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	<title>Artikel</title>
	<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm</link>
	<pubDate>Sat, 25 May 2013 13:41:21 +0000</pubDate>
	<ttl>86400</ttl>
	<description>Manage articles</description>
	<item>
		<title>Canapé – eine gemütliche Schriftfamilie</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/a/canape-serif</link>
		<description><![CDATA[<p>Viele Typografie.info-Mitglieder haben schon lange auf diese Ver&ouml;ffentlichung gewartet. Urspr&uuml;nglich unter dem Arbeitstitel &raquo;Sofa&laquo; begonnen, lie&szlig; sich der die Entwicklung dieser Schrift von Sebastian Nagel schon seit Jahren auf Typografie.info mitverfolgen.</p>
<p>Nun ist die Canap&eacute; in der ersten Ausbaustufe in 4&nbsp;Schnitten bei <em>fonts.info</em> verf&uuml;gbar. &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sebastian Nagel sagt &uuml;ber seine Schrift: &raquo;Sie basiert auf der&nbsp;Grundidee der subtil geschwungenen Geraden und unbewusst wahrnehmbaren modulierten Strichst&auml;rken. Sie bringt so einen haptisch-freundlichen Eindruck und viel Gem&uuml;tlichkeit in die Kommunikation mit Schrift.&laquo;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img alt="" src="http://typografie.info/static/canape-sample1.png" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die 4 Schnitte der Canap&eacute; (Serif) sind umfangreich ausgebaut. Ihre insgesamt 4.200 Zeichen enthalten unter anderem:</p>
<ul class="bbc">
<li>Kapit&auml;lchen</li>
<li>Schwungbuchstaben</li>
<li>10 Ziffernvarianten</li>
<li>automatische&nbsp;Br&uuml;che und Ordinalien</li>
<li>Zweck- und Schmuckligaturen</li>
<li>Sprachunterst&uuml;tzung&nbsp;f&uuml;r Zentral- und Westeuropa</li>
<li>ein Versal-Eszett (ẞ)</li>
<li>und einen piktografischen Sofabausatz</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><img alt="" src="http://typografie.info/static/canape-sample2.png" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>F&uuml;r einen ausf&uuml;hrlichen Einblick steht eine eigene Microsite sowie das ausf&uuml;hrliche, 46-seitige Schriftmuster-PDF zur Verf&uuml;gung.&nbsp;</p>
<ul class="bbc">
<li><a href="http://canape.fonts.info">Canap&eacute;-Microsite aufrufen</a></li>
<li><a href="http://fonts.info/pub/pdf/canape-serif-de.pdf">Schriftmuster-PDF laden</a> (8 Megabyte)</li>
</ul>]]></description>
		<pubDate>Mon, 13 May 2013 06:03:10 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Typekit-Fonts werden in Desktop-Anwendungen benutzbar</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/fonts/typekit-via-creative-cloud</link>
		<description><![CDATA[<p>Gerade hat Monotype seinen Cloud-Dienst <a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/fonts/skyfonts-im-test">Skyfonts</a> zur kurzzeitigen Miete von Desktop-Fonts praktisch wieder eingestellt und die Technologie in die regul&auml;ren <a href="http://www.fonts.com/de/web-fonts/plans-and-pricing">Abo-Modelle</a> integriert. Nun hat auch Adobe auf der <a href="http://max.adobe.com">MAX-Konferenz 2013</a> eine vergleichbare L&ouml;sung angek&uuml;ndigt.</p>
<p>Der Schritt kommt nicht &uuml;berraschend. Als Adobe 2011 den Webfont-Dienst <a href="https://typekit.com">Typekit</a> &uuml;bernahm, rechneten viele mit einer Integration in die Desktop-Anwendungen von Adobe. Ab Juni 2013 wird dies nun &uuml;ber den umfassend ausgebauten Creative-Cloud-Dienst von Adobe m&ouml;glich.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[525de3405dbcc15db4c2dc2c574689fb]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8343" title="max2.jpg - Größe: 98,48K, Downloads: 13"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-42531800-1367867531.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: max2.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>N&ouml;tig ist daf&uuml;r auf Seiten des Nutzers ein bezahltes Abo bei Typekit oder bei Adobes Creative Cloud. Die Fonts lassen sich auf der Webseite von Typekit ausw&auml;hlen und dann mit einem Klick auf dem Desktop-Rechner systemweit ohne weitere Kosten verf&uuml;gbar machen. Wie bei Monotypes Skyfont-Dienst &uuml;bernimmt hier das Creative-Cloud-Plugin im Betriebssystem die Installation im Hintergrund.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[525de3405dbcc15db4c2dc2c574689fb]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8344" title="max3.jpg - Größe: 109,83K, Downloads: 18"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-18077800-1367867585.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: max3.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Dienst startet zun&auml;chst mit 175 Schriftfamilien ausgew&auml;hlter Foundrys (Adobe, exljbris, FontFont, Mark Simonson Studio, ParaType, TypeTogether, URW++ und Dalton Maag), wird aber nat&uuml;rlich weiter wachsen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieses kurze Demo-Video zeigt, wie der Service funktioniert:</p>
<iframe width="700" height="420" src="http://www.youtube.com/embed/DOCDKANInU0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>]]></description>
		<pubDate>Mon, 06 May 2013 18:53:45 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Instagram-Logo bekommt typografische Überarbeitung</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/neues-instagram-logo</link>
		<description><![CDATA[<p>Die Foto-App <a href="http://instagram.com">Instagram</a> ist eine der beliebtesten Anwendungen, die speziell f&uuml;r Mobiltelefone entwickelt wurden. Vor nur 3 Jahren erstmals erschienen, hat die Anwendung mittlerweile schon &uuml;ber 100 Millionen Nutzer und wurde 2012 f&uuml;r 1 Milliarde US-Dollar von Facebook &uuml;bernommen.&nbsp;</p>
<p>Mit der gerade erschienenen Version 3.5 wurde das bekannte Logo typografisch &uuml;berarbeitet.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[ce32e3b8ea0c054496eae66b9971e3f9]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8331" title="instagram-alt.png - Größe: 23,89K, Downloads: 21"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-67343700-1367562646.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: instagram-alt.png" /></a></p>
<p><em>Das alte Logo</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie das markante Icon von Instagram hat auch der Schriftzug einen Retro-Charakter, der auf den amerikanischen Hand-Lettering-Stil Mitte des 20. Jahrhunderts anspielt. Gesetzt wurde das Logo aus der 2006 erschienenen Billabong von Type Associates. &nbsp;</p>
<p><div class="specimen"><img src="http://www.typografie.info/specimen2/fontname.php?id=34673" style="margin-top:10px" /><br /><a href="http://www.typografie.info/specimen2/redirect.php?id=34673" target="_blank"><img src="http://www.typografie.info/specimen2/index.php?id=34673&text=I n s t a g r a m"  style="margin-top:5px;margin-bottom:5px;"/></a><br /><a href="http://www.typografie.info/specimen2/redirect.php?id=34673" target="_blank">Bei MyFonts ansehen/herunterladen</a></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Logo wurde aber tats&auml;chlich nur aus dieser Schrift gesetzt und nicht als Wortmarke entwickelt. Und so wirken insbesondere die Buchstabenverbindungen nicht so optimal, wie es bei einem Schreibschrift-Logo m&ouml;glich w&auml;re. Mit der &Uuml;berarbeitung sollte dies nun verbessert werden. Von Instagram hei&szlig;t es dazu:&nbsp;</p>
<p><em>&ldquo;The brief was simple, the process long. Our main aim was to make our logotype look more refined and mature. But with a logotype with so much brand recognition, it's hard to stay objective.&rdquo;</em></p>
<p>Das neue Logo sollte also lediglich eine &Uuml;berarbeitung darstellen. Verantwortlich f&uuml;r den Entwurf zeichnet der amerikanische Designer&nbsp;<a href="http://mackeysaturday.com">Mackey Saturday</a>. Und so sieht das neue Logo aus:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[ce32e3b8ea0c054496eae66b9971e3f9]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8330" title="insta-danach.jpg - Größe: 41,47K, Downloads: 24"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-92733900-1367562645.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: insta-danach.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das neue Logo ist nun eine echte Schreibschrift-Wortmarke mit harmonisch verbundenen Buchstaben. Das Ziel des Briefings wurde sicherlich erreicht. Das Logo wirkt nun &raquo;erwachsener&laquo;, klarer und ist leserlicher. Allerdings ging auch ein Teil des markanten Retro-Stils des Originals verloren &ndash; etwa die &raquo;tanzende&laquo; x-H&ouml;he, die dem alten Logo ein auff&auml;lliges Wortbild verlieh. Nun wirkt das Logo deutlich glatter und vielleicht auch etwas zu glatt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[ce32e3b8ea0c054496eae66b9971e3f9]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8324" title="insta1.jpg - Größe: 173,44K, Downloads: 24"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-06159200-1367562637.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: insta1.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[ce32e3b8ea0c054496eae66b9971e3f9]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8325" title="insta2.jpg - Größe: 53,79K, Downloads: 22"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-57058700-1367562638.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: insta2.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[ce32e3b8ea0c054496eae66b9971e3f9]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8326" title="insta3.jpg - Größe: 60,07K, Downloads: 17"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-06738400-1367562640.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: insta3.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[ce32e3b8ea0c054496eae66b9971e3f9]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8327" title="insta4.jpg - Größe: 44,02K, Downloads: 13"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-39875300-1367562641.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: insta4.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[ce32e3b8ea0c054496eae66b9971e3f9]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8328" title="insta5.jpg - Größe: 69,59K, Downloads: 18"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-32700400-1367562643.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: insta5.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[ce32e3b8ea0c054496eae66b9971e3f9]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8329" title="insta6.jpg - Größe: 60,18K, Downloads: 21"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_05_2013/ccs-1-0-86657000-1367562644.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: insta6.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 06:33:43 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>InDesign-Tipp: Satzzeichen mit GREP automatisch spationieren</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/indesign-satzzeichen-spationieren</link>
		<description><![CDATA[<p>Bei den gerade zu Ende gegangenen <a href="http://www.typotage.de">Typotagen in Leipzig</a> appelierte der Typograf <a href="http://www.detailtypografie.de">Friedrich Forssman</a> an die Schriftentwerfer, Fonts doch von Hause aus mit der im Buchsatz verbreiteten Konvention auszustatten, die Ausrufe- und Fragezeichen deutlich sichtbar vom vorhergehender Wort absetzt. Leider kann man diesem Wunsch nicht nachkommen, denn es handelt sich hier eben um eine reine Satzkonvention in bestimmten L&auml;ndern in spezifischen Gestaltungskontexten. W&uuml;rde man sie fest in den Font integrieren, w&uuml;rde man einigen Nutzern einen Gefallen tun, die Mehrzahl der Nutzer aber ver&auml;rgern, die dann umst&auml;ndlich dem ungew&uuml;nschten Abstand wieder entgegenwirken m&uuml;ssten.</p>
<p>Doch mit modernen Layout-Programmen wie Adobe InDesign lassen sich entsprechende Abst&auml;nde m&uuml;helos vollautomatisch und global f&uuml;r komplette Dokumente definieren. Dieser Artikel erkl&auml;rt, wie es geht.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die &uuml;bliche Methode, mit der man sich in der Vergangenheit oft half, simuliert einfach den Bleisatz: man f&uuml;gt zum Beispiel per Suchen-und-Ersetzen einen schmalen Leerraum vor alle Frage- und Ausrufezeichen ein.</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[66e53051fe3027c7939763ca606afd9b]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8310" title="achtel.jpg - Größe: 20,41K, Downloads: 26"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-13243100-1367240772.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: achtel.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dies erf&uuml;llt seinen Zweck, ist aber auch fehleranf&auml;llig. Sollten sich sp&auml;ter noch &Auml;nderungen am Text ergeben, muss man immer manuell daf&uuml;r Sorge tragen, dass dieser Leerraum nicht &uuml;bersehen und stets in gleicher Gr&ouml;&szlig;e eingef&uuml;gt wird. Besser w&auml;re es, der Leerraum w&uuml;rde als eine Art globaler&nbsp;<em>Formatierung</em> einfach selbstst&auml;ndig entstehen. Und genau dies ist in InDesign m&ouml;glich!&nbsp;Dazu m&uuml;ssen wir zwei Funktionen kombinieren: Zeichenformate und GREP-Stile im Absatzformat.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size:24px;">1. Zeichenformat definieren</span></p>
<p>F&uuml;r Abs&auml;tze lassen sich alle m&ouml;glichen Parameter f&uuml;r Abst&auml;nde und Einz&uuml;ge definieren. Da es sich beim vorliegenden Problem jedoch um eine lokale Formatierung handelt, m&uuml;ssen wir ein Zeichenformat benutzen. F&uuml;r einzelne Zeichen ist es allerdings nicht m&ouml;glich, den Abstand vor oder nach dem Zeichen gezielt &uuml;ber das Zeichenformat einzustellen. Diese Beschr&auml;nkung l&auml;sst sich aber mit einem Trick umgehen. Was sich n&auml;mlich definieren l&auml;sst, ist die Laufweite &ndash; also die Ausdehnung in Leserichtung&nbsp;des Einzelzeichens &uuml;ber vorgegebenen Dickte hinaus. Legen Sie also ein Zeichenformat an und definieren Sie eine erh&ouml;hte Laufweite, wie im Bild zu sehen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[66e53051fe3027c7939763ca606afd9b]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8309" title="zeichenformat.jpg - Größe: 78,35K, Downloads: 27"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-70054500-1367237882.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: zeichenformat.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size:24px;">2. GREP-Stile definieren</span></p>
<p>Nun k&ouml;nnen wir das zuvor definierte Zeichenformat auf alle vorkommenden Frage- und Anf&uuml;hrungszeichen anwenden. Dazu definieren wir in unserem Standard-Absatzformat einen entsprechenden GREP-Stil. Legen Sie einen neuen GREP-Stil an und weisen Sie das zuvor erstellte Zeichenformat zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[66e53051fe3027c7939763ca606afd9b]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8312" title="grepsimple.jpg - Größe: 67,09K, Downloads: 22"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-08642700-1367242102.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: grepsimple.jpg" /></a></p>
<p><em>Der Reiter GREP-Stile im Einstellfenster der Absatzformate</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leider reicht es nun aber nicht aus, einfach Frage- und Anf&uuml;hrungszeichen als Bedingung zu definieren. Da wir &uuml;ber das Zeichenformat lediglich die Laufweite und nicht die Unterschneidung vor dem Zeichen definieren k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir statt den Satzzeichen vielmehr das Zeichen <em>davor</em> formatieren. Aber dies ist &uuml;ber GREP ein Kinderspiel.&nbsp;Im einfachsten Fall s&auml;he dies so aus:</p>
<p><span style="font-size:24px;">.(?=&#092;?)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was bedeutet der Code? Der Punkt steht f&uuml;r ein beliebiges Zeichen, das zu formatieren ist. In Klammern folgt ein so genanntes Positives Lookahead (?=), dass die Bedingung nur wahr werden l&auml;sst, wenn auf das Zeichen ein Fragezeichen folgt (&#092;?). Da das Fragezeichen auch ein Steuerzeichen bei GREP-Angaben ist, muss hier ein umgekehrter Schr&auml;gstrich vorangestellt werden.</p>
<p>Der GREP-Stil findet also jedes beliebige Schriftzeichen, dem ein Fragezeichen folgt und weist dann das Zeichenformat mit der erh&ouml;hten Laufweite zu. Dadurch erreichen wir die gew&uuml;nschte Sperrung des Fragezeichens. Und zwar vollautomatisch! Der Abstand taucht automatisch auf, wenn wir ein Fragezeichen tippen und er verschwindet wieder, wenn wir es entfernen oder die Bedingungen aus anderen Gr&uuml;nden nicht erf&uuml;llt ist &ndash; etwa, wenn das Fragezeichen am Absatzanfang st&uuml;nde.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>F&uuml;r den Einsatz in komplexen Dokumenten l&auml;sst sich der Code noch etwas verfeinern, um auch Sonderf&auml;lle besser abzudecken. So erhalten wir mit dem obigen Code auch eine Sperrung der Satzzeichen, wenn wir etwa (?) oder !? schreiben &ndash; denn Klammern und Satzzeichen sind auch Zeichen, auf die der GREP-Stil anspringt. Eine praxistaugliche Variante k&ouml;nnte daher zum Beispiel so aussehen:</p>
<p><span style="font-size:24px;">[[:word:]&#092;)&#092;}&#092;]](?=[!&#092;?])</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier definieren wir in eckigen Klammern eine ganze Gruppe von F&auml;llen, auf die die Formatierung angewendet werden soll. N&auml;mlich bei allen W&ouml;rtern (einschlie&szlig;lich Zahlenkolonnen) sowie den schlie&szlig;enden Klammern in allen drei Arten. Folgt auf diese ein Frage- oder Anf&uuml;hrungszeichen, wird die Formatierung zugewiesen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[66e53051fe3027c7939763ca606afd9b]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8311" title="vorhernachher.jpg - Größe: 122,07K, Downloads: 17"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-72939500-1367241657.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: vorhernachher.jpg" /></a></p>
<p><em>Oben: Standardsatz wie von der Schriftart vorgegeben. Unten: vollautomatische Spationierung der Satzzeichen &uuml;ber einen GREP-Stil</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie k&ouml;nnen den obigen Code einfach in ihr Absatzformat kopieren und fortan werden Sie nie wieder manuell Frage- und Anf&uuml;hrungszeichen unterschneiden oder durch das Einf&uuml;gen von Leerr&auml;umen den Originaltext ab&auml;ndern m&uuml;ssen. Und das sch&ouml;ne dabei: &Uuml;ber die Zeichenformat haben sie jederzeit die volle Kontrolle &uuml;ber den Abstand. Sie k&ouml;nnen ihn jederzeit global anpassen oder auf Wunsch auch wieder mit einem Klick ganz ausschalten.&nbsp;</p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 11:58:40 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>KALQ statt QWERTY auf Mobilgeräten?</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/kalq-layout</link>
		<description><![CDATA[<p>Das QWERTY-Tastaturlayout ist &uuml;ber 100 Jahre alt und alternative Belegungen konnten sich nie durchsetzen, egal ob bei Schreibmaschinen oder den heutigen Computer-Tastaturen. Doch auf Tablet-Ger&auml;ten und gr&ouml;&szlig;eren Mobiltelefonen mit ber&uuml;hrungsempfindlichen Bildschirm schreibt man nicht selten ganz anders: das Ger&auml;t wird mit beiden H&auml;nden gefasst und mit den Daumen werden die Zeichen getippt.&nbsp;</p>
<p>Die Umstellung auf diese Art des Tippens erm&ouml;glicht auch, das Layout zu &uuml;berdenken. Denn wo kein 10-Finger-Schreibsystem mehr angewendet wird, muss das Layout auch nicht darauf ausgerichtet sein. Stattdessen k&ouml;nnte man es speziell auf die neue Daumenbedienung abstimmen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[1f003b367f351aaf22efef9fea68612e]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8300" title="kalqworking2.jpg - Größe: 42,63K, Downloads: 15"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-31022500-1366892710.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: kalqworking2.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Genau dieses Konzept verfolgt ein Team von Wissenschaftlern verschiedener Einrichtungen (Max Planck Institut f&uuml;r Informatik, Montana Tech of the University of Montana, University of St. Andrews). Das Ergebnis ihrer <a href="http://www.mpi-inf.mpg.de/~oantti/pubs/oulasvirta-tablet-CHI13.pdf">Studie</a> ist die KALQ-Belegung. Sie ist dem leicht erreichbaren Radius f&uuml;r Daumenbewegungen angepasst. Die Buchstaben sind so verteilt, dass sich die Daumen m&ouml;glichst oft abwechseln und man besonders schnell zwischen h&auml;ufig vorkommenden Buchstaben wechseln kann.&nbsp;In den eigenen Tests gelang es damit, die &uuml;bliche gemessene Tippgeschwindigkeit bei Daumenbedienung von 20 W&ouml;rter pro Minute auf 37 zu steigern.&nbsp;</p>
<p>Das Layout soll in K&uuml;rze f&uuml;r Android-basierte Ger&auml;te zum Download bereitstehen. Weitere Informationen gibt es auf der <a href="http://www.mpi-inf.mpg.de/~oantti/KALQ/">Projektwebseite</a> beim Max Planck Institut.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[1f003b367f351aaf22efef9fea68612e]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8298" title="kalq.jpg - Größe: 74,03K, Downloads: 16"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-65670300-1366892452.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: kalq.jpg" /></a></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 12:23:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Anwendungsbeispiele des großen Eszett</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/grosses-eszett-anwendungsbeispiele</link>
		<description><![CDATA[<p>Seit 5 Jahren ist das gro&szlig;e Eszett im Unicode, &uuml;ber 300 Schriftfamilien wurden bereits damit ausgestattet und auch entsprechende <a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/n/tastatur-grosses-eszett">Tastaturen</a> sind bereits erh&auml;ltlich. Doch wo wurde das gro&szlig;e Eszett in den letzten 5 Jahren in der Praxis eingesetzt? Hier eine kleine Sammlung von Anwendungsbeispielen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8270" title="IMG_3647.jpg - Größe: 165,76K, Downloads: 12"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-07814700-1366700208.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3647.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8271" title="IMG_3652.jpg - Größe: 172,5K, Downloads: 17"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-78443400-1366700211.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3652.jpg" /></a></p>
<p>RWE setzt seine &Uuml;berschriften konsequent im Versalsatz und das Zusammentreffen von Gro&szlig;buchstaben und Eszett ist somit unvermeidlich. Daher verf&uuml;gt die Hausschrift von RWE &uuml;ber ein gro&szlig;es Eszett.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8272" title="bauhaus2.jpg - Größe: 121,87K, Downloads: 17"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-97722100-1366700467.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: bauhaus2.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8273" title="buw-eszett.jpg - Größe: 58,48K, Downloads: 20"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-50708200-1366700469.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: buw-eszett.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8274" title="IMG_3666.jpg - Größe: 181,25K, Downloads: 21"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-38354200-1366700473.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3666.jpg" /></a></p>
<p>Auch bei der Bauhaus-Universit&auml;t Weimar geh&ouml;rt Versalsatz fest zum Corporate Design und das gro&szlig;e Eszett wird mittlerweile konsequent eingesetzt. So bleiben auch Eigennamen (wie hier die Karl-Hau&szlig;knecht-Stra&szlig;e) unmissverst&auml;ndlich.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8275" title="bikeshop2.jpg - Größe: 63,23K, Downloads: 27"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-63100100-1366700665.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: bikeshop2.jpg" /></a></p>
<p>Logo eines <a href="http://meissner-raeder.de/">Fahrrad-Gesch&auml;ftes</a> in Dresden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8276" title="spd.jpg - Größe: 110,45K, Downloads: 23"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-12356700-1366700709.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: spd.jpg" /></a></p>
<p>Ein gro&szlig;es Eszett auf der Startseite der SPD</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8277" title="drawn.jpg - Größe: 192,81K, Downloads: 15"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-43986100-1366700741.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: drawn.jpg" /></a></p>
<p>Gezeichnet und geschrieben. Links auf der Homepage von <a href="http://www.fontshop.de">FontShop</a>, rechts als Notiz</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8278" title="schuhe.jpg - Größe: 147,92K, Downloads: 17"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-40781900-1366700830.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: schuhe.jpg" /></a></p>
<p>Ma&szlig;anfertigung statt Massenanfertigung. Logo eines Schuhmachers. (Design: <a href="http://deea.net">deea.net</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8279" title="massschuhe.jpg - Größe: 95,54K, Downloads: 26"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-28132100-1366700899.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: massschuhe.jpg" /></a></p>
<p>Und noch mehr Ma&szlig;arbeit. (Logo: <a href="http://www.tobiasdalbert.de/">Tobias D. Albert</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8280" title="video.jpg - Größe: 65,83K, Downloads: 28"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-05293800-1366700946.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: video.jpg" /></a></p>
<p>Ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lVjRB8hEKf8">Video</a> der Band Love A.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8281" title="giessen.jpg - Größe: 22,51K, Downloads: 22"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-13611100-1366700981.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: giessen.jpg" /></a></p>
<p>Das Logo der Gie&szlig;ener Zeitung</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8282" title="logos.jpg - Größe: 113,57K, Downloads: 22"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-51611300-1366701011.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: logos.jpg" /></a></p>
<p>Ein <a href="http://www.blog.druckerey.de/index.php?id=109">CD-Cover</a>&nbsp;und zwei Logos aus der Stadt P&ouml;&szlig;neck</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8283" title="grasshoff3.jpg - Größe: 102,45K, Downloads: 16"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-64938500-1366701147.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: grasshoff3.jpg" /></a></p>
<p>Ein gro&szlig;es Eszett, das von <a href="http://ninastoessinger.com">Nina St&ouml;ssinger</a> speziell f&uuml;r diesen Einsatz in einem Buch entworfen wurde</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8284" title="hiking.jpg - Größe: 93,64K, Downloads: 19"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-71181200-1366701222.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: hiking.jpg" /></a></p>
<p>Gro&szlig;e Eszett in den <a href="http://www.boehmwanderkarten.de/">Wanderkarten</a> von Dr.Ing. Rolf B&ouml;hm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[9df8076073dd883839f3c70dfee44610]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8295" title="gmund-versaleszett.jpg - Größe: 119,17K, Downloads: 12"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-00870700-1366822938.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: gmund-versaleszett.jpg" /></a></p>
<p>Der Papierhersteller Gmund verschickt seine Post mit Versal-Eszett</p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 07:02:56 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>DIN 1450 – warum eine Norm zur Leserlichkeit von Schrift sinnvoll ist</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/din1450-leserlichkeit</link>
		<description><![CDATA[<p>Vor kurzem wurde die umfassend erweitere Norm <a href="http://www.beuth.de/de/norm/din-1450/170093157?SearchID=494580178">DIN 1450 Leserlichkeit</a> ver&ouml;ffentlich. Diese Meldung st&ouml;&szlig;t bei professionellen Schriftnutzern nicht automatisch auf Begeisterung. Es macht sich eher eine gewisse Skepsis breit, begleitet von der Frage, wozu diese Norm n&ouml;tig sein solle. Schlie&szlig;lich ging es doch bisher auch ohne.</p>
<p>Die skeptische Haltung mag sich auch schon auf das System der DIN-Normen an sich beziehen. Viele denken beim Deutschen Institut f&uuml;r Normung an eine verstaubte Beh&ouml;rde, in der Staatsbedienstete den lieben langen Tag irgendwelche Dinge normieren. Und dies fernab von der Praxis und daher vermutet man in den Normen nicht selten nur lauter unn&ouml;tige oder gegebenenfalls sogar unsinnige Einschr&auml;nkungen f&uuml;r die Menschen.&nbsp;</p>
<p>Tats&auml;chlich ist das DIN ein eingetragener Verein, der externen Unternehmen und Organisationen aus Handel, Industrie, Wissenschaft etc. bei der Erstellung von Normen behilflich ist. Erstellt werden die Normen dabei von Aussch&uuml;ssen, die sich aus externen Fachleuten des jeweiligen Gebietes zusammensetzen.&nbsp;</p>
<p>Und letztendlich profitieren wir alle von dieser Normarbeit. Sie sorgt f&uuml;r Qualit&auml;tssicherung, Gebrauchsf&auml;higkeit und niedrige Preise durch hersteller&uuml;bergreifende Kompatibilit&auml;t. Und nicht selten machen die Normen unser Leben einfacher und sicherer, da sie Qualit&auml;ts- und Sicherheitsstandards f&uuml;r alle Dinge setzen, mit denen wir im Alltag in Ber&uuml;hrung kommen. Von der automatischen Dreht&uuml;r bis zum Hochwasserschutzdamm &ndash; kaum ein Objekt ist nicht von Normen tangiert. Und Schrift macht dabei keine Ausnahme, denn auch sie kann entsprechende Sicherheitsrelevanz besitzen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size:24px;">Die Hintergr&uuml;nde</span></p>
<p>Besonders hohe Anforderungen an die Leserlichkeit von Schrift haben Menschen mit eingeschr&auml;nktem Sehverm&ouml;gen. Daher &uuml;berrascht es auch nicht, dass die &Uuml;berarbeitung der DIN&nbsp;1450 auf Initiate der dieser Nutzergruppe erfolgte. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) sah als Interessenvertreter die besonderen Anforderungen dieser Nutzergruppe in der Praxis oft nur unzureichend ber&uuml;cksichtigt und regte daher eine Verbesserung der Norm an.<br />
Denn letztere hatte in der bisherigen Fassung (DIN 1450:1993-07) nur ein recht beschr&auml;nktes Einsatzgebiet. Im direkten Zusammenspiel mit der allseits bekannten DIN&nbsp;1451 gab sie Empfehlungen f&uuml;r Beschilderungen im &ouml;ffentlichen Raum. Sie war jedoch schwerlich auf die Vielfalt heutiger Schriften und Schriftanwendungen &uuml;bertragbar.<br />
Mit der &Uuml;berarbeitung wurde daher das Ziel verfolgt, alle verkehrs&uuml;blichen Schriftanwendungen abzudecken und daf&uuml;r sinnvolle und allgemeine Empfehlungen zu geben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[f6051645725ed6d30653a98719a8e7d1]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8256" title="dinimeinsatz.jpg - Größe: 118,48K, Downloads: 29"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-25803500-1366265900.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: dinimeinsatz.jpg" /></a></p>
<p><em>Beschilderungen im &ouml;ffentlichen Raum. Ein typisches Einsatzgebiet f&uuml;r das Duo DIN 1450 und DIN 1451</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size:24px;">Von Fakten und Bauchentscheidungen</span></p>
<p>Beim Einsatz von Schriften kommen unz&auml;hlige Einflussfaktoren zum Tragen, die die Leserlichkeit beeinflussen. Man denke an die unterschiedlichen Bedruckstoffe und Darstellungsmedien, die unz&auml;hligen typografischen Satzparameter (Schriftwahl, Laufweite, Zeilenabstand, Kontraste etc.) und die pers&ouml;nlichen Vorraussetzungen (Alter, Sehst&auml;rke etc.) beim Leser. Die aktuelle Norm nennt ganze 44 solcher Einflussfaktoren.&nbsp;</p>
<p>Um diese verschiedensten Einfl&uuml;sse sinnvoll abzuw&auml;gen und zu m&ouml;glichst leserlichem Textsatz zu kommen, benutzt ein Grafikdesigner das Wissen aus seiner Ausbildung und seine Berufserfahrung. Die Aus&uuml;bung dieses Wissens und dieser Erfahrung nennt man im Englischen recht treffend &raquo;educated guessing&laquo;, also w&ouml;rtlich etwa &raquo;fundiertes Raten&laquo;. Der Grafikdesigner kann seine unz&auml;hligen gestalterischen Detail-Entscheidungen nicht einzeln wissenschaftlich untermauern, sie sind aber nat&uuml;rlich auch nicht willk&uuml;rlich, sondern basieren auf entsprechender Erfahrung des Designers bzw. des ganzen Berufsstandes.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch &raquo;fundiertes Raten&laquo; hat auch seine Grenzen. Kann ein Designer wirklich immer korrekt &raquo;erraten&laquo;, in welcher Gr&ouml;&szlig;e die L&ouml;sch-Einrichtungen und Fluchtpl&auml;ne in einem Flughafen oder einer U-Bahn-Station beschriften werden m&uuml;ssen, damit sie aus einer bestimmten Entfernung lesbar sind? Kann er immer und zweifellos die gegebenenfalls &uuml;ber Leben und Tod entscheidenden Texte auf Medizin-Verpackungen und Beipackzetteln leserlich setzen und dabei auch die besonderen Bed&uuml;rfnisse &auml;lterer und sehbehinderter Menschen ber&uuml;cksichtigen? M&ouml;chte er f&uuml;r die in diesen Fragen gef&auml;llten &raquo;Bauchentscheidungen&laquo; auch die Verantwortung &uuml;bernehmen, wenn es Nachhinein zu Problemen kommt? Und wie soll der Anspruch der Leser nach guter Leserlichkeit z.B. gegen die Interessen von Bauherren eines Geb&auml;udes oder den Pharma-Herstellern durchgesetzt werden, die vielleicht kein gro&szlig;es Interesse daran haben, die sicherheitsrelevanten Informationen m&ouml;glichst gro&szlig; und unmissverst&auml;ndlich zu pr&auml;sentieren?</p>
<p>Dann reicht es einfach nicht mehr aus, nur auf die Erfahrung eines Grafikdesigners zu verweisen. Wie in anderen Bereichen auch, schaffen klare Standards Planungssicherheit f&uuml;r alle Seiten. Und davon profitieren nat&uuml;rlich auch die Grafikdesigner. Sie m&uuml;ssen sich nicht mehr allein auf ihre Bauchentscheidungen verlassen, sondern haben mit der DIN 1450 ein praktikables Werkzeug an der Hand, dem sie nicht folgen m&uuml;ssen, aber mit dem sie ihre Entscheidungen bei Bedarf abgleichen k&ouml;nnen. So wie man mikrotypografische Satzkonventionen vielleicht gern in <a href="http://www.typografie.info/3/page/Buecher/design-und-typografie.html/_/detailtypografie-r25">Detailtypgrafie</a> nachschl&auml;gt, so kann man nun auch fundierte Leserlichkeitsparameter in der DIN 1450 nachschlagen und sich in der Anwendung auf sie berufen. Eine Option, von der die gesamte Branche und nat&uuml;rlich die Leser der gesetzten Texte profitieren k&ouml;nnen.&nbsp;</p>
<p>Die Normen bilden &uuml;brigens lediglich eine verl&auml;ssliche Grundlage, auf die sich alle beziehen k&ouml;nnen. Grafikdesigner sind also nicht gezwungen, Ihre Gestaltung nach den Vorgaben der DIN-Norm anzufertigen. M&ouml;glich ist jedoch, dass zuk&uuml;nftige Gesetzesvorlagen f&uuml;r konkrete Anwendungsbereiche die Einhaltung der Norm vorschreiben. So k&ouml;nnte zum Beispiel theoretisch ein Gesetz zur Lebensmittelkennzeichnung explizit die Einhaltung der DIN 1450 f&uuml;r diese spezifische Anwendung fordern. &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[f6051645725ed6d30653a98719a8e7d1]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8257" title="normansicht.jpg - Größe: 86,77K, Downloads: 34"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-11171800-1366266077.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: normansicht.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size:24px;">Abstrahierte Typografie &ndash; die Funktionsweise der Norm</span></p>
<p>Im Gegensatz zu den &uuml;blichen Fachb&uuml;chern &uuml;ber Schrift und Typografie richtet sich die Norm aber keineswegs speziell an Grafikdesigner. Sie ist &nbsp;ganz im Gegenteil gerade so aufgebaut, dass sie ohne typografisches Vorwissen funktioniert.&nbsp;Dies bedeutet allerdings auch: Dem Normungsausschuss musste das Kunstst&uuml;ck gelingen, die gesamte Schriftanwendung mit all ihren Einfl&uuml;ssen, Abw&auml;gungen und Gestaltungsm&ouml;glichkeiten auf klare, mathematische genaue Vorgaben herunterbrechen. Wahrlich keine einfache Aufgabe!</p>
<p>Sie gelang letztendlich vor allem dadurch, dass der Schrifteinsatz auf zweierlei Weisen abstrahiert wurde: einerseits in Bezug auf die m&ouml;glichen Anwendungsarten und andererseits in Bezug auf Wahrnehmung der Schrift selbst. Dies sei in der Folge n&auml;her erl&auml;utert.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Textarten nach DIN&nbsp;1450</strong><br />
Ein Verkehrsschild stellt andere Anforderungen an die Leserlichkeit als ein Romantext; ein Beipackzettel andere als eine &Uuml;berschrift in einem Magazin. Schilder k&ouml;nnen hinterleuchtet sein; ein Magazin ist auf gl&auml;nzendem Papier gedruckt; ein e-Reader hat verpixelte Schrift oder ein stark gl&auml;nzendes Display &hellip;<br />
Die schiere Masse &uuml;blicher Schriftanwendungen macht es schlicht unm&ouml;glich, f&uuml;r jeden denkbaren Einsatz spezifische Empfehlungen auszusprechen.<br />
Diesem Umstand wurde in der DIN&nbsp;1450 insofern entsprochen, dass nicht die konkreten Anwendungen als Bezugssystem benutzt werden, sondern vielmehr die typischen Textarten, in die sich nahezu alle Schriftanwendungen eingliedern lassen.<br />
In der DIN&nbsp;1450 sind die Textarten wie folgt definiert:</p>
<ul class="bbc">
<li><strong>Lesetext.</strong> Der Haupttext in B&uuml;chern, Brosch&uuml;ren, Anleitungen etc. mit den relevanten Informationen.&nbsp;</li>
<li><strong>Konsultationstext. </strong>Dieser erg&auml;nzt oder erkl&auml;rt den Lesetext, enth&auml;lt aber selbst keine zwingend notwendigen Informationen. (Beispiele: Marginaltexte, Fu&szlig;noten, Bildunterschriften)</li>
<li><strong>Schautext. </strong>Dieser gliedert den Lesetext oder dient der Hervorhebung. Beispiele sind die &Uuml;berschriften in einem Magazin oder auf eine Werbeplakat.</li>
<li><strong>Signalisationstext.</strong> Er dient der Orientierung bzw. der Sicherheit im &ouml;ffentlichen Raum.</li>
</ul>
<p>Mit diesen vier Textarten lassen sich alle &uuml;blichen Schriftanwendungen beschreiben &ndash; vom Text auf einem Joghurt-Becher bis hin zum Verkehrsschild an der Autobahn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[f6051645725ed6d30653a98719a8e7d1]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8258" title="textarten.png - Größe: 38,61K, Downloads: 39"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-99237300-1366266382.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: textarten.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der durchgehende Bezug auf die Textarten verhindert im &Uuml;brigen auch, dass die Norm zu restriktiv und damit praxisuntauglich wird. Bei sekund&auml;rer Informationen ohne entsprechend hohe Relevanz, etwa in Fu&szlig;noten, kann es in Kauf genommen werden, dass das Lesen schwieriger ist und daher l&auml;nger dauert. Und auch f&uuml;r eher dekorative Schautexte, wie sie etwa in Werbeanzeigen und Magazin-&Uuml;berschriften benutzt werden, m&uuml;ssen keine einschr&auml;nkenden Regelungen aufgestellt werden. Die Norm setzt daher vor allem da an, wo die Textinformationen eine entsprechende Wichtigkeit besitzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Wahrnehmung von Schrift</strong><br />
Die genannten Textarten k&ouml;nnen in ganz unterschiedlichen Schriftgr&ouml;&szlig;en zum Einsatz kommen. Eine Textseite in einer Drucksache, die man in die Hand nimmt, kann gleichsam Lese-, Konsultations- und Schautext enhalten. Das Gleiche gilt aber auch f&uuml;r eine drei Meter gro&szlig;e Schautafel in einem Museum.&nbsp;Empfehlungen zur optimalen Leserlichkeit der Schrift m&uuml;ssen daher immer Schriftgr&ouml;&szlig;e und Leseabstand miteinander in Beziehung setzen.<br />
Bei einem Verkehrsschild an der Autobahn kann die H&ouml;he der Gro&szlig;buchstaben bis zu 42 Zentimeter betragen. Da man die Textinformationen aber schon so fr&uuml;h wie m&ouml;glich lesen will, ist nicht nur die Gr&ouml;&szlig;e der Buchstaben, sondern auch der Leseabstand betr&auml;chtlich und die Darstellung der Buchstaben auf unserer Netzhaut entsprechend klein.&nbsp;Deshalb basieren die Empfehlungen der DIN&nbsp;1450 nicht auf konkreten metrischen Angaben, sondern sind im Sinne der optischen Wahrnehmung in Bogenminuten definiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[f6051645725ed6d30653a98719a8e7d1]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8259" title="aufloesung.png - Größe: 13,75K, Downloads: 35"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-51298000-1366266734.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: aufloesung.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da mag ein Schriftanwender zun&auml;chst zur&uuml;ckschrecken. Schriftgr&ouml;&szlig;enbestimmungen auf Basis von Bogenminuten? Wo stellt man das in Word oder InDesign ein?&nbsp;Leserlichkeit fu&szlig;t auf der Abbildungen der Buchstaben auf der Netzhaut und diese wird gleichsam von Schriftgr&ouml;&szlig;e und Leseabstand bestimmt. Die relevante Gr&ouml;&szlig;e, die sich unabh&auml;ngig von beiden beschreiben l&auml;sst, ist der Sehwinkel zu dem zu erkennenden Objekt.&nbsp;</p>
<p>Und daraus leiten sich in der Folge alle wesentlichen Faktoren des Schrifteinsatzes ab. Die Schriften m&uuml;ssen eine bestimmte Mindeststrichst&auml;rke aufweisen, damit wichtige Details in Sinne der Erkennbarkeit nicht bei gro&szlig;er Leseentfernung oder kleiner Darstellungsgr&ouml;&szlig;e verloren gehen. Die Buchstaben d&uuml;rfen nicht zu schmal oder zu weit und die Abst&auml;nde zwischen den Buchstaben m&uuml;ssen entsprechend gro&szlig; genug sein.<br />
F&uuml;r diese und weitere Parameter liefert die DIN&nbsp;1450 je nach Textart die n&ouml;tigen Mindestanforderungen an die zu w&auml;hlende Schrift und die Schriftsatzparameter (Schriftgr&ouml;&szlig;e, Buchstabenabstand, Zeilenabstand, Zeilenl&auml;nge, Kontrast zum Hintergrund et cetera). Basierend auf dem Sehwinkel und einem gegebenen Leseabstand lassen sich somit alle wesentlichen Parameter mithilfe der DIN 1450 direkt ablesen beziehungsweise berechnen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und durch diesen ganzheitlichen Ansatz wird auch das &uuml;bliche Problem umgangen, dass es f&uuml;r eine konkrete Anwendungen zwar Vorgaben f&uuml;r Mindestschriftgr&ouml;&szlig;en gibt, aber Texte dennoch nicht akzeptabel dargestellt werden, weil zwar zum Beispiel die erforderlichen 6 Punkt eingehalten wurden, aber durch Schriftwahl, zu kleine Buchstaben- oder Zeilenabstand und schwachen Kontrast zwischen Text und Hintergrund dennoch unleserlicher Text entsteht. &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Zusammenhang ergab sich auch eine wesentliche &Auml;nderung im Vergleich zu bisherigen Version der DIN&nbsp;1450. Die zentrale Bezugsgr&ouml;&szlig;e ist nun nicht mehr die Versalh&ouml;he, sondern die x-H&ouml;he. Im direkten Zusammenspiel mit DIN 1451 war der Bezug zur Versalh&ouml;he noch akzeptabel, aber f&uuml;r den bewusst weiten Einsatzbereich der neuen DIN 1450 mit vielerlei Schriftarten musste hier mit der bisherigen Fassung gebrochen werden. Denn die x-H&ouml;he stellt bekanntlich im Gegensatz zu Versalh&ouml;he und Schriftgr&ouml;&szlig;e beim gemischten Satz eine zentrale Kenngr&ouml;&szlig;e dar, die wesentlichen Einfluss darauf hat, wie gro&szlig; Schriften in der Anwendung wirken und wie leserlich sie dadurch sind.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>DIN 1450 in der Praxis</strong></p>
<p>F&uuml;r wen ist diese DIN-Norm also gemacht? Viele Gestaltungen, insbesondere die eher werblichen und dekorativen, werden auch weiterhin problemlos ohne die DIN 1450 auskommen. Und auch die klassische Buchtypografie hat ihre idealen Parameter bereits durch jahrhundertelangen Versuch und Irrtum gefunden.&nbsp;</p>
<p>Doch wo immer zuk&uuml;nftig f&uuml;r den Leser besonders relevante Informationen (z.B. in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit, Orientierung etc.) pr&auml;sentiert werden und durch m&ouml;glichst optimale Leserlichkeit ein barrierefreier Zugang f&uuml;r eine breite Nutzerschicht garantiert werden soll, kann die Norm eine verl&auml;ssliche Grundlage zur Ermittlung der idealen Satzparameter darstellen und damit gute Dienste erweisen &ndash; f&uuml;r Gestalter und Leser der Texte gleicherma&szlig;en.&nbsp;</p>]]></description>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 12:58:58 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Neue Namen für Apostroph und Anführungszeichen?</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/unicode-benennung</link>
		<description><![CDATA[<p>Die Geschichte der Zeichenkodierung ist lang, wie in unserer entsprechenden Artikelserie (<a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/zeichenkodierung-teil1">Teil 1</a>, <a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/zeichenkodierung-teil2">Teil2</a>, <a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/unicode-zeichenkodierung">Teil 3</a>) gezeigt wurde. Mit jedem Evolutionsschritt vom Fernschreiber zu ASCII, zu 8-Bit-Codes und schlie&szlig;lich zum Unicode wurde der Raum f&uuml;r mehr Zeichen geschaffen, aber gleichzeitig wurden auch &raquo;Altlasten&laquo; &uuml;bernommen.&nbsp;</p>
<p>Zu diesem Thema erreichte mit nun ein Aufruf von Ingo Krehl und Friedrich Forssman, zwei Unicode-Bezeichnungen abzu&auml;ndern. Und den Text stelle ich gern hier zur Diskussion. Hier der Wortlaut:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="ipsBlockquote"><p><strong><em>Die Namen von " (Quotation Mark) und ' (Apostrophe) sollten ge&auml;ndert werden.</em></strong></p>
<p><em>Die Bezeichnungen f&uuml;r " (Unicode: U+0022&ensp;Quotation Mark) und ' (Unicode: U+0027&ensp;Apostrophe) sind irref&uuml;hrende Relikte aus ASCII-Zeiten (entspricht dem Unicode-Block Basis-Lateinisch mit nur 127 Zeichen) und werden wohl auch deswegen h&auml;ufig falsch verwendet.&nbsp;</em><em>Diese beiden Zeichen werden nur in der Programmierung ben&ouml;tigt, etwa f&uuml;r HTML-Code:</em></p>
<p><pre class="prettyprint linenums:0 lang-a">&lt;hr noshade="noshade" size='1' /&gt; &nbsp;</pre></p>
<p><em>Typographische Zeichen f&uuml;r den Schriftsatz sind sie nie gewesen.Um den Verwendungszweck zu verdeutlichen, sollten nur noch die neuen Namen Verwendung finden:</em></p>
<ul class="bbc">
<li><em><strong>Double Code Mark</strong> (statt: Quotation Mark) bzw. <strong>doppelte Kodierungsmarke</strong></em></li>
<li><em><strong>Single Code Mark</strong> (statt: Apostrophe) bzw. <strong>einfache Kodierungsmarke</strong></em></li>
</ul>
<p><em>Die korrekten Zeichen f&uuml;r den deutschen Schriftsatz &ndash; auch im Webdesign:<br />
als PDF&nbsp;</em><a href="http://goo.gl/GrkQT"><em>http://goo.gl/GrkQT</em></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Von<br />
Ingo Krehl und Friedrich Forssman http://www.friedrich-forssman.de</em></p></blockquote>]]></description>
		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 14:49:52 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Artikelserie zu Schriftlizenzen: Teil 4. Sind Fonts Software?</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/schriftlizenzserie-teil4</link>
		<description><![CDATA[<p>Nennt man die Begriffe Font und Software in einem Atemzug, kann man darauf warten, dass sogleich jemand energisch einwerfen wird, dass digitale Schriften (sprich Fonts) ja keinesfalls Software seien. Dies h&auml;tten sich die Schriftanbieter in einer Art weltumspannenden Komplott nur zu Lasten der Schriftnutzer ausgedacht &ndash; so zumindest der Internet-Mythos. Schriften seien schlie&szlig;lich nur Daten und keine Software. Und folglich seien sie nicht sch&uuml;tzbar und in der Folge noch nicht einmal lizenzierbar. In der typisch rei&szlig;erisch-unsachlichen Sprache einer Verschw&ouml;rungstheorie h&ouml;rt sich dies dann zum Beispiel so an:</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Des Weiteren behaupten Schriftenverk&auml;ufer, dass es sich bei Fonts um &raquo;Software&laquo; handeln w&uuml;rde. In guter alter GEZ-Manier versuchen sie, Designer und Ihre Klientel systematisch mit ihren Betrachtungsweisen zu indoktrinieren und schlussendlich zu verunsichern. (W. B.)</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Doch was ist dran? Ist die Bezeichnung von Fonts als Software wirklich eine &raquo;Indoktrinierung&laquo;? In dieser Folge der Artikelserie zu Schriftlizenzen wird dieser Frage ausf&uuml;hrlich nachgegangen. Um zu entscheiden, ob Schriften Software sein k&ouml;nnen, muss man nat&uuml;rlich erst einmal kl&auml;ren, was denn eigentlich Software ist.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[7ab6ce5056e862663560dba9de343c48]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8202" title="rechemaschine.jpg - Größe: 172,22K, Downloads: 16"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-42072300-1365073534.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: rechemaschine.jpg" /></a></p><p><em>Mechanische Multipliziermaschine von L&eacute;on Boll&eacute;e</em></p><p>&nbsp;</p><p><span style="font-size:24px;">Der allgemeine Software-Begriff</span></p><p>Die fr&uuml;hen Rechenmaschinen waren mechanisch. Mit den elektronischen und mikroprozessorgesteuerten Systemen brach jedoch Mitte des 20. Jahrhunderts eine neue &Auml;ra der Rechnentechnik an. Der amerikanische Statistiker&nbsp;John Wilder Tukey pr&auml;gte zur Beschreibung der Wirkungsweise dieser neuen Systeme die bis heute in gleicher Weise verwendeten Begriffe Hardware und Software.&nbsp;</p><ul class="bbc"><li><em>Hardware ist der Oberbegriff f&uuml;r die mechanische und elektronische Ausr&uuml;stung eines Systems z. B. eines Computersystems. [<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hardware">Quelle</a>]</em></li><li><em><strong>Software (dt. = weiche Ware [von] soft = leicht ver&auml;nderbare Komponenten) ist ein Sammelbegriff f&uuml;r ausf&uuml;hrbare Programme und die zugeh&ouml;rigen Daten. </strong>[<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Software">Quelle</a>]</em></li></ul><br /><p>Wir k&ouml;nnten den Artikel also theoretisch schon an dieser Stelle abbrechen. Fonts sind gem&auml;&szlig; dieser seit &uuml;ber 50 Jahren feststehenden, zweigeteilten Definitionen mit Sicherheit keine Hardware &ndash; und alles, was an einem Computer keine Hardware ist, ist eben Software. Also ist auch die allgemeine Bezeichnung von digitalen Schriften als Software nicht nur v&ouml;llig legitim, sondern sogar genau der richtige und &uuml;bliche Begriff.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Kritiker der Schriftlizenzen benutzen jedoch gern den verbalen Taschenspielertrick, dass sie das englische Wort <em>Software</em> mit dem deutschen, auch im juristischen Kontext benutzten Begriff <em>Computerprogramm</em> gleichsetzen. Anschlie&szlig;end kann man belegen, wo Fonts den Merkmalen von Computerprogrammen wom&ouml;glich nicht entsprechen und somit dann die Benutzung von Begriffen wie &raquo;Fontsoftware&laquo; als falsch oder sogar als bewusste T&auml;uschung anprangern.&nbsp;</p><p>Doch dieser Trick l&auml;sst sich leicht entlarven. Der deutsche Begriff des <em>Computerprogramms</em> entspricht im Englischen n&auml;mlich keineswegs wie behauptet dem Begriff Software, sondern <em>Computer program</em>&nbsp;oder <em>Application</em>. Der Vorwurf, dass Schriften keine Software sein k&ouml;nnen, weil sie gegebenenfalls nicht vollends den Merkmalen von Computerprogramme entsprechen, ist also entweder ein Zeichen von schlechten Englisch-Kenntnissen oder aber selbst ein T&auml;uschungsversuch. Ein schlagkr&auml;ftiges Argument ist es jedenfalls nicht.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[7ab6ce5056e862663560dba9de343c48]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8212" title="macprogramme.png - Größe: 56,25K, Downloads: 20"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-74321900-1365148368.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: macprogramme.png" /></a></p><p><em>Computerprogramme liegen in einem Betriebssystem wenig &uuml;berraschenderweise im Ordner namens &raquo;Programme&laquo; und nicht im Ordner &raquo;Software&laquo;. Denn die Begriffe Software und Computerprogramm sind weder Synonyme noch eine direkte &Uuml;bersetzung voneinander.</em></p><p>&nbsp;</p><p><span style="font-size: 24px; ">Wie viel &raquo;Werk&laquo; steckt in einem Font?</span></p><p>Wie bei den meisten musischen bzw. gestalterischen Leistungen, unterliegt die Sch&uuml;tzbarkeit als Werk oder Geschmacksmuster der konkreten Ausgestaltung und ist also, wenn es einmal zu Streitigkeiten kommen sollte, immer eine Fallentscheidung.&nbsp;</p><p>Diese einfache Wahrheit m&ouml;gen die Kritiker der Schriftlizenzen in der Absolutheit ihrer Meinung nat&uuml;rlich nicht so gern. Daher versuchen sie gern den Eindruck zu erwecken, dass Schriften bzw. Fonts <em>generell</em> nicht sch&uuml;tzbar w&auml;ren. F&uuml;r den gestalterischen Schutz wurde diese Aussage <a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/schriftlizenzserie-teil3">hier bereits widerlegt.</a>&nbsp;Bei digitalen Fonts als Werk setzt sich dieses Spiel nun fort.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Zum einen steckt in einem Font nat&uuml;rlich ma&szlig;geblich immer ein konkreter Schriftentwurf in Form von mathematisch beschrieben Umrissen. Und dessen Schutzstatus &auml;ndert sich nat&uuml;rlich auch durch die Einbettung in eine Fontdatei nicht. Dennoch wird von einigen behauptet, dass in digitalen Schriften ja lediglich &raquo;einfache Zahlenreihen&laquo; als Repr&auml;sentation der Ankerpunkte der Glyphen enthalten sind und diese Zahlenreihen sind schlie&szlig;lich so banal, dass man sie nicht sch&uuml;tzen k&ouml;nne. Und nur weil man diese Kurven bzw. Punkte digital speichert, entst&uuml;nde ja auch nicht automatisch Software bzw. ein Programm.&nbsp;Doch diese Art der Argumentation ist eher kurzsichtig und beweist wenig Verst&auml;ndnis davon, was ein Werk ist und wie es entsteht.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Das Werk als Digitalisierung</strong></p><p>Ob ein Werk digitalisiert ist oder nicht, &auml;ndert nichts an seinem Rechtsstatus. Eine urheberrechtlich gesch&uuml;tzte Fotografie besteht als digitalisiertes Bild auch nur aus Zahlenreihen &ndash;&nbsp;n&auml;mlich den RGB-Werten jedes Pixels. Diese sind f&uuml;r sich betrachtet genauso banal wie die Glyphen-Koordinaten eines Buchstabens. Dennoch bleibt die Fotografie auch als Digitalisierung urheberrechtlich gesch&uuml;tzt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Das Werk ist mehr als die Summe seiner Teile</strong></p><p>Die Bagatellisierung als blo&szlig;e Zahlenreihen widerspricht nat&uuml;rlich auch generell dem Prinzip wie Werke entstehen. Man versucht hier, sich einen Bruchteil des Werkes zu betrachten und kommt dann zu dem Schluss, dass dieser ja banal und gew&ouml;hnlich w&auml;re. Folglich w&auml;re dieses Detail nicht sch&uuml;tzbar und f&uuml;r eine Anh&auml;ufung vieler unsch&uuml;tzbarer Teile w&uuml;rde das Gleiche gelten.&nbsp;</p><p>Auch diese Argumentation tr&auml;gt f&uuml;r die Entstehung s&auml;mtlicher Werke nicht. Ein Wort oder eine Wortgruppe ist nicht sch&uuml;tzbar. Tausende sinnlose oder zuf&auml;llig aneinander gereihte W&ouml;rter ebenfalls nicht. Aber 1000 sinnvoll und sch&ouml;pferisch aneinandergereihte Buchstaben ergeben zum Beispiel einen Roman und dieser ist ein schutzf&auml;higes Werk. Ein Pinselstrich ist kein Werk. Tausende zuf&auml;llige Pinselstriche wahrscheinlich auch nicht. Aber tausende handwerklich perfekte und sch&ouml;pferisch ausgestaltete Pinselstriche sind ein Gem&auml;lde.&nbsp;Und in gleicher Weise k&ouml;nnen die blo&szlig;en Linien von Buchstabenumrissen zu einem Werk werden, wenn sie entsprechende Eigenst&auml;ndigkeit und sch&ouml;pferische Leistung aufweisen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Sch&ouml;pfung durch Digitalisierung</strong></p><p>Doch wie verh&auml;lt es sich eigentlich, wenn dem neuen Fontentwurf eine historische Vorlage zu Grunde liegt, die wegen ihres Alters gar keinen Schutzstatus mehr innehat? Ist die Digitalisierung einer 200 Jahre alten <em>Walbaum Antiqua</em> automatisch ungesch&uuml;tzt, weil f&uuml;r den damaligen Entwurf der Schrift s&auml;mtliche Schutzfristen abgelaufen sind? Nicht unbedingt!</p><p>&nbsp;</p><p>Denn Schriften zu digitalisieren ist fast immer auch ein sch&ouml;pferischer Akt. Dies ist in anderen Disziplinen nicht anders. Stellen Sie sich vor, 3 Maler schaffen gleichzeitig und von selben Standort aus ein Gem&auml;lde des Eiffelturmes. Das Motiv, das alle 3 K&uuml;nstler vor sich haben, ist freilich nicht urheberrechtlich gesch&uuml;tzt &ndash;&nbsp;die entstehenden Gem&auml;lde aber mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit schon, auch wenn alle drei K&uuml;nstler die gleiche Ansicht als Vorlage benutzen.</p><p>Kopiert einer der K&uuml;nstler einfach exakt das Bild eines anderes, ist es ein Plagiat. Denn der Maler wurde nicht sch&ouml;pferisch t&auml;tig. Doch schaffen die K&uuml;nstler von der gleichen Vorlage, aus dem nichts und unabh&auml;ngig voneinander ihr Bild, dann wird darin geradezu zwangsl&auml;ufig die sch&ouml;pferische Leistung der drei K&uuml;nstler einflie&szlig;en und es werden deutlich unterschiedliche Bilder (das hei&szlig;t jeweils schutzf&auml;hige Werke) entstehen &ndash;&nbsp;auch wenn die Vorlage selbst keinen Werkschutz genie&szlig;t. Aus der Vorlage und der sch&ouml;pferischen Gestaltung der K&uuml;nstler entsteht das Werk.&nbsp;Und genauso ist es bei Schriftdigitalisierungen auch. Das sei an folgendem Beispiel dargestellt &hellip;</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[7ab6ce5056e862663560dba9de343c48]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8213" title="mai.png - Größe: 116,32K, Downloads: 15"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-15532100-1365153029.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: mai.png" /></a></p><p>&nbsp;</p><p>Oben sehen wir einen 200 Jahre alten Originaldruck in Walbaum-Lettern. Links ist eine Vektorisierung dargestellt. Da sie vollautomatisch ablief, kann sie in diesem Zustand nicht sch&ouml;pferisch und somit auch kaum sch&uuml;tzbar sein. (Wirklich brauchbar ist sie im &Uuml;brigen aber auch nicht, wie man leicht sieht.)</p><p>Rechts sehen wir jedoch zwei professionelle Digitalisierungen. Sie &uuml;berragen die automatische Digitalisierung schon handwerklich bei Weitem. Wie die Eiffelturm-Gem&auml;lde&nbsp;basieren beide Schriftentw&uuml;rfe auf der gleichen Vorlage und zeigen also &Auml;hnlichkeiten. Dennoch sind sie augenscheinlich auch keine direkten Kopien voneinander. Sie weichen in allen Details klar voneinander ab. Die Schriftgestalter haben die Vorlage interpretiert und ihrer Schrift einen eigenen, sch&ouml;pferischen Anstrich verpasst, so wie die Maler des Eiffelturm durch ihre Stilmittel (Farben, Pinself&uuml;hrung etc.) ihr Gem&auml;lde zu einem eigenst&auml;ndigen Werk machen, obwohl die unterschiedlichen Bilder gegebenenfalls exakt das gleiche Motiv zeigen. Bei Schriften lohnt es sich daher &uuml;brigens, auch wirklich das gesamte Werk &ndash; also alle Glyphen der Schrift&nbsp;&ndash; zur Beurteilung heranzuziehen und nicht etwa nur einzelne Buchstaben.</p><p>&nbsp;</p><p>W&uuml;rde nun jemand die digitalen Daten des Fonts hernehmen und sie in identischen oder leicht abgewandelter Weise unter seinem Namen anbieten, h&auml;tten wir es wieder mit einem Plagiat zu tun. Doch die Interpretation historischer Vorlagen zur Schaffung hochwertiger Schriften ist ohne hinreichende handwerkliche und sch&ouml;pferische Leistung kaum m&ouml;glich und daher hat das entstehende Werk gute Chancen einen Schutzstatus zu erlangen &ndash; mindestens in Form eines Geschmacksmusterschutzes, eventuell auch als urheberrechtlichen Werk. &Uuml;ber letzteres kann jedoch im Streitfall nur ein Richter urteilen. Und dies bringt uns zum letzten Teil dieses Artikels &hellip;</p><p>&nbsp;</p><p><span style="font-size:24px;">Der Software-Schutz von Schriften nach dem Gesetz</span></p><p>Die bisherigen Ausf&uuml;hrungen dienten eher dem Verst&auml;ndnis. Entscheidend f&uuml;r die rechtlich Betrachtung ist nat&uuml;rlich, wie Gerichte in der Frage des Software- bzw. Computerprogramm-Schutzes von Schriften in der Vergangenheit entschieden haben. Dabei muss man nach Gerichtsstand unterscheiden. Denn zum Beispiel in den USA, dem Gesch&auml;ftsort vieler gro&szlig;er Schrifthersteller und Schriften-Webshops, werden Schriften sehr wohl juristisch ausdr&uuml;cklich als Computerprogramm behandelt. Diese Tatsache wird von den Lizenzkritikern nat&uuml;rlich gern unter den Tisch gekehrt.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Adobe vs. SSI</strong></p><p>Entwickler der ersten weit verbreiteten, skalierbare Fontformate war das Unternehmen Adobe, das nicht nur die PostScript-Fontformate entwickelte, sondern auch von Anfang an Schriften in diesen Formaten lizenzierte. Es dauerte nicht lange, bis entsprechende Plagiate auftauchten. Der Unternehmer Paul King beschaffte sich unz&auml;hlige Adobe-Fonts, &auml;nderte sie durch eine automatische Skalierung geringf&uuml;gig ab, ersetzte die Copyright-Hinweise durch seine eigenen und verkaufte fortan Schriftlizenzen &uuml;ber seine Firma Southern Software, Inc. (SSI).&nbsp;</p><p>Dagegen klagte Adobe und in einem Grundsatzurteil wurde von einem kalifornischen Gericht die Schutzw&uuml;rdigkeit des Gutes &raquo;Fontsoftware&laquo; am Beispiel der plagierten Schrift Utopia er&ouml;rtert. (Voller Wortlaut des Urteils siehe Fu&szlig;noten)</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[7ab6ce5056e862663560dba9de343c48]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8217" title="utopia.png - Größe: 48,26K, Downloads: 15"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-40072300-1365188577.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: utopia.png" /></a></p><p><em>Die strittigen Schriften: Utopia und Veracity SSi</em></p><p>&nbsp;</p><p>Adobe argumentierte, dass in skalierbaren Schriften im Gegensatz zu den bis dahin verwendeten, einfachen Bitmap-Fonts entsprechende sch&ouml;pferische Leistung steckt. Und dies ist selbst dann der Fall, wenn es sich um Digitalisierungen handelt.</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>&ldquo;To qualify for copyright protection, a work must be original to the author. Original, as the term is used in copyright, means only that the work was independently created by the author &hellip; and that it possesses at least some minimal degree of creativity.&rdquo; [&hellip;] &ldquo;The requisite level of creativity is extremely low; even a slight amount will suffice. The vast majority of works make the grade quite easily, as they possess some creative spark, no matter how crude, humble or obvious it might be.&rdquo; Thus, Adobe argues that because there is some creative choice by the editors who select the on-curve and off-curve reference points, Adobe's font software programs are protectable.</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Dies entspricht dem oben genannten Walbaum-Gem&auml;lde-Gleichnis. Wird die Schrift eigenst&auml;ndig (selbst auf Basis einer historischen Vorlage) von einem Schriftgestalter entworfen, entsteht ein schutzf&auml;higes Werk, weil unz&auml;hlige gestalterische Detailentscheidungen individuell gef&auml;llt werden m&uuml;ssen. Wird jedoch lediglich das Ergebnis dieses Schaffes digital kopiert, handelt es sich um ein Plagiat.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Das Gericht schlie&szlig;t sich dieser Argumentation an und kommt zu folgenden Ergebnissen: (gek&uuml;rzte Auswahl)</p><ul class="bbc"><li><em>To prove copyright infringement a plaintiff must prove ownership of a valid copyright and copying by the defendant.</em></li><li><em>A computer program is defined by the Copyright Act as &ldquo;a set of statements or instructions to be used directly or indirectly in a computer to bring about a certain result.&rdquo;&nbsp;</em></li><li><em>Computer programs are protectable literary works.</em></li><li><em>Typeface designs are not copyrightable. [Eltra Corp. v. Ringer, 579 F.2d 294, 298 (4th Cir. 1978)]</em></li><li><em>A computer program is not rendered unprotectable merely because its output is not protectable. [&hellip;] Thus, the fact that a computer program produces unprotectable typefaces does not make the computer program itself unprotectable.</em></li></ul><br /><p>Im Gegensatz zum europ&auml;ischen Raum wird der blo&szlig;e Entwurf von Schriften in den USA nicht als schutzf&auml;hig angesehen. Umso mehr jedoch dessen anwendbare Gestalt in Form des digitalen Werkzeuges Fontsoftware. Und dies gilt ausdr&uuml;cklich auch dann, wenn der Entwurf selbst nicht sch&uuml;tzbar ist.</p><p>&nbsp;</p><p>Und so kommt das Gericht in diesem Rechtsstreit zu folgendem Urteil:</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p><em>The modifications m</em><em>ade by King to the Adobe programs were simply uniform mechanical modifications such as scaling the fonts. Such trivial changes do not eliminate copyright infringement. [&hellip;] The court finds that plaintiffs Utopia product and defendants&rsquo; Veracity product are substantially similar. Thus, the court finds that King's Veracity software program infringes Adobe's Utopia software program.</em></p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Das Gericht best&auml;tigte also, dass der von Robert Slimbach angefertigte Utopia-Font f&uuml;r Adobe im Sinne eines Computerprogrammes ein schutzf&auml;higes Werk ist. Denn ohne die Existenz des g&uuml;ltigen Schutzrechtes k&ouml;nnte dieses ja auch nicht verletzt werden. Und das Gericht bezeichnet die betreffenden Fonts beachtlicherweise auch ausdr&uuml;cklich als &raquo;Software-Programm&laquo;.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Deutschland: Fonts als Computerprogramm</strong></p><p>Aber auch in Deutschland wurde der Schutz von Fonts als Computerprogramm bereits verhandelt. Und wie schon bei dem im letzten Artikel dieser Serie besprochenen Urheberschutz bezogen auf das Design, kommt das Gericht auch hier zu einem Ergebnis, das den &uuml;blichen Internet-Mythen einmal mehr klar widerspricht (LG K&ouml;ln, 12.1.2000, Aktenzeichen 28 O 133/97. Volltext siehe Fu&szlig;noten).&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Auch in diesem Fall ging es um Schriftenplagiate. Die beklagte Partei vertrieb eine CD-ROM mit Schriften, von denen zumindest 19 zwar ge&auml;nderte Namen hatten, aber ansonsten ein identisches Erscheinungsbild zu Schriften der Kl&auml;gerin hatten. Die Kl&auml;gerin forderte daraufhin Unterlassung des Verkaufs und in der Folge auch Schadenersatz, da der Vertrieb auch nach abgegebener Unterlassungserkl&auml;rung weiterhin erfolgte.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Das Gericht gibt der Schadensersatzklage in vollem Umfang recht und erkl&auml;rt:</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Diese Anforderungen an die Urheberrechtschutzf&auml;higkeit von Computer-Programmen werden durch die den streitgegenst&auml;ndlichen Schriften zugrunde liegenden Computer-Programme erf&uuml;llt.</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Das Gericht best&auml;tigt also auch in dieser deutschen Entscheidung, dass Fonts urheberrechtlich sch&uuml;tzbare Computerprogramme sein k&ouml;nnen, wenn es sich wie bei den strittigen Schriften um &raquo;eigensch&ouml;pferische Programmierleistungen der Schriftendesigner&laquo; handelt. Welche Bestandteile des Fonts hier ma&szlig;geblich zum Tragen kommen, f&uuml;hrt das Gericht nicht n&auml;her aus. Die meisten juristischen Einsch&auml;tzungen zu diesem Thema gehen davon aus, dass der Schutz als Computerprogramm nicht auf die digitalen Buchstaben-Formen anwendbar ist, sondern sich auf jegliche Art von <em>Steuerbefehlen</em> beziehen muss, die in der deutschen juristischen Betrachtung ein ma&szlig;gebliches Kriterium f&uuml;r Computerprogramme darstellen (vgl. auch Jaeger/Koglin 2002). Bei Fonts tr&auml;fe dies etwa auf manuelle Bildschirmoptimierung zu, die insbesondere im Falle von TrueType-basierten Schriften eine komplexe Programmierung darstellen kann.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[7ab6ce5056e862663560dba9de343c48]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8216" title="CapH.png - Größe: 83,66K, Downloads: 17"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-78562300-1365172348.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: CapH.png" /></a></p><p><em>Manuelle Bildschirmoptimierung kann Schriften zu urheberrechtlich sch&uuml;tzbaren Werken machen (<a href="http://design.canonical.com/2010/11/of-hinting-and-tables/">Foto-Quelle</a>)</em></p><p>&nbsp;</p><p><b>Zwischenbemerkung&nbsp;</b><b>&ndash;</b><b>&nbsp;Design- oder Programmschutz?</b></p><p>Betrachtet man sich die bisher besprochenen F&auml;lle aus Deutschland und Amerika zeigt sich ein auf den ersten Blick verbl&uuml;ffender Unterschied. In den USA wird der Designschutz f&uuml;r Schriften strikt abgelehnt, der Schutz als Computerprogramm gilt jedoch als unstreitig. Im deutschen bzw. europ&auml;ischen Raum ist es gerade umgekehrt. Die Eintragung des Schriftdesigns als Geschmacksmuster ist europaweit geregelt und auch der Urheberrechtsschutz wird von Juristen ausdr&uuml;cklich als m&ouml;glich angegeben. Der Schutz als Computerprogramm d&uuml;rfte jedoch auf das Gros der Schriften nicht zutreffend, da ihnen die manuell programmierten Steuerbefehle fehlen.&nbsp;</p><p>Warum unterscheiden sich die &uuml;blichen Schutzformen so stark? Schaut man genauer hin, ist dies gar nicht unbedingt der Fall. Der Unterschied mag vor allem aus der unterschiedlichen Ausgangslage resultieren, die durch die abweichenden Definitionen des Begriffs Computerprogramm entstehen. Hierzulande verlangt der Begriff Steuerbefehle, &uuml;ber die Schriften nicht automatisch verf&uuml;gen &ndash; zumindest nicht als wesentlicher Teil des Werkes. Daher dominiert hier der Designschutz der sich konkret auf die Ausgestaltung der Zeichen bezieht.</p><p>In den USA ist der Begriff des Computerprogramms viel weiter gefasst: &nbsp;&ldquo;a set of statements or instructions to be used directly or indirectly in a computer to bring about a certain result.&rdquo; Und da der Begriff so weit gefasst ist, schlie&szlig;t er also auch die Gestaltung von Schriftzeichen in Form von mathematischen Kurvenbeschreibungen mit ein. Und wie aus dem Adobe-Urteil abzulesen ist, basierte die Entscheidung des Gerichts auch genau auf diesen Merkmalen.</p><p>So sch&uuml;tzt das europ&auml;ische Recht also die konkrete Darstellung der Buchstaben in einem Font, das amerikanische Recht dagegen die mathematischen Anweisungen, die die konkrete Darstellung der Buchstaben bei der Anwendung des Fonts erzeugen. Gemeint ist aber beide Male das Gleiche&nbsp;&ndash; nur einmal wird es unter dem Prinzip des Computerprogramms zusammengefasst und einmal als gestalterisches Werk tituliert.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Fazit</strong></p><p>Wie gezeigt wurde, ist an Bezeichnungen wie <em>Font-Software</em> oder <em>Schriften-Software</em> nichts anr&uuml;chiges. Fonts sind Software, weil sie keine Hardware sind. So einfach ist das. Der Internet-Mythos, der hier eine entsprechende Verschw&ouml;rung w&auml;hnt, fu&szlig;t auf der unn&ouml;tigen und sachlich falschen Gleichstellung von Software und Computer-Programm.</p><p>Und selbst die Einlassung, dass Fonts keine Computer-Programme sein k&ouml;nnen, konnte klar widerlegt werden. In den USA gelten Fonts juristisch ausdr&uuml;cklich als Computerprogramme und hierzulande ist diese Einstufung im Streitfall eine Fallentscheidung &ndash; m&ouml;glich ist sie jedoch ausdr&uuml;cklich. F&uuml;r eine tiefer gehende Betrachtung aller besprochenen Details stehen die unten verlinkten Rechtsurteile und juristischen Einsch&auml;tzungen zur Verf&uuml;gung.</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Quellen:</strong></p><ul class="bbc"><li><a href="http://www.ifross.org/ifross_html/CR_2002_03_Jaeger_Koglin.pdf">Jaeger/Koglin: Rechtlicher Schutz von Fonts</a>, 2002</li><li><a href="http://web.archive.org/web/20010303011442/http://www.bna.com/e-law/cases/adobe.html">Adobe Systems Inc. v. Southern Software, Inc. v. Ares Software Corp. ,NO. C95-20710 RMW(PVT)</a></li><li><a href="http://www.jurpc.de/jurpc/show?id=20000217">LG K&ouml;ln, Urteil vom 12.01.2000, 28 O 133/97, Schutzf&auml;higkeit von Computerschriften</a></li></ul>]]></description>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 11:07:44 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Die Gewinner des Schriftenwettbewerbes des TDC</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/fonts/tdc2-2013</link>
		<description><![CDATA[<p>Der in New York ans&auml;ssige Type Directors Club hat neben seinen TDC-Awards f&uuml;r typografische Gestaltungen wie immer auch Schriftver&ouml;ffentlichungen des letzten Jahres pr&auml;miert. Eingereicht wurden &uuml;ber 200 Schriften aus &uuml;ber 33 L&auml;ndern.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Jury bestand aus:&nbsp;David Berlow (Font Bureau),&nbsp;Stephen Coles (Typographica), Abbott Miller (Pentagram), James Montalbano (Terminal Design) und&nbsp;Graham Clifford</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pr&auml;miert wurden folgende Schriften:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.doaks.org/resources/publications/athena-ruby-inscription-font">1. ATHENA RUBY</a></strong></p>
<p>Design: John Hudson, Canada<br />
Foundry: Tiro Typeworks Ltd., Canada<br />
Kunde: Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington DC</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8179" title="athena.png - Größe: 24,38K, Downloads: 111"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-76246500-1364889675.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: athena.png" /></a></p>
<br />
<p><strong><a href="http://justanotherfoundry.com/bernini-sans">2. JAF BERNINI SANS</a></strong><br />
Design: Tim Ahrens, Berlin<br />
Foundry: Just Another Foundry<br />
Beratung: Shoko Mugikura</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8180" title="bernini.png - Größe: 42,91K, Downloads: 123"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-51611800-1364889925.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: bernini.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.blackletra.com/en/typefaces/karol/">3. KAROL</a></strong><br />
Design: Daniel Sabino, S&atilde;o Paulo, Brazil<br />
Foundry: Blackletra</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8181" title="karol.png - Größe: 34,83K, Downloads: 100"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-87855000-1364890083.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: karol.png" /></a></p>
<br />
<p><a href="http://www.brill.com/author-gateway/brill-fonts"><strong>4. THE BRILL FAMILY</strong></a><br />
Design: John Hudson and Alice Savoie, Canada and United Kingdom<br />
Foundry: Tiro Typeworks Ltd.<br />
Kunde: Koninklijke Brill NV, Leiden, The Netherlands</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8182" title="brill.png - Größe: 33,95K, Downloads: 73"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-17536600-1364890202.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: brill.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.positype.com"><strong>5. TEGAKI</strong></a><br />
Design: Neil Summerour, Jefferson, Georgia<br />
Foundry: Positype</p>
<br />
<p><a href="http://blog.davethedesigner.net/post/27117761706/type-and-media"><strong>6. BLANCO</strong></a></p>
<p>Design: David Foster, Sydney<br />
Kunde: Royal Academy of Art (KABK), Den Haag</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8183" title="blanco.png - Größe: 97,22K, Downloads: 70"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-98599000-1364890742.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: blanco.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://monokrom.no">7. VINTER</a></strong><br />
Design: Frode Bo Helland, Oslo, Norway<br />
Foundry: Monokrom</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8184" title="vinter.png - Größe: 24,33K, Downloads: 58"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-91237800-1364890854.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: vinter.png" /></a></p>
<br />
<p><a href="http://www.hafontia.com"><strong>8. DAYS AND NIGHTS</strong></a><br />
Design: Ben Nathan, Jerusalem<br />
Foundry: hafontia.com<br />
Kunde: Bezalel Academy of art and design, Jerusalem</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8185" title="days.png - Größe: 43,82K, Downloads: 59"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-52693500-1364890959.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: days.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://www.fontfont.com/fonts/chartwell">9. FF CHARTWELL</a></strong><br />
Design: Travis Kochel, Portland, Oregon<br />
Foundry: FontFont, Berlin</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8186" title="chartwell.png - Größe: 26,01K, Downloads: 72"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-52331900-1364891051.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: chartwell.png" /></a></p>
<br />
<p><strong>10. BALDUFA</strong><br />
Design: Ferran Milan Oliveras, Barcelona<br />
Language: Arabic and Latin</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8187" title="baldufa.png - Größe: 6,04K, Downloads: 77"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-69844100-1364891229.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: baldufa.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.type-together.com/Iskra">11. ISKRA</a></strong><br />
Design: Tom Grace, Heidelberg, Germany<br />
Foundry: TypeTogether, Prague, Czech Republic<br />
<a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8188" title="iskra.png - Größe: 63,03K, Downloads: 67"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-26370500-1364891582.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: iskra.png" /></a></p>
<br />
<p><a href="http://www.myfonts.com/foundry/Lián_Types/"><strong>12. EROTICA</strong></a><br />
Design: Maximiliano Sproviero, Buenos Aires, Argentina<br />
Foundry: Lian Types</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.linotype.com/de/6951/agmena.html?lang=de"><strong>13. AGMENA</strong></a><br />
Design: Jovica Veljovic, Hamburg<br />
Foundry: Linotype Germany</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8189" title="agmena.png - Größe: 11,98K, Downloads: 72"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-61662900-1364891832.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: agmena.png" /></a></p>
<br />
<p><a href="http://www.myfonts.com/fonts/hubertjocham/jocham/"><strong>14. JOCHAM</strong></a><br />
Design: Hubert Jocham, Lautrach</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[386a4b1164277c608488df805e31e18c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8190" title="jocham.png - Größe: 23,98K, Downloads: 72"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_04_2013/ccs-1-0-16263400-1364891940.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: jocham.png" /></a></p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 08:01:52 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Artikelserie zu Schriftlizenzen: Teil 3. Der gestalterische Schutz von Schriften</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/schriftlizenzserie-teil3</link>
		<description><![CDATA[<p>Der Entwurf von Schriften reiht sich seinem Wesen nach nahtlos in andere k&uuml;nstlerische T&auml;tigkeiten wie Fotografie, Musikkomposition, Illustration, Grafikdesign, Produktdesign, Modedesign usw. ein. Es handelt sich um k&uuml;nstlerische Leistungen, die entsprechende Ausbildungen bzw. &Uuml;bung erfordern, nicht selten als Vollzeitt&auml;tigkeit ausgef&uuml;hrt werden und deren Ergebnisse nicht zwangsl&auml;ufig, aber in aller Regel ein schutzf&auml;higes Werk darstellen. Und dieses Werk kann daher vom Ersteller verkauft bzw. lizenziert werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Erstaunlicherweise wird aber gerade f&uuml;r Schriften die Schutzf&auml;higkeit immer wieder angezweifelt. Dies hat verschiedene Gr&uuml;nde. Zum einen sind die Rechtssprechungen in diesem Bereich schlicht rar. W&auml;hrend es etwa um die Verwendung von Fotografien oder den fotografisch dargestellten Szenen unentwegt Rechtsstreitigkeiten gibt, ist dies bei Fonts nicht der Fall. Es ist daher gar nicht so leicht, die &uuml;bliche Rechtsauffassung bzw. Rechtssprechung darzustellen, wenn dieses Thema so selten vor Gericht verhandelt wird. Zudem werden Schriften heute ganz selbstverst&auml;ndlich &uuml;ber Landesgrenzen hinweg lizenziert. Die Rechtslage unterscheidet sich jedoch auch bez&uuml;glich des Schutzes von Schriften von Land zu Land. Es kommt also im Streitfalle auch immer darauf an, wo verhandelt wird.&nbsp;</p><p>Andererseits werden heute aber auch einfach gern falsche Informationen gestreut. Die Auffassung, Schriften w&auml;ren gar nicht sch&uuml;tzbar, kommt nat&uuml;rlich so manchem gerade recht und mit ausreichend Fantasie kann man sich auch die bisherigen Rechtsurteile in diesem eigenen Interesse zurechtbiegen. Und umso mehr sich entsprechende Darstellungen (z.B. im Internet) verbreiten, umso plausibler scheinen sie zu werden &ndash; ob sie sachlich richtig sind oder nicht. Im Rahmen dieser Artikelserie soll jedoch diesen &uuml;blichen Internetmythen mit nachpr&uuml;fbaren Fakten entgegengewirkt werden.</p><p>In diesem Artikel soll es zun&auml;chst um den grafischen Schutz von Schriften gehen und in der n&auml;chsten Folge dann um die heute &uuml;bliche Nutzungsform von Schriften als Software. Doch zun&auml;chst also zur&uuml;ck zur Gestaltung &hellip;</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[7c9c50db163b4438adc8f4acaf054976]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8133" title="zapf.jpg - Größe: 173,42K, Downloads: 46"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-54333800-1363945341.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: zapf.jpg" /></a></p><p><em>Schriftentw&uuml;rfe, wie hier von Hermann Zapf aus dem Jahr 1950, k&ouml;nnen eine sehr pers&ouml;nliche und sch&ouml;pferische Leistung sein</em></p><p>&nbsp;</p><p>Der Entwurf von Schriften geh&ouml;rt im Bereich des Grafikdesigns zu einer komplexen und hochspezialisierten T&auml;tigkeit. W&auml;hrend etwa die Gestaltung von Wort- oder Bildmarken (&raquo;Logos&laquo;) eine typische Aufgabe f&uuml;r gro&szlig;e und kleine Designagenturen ist, wird professionelle Schriftgestaltung nur von wenigen Spezialisten erledigt &ndash; denn der Aufwand ist betr&auml;chtlich. Viele Monate, wenn nicht Jahre, arbeiten Schriftgestaltern an einzelnen Schriftfamilien. Jeder Buchstabe ist ein einzelner grafischer Entwurf &ndash; und ein einzelner Schriftschnitt ben&ouml;tigt davon mindestens 200, nicht selten aber deutlich mehr. Bei Schriftfamilien m&uuml;ssen so tausende Schriftzeichen entworfen werden, und zwar so, dass sie als harmonisch zusammengeh&ouml;riges Gesamtwerk einsetzbar sind. Die Arbeit gleicht dabei der eines Bildhauers, der ausgehend von einer Idee, die Form nach und nach immer feiner ausarbeitet bis schlie&szlig;lich jedes Detail als auch die Gesamtkomposition perfekt sind.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der hohe Aufwand bei der Erstellung von Schriften f&uuml;hrt dementsprechend zu einem Bedarf, die eigenen Investitionen in die Neusch&ouml;pfung einer Schrift auch entsprechend sch&uuml;tzen zu k&ouml;nnen. Denn das Kopieren oder Nachempfinden eines bestehenden Werkes ist deutlich einfacher, als ein neuartiges Werk aus dem Nichts zu schaffen. Zum Schutz neuer Schriftentw&uuml;rfe bietet das Gesetz verschiedene M&ouml;glichkeiten an.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><span style="font-size:24px;"><strong>1. Schriften als urheberrechtliches Werk</strong></span></p><p>Entgegen der h&auml;ufig im Internet verbreiteten These, k&ouml;nnen Schriften prinzipiell ein Kunstwerk im Sinne des Urheberrechtes sein. Dies findet sich klar in s&auml;mtlichen aktuellen juristischen Abhandlungen zu diesem Thema:</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Schriften k&ouml;nnen als Werke der angewandten Kunst (&sect; 2 Abs. 1 Nr.4 UrhG) urheberrechtlich gesch&uuml;tzt sein. Werke der angewandten Kunst sind gekennzeichnet durch einen bestimmten Gebrauchszweck. Um Urheberrechtsschutz zu erlangen muss ein Werk eine pers&ouml;nliche geistige Sch&ouml;pfung aufweisen.&laquo;&nbsp;</p><p>(Anja Assion, Telemedicus: Schriften - Wie sind sie rechtlich gesch&uuml;tzt?)</p></blockquote><blockquote class="ipsBlockquote"><p>&raquo;Die Gestaltung von Buchstaben und Satzzeichen kann&nbsp;urheberrechtlichen Schutz genie&szlig;en, wenn sie gem. &sect; 2&nbsp;Abs. 2 UrhG eine pers&ouml;nliche geistige Sch&ouml;pfung darstellt.&laquo;&nbsp;</p><p>(Jaeger/Koglin: Rechtlicher Schutz von Fonts)</p></blockquote><blockquote class="ipsBlockquote"><p>&raquo;Schriften k&ouml;nnen, genauso wie andere Designleistungen auch, in Einzelf&auml;llen als Werk der angewandten Kunst urheberrechtlich gesch&uuml;tzt sein.&laquo;</p><p>(Karsten+Schubert Rechtsanw&auml;lte)</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Das Urheberrecht schlie&szlig;t Schriftentw&uuml;rfe ausdr&uuml;cklich <em>nicht</em> aus. Es kommt, wie bei allen Gestaltungsleistungen, allein auf den Grad der Sch&ouml;pfung (die &raquo;Sch&ouml;pfungsh&ouml;he&laquo;) an, ob der Status eines schutzf&auml;higen Werkes erreicht wird oder nicht. Es handelt sich also stets um Fallentscheidungen. Generelle Aussagen lassen sich nur schwerlich treffen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Der Candida-Fall</strong></p><p>Als vermeintlicher Beleg, dass Schriften nicht als urheberrechtliche Werke sch&uuml;tzbar sind, wird gern der Fall der Candida-Schrift aus den 1950er-Jahren zitiert &ndash; einer der wenigen F&auml;lle, in dem die Urheberrechtsfrage von Schriften explizit verhandelt wurde (BGH,&nbsp;30.05.1958,&nbsp;Aktenzeichen: I ZR 21/57). Dabei verneinte der Bundesgerichtshof den urheberrechtlichen Schutz mit dem eine Partei die Verbreitung einer &auml;hnlichen Schrift durch die andere Partei zu verbieten suchte.&nbsp;</p><p>Dieses Urteil wird gern so umgedeutet, dass daraus folge, dass zumindest &uuml;bliche Gebrauchs- bzw. Textschriften, wie in diesem Fall wohl niemals eine Einstufung als urheberrechtlichen Werk erlangen k&ouml;nnten. Also kurzum: das Gros der heute verwendeten Schriften k&ouml;nne keinen Werkstatus innehaben.&nbsp;</p><p>Schaut man sich jedoch den Wortlaut des Urteils einmal genauer an, zeigt sich ein ganz anderes Bild. Denn der BGH &auml;u&szlig;ert sich in dieser Grundsatzeinscheidung in vielerlei Hinsicht ganz klar und eindeutig zur strittigen Frage des Urheberrechts von Schriften.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Schon im amtlichen Leitsatz des Urteils hei&szlig;t es schwarz auf wei&szlig;:&nbsp;</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Auch f&uuml;r den gew&ouml;hnlichen Gebrauch bestimmte Schriften (sog. Brotschriften) k&ouml;nnen Kunstschutz genie&szlig;en.</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Zu den Voraussetzungen hei&szlig;t es weiter:</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Beurteilung, ob eine Gebrauchsschrift ein Kunstwerk darstellt, sind jedoch nicht die besonderen &auml;sthetischen Feinheiten der Schrift, die allein ein geschulter Schriftenfachkenner herauszuf&uuml;hlen in der Lage ist, sondern der &auml;sthetische Eindruck, den die Schrift bei einem Vergleich ihres Gesamtbildes mit vorbekannten Schriften dem mit Kunstdingen vertrauten und f&uuml;r den Anruf der Kunst empf&auml;nglichen Laien vermittelt.</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Sprich: Es kommt auf Neuheit und sch&ouml;pferische Leistung an. Und diese muss auch f&uuml;r Laien erkenntlich sein. Wenn dies gegeben ist, kann jede Schrift Werkstatus erlangen, wobei dies bei <em>Zierschriften</em> (wie es im Urteil hei&szlig;t) eher der Fall sein wird, als bei <em>Textschriften</em>, die sich naturgem&auml;&szlig; st&auml;rker &auml;hneln. So kam der BGH in diesem Fall zu dem Ergebnis, dass die strittigen Schriften nicht die n&ouml;tige Sch&ouml;pfungsh&ouml;he aufweisen. Dass daraus folgen w&uuml;rde, dass s&auml;mtliche Schriften keinen Urheberschutz erlangen k&ouml;nnten, widerspricht jedoch eindeutig den Ausf&uuml;hrungen des BGH-Urteils (siehe oben zitierter Leitsatz) und auch eindeutig den heutigen juristischen Einsch&auml;tzungen (siehe Quellenangaben unten). &nbsp;&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Werk oder blo&szlig;es Handwerk?</strong></p><p>Immer wieder wird auch die These aufgestellt, dass das Entwerfen von Schriften ja blo&szlig;es Handwerk w&auml;re und daher einen Schutz weder verdient, noch rechtlich m&ouml;glich macht.</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Eine Gebrauchsschrift, die lesbar sein soll, d.h. bei der f&uuml;r den Leser ein &raquo;A&laquo; als &raquo;A&laquo; erkennbar sein soll, kann nicht als Kunstwerk im Sinne des Urhebergesetztes gesch&uuml;tzt sein.&nbsp;</p><p>(U. S.)</p></blockquote><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Schriftgestaltung ist kein nennenswerter sch&ouml;pferischer Akt, der durch das UrhG gesch&uuml;tzt werden muss.<br />(W. B.)</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Blickt man auf den reichen Schatz schriftgestalterischen Schaffens zur&uuml;ck, der in den letzten 500 Jahren lateinischer Druckschrift entstanden ist und der sich in unterschiedlichste Facetten und Stilrichtungen aufgef&auml;chert hat, erscheinen Aussagen wie die obigen doch reichlich realit&auml;tsfern. Die Schriftgestaltung hat sich stets parallel zu anderen K&uuml;nsten wie Musik, Architektur, Malerei, Produktdesign usw. weiterentwickelt und wurde allzeit von v&ouml;llig neuen Bewegungen erfasst, die konkret auf sch&ouml;pferischen Leistungen einzelner Schriftgestalter zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Sachzw&auml;nge im Sinne der Leserlichkeit &auml;ndern daran nichts. Auch andere musisch-gestalterische Disziplinen sehen sich den vergleichbaren Zw&auml;ngen unterworfen. Das Design eines Stuhls ist nicht automatisch Gemeingut und daher nicht sch&uuml;tzbar, weil es wie alle anderen Stuhl-Designs 4 Beine, eine Sitzfl&auml;che und eine Lehne haben muss und einer musikalische Komposition wird der Werkstatus nicht verwehrt, weil es wie tausende andere St&uuml;cke aus den gleichen 7 T&ouml;nen der C-Dur-Tonleiter besteht.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[7c9c50db163b4438adc8f4acaf054976]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8137" title="druckschrift.jpg - Größe: 131,03K, Downloads: 75"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-99847000-1364048356.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: druckschrift.jpg" /></a><br /><em>Kleine Auswahl der Druckschriften einer einzelnen Schriftgie&szlig;erei (George Bruce & Company, 1848). Blo&szlig;es Handwerk, das keinen Raum f&uuml;r sch&ouml;pferische Gestaltung bietet?</em></p><p>&nbsp;</p><p>Die Sch&uuml;tzbarkeit eines Werks bezieht sich eben gerade <em>nicht</em> auf die durch den Gebrauch entstehenden Zw&auml;nge, sondern auf dessen konkrete, k&uuml;nstlerisch-&auml;sthetische Darbietung. Ein Hersteller von St&uuml;hlen sch&uuml;tzt nicht das Vorhandensein von vier Beinen, sondern das konkrete Design eines Stuhls. Ein Hersteller einer Schrift kann kein Monopol auf die Form eines A anmelden, gegebenenfalls aber auf &raquo;die individuelle Ausgestaltung der Zeichen eines Alphabets, die in ihrer Gesamtheit&nbsp;eine individuelle &auml;sthetische Wirkung offenbaren&laquo; (Blank 1999).</p><p>&nbsp;</p><p>Das erw&auml;hnte Stuhl-Beispiel ist nicht zuf&auml;llig gew&auml;hlt. Am Schweizer Bundesgericht wurde die Schutzf&auml;higkeit von Le-Corbusier-M&ouml;beln verhandelt (BGE 113 II 190) und dabei in einer Grundsatzentscheidung die Abgrenzung von Werk und blo&szlig;em Handwerk er&ouml;rtert. Auch hier versuchte die beklagte Partei die Gestaltung als blo&szlig;es Handwerk herabzuspielen, das nicht schutzf&auml;hig sein k&ouml;nne:&nbsp;</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>&hellip; bei Gebrauchsgegenst&auml;nden wie M&ouml;beln bliebe wegen der Gebundenheit an die N&uuml;tzlichkeitsfunktion jedoch wenig oder kein Platz f&uuml;r k&uuml;nstlerische Formgebung, wenn die gestalterische Individualit&auml;t, wie hier, nur in der Kombination von Formen und Linien zur Geltung kommen k&ouml;nne.</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Das Bundesgericht folgte dieser Betrachtung jedoch nicht und kommt ganz im Gegenteil zu dem Schluss:&nbsp;</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Das verlangte individuelle Gepr&auml;ge h&auml;ngt vielmehr vom Spielraum des Sch&ouml;pfers ab; wo ihm von vornherein der Sache nach wenig Raum bleibt, wird der urheberrechtliche Schutz schon gew&auml;hrt, wenn bloss ein geringer Grad selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit vorliegt [&hellip;].</p><p>(BGE 113 II 190 S. 196)</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Sachzw&auml;nge durch den Gebrauch schr&auml;nken die Sch&uuml;tzbarkeit also nicht automatisch ein oder machen sie gar unm&ouml;glich. Und diese rechtliche Betrachtung des Schweizer Bundesgerichts spiegelt auch gut die gestalterische Herausforderung wider. Denn gerade wo die Sachzw&auml;nge dominieren, kann die sch&ouml;pferisch-gestalterische Herausforderung f&uuml;r die Schaffung eines hochwertigen, eigenst&auml;ndigen und funktionalen Werkes besonders gro&szlig; sein. Dies gilt f&uuml;r den Entwurf eines Stuhls genauso wie f&uuml;r eine Textschrift.</p><p>&nbsp;</p><p><span style="font-size:24px;"><strong>2. Schriften als Geschmacksmuster</strong></span></p><p>Interessanterweise verweist der BGH auch schon in den 1950er-Jahren im Candida-Urteil ausdr&uuml;cklich auf die alternative Schutzm&ouml;glichkeit zum Urheberrecht: dem Geschmacksmusterschutz.</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Diesem Bed&uuml;rfnis [nach Schutz des &raquo;in der Regel erheblichen Arbeits- und Kostenaufwandes&laquo;] aber wird durch die M&ouml;glichkeit ausreichend Rechnung getragen, auch f&uuml;r Gebrauchsschriften, die eine geschmacklich eingent&uuml;mliche Farbgebung aufweisen, mag ihm auch der f&uuml;r ein Kunstwerk erforderliche Grad an eigenpers&ouml;nlicher Pr&auml;gung fehlen, ein Geschmacksmuster eintragen zu lassen.</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p><strong>Deutschland</strong></p><p>Das <a href="http://www.dpma.de/docs/service/veroeffentlichungen/broschueren/geschmacksmuster_dt.pdf">Geschmacksmuster</a> sch&uuml;tzt &raquo;die zweidimensionale oder dreidimensionale Erscheinungsform eines ganzen Erzeugnisses oder eines Teils davon&laquo;. Seit einer Reform 2004 zur Umsetzung einer europ&auml;ischen Richtlinie sind Schriften in Deutschland nun direkt &uuml;ber das Geschmacksmustergesetz sch&uuml;tzbar. Im Gegensatz zum Urheberrecht ist&nbsp;die Schutzdauer eines deutschen Geschmacksmusters aber auf maximal 25 Jahre beschr&auml;nkt.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[7c9c50db163b4438adc8f4acaf054976]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8132" title="dpma.jpg - Größe: 141,7K, Downloads: 54"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-05065100-1363943116.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: dpma.jpg" /></a></p><p><em>Geschmacksmustereintr&auml;ge von Schriften beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA)</em></p><p>&nbsp;</p><p><strong>Europa</strong></p><p>Auf europ&auml;ischer Ebene k&ouml;nnen Schriftmuster ebenfalls als so genanntes&nbsp;Gemeinschaftsgeschmacksmuster in allen EU-Mitgliedsstaaten gesch&uuml;tzt werden. Dies kann durch selbstst&auml;ndige Eintragung erfolgen oder seit 2003 durch blo&szlig;e &raquo;<a href="http://oami.europa.eu/ows/rw/pages/RCD/FAQ/RCD8.de.do#100">Bekanntmachung in der &Ouml;ffentlichkeit</a>&laquo;. Der Schutz kann also auch <em>ohne</em>&nbsp;Hinterlegung eines Schriftmusters bestehen, jedoch muss dann im Streitfalle die fr&uuml;here Ver&ouml;ffentlichungen und der Vorsatz der Nachbildung der fr&uuml;heren Ver&ouml;ffentlichung vom Kl&auml;ger selbst belegt werden. Die Durchsetzung der eigenen Anspr&uuml;che ist mit hinterlegten Schriftmustern also deutlich einfacher &ndash; sie sind jedoch keine zwingende Voraussetzung f&uuml;r einen Schutz w&auml;hrend der jeweiligen Schutzfristen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>International</strong></p><p>Auf internationaler Ebene kann der Geschmacksmusterschutz &uuml;ber die Weltorganisation f&uuml;r geistiges Eigentum (WIPO)&nbsp;in den 58 Staaten, die das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Haager_Abkommen_über_die_internationale_Hinterlegung_gewerblicher_Muster_und_Modelle">Haager Abkommen</a> unterzeichnet haben, durchgesetzt werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><span style="font-size:24px;"><strong>Fazit</strong></span></p><p>Wie gezeigt wurde, ist es unwahr, dass die grafische Gestaltung von Schriftarten keinen rechtlichen Schutz genie&szlig;en k&ouml;nnte. Ganz im Gegenteil: Der Gesetzgeber sieht mit dem Urheberrechtsgesetz und dem Geschmacksmustergesetz ausdr&uuml;ckliche zwei Mittel dazu vor. Der Bundesgerichtshof hat in seinem Grundsatzurteil zur Candida-Schrift ausdr&uuml;cklich die M&ouml;glichkeit des Schriftenschutzes als urheberrechtliches Werk ausgef&uuml;hrt, selbst f&uuml;r Gebrauchsschriften. Und auch alle heutigen juristischen Abhandlungen zu diesem Thema (siehe Quellenliste unten) kommen zu dem gleichen Ergebnis.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Da es sich bei der Einstufung als urheberrechtlichen Werk jedoch stets um Fallentscheidungen handeln muss, bietet sich f&uuml;r den Schutz durch hiesige Schriftanbieter vor allem der bis zu 25 Jahre w&auml;hrende Geschmacksmustereintrag als probates Mittel an. Denn dieser stellt auch deutlich geringere Anforderungen an die Sch&ouml;pfungsh&ouml;he, wie schon der BGH klarstellte: Die Schriftentw&uuml;rfe m&uuml;ssen neu und &raquo;geschmacklich eigent&uuml;mlich&laquo; sein, ihnen darf aber der &raquo;f&uuml;r ein Kunstwerk erforderliche Grad an eigenpers&ouml;nlicher Pr&auml;gung&laquo; fehlen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Dass die Schwelle zum Erreichen des Urheberschutzes im Falle von Schriften vergleichsweise hoch liegt, erscheint auf den ersten Blick etwas ungerecht. Mit jedem fotografischen Schnappschuss l&auml;sst sich leichter eine Sch&ouml;pfungsh&ouml;he erreichen, als mit einer Schrift, in die hunderte Arbeitsstunden gesteckt wurden. Doch dieser Umstand hat auch in gewisser Weise seine Berechtigung. Schriften sind, zum Beispiel im Gegensatz zu einem einzelnen Gem&auml;lde, ein professionelles Werkzeug des t&auml;glichen Gebrauchs. Zu rigide Schutzm&ouml;glichkeiten k&ouml;nnten dazu f&uuml;hren, dass ein Hersteller einen bestimmten Schriftgestaltungsstil auf viele Jahrzehnte hinaus f&uuml;r sich allein&nbsp;beanspruchen k&ouml;nnte. Und dies w&auml;re kaum in Sinne der Schriftanwender. So kann man den auf 25 Jahre beschr&auml;nkte &raquo;Geschmacksmusterschutz f&uuml;r ein konkretes Produkt&laquo; tats&auml;chlich auch f&uuml;r Schriften als angemessen verstehen. In dieser Zeit hat der Hersteller die M&ouml;glichkeit, sich gegen direkte Plagiate und unberechtigte Verwendung zu wehren und seine Schrift als Marke zu etablieren. Denn den Schriftnamen kann der Hersteller dauerhaft sch&uuml;tzen und insbesondere bei erfolgreichen Schriften im heutigen, schier un&uuml;berschaubaren Schriftenmarkt, ist der bekannte Name einer Schrift ein wesentlicher Verkaufsfaktor.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Ausblick</strong></p><p>Soweit zu den Schutzm&ouml;glichkeiten des Designs einer Schrift. Jedoch nutzen Schriftanwender nicht blo&szlig;e Schriftentw&uuml;rfe, wie es etwa mit den Abreibebuchstaben im 20. Jahrhundert noch der Fall war. Schriften werden heute als Fontdateien verwendet und unabh&auml;ngig vom grafischen Entwurf hat die Qualit&auml;t der &raquo;Fontsoftware&laquo; ma&szlig;geblichen Einfluss auf die Einsetzbarkeit der Schrift.&nbsp;Im n&auml;chsten Teil der Serie widmen wir uns daher einem weiteren typischen Streitpunk: Sind Schriften der Definition nach &raquo;Software&laquo; und kann man sie auch auf diesem Wege rechtlich sch&uuml;tzen?</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Quellen:</strong></p><ul><li><a href="http://www.ifross.org/ifross_html/CR_2002_03_Jaeger_Koglin.pdf">Jaeger/Koglin: Rechtlicher Schutz von Fonts</a>, 2002</li><li><a href="http://www.telemedicus.info/article/1474-Schriften-Wie-sind-sie-rechtlich-geschuetzt.html">Anja Assion, Telemedicus: Schriften - Wie sind sie rechtlich gesch&uuml;tzt?</a>, 2009</li><li><a href="http://www.karstenundschubert.de/uploads/media/Rechtlicher_Schutz_von_Schriften.pdf">Karsten+Schubert Rechtsanw&auml;lte: Der rechtliche Schutz von Schriften</a>, 2010</li><li><a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2021/57">Candida-Urteil: BGH, I ZR 21/57</a>, 1958</li><li><a href="http://www.vblank.ch/articles/font-protection/Schriftschutz.pdf">Blank: Schutz typographischer Schriftzeichen und Schriften im schweizerischen Immaterialg&uuml;ter- und Lauterkeitsrecht</a>, 1999</li><li><a href="https://www.ige.ch/fileadmin/user_upload/Services_Links/f06d01d.pdf">Le-Corbusier-Urteil&nbsp;BGE 113 II 190</a>, 1987</li></ul>]]></description>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 15:18:44 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>iPhone-Apps zur Beschriftung von Fotos</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/t/iphone-apps-zur-beschriftung-von-fotos-r287</link>
		<description><![CDATA[<p>Effektvolle Bilder am Smartphone zu schie&szlig;en und &uuml;ber Dienste wie Instagram zu publizieren, ist schon lange ein weltweiter Trend. In letzter Zeit kamen zus&auml;tzlich immer mehr Apps auf den Markt, mit denen man die eigenen Bilder vor dem Ver&ouml;ffentlichen nicht nur mit Bildeffekten versehen, sondern auch mit Text beschriften kann.</p>
<p>Aus Lizenzgr&uuml;nden kamen die ersten Apps dieser Art mit einer beschr&auml;nkten Auswahl von Freeware-Fonts daher&nbsp;&ndash; typografisch wenig &uuml;berzeugend. Doch es tut sich etwas! Nun steigen selbst Schriftanbieter selbst in das Gesch&auml;ft mit ein. Nachfolgend stellen wir aus den unz&auml;hligen verf&uuml;gbaren Apps dieser Art drei aus typografischer Sicht empfehlenswerte vor.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Photolettering</strong></p>
<p>Der Begriff Photolettering (&raquo;Fotosatz&laquo;) bekommt hier Jahrzehnte nach seiner Entstehung eine v&ouml;llig neue Bedeutung. House Industries hat zus&auml;tzlich zu seinem gleichnamigen <a href="http://www.photolettering.com">Webdienst</a> eine <a href="https://itunes.apple.com/us/app/photolettering/id563237000?ls=1&mt=8">App f&uuml;r iOS</a> ver&ouml;ffentlich, mit der sich Fotos mit zum Teil zweifarbigen Fonts beschriften lassen. Die App ist gratis, kommt jedoch nur mit 3 vorinstallierten Fonts. Alle weiteren Fonts k&ouml;nnen direkt aus der App kostenpflichtig f&uuml;r je 89,- Eurocent erworben werden. Dazu z&auml;hlen zum Beispiel die Chalet, die Neutraface und eine zweifarbige Caslon.&nbsp;</p>
<p>Wenn man es sich recht &uuml;berlegt, ist es doch erstaunlich und erfreulich, dass &uuml;ber Apps wie diese professionelle Fonts nun zu einem erschwinglichen Massengut werden, das von Millionen Smartphone-Nutzern als bewusstes Gestaltungsmittel eingesetzt wird.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[ef67bb559612b0ce396ac6d851ca23a0]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8070" title="photolettering.jpg - Größe: 184,73K, Downloads: 60"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-79859300-1363202060.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: photolettering.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[ef67bb559612b0ce396ac6d851ca23a0]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8076" title="lettertest2.jpg - Größe: 199,4K, Downloads: 95"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-08741500-1363243048.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: lettertest2.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Over</strong></p>
<p>Die App namens Over f&uuml;r 1,79 Euro besticht durch eine sehr einfache Bedienung und kommt mit 30 vorinstallierten Fonts, jedoch fast alle aus dem Freeware-Bereich. Zumindest ist die Auswahl aber breit gef&auml;chert. Es lassen sich beliebig viele Textebenen anlegen, so dass man schon fast von typografischer Gestaltung auf dem Smartphone-Display sprechen kann.&nbsp;</p>
<p>Weitere Fonts sind auch hier freischaltbar. Allerdings handelt es sich hier gr&ouml;&szlig;tenteils um Fonts die ohnehin auf dem iOS-Ger&auml;t vorhanden und damit ja bereits eigentlich schon f&uuml;r den Nutzer lizenziert sind. Hier wird also lediglich noch einmal k&uuml;nstlich die Benutzung in der Anwendung verkauft.&nbsp;</p>
<p><a href="http://madewithover.com">http://madewithover.com</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[ef67bb559612b0ce396ac6d851ca23a0]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8071" title="over.jpg - Größe: 117,87K, Downloads: 128"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-44937500-1363202834.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: over.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[ef67bb559612b0ce396ac6d851ca23a0]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8074" title="overtest.jpg - Größe: 173,36K, Downloads: 128"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-87377100-1363242938.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: overtest.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Phonto</strong></p>
<p>Wer weder auf die Systemfonts, noch auf die &uuml;ber die Apps zur Verf&uuml;gung gestellten Fonts zur&uuml;ckgreifen will, kann zu <a href="https://itunes.apple.com/de/app/phonto-text-on-image/id438429273?mt=8">Phonto</a> greifen. Diese kostenlose App erm&ouml;glicht im Gegensatz zu fast allen anderen Apps dieser Art die Benutzung beliebiger Fonts vom eigenen Desktop-Rechner. Man kann dazu &uuml;ber iTunes beliebige TrueType- oder OpenType-Fonts in die App laden. Die Bedienung der App gestaltet sich etwas umst&auml;ndlich, aber auch hier sind mit mehreren Textebenen, F&auml;rbungen, Drehungen etc. viele Gestaltungsm&ouml;glichkeiten gegeben.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[ef67bb559612b0ce396ac6d851ca23a0]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8078" title="phonto2.jpg - Größe: 146,7K, Downloads: 83"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-97013800-1363243557.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: phonto2.jpg" /></a></p>
<p><em>Die <a href="http://www.myfonts.com/fonts/latinotype/trend/">Latinotype Trend</a>, manuell auf dem iPhone verf&uuml;gbar gemacht &uuml;ber Phonto</em></p>]]></description>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 18:56:59 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>TypoJournal, Ausgabe 4 - Das Schriftschaffen im deutschsprachigen Raum</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/a/typojournal-ausgabe4</link>
		<description><![CDATA[<p><em>&Uuml;ber ein halbes Jahr haben wir daran gefeilt. Nun ist sie verf&uuml;gbar: die vierte Ausgabe des Typografie.info TypoJournals unter dem Motto &raquo;das Schriftschaffen im deutschsprachigen Raum&laquo;.&nbsp;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf Typografie.info sammeln wir seit &uuml;ber 10 Jahren in Artikeln typografisches Fachwissen. Das Medium Internet erlaubt dabei einen schnellen und bequemen Zugriff &uuml;ber die Suchfunktion sowie Aktualit&auml;t und Korrigierbarkeit der Inhalte. Dies alles kann gleichsam Vor- und Nachteil sein. Denn wenn wir auf einen konkreten Zeitabschnitt zur&uuml;ckblicken wollen, ist dies bei einem sich st&auml;ndig &auml;ndernden Medium &auml;u&szlig;erst schwierig. Hier beweisen die sprichw&ouml;rtlich <em>schwarz auf wei&szlig;</em> gedruckten Inhalte auch im digitalen Zeitalter weiterhin ihre St&auml;rke. So entstand auch die Idee zur vierten Ausgabe des TypoJournals, das sich in einer losen Artikelfolge dem Schriftschaffen im deutschsprachigen Raum widmet. Das Thema k&ouml;nnte nat&uuml;rlich problemlos mehrere B&auml;nde f&uuml;llen. Von Gutenbergs Druck mit beweglichen Bleilettern bis zu den unz&auml;hligen jungen talentierten Schriftgestaltern der Gegenwart &ndash; Deutschland, &Ouml;sterreich und die Schweiz haben im Bereich der Druck- und Schriftkunst immer eine wesentliche Rolle eingenommen. Und diesem Wirken widmen wir uns nun ausschnitthaft in dieser Ausgabe. Wir portr&auml;tieren ausgesuchte Schrifthersteller und -gestalter, Museen, Druckereien sowie typografische Organisationen &ndash; und auch eine Auswahl von aktuellen Arbeiten aus den Designhochschulen darf nicht fehlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8063" title="innen02.jpg - Größe: 158,79K, Downloads: 97"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-80902700-1363169105.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: innen02.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Themen der Ausgabe:</p>
<ul class="bbc">
<li><strong>Linotype damals und heute</strong><br />
Von der Setzmaschine zum Schriftanbieter</li>
<li><strong>Die Leser von Morgen</strong><br />
Typografie als Strategie der&nbsp;Leserkonditionierung um 1800</li>
<li><strong>&Uuml;ber den Stempelschneider&nbsp;Justus Erich Walbaum</strong></li>
<li><strong>Das Gutenberg-Museum Mainz</strong><br />
(Kurzvorstellung)</li>
<li><strong>Die Schriftsammlung des&nbsp;Museums f&uuml;r Druckkunst Leipzig</strong></li>
<li><strong>Gro&szlig;e Liebe</strong><br />
Das Buchstabenmuseum in Berlin&nbsp;rettet typografische Riesen</li>
<li><strong>Ungew&ouml;hnliche Umlaute</strong><br />
Eine kleine Systematik</li>
<li><strong>Der Schriftanbieter URW++</strong><br />
Die Wiege der skalierbaren Schrift</li>
<li><strong>Als die Schrift laufen lernte</strong><br />
Die Kurrent um 1900</li>
<li><strong>FontShop und die FontFonts</strong><br />
Der Berliner Schrifthersteller&nbsp;und Versandhandel in Schwarz und Gelb</li>
<li><strong>Schriftanbieter</strong><br />
Eine &Uuml;bersicht zum deutschen Sprachraum</li>
<li><strong>Aus der Hochschule</strong><br />
Diverse Kurzvorstellungen</li>
<li><strong>Die typographische&nbsp;Gesellschaft M&uuml;nchen</strong></li>
<li><strong>Die typographische&nbsp;Gesellschaft Austria</strong></li>
<li><strong>Janz aus Blei jesetzt?</strong><br />
Bleisatz im heutigen Berlin&nbsp;und ein bisschen drumherum</li>
</ul>
<p>Beiteiligte Autoren (Auswahl):&nbsp;</p>
<ul class="bbc">
<li><a href="http://www.dla-marbach.de/metanavigation/kontakt/mitarbeiter/mitarbeiterliste_alphabetisch/index.html?no_cache=1&tx_mfcworkerlist_pi1%5Bdetail%5D=1543" target="_blank">Dr. Sebastian B&ouml;hmer</a>, <a href="http://juliakerschbaum.at" target="_blank">Julia Kerschbaum</a>, <a href="http://www.txet.de" target="_blank">Sonja Knecht</a>,&nbsp;<a href="http://florian.hardwig.com" target="_blank">Florian Hardwig</a>,&nbsp;<a href="http://www.druckkunst-museum.de" target="_blank">Christine Hartmann</a>, <a href="http://www.ralf-herrmann.de" target="_blank">Ralf Herrmann</a>, <a href="http://www.marroquin.es" target="_blank">Frederik Marroquin</a>,&nbsp;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Steve_Matteson" target="_blank">Steve Matteson</a>,&nbsp;<a href="http://www.urw.de/" target="_blank">Peter Rosenfeld</a></li>
</ul>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8107" title="_DSC2131.jpg - Größe: 44,9K, Downloads: 109"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-62369000-1363599934.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: _DSC2131.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8062" title="innen01.jpg - Größe: 171,73K, Downloads: 101"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-14930200-1363169102.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: innen01.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8108" title="_DSC2136.jpg - Größe: 49,8K, Downloads: 93"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-14064500-1363599936.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: _DSC2136.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8057" title="_DSC2101.jpg - Größe: 140,12K, Downloads: 93"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-36951300-1363168992.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: _DSC2101.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8064" title="innen03.jpg - Größe: 136,91K, Downloads: 110"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-99045200-1363169108.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: innen03.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8065" title="innen04.jpg - Größe: 182,33K, Downloads: 114"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-85096300-1363169123.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: innen04.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8059" title="_DSC2107.jpg - Größe: 146,61K, Downloads: 92"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-08833700-1363169000.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: _DSC2107.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8066" title="innen05.jpg - Größe: 153,67K, Downloads: 75"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-68975000-1363169127.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: innen05.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8061" title="_DSC2110.jpg - Größe: 152,27K, Downloads: 77"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-75243400-1363169007.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: _DSC2110.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8112" title="_DSC21572.jpg - Größe: 42,38K, Downloads: 70"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-40790200-1363600457.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: _DSC21572.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[e9419cc733fe45b56ee46d7eaeca55b5]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=8113" title="_DSC21212.jpg - Größe: 43,07K, Downloads: 50"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_03_2013/ccs-1-0-59007400-1363600598.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: _DSC21212.jpg" /></a></p>]]></description>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2013 14:26:34 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Buchvorstellung: Schrift wirkt!</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/schrift-wirkt</link>
		<description><![CDATA[<p>Im Verlag Hermann Schmidt Mainz ist das Buch <em>Schrift wirkt!</em> von Jim Williams erschienen. Es handelt sich dabei um die deutsche Lizenzausgabe des englischen Buches &raquo;Type Matters!&laquo;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Klappentext hei&szlig;t es: &raquo;You cannot not communicate &ndash; das gilt nicht nur f&uuml;r die m&uuml;ndliche, sondern auch f&uuml;r die schriftliche Kommunikation. Schrift wirkt. Besser, man wei&szlig; wie!&nbsp;Mit der Befreiung der Schrift vom Blei ist nicht nur viel frischer Wind ins Typedesign gekommen, sondern auch Expertenwissen verloren gegangen. Hier kommt der charmante Einstieg in die Welt von Type &nbsp;& Typo! Eine kleine Liebeserkl&auml;rung an die Schrift, die Ihnen hilft, Sprache sichtbar zu machen. Ein allgemeinverst&auml;ndliches B&uuml;chlein, das Sie zum souver&auml;nen Chef der enormen &rsaquo;Setzerei&lsaquo; macht, die sich hinter der Tastatur von Mac und PC versteckt.&laquo;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Autor Jim Williams ist Dozent im Fachbereich Grafik an der Staffordshire University und entwickelte f&uuml;r seine Studenten eine Serie von Handzetteln mit typografischen Tipps und Tricks. Daraus entstand schlie&szlig;lich dieses Buch. Es ist in drei Kapitel unterteilt: Im ersten Teil geht es um Hintergrundwissen zu Schriftklassifikation, Buchstabendetails, Schriftmischung und dem Aufbau von Schriftfamilien. Im zweiten und dritten Kapitel werden jeweils Tipps und Tricks f&uuml;r Display- und Lesetypografie gegeben &ndash; also ein Querschnitt zur Mikro- und Makrotypografie. Von Schriftwahl, Absatzformatierungen, optischem Randausgleich etc. bis hin zu Details wie Ligaturen, Unterschneidungen und &auml;hnlichem mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[b2e0a9364694c95ec18e85b0dd97688d]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7969" title="IMG_3291.jpg - Größe: 138,28K, Downloads: 78"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-88450400-1361971252.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3291.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[b2e0a9364694c95ec18e85b0dd97688d]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7970" title="IMG_3292.jpg - Größe: 124,53K, Downloads: 90"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-80066600-1361971261.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3292.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[b2e0a9364694c95ec18e85b0dd97688d]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7971" title="IMG_3293.jpg - Größe: 113,84K, Downloads: 80"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-40160900-1361971269.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3293.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ausstattung und Gestaltung</strong></p>
<p>Das Buch kommt mit Lederoptik und cremefarbenem Papier wie ein Moleskine-Skizzenbuch daher und liegt entsprechend angenehm in der Hand. Im Gegensatz zu anderen Fachb&uuml;chern sieht man dem Werk den Ursprung in typografischen Handzetteln noch gut an. Statt langer Flie&szlig;texte gibt es daher vor allem Beispielabbildungen zu sehen, die mit kurzen Texten erl&auml;utert werden. Oft wird auch mit Vorher-/Nachher-Vergleichen gearbeitet, so dass sich die Wirkung der beschriebenen typografischen Ma&szlig;nahmen direkt beurteilen l&auml;sst. Die Texte sind leicht verst&auml;ndlich geschrieben, jedoch wird auch mit Fachbegriffen nicht gespart, so dass sich das Buch schon eher an Grafikdesigner und Autoren statt an interessierte Laien richtet.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[b2e0a9364694c95ec18e85b0dd97688d]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7972" title="IMG_3294.jpg - Größe: 141,22K, Downloads: 78"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-28177000-1361971288.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3294.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[b2e0a9364694c95ec18e85b0dd97688d]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7973" title="IMG_3295.jpg - Größe: 137,86K, Downloads: 66"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-66762100-1361971306.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3295.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[b2e0a9364694c95ec18e85b0dd97688d]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7974" title="IMG_3297.jpg - Größe: 103,38K, Downloads: 50"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-83148300-1361971314.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: IMG_3297.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Im Klappentext hei&szlig;t es: &raquo;Hier kommt der charmante Einstig in die Welt von Type & Typo!&laquo; Und dem kann man sich sicherlich anschlie&szlig;en. Das Buch ist locker geschrieben und bietet Anf&auml;ngern einen leichten Einstieg in das Thema. Insbesondere begleitend zu Ausbildung, Studium oder einzelnen Typografie-Kursen ist das Buch ein empfehlenswerter Begleiter. Ein umfassendes Lehrbuch kann es nicht ersetzten. Dies verwundert jedoch nicht, wenn man sich die Herkunft in gesammelten Handzetteln verdeutlicht. Die Inhalte sind keineswegs vollst&auml;ndig oder tiefgr&uuml;ndig, sondern eher Sammlung von pers&ouml;nlichen Typografie-Tipps des Autors.&nbsp;</p>
<p>Zumindest im deutschen Buchmarkt f&uuml;llt es auch weniger eine existierende L&uuml;cke. Die Einsteigerb&uuml;cher von Hans Peter Willberg oder &raquo;Buchstaben kommen selten allein&laquo; von Indra Kupferschmid funkionieren ganz &auml;hnlich.&nbsp;</p>
<p>Nichtsdestotrotz: Mit einem Preis von knapp 20 Euro kann man mit diesem Buch nicht viel falsch machen und es eignet sich sicherlich auch hervorragend zum Verschenken.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Buch kann direkt auf der <a href="http://www.typografie.de/Unsere-Buecher/Typografie/Jim-Williams_Gesine-Hildebrandt/SCHRIFT-WIRKT::1551.html">Website des Verlages</a> bestellt werden.&nbsp;</p>
<p>Weitere Buchrezensionen gibt es in <a href="http://www.typografie.info/3/page/Buecher/design-und-typografie.html">unserem Wiki</a>.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Daten zum Buch</strong></p>
<ul>
<li>Jim Williams | Gesine Hildebrandt</li>
<li>SCHRIFT WIRKT! &ndash;&nbsp;Einfache Tipps f&uuml;r den t&auml;glichen Umgang mit Schrift</li>
<li>160 durchgehend zweifarbige Seiten</li>
<li>Format: &nbsp;22 x 17 cm</li>
<li>Soft-Flex-Band mit runden Ecken, Kunstledereinband</li>
<li>
<p>ISBN: 978-3-87439-836-7</p>
</li>
<li>
<p>Preis: 19,80 EUR</p>
</li>
</ul>]]></description>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2013 11:36:58 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Typometrie - ein vergessenes Stück Druckkunst-Geschichte</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/typometrie-karten</link>
		<description><![CDATA[<p>Neben Musiknotenbl&auml;ttern erfolgte auch der Druck von Landkarten &uuml;ber lange Zeit vor allem mithilfe des Holzschnittes oder des Kupferstichs. Im Laufe des 18. Jahrhunderts gab es jedoch auch Versuche, den Bleisatz zum Druck von Landkarten zu verwenden.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Entwicklung dieser Technik geht zu weiten Teilen auf den Diakon&nbsp;August Gottlieb Preuschen (1734&ndash;1803) zur&uuml;ck. Anfangs nannte er sie noch <em>Ing&eacute;nieurie d&rsquo;estampe, </em>taufte sein System der&nbsp;&raquo;Ordnung von geographischen Bildern und Objekten nach geometrischen Regeln und Verh&auml;ltnissen&laquo; dann aber sp&auml;ter in <em>Typometrie</em> um.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><div class='left ipsPad' style="margin-right:10px">
<a class='resized_img' rel='lightbox[957a30b634d0f35b7ebd3fa45e44876c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7820" title="sizilien2.png - Größe: 117K, Downloads: 89"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-39934500-1360309186.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: sizilien2.png" /></a>
</div>
Seine erster Versuch zur Fertigung einer Bleisatzlandkarte fand um 1773/74 statt. F&uuml;r seine Karte von Sizilien (siehe Abbildung) mussten Kreise als Kennzeichnung von St&auml;dten und ein umgedrehtes V als Markierung des Aetna herhalten. Die Umrisse der Insel und die Kennzeichnung der Bezirke wurden im Druck nur durch Sternchen grob angedeutet und nachtr&auml;glich per Hand zu einer Linie verbunden.&nbsp;</p>
<p>Ein eher ern&uuml;chterndes Ergebnis, von dem sich Preuschen aber nicht abschrecken lie&szlig;. Stattdessen suchte er sich einen patenten Mitstreiter, der sich auf Guss und Satz von Schriften verstand. Dieses Partner fand er in Wilhelm Haas-M&uuml;nch (1741&ndash;1800) von der Baseler Haas&rsquo;schen Schriftgie&szlig;erei. Haas fertigte eine Satz Typen speziell zur Darstellung von Karten und konnte damit schon beachtlich detailreiche Probekarten abdrucken.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[957a30b634d0f35b7ebd3fa45e44876c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7812" title="haasprobe.png - Größe: 131,2K, Downloads: 153"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-71771000-1360247059.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: haasprobe.png" /></a></p>
<p><em>Probedruck von Haas</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie so oft bei neuen Entwicklungen, zeigten sich viele zun&auml;chst skeptisch. Im&nbsp;<em>Berlinischen Journal f&uuml;r Aufkl&auml;rung</em> verteidigt Preuschen seinen &raquo;vorl&auml;ufigen Versuch &uuml;ber die Typometrie&laquo;:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="fraktur">&raquo;Ich werde mich durch die Kritik derjenigen, welche ſich aus dem Grunde gegen die Typometrie erkl&auml;ren werden, weil ſie ihnen fremd ſcheinen wird, und da&szlig; dieſe Entdeckung nicht ſchon l&auml;ngſt und von den ber&uuml;hmteſten Mathematikern gemacht ſey, nich au&szlig;er Faſſung bringen laſſen.&laquo;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="fraktur">&raquo;Um den Wert dieſer Erfindung herabzuſetzen, und zugleich die beſten Verſuche zu verſchreien, wird man mir vielleicht die Vorz&uuml;glichkeit der Kupferſtecherei entgegen&nbsp;ſtellen. Allein wenn&nbsp;ſie gleich den Druck durch ihre Feinheit &uuml;bertrift;&nbsp;ſo wir der billige Theil des Publikums doch in der Folge den Nutzen der Typometrie, der keineswegs in Betracht der leichtern und vortheilhaftern Ausf&uuml;hrung in&nbsp;ſeiner ganzen Ausdehnung, ohne die Regeln der Symmetrie und Pr&auml;ciſion zu &uuml;bertreiben, geringer iſt, verkennen.&laquo;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="fraktur">&raquo;Und geſetzt, da&szlig; die Typometrie auch nicht bis zum h&ouml;chſten Grad der Vollkommenheit gelangt; ſo wird ſie dennoch nichts deſto weniger, wegen der geringen Koſten und wegen der verſchiedenen Ver&auml;nderung, in Abſicht des Formats der Karte, immer wichtig genug ſeyn.&laquo;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Aussichten waren ganz klar verlockend. Genau wie beim Handsatz mit beweglichen Lettern winkten Kostensenkung und Geschwindigkeitssteigerung zur Produktion der Karten und somit auch ein lukratives Gesch&auml;ft f&uuml;r die Druckereien, die diese Technik meisterten. Es ging wohl weniger darum, den Kupferstich zu &uuml;berfl&uuml;geln, sondern ihn mit g&uuml;nstigeren Druckkosten zu schlagen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Gesch&auml;ft witterte auch der Leipziger Verleger Johann Gottlob Immanuel Breitkopf (1719&ndash;1794), der ebenfalls mit der Fertigung typometrischer Karten experimentierte und sich alsbald in die Diskussion einschaltete. Er meldete &ouml;ffentlich Zweifel an Zweckm&auml;&szlig;igkeit der Technik an.&nbsp;Denn die Karten lassen sich nun einmal schwer in ein zeilenweises Raster pressen, wie es im Handsatz mit Bleilettern n&ouml;tig w&auml;re. Irgendwo kommen sich Wege, Fl&uuml;ssen, Berge etc. immer ins Gehege und sind mit einem beschr&auml;nkten Satz von vorgefertigten Typen nur schwerlich darstellbar. Insbesondere die Gr&ouml;&szlig;e &uuml;blicher Landkarten stellte den Bleisatz vor Probleme.&nbsp;Nichtsdestotrotz experimentiert auch Breitkopf weiter und es begann ein Wettstreit zwischen Basel und Leipzig.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="fraktur">&raquo;Da aber dieſe durch Typen gesetzte Charten vermuthlich nicht wohlfeiler, als die Kupfer geſtochenen, ausfallen werden; &nbsp;und doch in der Ausf&uuml;hrung bey der unterſchiedenen Projection der zu liefernden Charten, ihre gro&szlig;en Schwierigkeiten finden m&uuml;ſſen; ſo wiſſen wir unſers Theils nicht, ob wir aus einem andern Grunde darzu rathen&nbsp;ſollen, als da&szlig; ein Denkmal dieſer Erfindung auf die Nachwelt komme.&laquo;&nbsp;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[957a30b634d0f35b7ebd3fa45e44876c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7813" title="reichderliebe.jpg - Größe: 108,94K, Downloads: 208"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-38924700-1360247611.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: reichderliebe.jpg" /></a></p>
<p><em>Fantasie-Karte von Breitkopf: Das Reich der Liebe. Zweyter Landchartenſatz-Verſuch. Leipzig, 1777</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[957a30b634d0f35b7ebd3fa45e44876c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7814" title="reich-detail.jpg - Größe: 120,67K, Downloads: 156"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-84226100-1360249675.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: reich-detail.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die typometrischen Karten haben schon auf den ersten Blick eine ganz eigene Anmutung. Alles wirkt streng arangiert und gleichf&ouml;rmig. Jedes Objekt h&auml;lt Abstand zu den umliegenden Objekten. Breitkopf ist besonders bem&uuml;ht, so nah wie m&ouml;glich am etablierten Handsatz von Schrift zu arbeiten. So stehen Texte im Vergleich zu normalen Karten niemals schr&auml;g auf dem Blatt. Die Problematik der sichtbaren Anschluss-Stellen der einzelnen Bleilettern bei durchgehenden Wegen, Fl&uuml;ssen und Grenzen vermeidet Breitkopf geschickt durch die Punktierung oder Strichelung dieser Linien.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[957a30b634d0f35b7ebd3fa45e44876c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7818" title="carta-sicicila2.jpg - Größe: 119,74K, Downloads: 103"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-65720000-1360305348.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: carta-sicicila2.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit der 1777 erscheinenden&nbsp;<em>Carta della Sicilia</em> im Format 60&times;46 Zentimeter kamen Preuschen, Haas und die Haas&rsquo;sche Schriftgie&szlig;erei indes zu gro&szlig;er Bekanntheit. Sie beweist die Tauglichkeit der Technik auch f&uuml;r reale und gro&szlig;formatige Karten.&nbsp;</p>
<p>Die genaue Vorgehensweise der Fertigung ist nicht belegt. Es ist zu vermuten, dass die Karten zun&auml;chst abgepaust und mit einem Rastersystem versehen wurden, um die jeweils n&ouml;tigen Bleilettern ausw&auml;hlen zu k&ouml;nnen. Ein strengen Zeilensystem wie im Textsatz war nur schwer durchzuhalten, insbesondere, wenn man Kupferstich-Karten imitieren wollte, in denen Texte auch regelm&auml;&szlig;ig schr&auml;g oder bogenf&ouml;rmig stehen. Dann war der Ausschluss der entstehenden Freir&auml;ume besonders schwierig. Die Kegel mussten beschnitten oder freistehend gesetzt und die Zwischenr&auml;ume ausgegossen werden.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[957a30b634d0f35b7ebd3fa45e44876c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7815" title="basel.jpg - Größe: 140,01K, Downloads: 121"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-80139200-1360250015.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: basel.jpg" /></a></p>
<p>Die <em>Carte Typometrique du Canton de Basle</em>&nbsp;(1799) enth&auml;lt eine Legende, in der sich einige der benutzten Lettern der Karte einzeln betrachten lassen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Zuge der Napoleonischen Kriege erweist sich der typometrische Kartensatz als &auml;u&szlig;erst praktisch. Denn er ist nicht nur vergleichsweise schnell und g&uuml;nstig anzufertigen, sondern erlaubt auch jederzeit Korrekturen, wenn sich Grenzverl&auml;ufe &auml;ndern und die Karten neu gedruckt werden m&uuml;ssen.&nbsp;</p>
<p>Auch bei Didot in Paris wird sp&auml;ter typmetrisch gedruckt und in Wien vervollkommnet&nbsp;Franz Raffelsperger im 19. Jahrhundert den Kartendruck in dieser Technik. Doch die Typometrie konnte sich nie auf breiter Front durchsetzen. Um 1800 erfindet&nbsp;Alois Senefelder die Lithographie und schafft damit ein deutlich &uuml;berlegenes Verfahren zur Vervielf&auml;ltigung von (selbst farbigen) Bildvorlagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><div class='right ipsPad' style="margin-left:10px">
<a class='resized_img' rel='lightbox[957a30b634d0f35b7ebd3fa45e44876c]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7819" title="ffroutes.png - Größe: 10,74K, Downloads: 99"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-30131600-1360308339.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: ffroutes.png" /></a>
</div>

Doch g&auml;nzlich tot ist die Typometrie dennoch nicht. Hans Reichels Schriftfamilie <a href="https://www.fontfont.com/fonts/routes">FF Routes</a> nimmt das Konzept auf und transportiert es ins digitale Zeitalter. Stra&szlig;en, Kreuzungen, Br&uuml;cken und vieles mehr lassen sich als Schriftzeichen eintippen und durch die Verwendung mehrerer Schriftschnitte sind sogar farbige Hinterlegungen m&ouml;glich. Komplexe Karten lassen sich auf diese Weise freilich nicht herstellen &ndash; auch hier st&ouml;&szlig;t man an die Grenzen, mit denen die T&uuml;ftler des 18. Jahrhunderts bereits zu k&auml;mpfen hatten.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size:12px;">Quellen:&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-size:12px;">Die Typografie im Dienste der Landkarte. Eduard Hoffman-Feer. Basel 1969<br />
Zitat Breitkopf:&nbsp;Ueber den Druck der geographischen Charten, Leipzig 1777<br />
Zitat Preuschen:&nbsp;Vorl&auml;ufiger Versuch &uuml;ber die Typometrie oder das Mittel, geographische Karten nach Art der Buchdrucker zu verfertigen.&nbsp;In: Berlinisches Journal f&uuml;r Aufkl&auml;rung. 1788-90. 1789 , 4.Bd. , S. 33 - 38</span></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 09:05:34 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Artikelserie zu Schriftlizenzen: Teil 2. Wie definiert man Fontnutzung?</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/schriftlizenzserie-teil2</link>
		<description><![CDATA[<p>In der <a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/schriftlizenzserie-teil1">letzten Folge</a> dieser Serie wurde bereits dargelegt, warum digitale Schriften &uuml;berhaupt lizenziert werden und man kein Eigentum an ihnen erwerben kann. Man erh&auml;lt stattdessen eine Nutzungslizenz. Nicht wenige Schriftanwender wundern sich aber heute, dass man f&uuml;r eine Nutzung von Fonts auf Webseiten oder in eBooks zus&auml;tzliche Lizenzen zur normalen Druckschriftlizenz ben&ouml;tigt und dass diese eventuell sogar an Auflagen bzw. Seitenabrufe gekoppelt sind. Bei Druckschriften spielt es doch auch keine Rolle, welche Drucksachen man produziert und ob diese eine Auflage von 100 St&uuml;ck oder 1 Million St&uuml;ck haben. Warum kostet nun also digitales Publizieren extra und ist gegebenenfalls sogar auflagenabh&auml;ngig? Was ist der Unterschied zwischen einer Buchseite auf Papier und auf einem Kindle? Sind nicht beide einfach nur zum Lesen da und sollten mit einer Lizenz abgegolten werden?&nbsp;</p>
<p>Auch hier w&auml;hnen einige Kritiker b&ouml;se Machenschaften und &Uuml;bervorteilung der Schriftnutzer. Tats&auml;chlich sind diese speziellen Nutzungslizenzen eine logische Folge des Prinzips der Nutzungslizenz. Man muss dazu lediglich verstehen, was &raquo;Nutzung von Schrift&laquo; heute bedeutet und wof&uuml;r man also genau bezahlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Auflagenunabh&auml;ngigkeit von Druckschriftlizenzen</strong></p>
<p>Dass f&uuml;r Druckschriften keine auflagenabh&auml;ngigen Kosten entstehen ist heute &uuml;blich, aber gar nicht unbedingt selbstverst&auml;ndlich, wenn man sich vergleichbare lizenzf&auml;hige Gestaltungsleistungen anschaut. Wird ein Illustrator oder Fotograf engagiert, macht es meist einen gro&szlig;en Unterschied, ob dessen Werk im Lokalteil einer Zeitung oder auf dem Cover eines Magazins in millionenfacher Auflage erscheint. In beiden F&auml;lle w&uuml;rde aber f&uuml;r die verwendeten Schriften kein unterschiedlicher Preis entstehen, v&ouml;llig gleich, welchen Anteil die Schrift am gestalterischen Gesamtwerk hat. Selbst f&uuml;r ein typografisches Logo auf Basis eines Fonts, f&uuml;r das die Agentur vielleicht sechstellige Erstellungskosten veranschlagt, erh&ouml;ht sich der Lizenzpreis der benutzen Schrift in der Regel nicht.&nbsp;</p>
<p>Dass dies so ist, hat wohl eher historische Gr&uuml;nde. Die fr&uuml;heren Schrifttr&auml;ger, egal ob im Blei- oder im Fotosatz, waren einmalig, nicht kopierbar und dem Verschlei&szlig; unterworfen. Ihr Einsatz war also schon physisch beschr&auml;nkt. Mit der Umstellung auf Nutzungslizenzen f&uuml;r digitale Fonts hat man dann einfach keine Auflagenbeschr&auml;nkungen eingef&uuml;hrt. Dies w&auml;ren wahrscheinlich zu dieser Zeit schwer vermittelbar und schon gar nicht durchsetzbar gewesen. Die einzig n&ouml;tige &Auml;nderung, war die Umstellung auf nutzerbasierte Lizenzen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[835a9ab2b8d74a36c096c2476498cf60]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7798" title="diatype.jpg - Größe: 79,23K, Downloads: 57"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-42578900-1360132773.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: diatype.jpg" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nutzungslizenzen nach Anzahl der Nutzer</strong></p>
<p>Bei physischen Produkten ist eine Beschr&auml;nkung der Nutzerzahl quasi schon &raquo;eingebaut&laquo;. Eine Schriftscheibe f&uuml;r das Fotosatzger&auml;t&nbsp;<em>diatype</em> (siehe Abbildung) kann nur in ein Ger&auml;t eingelegt und von einer Person benutzt werden. Und auch vor einem Bleisatz-Setzkasten steht schon aus praktischen Gr&uuml;nden nur eine Person. Mit digitalen Schriften (oder jeglicher Desktop-Software) &auml;nderte sich dies schlagartig. Diese k&ouml;nnen problemlos auf 100 Unternehmensrechner kopiert und von 100 Personen gleichzeitig genutzt werden.&nbsp;</p>
<p>Daher wird bei der Lizenzierung von Software die Zahl der Nutzer bzw. Installationen &uuml;ber die Nutzungsbedingungen eingeschr&auml;nkt bzw. eine Multi-Lizenz f&auml;llig. Das ist zwar nicht die einzig m&ouml;gliche Lizenzierungart, aber es ist die &uuml;bliche, da sie vergleichbar mit der Nutzung physischer Produkte ist und somit ein gewisses Ma&szlig; an Fairness mitbringt. Umso mehr Nutzer es gibt, umso h&ouml;her ist der Lizenzpreis. Eine Agentur mit 5 Computern muss 5 Mal InDesign lizenzieren und eine Agentur mit 50 Computern eben 50 Mal. Der Preis richtet sich nach den tats&auml;chlichen Nutzern und wird nicht etwa in gleicher H&ouml;he einmal pro Unternehmen f&auml;llig. Das w&uuml;rde die kleinere Agentur kaum als fair ansehen. Daher ist Einzelplatz-Software praktisch immer an die Zahl der Einzelnutzer gekoppelt.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fontnutzung definiert</strong></p>
<p>Haben wir InDesign und unsere Fonts f&uuml;r unseren Rechner ordentlich lizenziert, k&ouml;nnen wir damit im Drucksachenbereich tats&auml;chlichen machen was wir m&ouml;chten. Beliebige Kunden, beliebige Projekte, beliebige Auflagen. Die einmalige Nutzungslizenz deckt dies alles ab &ndash; auf Lebenszeit.&nbsp;</p>
<p>Doch soll die Schrift in eine Webseite oder ein eBook eingebettet werden, ist damit Schluss.&nbsp;Warum das so ist, liegt in der Definition von Schriftnutzung:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Schriftnutzung ist das aktive Rendering von Schrift unter Zuhilfenahme der Fontsoftware. Das bedeutet: Ein Programm erzeugt dynamisch einen Textfluss mit den jeweiligen Fonts. Dazu wandelt es einen gegebenen, digital vorhandenen Text in Echtzeit in eine darstell- bzw. druckbare Form um, in dem es aus dem Font einzeln die passenden Glyphen entnimmt, dabei die Zurichtung und Unterschneidung anwendet und gegebenenfalls weitere Funktionen wie OpenType-Ersetzungen oder Hinting-Anweisungen ausf&uuml;hrt. Dies ist die Nutzung von Fonts.</em></p>
<p>
Wenn ein Grafikdesigner eine Drucksache in InDesign setzt, erfolgt diese Nutzung. Die Fontsoftware wird dem Anwendungprogramm &uuml;ber eine tempor&auml;re oder dauerhafte Installation zur Verf&uuml;gung gestellt und in der Bildschirmansicht oder in einer Ausgabeform (etwa als PDF oder TIF) gerendert. Wie oft diese Gestaltung dann von der dann <em>statischen</em> Druckvorlage tats&auml;chlich reproduziert wird, spielt keine Rolle, denn die Nutzung der Fontsoftware ist mit der Gestaltung der Seiten ja bereits abgeschlossen. Auch kann man die gerenderten Texte bekanntlich in Kurven oder ein Bitmapbild wandeln und diese, zum Beispiel als Logo eines Unternehmens, weitergeben. Denn das Logo in Kurven oder als Bitmap-Bild ist dann kein aktives Schriftrendering mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[835a9ab2b8d74a36c096c2476498cf60]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7793" title="kindle.png - Größe: 126,41K, Downloads: 54"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-33873400-1360083071.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: kindle.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Digitales Publizieren</strong><br />
Beim digitalen Publizieren (Webseiten, eBooks, Mobil-Anwendungen etc.) geht nun aber die Nutzung vom Ersteller der Publikation auf den Leser der Publikation &uuml;ber &ndash; und dies ist der entscheidende Unterschied. Denn der komplette und funktionsf&auml;hige Font wird mit der Webseite, der App oder dem eBook ausgeliefert und in Echtzeit beim Leser auf dem Ger&auml;t gerendert, als w&auml;re er lokal installiert. Diese Art der Nutzung entspricht also exakt der Nutzung des Fonts durch einen Grafikdesigner in InDesign. Statt der einmaligen Benutzung durch den Designer entsteht eine tausendfache Nutzung durch die Leser. Es spielt dabei auch nur bedingt eine Rolle, ob der Font f&uuml;r den Leser in irgendeiner Form zug&auml;nglich ist oder nicht. Entscheidend ist die Nutzung im Sinne des aktiven Textrenderings.<br />
Ein Unterschied zur Nutzung in InDesign ist nat&uuml;rlich der Zweck. W&auml;hrend der Grafikdesigner den Font in der Regel als ein professionelles Werkzeug zur Erstellung von kommerziellen Drucksachen benutzt, konsumiert der Leser einer Webseite oder eines Magazins auf dem Kindle oder iPad lediglich einen Text. Dieser Unterschied spiegelt sich im deutlich unterschiedlichen Preis der Nutzungen wider. W&auml;hrend der Grafikdesigner den &uuml;blichen Lizenzpreis von z.B. 50 Euro bezahlt, z&auml;hlt der Leser einer Webseite nur als einer von tausenden Seitenabrufen, die der Anbieter der Webseite begleichen muss. So zahlt der Betreiber der Webseite z.B. einen j&auml;hrlichen Pauschalbetrag, mit dem Millionen von Seitenabrufe abgegolten sind.<br />
&nbsp;</p>
<p>Niemand erwartet, dass die Nutzungslizenz von InDesign einschlie&szlig;t, dass man die InDesign-Software als Teil der Gestaltung beliebig weitergeben k&ouml;nnte. Bei Fonts hingegen erwarten viele jedoch genau dies. Dabei sind beide Produkte prinzipiell vergleichbar. Sie sind digitale Gestaltungswerkzeuge und man bezahlt daf&uuml;r, sie auf einem lokalen Ger&auml;t benutzen zu k&ouml;nnen und nicht sie tausendfach offen oder eingebettet weiterzuverbreiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man muss also beim digitalen Publizieren immer unterscheiden, ob das Werkzeug (&raquo;der Font&laquo;) nur benutzt oder auch weitergegeben werden soll.&nbsp;Die Erstellung eines Logos mit einem Font ist eine Fontnutzung. Die Weitergabe des Logos als TIF oder Vektordatei ist im Sinne der Lizenz keine Nutzung des Fonts mehr und muss nicht separat verg&uuml;tet werden.&nbsp;Die Erstellung einer GIF-Datei, die Text enth&auml;lt ist eine Nutzung. Aber die GIF-Datei kann anschlie&szlig;end auf eine Webseite gestellt oder in ein eBook eingebettet und millionenfach verbreitet werden. Die Darstellung der Schrift ist statisch und keine Fontnutzung im Lizenzsinne mehr.&nbsp;</p>
<p>Wird jedoch die Webseite oder das eBook mit dem Font zusammen ausgeliefert, vervielf&auml;ltigt man das Werkzeug selbst &ndash; und dies f&uuml;r eine Nutzung, die in die Tausende oder Millionen gehen kann. Daf&uuml;r muss in der Regel eine separate Lizenz erworben werden, die dann gegebenenfalls auch auflagenabh&auml;ngig ist.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sonderf&auml;lle</strong><br />
W&auml;hrend man sehr klar unterscheiden kann, dass das aktive Rendern eines Webfonts eine Fontnutzung ist, die Anzeige des Textes in einem GIF auf der Webseite aber nicht, ist die Einstufung als Fontnutzung manchmal aber auch schwerer. Die Formate PDF und SWF (Flash) sind solche F&auml;lle, weil sie genau zwischen die genannten Pole fallen. Die Anordnung der Zeichen in einem PDF ist in der Regel im Voraus durch den Ersteller des PDFs festgelegt worden. Es gibt also keinen echten Textfluss, der beim Betrachten in Echtzeit erzeugt werden w&uuml;rde. Dennoch werden sehr wohl die einzelnen Glyphen aus dem (meist unvollst&auml;ndig) eingebetteten Font entnommen und bei der Darstellung des PDFs entsprechend angeordnet. Das PDF kann aber auch &ndash; zum Beispiel f&uuml;r Formulare &ndash; als bearbeitbar angelegt worden sein, so dass der Anwender den Text nachtr&auml;glich komplett ab&auml;ndern kann. Somit ersteht also doch wieder eine Nutzung der Original-Fontsoftware, die dies deutlich von der Darstellung eines GIFs oder eines in Kurven gewandelten Vektorbildes unterscheidet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[835a9ab2b8d74a36c096c2476498cf60]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7799" title="einbettung.png - Größe: 46,99K, Downloads: 49"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_02_2013/ccs-1-0-14130300-1360135003.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: einbettung.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In dieser unklaren Zuordnung, ob PDFs nun eine Nutzung der Fontsoftware sind oder nicht, liegt begr&uuml;ndet, dass sich die Nutzungsbedinungen (EULAs) der einzelnen Schrifthersteller hier auch so deutlich unterscheiden. Die meisten Hersteller gestatten die Erstellung von unbearbeitbaren PDFs, manche fordern f&uuml;r deren Verbreitung aber auch die Begleichung einer speziellen Nutzungslizenz. Manche gestatten die kostenlose Verbreitung solcher PDFs, nicht aber die kommerzielle. Hier sollte man also genau hinschauen und die EULA vor dem Kauf der Schriftlizenz sorgf&auml;ltig studieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Hat man dieses Prinzip der Schriftnutzung als aktives Rendering von Schrift verstanden, wird offensichtlich, warum es heute so viele Lizenzen gibt und warum beim digitalen Publizieren nutzerabh&auml;ngige Lizenzgeb&uuml;hren f&auml;llig werden. Daran ist, wie wir gesehen haben, auch nichts neues. Schriftlizenzen waren von Anfang an nutzerabh&auml;ngig. Neu ist lediglich, dass der Font nicht mehr nur lokal installiert wird, sondern gegebenenfalls an hunderttausende Leser von Webseiten und eBooks ausgeliefert werden kann. Diese hundertausendfache Nutzung kann jedoch nicht einfach mit der normalen Druckschriftlizenz abgegolten sein, die in ihren Bedingungen und ihrem Preis ganz konkret auf die 1 bis 5 lokalen Nutzer zugeschnitten ist &ndash; so wie Nutzungslizenz von Adobe InDesign nicht die Verbreitung des Programms selbst einschlie&szlig;t.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ausblick</strong><br />
In den ersten beiden Artikeln dieser Serie haben wir schon gezeigt, dass&nbsp;Nutzungslizenzen f&uuml;r Schriften kein Trick, sondern eine rechtliche Notwendigkeit sind und dass die&nbsp;Nutzerabh&auml;ngigkeit der Lizenzen&nbsp;zu verschiedenen Lizenzarten f&uuml;r Druckschriften, Webnutzung, eBook usw. f&uuml;hrt.&nbsp;</p>
<p>Um &uuml;berhaupt erst einmal Nutzungsrechte einr&auml;umen zu k&ouml;nnen, muss man jedoch auch im Besitz von Rechten an den immateriellen G&uuml;tern sein. Daf&uuml;r kommen verschiedene Schutzrechte in Betracht, um die es gern Streit gibt. Deshalb werden wir uns in den weiteren Folgen dieser Serie jeweils ausf&uuml;hrlich mit diesen einzelnen Schutzrechten besch&auml;ftigen.&nbsp;</p>]]></description>
		<pubDate>Sun, 27 Jan 2013 09:20:29 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Artikelserie zu Schriftlizenzen: Teil 1. Warum werden Schriften lizenziert?</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/schriftlizenzserie-teil1</link>
		<description><![CDATA[<p>Schriftlizenzierung ist Alltag im professionellen Design. Doch die Details lernt man leider auch in einer Ausbildung oder einem Studium in diesem Fachbereich nicht. In unserem fr&uuml;heren Artikel <a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/mythos-schriftlizenzen">Mythos Schriftlizenzen</a> haben wir bereits einige Grundlagen zu diesem Thema vermittelt. Dabei ging es vor allem ganz praxisbezogen um das &raquo;Wie&laquo; &ndash; und weniger um das &raquo;Warum&laquo;. Um letzteres ranken sich jedoch ebenfalls viele Ger&uuml;chte.&nbsp;Wer sich zum Thema Schriftlizenzen im Internet informieren m&ouml;chte, findet dabei eine F&uuml;lle von abenteuerlichen Aussagen. Mit einer Serie von Artikeln soll hier nun etwas Licht ins Dunkel gebracht werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Als erstes soll es schlicht und ergreifend um die Frage gehen, warum Schriften &uuml;berhaupt lizenziert werden. Denn immer wieder wird von einzelnen der Eindruck erweckt, das Prinzip der Lizenzierung und dessen Anwendung in der Praxis w&auml;ren ein Konstrukt, dass sich die Schrifthersteller k&uuml;nstlich und zu Lasten der Schriftnutzer erschaffen h&auml;tten. Die Lizenzbedingungen werden als unlautere Einschr&auml;nkungen verstanden und manch einer w&auml;hnt sogar, dass Fonts im Rechtssinne &uuml;berhaupt nicht lizenzierbar w&auml;ren &hellip;</p><p>&nbsp;</p><p>Dabei ist die Sache eigentlich schnell erkl&auml;rt:</p><p><strong>Digitale Schriften (&raquo;Fonts&laquo;) werden nicht gekauft, sondern lizenziert, denn das Rechtssystem bietet zur Nutzbarmachung von immateriellen G&uuml;tern schlicht gar keine Alternativen. </strong>Wenn man also das System der Schriftlizenzierung anzweifelt, beweist man allenfalls rechtliche Unkenntnis. Dazu zwei Beispiele, die sich bei der Suche zum Thema Schriftlizenzen finden lassen:</p><p>&nbsp;</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>Das hei&szlig;t aber nicht, dass gut zubereitete Qualit&auml;tsschriften nichts kosten d&uuml;rfen. Quid pro quo! Aber keinesfalls &uuml;ber Lizenzen, Page Views oder sonstige auflagen- oder medienbezogene Abrechnungssysteme. <em>W. B. auf Typografie.info</em></p></blockquote><blockquote class="ipsBlockquote"><p>&raquo;Schriften werden wider der Annahme in dem Beitrag [<a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/mythos-schriftlizenzen">Mythos Schriftlizenzen auf Typografie.info</a>] im Regelfall nicht lizenziert, sondern schlicht gekauft. Man erwirbt kein Nutzungsrecht an den Fonts, sondern Eigentum.&laquo; <em>D. B. auf internet-law.de</em></p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Insbesondere die zweite Aussage, die offenbar von einem Anwalt stammt, &uuml;berrascht. Dass dieser das einfache und im BGB klar definierte Prinzip des Eigentums nicht verstanden hat, ist erstaunlich. Denn der deutsche Begriff des Eigentums als &raquo;absolutes Herrschaftsrecht&laquo; kann sich ausschlie&szlig;lich auf eine <em>Sache</em> beziehen &ndash; und dabei ist eine <em>K&ouml;rperlichkeit</em> eine zwingende Vorraussetzung, etwas als Sache einzustufen:</p><p>&nbsp;</p><blockquote class="ipsBlockquote"><p>BGB &sect; 90 Begriff der Sache: Sachen im Sinne des Gesetzes sind nur k&ouml;rperliche Gegenst&auml;nde.</p></blockquote><p>&nbsp;</p><p>Wenn Sie etwa ein Buch kaufen, werden Sie Eigent&uuml;mer dieses Buches bzw. dieser Sache. Ist der Text aktuell urheberrechtlich gesch&uuml;tzt, d&uuml;rfen sie den Inhalt zwar nicht vervielf&auml;ltigen, aber als Eigent&uuml;mer d&uuml;rfen Sie mit der Sache selbst ansonsten machen, was sie m&ouml;chten. Sie k&ouml;nnen Ihr Buch also auch an Dritte weitergeben oder weiterverkaufen. Der Anbieter der Sache kann Ihre pers&ouml;nliche Nutzung nicht einschr&auml;nken, sofern dies keine anderen Rechte ber&uuml;hrt.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Kein Eigentum am eBook</strong></p><p>Ganz anders verh&auml;lt es sich aber, wenn Sie das gleiche Buch als eBook erwerben. Das elektronische Buch hat keine K&ouml;rperlichkeit und ist daher nach geltendem Recht keine Sache. Sie k&ouml;nnen also folglich auch kein Eigent&uuml;mer der Sache werden. Dieses Prinzip ist auf immaterielle G&uuml;ter, die zum Beispiel in elektronischer Form ausgeliefert werden, schlicht nicht anwendbar. Denn diese lie&szlig;en sich einfach kopieren &ndash; hat der Eigent&uuml;mer damit eine neue Sache aus dem Nichts geschaffen? Und da er als Eigent&uuml;mer ja mit seinem Eigentum machen kann, was er m&ouml;chte, kann er also seine einmal gekaufte Sache millionenfach vermehren, wie es ja mit Eigentum gesetztlich m&ouml;glich ist? Muss sich also f&uuml;r einen neuen MP3-Song oder ein neues eBook nur ein einziger K&auml;ufer finden und dieser darf dann sein Eigentum millionenfach weitergeben?</p><p>Das Gedankenbeispiel zeigt, dass dies so nicht funktioniert. Immaterielle G&uuml;ter sind keine Sachen und man kann daher kein Eigentum an ihnen erwerben. Der gesamte Rechtsbegriff des &raquo;Sachen-Eigentums&laquo; mit all seinen Folgen ist nicht anwendbar. Und daher werden s&auml;mtlichen immateriellen G&uuml;ter (Musik, Fotos, Illustrationen, Computerprogramme und eben auch Fonts) immer lizenziert und niemals verkauft.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Schriftlizenzen. Seit &uuml;ber 20 Jahren unabdingbar</strong></p><p>Der rechtlich also notwendige Sprung vom Eigentum eines Buches zur Nutzungslizenz eines eBooks hat sich bei Schriften schon vor l&auml;ngerem abgespielt. Solange Schriften in Blei oder auf Fotosatz-Scheiben ausgeliefert wurden, war der Nutzer ebenfalls Eigent&uuml;mer der Schriften. Oder genauer gesagt: Er war Eigent&uuml;mer der <em>Schriftentr&auml;ger</em>.</p><p>&nbsp;</p><p><a class='resized_img' rel='lightbox[1da940667c9bf00e30663e72c9390424]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7711" title="fotosatz2.jpg - Größe: 27,45K, Downloads: 45"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-62192000-1358696408.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: fotosatz2.jpg" /></a></p><p><em>Von einer Fotosatzscheibe konnte man Eigent&uuml;mer werden</em></p><p>&nbsp;</p><p>Mit der Auslieferung auf Disketten und CD-ROMs, wie es etwa in den 1990er Jahren noch &uuml;blich war, befanden sich die Schriften dann in einer &Uuml;bergangsphase. Zwar gab es einen physischen Datentr&auml;gen (also eine k&ouml;rperliche Sache), aber der Datentr&auml;ger war dabei lediglich ein Transportmittel. Das eigentlich Gut war bereits immateriell und damit keine Sache mehr. Man konnte die Schrift ja vom Datentr&auml;ger auf beliebige Computer kopieren und die K&ouml;rperlichkeit als Vorraussetzung der Einstufung als Sache war somit trotz physischem Datentr&auml;gen schon nicht mehr gegeben.</p><p>Man beachte den feinen, aber klaren Unterschied: eine Fotosatz-Scheibe und eine Font-Diskette sind beides physische Schrifttr&auml;ger, aber bei ersterem ist das Gut (die Schriftzeichen) selbst physisch untrennbar mit der Sache verbunden, bei letzterem hingegen ist der Datentr&auml;ger als Sache lediglich eine technische Notwendigkeit bzw. M&ouml;glichkeit das immaterielle Gut zu transportieren. Da das gleiche Gut aber genauso auch &uuml;ber das Internet auf den Rechner des Nutzers gelangen kann, macht es rechtlich keinen Sinn, zwischen beiden Formen zu unterscheiden. Ob der Font &uuml;ber das Telefonkabel oder das Kabel des CD-ROM-Laufwerkes auf die Festplatte gekommen ist, kann ja nicht dazu f&uuml;hren, dass einmal Eigentum entstanden ist und einmal nicht.<br />Digital kopierbare Schriften mussten also zwangsl&auml;ufig von Anfang an lizenziert werden. Dies ist eine notwendige Folge der fehlenden K&ouml;rperlichkeit. Es ist jedoch kein Trick aus Habgier der Schriftanbieter (wie einige mutma&szlig;en), mit dem Schriftanwendern k&uuml;nstliche Einschr&auml;nkungen und zus&auml;tzliche Kosten auferlegt werden sollen. Schriftlizenzen sind schlicht der einzig m&ouml;gliche rechtliche Rahmen, indem Schriftanbieter und Schriftanwender eine Nutzung vereinbaren k&ouml;nnen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Ausblick</strong></p><p>Bei digitalen Schriften wird also eine Lizenz zur Nutzung des immateriellen Gutes einger&auml;umt. Der Anbieter des Gutes bestimmt in den zugeh&ouml;rigen Nutzungsbedingungen (EULA, &raquo;End User License Agreement&laquo;) unter welchen Bedingungen diese Nutzung erfolgt. Um zu verstehen, warum es dabei heute so viele verschiedene Lizenzen f&uuml;r Print, Web, eBooks und Apps gibt, muss man zun&auml;chst den Begriff der <em>Fontnutzung</em> n&auml;her beleuchten. Dies wird in der <a href="http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/schriftlizenzserie-teil2">zweiten Folge</a> dieser Serie geschehen.</p>]]></description>
		<pubDate>Fri, 18 Jan 2013 14:40:13 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Wayfinding Sans Symbols - ein intelligenter Piktogramm-Font für Beschilderungen</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/a/wayfinding-sans-symbols</link>
		<description><![CDATA[<p>Die Platzierung von Piktogrammen macht das Layout von Beschilderungen nicht selten zu einem aufwendigen Geduldspiel, da Textrahmen und die Piktogramme als einzelne Vektorobjekte fortlaufend manuell aneinander ausgerichtet werden müssen.&nbsp;</p>
<p>Mit der vom Icondesigner <a href="http://www.insekt.de">Andreas Wohlleben</a> gestalteten&nbsp;<em>Wayfinding Sans Symbols</em>&nbsp;wird die Benutzung von Piktogrammen jedoch nun so einfach wie das Tippen von Text.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Wayfinding Sans Symbols verfügt über 400 Symbole aus dem großen Themenkomplex der Beschilderung im öffentlichen Raum. Die Schrift deckt den Unicode-Bereich »Transport & Map Symbols« vollständig ab und bietet darüber hinaus viele nützliche Zeichen, die in den herkömmlichen Piktogramm-Sets oft fehlen.&nbsp;Jedes Zeichen ist dabei in vier Varianten (rechteckig oder rund jeweils positiv oder negativ) verfügbar.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[124496f57c85fb1d70508bb727862838]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7692" title="line.png - Größe: 17,68K, Downloads: 142"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-19337800-1358418028.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: line.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neben den Bildzeichen enthält die&nbsp;Wayfinding Sans Symbols&nbsp;auch 60 Pfeile, die sich ebenfalls einfach eintippen lassen.&nbsp;Die umschlossenen Buchstaben und Ziffern ermöglichen es auf einfache Weise, Raumnummern, Etagen, Sitzreihen, Nahverkehrslinien und vieles andere mehr zu kennzeichnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[124496f57c85fb1d70508bb727862838]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7693" title="wsymbols2.png - Größe: 96,83K, Downloads: 138"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-42435600-1358418042.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: wsymbols2.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das mühselige Suchen der gewünschten Zeichen in der Glyphenpalette ist bei dieser Schrift nicht nötig. Mit aktivierter Ligaturfunktion reicht das Tippen von einfachen semantischen Codes wie&nbsp;<em>#wheelchair, #parking, #toilet </em>und das gewünschte Piktogramm erscheint.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="background-color:#FBBA00;"><img alt="" src="http://www.fonts.info/store/seite7/images/ani1.gif"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber die »Intelligenz« der Schrift beschränkt sich nicht nur auf die Eingabe der Piktogramme selbst. Selbst mehrfarbige Piktogramme sind möglich und auch dies lässt sich allein durch Tippen erreichen, ohne dass die Piktogramme in Pfade gewandelt und manuell Ebenen angelegt werden müssten. Die verschiedenen Ebenen passen sich dabei sogar automatisch der Form und Größe des gerade benutzten Piktogramms an.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[124496f57c85fb1d70508bb727862838]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7694" title="wsymbols4.png - Größe: 37,71K, Downloads: 97"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-75648600-1358418050.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: wsymbols4.png" /></a></p>
<div style="background-color:#FBBA00;"><img alt="" src="http://www.fonts.info/store/seite7/images/ani2.gif"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Schrift bietet sich insbesondere als Ergänzung zur <em>Wayfinding Sans Pro</em> an, kann aber natürlich auch mit jeder anderen Schrift benutzt werden. Durch den Einsatz als Piktogramm-Font sitzen die Symbole so immer perfekt zur Grundlinie des Textes. Außerdem sind Modifikationen an Text und Piktogrammen jederzeit ohne manuelle Korrekturen von Abständen möglich. Die Größenverhältnisse zwischen Text und Piktogrammen lassen sich global über Absatz- oder Zeichenformate steuern.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ausführliche Informationen und eine Übersicht über die Zeichenbelegung bietet das <a href="http://fonts.info/pub/pdf/wayfinding-sans-symbols.pdf">Schriftmuster-PDF</a>. Die Schrift ist über <em>fonts.info</em> verfügbar. Zur Einführung gibt es 50% Rabatt.&nbsp;<a href="http://www.fonts.info/store/index.php/de/fonts.html">http://www.fonts.info/store/index.php/de/fonts.html</a></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2013 09:48:02 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Im Test: Skyfonts - Schriften über die Cloud mieten</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/fonts/skyfonts-im-test</link>
		<description><![CDATA[<p>An und f&uuml;r sich ist es ein Vorteil von Druckschriftlizenzen, dass sie nicht an Auflagen gekoppelt sind. Eine Zahlung und der jeweilige Nutzer hat ausgesorgt. Allerdings kommt man immer wieder auch in Situationen, wo dieses System unfair scheint. Etwa, wenn man nur mal eben ein paar Buchstaben f&uuml;r das Nachsetzen eines Logos ben&ouml;tigt oder wenn man eine Schrift dem Kunden vorschlagen m&ouml;chte, ohne genau zu wissen, ob sie jemals eingesetzt werden wird. Dennoch wird auch hier der volle Lizenzpreis f&auml;llig und seit nunmehr gut 20 Jahren Desktop Publishing hat sich daf&uuml;r keine wirkliche Alternative aufgetan.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einen v&ouml;llig neuen Vorsto&szlig; wagte vor kurzem der Anbieter&nbsp;<a href="http://www.fontslice.com/">FontSlice</a>. Hier bezahlt man einen Font tats&auml;chlich nur buchstabenweise und dieser wird dann mit dem beschr&auml;nkten Zeichensatz f&uuml;r den jeweiligen Nutzer generiert. Ob aber die Festplatte voller unvollst&auml;ndiger Fonts wirklich ein auf breiter Front tragf&auml;higes System der Schriftlizenzierung darstellt, darf bezweifelt werden. Zumal sich das System nur schwer mit den komplexen OpenType- und Hinting-Funktionen moderner Fonts vertragen d&uuml;rfte.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Statt die Fonts selbst aufzusplitten, k&ouml;nnte man aber auch einfach die Nutzungszeit beschr&auml;nken. Und genau dieses System verfolgt der neue Dienst namens Skyfonts von Monotype. Dazu muss der Schriftanbieter nat&uuml;rlich die Nutzungszeit technisch auf Seiten des Nutzers einschr&auml;nken. Eine Idee, die bei Fonts und anderen digitalen G&uuml;tern nicht neu, aber in der technischen Umsetzung recht anspruchsvoll ist &ndash; zumindest wenn die Fonts dabei so problemlos nutzbar sein sollen, wie herk&ouml;mmliche Fonts.&nbsp;</p>
<p><div class='right ipsPad' style="margin-left:10px">
<a class='resized_img' rel='lightbox[8866a9b16c64bb5e75cad9122d6141a2]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7656" title="skyfonts-install.png - Größe: 16,85K, Downloads: 105"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-14954400-1358172830.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: skyfonts-install.png" /></a>
</div>

Monotype, als einer der mittlerweile gr&ouml;&szlig;ten Schriftanbieter der Welt, hat mit Skyfonts nun so ein System auf die Beine gestellt. Um diesen Dienst nutzen zu k&ouml;nnen, muss man sich zun&auml;chst registrieren und eine Software f&uuml;r Windows oder Mac OS installieren, die dann im Hintergrund die Schriften installiert und auch wieder deinstalliert. Die Anwendung f&uuml;r Windows ist als 32- und 64-Bit-Variante ab Windows XP verf&uuml;gbar. Die Mac-Version erfordert mindestens Mac OS 10.7.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[8866a9b16c64bb5e75cad9122d6141a2]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7658" title="skyfonts-choose.png - Größe: 62,56K, Downloads: 103"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-46345800-1358174457.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: skyfonts-choose.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach der Installation kann man den Dienst sofort benutzen. Die Auswahl der Schriften erfolgt direkt im Browser unter skyfonts.com. Eine iPad-Anwendung sowie ein Plugin f&uuml;r Design-Anwendungen ist aber ebenfalls in Vorbereitung. Momentan hat man Zugriff auf &uuml;ber 8000 Fonts aus den Bibliotheken von Monotype, ITC, Bitstream und Linotype.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[8866a9b16c64bb5e75cad9122d6141a2]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7662" title="abril.png - Größe: 100,66K, Downloads: 113"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-80640000-1358176629.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: abril.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Obwohl der Dienst nun offiziell gestartet ist, hat die Schriftsuche auf der Skyfont-Seite das Beta-Stadium aktuell wohl noch nicht ganz verlassen. Die Schriftfamilien erscheinen lediglich alphabetisch ohne einen Zugriff &uuml;ber Schriftklassifikationen oder andere typische Merkmale bzw. Einsatzbereiche. Wer nicht genau wei&szlig;, welche Schriften genutzt werden sollen, sucht sich diese vielleicht besser zun&auml;chst auf fonts.com&nbsp;oder linotype.de&nbsp;aus.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><div class='right ipsPad' style="margin-left:10px">
<a class='resized_img' rel='lightbox[8866a9b16c64bb5e75cad9122d6141a2]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7657" title="skyfonts-try.png - Größe: 21,55K, Downloads: 127"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-10435100-1358174067.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: skyfonts-try.png" /></a>
</div>

Hat man die gew&uuml;nschten Schriften aber einmal gefunden, k&ouml;nnte die Nutzung dann tats&auml;chlich kaum einfacher sein. Ein Klick auf &raquo;Try&laquo; im Browser installiert die Schrift sofort im Hintergrund im Betriebssystem und stellt sie systemweit zur Verf&uuml;gung. Kein umst&auml;ndlicher Bestellvorgang, kein Download, kein manuelles Entpacken von ZIP-Archiven und Installieren von Schriften. In den meisten Programmen sind die Fonts unmittelbar nach dem Klick im Browser sofort nutzbar. Wohlgemerkt: es handelt sich hier keineswegs um eine Vorschau in Bitmapdarstellung oder &auml;hnliches. Der komplette Font ist vollwertig und ohne jegliche Einschr&auml;nkungen testweise nutzbar.&nbsp;</p>
<p>Hier kann man also durchaus lobend erw&auml;hnen, dass der Anbieter hier auf entsprechendes Vertrauen der Nutzer setzt. Denn die direkte Nutzung dieser Testschriftz&uuml;ge ist nur gem&auml;&szlig; der Nutzungsbedingungen verboten &ndash; technisch unterbunden wird sie nicht. Die Fonts funktionieren w&auml;hrend des Testens ohne Einschr&auml;nkungen. In Mac OS X klinkt sich das System sogar in die Benachrichtungsdienste (wie Growl) ein, sodass man vom System &uuml;ber die Installation und Deinstallation informiert wird. Durchaus praktisch!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[8866a9b16c64bb5e75cad9122d6141a2]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7660" title="buycredits.png - Größe: 23,07K, Downloads: 104"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-32909800-1358176278.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: buycredits.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Kosten</strong></p>
<p>Hat man sich dann f&uuml;r bestimmte Fonts entschieden und will diese tats&auml;chlich nutzen, muss man daf&uuml;r mit so genannten Credits bezahlen. Das System ist dabei recht einfach. Man lizenziert die Schrift entweder f&uuml;r 24 Stunden (Kosten: 1 Credit) oder f&uuml;r 30 Tage (3 Credits).&nbsp;</p>
<p>Die Kosten f&uuml;r die Credits sind abh&auml;ngig davon, wie viele man auf einmal erwirbt. Bei der Mindestbuchung von 45 Dollar kostet ein Credit 3 Dollar. Dies bedeutet, die Nutzung einer beliebigen, gegebenenfalls vollwertigen OpenType-Schrift &uuml;ber den Skyfonts-Dienst kostet also 3 Dollar f&uuml;r einen Tag oder 9 Dollar f&uuml;r 30 Tage. Wer den Dienst h&auml;ufig nutzt und viele Credits auf einmal kauft, kann die Kosten dar&uuml;ber hinaus weiter senken.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Fazit</b></p>
<p>Die Preisstruktur wirkt durchaus angemessen und im Einklang mit den herk&ouml;mmlichen Lizenzpreisen. Wer wei&szlig;, dass eine bestimmte Schrift nur kurzzeitig genutzt oder erstmal nur getestet werden soll, kann hier kr&auml;ftig sparen und der Dienst eignet sich auch perfekt f&uuml;r externe Mitarbeiter, die nur zeitweise an bestimmten Projekten arbeiten. Selbst wenn sp&auml;ter doch noch einmal unerwartete &Auml;nderungen anstehen, kann man jederzeit mit einem Klick die dann abgelaufene Lizenz wieder verl&auml;ngern.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das Kleingedruckte</strong></p>
<p>Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Ich finde das System in technischer Funktionalit&auml;t und Preisgestaltung durchaus &uuml;berzeugend. Es f&uuml;llt eine seit langem bestehende Nutzungs- bzw. Lizenzierungsnische in der gesamten Grafikdesignbranche und gegebenenfalls sogar dar&uuml;ber hinaus. Doch der Skyfonts-Dienst hat auch eine Eigenheit, die ich nicht akzeptabel finde und vor der ich hier ausdr&uuml;cklich warnen m&ouml;chte: das Credit-System, wie es auch andere Anbieter digitaler G&uuml;ter (etwa iStockphoto) benutzen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[8866a9b16c64bb5e75cad9122d6141a2]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7661" title="credits.png - Größe: 55,03K, Downloads: 68"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_01_2013/ccs-1-0-53047600-1358176610.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: credits.png" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man kann gerade noch damit Leben, dass diese Credits eine bewusste Verschleierung der tats&auml;chlichen Preise sind. Ein Preis von &raquo;3 Credits&laquo; l&auml;sst ein Produkt einfach g&uuml;nstiger erscheinen als die &raquo;9 Dollar&laquo;, die gegebenenfalls tats&auml;chlich dahinterstehen. Unannehmbar ist jedoch, dass die Anbieter die Credits einfach nach einer bestimmten Laufzeit (bei Skyfonts: ein Jahr) verfallen lassen.&nbsp;</p>
<p>Credits sind nichts anderes als ein Guthaben auf zuk&uuml;nftige K&auml;ufe &uuml;ber einen bestimmten Dienst. Sie funktionieren genauso wie ein PayPal-Guthaben oder eine Geldkarte bei der Sparkasse. Man l&auml;dt sie mit einem bestimmten Betrag auf und kann bei zuk&uuml;nftigen Eink&auml;ufen &uuml;ber das entsprechende Guthaben verf&uuml;gen. Man stelle sich jedoch einmal vor, PayPal oder die Sparkasse w&uuml;rden ihren Nutzern nach einem Jahr die Nachricht schicken, dass der Anbieter das Konto komplett geleert &ndash; und sich das Geld in die eigene Tasche gesteckt hat, weil der Inhaber des Kontos es nicht rechtzeitig komplett aufgebraucht hat. Es w&auml;re ein Skandal!</p>
<p>Doch nichts anderes wird bei Skyfonts und iStockphoto gemacht. Die Anbieter kommen mit dem simplen Trick davon, dass sie das eingezahlte Guthaben nicht in einer offiziellen W&auml;hrung f&uuml;hren, sondern es einfach &raquo;Credits&laquo; nennen. Pikanterweise wird man durch die Mengenrabatte ja auch noch explizit dazu verleitet, m&ouml;glichst viele Credits auf einmal zu erwerben. Ob man sie innerhalb eines Jahres aufbrauchen wird oder nicht, ist im Voraus v&ouml;llig unklar. Und da man hier ja zeitlich befristete Nutzungslizenzen erwirbt, ist es auch nicht einmal m&ouml;glich, dass man zum Ende des Jahres sein Guthaben noch schnell irgendwie aufbraucht. Die Schriftlizenzen werden dann ben&ouml;tigt, wenn der jeweilige Auftrag ansteht. Man kann ja nichts &raquo;auf Vorrat&laquo; gestalten, nur weil man gerade noch ein paar Credits &uuml;brig hat, denen der Verfall droht.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer sich dennoch auf diesen Deal einlassen m&ouml;chte, hier kann man sich f&uuml;r Skyfonts registrieren: (10 Credits sind &uuml;brigens f&uuml;r neue Nutzer inbegriffen)</p>
<p><a href="https://skyfonts.com/">http://skyfonts.com</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Update</strong>: Monotype hat den Dienst kurz nach seiner offiziellen Ank&uuml;ndigung bereits wieder vom Netz genommen. Die Technologie wurde in das <a href="http://www.fonts.com/de/web-fonts/plans-and-pricing">Abo-Angebot</a> von fonts.com&nbsp;integriert. Man muss nun das so genannte Master-Abo f&uuml;r mindestens 100 Dollar pro Monat w&auml;hlen, um den Zugriff die tempor&auml;r installierbaren Desktop-Fonts zu bekommen. F&uuml;r Vielnutzer zwar ein guter Deal, aber der Vorteil von Skyfonts, einzelne Fonts kurzzeitig g&uuml;nstig mieten zu k&ouml;nnen, ist damit wieder unm&ouml;glich geworden.&nbsp;</p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2013 13:33:50 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Mythos OpenType</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/wissen/mythos-opentype-r270</link>
		<description><![CDATA[<p>Zun&auml;chst muss man wissen, dass das OpenType-Format gar nicht so neu ist, wie uns die meisten Marketing-Aussagen zu diesem Thema glauben machen wollen. Das OpenType-Format basiert direkt auf den TrueType-Spezifikationen. Oder um es noch genauer zu sagen: es basiert auf dem SFNT-Format (&raquo;Spline Font&laquo;), das Apple urspr&uuml;nglich f&uuml;r QuickDraw entwickelte. Man kann sich OpenType als eine Art TrueType 1.5 vorstellen.<br />
<br />
<span><img alt="Posted Image" class="bbc_img" src="http://www.opentype.info/static/opentypetables.jpg" /></span><br />
<br />
Es benutzt die gleiche innere Struktur wie ein TrueType-Font, kann aber &uuml;ber einige zus&auml;tzliche Funktionen verf&uuml;gen, die in optionalen Tabellen im Font gespeichert sind. Und dies bringt uns auch zu unserem ersten OpenType-Mythos &hellip;<br />
<br />
<strong class="bbc">OpenType brachte Plattform-Kompatibilit&auml;t zwischen Windows und Mac</strong><br />
Falsch! Bis einschlie&szlig;lich Mac OS 9 mussten Fonts in den Formaten TrueType und PostScript Type 1 in jeweils separaten Versionen f&uuml;r PC und Mac ausgeliefert und angewendet werden. Dies lag vor allem darin begr&uuml;ndet, dass eine Mac-Datei aus zwei Teilen bestehen kann: einem Datenteil mit den eigentlichen Inhalten (etwa den Bildinformationen einer Bilddatei) und einem Resource-Teil, der zus&auml;tzliche Meta-Daten enthalten kann, wie etwa ein zugeh&ouml;riges Icon der Datei. Die Fontinformationen lagen bei &auml;lteren Mac-Fonts jedoch im Resource-Teil, den Windows nicht kennt und daher verwirft. Somit war ein Austausch von Fonts zwischen PC und Mac ausgeschlossen.<br />
Mit Mac OS X f&uuml;hrte Apple auch eine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Font-Informationen im Datenteil ein, so dass zum Beispiel Windows-TrueType-Fonts direkt am Mac nutzbar wurden. Die Plattform-Kompatibilit&auml;t wurde also durch <strong class="bbc">diesen</strong> Schritt von Apple eingeleitet, nicht durch die Einf&uuml;hrung eines neuen Formates. Da aber OpenType direkt auf der Struktur eines (Windows-)TrueType-Fonts aufsetzt, ist auch das OpenType-Format von Hause aus Plattform-kompatibel.<br />
<br />
<strong class="bbc">OpenType-Fonts sind besser ausgebaut</strong><br />
Nur teilweise wahr! Das alte Format PostScript Type 1 verf&uuml;gte &uuml;blicherweise lediglich &uuml;ber eine 8-Bit-Belegung wie etwa &raquo;Mac Roman&laquo;. So lie&szlig;en sich also maximal 256 Zeichen ansprechen. Dies machte das Setzen von mehrsprachigen Texten oft sehr schwierig, da verschiedene sprachabh&auml;ngige Schriftschnitte der gleichen Schrift (zum Beispiel Helvetica CE/Greek/CYR) verwendet werden mussten und solche Dokumente dann nur richtig dargestellt werden konnten, wenn alle diese Schnitte bei der Anzeige des Dokuments verf&uuml;gbar waren.<br />
OpenType hat diesem Problem mit seiner Unicode-Unterst&uuml;tzung behoben, aber auch dies war nichts, dass speziell f&uuml;r OpenType erfunden wurde. Auch die altbekannten TrueType-Fonts benutzen Unicode und k&ouml;nnen &uuml;ber einen gro&szlig;en Zeichenvorrat verf&uuml;gen.<br />
Das neue an OpenType ist lediglich die Art, wie man auf den erweiterten Zeichenvorrat einer Schrift zugreifen kann. Statt jedes Zeichen lediglich &uuml;ber seinen Unicode-Wert anzusprechen, k&ouml;nnen Zeichen in einem OpenType-Font auch &uuml;ber OpenType-Features benutzt werden. Ein Beispiel w&auml;re das Ligatur-Feature, das es erm&ouml;glicht, jedes Vorkommen von f und i automatisch durch die entsprechende fi-Ligatur zu ersetzen.<br />
Aber lange nicht jeder OpenType-Font enth&auml;lt alle m&ouml;glichen Zeichen und Features. Man kann theoretisch einen TrueType-Font in einen OpenType-Font verwandeln, indem man nichts weiter hinzuf&uuml;gt, als eine fi-Ligatur. Man sieht also, es bringt wenig, eine klare Grenze zwischen TrueType und OpenType ziehen zu wollen. Oft taucht die Frage auf, wie man TrueType-Fonts ins OpenType-Format konvertieren k&ouml;nne. Aber dies w&auml;re ein v&ouml;llig sinnfreies Unterfangen, da durch diese Konvertierung nichts erreicht werden w&uuml;rde, solange nicht der Schriftanbieter selbst den Zeichenumfang erweitert und entsprechende OpenType-Features hinterlegt.<br />
<br />
<strong class="bbc">OpenType ist verl&auml;sslicher, kompatibler und besser unterst&uuml;tzt als TrueType</strong><br />
Falsch! Anwender scheinen h&auml;ufig zu glauben, dass man das OpenType-Format generell dem TrueType-Format vorziehen sollte. Dies liegt wohl an dem immer noch schlechten Ruf, den sich das TrueType-Format Anfang der 1990er Jahre eingefangen hat. Aber dies ist ein eigener Mythos. Zu dieser Zeit wurde &raquo;professionelle&laquo; DTP-Fonts fast ausschlie&szlig;lich im PostScript-Format ausgeliefert und minderwertige TrueType-Fonts kursierten unter privaten Anwendern und machten gern mal Probleme beim Herstellen von Druckvorlagen. Aber dies ist lange her! Heute gibt es keinen Grund mehr, TrueType zu meiden und das OpenType-Format ist auch keineswegs besser unterst&uuml;tzt als TrueType. Da die OpenType-Spezifikationen eine Erweiterungen des TrueType-Formates sind, bietet jede Anwendung, die OpenType unterst&uuml;tzt auch automatisch eine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r TrueType.<br />
<br />
<strong class="bbc">OpenType-Fonts werden unter Windows schlechter dargestellt</strong><br />
Jein! Dieser Mythos ist durch die aktuellen Diskussionen rund um Webfonts wieder brandaktuell geworden. Was hier allerdings gemeint ist, bezieht sich weniger auf das verwendete Font-Format, sondern auf die benutzte Umriss-Technologie. OpenType-Fonts k&ouml;nnen entweder TrueType-Umrisse (quadratische B&eacute;zierkurven) oder PostScript-Umrisse (kubische B&eacute;zierkurven) verwenden. Und die verwendete Art wirkt sich unter Windows leider (noch) deutlich auf die Darstellungsqualit&auml;t aus, auch wenn hier Besserung in Sicht ist.<br />
Wenn es also um die Art der Umriss-Beschreibung geht, macht es wenig Sinn, allein von &raquo;OpenType&laquo; zu reden.<br />
Wie oben bereits gezeigt wurde, ist ein TrueType-basierte OpenType-Fonts nichts anderes als ein TrueType-Font mit zus&auml;tzlichen OpenType-Merkmalen. Ein PostScript-basierter OpenType-Font ist ganz &auml;hnlich aufgebaut. Es wird hier lediglich der Teil, der die TrueType-Umrisse beschreibt (glyph table), durch eine Beschreibung von PostScript-Umrissen ausgetauscht (CFF table). Deshalb werden PostScript-basierte OpenType-Fonts auch oft mit dem K&uuml;rzel CFF (Compact File Format) beschrieben.<br />
<br />
<span><img alt="Posted Image" class="bbc_img" src="http://www.opentype.info/static/opentypeflavours.jpg" /></span><br />
<br />
Wenn es also auf die Umrissbeschreibung ankommt, sollte man nicht von OpenType allein sprechen, sondern von TrueType- oder PostScript-basierten OpenType-Fonts. Die empfohlenen Kurzformen lauten OpenType TT und OpenType PS.<br />
<br />
<strong class="bbc">TrueType-Fonts haben den Suffix TTF, OpenType-Fonts nutzen OTF. Korrekt?</strong><br />
Falsch! Ungl&uuml;cklicherweise gibt der Suffix einer Fontdatei keine hundertprozentige Auskunft dar&uuml;ber, welches Fontformat tats&auml;chlich vorliegt. OTF wird haupts&auml;chlich f&uuml;r PostScript-basierte OpenType-Fonts benutzt, jedoch erlauben die OpenType-Spezifikationen ausdr&uuml;cklich, dass auch TrueType-basierte OpenType-Fonts diese Endung verwenden k&ouml;nnen.<br />
TTF wiederum wird von herk&ouml;mmlichen TrueType-Fonts und TrueType-basierten OpenType-Fonts gleicherma&szlig;en verwendet. Und dies ist auch sinnvoll, da wir ja bereits gelernt haben, dass diese beiden Fontarten sich sehr &auml;hnlich sind. Durch das Beibehalten der TTF-Endung k&ouml;nnen TrueType-basierte OpenType-Fonts auch in Anwendungen verwendet werden, die keine OpenType-Features unterst&uuml;tzen. Die Fonts verhalten sich dann ganz einfach wie herk&ouml;mmliche TrueType-Schriften ohne OpenType-Merkmale.<br />
<br />
<strong class="bbc">Aber das Format kann man doch am Icon ablesen, oder?</strong><br />
Falsch! Schaut man in den Font-Ordner von Windows XP oder Vista finden sich dort Fonts, die ein OpenType-Icon besitzen und andere mit einem TrueType-Icon. Leider l&auml;sst sich aber auch daraus nicht mit Sicherheit schlie&szlig;en, welches Fontformat genau vorliegt.<br />
PostScript-basierte OpenType-Fonts tragen ein OpenType-Icon, aber bei den TrueType-basierten Fonts ist es etwas komplizierter: Microsoft hat sich daf&uuml;r entschieden, die optische Kennzeichnung als OpenType-Font von der Existenz einer digitalen Signatur abh&auml;ngig zu machen. Dies bedeutet, TrueType-basierte OpenType-Fonts tragen nur ein OpenType-Icon, wenn sie &uuml;ber eine solche Signatur verf&uuml;gen. Anderenfalls werden sie genauso darstellt wie herk&ouml;mmliche TrueType-Fonts.<br />
<br />
<span><img alt="Posted Image" class="bbc_img" src="http://www.opentype.info/static/fontfolder.jpg" /></span><br />
<br />
<strong class="bbc">Aber OTF hei&szlig;t doch OpenType, oder nicht?</strong><br />
Nun, &hellip; OTF ist zwar die Abk&uuml;rzung f&uuml;r OpenType, aber ich rate generell von der Benutzung dieser Abk&uuml;rzung ab, wenn allgemein von OpenType die Rede sein soll. OTF ist, wie zuvor erkl&auml;rt, meist (aber nicht notwendigerweise) der Suffix einer PostScript-basierten OpenType-Schrift. Spricht man also von OTF ist nicht klar, ob man damit OpenType-Fonts im allgemeinen oder nur jene, mit PostScript-Umrissen meint. Man sollte daher besser von &raquo;OT Fonts&laquo; sprechen. Und wenn es auf die Umrissbeschreibung ankommt: OpenType TT oder OpenType PS.</p>]]></description>
		<pubDate>Sun, 06 Jan 2013 13:57:23 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Frühbucherrabatt zur TYPO Berlin 2013 »Touch«</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/event/typo-2013</link>
		<description><![CDATA[<p>3 Tage Programm, 4 B&uuml;hnen, 50 Sprecher, Workshops, Gespr&auml;che, eine Party, 1000 weitere Teilnehmer. Unter dem Motto &raquo;Touch&laquo; wird sich die TYPO Berlin 2013 den &raquo;greifbaren Aspekten des Gestaltens&laquo; widmen.<br />
Die TYPO Berlin findet im Haus der Kulturen der Welt vom 16. bis 18. Mai &ndash; also unmittelbar vor dem Pfingstwochenende &ndash; statt.<br />
Wer sich noch dieses Jahr anmeldet, kann wie immer sparen. Regul&auml;re Teilnehmer zahlen 450,&ndash; Euro (statt 650,- Euro) Euro zzgl. Mehrwertsteuer, Studenten zahlen 219 Euro (inkl. Mehrwertsteuer).<br />
<br />
<a href="http://typotalks.com/berlin/de/">http://typotalks.com/berlin/de/</a></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 08:28:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>versaleszett.de – Die Kopiervorlage zum großen Eszett</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/n/grosses-eszett-kopieren</link>
		<description><![CDATA[<p>Ganz gleich ob man die derzeitige Entwicklung nun mag oder nicht – auch wer gegen das große Eszett argumentiert, möchte es zu diesem Zweck zumindest eingeben können. Wer keine der neuen T2-Tastaturen hat oder sich manuelle mit Textersetzungen oder Zeichenübersichts-Programmen hilft, greift in der Regel auf das einfach Kopieren-und-Einfügen zurück. Eine zentrale Anlaufstelle dafür wurde nun unter <a href="http://versaleszett.de">versaleszett.de</a> geschaffen.<br><br>
Besonders praktisch ist dies übrigens für Mobilgeräte, wo der Zugriff auf spezielle Sonderzeichen, die nicht in der gerade benutzen Software-Tastatur-Belegung enthalten sind, meist recht umständlich oder gar nicht möglich ist.<br><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7564" title="eszettiphone.png - Größe: 13,93K, Downloads: 359"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467539,8709.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: eszettiphone.png" /></a><br><br><a href="http://www.versaleszett.de">http://www.versaleszett.de</a></p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2012 13:41:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Typomapp - die Karte typografischen Wissens</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/intern/typomapp</link>
		<description><![CDATA[<p>Der französische Entwickler Leo Dumea hat seine <a href="http://typomapp.typografie.info/">Typomapp</a>-Anwendung gerade einem umfassenden Update unterzogen. Die Karte sammelt typografische Daten zu Orten, Persönlichkeiten, Schriftanbietern und sonstigen Ereignissen der Schrift- und Drucktechnik. Über einen Schieberegler lässt sich die Zeitspanne zwischen Gutenberg und der Gegenwart weiter eingrenzen.<br>
Die neue Version 2.0 ist nun mehrsprachig und jeder Besucher kann die so genannten POIs (Points of Interest) anlegen, korrigieren oder übersetzen.<br><br>
Die Webanwendung steht jedem kostenlos zur Verfügung. Interessant ist Typomapp für Schriftinteressierte aber vor allem auch unterwegs, wenn man sich zur jeweiligen Umgebung entsprechende Daten abrufen kann. Typomapp ist dazu als App für <a href="http://clkde.tradedoubler.com/click?p=23761&a=1967270&url=https://itunes.apple.com/us/app/typomapp/id427971400?mt=8&partnerId=2003">iOS</a> (Partnerlink) und <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.ateliermedia.typomapp">Android</a> verfügbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7562" title="typomapp3.jpg - Größe: 117,93K, Downloads: 556"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467539,7478.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: typomapp3.jpg" /></a><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7561" title="typomapp2.jpg - Größe: 79,04K, Downloads: 527"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467539,7078.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: typomapp2.jpg" /></a></p>
<p><br>
Typografie.info hat mit Typomapp eine Partnerschaft abgeschlossen, so dass die Karte von nun auch auch nahtlos integriert auf Typografie.info angezeigt werden kann. <a href="http://typomapp.typografie.info">http://typomapp.typografie.info</a></p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2012 08:29:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">8e2cfdc275761edc592f73a076197c33</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Monokrom: neue Foundry aus Norwegen</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/fonts/monokrom-neue-foundry-aus-norwegen-r264</link>
		<description><![CDATA[<p>Die norwegischen Schriftgestalter Frode Helland und Sindre Bremnes sind gerade mit dem neuen Schriftenlabel <a href="https://monokrom.no">Monokrom</a> an den Start gegangen. Bislang sind 5 Schriftfamilien verfügbar, die allesamt gestalterisch und qualitativ überzeugend daherkommen. Die Schriftschnitte sind ab 60 Euro verfügbar.<br><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7552" title="Bildschirmfoto 2012-12-06 um 08.12.12.jpg - Größe: 20,67K, Downloads: 251"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467539,2266.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: Bildschirmfoto 2012-12-06 um 08.12.12.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7553" title="Bildschirmfoto 2012-12-06 um 08.11.21.jpg - Größe: 32,8K, Downloads: 257"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467539,257.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: Bildschirmfoto 2012-12-06 um 08.11.21.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7550" title="Bildschirmfoto 2012-12-06 um 08.12.48.jpg - Größe: 98,65K, Downloads: 248"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467539,1428.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: Bildschirmfoto 2012-12-06 um 08.12.48.jpg" /></a><br><br>
Aus deutscher Sicht interessant: Sämtliche Schriften von Monokrom kommen mit Versal-Eszett.<br><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7549" title="monoeszett.png - Größe: 22,1K, Downloads: 248"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467536,5771.png" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: monoeszett.png" /></a><br><br>
Weitere Infos: <a href="https://monokrom.no">https://monokrom.no</a></p>]]></description>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2012 07:07:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Ludwig Type veröffentlich Marat Sans</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/fonts/marat-sans</link>
		<description><![CDATA[Die Antiqua-Schrift <a href='http://www.ludwiguebele.de/item.php/Typefaces/Retail/Marat-Pro/'><em class='bbc'>Marat</em></a> von <a href='http://www.myfonts.com/fonts/ludwiguebele/marat/'>Ludwig Übele</a> erschien 2008 und wurde auf Anhieb zu einem Erfolg. Sie zählte zum Beispiel zu den besten 10 Schriften des Jahres 2008 bei <a href='http://www.myfonts.com/newsletters/sp/200901.html'>MyFonts</a> und <a href='http://typographica.org/features/our-favorite-typefaces-of-2008/'>Typographica</a>. Nun liefert der Designer eine passende serifenlose Variante nach: die Marat Sans.<br /><br /><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7544" title="95718.jpg - Größe: 29,43K, Downloads: 421"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467536,371.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: 95718.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7545" title="95716.jpg - Größe: 89,61K, Downloads: 426"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467536,417.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: 95716.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7546" title="95714.jpg - Größe: 103,23K, Downloads: 428"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467536,456.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: 95714.jpg" /></a><br /><br />Mit ihren 9 Strichstärken und den einzeln erhältlichen Kapitälchen-Fonts bringt es die Marat Sans auf ganze 27 Schriftschnitte.<br /><a href='http://www.myfonts.com/fonts/ludwiguebele/marat-sans/'>http://www.myfonts.com/fonts/ludwiguebele/marat-sans/</a>]]></description>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2012 07:09:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">7eb3c8be3d411e8ebfab08eba5f49632</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Yanone dreht 3D-Tanzmusikfilm Antithesis angelehnt an seine gleichnamige Schriftfamilie</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/fonts/yanone-antithesis</link>
		<description><![CDATA[<p>Der deutsche Schriftgestalter und Multimedia-K&uuml;nstler Yanone dreht einen Tanzmusikfilm, dessen Konzept seiner Schriftfamilie Antithesis entlehnt ist. Die Schriftfamilie <em class="bbc">Antithesis</em> ist Yanones Meisterst&uuml;ck der Schriftgestaltungsklasse <em class="bbc">Type and Media</em> an der K&ouml;niglichen Akademie der bildenden K&uuml;nste in Den Haag. Eine Schriftfamilie mit ihrerseits ungew&ouml;hnlichem Konzept: Die Spannung zwischen drei ungleichen Polen. Anders als bei vielen Schriftfamilien heute &uuml;blich besteht sie nicht aus einer Vielfalt an Strichst&auml;rken, die dem selben Konstruktionsprinzip folgen. Antithesis ist eine Familie aus nur drei Schnitten, deren Konstruktion sich bei verwandter Formensprache ma&szlig;geblich voneinander unterscheidet. Die Normale ist eine scharfkantig geschnittene Slab-Serif, die Kursive eine verbundene Schreibschrift und die Fette eine serifenlose Groteske &mdash; drei Formenprinzipien, die in dieser Kombination &auml;u&szlig;erst un&uuml;blich sind.<br />
<br />
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7542" title="Antithesis-Tension-Triangle.jpg - Größe: 73,42K, Downloads: 284"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467536,2192.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: Antithesis-Tension-Triangle.jpg" /></a><br />
<br />
Schon w&auml;hrend des Schriftgestaltungsstudiums in Den Haag hatte Yanone die Idee, dieses Konzept der Spannung in einen Kunstfilm zu verwandeln. Im Sommer 2011, nach Ende des einj&auml;hrigen Master-Studiums, hatte er nach Gespr&auml;chen mit der langj&auml;hrig befreundeten freien Dresdner T&auml;nzerin Johanna Roggan und mehreren Festivalbesuchen in der Psytrance-Szene die durchschlagende Idee: Ein ungef&auml;hr zehnmin&uuml;tiger Tanzmusikfilm, in dem er Johanna Roggan ganz ins Rampenlicht stellt und ihr die Freiheit l&auml;sst, die gemeinsam erarbeitete Handlung rund um die Spannung zwischen drei Polen, den drei Phasen der philosophischen Dialektik (These, Antithese und Synthese) und den drei Phasen der Entstehung des Universums nach hinduistischem Glauben (Entstehung, Dauer und Aufl&ouml;sung) auf&rsquo;s Parkett zu bringen.<br />
<br />
<iframe allowfullscreen="" frameborder=""0"" height=""394"" mozallowfullscreen="" src=""http://player.vimeo.com/video/54223456"" webkitallowfullscreen="" width=""700""></iframe></p>
<p><a href=""http://vimeo.com/54223456"">Antithesis &ndash; Trailer</a> from <a href=""http://vimeo.com/yanone"">Yanone</a> on <a href=""http://vimeo.com"">Vimeo</a>.</p>
<br />
<br />
<p>Der Film soll au&szlig;erdem durch eine aufwendige 3D-Produktion begeistern. &raquo;Ich bin schwer beeindruckt vom Medium des 3D-Films&laquo;, so der Schriftk&uuml;nstler und angehende Filmemacher, &raquo;aber auch entt&auml;uscht von der geringen Bereitschaft der namhaften 3D-Kinofilme, sich &uuml;ber die blo&szlig;e R&auml;umlichkeit hinaus kreativ mit dem Medium auseinander zu setzen. Schwerter und B&auml;lle, die den Zuschauern ins Gesicht fliegen, k&ouml;nnen es wirklich noch nicht gewesen sein.&laquo;<br />
<br />
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7541" title="Trailer-Still-Johanna.jpg - Größe: 26,78K, Downloads: 280"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_12_2012/ccs-1-1357467536,1622.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: Trailer-Still-Johanna.jpg" /></a><br />
<br />
Finanziert werden soll der Film durch das zunehmend erfolgreiche Crowd-Funding, den massenhaft eingeworbenen Spenden von Interessenten aus aller Welt &uuml;ber Internet-Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo. &raquo;Ich bin mir bewusst&laquo;, sagt Yanone, &raquo;dass vor allem bei Kunstfilmen den Filmemachern &uuml;ber Crowd-Funding eingeworbenes Geld nicht gerade geschenkt wird&laquo;. Deshalb hat er eine Idee, die ihm Mut macht. Als Gegenleistung m&ouml;chte er den Spendern neben gedruckten Plakaten die zum Projekt geh&ouml;rende Schriftfamilie Antithesis in digitaler Form schenken. Eine tolle Gelegenheit f&uuml;r Gestalter mit Interesse an neuen Schriften, die sp&auml;ter professionell erscheinende Schriftfamilie zu einem Bruchteil ihres Werts zu ergattern. &raquo;Zwar verliere ich durch das Verschenken der Schrift an die Spender viele sp&auml;tere K&auml;ufer, doch immerhin kann ich dadurch die Produktionskosten des Films tragen&laquo;, freut sich Yanone.<br />
<br />
Die Crowd-Funding-Phase hat gerade auf der international agierenden Plattform Indiegogo begonnen: <a href="http://www.indiegogo.com/antithesis">http://www.indiegogo.com/antithesis</a><br />
Weitere Informationen rund um die Schriftfamilie und das Filmprojekt pr&auml;sentiert Yanone in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden auf der Projektseite im Internet unter <a href="http://antithesis.de">http://antithesis.de</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 07:08:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">dc4c44f624d600aa568390f1f1104aa0</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Freefonts-App für das iPad</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/t/freefonts-app-f%c3%bcr-das-ipad-r260</link>
		<description><![CDATA[<p>Freefonts für das iPad ist eine App, die Magazin-artig 90 kostenlose Schriften vorstellt.<br><br>
FreeFonts versteht sich nach Aussage des Entwicklers Florian Zietz als »Hilfsmittel für Gestalter und zeigt eine qualitativ hochwertige Auswahl von Text-, Display-, Fraktur- und Symbolschriften. Immer mehr Grafik-Designer besitzen ein iPad. Ohne das aktive Projekt am Computer verlassen zu müssen, gehen Sie auf dem iPad und den FreeFonts auf inspirierende Entdeckungsreise.«<br><br>
Kostenlose Fonts, aber kein kostenloses Programm. Die App ist bis zum 31.12.2012 zum Einführungspreis von 0,79 Euro über Apples <a href="http://itunes.apple.com/us/app/freefonts/id533749360?l=de&ls=1&mt=8">iTunes-Store</a> erhältlich. Ab dem 1.1.2013 kostet die App dann 2,99 Euro.<br><br><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7537" title="freefonts1.jpg - Größe: 88,03K, Downloads: 502"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_11_2012/ccs-1-1357467535,738.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: freefonts1.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7539" title="freefonts3.jpg - Größe: 46,25K, Downloads: 491"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_11_2012/ccs-1-1357467536,0374.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: freefonts3.jpg" /></a></p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2012 09:34:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">f4573fc71c731d5c362f0d7860945b88</guid>
	</item>
	<item>
		<title>Verbindung zweier Welten: Eine chinesische gebrochene Schrift</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/n/chinesische-gebrochene</link>
		<description><![CDATA[<p>Ein interessanter Kultur-Mix: Der in Paris lebende Designer Tao Chen entwickelte eine chinesische Schrift, die sich direkt an die Gestaltungsprinzipien gotischer Schriften anlehnt.<br><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7531" title="21e787b0629621b58b674584e1846d41.jpg - Größe: 111,07K, Downloads: 554"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_11_2012/ccs-1-1357467535,3099.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: 21e787b0629621b58b674584e1846d41.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7529" title="c5ebae5b418db86ea8b2ff725d6e3478.jpg - Größe: 107,66K, Downloads: 593"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_11_2012/ccs-1-1357467535,2419.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: c5ebae5b418db86ea8b2ff725d6e3478.jpg" /></a><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7528" title="2441c685b2fa4452e5ef0c1f0fc160e6.jpg - Größe: 50,54K, Downloads: 616"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_11_2012/ccs-1-1357467535,2006.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: 2441c685b2fa4452e5ef0c1f0fc160e6.jpg" /></a><br><br>
Mehr unter <a href="http://www.typographyserved.com/gallery/Chinese-Gothic/4850969">http://www.typographyserved.com/gallery/Chinese-Gothic/4850969</a></p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 08:49:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>Schriftvorstellung: Moskau Grotesk von Björn Gogalla</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/fonts/moskau-grotesk</link>
		<description><![CDATA[<p>Das Café Moskau, gegenüber dem Kino International, in der Karl-Marx-Allee in Berlin Mitte, war eine der Prestigebauten der ehemaligen DDR. Erbaut in den frühen 1960er Jahren avancierte es, über die Jahre und wechselnde gesellschaftliche Entwicklungen hinweg, zu einem der Markenzeichen der Hauptstadt. Der Namenszug auf dem Dach wurde von dem Grafiker Klaus Wittkugel (*17.10.1910; † 19.09.1985) entworfen. Ab 1952 war er Professor an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin und neben der gestalterischen Umsetzung zahlreicher Plakate, Bucheinbände und Briefmarken auch für die Beschilderung des Kino International sowie für das grafische Erscheinungsbild des Palasts der Republik verantwortlich.<br><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7518" title="moskaufoto2.jpg - Größe: 69,54K, Downloads: 1157"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467532,1705.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: moskaufoto2.jpg" /></a><br><br>
Die Beschilderung des Café Moskau, mit den versal gesetzten Worten RESTAURANT, CAFE, KONZERT, MOSKAU und MOCKBA, bildet die Grundlage der Moskau Grotesk von Björn Gogalla. Dabei versteht sich die Schrift nicht als Replik. Einige Unzulänglichkeiten wurden »ausgebessert«. Zu Gunsten einer Bewahrung der Gesamtcharakteristik wurde jedoch nicht völlig auf Eigenheiten verzichtet.<br><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7524" title="moskauzeichen.jpg - Größe: 67,07K, Downloads: 1176"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467535,0142.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: moskauzeichen.jpg" /></a><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7520" title="moskau12.jpg - Größe: 104K, Downloads: 1165"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467532,2893.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: moskau12.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7521" title="moskau13.jpg - Größe: 74,72K, Downloads: 1151"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467534,7956.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: moskau13.jpg" /></a><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7525" title="32_moskau33.jpg - Größe: 66,17K, Downloads: 1150"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467535,0402.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: 32_moskau33.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7519" title="moskau11.jpg - Größe: 77,69K, Downloads: 1147"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467532,2194.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: moskau11.jpg" /></a><br><br>
Die Gemeinen und alle fehlenden Versalien sind komplett neu entworfen. Es ist nicht verwunderlich, dass die schlichte, unaufdringliche, geometrische Grundausrichtung der Schrift eine Brücke zur Architektur der 1960er schlägt. Inspiriert von den, in dieser Zeit beliebten, verschiedenen Möglichkeiten des architektonischen Musters und Wandreliefs entstanden ergänzend zwei Pattern-Fonts.<br><br>
<a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7523" title="patternmatrix5.jpg - Größe: 122,92K, Downloads: 1140"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467534,9362.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: patternmatrix5.jpg" /></a><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7522" title="moskau10.jpg - Größe: 65,03K, Downloads: 1136"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467534,8462.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: moskau10.jpg" /></a><br><br>
Die Schriftfamilie (in extra light bis extra bold) und die Muster-Fonts sind unter <a href="http://letteredit.gogalla.de">letteredit.gogalla.de</a> erhältlich.</p>]]></description>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 13:43:00 +0000</pubDate>
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	</item>
	<item>
		<title>DVD des Linotype-Films erschienen</title>
		<link>http://www.typografie.info/3/page/artikel.htm/_/n/n/dvd-des-linotype-films-erschienen-r254</link>
		<description><![CDATA[Bei den ersten Vorführungen in Deutschland wurde der Linotype-Film von Doug Wilson schon mit großer Begeisterung aufgenommen. Nun sind auch DVD und Blu-ray in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln erhältlich.<br /><br /><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7514" title="FrontandBack_grande.jpg - Größe: 57,31K, Downloads: 15421"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467531,8956.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: FrontandBack_grande.jpg" /></a><br /><a class='resized_img' rel='lightbox[]' id='ipb-attach-url-' href="http://www.typografie.info/3/index.php?app=core&module=attach&section=attach&attach_rel_module=ccs&attach_id=7515" title="Open_grande.jpg - Größe: 44,76K, Downloads: 634"><img src="http://www.typografie.info/3/uploads/monthly_10_2012/ccs-1-1357467531,9622.jpg" class='bbc_img linked-image' alt="Angehängtes Bild: Open_grande.jpg" /></a><br /><br />Neben dem Film mit 76 Minuten Spielzeit ist auch umfangreiches Bonusmaterial enthalten. DVD und Versand nach Europa kosten umgerechnet unter 30 Euro und sind hier erhältlich: <a href='http://shop.linotypefilm.com/'>http://shop.linotypefilm.com/</a> Weitere Informationen zum Film gibt es <a href='http://www.linotypefilm.com/about.html'>hier</a>.]]></description>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2012 13:40:00 +0000</pubDate>
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