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Beliebteste Inhalte seit 25.05.2017 in Beiträge

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    Die lesen doch hier mit, oder?
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    Frohes Fest – da könnte ich jetzt länger drüber schreiben (und geht dann schon mal gut los), weil ich an dem »Relaunch« des Duden im Jahre 2000 maßgeblich als Freelancer beteiligt war (siehe „Vorher“). Die Reinzeichnung der Logotype (meist angeschnittenes schwarzes Fähnchen, wurde dann aber auch alleinstehend als Logo eingesetzt), stammt von mir, basierte auf einer minimal modifizierten Frutiger Roman. Vorher gab es kein »Duden-Logo«, es gab zwar eine grafische Linie in der Einbandgestaltung, die auf einer durch Günter Gerhard Lange überarbeiteten Times basierte. Der Gedanke, den Markennamen Duden in eine grafisch konsistente Form zu bringen, sprich also eine Logotype zu gestalten, die als Element der Einbandgestaltung, wie auch alleinstehend Verwendung finden konnte, war damals neu. Dennoch gab es einige Konstanten, wie z.B. den „Regenbogen“ für die Kernbände, die beibehalten wurden – die Pixel kamen später dazu. Der Spektralverlauf ist eine Erbschaft von Willy Fleckhaus, der das spektakulär bei der edition suhrkamp in die Verlagsbranche eingeführt hat, was auch wunderbar funktioniert, wenn man viele Einzelbände zur Verfügung hat, bei zwölf Bänden wird die Sache ein bisschen schwierig. Nichtsdestotrotz haben wir viel Energie darauf verwendet, den Verlauf zu optimieren bzw. durfte ich diesen Part übernehmen – was dann dazu führte, das die vorher verwendeten Vollton-HKS-Töne einer etwas aufgehellten Farbreihe wichen, was auch der Wahrig in seinem Redesign damals übernommen hat, naja, im Prinzip wurde das ganze grafische Konzept für den Duden, daß wir entwickelt hatten, vom Wahrig abgekupfert. Die Frutiger kam nebst der Kepler im durch Iris Farnschläder parallel überarbeiteten Innenteil zum Einsatz, auf den sich die Umschlaggestaltung ganz klar bezieht (wir waren während der Arbeit nicht mit ihr im Kontakt, bekamen aber die eingesetzten Fonts durch den Verlag übermittelt und haben auch die Gestaltung gesehen, glaube ich). Farbigkeit Duden Band 1: der bekannteste Duden und eines der auflagenstärksten Bücher in Deutschland ist natürlich Ausgangspunkt eines jeden Redesigns – also das markante Gelb, wie Bertel schon bemerkte. Zusammen mit dem Schwarz und der roten Linie (diese ist also nicht völlig unnötig, Herr Enslin) in der Logotype addierte sich dies zum Dreiklang analog der bundesdeutschen Staatsflagge. Wir haben diesen ziemlich offensichtlichen Zusammenhang damals nicht ignoriert, es gab aber auch ganz andere Vorschläge innerhalb der Agentur. Unser Grundgedanke (Agentur: Bender + Büwendt, Berlin) beim Design, das sich zunächst mal auf die Aufgabe bezog, die Umschlaggestaltung der Kernbände 1–12 zu überarbeiten, ging in Richtung Verlagserscheinungsbild. Dies hat sich dann tatsächlich über die Jahre auch so etabliert, z.Zt. verwenden drei Verlage – Duden Verlag, Duden Schulbuch, Fischer Duden – die Logotype als zentrales Gestaltungselement, das grafische Konzept ist also aufgegangen. So, jetzt aber mal die bunten Teller vorbereiten …
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    Nur weil du das Fehlende nicht ergänzen kannst? Ich hab das mal für dich getan …
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    Der Grund für den Blocksatz, früher »Glatter Satz« genannt, ist die ästhetische Konvention einerseits, die aus den handgeschriebenen Büchern kommt (Gutenberg hat die Form des Buches nicht erfunden). Der glatte Satz ermöglicht eine symmetrische Doppelseite des Buches. Andererseits lenkt die typografische Form nicht vom Inhalt ab. Die Seiten im glatten Satz wirken ruhiger und lassen sich leichter lesen als ein absichtsvoll umbrochener Satz; die Toleranz des Lesers für die Silbentrennung ist deutlich größer als beim Flattersatz, für den sie nicht vorgesehen ist und wo man nach optischen Gesichtspunkten oder nach dem Sinn des Textes die Zeilen umbricht. Der Rauhsatz wird wie Blocksatz getrennt, nur die Wortzwischenräume werden nicht verändert. Der glatte Satz machte zu Bleisatzzeiten sehr viel mehr Arbeit als der Flattersatz, weil die Buchstabenabstände ausgetauscht oder ergänzt werden mußten, wenn man am Ende der Zeile angekommen war und dann erst entscheiden konnte, ob die Abstände zwischen den Wörtern verringert oder erweitert werden mußten und sich überlegen mußte, welche Folgen das für die nächste Zeile haben könnte. Dazu gibt es ein längeres Regelwerk, das ich anno 2008 in meinem Blog veröffentlicht habe: http://www.blog.druckerey.de/index.php?id=171 Heute ist der Blocksatz sehr viel schneller und einfacher herzustellen als der Flattersatz. Das ist schon so seit dem Maschinensatz mit bleiernen Zeilen. Der Text wird vom Setzer ins Layout eingelassen, ob nun an der Linotype oder Monotype (wo man ungünstige Trennungen beim Setzen vermeidet) oder am Computer. Es ist beim Computersatz die Aufgabe des Korrektors, ungünstige oder gar sinnentstellende Trennungen aufzufinden – ein klassisches Beispiel ist Druck-erzeugnis vs. Drucker-zeugnis – oder rechtschreiblich falsche Trennungen. Im Flattersatz dagegen muß der Setzer jede Zeile anschauen, um sowohl ungünstigen Zeilenfall in ästhetischer Hinsicht wie in sprachlicher, den Textzusammenhang betreffend, zu vermeiden. Flattersatz ist also ungleich aufwendiger als Blocksatz. Wenn hier das Gegenteil gesagt wird, dann möge vielleicht ergänzt werden, worin im Blocksatz, bei dem der Setzer sein Gehirn fast abschalten kann (es geht nur noch um Rechtschreibung und sinnentstellende Trennungen), die zeitaufwendige Arbeit bestehen sollte. In beiden Satzverfahren sind die »Hurenkinder« zu vermeiden, auch das ist im Blocksatz sehr viel schneller erledigt als es im Flattersatz nur annähernd möglich wäre. Der digitale Blocksatz verlangt freilich eine sorgfältige Einstellung, die Abstimmung von Laufweite (das war im Bleisatz kein Thema des Setzers), Wortzwischenräumen und Durchschuß und die Trennregeln. Das muß für jede Schrift, jedes Format, also jedes Werk erarbeitet werden. Das gilt allerdings für den Flattersatz ebenso. In dieser Hinsicht sind beide Satzarten in der Vorbereitung gleich aufwendig.
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    Lieber Stefan, Ich habe den ganzen Strang (und auch den letzten) aufmerksam verfolgt. Zwar kann ich nicht mit Fachwissen und/oder bei Designfragen weiterhelfen, möchte dir aber dennoch ein Kompliment aussprechen. Ich finde es bewundernswert, wie offen und schnell du die Tipps und Ideen aus dem Forum umsetzt, um für einen ehrenamtlichen Job das Beste herauszuholen (ich nehme mal an, dass alles in der Freizeit abgefrühstückt werden muss). Ich kann annähernd nachvollziehen welch ein Aufwand die Organisation einer solchen Veranstaltung bedeutet, zumal mein Vater jahrelang in meinem Heimatort einen wöchentlichen Lauftreff und mehrere offene Volksläufe (5 und 10 km) organisierte. Bei diesen Laufveranstaltungen musste die ganze Familie mithelfen. Ich selbst bin kein Sportler sondern Musiker und mach die Plakate, Flyer etc. für meinen Musikverein ebenfalls nebenbei. Dem Forum gebührt großer Respekt und Lob dafür, dass hier Fachwissen bereitwillig und kostenlos bereitgestellt wird und mit vielen Tipps weitergeholfen wird. Mir jedenfalls hat das Forum schon einiges an Wissensvermehrung beschert. Weiter so! Gruß Stefan
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    5 Tage Côte d’Azur sind nun zu Ende und ich sitze wieder an der kalten Nordsee ... Aber ich habe euch was mitgebracht: In der Kathedrale von Grasse Tourrette sur Loup Mouans Sartoux Hier ist jemand sehr aktiv mit der Schildermalerei. Alle gezeigten Bilder sind handgemalt und m. E. auch in einem Stil ... Comic-Sans-Schildermalerei ... herrlich Cap Ferrat Es gab noch so einen Brunnen, da war der Halbmond und das Kreuz noch eindeutiger herausgearbeitet. Leider war da aber mein Akku leer ... Cagnes sur Mer – letzter Café vorm Rückflug Der Schreiber hat wohl auch zu viel von dem Kaffee getrunken
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    Über 250 Läufer, über 4.500 € für die Spendenempfänger und ein wunderbarer Abend - Danke in die Runde für Eure Hilfe!!!
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    Das sehe ich aber etwas anders. Demnach würde es bei dir auch keine Rolle spielen, wenn ein sehr knapper Satzspiegel, also mit wenig Rand, einen stark durchschossenen Satz aufweist und ein sehr großzügiger Satzspiegel, also mit viel Rand, mit wenig Durchschuss auskäme. Es geht nicht nur um die Zeilenbildung, sondern um die gesamte Gestaltung der Seite. Aber auch das ist zu kurz gegriffen, es geht um die Gestaltung des kompletten Buches. Speziell das Zusammenwirken von Zeilendurchschuss und Satzspiegel spielt eben da eine wichtige Rolle. Aber generell gilt in der Typografie und im Design die Zusammenwirkung aller gestalterischen Elemente in der Gesamtbetrachtung und nicht isoliert voneinander.
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    Ich habe das Vergnügen, vier brandneue Schriften vorzustellen, die soeben bei Fontspring exklusiv erschienen sind. Die Popelka ist ja hier schon bekannt … über sie wurde bereits alles gesagt. Die Albermont ist ein weiterer Abkömmling der überaus erfolgreichen Abendschroth-Familie und bietet eine weitere Schriftoption für jede Art von romantisch-märchenhaft-düster angehauchten Publikationen. Ihre Frakturversalien sind teilweise etwas unorthodox, ebenso die Kombination mit Unzialminuskeln in einem insgesamt barocken Tonfall. Ebenfalls barock inspiriert ist die Whystor, wenngleich sie in eine ganz andere Richtung geht. Hier standen Anregungen von Inschriften aus dem 16. bis 18. Jahrhundert Pate, wovon insbesondere auch die alternativen Glyphenvarianten zeugen. Sie hat minimal ausgeprägte Serifen und einen mäßigen Fettfein-Kontrast. Einige eher spezielle Details (z.B. bei g, R) fügen sich in einen insgesamt ruhigen Duktus mit nobler Ausstrahlung ein. Die Bergamo ist eine reine Versalschrift für Auszeichnungen und Überschriften: eine modernistische Geometrische mit verhaltenen Art-Deco-Anklängen und einer leicht eckengerundeten Ausbildung. Von ihr sind neben der Regular auch drei weitere lichte Varianten verfügbar. ––> Andreas Stötzner bei Fontspring
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    Die Läufer vorn und hinten der Schriftzug ...
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    So agieren Trolls nun einmal. Hart an der Grenze des (offenen) Regelbruchs, dabei regelmäßig wenigstens ein bisschen on topic, um den eigentlich angebrachten Rauswurf zu vermeiden. Aber im Kern geht es darum, zu stänkern und ehrliche Teilnehmer zu verunsichern. Also lass dich bloß nicht von deinem Kurs abbringen, @Heike & Stefan! Das passt alles schon, was du machst. Und dein Engagement für die Laufgruppe und die Gruppe an sich sind sowieso klasse. Wenn ich Bundesverdienstkreuze vergeben könnte, bekäme eure Gruppe sicher eins.
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    @Erwin Krump Mit deinen Anmerkungen hast du völlig recht, und ich habe unrecht mit der Darstellung, der Satzspiegel spiele für den Durchschuß keine Rolle. Ich hatte dabei nur die Stellung der Kolumne im Sinn, aber es kommt ja auf die Proportionen an. Ein Buch mit schmalen Rändern und splendid durchschossenem Satz erzielt eine gänzlich andere Wirkung als ein Buch mit breiten Rändern und eng durchschossener Kolumne.
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    Der letzte Beitrag stammt aus dem Februar 2014, insofern hat sich das Thema vermutlich erledigt. Aber ich nehme an, Du hast den Beitrag ohnehin nur als Aufhänger gewählt, um Deinen Werbelink hier platzieren zu können? Das Unternehmen hinter dem Link führt mit seinem Gemischtwarenladen an Bildchen eindrucksvoll vor, wie man Form ohne Inhalt produziert. Es zeigt, dass nicht verstanden wurde, dass ein Logo nur die sichtbare Spitze eines umfassenden Corporate-Identity-Prozesses ist, der der Gestaltung vorangegangen sein sollte. Oder noch schlimmer: Es ist dem Unternehmen vielleicht auch einfach egal, weil es ohnehin nur das kurzfristige eigene monetäre Wohl im Auge hat und am geschäftlichen Erfolg des jeweiligen Kunden überhaupt kein Interesse hat. Das ist nicht verboten, aber es ist nicht gerade redlich und gaukelt dem Kunden außerdem eine Simplizität des Designprozesses vor, die in der Sache vollkommen unangemessen ist und dem Kunden im schlimmsten Falle schadet. Lange Rede, kurzer Sinn: Auf Typografie.info unterstützen wir aus Überzeugung keine Plattformen, die grafische Arbeiten zu Dumpingpreisen verkaufen und die es damit den Menschen, die im grafischen Gewerbe tätig sind, tendenziell immer schwerer machen, von ihrer fundierten und nachhaltigen Arbeit menschenwürdig leben zu können. Gute Arbeit (und das gilt für alle Berufe!) erfordert eine ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung, Fachkenntnisse im jeweiligen Bereich und eine entsprechend angemessene Entlohnung. Hinter dieser Überzeugung stehe ich und ich denke, die meisten Kollegen hier denken ähnlich.
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    Zur originellen Frage, `ob es einen bekannten historischen, technischen oder kaufmännischen Grund gibt, warum die allermeisten Bücher mit Blocksatz gesetzt werden', gibt es dieser reiche Aufsatz: Frans A. Janssen (2010). `The Rectangle in Typography.' Quaerendo, Volume 40, Issue 1, pages 1–25. DOI: 10.1163/001495210X12561886980310 ISSN: 0014-9527 E-ISSN: 1570-0690 Abstract One of the features of the early printed book compared with its manuscript forerunner, the codex, is that all its lines are the same length, giving the text on the page the shape of a perfect rectangle. Yet in the history of typography that perfection has more than once been eroded. Three factors have been responsible for this: first, the shape and position of a word-break character (the hyphen) at the end of the line; second, the rise of the modern paragraph in the sixteenth century, leading to white space to the right of the last line and also to the left of the first line of a paragraph; and third, the arrival of unjustified typesetting in the second half of the twentieth century. Das ursprüngliche Manuskript, auf Niederländisch, steht hier zur Verfügung : https://www.academia.edu/27361850/Rectangle Janssen gibt viele historische und bibliographische Details, und denkt daß im Grunde genommen der Blocksatz immer so beliebt gewesen ist weil er Autorität und Status ausstrahlt. Am Ende (jedenfalls der Manuskriptversion) verweist er noch insbesondere auf diesen Artikel, den ich nicht selbst gesehen habe: Hans Andree (2008). `Das letzte Relikt Gutenbergs', in: Der maschinelle Bleisatz. Ed. Silvia Werfel. Bischofszell: Ottmar. Vielleicht kennt jemand hier das?
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    Nein, aber jeder Schriftgrad war ein eigener Entwurf und Abweichungen somit gang und gäbe. Und zwischen den Entwürfen der einzelnen Garnituren lagen gegebenenfalls Jahre und auch da gab es große Abweichungen. Im Extremfall wurden sogar unterschiedliche Schnitte verschiedener (übernommener) Schriftgießereien zu einer neuen Schriftfamilie zusammengestellt. So oder so, ich hab mal in der großen Stempel-Probe geschaut und stimme zu: Das G und alle anderen Zeichen passen perfekt zur Reform-Grotesk.
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    Man kann sich bei einem gescheiten Kalligrafen Hilfe holen. Es ist wie das Lernen eines Musikinstrumentes. Ich habe meine Handschrift durch Variationen stark verändert. Briefe sehen ganz anders aus als Notizen, Kartengrüße wieder anders. Ich habe während des Militärdienstes die Briefe nach Hause nur in Sütterlin geschrieben, um es der Kontrolle schwerer zu machen. Sütterlin diszipliniert ungemein, und das beeinflußt nach einer Weile auch die lateinische Handschrift. Auch ein Tempowechsel und das bewußte Schreiben einzelner Buchstaben verändern die Handschrift. Kalligrafische Übungen kann man auch alleine machen. Ich hab die Vorlagen und Anweisungen von Larisch verwendet, das braucht keinen großen Ehrgeiz. Es geht eigentlich nur ums Bewußtwerden von Formen, Räumen, Rhythmen und Bewegungen. Die eigentliche Kalligrafenschule gibt Johnston. Anna Simons hat sein Standardwerk übersetzt, das ist natürlich viel anspruchsvoller als Larisch. Übung macht den Meister, ein bißchen Übung verbessert die Handschrift. Die Lamy- und Pelikanfüller reichen aus, 50 Euro oder so was, mehr müssen es für diese Alltagsfüller nicht sein. An den Federspitzen sitzen Iridiumkugeln, die das Kratzen verhindern sollen. Gestrichenes Papier mindert den Widerstand. Ein wenig Widerstand ist aber fürs Schreiben gar nicht schlecht, also das leichte Gleiten befördert noch nicht die Schönheit der Züge. Wenn man anspruchsvollere Federn verwendet, muß man langsamer schreiben, was wiederum der Schrift zugute kommen kann.
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    Mal eine Verständnisfrage: Warum platzierst Du die Grafik-PDFs nicht ganz normal in randabfallenden Rahmen im Layout auf den entsprechenden Seiten? Du veränderst die Grafik ja nicht, wenn Du sie im korrekten Format im Layout platzierst. Der über den Anschnitt hinausgehende Weißraum hat doch überhaupt keine Funktion – warum solltest Du diesen nutzlosen Rand in Deinem Layout sogar noch übernehmen? Umgekehrt wird für mich ein Schuh draus.
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    Dafür der ganze Aufwand Das ist der Junge für den ein Tandem gekauft werden soll aus dem Startgeld. Das Bild zeigt wunderbar die Stimmung um 22 Uhr am Start
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    Bei den Noodlers-Füllern ist das Tintenführungsteil, anders als bei vielen modernen Füllern nicht aus Kunststoff gespritzt, sondern aus Hartgummi (Ebonit) - also aus Natur-Kautschuk - und das bracht eine kleine Vorbereitung: Hier braucht man einen Becher fast kochendes Wasser, da taucht man Feder und Tintenführungsteil für ca 45 Sekunden ein, das es gut warm ist, und presst dann Feder und dieses Hartgummiteil so lange zwischen Daumen und Zeigefinger fest zusammen, das sich das Hartgummiteil an die Feder anpasst. Dies kann man immer wiederholen, wenn der Füller mal schlecht schreibt, oder kleckert, weil dann entweder das Gummiteil zu dicht anliegt, oder zu viel Abstand hat. Natürlich auch nach Federwechsel. Dieser Vorgang gehörte übrigens vor Langer Zeit auch zum Kundendienst in Füllhaltergeschäften, denn früher waren die Tintenleitsysteme immer aus Ebonit, so eben auch in der Zeit, aus der das Foto stammt:
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    Ich hab da noch einen (noch) europäischen Händler gefunden: http://www.purepens.co.uk/acatalog/Noodlers-Nib-Creeper-Fountain-Pens.html Das ist kein Repräsentativer Füller, wie die Montblancs, sondern als Künstlerwerkzeug gedacht, und daher recht einfach - und damit recht Flexibel ausgelegt, man kann also die Tintenführung seinen eigenen Vorgaben anpassen, und eben mit mächtig Schwellzug schreiben. Es gibt auch jede Menge Videos zu den Dingern.
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    Aus einem Buch über deutsche Reichsstädte im Mittelalter: Ammannamt Sieht aus wie ein Testwort für die Zurichtung einer Schrift. Ich bin jedenfalls so über die Buchstaben gestolpert, dass ich an diese Melodie denken musste:
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    danke Martin für die ausführlichen Erklärungen. hier zwei Fotos aus »Kaum ICH« von Kurt Weidemann – lässt sich ganz OK lesen – ist schon lange her, aber mir ists nicht negativ aufgefallen. Antiqua (Abschriften aus seinen Tagebüchern) -> Flattersatz Grotesk (aktueller Kommentar zum Tagebucheintrag) -> Blocksatz muss allerdings sagen, dass das eher ein Rauhsatz ist als ein Flattersatz wenn ich mir da die Umbrüche ansehe ... link zum Buch: https://www.amazon.de/kommt-Feldtagebücher-Gefangenschaft-Weidemann-1940-1950/dp/B005O9FSR2/ref=sr_1_21?s=books&ie=UTF8&qid=1484994419&sr=1-21&keywords=Kurt+Weidemann (wer zahlt da so viel Asche ???)
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    Für mich ist das irgendwie kein Redesign, sondern (endlich) eine saubere Reinzeichnung.
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    Ja, so etwas gibt es: beispielsweise die »Akceler« von Andrej Dieneš. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Auch etwa Underwares Auto Pro und Peter Matthias Noordzijs Caecilia Sans lassen die Wahl zwischen verschiedenen Nuancen von Kursiven. Hier ändert sich aber in erster Linie der Aufbau der Glyphen – weniger sind es abgestufte Schrägegerade mit derselben Glyphenkonstruktion.
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    > wer soll Lehrplätze zur Verfügung stellen? Gute Frage. Ich wäre bereit und ich würde gerne, nach vielen Jahren Unterricht im Schnupperformat (weil der Studienplan nicht mehr zuläßt) endlich einmal richtig unterrichten und gründlich ausbilden. Natürlich müßte ein organisatorischer Rahmen geschaffen werden in möglichst schlanker Struktur. Und ich kann mir vorstellen, daß es hier auch den ein oder anderen Kollegen mit ausgewiesener Expertise gibt, der dazu auch bereit wäre, wenn die Voraussetzungen stimmen. Agenturen und Druckereien jedenfalls nicht. Auch nicht die Privatfirmen, die ›Mediengestalter‹-Lehre anbieten, wobei von Schriftsatz bis zu Bildbearbeitung und HTML schon sehr viel eingepackt ist. Ebenso an den Hoch- und Fachschulen in den etablierten Studiengängen: Schriftunterricht meist als ein Fach unter vielen, das Vertiefungsniveau ist dementsprechend von vornherein stark limitiert. Vielleicht ist mein Ansatz etwas altmodisch: erst Handwerk, dann Kunst. Aber meine eigene Erfahrung und zahlreiche Beobachtungen bei anderen bestätigen mir die Richtigkeit dieses Konzeptes. Wer Modedesigner werden will muß erstmal schneidern können, vorher geht gar nichts. Wer mit einer soliden kunsthandwerklichen Grundlage ein Kunst- oder Designstudium beginnt, hat eine zehnmal bessere Voraussetzung für Erfolg. Ich habe an der Burg in Halle Studenten mit und ohne handwerkliche Grundbildung, ich weiß wovon ich rede. Aber es geht mir nicht allein um eine Lehre als Studienvorbereitung. Man kann Schriftgestaltung als ganz konkretes (kunst-)handwerkliches Geschäft ansehen. Ich habe in den letzten Jahren Aufträge für Stempelschnitt, Siegelentwurf, Museumskalligraphie, Schablonenepigraphie, Steininschriften, Pinselbeschriftung und eine Bronze-Gedenktafel ausgeführt, daneben natürlich Fonts und anderes. Und ich bin keinesfalls der einzige mit einem solchen Aufgabenspektrum. Es gibt einen Markt für diese Arbeiten – aber keine adäquate Ausbildung.
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    Ich kann nur für meine Ausbildung sprechen, aber da wurde all das gelehrt! Manche Studenten hatten Interesse daran und manche wissen heute noch nicht was eine Unziale ist – und ich weiß genau, dass sie das eigentlich gelernt haben, weil ich dabei saß. Die können aber richtig gut zeichnen oder fotografieren. Und ich wette, die Foto-Nerds und Illustratoren sagen genau das gleiche: x muss viel mehr in der Ausbildung berücksichtigt werden, kein Mensch kann mehr vernünftig xen! So eine Ausbildung ist ja erstmal thematisch sehr weit gefächert und je nach Interessenlage kann man sich (im Hauptstudium) vertiefen. Die wenigstens können alles wollen oder wollen alles können. Was ich ein wenig vermisse – und bei der Suche nach einem Studienplatz auch schon etwas vermisst habe – ist eine deutliche Darstellung der Schwerpunkte der (Fach-)Hochschulen. Ich kann aber auch verstehen, dass man sich da nicht zu sehr beschränken will.
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    Die Kampagne ist aber schon ein bisserl älter. Auf der Seite der AWM finden sich alle Motive, angefangen im Jahr 2006. Seit 2013 gibt es andere Motive. Besonders gefällt mir im Sommer 2009 das PREISS-CHILD
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    Ja, stimmt, so etwa 1929, bei der Firma Goldfink in Berlin
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    Im Frakturschriften-Forum, wo sich ja in einem Abschnitt auch Kalligrafen rumtreiben, gab es vor längerer Zeit eine längere Diskussion um Schwellzug-Füller, und da wurde von einem recht kleinen, darauf spezialisierten US-Hersteller (ziemlicher Kleinbetrieb und Startup) und einige der Leute da hatten sich so ein Teil gekauft, und wahre Lobeshymnen darüber geschrieben: https://www.gouletpens.com/noodlers-nib-creaper-flex-pens/c/138
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    Ich habe für ein Editionsprojekt, an dem ich beteiligt war, angefangen, Kurrentschrift zu schreiben (weil ich mir davon versprochen habe, die Schrift auch besser lesen zu können). Aus meiner Sauklaue ist dadurch zwar keine wunderschöne Handschrift geworden, aber ein positiver Einfluss auf die lateinische Schrift war durchaus zu erkennen. Dieser Einfluss ging aber auch ganz schnell wieder zurück, als ich meine Schreibübungen einstellte. Nun schreibe ich so unleserlich wie zuvor.
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    Das ist die Legendaria: bei MyFonts herunterladen Edit: Vermutlich wurde sie im Beispiel künstlich verfettet, da die Legendaria keinen Bold-Schnitt besitzt.
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    Ne ne, Katzenbabys wird dabei garantiert kein Schnurrbarthaar gekrümmt, das geht gar nicht... Aber die Postbusse haben mich in der Erinnerung sehr in die 60er Jahre zurückversetzt: Das war übrigens ein Schwarzweiß-Foto, Farben also nach Erinnerung...
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    müsste eigentlich auch ππ-gelb heißen …
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    Ich dachte, der Lauf ist in Freiberg und nicht in Pisa.
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    Manchmal reicht auch ein Türgriff
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    Das Ergebnis kann man würfeln, es gibt keinen Sinnunterschied. Wenn die Unterlagen nach dem Doppelpunkt aufgezählt werden, also eine Aufzählung folgt anstelle der Unterlagen – wenn man es übergenau sagen will –, kann man das Wort »folgende« auch weglassen und schreiben: Hiermit beauftrage ich die Firma XY, diese Unterlagen zu schreddern: nun folgt die Liste. Das Verb ist durchaus entscheidend für die Grammatik, deshalb sind halbe Beispielsätze recht gummiartig. »Folgende« wird oft als Bürokratenwort verwendet, d.h. es ist überwiegend überflüssig.
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    stimmt – und der Vorname ist ein Einstellungskriterium bei der Firma
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    Die von Stormtype. http://www.myfonts.com/fonts/storm/walbaum-10-pro/
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    https://www.callitype.com/national.html Auch nach dem Lesen des Artikels kann ich nicht nachvollziehen, warum die Handschrift gerettet werden muss und warum sie in Gefahr sein sollte Am Anfang steht doch schon, dass man sie immer noch ständig braucht. Ich kenne auch keine Tedenz, dass irgendwo der Schriftspracherwerb über das Tippen vollzogen werden soll. Also, warum die Aufregung … Was ich aber herauslesen kann ist, dass man doch irgendwie der Meinung ist, dass sogenannte Blockschrift keine echte™ Handschrift ist, sondern nur Schreibschrift gilt. Und das ist das, was ich Eingangs meinte. Man kann sich natürlich darüber streiten, welche Schreiblernschrift die beste ist, aber auf Grund der VA und der Grundschrift den Untergang der Handschrift zu prophezeien ist'n alter Hut und ziemlich mau. Ich bin übrigens ein Fan der Grundschrift, da sie mit einfachen Zeichen beginnt und irgendwann verbunden geschrieben werden kann, wenn es die Schreibökonomie verlangt. Man muss dann eben gerade nicht zwei Alphabete lernen.
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    Das geht auch einfacher: Im oberen (Sub-)Menü auf »Tools« klicken und dann auf »Unusual features«. Den gewünschten Buchstaben aussuchen und prüfen, ob das dabei ist, was man sucht.
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    Also du kannst auch erst die Pfade anlegen (am besten jeweils so lang, wie die Zeile später sein soll) und dann auf dem ersten Pfad den kompletten Text einfügen. Am Ende des Pfades erscheint dann wie bei Textrahmen auch das kleine Plus. Dieses anklicken und auf den Begin des nächsten Pfades. Wiederholen, bis alle Pfade verknüpft sind. Wichtig ist, dass du jeweils auf den Anfangs-Anker klickst, sonst beginnt der Text dort auf dem Pfad, wo du ihn anklickst und du musst den Beginn hinterher wieder zurückschieben. Um mehrere Pfade zu Erzeugen bietet sich die Angleichen-Funktion an, wobei sich Kreise natürlich auch schnell anders erstellen lassen.
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00