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    Vor kurzem wurde die umfassend erweitere Norm DIN 1450 Leserlichkeit veröffentlich. Diese Meldung stößt bei professionellen Schriftnutzern nicht automatisch auf Begeisterung. Es macht sich eher eine gewisse Skepsis breit, begleitet von der Frage, wozu diese Norm nötig sein solle. Schließlich ging es doch bisher auch ohne. Die skeptische Haltung mag sich auch schon auf das System der DIN-Normen an sich beziehen. Viele denken beim Deutschen Institut für Normung an eine verstaubte Behörde, in der Staatsbedienstete den lieben langen Tag irgendwelche Dinge normieren. Und dies fernab von der Praxis und daher vermutet man in den Normen nicht selten nur lauter unnötige oder gegebenenfalls sogar unsinnige Einschränkungen für die Menschen. Tatsächlich ist das DIN ein eingetragener Verein, der externen Unternehmen und Organisationen aus Handel, Industrie, Wissenschaft etc. bei der Erstellung von Normen behilflich ist. Erstellt werden die Normen dabei von Ausschüssen, die sich aus externen Fachleuten des jeweiligen Gebietes zusammensetzen. Und letztendlich profitieren wir alle von dieser Normarbeit. Sie sorgt für Qualitätssicherung, Gebrauchsfähigkeit und niedrige Preise durch herstellerübergreifende Kompatibilität. Und nicht selten machen die Normen unser Leben einfacher und sicherer, da sie Qualitäts- und Sicherheitsstandards für alle Dinge setzen, mit denen wir im Alltag in Berührung kommen. Von der automatischen Drehtür bis zum Hochwasserschutzdamm – kaum ein Objekt ist nicht von Normen tangiert. Und Schrift macht dabei keine Ausnahme, denn auch sie kann entsprechende Sicherheitsrelevanz besitzen. Die Hintergründe Besonders hohe Anforderungen an die Leserlichkeit von Schrift haben Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Daher überrascht es auch nicht, dass die Überarbeitung der DIN 1450 auf Initiate dieser Nutzergruppe erfolgte. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) sah als Interessenvertreter die besonderen Anforderungen dieser Nutzergruppe in der Praxis oft nur unzureichend berücksichtigt und regte daher eine Verbesserung der Norm an. Denn letztere hatte in der bisherigen Fassung (DIN 1450:1993-07) nur ein recht beschränktes Einsatzgebiet. Im direkten Zusammenspiel mit der allseits bekannten DIN 1451 gab sie Empfehlungen für Beschilderungen im öffentlichen Raum. Sie war jedoch schwerlich auf die Vielfalt heutiger Schriften und Schriftanwendungen übertragbar. Mit der Überarbeitung wurde daher das Ziel verfolgt, alle verkehrsüblichen Schriftanwendungen abzudecken und dafür sinnvolle und allgemeine Empfehlungen zu geben. Beschilderungen im öffentlichen Raum. Ein typisches Einsatzgebiet für das Duo DIN 1450 und DIN 1451 Von Fakten und Bauchentscheidungen Beim Einsatz von Schriften kommen unzählige Einflussfaktoren zum Tragen, die die Leserlichkeit beeinflussen. Man denke an die unterschiedlichen Bedruckstoffe und Darstellungsmedien, die unzähligen typografischen Satzparameter (Schriftwahl, Laufweite, Zeilenabstand, Kontraste etc.) und die persönlichen Vorraussetzungen (Alter, Sehstärke etc.) beim Leser. Die aktuelle Norm nennt ganze 44 solcher Einflussfaktoren. Um diese verschiedensten Einflüsse sinnvoll abzuwägen und zu möglichst leserlichem Textsatz zu kommen, benutzt ein Grafikdesigner das Wissen aus seiner Ausbildung und seine Berufserfahrung. Die Ausübung dieses Wissens und dieser Erfahrung nennt man im Englischen recht treffend »educated guessing«, also wörtlich etwa »fundiertes Raten«. Der Grafikdesigner kann seine unzähligen gestalterischen Detail-Entscheidungen nicht einzeln wissenschaftlich untermauern, sie sind aber natürlich auch nicht willkürlich, sondern basieren auf entsprechender Erfahrung des Designers bzw. des ganzen Berufsstandes. Doch »fundiertes Raten« hat auch seine Grenzen. Kann ein Designer wirklich immer korrekt »erraten«, in welcher Größe die Lösch-Einrichtungen und Fluchtpläne in einem Flughafen oder einer U-Bahn-Station beschriften werden müssen, damit sie aus einer bestimmten Entfernung lesbar sind? Kann er immer und zweifellos die gegebenenfalls über Leben und Tod entscheidenden Texte auf Medizin-Verpackungen und Beipackzetteln leserlich setzen und dabei auch die besonderen Bedürfnisse älterer und sehbehinderter Menschen berücksichtigen? Möchte er für die in diesen Fragen gefällten »Bauchentscheidungen« auch die Verantwortung übernehmen, wenn es Nachhinein zu Problemen kommt? Und wie soll der Anspruch der Leser nach guter Leserlichkeit z.B. gegen die Interessen von Bauherren eines Gebäudes oder den Pharma-Herstellern durchgesetzt werden, die vielleicht kein großes Interesse daran haben, die sicherheitsrelevanten Informationen möglichst groß und unmissverständlich zu präsentieren? Dann reicht es einfach nicht mehr aus, nur auf die Erfahrung eines Grafikdesigners zu verweisen. Wie in anderen Bereichen auch, schaffen klare Standards Planungssicherheit für alle Seiten. Und davon profitieren natürlich auch die Grafikdesigner. Sie müssen sich nicht mehr allein auf ihre Bauchentscheidungen verlassen, sondern haben mit der DIN 1450 ein praktikables Werkzeug an der Hand, dem sie nicht folgen müssen, aber mit dem sie ihre Entscheidungen bei Bedarf abgleichen können. So wie man mikrotypografische Satzkonventionen vielleicht gern in Detailtypgrafie nachschlägt, so kann man nun auch fundierte Leserlichkeitsparameter in der DIN 1450 nachschlagen und sich in der Anwendung auf sie berufen. Eine Option, von der die gesamte Branche und natürlich die Leser der gesetzten Texte profitieren können. Die Normen bilden übrigens lediglich eine verlässliche Grundlage, auf die sich alle beziehen können. Grafikdesigner sind also nicht gezwungen, Ihre Gestaltung nach den Vorgaben der DIN-Norm anzufertigen. Möglich ist jedoch, dass zukünftige Gesetzesvorlagen für konkrete Anwendungsbereiche die Einhaltung der Norm vorschreiben. So könnte zum Beispiel theoretisch ein Gesetz zur Lebensmittelkennzeichnung explizit die Einhaltung der DIN 1450 für diese spezifische Anwendung fordern. Abstrahierte Typografie – die Funktionsweise der Norm Im Gegensatz zu den üblichen Fachbüchern über Schrift und Typografie richtet sich die Norm aber keineswegs speziell an Grafikdesigner. Sie ist ganz im Gegenteil gerade so aufgebaut, dass sie ohne typografisches Vorwissen funktioniert. Dies bedeutet allerdings auch: Dem Normungsausschuss musste das Kunststück gelingen, die gesamte Schriftanwendung mit all ihren Einflüssen, Abwägungen und Gestaltungsmöglichkeiten auf klare, mathematische genaue Vorgaben herunterbrechen. Wahrlich keine einfache Aufgabe! Sie gelang letztendlich vor allem dadurch, dass der Schrifteinsatz auf zweierlei Weisen abstrahiert wurde: einerseits in Bezug auf die möglichen Anwendungsarten und andererseits in Bezug auf Wahrnehmung der Schrift selbst. Dies sei in der Folge näher erläutert. Textarten nach DIN 1450 Ein Verkehrsschild stellt andere Anforderungen an die Leserlichkeit als ein Romantext; ein Beipackzettel andere als eine Überschrift in einem Magazin. Schilder können hinterleuchtet sein; ein Magazin ist auf glänzendem Papier gedruckt; ein e-Reader hat verpixelte Schrift oder ein stark glänzendes Display … Die schiere Masse üblicher Schriftanwendungen macht es schlicht unmöglich, für jeden denkbaren Einsatz spezifische Empfehlungen auszusprechen. Diesem Umstand wurde in der DIN 1450 insofern entsprochen, dass nicht die konkreten Anwendungen als Bezugssystem benutzt werden, sondern vielmehr die typischen Textarten, in die sich nahezu alle Schriftanwendungen eingliedern lassen. In der DIN 1450 sind die Textarten wie folgt definiert: Lesetext. Der Haupttext in Büchern, Broschüren, Anleitungen etc. mit den relevanten Informationen. Konsultationstext. Dieser ergänzt oder erklärt den Lesetext, enthält aber selbst keine zwingend notwendigen Informationen. (Beispiele: Marginaltexte, Fußnoten, Bildunterschriften) Schautext. Dieser gliedert den Lesetext oder dient der Hervorhebung. Beispiele sind die Überschriften in einem Magazin oder auf eine Werbeplakat. Signalisationstext. Er dient der Orientierung bzw. der Sicherheit im öffentlichen Raum. Mit diesen vier Textarten lassen sich alle üblichen Schriftanwendungen beschreiben – vom Text auf einem Joghurt-Becher bis hin zum Verkehrsschild an der Autobahn. Der durchgehende Bezug auf die Textarten verhindert im Übrigen auch, dass die Norm zu restriktiv und damit praxisuntauglich wird. Bei sekundärer Informationen ohne entsprechend hohe Relevanz, etwa in Fußnoten, kann es in Kauf genommen werden, dass das Lesen schwieriger ist und daher länger dauert. Und auch für eher dekorative Schautexte, wie sie etwa in Werbeanzeigen und Magazin-Überschriften benutzt werden, müssen keine einschränkenden Regelungen aufgestellt werden. Die Norm setzt daher vor allem da an, wo die Textinformationen eine entsprechende Wichtigkeit besitzen. Die Wahrnehmung von Schrift Die genannten Textarten können in ganz unterschiedlichen Schriftgrößen zum Einsatz kommen. Eine Textseite in einer Drucksache, die man in die Hand nimmt, kann gleichsam Lese-, Konsultations- und Schautext enhalten. Das Gleiche gilt aber auch für eine drei Meter große Schautafel in einem Museum. Empfehlungen zur optimalen Leserlichkeit der Schrift müssen daher immer Schriftgröße und Leseabstand miteinander in Beziehung setzen. Bei einem Verkehrsschild an der Autobahn kann die Höhe der Großbuchstaben bis zu 42 Zentimeter betragen. Da man die Textinformationen aber schon so früh wie möglich lesen will, ist nicht nur die Größe der Buchstaben, sondern auch der Leseabstand beträchtlich und die Darstellung der Buchstaben auf unserer Netzhaut entsprechend klein. Deshalb basieren die Empfehlungen der DIN 1450 nicht auf konkreten metrischen Angaben, sondern sind im Sinne der optischen Wahrnehmung in Bogenminuten definiert. Da mag ein Schriftanwender zunächst zurückschrecken. Schriftgrößenbestimmungen auf Basis von Bogenminuten? Wo stellt man das in Word oder InDesign ein? Leserlichkeit fußt auf der Abbildungen der Buchstaben auf der Netzhaut und diese wird gleichsam von Schriftgröße und Leseabstand bestimmt. Die relevante Größe, die sich unabhängig von beiden beschreiben lässt, ist der Sehwinkel zu dem zu erkennenden Objekt. Und daraus leiten sich in der Folge alle wesentlichen Faktoren des Schrifteinsatzes ab. Die Schriften müssen eine bestimmte Mindeststrichstärke aufweisen, damit wichtige Details in Sinne der Erkennbarkeit nicht bei großer Leseentfernung oder kleiner Darstellungsgröße verloren gehen. Die Buchstaben dürfen nicht zu schmal oder zu weit und die Abstände zwischen den Buchstaben müssen entsprechend groß genug sein. Für diese und weitere Parameter liefert die DIN 1450 je nach Textart die nötigen Mindestanforderungen an die zu wählende Schrift und die Schriftsatzparameter (Schriftgröße, Buchstabenabstand, Zeilenabstand, Zeilenlänge, Kontrast zum Hintergrund et cetera). Basierend auf dem Sehwinkel und einem gegebenen Leseabstand lassen sich somit alle wesentlichen Parameter mithilfe der DIN 1450 direkt ablesen beziehungsweise berechnen. Und durch diesen ganzheitlichen Ansatz wird auch das übliche Problem umgangen, dass es für eine konkrete Anwendungen zwar Vorgaben für Mindestschriftgrößen gibt, aber Texte dennoch nicht akzeptabel dargestellt werden, weil zwar zum Beispiel die erforderlichen 6 Punkt eingehalten wurden, aber durch Schriftwahl, zu kleine Buchstaben- oder Zeilenabstand und schwachen Kontrast zwischen Text und Hintergrund dennoch unleserlicher Text entsteht. In diesem Zusammenhang ergab sich auch eine wesentliche Änderung im Vergleich zu bisherigen Version der DIN 1450. Die zentrale Bezugsgröße ist nun nicht mehr die Versalhöhe, sondern die x-Höhe. Im direkten Zusammenspiel mit DIN 1451 war der Bezug zur Versalhöhe noch akzeptabel, aber für den bewusst weiten Einsatzbereich der neuen DIN 1450 mit vielerlei Schriftarten musste hier mit der bisherigen Fassung gebrochen werden. Denn die x-Höhe stellt bekanntlich im Gegensatz zu Versalhöhe und Schriftgröße beim gemischten Satz eine zentrale Kenngröße dar, die wesentlichen Einfluss darauf hat, wie groß Schriften in der Anwendung wirken und wie leserlich sie dadurch sind. DIN 1450 in der Praxis Für wen ist diese DIN-Norm also gemacht? Viele Gestaltungen, insbesondere die eher werblichen und dekorativen, werden auch weiterhin problemlos ohne die DIN 1450 auskommen. Und auch die klassische Buchtypografie hat ihre idealen Parameter bereits durch jahrhundertelangen Versuch und Irrtum gefunden. Doch wo immer zukünftig für den Leser besonders relevante Informationen (z.B. in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit, Orientierung etc.) präsentiert werden und durch möglichst optimale Leserlichkeit ein barrierefreier Zugang für eine breite Nutzerschicht garantiert werden soll, kann die Norm eine verlässliche Grundlage zur Ermittlung der idealen Satzparameter darstellen und damit gute Dienste erweisen – für Gestalter und Leser der Texte gleichermaßen.
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    Da möchte ich gerne mal widersprechen. »Eine gute Form« ist doch nicht etwas, was man sich erst leisten sollte, wenn man Geld hat! Sondern sie ist etwas, was das Leben zu allen Zeiten bereichert, verschönert und dem, der sie erkennen kann und sich ihrer bedient, Sicherheit im Auftritt gibt. »Gute Form« ist in meinen Augen ein schützenswertes Kulturgut und sollte jedem Menschen immer und entsprechend seiner Möglichkeiten offen stehen. Wenn ein Student oder eine Studentin den Wunsch hat, eigenen Inhalten eine gute Form zu geben, dann ist das erfreulich und aller Unterstützung wert – und man sollte ihnen zur Ernüchterung ganz sicher nicht mit dem Winkelhaken vor die Stirn schlagen. Dieses Forum ist kein realitätsferner Elfenbeinturm, sondern explizit auch dafür da: den nicht professionellen Menschen, die an Typografie und guter Gestaltung interessiert sind, ein paar Tipps und Tricks an die Hand zu geben; praktische Hilfe zur Selbsthilfe. Und dafür braucht es gar nicht das ganz große Operationsbesteck, sondern bloß ein kleines Werkzeugkästchen, mit dessen Hilfe sich das Beste aus den momentanen Möglichkeiten machen lässt. Finde ich.
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    5 Tage Côte d’Azur sind nun zu Ende und ich sitze wieder an der kalten Nordsee ... Aber ich habe euch was mitgebracht: In der Kathedrale von Grasse Tourrette sur Loup Mouans Sartoux Hier ist jemand sehr aktiv mit der Schildermalerei. Alle gezeigten Bilder sind handgemalt und m. E. auch in einem Stil ... Comic-Sans-Schildermalerei ... herrlich Cap Ferrat Es gab noch so einen Brunnen, da war der Halbmond und das Kreuz noch eindeutiger herausgearbeitet. Leider war da aber mein Akku leer ... Cagnes sur Mer – letzter Café vorm Rückflug Der Schreiber hat wohl auch zu viel von dem Kaffee getrunken
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    Diese Liste enthält Serifenschriften, welche insbesondere für den Satz von Mengentexten konzipiert wurden aber anders als ihre klassischen Vertreter (Garamond, Sabon, Baskerville, Utopia, usw.) noch nicht so inflationär im Einsatz sind und somit eine wohltuende Abwechslung bieten.
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    Quelle: https://www.girls-day.de https://www.boys-day.de unten dann steht unten noch dies: ähm. ja.
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    Wer einfach alles wegdelegiert, braucht nicht prokrastinieren …
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    Ich befürchte, dass viele Betrachter gar nicht auf Anhieb schnallen werden, dass es da ums Laufen geht. Auf den ersten Blick sehe ich, dass da ein Event beworben wird … bei dem es ordentlich knallt (Feuerwerk?), das nachts stattfindet, zu dem alle hin (rennen) wollen/sollen. Aber worum geht es? Vielleicht um Theater? Bei Midsummer denke ich erst mal an Shakespeare, besonders in Verbindung mit dem Theatersymbol und der Tatsache, dass am 16.6. noch Frühling ist. Ob viele potentiell Laufbegeisterte das klitzekleine Halbmarathon finden, bevor sie weiter klicken?
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    So, der Mond ist noch mal etwas überarbeitet Gestern Abend 10 Läufer aus 4 Ländern am Start und nächste Woche, mit dem tollen Banner, sicherlich noch einige mehr. Noch einmal Danke in die Runde und allen ein schönes Wochenende!
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    Der Alkohol ist übel frisiert und grinst leicht debil.
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    richtig: 16. 6. (falsch: 16.06.) man kann auch schreiben 22 UHR (weniger ist mehr, die Nullen sind überflüssig) ich würde den unteren Silhouetten-Bereich etwas entschlacken (weniger weiße Details, Theater-Dings kann sicher weg. Die weißen Details würde ich alle gelb machen. Die Zeile »Halbmarathon…« kürzen?!
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    Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband startet mit leserlich.info eine Plattform mit Designempfehlungen als praxisnahe Arbeitshilfe für Designer, Mediengestalter und interessierte Laien an. Unter der Federführung von Professor Florian Adler haben Kommunikationsdesigner, Gremienvertreter und Augenpatienten zusammengearbeitet. Hintergrund Sich visuell zu orientieren, Zeichen erkennen und lesen zu können, ist mehr denn je Voraussetzung dafür, sich in der Welt zurechtzufinden und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Kommunikationsdesign hilft dabei, den Zugang zu Menschen, Wissen und Welt zu öffnen. Freie Zugänglichkeit zu Information und Kommunikation ist daher auch eine zentrale Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 in Kraft getreten ist. In Deutschland leben rund 1,2 Millionen sehbehinderte Menschen, die selbst mit Sehhilfen über weniger als 30 % ihrer Sehkraft verfügen. Angesichts des demografischen Wandels wird diese Zahl in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Aber auch »Normalsichtige« profitieren bei ungünstigen Sichtverhältnissen, geringer Beleuchtung, Stress oder Leseschwächen von gut lesbarer Gestaltung. Durch inklusives Kommunikationsdesign werden Informationen für möglichst viele Menschen – unabhängig von ihrer Sehfähigkeit – lesbar und verständlich gestaltet. Es ist gleichermaßen zugänglich und attraktiv. Die Grundlage von leserlich.info bildete die Recherche relevanter Quellen zu Leserlichkeit und Lesbarkeit. Als Kriterien zählten die Eindeutigkeit von Empfehlungen, die Angabe von Nenngrößen und Maßen, Aussagen zur Barrierefreiheit und die Reliabilität der Quellen, womit die Verlässlichkeit und wissenschaftliche Fundierung gemeint ist. 16 Einflussgrößen wurden nach zeichenbezogenen, textbezogenen, kontrast- und farbbezogenen, bildbezogenen und materialbezogenen Faktoren sortiert, analysiert und in mehreren Stufen evaluiert. Die DIN 1450 erwies sich dabei in den meisten Fällen als die umfassendste Quelle, die über die hier zitierten Angaben hinaus noch weitere Kriterien der Leserlichkeit definiert und daher zur vertiefenden Lektüre empfohlen wird. Neben den Primärquellen liefert auch die typografische Fachliteraturzahlreiche Hinweise. In der Lesbarkeitsforschung klaffen jedoch nach wie vor große Lücken, da entweder Wissenschaftler ohne typografische Kenntnisse forschen oder Gestalter ihre Erkenntnisse nicht nach wissenschaftlichen Kriterien erlangen. So fußen auch die hier gesammelten Empfehlungen auf einem aktuellen Wissensstand, der weiterhin erforscht und bearbeitet werden muss. http://leserlich.info
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    Vor den Toren der grossen Stadt haben sich noch ein paar Relikte enthalten, die in der Stadt schon lange untergegangen sind (wichtige Stätten der Kindheit wie das DEDY-Kino in Berlin-Schmargendorf wurden in einen ALDI umgewandelt) … entdeckt auf dem Weg nach Beelitz.
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    ... und ich würde die Schrift etwas größer ziehen, so dass sie ein bisschen den blauen Rand überschneidet. Dann ist die Schrift nicht in der Explosion sondern optisch davor und wird eben rausgedrückt – das gibt dem Bild mehr Tiefe. Jetzte berührt sie den Rand an ein paar Stellen so fast aber nicht richtig, solche Situationen sind ungünstig ... oder warst du schon fertig, wir sind erst auf Seite 4
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    Es ist ja glücklicherweise in meinem Fall nichts Ernstes, es musste nicht mal gelasert werden. Aber es dauert eben einige Wochen, bis die Einblutungen resorbiert sind und die Sicht im rechten Auge wieder klar ist. Man könnte die Einblutungen ja auch operativ ausräumen (oder eine Resorbalplatte einbauen – nein, das war jetzt ein blödes Wortspiel). Der Doktor sieht aber keine Notwendigkeit, solange ich damit leben kann. Ganz vielen Dank übrigens für Eure Wünsche, da fühlt man sich doch gleich viel besser.
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    Mir kommt beim Lesen dieses Threads Erich Fromms »Haben oder Sein« in den Sinn. Wo er – ich sag’s mal frei in meinen Worten – zwei Menschentypen beschreibt: Der eine Mensch betrachtet sein Dasein als Mosaik, an dem er sein ganzes Leben unentwegt arbeitet und es an sich verändernde Umstände anpasst. Wann immer er eine Facette findet, die besser ins Gesamtbild passt als eines der bereits vorhandenen Teilchen, tauscht er es aus zur Vervollkommnung des Gesamtbildes. Wählt ein Gegenüber einen alternativen Weg, erwägt er diesen auch für sich selbst und integriert Aspekte dessen in sein Leben und sein Werk, sofern diese in seinen Augen eine Verbesserung des eigenen Vorgehens/Standpunktes bedeuten. Eigene Fehlbarkeit wird für möglich gehalten. Der andere Mensch betrachtet sein Dasein eher als – ich interpretiere mal frei – Setzkasten. Jedes vorgeformte und genormte, akkurat beschriftete Teilchen hat sein vorbestimmtes exakt genormtes kleines Kästchen und wird feinsäuberlich dort hinein getan. Und jeder, der es wagt, an der vollkommenen Perfektion dieser Ordnung zu zweifeln oder eine Änderung vorschlägt, wird abgewehrt. Wählt ein Gegenüber einen alternativen Weg, dann wird dieser direkt als Angriff gewertet, denn er kann ja nur schlechter sein als der eigene und wird deswegen rundheraus abgelehnt und herabgewürdigt. Eigene Fehlbarkeit wird ausgeschlossen. Das ist jetzt natürlich sehr überspitzt und schwarzweiß formuliert, aber was ich damit sagen möchte: Ein bisschen aufeinander zuzugehen und Positionen anderer einfach mal für möglich zu halten (und Graustufen zwischen all dem Schwarzweiß auszuloten), hat noch keiner Diskussion geschadet.
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    22:5 ist richtig. Es geht um Fußball, oder?
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    Ja, wenn Du Daten in einer Tabelle untereinander setzt und nicht willst, dass die Zahlen wegen der wechselnden Ein- und Zweistelligkeit verspringen, dann ist die Führungsnull das Mittel der Wahl. PS: Themenfremde Einwürfe sind ausgesprochen nützlich: Daran kann man immer mal wieder die Sinnhaftigkeit bestehender Regeln prüfen. Wenn die Verteidigung einer solchen nur »das war schon immer so« oder »das macht man halt so« zu Tage fördert, dann kann man das Regelregal ruhig mal wieder beherzt ausmisten.
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    So ein PDF ist doch fein, da sieht man, womit wir es zu tun haben. Danke! Vorab: Die Ligaturen st und tz sollten nur in Schmuckzeilen verwendet werden. Im Fließtext haben sie das Potential, Leser irre zu machen, weil diese kleinen Bögen und Kringel den Lesefluß empfindlich stören. Die Libertine einzuordnen, fällt mir nicht ganz leicht. Einerseits hat sie viel von der Baskerville, dann aber wieder ein paar Details der französischen Renaissance-Antiqua. Es ist eine vorklassizistische Type wie die Times, aber in einer deutlich älteren Form hinsichtlich der Proportionen (kürzere Mittellänge) und Strichstärkenkontraste. Diese beiden Aspekte lassen sie in diesem PDF feiner wirken als die Times, also sie ist einfach nur kleiner und wirkt deshalb zarter. In der Vergrößerung sieht man, daß sie eher stabiler und rustikaler gebaut ist als die spitzige Times. Durch die kürzere Mittellänge fließt mehr Licht zwischen die Zeilen. Das verstärkt die Bandwirkung der Zeilen, was bei durchschnittlich 85 Zeichen pro Zeile das Lesen erleichtert. (Im Satz mit Worttrennungen wären es noch mehr Zeichen, das wäre nicht gut.) Außerdem ist die Laufweite etwas höher, auch das schafft einen Helligkeitsausgleich und macht das Lesen angenehmer gegenüber der zu eng gesetzten Times. (Die Laufweite ist für die Schriftgröße aber immer noch zu eng.) Die Wortabstände könnten wohl etwas enger sein, in beiden Schriften. In englaufenden Schriften muß man eher auf Viertelsatz gehen als auf Drittelsatz, der selbst für die Garamond in nur etwas größeren Graden, spätestens ab 16 Punkt, zu weit ist. Deutliche Schwächen: Halbgeviertziffern, die in »1,2« für eine falsche Raumvergrößerung zwischen 1 und Komma sorgen, nicht ganz so arg immerhin wie in der Times. Fehlendes Kerning, das in der dritten Zeile (nach der Überschrift) im letzten Wort für ein Loch zwischen W und e sorgt. Etwas schwächer als in der Times, wo sogar »Wissen« löcherig wirkt, eben weil die Schrift zu eng läuft. Sie ist falsch zugerichtet für diesen Schriftgrad. Beide Schriften sind für das Format zu schmal. Also insgesamt würde ich meinen: Beide sind ungeeignet für dieses breite Format. Die Linux Libertine ist aber von beiden die weniger schlechte Wahl, ich würde sie der Times vorziehen, wenn ich nur die Wahl zwischen diesen beiden hätte. Also wenn ich die Eingangsfrage eng beantworte: Die Linux Libertine ist für diesen Zweck (Word-Standard) die bessere Schrift als die Times. Das alles bedeutet nicht, daß die Schriften nicht gut sind. Arno Enslin wies bereits darauf hin, und in meinem PDF habe ich gezeigt, daß die Times keine schlechte Schrift ist. Über die Wirkung einer Schrift entscheidet die Anwendung mit. Und es mögen so viele Leute die Voreinstellungen von Textverarbeitungsprogrammen für alles mögliche verwenden, wie Gott will, kaum etwas davon kann gut werden, und die Schriften selbst können trotzdem nichts dafür. Wenn man die beiden Schriften gut setzt, wird man vielleicht zwei gleich gute Ergebnisse erhalten. Sie sind als schmale Schriften für ähnliche Zwecke gemacht, nämlich viel schmalere Formate als DIN A4. Mit Kerning, proportionalen Ziffern und eben gut gesetzt mögen sie beide bestehen. Das kann nur ein Versuch zeigen, der für diese Fragen hier aber nicht nötig ist. Ich würde aber auch empfehlen, im Studium die Typografie nicht zu beachten und die schriftlichen Arbeiten vor allem inhaltlich zu polieren. Eine gute Form kann man sich später zulegen; man kann sie sich sogar machen lassen. So wie Anzüge und Schuhe. Das ist doch ein schöner Luxus. Wenn man ein wenig von der Sache versteht, kann man auch besser mit seinem Designer sprechen und dessen Arbeit genauer prüfen. (In meinem Buch gibt es ein 19seitiges Kapitel namens »Mit Designern reden«.) Wenn ich Briefbogen entwerfe, bekommen meine Kunden nicht nur Köpfe, sondern den Entwurf eines vollständigen Briefes. Ich habe auch schon Typoskripte entworfen für geisteswissenschaftliche Arbeiten für Autoren, die es nicht aushalten, mit dem Word-Standard zu schreiben. Das kann man bei jedem Grafikdesigner in Auftrag geben und dabei ein so schönes Luxuserlebnis gewinnen wie bei der Anfertigung eines Anzugs beim Schneider. Und Briefe können weit reisen, ohne wie Anzüge zu zerknittern.
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    Meine Herangehensweise wäre: Die Hochschule verlangt 12 Punkt und schreibt Arial oder Times New Roman vor. Das ist zwar einerseits unsinnig von Seiten der Hochschule, öffnet mir aber Freiräume. Nun möchte ich weder Arial noch Times New Roman verwenden, sondern ich suche mir eine Alternative, die »irgendwie« nach Times aussieht. Und da ich nicht Martin Schröder bin, gibt es für mich hier auch nicht »die am besten geeignete Schrift«, sondern ich kann mir völlig schmerzfrei und ohne schlechtes typografisches Gewissen eine Schrift aussuchen, die mir bei gleicher optischer Größe (meinetwegen angelehnt an eine Times New Roman in 12 Punkt, damit es für den Professor »normal« aussieht) vom Platzbedarf her am besten behagt. Und selbst wenn das mit einer »Verschleierung des Umfangs« zu tun hat, dann doch eigentlich nur in einem Rahmen, den die Hochschule durch die Vorgabe Arial oder Times schon selbst, wenn auch unwissentlich, abgesteckt hat (und was die Vereinheitlichung zwecks Vergleichbarkeit ja ad absurdum führt). Im übrigen dürfte es der Hochschule bzw. dem Professor, selbst wenn ihm der Unterschied zwischen Times und Arial erklärt würde, in den meisten Fällen trotzdem egal sein. Er will nur, dass die Arbeit für ihn gut les- und korrigierbar ist.
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    Noch mal vielen Dank für die Aufklärung zu den Eintragungen … hier jetzt endlich die Bilder als in der Reihenfolge 1) Erbeutete russ. Geschütze in Augustow 2) Truppenlager Suwalki 3) Erbeutete russische Geschütze in Suwalki 4) Exc. v. Eichhorn 5) Inneres Kirche Suwalki (Gefangenenlager) (dieses wurde schon weiter oben gezeigt, statt dessen ein Bild, Augustow beschriftet, das vermutlich russische Kriegsgefangene zeigt) Ausserdem: das Offizierspatent und die Urkunde zum Erhalt des Hohenzollernschen Hausorden für den Oberleutnant Aust, sowie einige Bilder aus dem privaten Fotoalbum, die einmal ein Gruppenbild des Armeeoberkommandos auf den Stufen des Rathaus Zamosce zeigen (Aust ist der zweite von rechts innerhalb einer Vierergruppe mit hellen Uniformjacken, oben im Bild) und zwei Bilder zu Pferde (einmal daheim am Bahnhof Zoo in Berlin – deutlich zu erkennen die S-Bahn Bögen im Hintergrund, und dann im Dienst in Zamosce.) Die beschrifteten Fotos sind wahrscheinlich Werke von Armeefotografen, interessant wäre da noch was die Ziffern in den Bildern zu bedeuten habe, wahrscheinlich ein Hinweis auf irgendeine Art von Registratur – der Urgroßvater muss als Mitglied des Oberkommandos weit herumgekommen sein im ersten Weltkrieg, wie ja auch das Bild aus Flandern zeigt, lt. Aufzeichnungen meiner Großmutter geht auch die Bombardierung der Kathedrale von Reims auf sein Konto – hmm – weitere Bilder dieser Art finden sich allerdings nicht im Nachlass. Der in Berlin-Schöneberg beheimatete Oberst war nach dem 1. Weltkrieg a. D. und schloss sich auch nicht mehr der Reichswehr an. 1928 verstorben wurde er auf dem Jerusalemer Friedhof in der Bergmannstraße bestattet – der so in ca. 500 m Luftlinie von meiner Bürobeteiligung hier liegt …
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    An vielen der modernen Gebrochenen gefällt mir gerade, dass sie die Möglichkeit haben, eine Form fürs s zu finden, die im Gesamtbild ein ſ nicht vermissen lässt. Für die meisten Verwender im deutschen Sprachraum und die allermeisten andernorts sind Gebrochene eh schon fremd genug, da muss man nicht auch noch den Kreis der Verwender künstlich klein halten (durch elitäre Verwendungsregeln), wenn einem daran gelegen ist, dass gebrochene Schriften mit ihrer besonderen Ästhetik in Gebrauch bleiben.
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    Folgende Liste enthält über 25 Alternativvorschläge für den Microsoft-Systemfont Comic Sans, welcher seit 1995 durch die Windows-Betriebssysteme weit verbreitet wurde und daher sehr häufig zu sehen ist. Die Comic Sans wird gern für vielfältigste Themengebiete angewendet. Daher beschränkt sich diese Liste auch nicht nur auf Comic-Schriften. Vielmehr möchte sie Alternativen für Inhalte vorschlagen, welche einerseits kindlich-verspielt, andernfalls niedlich-knuffig, mal menschlich-sanft, mal handgemacht-robust oder einfach nur etwas belebter, ausgefallener und nicht so statisch-clean wie klassische serifenlose Leseschriften wirken sollen. Dennoch haben alle Alternativen eines gemein: Sie vermitteln durch ihre »Blockschrift-Stilistik« einen immer noch bodenständig-alltagsnahen Charakter. Damit sind sie also nicht so extravagant und plakativ wie zum Beispiel Schildermaler-Schriften. Da Comic Sans in zwei Strichstärken vorliegt, enthält diese Sammlung auch nur Schriftempfehlungen mit zwei oder mehreren Schnitten. Die besonderen Empfehlungen FF Duper, ALS Scripticus, Supernett, Mr Dodo und Kosmik sind sogar mit Zeichenalternativen ausgestattet, so dass Buchstabenfolgen via Opentype-Feature – Stichwort »Glyphrotation« – automatisch variieren können. Dadurch erhalten Schriftbilder eine noch natürlichere Anmutung.
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    Na ja, das tun Läufer ja auch tatsächlich, er hat sich ja gerade mit dem unteren Bein abgestoßen, während das andere Bein nach Vorn schwingt Siehe dieses Zeitlupenbild von Eadweard Muybridge: die gezeigte Pose liegt ja etwa zwischen Position 2 und 3 in der Bildfolge, da kann der Läufer tatsächlich sich in der Schwebephase befinden. Übrigens war Muybridge für meinen ersten Animatioins-Versuch verantwortlich: Als ich sein galoppierendes Pferd in einem Lexikon fand, habe ich diese Bilder (ohne den Reiter allerdings) abgepaust, und mir dann aus Schuhkarton-Pappe ein einfaches Zoetrop gebastelt. Ich fand das damals, ich glaube ich war 12, schon recht beeindruckend, wie der Gaul galoppierte...
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    Mein Fehler – dachte erst die Fira war auf dem letzten Banner, und hatte sie zunächst empfohlen bevor ich nochmal nachgesehen habe. Die ist wirklich bemerkenswert.
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    … was gar nicht so selten ist, wenn man zu weit läuft. Und wenigstens läuft die Dame hinter dem Herrn, sonst wären die Verfolgungs- und Belästigungsphobiker auf den Plan gekommen …
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    Nein. Das ist schlechter. Ist aber auch nicht dramatisch gewesen. Aber lass es lieber so, wie es war.
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    Wenn ich noch einen Änderungswunsch frei hätte würde ich ein paar mehr leuchtende Fenster haben wollen. Manche Gebäude sehen etwas bedrohlich aus mit nur 2 oder 3 leuchtenden Flächen, insgesamt etwas duster.
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    Da kann man auch mal ein Auge zudrücken …
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    Im Beispiel war von den ß-Regeln von 1996 die Rede. In der amtlichen Rechtschreibung (§§ 25, 26) ist bislang nur der Kleinbuchstabe erfasst und das drückt sich in der Schreibung mit kleinem Eszett aus. Für den Versalsatz (§ 26 E3) ist Ersatz durch SS vorgesehen. Das unterscheidet das Eszett ja von allen anderen Buchstaben und ist ein Grund, den Versalbuchstaben einzuführen. Selbst wenn das Versal-Eszett in die amtliche Rechtschreibung aufgenommen wird, halte ich es vorläufig für besser, genau zu bezeichnen. Wer ist zum Beispiel gemeint, wenn man eine Schreibung wie ẞ-Befürworter oder ẞ-Gegner benutzt? Diejenigen, die das Eszett (groß und klein) befürworten bzw. ganz abschaffen wollen? Oder nur diejenigen, die sich für/gegen das Versal-Eszett aussprechen?
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    Mein Eindruck ist ein anderer: Kleinmachen anderer (potentieller Konkurrenz?) um selbst bemerkt zu werden – anders kann ich mir diese mantrahaft wiederholten, undifferenzierten und auf mich äußerst arrogant wirkenden Behauptungen beinahe nicht mehr erklären. Die liegen vielleicht auch in der Natur der Sache, wenn man ein Handwerk betreiben muss, das vom Aussterben bedroht ist. Postfaktische Aussagen, welche mindestens eine Branche verunglimpfen, entschuldigt das meiner Ansicht nach trotzdem nicht.
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    Ein Bonmot aus dem heutigen Mathematik-Unterricht: Aufgabentext: Eine Urne mit sieben Kugeln, 6 Nieten und ein Gewinnlos. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, zu gewinnen? Schüler: 0%. Lehrerin: Hä? Schüler: Ja, sechs Kugeln sind Nieten und die siebte ist gewinnlos. Lehrerin: *dreckiges Auslachen*
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    Sollte man dann nicht auch den fehlenden Kopplungsstrich bei »Midsummer Run« bemängeln? Schließlich findet die Veranstaltung in Deutschland statt.
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    Nochmal zu den Uhrzeiten: „Fünf nach zehn“, also „22:05“ ist in Ordnung oder lieber „22:5“? (Ich lese ja zweiundzwanzig Uhr fünf...)
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    Bitte /- in -/ ändern Kann die Veranstaltung nicht »Run« o.ä. heißen? Unter "Half" denk ich eher an die Halfpipe … Die Bewegungsrichtung würde ich der Leserichtung anpassen, also die Mantschgerl nach rechts laufen lassen. Und vielleicht ein paar der Blitze weglassen – sieht mir zu sehr nach Silvester aus.
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    Man spricht ja »Sechzehnter Sechster« und nicht »Sechzehnter Nullsechster«. Das Gehirn liest aber die Null und muss sie dann erst »herausrechnen«. Das passiert dann zwar unbewusst und wohl im Millisekundenbereich, aber warum sollte man dem Leser das antun?
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    Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und, wenn es der Platz zulässt und passt, 16. Juni schreiben. In diesem konkreten Fall aber wohl eher nicht.
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    "Da unten rechts ist noch ein Loch im Fenster. Lass Dir noch 'ne Funktion einfallen, die das Loch stopft!"
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    Danke! Vielleicht bin ich da zu sehr Naturwissenschaftler... (16,6 ist halt etwas anderes als 16,06). Wenn ich also eine Tabelle hätte (und nur dann), wäre die führende Null (im Monat und Tag) richtig und angemessen? Man verzeihe mir den themenfremden Einwurf.
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    @Ctwx Schön, wenn ich hilfreich sein konnte. Du hast ja vermerkt, daß du die Ligaturen angeknipst hast in deinen Test-Texten. Es gibt gerade einen neuen Beitrag über Ligaturen von Wolfgang Beinert in seinem Typolexikon. Wenn du mal Zeit hast für eine ausführliche Ligaturen-Meditation. Man kann da viel falsch machen (so wie hier im Forum: Schilfinsel = Schil-finsel), und zwar gerade in Word so viel, daß die Ligaturen ganz abgeschaltet werden sollten. Der reiche Fundus an Ligaturen erweist sich oft als Ballast, zumal – darauf weist Beinert dankenswerterweise ausdrücklich hin – wenn sie für einen bestimmten Schriftgrad gezeichnet sind, weil sie keine Änderung der Laufweite mitmachen können, so daß sie zu Lesehemnissen werden. Zu eng in kleinen Schriften, zu weit in großen Graden. Nur Schriften mit zusätzlichen Schnitten für verschiedene Größen können, wenn die Laufweite auch angepaßt wurde, Ligaturen gut aussehen lassen. Der Ligaturenrausch geht so weit, daß manche, auch hervorragende, Schriftgestalter aus Th eine Ligatur machen, als gehörte der Weißraum des T nicht zum Buchstaben, sondern müsse irgendwie aufgefüllt oder verengt werden. Das kommt davon, daß die meisten Schriften für kleine Grade, d.h. unter 12 Punkt, zu eng laufen (die Times läuft ja schon in 12pt viel zu eng) und Buchstaben wie T, V, W und Y zu stark unterschnitten werden, mit der Folge, daß diese Buchstaben undeutlich werden und andere, die nicht unterschnitten werden können wie A, K oder X, Lücken reißen, was dann wiederum zu einem überbordenden Vorrat an Kerning-Paaren, also eigens definierten Buchstabenkombinationen führen muß. Wenn du keine Zeit hast für gründliche Ligaturen-Befassung: einfach immer abschalten. Beinert hält sie im übrigen für überholt im Werksatz. Dem folge ich nicht oder nur ein Stück (es kommt auf die Schrift an), aber ich habe sie auch schon widerwillig entfernen müssen, wenn sie in der Weite nicht in den Satz paßten. Für mich war das ein Lernprozeß, der sich eine Weile hinzog, denn ich war aus dem Bleisatz gewohnt, daß die Ligaturen in der Weite passen und daß man sie verwendet, abgesehen von einzelnen wie dem unschönen ft in der Garamond. Ich bedaure, daß Ligaturen ein Sorgenkind geworden sind. Das ist nun übrigens ein einzelner Aspekt für guten Satz, über den jemand wie Beinert so viel interessantes zu sagen hat. Dieses Handwerkswissen, diese technischen und ästhetischen Erwägungen werden nun hier mitunter dem Elfenbeinturm zugeschrieben. Als verdiente nicht jeder Text die größte Aufmerksamkeit, wenn er gesetzt wird. Und als sei Setzen etwas, das jeder könne oder als hätte es irgend etwas Antiliberales, wenn nicht jedem zugestanden würde, einen Text gut aussehen lassen zu können. Ich mag dieses Zitat – Imre Reiner (1900–1987), ein wilder Maler und Schriftgestalter, Illustrator und Typograf, sagt: »Es ist ein Irrtum, zu behaupten, daß mit typografischem Material Dinge produziert werden können, die jeder machen kann, und es wird außer acht gelassen, daß auch hier nicht die Technik allein, sondern hauptsächlich der Geist ausschlaggebend ist.« Weil Setzen eine anspruchsvolle Arbeit ist, in der vieles berücksichtigt wird und bei der man auch nach jahrelanger Erfahrung immer noch Fehler machen kann, wie ich von mir weiß, meine ich: Es genügt, wenn man sich als Laie ein bißchen Urteilsvermögen zulegt und die Arbeit von Typografen kritisch anschauen kann. Man muß nicht alles selbst vermögen. Es ist schon viel, wenn man versteht, was Typografie ist.
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    Ich kann dir sagen, warum ich persönlich ein Fan dieser frei verfügbaren Schrift bin. Dieser Font ist sehr gut ausgebaut, unterstützt Latein, Griechisch, Kyrillisch (brauche ich bei einem aktuellen Projekt), Hebräisch und die Lautschrift IPA. Es gibt echte Kapitälchen, Mediävalziffern, Pfeile, Blumendekors, Verkehrszeichen und ein Versal-Eszett. Natürlich bietet dieser Font zahlreiche Ligaturen wie ff, fi, tt, ch usw. Ich empfehle die OpenType-Variante (Linux Libertine O). Auch das Kerning wirkt harmonisch und ich muss wenig nachbearbeiten. Alles in allem eine gute Alternative für Kunden mit einem kleinen Budget. Bei meinen Testausdrucken ist mir aufgefallen, dass der Font in kleinen Schriftgrößen wirkt. In Schriftgrößen über 11 Punkt gefällt mir diese Schriftart nicht mehr und da setze ich sie kaum ein. Die Schrift harmoniert gut mit Linux Biolinum. Achtung! Word 2010 hat hier einen schlimmen Bug. Wenn man bei Linux Biolinum die OpenType-Features einschaltet, verschwinden ganze Teile des Textes! Meine absolute Lieblingsschrift heißt ansonsten Rabenau, aber das ist preislich eine ganz andere Hausnummer.
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    Nein, das sind all die übrig gebliebenen Binde-Striche von den vielen Produkt-Verpackungen, z.B. Tetrapacks die "Voll Milch" sind, oder Plastedosen die in einem Schloss in Küche (wo auch immer das liegt) mit Kartoffel (und) Salat, sowie Gläsern, in denen ich tatsächlich Gewürz (und) Gurken vorgefunden habe, eingespart worden sind. Als ich letztens eine Packung Bock Wurst gekauft hatte, musste ich die reklamieren. Die Wurst war drin, das Bock dazu fehlte aber.
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    Ich denke auch, dass der Aspekt „Satt gesehen – endlich mal was anderes wollen“ eine Rolle spielt. Ansonsten ist die Libertine aber schon erheblich besser ausgebaut als die TNR-Versionen, die man so kostenlos auf der Platte hat. Die Libertine bietet einen Display-Schnitt, eine Semibold, Kapitälchen, ein paar Schmuckligaturen und jede Menge mehr Sonderzeichen (darunter unser geliebtes ẞ) als die kostenlosen TNRs. Und mit der Biolinum kriegt man auch noch eine genau auf die Libertine abgestimmte Kontrastschrift. Dagegen wird wohl kaum jemand auf die Idee kommen, TNR und Arial als Schriftsippe zu bezeichnen. Und dann ist die Libertine-Biolinum-Sippe auch noch komplett offen, so dass sie weitergegeben und rechtssicher eingebettet werden darf. Das sind schon ein paar konkrete Vorteile, denke ich jetzt mal. Für alle, die jetzt nicht erst selbst Muster suchen wollen … bei MyFonts herunterladen Linux Libertine Linux Libertine Display Linux Libertine Semibold Linux Biolinum
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    Ein Tag auf dem Land … Foto: Christian Charisius https://www.merkur.de/politik/wahlbenachrichtigung-sorgt-fuer-kritik-und-spott-zr-8202814.html
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    Gibt’s eigentlich auch ein Schleifchen, ’ne Blume oder irgendsowas für jeden tausendsten Bertel-war-schneller-Post?
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    bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Sorry für das Augenpieksen! Ich mag diese Fonts nicht, aber Du wolltest es ja so …
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