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Beliebteste Inhalte seit 17.03.2017 aus allen Bereichen

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    Am 8. Dezember 2016 übergab der Rat für Rechtschreibung seinen dritten Bericht an die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Darin enthalten sind zwei Vorschläge zu Regelveränderungen der offiziellen deutschen Rechtschreibung zur Bestätigung durch die staatlichen Stellen. Ein Vorschlag widmet sich Adjektiv-Substantiv-Fügungen, ein anderer ist eine kleine Sensation: die Aufnahme des Eszett-Großbuchstabens in das Regelwerk der amtlichen deutschen Rechtschreibung. Im Jahr 2005 musste Dr. Kerstin Güthert vom Rechtschreibrat auf eine diesbezügliche Anfrage von Thomas Landsgesell noch antworten, dass man den Bedarf und Nutzen des Zeichens sehr wohl sieht, aber den Buchstaben selbst nicht »erfinden« könne. Dazu bedürfe es »einer Initiative der Schreibgemeinschaft«. Und so kam es. Seit dem Briefwechsel sind über 10 Jahre vergangen und es hat sich einiges getan. Die Aufnahme des großen Eszett in den Unicode hat die technischen Möglichkeiten geschaffen, um das Zeichen in der digitalen Kommunikation einsetzen zu können. In der Folge sind mehr als tausend Schriftfamilien mit großem Eszett auf der normierten Unicode-Position veröffentlicht worden und auch die Tastatureingabe wurde durch die T2-Norm geregelt. Immer häufiger wurde das Zeichen nun im Satz mit Großbuchstaben verwendet, obgleich das offizielle Regelwerk diese Schreibung noch nicht enthielt. Doch dem steht nun eine entscheidende Änderung bevor. Beispiel-Anwendung. Großes Eszett auf einem Diogenes-Kinderbuch Der Rechtschreibrat empfiehlt die Änderung des amtlichen Regelwerks dergestalt, dass das große Eszett in die Buchstabenliste der deutschen Buchstaben aufgenommen wird. Der bisherige Klammertext »Ausnahme ß« entfällt. Zur Schreibung in Großbuchstaben soll es zukünftig heißen: Der Rechtschreibrat begründet diese Vorschläge ausführlich mit den bekannten Argumenten für das große Eszett, etwa mit Hinblick auf die Eindeutigkeit von Eigennamen. Außerdem beruft man sich auf die Beobachtung der häufigen Beibehaltung des Eszett im Versalsatz – in der »ein Bedürfnis nach Bewahrung des Schriftbildes in der Schreibung zum Ausdruck gebracht wird«. Weiter heißt es: In den bereits vorab durchgeführten Anhörungen im deutschsprachigen Raum wurde dem Vorschlag bereits ohne Einwände zugestimmt. Das Goethe-Institut begrüßt den Vorschlag zum Beispiel ausdrücklich und schließt sich »vollumfänglich« an. Die Schweiz und Liechtenstein enthielten sich, da sie das Eszett bekanntlich generell nicht verwenden. Gegenüberstellung der aktuellen und vorgeschlagenen Fassung Vorbehaltlich der Bestätigung durch die Kultusministerkonferenz wäre damit die seit über hundert Jahren immer wieder angeprangerte Lücke im deutschen Alphabet endgültig geschlossen. Duden von 1919
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    Achso! Du bist also generell gegen das ß – egal ob groß oder klein und möchtest es durch ein sz/SZ ersetzt sehen? Ist jetzt die Frage was »unserem Kulturgut« mehr schadet: eine gänzlich neue Buchstaben-Kombination für einen eingetragen Kleinbuchstaben (ß) oder eine formal adäquate Großbuchstaben-Entsprechung, welche schon vor vielen Jahrzehnten von unseren Sprachwissenschaftlern angeregt wurde (ẞ). Wenn Du mich fragst, befinden wir uns gerade auf dem besten Weg »unser Kulturgut« im Sinne unserer »Väter« zu bereichern. Da müssten die Sprachpfleger eigentlich an die Decke hüpfen vor Entzückung.
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    Hier ein paar verwackelte iPhone-Bilder der Vorprobe …
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    Eine verbindliche Regel finde ich dazu nicht. Da der Namenszusatz (ehemaliges Adelsprädikat) Teil des Familiennamens ist, sollte er nicht weggelassen werden. Nur bei alphabetischer Ordnung (z. B. im Literaturverzeichnis) wird er nachgestellt (Meier, August von). Am Satzanfang (Von Meier sprach zuletzt.) und in substantivischen Zusammensetzungen wie Von-Meier-Straße wird der Zusatz großgeschrieben. Wenn der Namenszusatz abgekürzt am Satzanfang steht, schreibt man klein, da man das V. für das Initial eines Vornamen halten könnte. Stehen die Angaben auf dem Buchrücken mit Kommas oder Schrägstrichen, wäre der Zusatz kleinzuschreiben (Müller, von Meier, Schulze …). Stehen sie ohne Kommas untereinander, kann man sie als freistehende Zeilen (Amtliche Regelung, § 53) interpretieren und großschreiben, also Von Meier. Nur der abgekürzte Zusatz in v. Meier bliebe in jedem Fall klein.
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    Zierentennistkasten Quelle: https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und-verkaufen/d/zierentennistkaesten-194639625/
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    Tür aufreißen, in die Ecke kotzen und rausgehen ist ganz schlechter Stil. In einem Vorum wie in einem Forum.
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    Über Leseschwäche habe ich hier etwas geschrieben. Ich glaube nicht an das Konzept »Legasthenie«, an die Schwierigkeiten sehr wohl. Die kann man ja nicht leugnen. Wenn ein einzelner Mensch mit einer speziellen Schrift besser zurechtkommt, ist das seine Erfahrung, warum sollte man die bestreiten. Eine Übertragung und Generalisierung rechtfertigt diese Erfahrung allerdings nicht. Ich glaube nicht, daß die Form der Schrift wesentlich für die Bewältigung der erheblichen, der hochproblematischen Leseschwierigkeiten ist. Wer lesen lernt, hat mit vielen Formen zu tun. Er sieht auch Ladenschilder, Werbung, Comics, Bildschirmschriften usw. Es ist unsinnig zu behaupten, nur eine einzige Schrift würde den Weg zum Lesen bahnen, würde also ermöglichen, was alle anderen durch ihre Form verhindern. Zumal wenn es dann auch noch die häßlichste Schrift sein soll, die den rettenden Anker bildet. Möglicherweise ist es aber eine Person mit einer guten Methode, die zufällig mit dieser Schrift in Verbindung gebracht wird. Das weiß man nicht. Die Einzelfälle werden kaum untersucht, es geht hier eher um Legendenbildung. Die Comic Sans brachte den Durchbruch? Vielleicht war es aber auch ein ganz anderes Erlebnis, das eine Blockade löste. Ein Lehrerwechsel zur gleichen Zeit. Das Ende einer elterlichen Ehekrise. Ein neues Haustier. Zu deiner letzten Frage: Ich hatte einige Schüler mit allen möglichen Problemen und werde weitere haben. Kinder werden heute so gut umsorgt, daß sie schon in jungen Jahren mit negativen Selbstzuschreibungen bestens ausgestattet sind. Sie »haben« LRS, Lernbehinderungen, Dyskalkulie, ADHS und andere Diagnosen. (Es ist ein lukratives Geschäftsfeld und entlastet Eltern und Pädagogen.) Ich habe es in meiner Arbeit als Pädagoge nie für nötig gehalten, den Versuch zu unternehmen, mich in die Lage meiner Klienten zu versetzen. Mir geht es um die passenden Formen der Empathie, weil ich hilfreich handeln will. Ich muß also, um ein Beispiel zu geben, die Gefühle eines blockierten Schülers verstehen, nicht die konkrete Blockade. Die Blockade ist eine mir durchaus bekannte Erfahrung, und negative Gefühle sind mir nicht fremd. Die meisten Leute kennen Blockaden und wie unangenehm diese sein können. Dann kann ich versuchen, diese Blockaden lösen zu helfen, beispielsweise gute Gefühle mit dem vermiedenen Gegenstand zu verankern, und die Wege dorthin sind bei jedem anders. Leseschwierigkeiten sind individuelle und komplexe Problemlagen, die nicht mit einer simplen Schriftauswahl gelöst werden können. Das ist der ärgerliche Schwachsinn, der aus solchen wie dem kritisierten Artikel hervorgeht. Das Kind hat eine Störung, und der Computer hat die Comic Sans als Werkzeug, die Störung zu beheben? Unsinn und Dummheit muß man beim Namen nennen. Edit: Beispiel für eine sehr leichte Blockadelösung, die häufig eintritt: Wenn ich mit Kindern an die Schneidemaschine gehe, müssen wir Papierformate berechnen. Dann heißt es oft: Ich kann nicht rechnen. Sobald die Schneidemaschine in Betrieb ist, rechnen die Kinder. Sie möchten schneiden, sie brauchen das Papier, sie sind in einer produktiven Situation, sie sind auch in einer spielerischen Situation, weil sie etwas neues ausprobieren, sie sind von der schulischen Situation und von der Abstraktion der Rechenaufgabe befreit, sie lösen eine Blockade, wenigstens für den Moment. Sie machen positive Erfahrungen. Die Schneidemaschine setzt einen neuen Anker zu Rechenaufgaben.
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    Mehr offensichtlich als anscheinend, mitnichten »scheinbar«. Dieser Gedankengang ist von unschlagbarer Eleganz. Es endlich mal mit größtem Scharfsinn den Versaleszett-Verfechtern vor Augen führen, wie ungünstig sich der Buchstabe im Versalsatz der Anglaise macht. Wenn man sich schon gegen das Nachdenken und Argumentieren verschließt, sollte man nicht auf eine derart unterirdische Weise versuchen, ausgerechnet Typografen solche Ausmaße von Unbedarftheit zu unterstellen. Das ist kindisch. Der Ausstieg aus der Diskussion aber ein weiser Entschluß.
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    Als das ß noch eine echte Zeichenkombi war, nämlich ß, hatte es sehr wohl was mit z zu tun. Die Bezeichnung “scharfes s” hingegen ist ungenau und verwirrend für alle, die Rechtschreibung oder die deutsche Sprache lernen, da das ß eben nicht konsequent den scharfen (stimmlosen) s-Laut repräsentiert, sonst müssten wir Waßßer, Ereignißß, Reiß und ẞushi schreiben.
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    Nur weil ein Herr Redecker irgendetwas behauptet, wird es kein Fakt. Und bis dahin war diese Behauptung nicht belegt. Ich hab mal spaßeshalber in das "Drucktechnische Taschen-Lexikon" (Maxentius Niel, Verlag Steyrermühl, Wien, ohne Jahr und ohne Auflage, vermutlich aus den 20er Jahren) und in Otto Säuberlichs "Buchgewerblich-graphisches Lexikon" (Leipzig 1949) geschaut. In beiden werden "Tiegeldruckpressen" als Maschinen bezeichnet, an denen (im Unterschied zur "normalen" Presse) die Farbe maschinell auf die Druckform gebracht wird. Ich verstehe das so, dass eine normale Presse also durchaus einen Tiegel hat (wenn man die plane Gegendruckfläche so bezeichnet - lt. oben erwähnten Lexikon mit der korrekten ausführlichen Bezeichnung "Drucktiegel"), aber als "Tiegeldruckpresse", "Tiegeldruckmaschine" (oder eben auch "Tiegel" als Kurzform) nur Maschinen mit maschineller Einfärbung bezeichnet werden. Das wären also zwei verschiedene Dinge, die mit demselben Wort bezeichnet werden: der "Tiegel" als Einzelteil einer Fläche-gegen-Fläche-Druckpresse und der "Tiegel" als Kurzform für die Fläche-gegen-Fläche-Buchdruck-Druckmaschine mit maschineller Einfärbung. Dieses Missverständnis würde ja auch erklären, warum in vielen Fachbüchern von Tiegeldruckpressen und deren Erfindung erst ab dem 19. Jahrhundert geredet wird. Gemeint wäre damit natürlich die "Tiegeldruckpresse" und nicht der schon lange existierende "Drucktiegel". Es ist natürlich verwirrend, wenn das Wort so eine Doppelbedeutung hat, in der Druckersprache ist das aber nicht ungewöhnlich. Zumal es sich ja in beiden Fällen um die verkürzte Bezeichnung handelt. Nun wäre es sicherlich spannend zu ergründen, warum man auf gerade diese Bezeichnung gekommen ist, wenn doch beispielsweise das (von mir soeben erfundene) Wort "Farbwerkdruckpresse" viel eindeutiger den Unterschied zur normalen Presse deutlich gemacht hätte ... Wenn man sich aber an diese (offenbar in etlichen anerkannten Fachbüchern und somit nicht wirklich exotisch) beschriebenen Definition einer Tiegeldruckpresse hält, ist es durchaus richtig, eine Kniehebelpresse nicht für eine "Tiegeldruckpresse" zu halten. Natürlich wäre der Begriff einer "Tiegeldruckpresse" für alle Druckpressen mit einem "Drucktiegel" logisch und genauer und das exaktere Gegenstück zur "Zylinderpresse". Offenbar ist das ja auch in einigen Fachbüchern so beschrieben. Aber das nun als allgemeinen unumstrittenen Fakt darzustellen ist doch etwas vermessen - vor allem bei einer aussterbenden Technologie, für die es keine neuen Standards und Regeln mehr gibt und die sich deshalb aufs Althergebrachte mit allen Missverständnissen, Irrtümern und Fehlern beziehen muss. Noch ein Spaß am Ende: In einem anderen Fachlexikon fand ich als Definition für "Schnellpresse": "alle mit Motoren angetriebenen Druckmaschinen". Die Sprache ist eben die Ursache aller Missverständnisse.
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    für einzeilige Absätze habe ich diese Lösung heraus gefunden: geschafft habe ich das mit beiden Absatzlinien zu verwenden: Die "Linie Darüber" ist durchsichtig, aber hat das Attribut "Im Rahmen belassen". So kann mit "Versatz" den Text im Textrahmen herunter stossen. die "Linie darunter" ist dann die Effektive Linie. Das ganze funktioniert nur mit einzeiligen Absätzen!
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    Und weiter geht es mit falschen und vor allem unnötigen Spekulationen. Ich bin nicht beleidigt. Warum auch? Schlechte Argumente gegen ein großes Eszett höre ich seit über 10 Jahren. Und ich erwarte auch keine Einheitsmeinung wie ebenfalls fälschlicherweise in den Raum gestellt wurde. Reine Meinungsäußerungen müssen respektiert werden, da sie per Definition subjektiv und damit nicht widerlegbar sind. Es wurde aber keine Meinung (»ich finde«) geäußert, sondern eine generelle Behauptung über das große Eszett aufgestellt (»es ist unnötig«). Dies und die konkreten Argumente sind prüfbar. Und nichts anderes wurde gemacht. Das ist der Punkt, wo nun eine Fachdiskussion starten könnte, wenn du dich denn endlich mal darauf einlassen würdest, statt nur mit unsachlichen Spekulationen über die Gegenseite abzulenken. Ich habe auf alle deine Argumente geantwortet. Und ich habe an einfachen Beispielen den tatsächlichen (kurioserweise von dir gar nicht thematisierten) funktionalen Nutzen eines großen Eszett aufgezeigt. Entweder antwortest du jetzt auf beides oder jeder weitere Kommentar ist Zeitverschwendung. Wir sind ein Fachforum, kein Stammtisch. Wenn meine Antworten/Argumente nicht stimmen, zeige auf, warum sie nicht stimmen! Wenn sie nicht widerlegbar sind, sind sie womöglich aber schlicht korrekt bzw. schlüssig. Dann wäre es an dir, die Argumente und was aus ihnen folgt einzusehen und die eigenen, weniger schlüssigen Argumente aufzugeben. Wozu diskutiert man sonst? Das habe ich dargelegt und es wurde bislang ignoriert. Und nach vermeintlich einjähriger Beschäftigung mit dem Thema sollte die Antwort auch bekannt sein. Das ß entstand zu einer Zeit als man hierzulande gebrochene Schriften benutzte und somit (praktisch) nie Versalsatz produzierte. Nun setzen wir Antiqua und müssen das Antiqua-ß im regelmäßig vorkommenden Versal- und Kapitälchensatz irgendwie darstellen. Um Eigennamen und heutige lautliche Funktion bestmöglich beizubehalten, bietet sich das große Eszett an. So funktioniert die gesamte lateinische Schrift. Ist also eigentlich nicht schwer zu verstehen. Im Übrigen ist die Formulierung, dass eine »Sprache« etwas »vorsehen« könnte ziemlich kurios. Schrift und Sprache sind weder denkend, noch unveränderliche Reißbrettentwürfe. Sie ändern sich seit Jahrtausenden fortlaufend im Sinne und Zuge ihrer Verwendung. Jedes neue Schriftzeichen war vorher nicht »vorgesehen«. Das liegt in der Natur der Sache und kann somit nicht gegen das Zeichen sprechen, denn es würde auch gegen jedes andere existierende Zeichen sprechen. Wie gesagt: Non-sequitur-Argument. Der Bedarf nach Großbuchstaben entsteht im Versalsatz logischerweise an jeder Stelle im Wort. Ansonsten versuche doch gern mal den Isländern zu erklären, warum ihr niemals am Wortanfang vorkommendes Ð unnötig ist und lieber irgendwie anders darzustellen ist. Ich bin gespannt, wie es läuft! Wie gesagt: Non-sequitur-Argument. Diese Argumentation würde nur dann schlüssig sein, wenn du als Lösung der ß-Problematik vorschlagen würdest, dass Deutschland und Österreich ab sofort vollständig auf jeglichen Versalsatz verzichten. Das würde ich dann als absurd und realitätsfern bezeichnen. Wenn diese Lösung nicht gemeint war, ist das ganze Argument zu verwerfen, da nicht schlüssig. Versalsatz existiert und somit der Bedarf nach einer Darstellung des ß im Versalsatz. Ein Hinweis auf die vermeintlich schlechte Lesbarkeit von Versalsatz ändert diese Fakten nicht und ist somit irrelevant. Nein. Unser heute verwendetes Antiqua-ß wurde Anfang des 20. Jahrhundert als ein neues Zeichen eingeführt. Es gibt da nichts aufzuspalten. Es ist ein Zeichen, das sich allenfalls gestalterisch an verschiedene(!) Ligaturformen (meist ſs oder seltener ſz) anlehnt. Die verkürzte und absolute Aussage, das ß wäre nichts als eine sz-Ligatur ist historisch einfach nicht richtig. (Und selbst wenn, wäre es eine historische Debatte, die mit dem funktionalen Nutzen eines heutigen großen Eszett wiederum wenig zu tun hätte.) Und was wäre damit erreicht? Es ist immer noch exakt der gleiche »Notbehelf«, der um 1900 praktiziert und angeprangert wurde. Der Vorschlag ist identisch zu: »Schreiben wir Bäcker, aber BAECKER – denn das ä ist historisch eine Verschmelzung von kleinem a und kleinem e und im Versalsatz nehmen wir die aufgespaltene Variante«. Warum soll es empfehlenswert sein, keine 1:1-Entsprechung zwischen Groß- und Kleinbuchstaben zu haben? Diese Diskrepanz zwischen gemischtem Satz und Versalsatz bringt keine Vorteile, aber natürlich jede Menge Nachteile: Erkennung der lautlichen Funktion, Eindeutigkeit von Eigennamen, elektronische Datenverarbeitung …
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    Die kennen nur ihre Zielgruppe.
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    Ich hab die letzten Tage ein bisschen mit Vectoraster rumgespielt, nachdem Ralf die Software in einem Beitrag empfohlen hat. (Ich kannte sie vorher gar nicht.) Ein Problem bei typografischem Rumgespiele war, dass die Buchstaben alle irgendwie mitten in der x-Höhe zentriert wurden. Ich hätte lieber alle Buchstaben ordentlich auf der Grundlinie gehabt. Eine kurze E-Mail an den Support später steht das neue Update da, mit einer Option "Use text baseline as transformation pivot". Wow! Das nenne ich mal gute Kundenbetreuung. (Dachte, das interessiert hier vielleicht den einen oder anderen. Es ist nur ein kleines Update, aber mit recht großem Nutzen, wie ich finde. Wenn man jetzt noch die Laufweite einstellen könnte ... )
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    Erkläre doch vielleicht erst einmal generell, welchen Standard und welche Methodik wir benutzen sollen, um richtig und falsch zu finden und zu trennen. Wenn dein Standard für richtig und falsch (wie es hier anklingt) lediglich ist, was mit deiner persönlichen »Sicht« konform geht, dann erübrigt sich ja jede Diskussion. Fachbücher und Lexika zählen nicht, wenn sie nicht sagen, was du glaubst? Was dann?
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    Mann, Mann, Mann, ist das wieder eine „deutsche“ Sicht! Wenn wir nicht alles in eineindeutig voneinander abgrenzbare Kategorien unterteilen können, geht die Welt unter. Das Leben ist aber keine DIN. Und Museumsbesucher erwarten auch nicht, dass es als solche präsentiert wird.
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    Für mich als zwar interessierten Menschen, aber gleichwohl Laie kristallisieren sich hier 2 Sichtweisen heraus, die für mich beide irgendwie richtig, und nachvollziehbar sind, untereinander aber zu Missverständnissen führen. Generell scheint es ja so zu sein: Eine Flach gegen Flach druckende Presse für den auch Buchdruck genannten Hochdruck, unabhängig ob da jetzt auch Bücher entstehen, bestehen aus im wesentlichen 4 Hauptkomponenten, sowie einer manuellen oder mechanisierte Methode, die Druckform Einfärben und den Bedruckstoff anzulegen. Diese Bauteile sind im Wesentlichen: 1. eine plane, stabile Platte mit Befestigungsmöglichkeiten, welche die zusammengetragenen Lettern trägt, und in Position hält, Fundament genannt. 2. eine weitere glatte und stabile Platte, welche den Beidruckstoff aufnimmt, als Tiegel bezeichnet. 3. eine Vorrichtung, welche die hohe benötigte Kraft zur Verfügung stellt, das kann eine Spindel, also ein Schraubengewinde sein, aber auch eine Kniehebelmechanik, ein Kurbeltrieb, oder meinetwegen, wenn auch hier wohl eher ungebräuchlich ein hydraulischer oder pneumatischer Kolben sein, halt jedes denkbare Getriebe, welches in der Lage ist, hinreichend schnell die benötigten Kräfte zu liefern. Sicher gäbe es da viele Möglichkeiten, von denen wohl einige nicht den Weg in die Konstruktion von Druckpressen gefunden haben. 4. ein Maschinenrahmen, welcher die Kräfte aufnimmt, und dafür sorgt, das Fundament und Tiegel im Moment des Drucks parallel zueinander und im richtigen Abstand stehen. Dazu kommen Vorrichtungen oder Werkzeuge, die einen möglichst gleichmäßigen Farbauftrag auf den Druckstock ermöglichen., und entweder manuell mittels mit weichem Leder bezogenen Ballen/Tampen, oder nach Erfindung der Vulkanisation von Gummi mit Walzen erfolgen kann, oder eben aus der Bewegung der oben besprochenen Bauteile heraus mechanisiert sein kann. und letztlich Vorrichtungen, die auch den Bedruckstoff mechanisiert über einen Nebenantrieb der Presse oder über einen gesonderten Antrieb zuführen, und die Drucke dann ablegen. Wenn ich das so richtig beschrieben habe, ist das wesentliche Merkmal aller Flach gegen Flach druckenden Pressen, dass sie sowohl ein Fundament (das dann auch eine Flach gegen Rund arbeitende Presse hat) und einen Tiegel (den eben nur diese Konstruktion besitzt) verfügt, und demzufolge alle irgendwie Tiegelpressen sind. So weit, so gut. Aber dann gibt es die Sichtweise auf das, was diese ganzen Tiegelpressen sehr auffällig unterscheidet: Da ist erst einmal die Urform, hier sitzt der Tiegel mit nur geringer Bewegung stets relativ Ortsfest im Pressenrahmen, während das Fundament mit dem Satz ein und aus fährt, um z.B. Eingefärbt zu werden. Wenn ich dann will, könnte ich die wohl "Schiebefundament-Presse" nennen, auch wenn dieser Begriff wohl nicht verwendet wird. Die erste große Verbesserung war dann ein Antrieb, der zum einen einen definierten Endpunkt in der Bewegung hat, zunächst mit größerer Geschwindigkeit schließt, dann aber mit wenig Aufwand eine sehr hohe Kraft aufbringen kann, eben einem Kniehebel. Und weil der hier das neu hinzugekommene Teil ist, ist Knehebelpresse durchaus verständlich, auch wenn dieser Antrieb dann auch in weiteren Konstruktionen Verwendung findet. Und dann kommen diese im wesentlichen amerikanischen Konstruktionen, bei denen statt wie bisher das Fundament zu bewegen (auch wenn es dies hier noch gibt) der Tiegel eine Raumgreifende Bewegung ausführt, um den Platz für die Einfärbung der Druckform frei zu geben, eben (Klapp-, Schwing-, Kipp-) Tiegelpressen mit (nahezu) senkrechtem Fundament. Wenn also jemand ganz generell von Tiegelpressen redet, um diese von solchen mit Walzen zu unterscheiden, dann sollte man aus dem Kontext heraus erkennen, dass alle Flach gegen Flach-Pressen gemeint sind, gibt der Kontext jedoch die Sicht, dass hier eine spezielle Gruppe, eben die bewegtem Tiegel gemeint ist, um sich von den älteren, horizontalen Formen abzugrenzen, wäre auch die speziellere Sichtweise für mich (als letztlich Fachfremden) Verständlich. Ähnliche Bezeichnungspaare entweder alle, oder eine spezielle Untergruppe, aber sonst gleiche, vom Kontext abhängige Bezeichnung kenne ich ja aus vielen Bereichen der Technik.
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    Es müssen Außenkonturen sein, damit es funktioniert. Das Feld dafür ist aber bei Schrift ausgegraut. Der Trick: Lege die erste Kontur an. Dann ziehe in der Aussehen-Palette »Zeichen« über die so erstellte Kontur. Dann entsteht das gewünschte Ergebnis (weil die Kontur hinter dem Text liegt). Nicht intuitiv, aber funktioniert. Danach können beliebige solcher »Außenkonturen« hinzugefügt werden. Die Außenkonturen werden nicht umeinander gelegt, sondern die äußere ist einfach breiter als die innere.
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    Ich setzte gerade ein theologisches Werk … Und Horen sind die Gebetszeiten des Stundengebets der kath. Kirche. (Musste ich jetzt aber auch googeln ) Und nun sehe ich, das bertel schneller war … egal ich antworte trotzdem, damit ihr auch wisst, woher ich derlei Wörter kenne
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    Na, dann hast du ja endlich welche getroffen OK, aber dann könnten wir auch sagen, wir sollten endlich dem F-Laut grundsätzlich dem F und den W-Laut dann dem einfachen V zuteilen, dann könnten wir auch auf das "Doppel-V" also W verzichten, denn selbst wenn man mich dan Viegel schriebe, würde man mich richtig aussprechen. Auch bräuchte man das Q nicht - das noch dazu immer mit dem u kommt, das eigentlich ein Überbleibsel aus der Zeit, in der man für die gleichen Laute v oder u die Glyphen u und v stellungsabhängig verwendete, und wir eigentlich hätten Qv schreiben müssen - das hätte man dann auch gleich, wie unsere nordischen Nachbarn durch Kv ersetzen können. Ob Qualität oder Kvalitaet ist letztlich egal. ( nur bei Quinoa würde uns wohl was fehlen ) Ebenso nutzlos ist genau genommen auch das Z, Da hätte man auch zum Ts greifen können, dann ist man halt Tsuhause. Und Ä/ä Ö/ö und Ü/ü wär auch problemlos weiter als Ae/ae, Oe/oe (hier gibts sogar fertige Ligaturen) und Ue/ue schreibbar. Und wofür brauchen wir ein X? Ks ginge doch auch, oder? Aber dann hätten wir das x ja vielleicht für ch frei? So fiel zu den virklix notvendigen Buxstaben? (bitte jetßt keine Kvalitaetskontrolle hier durxfueren
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    Das würde einige Probleme lösen wie MASSE und MASZE, wäre aber auch nicht eindeutig rückabwickelbar, wie Dir Frank Lißt bestätigen könnte, täte er noch leben und komponieren ...
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    Hallo zusammen, ich bin auf die «Sensation» gestossen, ich habe die Schrift im Bleisatz in den Grössen 12, 16, 20 und 28 Punkt Sie kam 1913 auf den Markt, ich habe dazu ein Musterbuch, ich verwende sie für Namen bei Visitenkarten Zudem habe ich die Schrift in zwei Grössen als Prägetypen in Messing. Ich liebe die Schrift! Gruss Handdrucker
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    Hier nun das Rezept für den Schokolade-Rote-Beete-Kuchen, ideal geeignet für die High Carb/High Fat-Diät! Mindestens drei von drei Versuchspersonen schmeckten im Blindtest nicht die Geheimzutat Rote Beete heraus, fanden den Kuchen aber besonders lecker: 240 g Butter 600 g brauner Zucker ½ TL Salz 5 Eier 150 g dunkle Kuvertüre 450 g Mehl ½ TL Backpulver 100 g Kakao 500 g Rote Beete, vorgekocht Kuvertüre im Wasserbad schmelzen Rote Beete pürieren Butter in einer großen Rührschüssel schaumig schlagen Nach und nach Zucker, Salz und Eier hinzufügen Kuvertüre hinzufügen Mehl und Kakao hinzufügen Rote Beete unterrühren Teig in eine gefettete Kuchenform füllen, eventuell restlichen Teig in Muffinförmchen Backen: Ober-/Unterhitze: 170°C Umluft: 150°C Backzeit: 60 Minuten
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    … und der Linolschnitt. Da hatten wird früher beim Schnitzen auch immer die rote Farbe dabei, gab nachher ein Pflaster drauf.
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    Wäre doch ein schönes Pseudonym/Label/Marke: Typeter.
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    Roland Dreger hat hierzu ein prima Script erstellt, das die x-Höhe in InDesign misst und in mm angibt: https://www.rolanddreger.net/de/503/x-hoehe-ermittlen/ Ist bei mir täglich vielfach im Einsatz, ein großartiges Helferlein!
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    Da musst Du wohl auf die Herausgabe des "Großen Redeckers" warten. In Friedrich Bauers weit verbreiteten Standardwerk "Handbuch für Buchdrucker" ist eine "älteste Tiegeldruckpresse für den Handbetrieb von 1865" abgebildet. Im Kapitel über die Geschichte der Druckmaschinen wird Königs Fläche-gegen-Fläche-"Schnellpresse" unter Hinweis auf die anscheinend dort erstmals befindliche Farbauftragsmechanik als "Tiegeldruckpresse - im Unterschied zur Handpresse" bezeichnet. Allerdings beschreibt er in der Einleitung des Kapitels über Tiegeldruckmaschinen als primitivsten Tiegel quasi eine Maschine wie eine Handpresse, ohne auf eventuelle Farbwerke einzugehen. Dafür teilt er die Tiegeldruckmaschinen dann in Gally, Boston, Liberty und Gordon ein - die Handpressen passen da aber natürlich in keine dieser Kategorien und werden nicht weiter erwähnt. In der schweizer "Allgemeinen Berufskunde für Buchdrucker" von Georges Zürcher (immerhin jahrelang DAS Lehrbuch für die Druckerausbildung) werden die Handpressen und die Tiegel in unterschiedlichen Kapiteln behandelt, ohne darauf einzugehen, worin sie sich unterscheiden. Aber wie im Bauer gibt es unter den Tiegeln nur Gally, Boston und Konsorten .... Genauso machen es übrigens auch Erich Hildebrandt in "Maschinenkunde für den Hochdruck" (Fachbuchverlag Leipzig 1950) und das Buchdruckerlehrbuch aus Österreich "Fachkunde für Buchdrucker" (Österreicher Gewerbeverlag 1964). Es scheint mir also, dass der Begriff "Tiegeldruckmaschine" allgemein offenbar nur auf Maschinen angewandt wird, die in eine der Kategorien Gally, Boston etc. passen und ab dem 19. Jahrhundert in Gebrauch kamen. Und die Unterscheidung zur Handpresse wird entweder gar nicht spezifiziert oder eben über die maschinelle Einfärbung definiert. Vielleicht ist ja auch schon der Vorgang des Schlittens herausziehen, um manuell Farbe auftragen zu können und des darauffolgenden wieder Hereinschiebens das Unterscheidungsmerkmal von Handpresse zu Tiegeldruckpresse. Was ja drucktechnisch eine gewisse Logik hat, sprachlich durch die Doppelbedeutung des Wortes "Tiegel" aber Verwirrung stiften kann. Eine Kniehebelpresse ist eben eher ein "Gerät", an dem man jeden Arbeitsgang manuell ausführen muss, eine "Tiegeldruckpresse" aber eine Maschine, die zumindest die Arbeit des Farbauftragens (und bei "Tiegeldruckautomaten auch die Bogenführung) mechanisiert ausführt. Übrigens: Es gibt ja auch viele Kniehebelpressen, bei denen der Kniehebel nicht den Drucktiegel von oben auf die Druckform drückt, sondern das Fundament mit der darauf stehenden Druckform nach oben gegen die darüberliegende festinstallierte Gegendruckplatte drückt. Ob man bei dieser Bauform den Gegendruck auch als Drucktiegel bezeichnet, weiß ich nicht.
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    Ist leider noch nicht so weit verbreitet, weil Microsoft, Adobe und Google seit Jahren über einen Standard streiten.
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    Auch wenn die Kategorisierung »Kniehebelpresse, Tiegelpresse, Zylinderdruckmaschine« nicht gänzlich falsch ist, so ist sie doch unklar und irreführend. Erstere Beiden würde man ja eigentlich der letzteren gegenüber stellen und ich denke genau da kommt wahrscheinlich auch das, was Ralf als ›fachsprachlich, übliche Definition‹ nennt her. Man hat(te) wahrscheinlich eine Zylinderdruckerpresse/Schnellpresse/wieauchimmer und eine Tiegelpresse, die meistens ein Bostontiegel oder ähnliches war, zur Verfügung. Da fragt man sich: »Nehme ich den Zylinder oder den Tiegel?« Da ist alles klar, und das war wahrscheinlich lange Zeit das übliche, weil die Spindel- bzw. Kniehebelpresse gar nicht vorhanden war und daher hat sich der Sprachgebrauch entsprechend geformt. In einem Museum, wo ich mehr Auswahl finde, fände ich auch eine genauere Definition angebrachter. Sonst gehe ich doch als Laie raus und denke, es gibt Kniehebelpressen, Tiegeldruckerpressen und Zylinderpressen, was ja nicht ganz richtig ist. Beim Schreiben fällt mir gerade auf, dass es anscheinend keine genauere Bezeichnung für die Tiegeldruckerpressen neuerer Bauart (also Boston, Gally, etc.) gibt. Vielleicht liegt genau da das Dilemma Wenn ich sage ich schreibe mit Bandzugfedern, Schreibfedern und Pinseln, wäre das genauso wenig richtig oder falsch. Und würde mir das so einer sagen und sich als Kalligraf bezeichnen, würde ich ihn schon nicht mehr ganz ernst nehmen, ehrlich gesagt ... Sollte ich bei meinen Ansichten zu den Druckerpressen völlig falsch liegen, mag man mich berichtigen, ich versuche mir gerade nur ein Bild von dem Dilemma und Aneinderandervorbeigerede zu machen ...
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    »Arbeiten mit Kindern am Letterntag«. – vielleicht einfach die obige Debatte mit mehreren Sprechern (und schönen Hüten) laut vortragen … ob den Kindern das gefällt? als zus. Requisit könnte auch eine Bratpfanne (= Tiegel) zum Einsatz kommen.
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    Hier mal wieder zwei aktuelle Frakturanwendungen über die ich im Alltag gestolpert sind ...
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    Bei geolino hab ich noch was gefunden, das find ich prima für Kinder: http://www.geo.de/geolino/basteln/11492-bstr-buchdruck-wie-gutenberg#143332-img-
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    Die »Lettergieterij Amsterdam« geht auf eine Mitte des 19. Jahrhunderts von Nicolaas Tetterode gegründete Schriftgießerei in Rotterdam zurück. Später wurde die Gießerei nach Amsterdam verlegt und als Lettergieterij Amsterdam vorheen N. Tetterode weiterbetrieben. Eine Hauptprobe aus dem Jahr 1916 gibt mit den folgenden Bildern einen Eindruck von der Arbeit der Gießerei. Verwaltung Fabrik am Standort Da Costakade 158–164 Ausstellungssaal mit Druckereimaschinen Großer Gießereisaal Rollengießerei Fertigungsraum für Kupferlinien und andere Ziermaterialien Eine Bestellung von 20.000 Kilogramm Buchstabenmaterial verlässt die Fabrik Die Filiale in Rotterdam Die Hausdruckerei Zimmereiwerkstatt Abteilung für Galvano-Technik und Stereotypen Gießereisaal Schriftenmagazin Besuch der Königin und des Prinzen
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    Das alte EPS-Format geht in Powerpoint (letzthin getestet in Powerpoint 2013). Wenn du es einbettest, und dabei nur das Vorschau-Bitmap siehst statt die Vektoren selbst, dann probiere mal, das EPS ohne Vorschaubild (Illustrator -> speichern -> EPS -> Vorschau -> Ohne) und ohne Dokumentminiatur (in diesem Dialog -> Optionen -> Dokumentminiaturen einschließen deaktivieren) zu speichern. Das zwingt Powerpoint dazu, die Vektoren zu verwenden. Speichern in einer älteren EPS-Version wäre auch noch was was man ausprobieren könnte (standardmäßig ist das EPS immer mit den Metadaten der verwendeten Illustrator-Version kompatibel).
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    Ein Ledertampon wird zum Einfärben der Druckplatte einer Radierung bzw. Kupferstichs verwendet. Die Platte wird dann mehr oder weniger saubergewischt, sodass die Farbe sich in den Vertiefungen befindet. Das ist heute wie vor Hunderten Jahrent üblich. Wird auch an den Kunsthochschulen so gelehrt. Ein Ballen, wie im Hochruck für Holzschnitt verwendet wird, wäre dafür zu plump.
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    Neuzugang der Woche: Wie der Text schon vermuten lässt erschien diese Schrift um 1933. Die Norddeutsche Schriftgiesserei hatte ihren Sitz übrigens nur rund 50 Meter von meinem Schreibtisch entfernt.
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    Beide Übersichten stellen Kerning im Grunde gleich dar. Der Hinweis auf Vor- und Nachbreiten ist technisch absolut berechtigt, aber in so einer bewusst einfacher Darstellung und Beschreibung auch schwer zu vermitteln. Da muss man digitale Glyphen und Textsatz erstmal generell erklären. Ich hab das mal in einem Video gemacht, aber all das in so eine Übersicht wie oben zu packen schien mir nicht angebracht.
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    Naja, wenn sie's braucht, dann weißt du ja, wie du sie glücklich machen kannst, jenseits aller Konventionen. Bernd (der ansonsten auch für den Namen ohne Adelsprädikat plädieren würde)
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    Nein, du hast das ausschließlich als »Umgangssprache aus der Werkstatt« bezeichnet und abgewertet. Die Existenz in Fachbüchern hast du verneint und dich damit geirrt. Auch ging es natürlich anfangs nicht um musealen Kontext (wie du gerade fälschlicherweise behauptest), sondern darum, was Catfonts hier im Rahmen unserer(!) Fachdiskussion meinte – nämlich exakt, was das obige Buch zeigt. Dennoch habt ihr auf ihm und mir (der die Existenz dieser Sprachkonvention lediglich bestätigt hat) in unnötiger und herablassender Weise herumgehackt. (Und die Entschuldigung dafür steht weiterhin aus. Ich hab zitiert, für welche einzelne unterirdische Aussage ich eine Entschuldigung erwartete. Als Antwort hast du einfach eine andere Textstelle zitiert, um so zu tun, als hättest du nur fachlich/sachlich geantwortet. Netter Trick, aber fällt trotzdem auf.) Zu musealen Ordnungen hast du erklärt, dass du davon nichts verstehst – nur um kurz darauf die Museen aus der Ferne und auf Basis von bruchstückhaften Informationen zu verurteilen und dann doch noch vorzuschlagen, wie die Museen das stattdessen handhaben sollen. Na, was nun? Das führt doch alles zu nichts. Es geht vom Hundertsten in Tausendste – bezüglich der Themen, der Rechtfertigungen und der weiterhin herablassenden Äußerungen … Lasst das doch einfach. Ich steig jetzt hier erstmal aus. Diesem Kompetenzgerangel kann ich keine verwertbaren Informationen mehr abgewinnen und die pausenlos nötigen Richtigstellung von Strohmann-Argumenten sind nur anstrengend und zeitraubend.
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    Sprachkonventionen sind in der Regel schwieriger als Fakt oder kein Fakt. Ich hatte mit laufender Parkuhr gerade keine Zeit Gutenbergers These im Detail zu überprüfen, aber ich habe ohne Suchen und Vergleiche das erstbeste Buch mit passendem Titel aus dem Regal gefischt. Und siehe da: Exakt, was ich von Anfang an sage: Beide Untergruppen haben Tiegel, aber eine trägt ihn (zumindest in einer möglichen und existenzen Sprachkonvention) im Namen und die andere nicht. Traurig ist, mit welcher Arroganz zwei Drucker diese Informationen in ihren eigenen Fachbüchern erst abstreiten und dann darauf aufbauend Personen und ganze Museen aus der Ferne verunglimpfen.
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    Danke für die Aufklärung zu den Boston-Tiegeln! Was die Begriffe Schnellpresse und Automat angeht, sollte man im musealen Kontext nicht den Sprachgebrauch der letzten Jahrzehnte einfach ungeprüft und aus Gewohnheit übernehmen. Ich habe zwei große Buchdruckhandbücher mit allen Maschinen, die bis 1922 gebaut wurden, alle erklärt und abgebildet. Ein deutsches und ein österreichisches. In beiden bezieht sich der Begriff Schnellpresse auf Tiegel und Zylinder, denn es gab beide, der Begriff Schnellpresse in einem sogar auf den motorisierten Boston-Tiegel; und als Automat wird im Grunde alles bezeichnet, was automatisch einfärbt. Was Techniker und Drucker zu den Maschinen heute sagen oder vor dreißig Jahren zu den hundertjährigen Maschinen sagten, ist fürs Museum recht unerheblich, wenn es an historischer Darstellung der Technik interessiert ist. (Anders wäre es, wenn es im Museum mehr um den Beruf ginge.) Der Boston- oder Golding-Tiegel war zur Zeit seiner Entwicklung ein großer Sprung, er war ein Automat. Ein Buchdrucker von 1950 wird das belächeln, und einer von 1990 nennt den Boston-Handtiegel nur noch Spielzeug. Nur im Museum verhindern diese modernen Auffassungen das historische Verständnis, wenn damit die Maschinen kategorisiert werden.
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    Jepp. Wir gehen von Gutenberg ausgehend (soweit es möglich ist) chronologisch/thematisch durch. Die besagten Hochdruckpressen, Maschinensatz (Beispiel Linotype), Flachdruck (Beispiel Litho-Presse, frühe Offsetpresse) und zum Schluss Fotosatz (Beispiel Diatype). Nebenbei wird das Haus, der Druckerei- und Verlagsstandort erklärt und so weiter. Da muss man Hochdruck und alle Maschinen also zum Beispiel in 15 Minuten erklären. Die Details, die ein Drucker in mehrjähriger Berufsausbildung lernt und die auch hier alle ausgebreitet werden, sind da überhaupt nicht vermittelbar. Nicht nur, dass die Zeit nicht reicht – es interessiert auch schlicht nicht. Wenn ich die Inhalte des letzten Beitrages vortragen würde, verliere ich die Aufmerksamkeit der Besucher und habe am Ende gar nichts vermittelt. Die Frage um den zähen Kategorienstreit stellt sich im Rahmen einer durchgehenden Führung entlang der einzelnen Maschinen und mit allen nötigen Erklärungen auch überhaupt nicht. Die Überschriften der Druckkunst-Museum-Seite kann man kritisieren. Warum ich sie verlinkt habe, habe ich gesagt. Nicht, weil ich so toll und richtig finde, sondern weil sie eine existente Sprachkonvention aufzeigen, die Catfonts Beitrag erklärten. Martin verurteilt diese Konvention im musealen Kontext. Von mir aus! Ändert ja an meinem Hinweis zur Existenz dieser Begriffe nichts.
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    Danke für das Interesse. Das System Bosten beinhaltet keinen Kniehebel. Merkmal für eine Boston Presse ist nur ein feststehendes, senkrechtes Fundament zur Aufnahme des Satzes und einen Tiegel der um eine fest instalierte, unterhalb des Fundamentes befindliche Achse schwingt. Die Bewegung des Tiegels kann mit seitlichen Zugstangen oder Kniehebel erfolgen. Beide Ausführungen waren auch in Deutschland im Einsatz, z.B. die Tiegel von Weiler mit Zugstangen oder Hohner,bzw. Heidsieck mit Kniehebel. Der Heidelberger Tiegel ist der bekannteste Boston mit Kniehebel. Aber Achtung: Gally-Tiegel und andere Systeme benutzen ebenfalls Zugstangen bei ihren Tiegeln.
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    Beyond the mountains. Free for personal use. http://www.ffonts.net/Beyond-The-Mountains.font
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    Ja natürlich. Kinder lieben es, wenn sie mal richtig rumsauen dürfen. Macht so viel mehr Spaß. Man kann ja damit auch mal Smileys oder rote Herzchen auf Kekse drucken, und dann gleich aufessen … Noch interessanter als Drucken ist wahrscheinlich das Stempelschneiden.
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    Ja prima, sowas hatte ich mir vorgestellt. Danke. Nur an die Holzlettern hatte ich nicht gedacht. Die machen es einfacher, auch wegen der Giftigkeit des Bleis. Ich muss gleich in die Druckerei, dann werde ich mal fragen, was es dort auszuleihen gibt, werde ordentlich üben und ausprobieren und in jedem Falle die Ergebnisse zeigen. Wichtig ist mir schon, dass wir auch einen kleinen Text produzieren können. Grundsätzlich ärgere ich mich, dass ich als Quereinsteiger vom Bleisatz/Buchdruck so wenig Ahnung habe. @bleisatzkontor: Vor der Ehefrau habe ich da keine Angst, die ist auch mit im Team und fürs Saubermachen der Küche bin ich ohnehin verantwortlich. @Stötzner: Echt, Rote Beete? Gibt das nicht eine riesen Sauerei? @catfonts: Ich habe deinen Beitrag viermal gelesen, dreimal davon habe ich "Klobürste" gelesen und hatte doch so meine Bedenken? Komisch wird der Satz, wenn man ihn aus dem Zusammenhang reißt: "… die Klobürste erscheint mir eine gute Alternative zum Nudelholz zu sein" … Ich brauche längerer Wochenenden und eine neue Arbeitsplatzbrille.
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    Nicht das gleiche Prinzip, aber ich hab dieses Plakat mit Vectorraster erstellt. Das Programm war auch ein Tipp hier aus der Community.
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Eine elegante Display-Schrift von Friedrich Althausen mit 200 Ligaturen
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