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Beliebteste Inhalte seit 21.09.2017 in Beiträge

  1. 9 Punkte
    Vor einiger Zeit hatte ich im Forum gefragt, wie man mit Kindern möglichst einfach mit Lettern drucken kann. Die Diskussion wanderte damals sehr streitbar in eine völlig andere Richtung ab, deshalb erlaube ich mir heute die Ergebniss in einem neuen Thema vorzustellen. Altes Thema mit thematischer Entgleisung Meine Aufgabe: Kinder sollen das Prinzip "Drucken mit beweglichen Lettern" verstehen. Hintergrund war die Geschichte Luthers, der Bibelüberstzung und des Druckes durch Gutenberg. Das Problem: Ich konnte keine Holzlettern mehr auftreiben und somit keine machbar DIY-Druckerei basteln. Anregungen hatte ich aus dem Forum reichlich bekommen, vielen Dank dafür. Blei wollte ich die Kindern aber nicht anfassen lassen und die Schriften waren mir für Kinderhände zu klein. Die Lösung: Die Druckwerkstatt des Gutenberg-Museums in Mainz verleiht eine mobile Druckwerkstatt, die ganz genau das kann, was ich gesucht hatte. Kosten 100 Euro für ein Wochenende plus 50 Euro Kaution. Sehr nette Menschen geben dort eine Einführung. Es gab einen Setzkasten mit etwa 5 cm großen Holzbuchstaben und ich durfte mir 4 fertige Druckmotive aussuchen. Von Lappen, Reinigungsbenzin, Farbe, Spachtel bis zu den Farbrollen ist alles in einer Kiste dabei. Die Handpresse hat ein ordentliches Gewicht und lässt sich nur mit zwei Leuten ins Auto heben. Das Ergebnis: Den Kindern im Workshop (Gruppe mit 14 Kids) hat es sehr viel Spaß gemacht. Wir haben zunächst Fehldrucke zugelassen, damit das mit dem richtigen Setzen auch verstanden wird. Die Kids waren total begeistert von der Intensität der Farben auf dem Blech und der Rolle. Wir durften die Farben übereinander rollen (streng mit gelb beginnend) und konnten so kunterbunte Drucke erzeugen. Auch das Mischen der farben konnte so verstanden werden. Den Betreuern und mir hat das aber noch mehr Spaß gemacht und wir haben in der Mittagspause für alle 70 Kinder dieses Tages ein einfaches Plakat mit dem Tagesmotto produziert. Danke für Eure Anregungen. Ein Punkt war leider nicht zu finden im Setzkasten. Den habe ich dann nachgemalt. Aber: (ganz ehrlich) ich hatte TYPOGRAFIE.DE statt .INFO gesetzt, peinlich, dehalb zeige ich das Ergebnis nicht. Ein buntes Abbild vom Herrn Gensfleisch.
  2. 7 Punkte
    Gefunden auf Ischia. Beste Grüße
  3. 4 Punkte
    Ein wirklich schönes f! Sollte man nicht durch Versalisierung versauen!?
  4. 4 Punkte
    Das sind keine Lesarten/Varianten eines Wortes, sondern einfach zwei verschiedene Wörter, die nur gleich geschrieben werden und sonst absolut nichts miteinander zu tun haben. Da gibt es eine ganze Menge von, für Beispiele im Deutschen siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Homograph. Das eine Wort bedeutet übersetzt „böse” und war „schon immer” Teil der lateinischen Sprache, das andere „Apfel(-baum)” und wurde irgendwann in vorchristlicher Zeit (für Quellenverweise sei auf den obgenannten Walde-Hofmann verwiesen) aus dem Griechischen entlehnt. Letzteres Wort diente (ohne Einfluss von ersterem) zur Bezeichnung der Pflanzenart; ein Latein-Muttersprachler hätte die Wörter genauso wenig/oft verwechselt, wie ein Deutscher die Montage (von Möbeln) mit den Montagen (am Wochenanfang) verwechseln würde. Die Information, dass es im Latein ein weiteres Wort gibt, welches zufällig gleich wie der Gattungsname geschrieben wird, finde ich in einen botanischen Flyer genauso fehlplaziert, wie die Tatsache, dass es im Deutschen ein weiteres Wort gibt, dass Montage geschrieben wird in einer Montageanleitung oder einem Kalender. (Das im Walde-Hofmann ebenfalls erwähnte dritte Wort mit der Bedeutung „senkrecht stehender Balken, Mast“ ist im übrigen auch ein vollkommen anderes Wort und hat weder etwas mit dem Apfel noch mit dem Bösen zu tun). Und was die Häufigkeit angeht, ist es wohl in so ziemlich jeder Sprache so, dass in botanischen Texten die jeweilige Übersetzung/Form des Wortes „Apfel“ wesentlich häufiger auftritt, als die des Wortes „Böse“, während das in den meisten Texten eher anders herum ist Da macht das Latein also auch keine Ausnahme…
  5. 4 Punkte
    Caleigh Script. https://www.kreativfont.com/caleigh
  6. 3 Punkte
    Wissenschaftler haben neurologische und physiologische Unterschiede zwischen Menschen mit Dyslexie und ohne herausgefunden: http://www.iflscience.com/health-and-medicine/scientists-found-out-causes-dyslexia/
  7. 3 Punkte
    … der Klassiker wäre natürlich Myriad Das wäre dann auch entsprechend unaufdringlich. PS: Hat eigentlich irgendjemand diese famose Liste bereits erwähnt?
  8. 3 Punkte
    Der Kollege würde dazu raten, erst einmal die Fakten zusammenzutragen: Welche Software wird bisher verwendet, hat die Software eine InDesign-Schnittstelle (es gibt ja auch proprietäre Lösungen …), idealerweise xml-basiert, über welches CMS wird die Datenbank gefüllt, welche Datenbankstruktur liegt dahinter, gibt es dynamische Templates oder müssen die selbst erstellt werden etc. Das alles ist ein weites Feld, für das eine Menge Fachwissen benötigt wird, das der Kollege leider auch nicht hat. Er hat sich vielmehr bei einem solchen Projekt ebenfalls helfen lassen und das ganze Setup durch "mainblau" aufsetzen lassen, basierend auf vjoon K4. Der Kollege war faktisch nur noch Anwender und hat mit InDesign und InCopy gearbeitet.
  9. 3 Punkte
    Ist doch offensichtlich. Alle verfügbaren Fs wurden für die nächste Zeile benötigt (die wegen des dramatischen Effekts erst auf der nächsten Slide zu sehen ist):
  10. 3 Punkte
    Ich passe die Laufweite auch zeilenweise an (ID bis –5 und +15 maximal). Ich schaue aber, dass das optisch zusammenpasst, also nicht eine Zeile mit –5 auf eine Zeile mit +15 folgt, das fiele dann zu sehr auf.
  11. 3 Punkte
    Danke für den Bericht! Wir machen es bei Kinderkursen ganz genauso. Kleine Abzugspresse, Magnetfixierung, mittelgroße Holzbuchstaben + ggf. Klischees. So können die Kinder alles selbst machen.
  12. 3 Punkte
    Ich würde aus inhaltlichen Gründen den ersten Satz ganz streichen: Erstens heißt mălus nicht das Böse, sondern der Böse oder einfach nur böse (kleingeschrieben, weil Adjektiv). Zweitens hat dieses Wort mit mālus, dem Apfel nichts zu tun, es handelt sich um zwei verschiedene Wörter: Ersteres ist ein urindogermanisches Wort, welches zum lateinischen Erbwortschatz gehört, zweiteres aus dem Griechischen entlehnt (weitere Herkunft schwer klärbar). (Vgl. etwa Walde/Hofmann: Lateinisches Etymologisches Wörterbuch, Bd. 2, S. 18 ff.) Beide Wörter werden sogar unterschiedlich ausgesprochen: Der Apfel wird im Lateinischen mit langem a, der Böse mit kurzem a gesprochen (oben durch die Diakrikia markiert). Das Vorgehen im Text wäre ähnlich, wie wenn ich in einem Artikel über Wochentage schreiben würde: „Montage ist das Zusammenfügen von Teilen. Schließlich wird an Montagen wieder gearbeitet, also auch Dinge zusammengefügt.“ Abgesehen davon hat die zufällige Gleichheit mit dem biblischen und somit hebräisch verschriftlichten Sündenfall wiederum nichts zu tun, wo die beiden Begriffe für das Böse und den Apfel auch lautlich nicht verwandt sind. Somit wäre auch die Frage überflüssig, ob und wie man das Wort hervorheben sollte…
  13. 3 Punkte
  14. 3 Punkte
    ... und g und i oben verbinden – so wird es weniger Schrift, mehr Logo.
  15. 3 Punkte
    Ich würde die Anschlüsse u-r und i-e noch überarbeiten, da sind weiße Blitzer zu sehen. Die Abstände r-g und i-e sind für meine Begriffe optisch zu groß, ob nach der Überarbeitung dann F-u stimmig ist, muss man sehen …
  16. 2 Punkte
    Hallo Schnecko. Ein paar kurze Anmerkungen zu deiner Arbeit: Eine wissenschaftliche Arbeit ist kein Buch für eine breite Leserschaft, sondern zur Vorlage für den/die Dozenten. Die Gestaltung hat hier nicht die Aufgabe den Leser zu animieren, das Buch zu kaufen und zu lesen. ich hatte vor einiger Zeit mit einem Dozenten aus dem wissenschaftlichen Bereich ein Gespräch über schriftliche Arbeiten, die ihm von seinen Studenten vorgelegt wurden. Er betonte dabei, dass er es negativ findet, wenn die Arbeiten zu „schön gestaltet“ seien, da sie seiner Meinung nach vom Inhalt ablenken. Was zählt ist der Inhalt. Es wäre m. E. sinnvoll ein klares neutrales Erscheinungsbild zu erstellen und nicht zwingend den Eindruck eines schönes Buches vorzgeben. Schriftunterschiede zwischen Titel und Fließtext entweder mit klarer Unterscheidung, auch für einen Laien. Oder eben aus nur einer Schriftfamilie. Ob es nun die Arno oder die Minion ist, spielt nicht die Rolle. Die Cronos ist im Grunde genommen eine Antiqua ohne Serifen. Du könntest dann auch, wenn du es harmonisch willst, alles aus einer Antiqua setzen. Oder eben eine klar sich abgrenzende Grotsk, wenn du es nicht harmonisch willst. Ich möchte aber aus der Sicht des Typografen betonen, es ist sehr erfreulich, dass du dir über die typografische Gestaltung viele Gedanken machst.
  17. 2 Punkte
    Dass weder die Arno Pro noch die Cronos ein Versal-Eszett haben, ist Dir bewusst? Ich frage deshalb, weil ich sehe, dass Du im Literaturverzeichnis Kapitälchen für die Autorennamen verwendest. (Wenn man keine Autoren mit scharfem ß hat, ist das freilich kein Problem.)
  18. 2 Punkte
    Ich mag die Cronos ja nicht so, aber die Mischung harmoniert extrem gut wie ich finde. Bei mir erscheint auch immer noch nur eine Seite in der Dropbox … vielleicht solltest Du die PNGs einfach mal in einer PDF zusammenfassen.
  19. 2 Punkte
    Ich sehe da nur ein PNG eines Titelblatts, main.png. Mir ist da der »schiefe« Bindestrich der Cronos schon sehr ins Auge gefallen. Er verstärkt den Eindruck des informellen, verspielten Charakters der Schrift m.E. stark. Wäre es meine Diss., hätte ich schon Sorge, dass da bei einem Gutachter unbewusst die Frage im Hinterkopf kommt, ob das denn wirklich eine so richtig seriöse und ernst gemeinte wissenschaftliche Arbeit ist. Warum ohne Not solch ein Risiko eingehen? Deine Dissertation (darum geht es doch, oder?) ist der wichtigste Versuch deines Lebens, deine Karriere zu starten. Da solltest du konservativ sein. Zeit zum typographischen Experimentieren hast du dann bei den hunderten Papers, die du im Laufe deiner Karriere hoffentlich schreiben wirst. Im Übrigen sollte man damit vorsichtig sein, aus anderssprachigen Vorlagen die wahrscheinliche Wirkung einer Schrift in deutschen Texten abzuleiten. Deine beiden Beispiele der Cronos sind englischsprachige Arbeiten. Dort gibt es weniger Versalien, weniger Bindestriche, weniger lange Wörter, ganz andere Buchstabenpaarungen als im Deutschen. Übrigens: https://de.wiktionary.org/wiki/gefeilt
  20. 2 Punkte
    Ich gestalte Audiovideo-Shows und habe früher Diavorträge zusammengestellt. Im Job präsentiere ich häufig Powerpoint-Vorträge. Bei allen drei Präsentationsformen setze ich sehr, sehr, sehr wenig Text ein. Entscheidend sind eher die Fotos, Abbildungen und das persönliche Auftreten und die individuelle Rede. Ich habe eine typografische Vorbildung und behaupte deswegen oder trotzdem, dass Dir typografische Bücher in diesem speziellen Fall nicht wirklich helfen werden. Nicht falsch verstehen: Weiterbildung schadet nicht. Ich glaube eher, dass Du bereits auf dem richtigen Weg bist, in dem Du erkannt hast, dass viel Mist gezeigt wird, der (Dir) nicht gefällt. Meine Erfahrung ist: - sehr wenig Text einsetzen, - Font: schnörkellosen , thematisch passenden auswählen (und nie an dem Font rumfummeln), - Schriftgröße: so große verwenden, dass sie bis in die letzte Reihe im Auditorium lesbar ist (ausprobieren/Erfahrung), - Text wirkt in 99% der Fälle besser ohne Effekte und ohne Animation. Ich habe mir das m.objects-Buch für die Praxis gegönnt. https://www.fotoforum.de/shop/buch/produkt/das-mobjects-buch-fuer-die-praxis Dort widmen sich ganze vier Seiten der Titelgestaltung. Hierbei geht es jedoch fast ausschließlich um die Handhabung und kaum um die Gestaltung. Deswegen zumindest musst Du es nicht kaufen. Das Thema ist eine Marktlücke.
  21. 2 Punkte
    Hallo und herzlich willkommen Keine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit genauen Angaben, aber ein guter Einstieg und Sensibilisierung für Typografie ist der Klassiker:
  22. 2 Punkte
    P22 veröffentlicht eine bislang unveröffentlichte Arbeit vom Chemnitzer Kalligraphen Heinz Schumann, der für seine Schrift Stentor bekannt ist, als digitale Schrift mit über 500 Glyphen: Schumann Pro. Diese Schrift war ein Projekt des Schülers von Albert Kapr und Herbert Thannhäuser während seiner Zeit an der Uni Leipzig. Bis 10. November 2017 gibt’s die Schrift mit einem Einführungsrabatt von 33 %.
  23. 2 Punkte
    Fehlen da nicht die ü-Punkte? Denn dann tackert man damit den Rasen fest.
  24. 2 Punkte
    Das Leid der Typo-Freunde wird mainstream-tauglich.
  25. 2 Punkte
    OK, passiert Aber jetzt noch ne Hilfe zur Selbsthilfe: Wenn Text auf einer Website direkt als Text verwendet wird - also dass man den Text irgebndwo mit der Maus markieren kann, wie in einem Textprogramm, gibt es ein praktisches Browser-Add-On, gensu genommen sogar mehrere. Eines davon ist WhatFont, welches ich hier in Firefox verwende: Geht man hier bei aktivem Add-On mit der Maus über den Text, wird direkt der Schriftname angezeigt, klickt man, bekommt man ein komplettes Info-Fenster. Ein anderes Add-On dieser Art ist Fount, da wird erst nach Klick auf den Test das Info-Fenster oben rechts eingeblendet:
  26. 2 Punkte
    Die hier verwendetn Schriften hatte ich doch schon bei der Frage zum "any" Logo genannt,nämlich das auf den Seiten die Raleway und die Open Sans verwendet wird. Hier bei Pixel Perfect Design ist es die Raleway, nur um die nächste Frage zu verhindern, auf der dann folgenden nächsten Seite, Urban Portfolio Theme, ist es Open Sans Ach ja, beide vom Eichhörnchen - äh Font-Hörnchen
  27. 2 Punkte
    Das hängt von der Gestaltung der Ziffer ab, eine absolute Aussage kann man hier nicht treffen. Im Fall der "The Mix" würde ich eher zu Mediäval-Tabellenziffern greifen – die haben die Anmutung der Mediävalziffen, sind aber für den Tabelleneinsatz gestaltet, beispielsweise an der 1 gut zu erkennen:
  28. 2 Punkte
    Na ja. Die bessere I/l- und d/b-Unterscheidung ist gut (ich hoffe, das erstreckt sich auf alle gespiegelten und gedrehten Formen, vor allem d/b/q/p), aber die »komplexeren« a- und g-Formen sind eindeutiger und für Leseanfänger einfacher von anderen Zeichen zu differenzieren als die »einfacheren«. Ich beobachte jetzt seit Jahren allerlei ABC- und Leselernlieder, -spiele und -übungen mit etlichen und immer wieder neuen Kindern. Bei den einfachen Formen wird a regelmäßig mit o verwechselt und g mit 6. Werden hingegen die komplexen Formen verwendet, habe ich noch nie einen Fehler erlebt. Kinder, auch im Vorschulalter, kennen die komplexen Formen schon; sie sind allgegenwärtig. Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, warum »Experten« immer noch auf den einfachen Formen bestehen.
  29. 2 Punkte
    Hmmmm ... bedeutendes Mitglied des Politbüros oder eine dicke Vene?
  30. 2 Punkte
  31. 2 Punkte
    Ernsthaft? Da sitzt du an einem 300-Seiten-Buch ja mehrere Jahre … Bei einer Schrift mit gutem Kerning und ausreichend vielen Unterschneidungspaaren käme mir ein händisches Eingreifen nie in den Sinn.
  32. 2 Punkte
    Toller Vergleich! Hier ein paar Fotos, die ich auf die Schnelle gefunden habe … Der Kirchturm links ist 3,7 km vom Schild entfernt: Da sieht man auch schön, wie sehr das Wetter die Sichtbarkeit beeinflussen kann. Und diese Kreuzung (Melrose & Vine) ist 5,5 km vom Schild entfernt:
  33. 2 Punkte
    Als Vergleich: Der Schriftzug "HOLLYWOOD" ist ca. 14 m hoch und aus 1 km prima zu erkennen. Bei 3–4 km bräuchtest du dann ca. 40 m … . Naja, vielleicht geht’s auch mit 25 oder 30 m. Sportlich.
  34. 2 Punkte
    Da die Laufweite in unterschiedlichen Schriftgrößen proportional unterschiedlich zum Schriftgrad sein sollte, muß sie für jede Arbeit eigens eingestellt werden. Sehr kleine Schriften sollten deutlich weiter laufen als große. Größere und sehr große, also auf Titeln und Plakaten, sind ohnehin auszugleichen, nicht nur die Versalien, sondern alle. Handfeste und nachprüfbare oder gar beweisbare Kriterien sind dafür kaum zu finden, weil Schrift selbst ja auch nichts konstruiertes oder konstruierbares ist. Es handelt sich um Erfahrungswerte, und die Erfahrung muß man sich an guten Arbeiten aneignen. Was gute Arbeiten sind, muß man sich sagen und zeigen lassen, dazu ist die Fachliteratur ja da, und an den gezeigten Beispielen, die oben erwähnt sind, schule man seinen Blick. Man sollte auch immer viel lesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, bei welchen Texten die Typografie sich unsichtbar macht und das Lesen zum Spaziergang werden läßt, und an welchen Texten man sich Kopfweh holt, weil Schrift zu eng oder zu weit läuft, Zeilen zu lang sind, Durchschüsse zu eng oder zu weit, Wortzwischenräume zu weit oder unregelmäßig (zu eng sind sie fast nie) usw. oder die Schrift selbst wenig geeignet ist.
  35. 2 Punkte
    Vielen lieben Dank für deine Hilfe. Du bist der Hammer!
  36. 2 Punkte
    ywft bewirbt gerade eine neue »Gardner Sans«. Die hat auf den ersten Blick eine vertraute Gill-Anmutung und bringt auch einen »Mammoth«-Schnitt mit. Ich habe mir Foundry und Schrift aber noch nicht näher angesehen. https://www.youworkforthem.com/font/T8341/gardner-sans/
  37. 2 Punkte
    Yep. Der Slogan (handmade! Love! Da tut sich ein weites Assoziationsfeld auf, ähem) bringt einen ja auch schon zwangsläufig aufs englische Pflaster, also dürfte »Förgie« à la Duchess of York die richtige Aussprache sein.
  38. 2 Punkte
    Dazu kommt, dass der Slogan bestenfalls holprig und missverständlich, schlimmstenfalls offensichtliches Denglisch ist, dass bei kompetenten Englischsprechern höchstens Stirnrunzeln hervorrufen wird. Ich würde es wohl »Förgie« aussprechen, Englisch halt. Meine erste Assoziation war ein Portmanteau aus Fergie und furry. Und die Furgie kippt nach links.
  39. 2 Punkte
    Hhmm … ein nicht gerade selbsterklärender (Eigen)name? (Furgie – wie spricht man das eigentlich aus? (Fu̱·rie) ) noch mal zusätzlich durch die Script verunklärt, und der Zusatz »Handmade for your Love« durch die klassizistische Antiqua am weitesten von »handmade« weggerückt, wie nur eben mit einer Antiqua möglich. Auch die Brutalo-Vertikalligatur zwischen Hand und made ist da nicht gerade förderlich. Umgekehrt (Antiqua für den Namen, Script für den Zusatz) wird vielleicht ein Schuh draus. Zur Vorlage: Das Initial F sieht eher amputiert aus, da würde ich eher eine Schleife oder eine Art Anstrich beim F suchen bevor es in den Stamm geht. Die Verbindung zwischen g und i ist auch nicht sonderlich geglückt und passt auch nicht zu den anderen Abstrichen. Wenn schon, dann wenigstens formal gleich behandeln.
  40. 2 Punkte
    Mir sticht das sofort ins Auge, ich empfinde diesen Abstand immer noch als zu eng.
  41. 2 Punkte
    Die Obsession sieht gut aus. Eine klare Verbesserung. Mir gefällt nur das "e" am Ende nicht besonders. Die Punze ist mir persönlich ein Tick zu klein. Und das "i" steht mir ein bisschen zu nah am "g" und das "e" zu weit vom "i" entfernt. Schnelle Visualisierung: "Furgi c" vs. "Furgie" Vielleicht gibt es auch ein alternatives End-"e"?
  42. 2 Punkte
    Vielleicht „your“ noch ein bißchen nach rechts rücken, damit das L ein bißchen mehr Luft hat?
  43. 2 Punkte
    Du meinst jene? Das ist die "ReporterTwo" bei MyFonts herunterladen
  44. 1 Punkt
    Ich glaube, so eine Berechnung hat hier noch niemand gemacht, um ein Layout zu finden … (Ich hatte mal einen Chef, der versucht hat, Textmengen über cm² zu brechnen – aber das ist eine andere, sehr lustige Geschichte). Gemeint war sicherlich die 1 hinterm Komma, weil Schriftgröße und Zeilenabstand in Punkt keine "glatten" Millimeter ergeben.
  45. 1 Punkt
    Au schick – zersetzen die sich nach einer Weile zu Kompost?
  46. 1 Punkt
    Alternativen zur und Variationen der Akzidenz haben wohl Hochkonjunktur: Dieter Hofrichter hat die Urania veröffentlicht, die – von der ag ausgehend – in Richtung ff Real tendiert. 90 % Preisnachlass bis zum 25. Oktober.
  47. 1 Punkt
    Global wäre kaum sinnvoll, wenn lokale Probleme behoben werden sollen. Man kann aber die Laufweite aber minimal pro Absatz oder Zeile ändern. Die Zeile lässt mehr Kontrolle zu. Die Absatzänderung kann aber eventuell zu besseren Ergebnissen führen, insbesondere im Zusammenspiel mit dem aktivierten Absatzsetzer in InDesign, der dann bei Lautweitenänderungen gegebenenfalls neue und damit womöglich bessere Trennungen erzeugt, als es durch bloße Änderungen einer Zeile möglich wäre.
  48. 1 Punkt
    Geht es um Leuchten aus Genieß oder leuchtet man bei der Veranstaltung, während man genießt?
  49. 1 Punkt
  50. 1 Punkt
    Ich hätte noch ein halbes Fläschchen Fugen-k …
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur
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