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Beliebteste Inhalte seit 23.08.2016 aus allen Bereichen

  1. 21 Punkte
    Am 8. Dezember 2016 übergab der Rat für Rechtschreibung seinen dritten Bericht an die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Darin enthalten sind zwei Vorschläge zu Regelveränderungen der offiziellen deutschen Rechtschreibung zur Bestätigung durch die staatlichen Stellen. Ein Vorschlag widmet sich Adjektiv-Substantiv-Fügungen, ein anderer ist eine kleine Sensation: die Aufnahme des Eszett-Großbuchstabens in das Regelwerk der amtlichen deutschen Rechtschreibung. Im Jahr 2005 musste Dr. Kerstin Güthert vom Rechtschreibrat auf eine diesbezügliche Anfrage von Thomas Landsgesell noch antworten, dass man den Bedarf und Nutzen des Zeichens sehr wohl sieht, aber den Buchstaben selbst nicht »erfinden« könne. Dazu bedürfe es »einer Initiative der Schreibgemeinschaft«. Und so kam es. Seit dem Briefwechsel sind über 10 Jahre vergangen und es hat sich einiges getan. Die Aufnahme des großen Eszett in den Unicode hat die technischen Möglichkeiten geschaffen, um das Zeichen in der digitalen Kommunikation einsetzen zu können. In der Folge sind mehr als tausend Schriftfamilien mit großem Eszett auf der normierten Unicode-Position veröffentlicht worden und auch die Tastatureingabe wurde durch die T2-Norm geregelt. Immer häufiger wurde das Zeichen nun im Satz mit Großbuchstaben verwendet, obgleich das offizielle Regelwerk diese Schreibung noch nicht enthielt. Doch dem steht nun eine entscheidende Änderung bevor. Beispiel-Anwendung. Großes Eszett auf einem Diogenes-Kinderbuch Der Rechtschreibrat empfiehlt die Änderung des amtlichen Regelwerks dergestalt, dass das große Eszett in die Buchstabenliste der deutschen Buchstaben aufgenommen wird. Der bisherige Klammertext »Ausnahme ß« entfällt. Zur Schreibung in Großbuchstaben soll es zukünftig heißen: Der Rechtschreibrat begründet diese Vorschläge ausführlich mit den bekannten Argumenten für das große Eszett, etwa mit Hinblick auf die Eindeutigkeit von Eigennamen. Außerdem beruft man sich auf die Beobachtung der häufigen Beibehaltung des Eszett im Versalsatz – in der »ein Bedürfnis nach Bewahrung des Schriftbildes in der Schreibung zum Ausdruck gebracht wird«. Weiter heißt es: In den bereits vorab durchgeführten Anhörungen im deutschsprachigen Raum wurde dem Vorschlag bereits ohne Einwände zugestimmt. Das Goethe-Institut begrüßt den Vorschlag zum Beispiel ausdrücklich und schließt sich »vollumfänglich« an. Die Schweiz und Liechtenstein enthielten sich, da sie das Eszett bekanntlich generell nicht verwenden. Gegenüberstellung der aktuellen und vorgeschlagenen Fassung Vorbehaltlich der Bestätigung durch die Kultusministerkonferenz wäre damit die seit über hundert Jahren immer wieder angeprangerte Lücke im deutschen Alphabet endgültig geschlossen. Duden von 1919
  2. 20 Punkte
    Die Publikation Signa Nr. 9 – Das große Eszett – ist leider seit längerer Zeit vergriffen und die Voraussetzungen für eine gedruckte Neuauflage sind derzeit nicht gegeben. Doch durch die jüngste Entwicklung hat das Interesse an diesem Thema wieder zugenommen. Der Verlag Edition Wæchterpappel hat die Situation mit den Autoren dieser Ausgabe beraten und wir sind übereinstimmend zu der Schlußfolgerung gekommen, die Ausgabe Signa Nr. 9 nach nunmehr 11 Jahren auf elektronischem Wege frei zugänglich zu machen. Es wird damit die Hoffnung verbunden, die dargestellten Forschungsergebnisse und Diskussionsbeiträge mögen somit die Verbreitung finden, die dem Thema angemessen ist. Die vollständige Ausgabe ist nun als Pdf unter CC-Lizenz veröffentlicht und kann hier bezogen werden: https://www.pdf-archive.com/2017/07/13/signa-9-ausgabe-2017-cc/signa-9-ausgabe-2017-cc.pdf
  3. 18 Punkte
    Herkunft, Form und eigentliche Natur des Buchstebens ß sind eine der am kontroversesten diskutierten typographischen Fragen. Ligatur oder Buchstabe? Eine ſ-z oder ſ-s-Form? Das mit der Ligatur ist nicht völlig falsch, aber ß als Buchstabe eigenen Rechts anzusehen ist auf jeden Fall richtig, es entspricht der Rolle und Funktion des Zeichens in der deutschen Schriftsprache. So wie unser w als Buchstabe angesehen wird, obwohl seine Entstehung klar eine ligatorische war: u-u bzw. V-V. Hier kann selbstredend nicht die eigentliche Entstehungsgeschichte des ß annähernd erschöpfend behandelt werden. Aber ich möchte einige Gedanken aus der Sicht des erfahrenen Typographen und Schriftgestalters darlegen. Für die Diskussion des Hintergrundes in der mittelalterlichen Paläographie verweise ich auf die beiden dazu maßgeblichen Beiträge von Bollwage (GBJ 1999) und Brekle (GBJ 2001). Inhaltlich daran anschließend ist der Beitrag von U. Stötzner (Signa 2006), in dem auch auf die – ansonsten wenig beachtete – Verwendung ß-artiger Zeichen als Ideogramm (z.B. für Maße) eingegangen wird. Die Voten für ſ-z oder ſ-s prallen auch heute mitunter noch hart aufeinander, weil man es dermaleinst so oder so gelernt hat. Diese Frage schlägt bis in die Erörterungen zur Gestaltung des großen ẞ durch, aber das ist ein anderes Thema. Inzwischen hat sich weitgehend die Erkenntnis durchgestzt, das sowohl die ſ-z- als auch die ſ-s-Verbindung an der ›Wiege‹ des ß standen. Ein Insistieren auf ausschließlich einer der beiden Ursprünge kann also als überholt betrachtet werden. Die kurze Version der Erklärung ist: der ſ-z-Stamm geht auf die mittelalterlichen bzw. gebrochen Schriften zurück, während der ſ-s-Stamm von den ursprünglich italienischen Kursiven herrührt. Die ganze Geschichte ist aber bei genauerem Hinsehen noch komplizierter. Sie ist für uns heute so schwer zu entwirren, weil die frühesten Befunde (natürlich) sehr verschieden und uneinheitlich sind – und weil wir es bis in die Neuzeit mit Ähnlichkeiten zu tun haben, die zu Entlehnungen und Verwechslungen führen (müssen). Als man zu Zeiten der Grimms begann, deutsche Texte in Antiqua statt Fraktur zu setzen, begann der typographische Schlamassel, denn man hatte nun zwar eine schöne italienisch-französische ſ-s-Type in der Kursiven, die sich gut für das deutsche ß gebrauchen ließ, aber, oh weh, keine entsprechende Type in der Geradstehenden. Wirklich nicht? Bollwage hat dargelegt, daß lateinische Abkürzungszeichen, die auf dem langen ſ beruhen, mit angefügten Bögen oder Häkchen, als Vorbild für das mittelalterliche deutsche ß gedient haben. Für diese Ansicht sprechen u.a. eine Reihe entsprechender Drucktypen aus dem 15. Jahrhundert. In unserem ersten Beispiel (Druck von Mentelin, Straßburg 1477, freundlicherweise mitgeteilt von Thomas Landsgesell) weist die rechte Seite des ß eine von s und z (3förmig) eindeutig verschiedene Formung auf. Die Mentelinsche Drucktype ist eine Art Proto-Antiqua, deren Minuskeln noch die Herkunft von gotischen Schriften erkennen lassen. Es gibt aus der Wiegendruckzeit eine Reihe weiterer Beispiele dieser ß-Form, der man eine intendierte ſ-s oder ſ-z-Verwandschaft nicht sicher nachsagen kann. Es handelt sich hier nicht um ein ›ſ-s‹ oder ein ›ſ-z‹ sondern um etwas anderes. Daneben gab es weitverbreitet jenen Typ, bei dem dem langen ſ ein 3förmiger Teil angefügt ist, der der Form des Fraktur-z entspricht. Dieses Modell hat zu der Bezeichnung »Eszett« geführt und ist bis heute die Standardform des Buchstabens in Frakturschriften geblieben. Brekle bezeichnet diese Form apodiktisch als »echte Ligatur« im Gegensatz zu lateinischen Abkürzungszeichen, die genau jene 3erle-Form an das lange ſ angefügt haben und die Bollwage als Ursprung vorgeschlagen hatte. Hier aber liegt nun der Hase im Pfeffer. Denn in lateinischen Manuskripten wurde diese 3erle-z-Form als Abkürzungsmarke auch anderweitig verwendet, z.B. mit q. Können wir also wirklich mit Gewißheit sagen, ob dieses 3erle eine Entlehnung des Buchstabens z oder der lateinischen Abbreviatur ist, wo beide praktisch die gleiche Form haben? Brekle scheint sich da sicher zu sein, ich bin es nicht. Denn das über lange Zeit parallele Auftreten beider ß-Modelle (einhakig/Mentelin, zweihakig/3erle) zeigt eben nicht einen ausschließlichen oder zwingenden Bezug zum Buchstaben z. Die Variabilität in der Ausprägung des Buchstabens läßt aber die Deutung zu, daß man die Identität des rechten Teils womöglich gar nicht so bedeutsam fand. Der kleinste gemeinsame Nenner aller Vorkommen ist lediglich ›ein langes ſ mit etwas‹. Interessanterweise begegnet uns fast 200 Jahre später wieder ein ß, das weder als ſ-s noch als ſ-z-Form angesprochen werden kann. Das älteste bekannte aufrechte ß in einem deutschen Antiqua-Satz moderner Ausprägung findet sich in einer Boetius-Ausgabe, gedruckt von Abraham Lichtenthaler in Sulzbach (Pfalz) von 1667 (Quelle: U. Stötzner, Signa 2006). Der rechte Teil des ß ist ein schlank abwärts geschwungener Ponyschwanz, der – ungwöhnlich für unser Auge – nicht bis zur Grundlinie reicht! Warum das? Genau das ist die Frage. Ich behaupte daß der Schöpfer dieser Type mit Sicherheit keinen Bezug zum runden s (und auch nicht zum z) im Sinne hatte. Denn sonst wäre der rechte Teil deutlich breiter ausgefallen und er würde die Grundlinie berühren. Was genau war die Intention hinter dieser Form? Wir wissen es nicht. Es ist ›ein langes ſ mit etwas‹, nur soviel ist sicher. Diese Sulzbacher Form findet sich 1782 in einem lateinisch-ungarischen Wörterbuch wieder (Druck von Sárdi & Hochmeister, Hermannstadt). Hier ist die ß-Type leicht breiter als bei Lichtenthaler, aber eindeutig nach dem Sulzbacher Muster geformt. Man ziehe dabei auch in Betracht, daß es in aufrechten Antiquaschriften dieser Epoche eine Reihe weiterer, verschiedene ß-Formen für z.T. unterschiedliche Zwecke gab (nächste Abb.: aus Signa 9, 2006). Wir können also annehmen, daß für die Lichtenthalerschen und Hochmeisterschen Druckwerke bzw. für die Herstellung der entsprechenden Schriften eine bewußte Wahl der Form getroffen wurde. Und daß für diese Entscheidung ein wie auch immer gemeinter ſ-s- oder ſ-z-Bezug nicht beabsichtigt war oder zumindest nicht zwingend im Vordergrund stand. Es ist erstaunlich – und vielleicht tragisch –, daß es nun einen missing link gibt. Denn als Jacob Grimm um 1822 mit seiner deutschen Grammatik den Wechsel von Fraktur zu Antiqua vollzog (ref. U. Stötzner, Signa 2006), brach der schier unlösbare ſ-s-oder-z-Schlamassel über Theoretiker wie Praktiker gleichermaßen herein und beschäftigt sie – bis heute. Damals suchte man (dem Anschein nach) vergeblich nach einer Lösung für das aufrechte Antiqua-ß, einer Lösung, die es eigentlich seit mindestens 1667 (Lichtenthaler) schon gab. Die aber offenbar aus dem Blick geraten war. Immerhin bürgerte sich im 19. Jh. die Variante mit der B-förmigen rechten Seite ein, sie hat sich bis heute bewährt. Ist sie nun ein ſ-s oder ein ſ-z? Kann ich nicht sagen. Es ist nicht eindeutig. Aber: sie ist ›ein langes ſ mit etwas‹. Mitte des 20. Jahrhunderts trat dann Tschichold auf den Plan, mit seiner längst entzauberten aber immer noch vielfach geglaubten Erklärung, der rechte Teil müsse nach dem s geformt sein. Ich gehöre zu den Opponenten dieser Ansicht, auch wenn viele bis heute Tschichold in diesem Punkt folgen. Warum ist das wichtig? Weil die Frage nach der richtigen – oder zumindest: einer guten – Form für das ß wichtig ist. Wird der rechte s-ähnliche Teil dabei schmal gehalten, ergibt sich eine passable Form, die der Lichtenthalerschen nicht unähnlich ist. Aber es gibt auch viele Schriften (s. vorige Abb.), in denen das kleine s im ß unverkennbar so gemeint ist – und diese Glyphen sind unausgewogen und für mich daher nicht richtig. Eine ſ-s-Ligatur ist in der Aufrechten etwas anderes als das ß. Ich gebe gerne zu, daß ich mich in diesem Punkt selbst vor einigen Jahren revidiert habe. Die Entdeckung des Lichthaler-Druckes war dabei sicher ein Schlüsselerlebnis. Natürlich wäre die Sulzbacher Form mit dem erhöhten unteren Abschluß so heute völlig unpassend. Aber sie gibt einen wichtigen Hinweis: die Frage ›ſ-s oder ſ-z‹ ist, was die Glyphe betrifft, nicht entscheidend. Folgende Beispiele von Andron-Glyphen mögen verdeutlichen, was ich meine. In sprachlicher Hinsicht wird das ß heute überwiegend als eigenständiges Zeichen angesehen, was es auch ist. Dies gilt m.E. aber auch für die graphische Interpretation: die Eigenständigkeit ist im Zweifelsfalle wichtiger als die Aspekte der Ligierung zweier Ursprungs-Glyphen. Zumal es neben dem Modell mit geschwungener rechter Seite ja auch noch andere gültige, mit 3- oder ʒ-förmiger Ausprägung gibt und in den klassischen Kursivschriften die ſ-s-Form sowohl historisch evident als auch typographisch schlüssig ist. Ähnlichkeiten, Unterschiede, Entlehnungen, Zufälligkeiten, Willkürlichkeiten und Ableitungen – das Leben ist kein Ponyhof und das Gesamtbild zur historischen Erklärung dieses Buchstabens wird nicht übersichtlicher, im Gegenteil. Damit müssen wir leben. Der Theoretiker kann sich jahrelang an solcher Problematik delektieren, aber der Praktiker braucht eine gängige Lösung. Und der Schlüssel dazu liegt m.E. in dem Ansatz, das ß als etwas eigenes zu betrachten. Zum Beispiel als ſ mit Ponyschwanz. Andreas Stötzner, 1. Juli 2017
  4. 14 Punkte
    Und schon hat sich das neue Mitglieder wieder gelöscht. Worauf ich nach Veröffentlichung der ersten Antwort schon wetten konnte. Leider hatten die Community-Regeln keinen entsprechenden Paragrafen, um da schnell eingreifen zu können. Ich hab das mal nachgeholt, da es sich ja gerade wieder häuft.
  5. 12 Punkte
    Wie der Rat für Rechtschreibung in seiner Pressemitteilung vom 29. Juni 2017 bekannt gab, wurden die 2016 vorgeschlagenen Anpassungen des Regelwerkes »von den zuständigen staatlichen Stellen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein, der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens bestätigt und [sind] damit wirksam geworden.« Teil dieser Änderungen ist die Aufnahme des großen Eszett in die amtliche Rechtschreibung. Das aktualisierte Regelwerk (»Regeln 2017«) kann ab sofort auf der Website des Rechtschreibrates heruntergeladen werden. Hier die Änderungen zum Eszett im Überblick: Ab sofort existiert jeder Buchstaben als Kleinbuchstabe und Großbuchstabe. Die bisherige Ausnahme in Form des ß ohne passenden Großbuchstaben ist entfallen. Für die Wiedergabe des ß im Versalsatz ist neben SS ab sofort auch ẞ erlaubt. Die bisher übliche Schreibweise bleibt also erhalten. Das große Eszett kommt lediglich als Variante hinzu und kann mit allen Fonts verwendet werden, die bereits über eine Belegung auf Unicode-Position 1E9E verfügen.
  6. 12 Punkte
    Die lesen doch hier mit, oder?
  7. 12 Punkte
    Im Korrektorat des Mannheimer Dudenverlages (bis 2013) wurde mindestens seit 2002 der Zusatz »kompress« in Korrekturanweisungen und Korrekturen verwendet, wenn angewiesen oder angemerkt werden sollte, dass Zeichen ohne Abstand gesetzt werden sollten. Das war beim Halbgeviertstrich und bei Fügungen wie A4 oder G8, zwischen Gradzeichen und Kennbuchstaben usw. (besonders am Zeilenumbruch) zur Verdeutlichung notwendig. Es wurde auf dem Ausdruck mit dem Korrekturzeichen (kleiner Bogen oben und unten) angemerkt und ggf. mit dem Zusatz ((kompress)) in Doppelklammern versehen. Im fachsprachlichen Bereich ist die Verwendung von kompress für »ohne Abstand« also durchaus eingeführt und geläufig, auch wenn der Rechtschreib-Duden sie nicht aufführt.
  8. 12 Punkte
    Und hier geht es ja auch eher darum, dass wir uns zum einen mal bei Ralf bedanken für das, war er mit Typografie.info für uns alle geschaffen hat. Zum anderen ermöglichen wir mit unseren Spenden, dass die Seite auch zukünftig weiter betrieben werden kann. Wenn ich an all die Wünsche denke, die wir über die Jahre so an Ralf herangetragen haben … Das kostet alles Geld, welches er bisher (mit etwas Unterstützung der Förderer) alleine aufgebracht hat. Bestimmt auch mit ein paar kleinen Werbeeinnahmen, aber auch das macht er so dezent, dass die Werbung hier sogar als typografische Bereicherung empfunden wird. Das ist bemerkenswert! Ich pushe das Ganze mal ein bisschen! Alle, die heute (23.12.2016) noch für Typografie.info spenden*, bekommen von mir als Belohnung – wenn sie denn möchten – entweder eines meiner Cook&LookBooks der 3. Edition (Kochbüchlein im Format DIN A5; einige von Euch haben diese Ausgabe bereits) oder wahlweise einen 2017er Taschenkalender in DIN A5, den ich in diesem Jahr für die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden gestaltet habe. Liebe Spender! Schickt mir nach erfolgter Spende einfach eine PN mit Eurer Adresse und teilt mir mit, ob Ihr Kalender oder Kochbüchlein haben möchtet und dann bekommt Ihr demnächst Post von mir. *So lange der Vorrat reicht, der Rechtsweg ist vollkommen ausgeschlossen und eine Barauszahlung der Belohnung auch. Isso.
  9. 11 Punkte
  10. 11 Punkte
    Frohes Fest – da könnte ich jetzt länger drüber schreiben (und geht dann schon mal gut los), weil ich an dem »Relaunch« des Duden im Jahre 2000 maßgeblich als Freelancer beteiligt war (siehe „Vorher“). Die Reinzeichnung der Logotype (meist angeschnittenes schwarzes Fähnchen, wurde dann aber auch alleinstehend als Logo eingesetzt), stammt von mir, basierte auf einer minimal modifizierten Frutiger Roman. Vorher gab es kein »Duden-Logo«, es gab zwar eine grafische Linie in der Einbandgestaltung, die auf einer durch Günter Gerhard Lange überarbeiteten Times basierte. Der Gedanke, den Markennamen Duden in eine grafisch konsistente Form zu bringen, sprich also eine Logotype zu gestalten, die als Element der Einbandgestaltung, wie auch alleinstehend Verwendung finden konnte, war damals neu. Dennoch gab es einige Konstanten, wie z.B. den „Regenbogen“ für die Kernbände, die beibehalten wurden – die Pixel kamen später dazu. Der Spektralverlauf ist eine Erbschaft von Willy Fleckhaus, der das spektakulär bei der edition suhrkamp in die Verlagsbranche eingeführt hat, was auch wunderbar funktioniert, wenn man viele Einzelbände zur Verfügung hat, bei zwölf Bänden wird die Sache ein bisschen schwierig. Nichtsdestotrotz haben wir viel Energie darauf verwendet, den Verlauf zu optimieren bzw. durfte ich diesen Part übernehmen – was dann dazu führte, das die vorher verwendeten Vollton-HKS-Töne einer etwas aufgehellten Farbreihe wichen, was auch der Wahrig in seinem Redesign damals übernommen hat, naja, im Prinzip wurde das ganze grafische Konzept für den Duden, daß wir entwickelt hatten, vom Wahrig abgekupfert. Die Frutiger kam nebst der Kepler im durch Iris Farnschläder parallel überarbeiteten Innenteil zum Einsatz, auf den sich die Umschlaggestaltung ganz klar bezieht (wir waren während der Arbeit nicht mit ihr im Kontakt, bekamen aber die eingesetzten Fonts durch den Verlag übermittelt und haben auch die Gestaltung gesehen, glaube ich). Farbigkeit Duden Band 1: der bekannteste Duden und eines der auflagenstärksten Bücher in Deutschland ist natürlich Ausgangspunkt eines jeden Redesigns – also das markante Gelb, wie Bertel schon bemerkte. Zusammen mit dem Schwarz und der roten Linie (diese ist also nicht völlig unnötig, Herr Enslin) in der Logotype addierte sich dies zum Dreiklang analog der bundesdeutschen Staatsflagge. Wir haben diesen ziemlich offensichtlichen Zusammenhang damals nicht ignoriert, es gab aber auch ganz andere Vorschläge innerhalb der Agentur. Unser Grundgedanke (Agentur: Bender + Büwendt, Berlin) beim Design, das sich zunächst mal auf die Aufgabe bezog, die Umschlaggestaltung der Kernbände 1–12 zu überarbeiten, ging in Richtung Verlagserscheinungsbild. Dies hat sich dann tatsächlich über die Jahre auch so etabliert, z.Zt. verwenden drei Verlage – Duden Verlag, Duden Schulbuch, Fischer Duden – die Logotype als zentrales Gestaltungselement, das grafische Konzept ist also aufgegangen. So, jetzt aber mal die bunten Teller vorbereiten …
  11. 11 Punkte
    Ich hab ’ne Weile gebraucht bis es gezündet hat.
  12. 10 Punkte
    a) Hiermit beauftrage ich die Firma XY(,) die folgenden Unterlagen zu …: b) Hiermit beauftrage ich die Firma XY(,) folgende Unterlagen zu …: Einen Unterschied in der Bedeutung kann ich hier kaum ausmachen, mit bestimmtem Artikel (a) wird etwas nachdrücklicher betont, dass es ganz bestimmte Unterlagen sind, mit denen etwas passieren soll. In jedem Fall folgt ein erweiterter Infinitiv mit zu, der durch Komma abgetrennt werden kann, in vorreformierter Rechtschreibung abgetrennt werden musste. Verbindlich ist das Komma nach aktueller Rechtschreibung nur, wenn im Hauptsatz ein Korrelat (damit) steht, das auf den erweiterten Infinitiv verweist: c) Hiermit beauftrage ich die Firma XY damit, die folgenden Unterlagen zu …: d) Hiermit beauftrage ich die Firma XY damit, folgende Unterlagen zu …:
  13. 10 Punkte
    Gar keine. Emailnutzer erwarten, Emails in der Schriftart und -größe zu lesen, die sie in ihrem Emailprogramm konfiguriert haben – bzw., wenn sie nichts konfiguriert haben, in Standardschrift und -größe. Wenn Email-Absender versuchen, Schriftart und/oder -größe zu erzwingen, sieht das fast immer schlechter aus als in der nutzergewählten bzw. Standardeinstellung. In vielen Fällen sieht die Email einfach nur kaputt aus (oder kann schlimmstenfalls gar nicht gelesen werden), weil die Entwickler des Absenders das Anzeigegerät/-programm, dass ein Adressat verwendet, nicht getestet haben. Das wird in Zukunft eher noch schlimmer werden, da die Geräte immer heterogener werden. Denk nur mal an Smart Watches! Oder an Nutzer, die sich ihre Emails vorlesen lassen oder auf irgeneinem proprietären Gerät im Auto anzeigen lassen, das niemand kennt. Mit Plain-Text-Emails können hingegen alle Geräte umgehen. Kurz und gut: Schriftvorgaben haben in Emails nichts zu suchen. Siehe erstens.
  14. 10 Punkte
    Für die Auszeichnung von Zitatwörtern können Kursivierung oder Anführungszeichen genutzt werden. Die Kursivierung ist üblich für die Kennzeichnung fremdsprachiger Wörter, die in Originalorthografie (meist dann auch mit Kleinschreibung von Substantiven) verwendet werden sollen. Sie ist auch üblich, wo über die Verwendung, Bedeutung, Schreibung der Wörter selbst (objektsprachlich) geschrieben wird. In deinem Text könnte ich mir Kursivierung vorstellen für die Selbstbezeichnungen, die in den Gruppen verwendet oder bevorzugt werden. Anführungszeichen können zusätzlich eine Distanzierung ausdrücken. Wenn man also schreibt, dass »Zigeuner« ein Begriff ist, der von bestimmten Gruppen geprägt wurde usw. Die Anführungszeichen sind mitunter auch eine Notlösung, wenn ein Begriff üblich ist, aus Gründen nicht für angemessen gehalten wird – ein besserer aber (noch) nicht zur Verfügung steht (z. B. Umbruchfehler, die als »Hurenkind« bezeichnet werden). Einfache Anführungszeichen stehen vorzugsweise in verschachtelten Zitaten (Zitate in Zitaten). In wissenschaftlichen Texten werden sie mitunter wie die Kursivierung eingesetzt; in sprachwissenschaftlichen Texten stehen Bedeutungsangaben oft in einfachen Anführungszeichen. Mit distanzierender Bedeutung kenne ich die einfache Anführung nicht. Da Auszeichnungen immer eine graphostilistische Entscheidung sind, würde ich mich nach den Gepflogenheiten im Fachgebiet/Fachbereich erkundigen. Und wenn es sich um grundlegende Begriffe für deine Arbeit handelt (ich weiß das genaue Thema gar nicht …) gibt es in der Einführung der Arbeit sicher Gelegenheit, die Verwendung der Begriffe und Auszeichnungen zu beschreiben.
  15. 10 Punkte
    Nach knapp 15 Jahren Wachstum ist Typografie.info vor einer Weile an die Grenzen des alten Hosting-Paketes gestoßen und die Site wurde Anfang Mai auf einen eigenen Server übertragen. Seit dem läuft es wieder rund und schnell. Allerdings summieren sich die laufenden Betriebskosten für Domain, Hard- und Software nun auf ganze 1500 Euro pro Jahr. Die Typografie.info-Förderer verdienen großen und besonderen Dank, da sie in den letzen Jahren wesentlich zur Finanzierung der Seite beigetragen haben. Für den neuen Server reicht diese Unterstützung aber dennoch bei weitem nicht mehr aus. Daher rufe ich nun zum Jahresende hiermit noch einmal direkt alle Mitglieder zur Unterstützung der Finanzierung der Betriebskosten für das kommende Jahr auf. Wer noch kein Förderer ist, kann es jetzt werden und im Gegenzug einige erweiterte Funktionen erhalten: ☞ http://www.typografie.info/3/foerderer_werden.html/ Daneben habe ich auch weitere Optionen geschaffen, die Seite über eine Einmalzahlung oder ein Sponsoring zu unterstützen: ☞ http://www.typografie.info/3/store/category/1-community-unterstützung/ Der Fortschritt bei der Finanzierung ist auf den Forenstartseite ersichtlich.
  16. 10 Punkte
    Der Grund für den Blocksatz, früher »Glatter Satz« genannt, ist die ästhetische Konvention einerseits, die aus den handgeschriebenen Büchern kommt (Gutenberg hat die Form des Buches nicht erfunden). Der glatte Satz ermöglicht eine symmetrische Doppelseite des Buches. Andererseits lenkt die typografische Form nicht vom Inhalt ab. Die Seiten im glatten Satz wirken ruhiger und lassen sich leichter lesen als ein absichtsvoll umbrochener Satz; die Toleranz des Lesers für die Silbentrennung ist deutlich größer als beim Flattersatz, für den sie nicht vorgesehen ist und wo man nach optischen Gesichtspunkten oder nach dem Sinn des Textes die Zeilen umbricht. Der Rauhsatz wird wie Blocksatz getrennt, nur die Wortzwischenräume werden nicht verändert. Der glatte Satz machte zu Bleisatzzeiten sehr viel mehr Arbeit als der Flattersatz, weil die Buchstabenabstände ausgetauscht oder ergänzt werden mußten, wenn man am Ende der Zeile angekommen war und dann erst entscheiden konnte, ob die Abstände zwischen den Wörtern verringert oder erweitert werden mußten und sich überlegen mußte, welche Folgen das für die nächste Zeile haben könnte. Dazu gibt es ein längeres Regelwerk, das ich anno 2008 in meinem Blog veröffentlicht habe: http://www.blog.druckerey.de/index.php?id=171 Heute ist der Blocksatz sehr viel schneller und einfacher herzustellen als der Flattersatz. Das ist schon so seit dem Maschinensatz mit bleiernen Zeilen. Der Text wird vom Setzer ins Layout eingelassen, ob nun an der Linotype oder Monotype (wo man ungünstige Trennungen beim Setzen vermeidet) oder am Computer. Es ist beim Computersatz die Aufgabe des Korrektors, ungünstige oder gar sinnentstellende Trennungen aufzufinden – ein klassisches Beispiel ist Druck-erzeugnis vs. Drucker-zeugnis – oder rechtschreiblich falsche Trennungen. Im Flattersatz dagegen muß der Setzer jede Zeile anschauen, um sowohl ungünstigen Zeilenfall in ästhetischer Hinsicht wie in sprachlicher, den Textzusammenhang betreffend, zu vermeiden. Flattersatz ist also ungleich aufwendiger als Blocksatz. Wenn hier das Gegenteil gesagt wird, dann möge vielleicht ergänzt werden, worin im Blocksatz, bei dem der Setzer sein Gehirn fast abschalten kann (es geht nur noch um Rechtschreibung und sinnentstellende Trennungen), die zeitaufwendige Arbeit bestehen sollte. In beiden Satzverfahren sind die »Hurenkinder« zu vermeiden, auch das ist im Blocksatz sehr viel schneller erledigt als es im Flattersatz nur annähernd möglich wäre. Der digitale Blocksatz verlangt freilich eine sorgfältige Einstellung, die Abstimmung von Laufweite (das war im Bleisatz kein Thema des Setzers), Wortzwischenräumen und Durchschuß und die Trennregeln. Das muß für jede Schrift, jedes Format, also jedes Werk erarbeitet werden. Das gilt allerdings für den Flattersatz ebenso. In dieser Hinsicht sind beide Satzarten in der Vorbereitung gleich aufwendig.
  17. 10 Punkte
    Auf der ATypI-Konferenz in Warschau wurde die neueste Version der OpenType-Spezifikationen bekanntgegeben. Die Aktualisierung bringt eine signifikante Erweiterung mit sich: »Variable Fonts«. Nach dem Motto »aller guten Dinge sind drei« ist dies nach den Alleingängen von Apple (TrueType GX) und Adobe (Multiple Master) in den 1990er-Jahren nun der dritte Anlauf für Schriften, die den Zugriff auf stufenlos wählbare, gestalterische Zwischenschritte aus einer Fontdatei heraus erlauben. Dieses Mal sind jedoch alle führenden Software-Anbieter direkt in die Entwicklung involviert: Microsoft, Apple, Google und Adobe haben sich gemeinsam auf die Details geeinigt und sie als Teil der OpenType-Spezifikationen festgeschrieben. Nun müssen die neuen Spezifikationen natürlich noch in die Anwendungsprogramme implementiert und entsprechende Schriften geschaffen werden. Abwärtskompatibel sind die Schriften nur bedingt. Bei TrueType-basierten Fonts kann immerhin auf einen Grundschnitt ohne jegliche Interpolation zurückgriffen werden. Bei den PostScript-basierten OpenType-Schriften hat sich Adobe dazu entschieden, die alten Zöpfe gänzlich abzuschneiden. Das neue Format CFF 2 (Compact File Format) ist nicht abwärtskompatibel und diese Fonts laufen also ausschließlich mit Anwendungen, die die neuen OpenType-Spezifikationen vollständig unterstützen. Ein typisches Anwendungsfeld der neuen OpenType-Fonts wird wohl das elektronische Publizieren sein. Die möglichen Designvariationen innerhalb der Fontdateien erlauben eine Echtzeitanpassung an die konkrete Darstellungsumgebung. So kann sich etwa die Breite der Schrift dynamisch mit der Spaltenbreite ändern. Großen Wert wurde auch auf die Dateigrößen (und damit Ladezeiten beim Abruf von Inhalten aus dem Internet) gelegt. Die Kombination verschiedener Schnitte in einem Font kann redundante Informationen vermeiden. Weitere Informationen: OpenType-Spezifikationen Artikel von John Hudson Adobe-/Typekit-Ankündigung
  18. 10 Punkte
  19. 10 Punkte
    Ich habe neulich bei Adobe eine Verbesserung der Fußnotenverwaltung angeregt (mehrspaltige Fußnoten sowie Fußnoten/Endnoten). Heute habe ich unter Bezug darauf eine Anfrage vom Developer-Team erhalten, ob ich bereit wäre, als Beta-Tester mitzumachen, bevor man da etwas auf die Öffentlichkeit loslässt. Ich habe zugesagt, vermute aber, dass ich dann zur Verschwiegenheit verpflichtet werde. Aber wenn jemand von Euch noch weitere Anregungen zur Fußnotenverwaltung in InDesign hat, könnte ich diese ja mit einbringen.
  20. 9 Punkte
    bei MyFonts herunterladen
  21. 9 Punkte
    Lieber Stefan, Ich habe den ganzen Strang (und auch den letzten) aufmerksam verfolgt. Zwar kann ich nicht mit Fachwissen und/oder bei Designfragen weiterhelfen, möchte dir aber dennoch ein Kompliment aussprechen. Ich finde es bewundernswert, wie offen und schnell du die Tipps und Ideen aus dem Forum umsetzt, um für einen ehrenamtlichen Job das Beste herauszuholen (ich nehme mal an, dass alles in der Freizeit abgefrühstückt werden muss). Ich kann annähernd nachvollziehen welch ein Aufwand die Organisation einer solchen Veranstaltung bedeutet, zumal mein Vater jahrelang in meinem Heimatort einen wöchentlichen Lauftreff und mehrere offene Volksläufe (5 und 10 km) organisierte. Bei diesen Laufveranstaltungen musste die ganze Familie mithelfen. Ich selbst bin kein Sportler sondern Musiker und mach die Plakate, Flyer etc. für meinen Musikverein ebenfalls nebenbei. Dem Forum gebührt großer Respekt und Lob dafür, dass hier Fachwissen bereitwillig und kostenlos bereitgestellt wird und mit vielen Tipps weitergeholfen wird. Mir jedenfalls hat das Forum schon einiges an Wissensvermehrung beschert. Weiter so! Gruß Stefan
  22. 9 Punkte
    Nur weil du das Fehlende nicht ergänzen kannst? Ich hab das mal für dich getan …
  23. 9 Punkte
    5 Tage Côte d’Azur sind nun zu Ende und ich sitze wieder an der kalten Nordsee ... Aber ich habe euch was mitgebracht: In der Kathedrale von Grasse Tourrette sur Loup Mouans Sartoux Hier ist jemand sehr aktiv mit der Schildermalerei. Alle gezeigten Bilder sind handgemalt und m. E. auch in einem Stil ... Comic-Sans-Schildermalerei ... herrlich Cap Ferrat Es gab noch so einen Brunnen, da war der Halbmond und das Kreuz noch eindeutiger herausgearbeitet. Leider war da aber mein Akku leer ... Cagnes sur Mer – letzter Café vorm Rückflug Der Schreiber hat wohl auch zu viel von dem Kaffee getrunken
  24. 9 Punkte
    So … ich bin ja noch einen bericht schuldig. Also bei meinen (natürlich nicht sonderlich repräsentativen) Testdrucken auf einer digitalen Konica Minolta, konnte ich bei meinen Motiven keinen Unterschied sehen zwischen 1. alle Bildinformationen in der PDF, rest dem RIP überlassen, 2. beim Export auf 300ppi gerechnet und 3. vorher in PS auf 300ppi gerechnet. Auch der andrucket konnte keinen Unterschied sehen und war ein klein wenig in Erklärungsnot, hatte er doch vorher behauptet, man müsse auf jeden Fall vorher in PS rechnen. Er hat sich dann über die Motivabhängikeit rausgeredet. Damit hat er ja auch sicher nicht ganz unrecht, es gibt immer Motive, die kritisch sind und eine besondere Behandlung benötigen. Aber mein Fazit ist, generell erstmal alle bilder wie sie eben sind in ID zu platzieren dort nach bedarf zu skalieren und die Druckauflösung erst beim Export zu rechnen. Ich habe auch extreme skalierungen bis 10% getestet und auch da keinen Unterschied gesehen ... Viele Grüße und einen schönen Abend Tobi
  25. 9 Punkte
    Man sollte aber inzwischen auch anerkennen, daß Lösungswege dieser Art (mit Diakritika) über Jahrzehnte hinweg vorgeschlagen und diskutiert wurden. Das Ergebnis dieser Diskussionen war: solch eine Lösung wird sich nie durchsetzen können, weil sie für den Schreibnutzer Otto Normal zu befremdlich wirkt. Dieses praxispsychologische Argument ist – ob man möchte oder nicht – ein ›Totschlagargument‹. Freilich wäre eine Akzenbuchstabenlösung theoretisch praktikabel und elegant gewesen, Aber dieser Zug ist längstens abgefahren, eine rein akademische Argumentation bringt heute gar nichts mehr. Die Welt der Schrift besteht nicht nur aus dem Garten der feinen Typographie. Diesem Umstand war unbedingt Rechnung zu tragen, sonst wäre das Unternehmen fehlgeschlagen, dem ß im Versalsatz zu einem passablen Dasein zu verhelfen.
  26. 9 Punkte
    Ich oute mich mal als begeisterter InDesign-Nutzer (noch CS6, so lange es geht). Ich habe immer mal wieder Alternativen geprüft, doch keins der Programme kommt in Qualität und Flexibilität an InDesign heran. Ich nutze das Programm seit Version 2 für Windows, hatte damals aber auch Pagemaker im Einsatz. InDesign ist einfach ein Traum, weil ich damit inzwischen (fast) alles machen kann. Stabil, flexibel, anpassbar. Die Vorlagen, die Masterseiten ... herrlich! Fachbücher, Belletristik, Biografien, Kinderbücher ... QuarkXPress ist nicht so flexibel beim Import aus Word, für mich ein ganz wichtiges Kriterium. Warm geworden bin ich mit dem Programm nie. Update: So können die letzten beiden Versionen nur noch .docx-Dokumente importieren, nicht mehr .doc. Das Herauslösen und nachträgliche Verknüpfen von in die Worddatei eingebetteten Bildern ist mir auch nicht gelungen, das geht ja in InDesign ganz wunderbar. Oder ich hab's nicht gefunden? Und wenn ich mit Quark mal ein paar Wochen nichts gemacht habe, tut das Programm beim Neuaufruf jedes Mal so, als wäre es eine Testversion und will (im Administratormodus, sonst geht's nicht!) den Schlüssel haben. Nervt auch. Der VivaDesigner kann hier noch weniger und der Support war für meine Nachfragen überhaupt nicht existent. (Auch ein wichtiges Kriterium, warum ich die Software dann NICHT gekauft habe.) Quark dagegen HABE ich gekauft. Serif PagePro hatte mich ziemlich überrascht (Grundlinienraster, optischer Randausgleich, PDF-Import ...), das schien mir tlw. erwachsener zu sein als Quark und der Preis war ein Witz. Aber es wird ja nicht weiterentwickelt. Ich bin sehr gespannt auf den Affinity Publisher! Das könnte ein echter InDesign-Konkurrent werden. Update: Teste gerade die letzte Version PagePro X9, die es derzeit zum unglaublichen Downloadpreis von knapp 23,- EUR gibt. Von der Stabilität und vom Handling her kann das Programm nicht (mehr) überzeugen. Die Unterstützung von OpenType-Features (Kerning) ist furchtbar buggy. Da soll X8 besser gewesen sein. Die PDF-Ausgabe (PDF X1-a mit CMYK - ISOcoated v2 300%) ist zwar absolut fehlerfrei (in Adobe getestet), aber bis dahin muss man es erst einmal schaffen! Der Word- und PDF-Import jedoch gefallen mir besser als in Quark. Ein Bugfix sollte wohl noch kommen, aber Serif setzt jetzt wohl derzeit mehr auf die Affinity-Produkte als auf "Legacy-Software". Word ist ein hervorragendes Satzprogramm für den Mengensatz (Fachbücher) und für lange Dokumente, wenn man das Programm beherrscht und die typografische Messlatte nicht ganz so hoch hängt. (Immerhin ist die OpenType-Unterstützung ab Version 2013 richtig gut.) Wichtig ist, dass man Word als Satzprogramm ganz anders einsetzen muss, als die breite Masse das tut, dass man ausschließlich mit Vorlagen und verlinkten Grafiken arbeitet, die richtigen Grundeinstellungen wählt und fleißig programmiert. Dann kann man beim richtigen Workflow im Verlag viel Zeit und Arbeit sparen. Vor allem im Bereich Wissenschaft ist Word weit verbreitet. (Es gibt genug Dinge, die ich voll sch... an Word finde, aber immerhin konnte es vor 20 Jahren schon Grafiken verknüpfen und super Tabellensatz machen, als man in Pagemaker für Tabellen noch eine Erweiterung benötigte! Und InDesign hat ja gerade erst gelernt, Absatzvorlagen für Kästen zu nutzen. Auch das konnte Word schon vor 20 Jahren!) Der Writer kann manches sogar besser als Word, selbst registerhaltiges Setzen ist von Hause aus vorgesehen. (In Word nur mit Trick 17.) Leider werden OpenType-Features nicht unterstützt. Update vom 7.2.2017: Writer aus LibreOffice ab 5.3 unterstützt ab sofort ausgewählte OpenType-Features! Auch die nächsten beiden Textverarbeitungen unterstützen diese Schriften nicht voll: Papyrus Autor tut so, als wäre es ein DTP-Programm, ich finde es als Satzprogramm jedoch unbrauchbar. Es ist ein super Texteditor mit vielen nützlichen Funktionen für Autoren und einer rudimentären RTF-Schnittstelle in die Microsoft-Welt, aber nix für Setzer (und auch nix für Sachbuchautoren). Dann schon lieber TextMaker. Immerhin ist der TextMaker das Programm, bei dem der DUDEN-Korrektor am besten läuft. (Der so tolle Korrektor ist sonst noch bei Papyrus Autor und Patchwork eingebaut.) Und damit finde ich bei vielen Kunden immer noch viele, viele Fehler und kann manchmal sogar sagen: Leute, nochmal zurück ins Korrektorat. AbiWord soll die zweite der mir bekannten Textverarbeitungen sein, die die speziellen Features von OT-Schriften nutzt wie Ligaturen oder Mediävalziffern. Steht auf meiner Probier-Todo-Liste. Update: Habe AbiWord probiert, interpretiert tatsächlich OT-Features. Das ist aber auch alles. Gespiegelte Seitenränder? Initialbuchstaben? Eine verständliche Formatvorlagen- bzw. Stilverwaltung? Fehlanzeige! Auch die Stabilität lässt bei meinen Tests sehr zu wünschen übrig. Fazit: nicht empfehlenswert, ist nicht mehr als eine rudimentäre Textverarbeitung. Wenn ich in InDesign ohne optischen Randausgleich arbeite, den viele Kunden merkwürdigerweise gar nicht wünschen, kann ich mit Word und InDesign, vorausgesetzt, ich nutze die gleiche hochwertige Schrift, ein praktisch identisches Satzbild erzeugen. (Und die Silbentrennungsfunktion ist in beiden Programmen gleich mies.) Insofern: Es gibt weit mehr als InDesign da draußen, aber ich kehre immer wieder begeistert und verliebt zu InDesign zurück.
  27. 9 Punkte
    Der »Esoterik-Paragraph«: Nicht erwünscht sind Themen, die nicht zum Thema dieser Community passen und naturgemäß starke Reaktionen hervorrufen können. Dazu zählen z.B. aber nicht ausschließlich Themen wie Gesellschaft und Politik (wenn kein Bezug zu Designfragen besteht), Religion, Esoterik und Verschwörungstheorien. Im Zweifel werden entsprechende Diskussionen von den Moderatoren/Administratoren geschlossen oder verschoben. Quelle: Community-Richtlinien
  28. 9 Punkte
    Liebe Community, ich habe eine sehr schöne Schrift gemacht und möchte mit dieser einige Grußkarten drucken lassen. Es sollen Geburtstagskarten werden mit einem freundlichen Blumenfoto. Leider bin ich Anfänger und stelle fest, dass es für mich sehr schwer ist ein passendes Blumenfoto herauszufinden. Ich bin auf der Suche nach kostenlosen Blumenfotos, die ich kommerziell verwenden darf für ein solches Printprodukt. Könnt Ihr mir helfen, welches Blumenfoto für so ein Projekt passen könnte? Ich danke Euch für Eure Hilfe, Liebe Grüße bertel
  29. 9 Punkte
  30. 9 Punkte
    Charmant korrigiert: Quelle: http://de.webfail.com/4113905b0a8
  31. 8 Punkte
    Über 250 Läufer, über 4.500 € für die Spendenempfänger und ein wunderbarer Abend - Danke in die Runde für Eure Hilfe!!!
  32. 8 Punkte
  33. 8 Punkte
    Das sehe ich aber etwas anders. Demnach würde es bei dir auch keine Rolle spielen, wenn ein sehr knapper Satzspiegel, also mit wenig Rand, einen stark durchschossenen Satz aufweist und ein sehr großzügiger Satzspiegel, also mit viel Rand, mit wenig Durchschuss auskäme. Es geht nicht nur um die Zeilenbildung, sondern um die gesamte Gestaltung der Seite. Aber auch das ist zu kurz gegriffen, es geht um die Gestaltung des kompletten Buches. Speziell das Zusammenwirken von Zeilendurchschuss und Satzspiegel spielt eben da eine wichtige Rolle. Aber generell gilt in der Typografie und im Design die Zusammenwirkung aller gestalterischen Elemente in der Gesamtbetrachtung und nicht isoliert voneinander.
  34. 8 Punkte
  35. 8 Punkte
    Ich wüsste da ja eine Lösung. Quelle
  36. 8 Punkte
    Da möchte ich gerne mal widersprechen. »Eine gute Form« ist doch nicht etwas, was man sich erst leisten sollte, wenn man Geld hat! Sondern sie ist etwas, was das Leben zu allen Zeiten bereichert, verschönert und dem, der sie erkennen kann und sich ihrer bedient, Sicherheit im Auftritt gibt. »Gute Form« ist in meinen Augen ein schützenswertes Kulturgut und sollte jedem Menschen immer und entsprechend seiner Möglichkeiten offen stehen. Wenn ein Student oder eine Studentin den Wunsch hat, eigenen Inhalten eine gute Form zu geben, dann ist das erfreulich und aller Unterstützung wert – und man sollte ihnen zur Ernüchterung ganz sicher nicht mit dem Winkelhaken vor die Stirn schlagen. Dieses Forum ist kein realitätsferner Elfenbeinturm, sondern explizit auch dafür da: den nicht professionellen Menschen, die an Typografie und guter Gestaltung interessiert sind, ein paar Tipps und Tricks an die Hand zu geben; praktische Hilfe zur Selbsthilfe. Und dafür braucht es gar nicht das ganz große Operationsbesteck, sondern bloß ein kleines Werkzeugkästchen, mit dessen Hilfe sich das Beste aus den momentanen Möglichkeiten machen lässt. Finde ich.
  37. 8 Punkte
    Autumn in November. Free for personal use. http://www.ffonts.net/Autumn-in-November.font How to: – Suchbild runterladen – Kontrast erhöhen – ungefährer Anschluss Buchstaben suchen (cyan markiert) – Schriftzug in Einzelbuchstaben zerlegen – Speichern und whatfontis.com zum Fraß vorwerfen – Dort ist’s der Treffer Nr. 13 Hat insgesamt 2 Minuten gedauert.
  38. 8 Punkte
    Ich hatte vor gut zehn Jahren das letzte Mal einen Lektoratsauftrag, der auf dem Papierausdruck bearbeitet werden musste. Und auch da bekam ich keinen Ausdruck, sondern eine Datei, die ich nach meinem Bedarf mit entsprechendem Rand und Zeilenabstand ausgedruckt habe. Inzwischen werden Manuskripte ganz überwiegend in der Textverarbeitung im Überarbeiten-Modus lektoriert. So können die Änderungsvorschläge anschließend vom Autor einzeln angenommen oder verworfen und die Kommentare abgearbeitet werden.
  39. 8 Punkte
    Klar. Liegt neben dem Fax-Gerät.
  40. 8 Punkte
    Was für ein höchst verderblicher Vergleich! Und wenn sie dann ganz hauchzart ›Nein‹ zu dir sagt, dann heißt es ›Nein‹. Ganz egal, ob das bei dir zu Hause oder in der Öffentlichkeit ist, egal was sie an hat oder nicht an hat und auch wieviel Wein du getrunken hast. So eine chauvinistische k#!%sch*#?§
  41. 8 Punkte
    Ihr könnt in dem Zug mal eure Falzmarken checken, die sind auf den beiden Druckbögen unterschiedlich, ich vermute ihr wollt den Flyer 100 100 97 falzen, nehmt einfach die Marken auf Druckbogen 2 wieder raus, den braucht ihr nicht, die Marken drucken ja schon auf Seite 1 mit, mehr braucht der Drucker nicht. Ich würde sie auch noch aus dem Beschnitt nehmen, setzt rundherum den Infobereich einfach auf z.B. 6 mm und fangt mit der Marke erst bei –3 mm an. Die x-Werte der Marken oben und unten sind auch, wenn zwar nur sehr gering, aber doch etwas unterschiedlich, eine Stärke von 0,25 pt würde ich vorziehen. Auf Druckbogen 2 müssten entsprechend die Spalten und Bilder noch richtig angepasst werden, die passen sonst nicht in die Falz, sondern hängen etwas über. Auf Druckbogen 1 vielleicht auch noch den Beschnitt unten aufziehen, bzw. beim Titelbild den Bildstand leicht so anpassen das ihr auf die gewünschten 3 mm Beschnitt kommt. Generell könnte man das mit 3 Seiten je Druckbogen mit unterschiedlicher Seitengröße lösen, 2 Seiten a 100x210, 1 Seite a 97x210, Vorteil, ihr müsst gar keine Marken setzen wenn ihr später Druckbögen ausgebt. Ich habe eine Beispieldatei als idml angehängt, ohne Inhalte, nur das Gerüst, das habe ich auf euer Dokument aufgebaut, die grundsätzlichen Einstellung wie Grundlinienraster usw. sind also gleich geblieben. Schauts euch mal an wenn ihr mögt. Das nur auf die Schnelle ein paar formelle Geschichten, ich habe jetzt nicht noch genauer geschaut. weine_druckbogen_neu.idml
  42. 8 Punkte
    Ich hab beide Galvanos gerade in Anwendung gefunden: Bei den Gebrüdern Klingspor in der Probe der Kochschrift.
  43. 8 Punkte
  44. 8 Punkte
    Die Kleinschreibung von marsch ist richtig. Und das Komma muss stehen, weil die Anführung durch so wiederaufgenommen ist. Möglich wäre auch: „Wasser marsch!“ heißt Melanies neues Spiel.
  45. 8 Punkte
  46. 8 Punkte
    Aufwändiger Shoot mit coolem Ergebnis. Bin (freudig) überrascht, das sowas nicht komplett am Computer generiert wird …
  47. 7 Punkte
    Die Läufer vorn und hinten der Schriftzug ...
  48. 7 Punkte
    Wer spricht denn von einer Ligatur? Das ß und das ẞ sind schon lange keine Ligaturen mehr, sondern eigenständige Zeichen. Ansonsten könnte man ja ohne Probleme auch im Deutschen Strasse schreiben. Wäre ß eine Ligatur, wäre es das gleiche wie ss. Genauso wie die fi-Ligatur das gleiche wie fi ist – nur eine andere grafische Darstellung eben. Das ist es aber nicht ...
  49. 7 Punkte
    Scherenschleifer und Kesselflicker waren gestern ... man muss ja mit der Zeit gehen, Kalibrieren ist die Zukunft im fahrenden Gewerbe.
  50. 7 Punkte
    Ist doch alles um viele Längen besser als das, was sonst so an "homemade" Werbung zu sehen ist. Mir gefällt’s.
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
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