Textsatz ist das Umfließen von Freistellern – eine absolut fieselige Handarbeit! – wenn man es schön und gut leserlich machen will. Meist hat man hier einen Blocksatz zu setzen, der durch den Freisteller auf einer Seite zu individueller Variation der Zeilenbreiten gezwungen wird. Und auch da wird an den schmalsten Stellen die Luft für den Gestalter ausgesprochen dünn. Gut zu erkennen, was passiert, wenn man da nicht per Hand nacharbeitet, sind manche Tageszeitungen, die dazu übergegangen sind, diesen eher magazinartigen Stil zu übernehmen, um ihr Layout aufzulockern. Speziell das Hamburger Abendblatt nach seiner Layoutumstellung vor ein paar Jahren ist mir im Gedächtnis geblieben, wo der – meiner Vermutung nach – vollkommen unkorrigierte Blocksatz um die Freisteller herum böse Löcher gerissen hat, das sah schrecklich aus (zumindest zu Beginn, das mag heute besser sein). Und teilweise wusste man gar nicht, wo der Text bei all den Lücken überhaupt weitergehen sollte. Andere, wie DIE ZEIT machen sich da deutlich mehr Arbeit und die Ergebnisse können sich absolut sehen lassen. Bei manchen kritischen Fällen setze ich den Text um den Freisteller herum auf Flattersatz und bilde den Umfluss dann per Hand Zeile für Zeile durch behutsames Anpassen von Buchstaben- und Wortabständen. Aufwändig ist das – aber auch ganz meditativ. Die so gewonnene Entspannung ist aber schlagartig wieder dahin, wenn der Kunde im Anschluss den Text nochmals ändern möchte. In Magazinen, mit ihren im Vergleich zu Büchern generell schmaleren Textspalten empfinde ich den Flattersatz/Rausatz oftmals als die bessere Lösung, weil automatischer Blocksatz oft durch arge Spationierungen das Lesen erschwert. Und es sieht auch nicht gut aus, wenn der Grauwert flackert. Und noch ein Punkt spricht hier für Flattersatz – dass Namen nicht getrennt werden dürfen! Im Buch mit seinen breiten Spalten lässt sich das besser bewerkstelligen als in schmaleren Magazinspalten. Der schlechte Blocksatz ist dann gerade in Königs- und Gesellschaftsblättern mit jeder Menge Namedropping vorprogrammiert. Es ist aber auch alles nicht immer nur schwarz und weiß – hier im Forum zum Beispiel liest sich der Flattersatz völlig problemlos.
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    danke Martin für die ausführlichen Erklärungen. hier zwei Fotos aus »Kaum ICH« von Kurt Weidemann – lässt sich ganz OK lesen – ist schon lange her, aber mir ists nicht negativ aufgefallen. Antiqua (Abschriften aus seinen Tagebüchern) -> Flattersatz Grotesk (aktueller Kommentar zum Tagebucheintrag) -> Blocksatz muss allerdings sagen, dass das eher ein Rauhsatz ist als ein Flattersatz wenn ich mir da die Umbrüche ansehe ... link zum Buch: https://www.amazon.de/kommt-Feldtagebücher-Gefangenschaft-Weidemann-1940-1950/dp/B005O9FSR2/ref=sr_1_21?s=books&ie=UTF8&qid=1484994419&sr=1-21&keywords=Kurt+Weidemann (wer zahlt da so viel Asche ???)
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    Interpunktion ist eine der ureigensten Aufgaben des Lektors. Neben Rechtschreibung, Stil, Grammatik und Inhalt. Genauso wie beim Korrektorat, das bis auf den Inhalt den selben Aufgabenbereich umfasst.
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    Welches gängige Grundlagenwerk würdest Du denn aus Deiner langjährigen Erfahrung heraus empfehlen, Andreas? Für jemanden wie den Fragesteller, der gerade erst beginnt, sich mit typografischen Grundbegriffen zu befassen, dürfte die schier endlose Auswahl an typografischer Literatur sicherlich große Ratlosigkeit mit sich bringen.
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    letterspace einbinden -> \usepackage{letterspace} im Code den Text, den man formatieren will, mit z.B. \letterspace to 1.6\naturalwidth{Text} "umgeben".
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    Deswegen schreibe ich auch meine ganze Korrespondenz mit InDesign – sogar Rechnungen Ich darf das, ich bin ja kein Setzer … Sobald ich mal was mit Pages/Word/IrgendwasOffice machen muss, raufe ich mir nach wenigen Minuten die Haare.
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    Na, das ist endlich ein interessanter Gedankengang, auf meine Frage wirklich einzugehen. Bisher drehte sich die ganze, trotzdem interessante Diskussion, eher um den Teil, den ich in meiner Frage bereits klar ausgegrenzt habe. Die rein visuelle Bewertung. Hier hätten wir einen technischen Grund, den (visuellen) Nachteil von transluzenten Papier so zu minimieren. Das wird bei der Entstehung des Blocksatzes keine Rolle gespielt haben. Erstens kommt diese Art der Textanordnung aus der Zeit der Handschrift auf Papyrus und Pergament, als von Widerdruck noch für einige Jahrhunderte keine Rede sein konnte. Zweitens ist in den Inkunabeln und auch noch danach die Buchmalerei derart intensiv ausgeführt worden, daß das Durchscheinen von ein paar Silben gar nicht aufgefallen wäre. Und drittens wurde der Satz mit glatten Kanten auch in Stein gemeißelt, ebenfalls Jahrhunderte (oder -tausende?) vor dem Druck auf Papier. Was Norbert P. beschreibt, ist eine angenehme Nebenwirkung des Blocksatzes, wahrscheinlich vor allem bei Zeitungen und ganz gewiß bei Büchern auf Dünndruckpapier, ursächlich für den Blocksatz kann es nicht sein.
Zeitzone: Berlin/GMT+01:00
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