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The Next Big Thing: Fonteinbettung in Webseiten

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Großartig!
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Also warten wir mal wieder ab. (Hehe, ja ich weiss wie die Verdana aussieht)

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Man sollte es jedenfalls unbedingt mal ausprobieren. Also nicht nur die Screenshots anschauen, sondern Safari runterladen und die Demo-Seiten aufrufen – auch wenn man ansonsten nur IE oder Firefox benutzt und nix mit Apple am Hut hat! :wink:

Ralf
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Ah, da fällt mir doch gleich eine Frage ein – rendert der Safari (Win) CSS eigentlich so wie der Safari Mac oder gibts da Unterscheidungen?

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Ja, es ist das übliche Quartz Text Rendering, welches Mac-Nutzer schätzen, viele Windows-Nutzer aber als »verwaschen« bezeichnen. In den zukünftigen Versionen (bzw. im aktuellen Nightly-Build von Webkit) kann man aber auf das Windows-Rendering umschalten.

Oder meinst du unterschiede in der CSS-Interpretation?
(Sollte zu 99,9% gleich sein)

Ralf
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Ich meinte nur die CSS-Interpretation, also wird der Safari für Win sofort installiert. Und die Graublau schau ich mir dann auch in Aktion an. Danke

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So, nun konnte ich das ganze auch live ansehen (mit Safari 3.1 am PC, am Mac bekomme ich immer noch 3.0, obwohl ich 3.1 installiert habe? - egal, anderes Thema).

Ich bin wirklich angetan davon.
Was gedenken andere Browser-Hersteller zu tun? Und wann?
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Sebastian Nagel hat geschrieben:Was gedenken andere Browser-Hersteller zu tun? Und wann?


Opera wird wohl der nächste sein. Håkon Wium Lie (der »Vater« von CSS) und Chefentwickler bei Opera ist einer der bekanntesten Fürsprecher der Webfonts.
Im IE ist es im Prinzip schon drin, funktioniert aber bekanntlich nur mit EOT.
Da es aber Teil der CSS3-Empfehlungen ist, kann man sicher davon ausgehen, dass es irgendwann auch in IE und Mozilla funktionieren wird. Das wird aber sicherlich nicht kurzfristig passieren. Aber der Anfang ist erstmal gemacht! :)
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So, wie ich sehe, wird es mittlerweile auch im FontBlog und bei Supertopic (danke Heinrich!) disktutiert und es kommen auch die üblichen Kommentare bzw. Vorurteile zum Vorschein. Deshalb hier nochmal ein Sammelkommentar zu den F.A.Q. bzw. F.M.P. (»frequently mentioned prejudices«) :wink:

Gab’s vor Jahren schon mal. Warum sollte es jetzt klappen?
Ich habe die verschiedenen Technologie (z.B. EOT/PFR) ende der 90er Jahre persönlich ausprobiert. Die Formate waren propritär, die Tools umtständlich, die Schriftdarstellung in den Browsern der Zeit absolut miserabel, die Internetverbindungen der Benutzer waren »dünn«. Kurzum: es war unbenutzbar. Die heutige Situation ist da eine völlig andere.

Dann werden nun also alle Seiten unlesbar!
Nein, warum sollten sie? Die Schrifteinbettung quasi aus »humanitären Gründen« verbieten zu wollen, ist genauso unsinnig, wie etwa Pink als Seitenhintergrund zu verbieten. Man konnte Webseiten schon immer unlesbar bzw. unbenutzbar machen. Die Verantwortung für gutes Webdesign liegt bei den Webdesignern. Wer schlechtes Webdesign macht, wird von seinen Besuchern abgestraft. Das sollte nicht über die Beschneidung der Funktionalitäten erzwungen werden.

Im Quelltext verlinkte Fonts werden bloß die Zahl der Raubkopien erhöhen und damit die Anbieter kommerzieller Schriften kaputtmachen.
Jein. Natürlich wird es Seiten geben, die kommerzielle Schriften ohne gültige Lizenz nutzen. Das wird unvermeidlich sein. Die entscheidende Frage ist aber: Welches Potential steht dieser Raubkopien-Problematik gegenüber? Meiner Meinung nach ein ganz gewaltiges. Es gibt theoretisch Millionen Webseiten, die mit guten Fonts ausgestattet werden könnten. Die Schriftanbieter müssen hier nur die gleichen Geburtswehen durchmachen wie die Musikindustrie. Nicht das Web ignorieren oder die ehrlichen Käufer mit DRM-Systemen vergraulen, sondern auf die Kunden zugehen und entsprechende einfache System schaffen (siehe iTunes Music Store). Dann fallen die Raubkopien dank des riesigen neuen Marktes überhaupt nicht mehr ins Gewicht. Eine klassische Win-Win-Situation. :wink:

Weitere Gegenargumente?
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Fonts einbetten - wow :-D.
Ich weiß schon, warum wir Sites nur in Flash bauen und HTML als Abfallprodukt für einen geringen Aufpreis mitmachen.
HD

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HTML ein Abfallprodukt? Ich weiß nich …
Nichts gegen eure Webseiten, aber die Möglichkeit der Fonteinbettung wiegt ja die dutzenden Nachteile von Flash nicht auf. Google, Yahoo, Flickr, YouTube, Ebay, Wikipedia – keine erfolgreiche Webseite setzt auf reine Flashseiten – und das nicht ohne Grund.
In den Händen von Adobe erfährt Flash natürlich nochmal einen gehörigen Schub und man wird das sicher auch weiter forcieren, aber ich bin da sehr skeptisch. Allein die Adobe-eigenen Webseiten, die auf Flash umgestellt wurden (Shop/Exchange etc.), sind doch ein Krampf, wenn nicht mal ein Zurückbutton funktioniert, oder eine Unterseite nicht direkt verlinkt werden kann.

Ich denke HTML wird noch eine Weile die Lingua franka des Netzes bleiben, und wie ich in deinem Blog ja schon gesagt habe, wahrscheinlich sogar einige klassische Anwendungsprogramme wie Word und InDesign ablösen. Es geht eben einfach nur um (strukturierte) Datensätze und deren Formatierung. HTML/XML und CSS kann beides – es gibt kein Grund, dass man dafür dauerhaft zwei Disziplinen (Webdesign/Printdesign) braucht. Eine reine Frage der Spezifikationen.

Ralf
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Es ist ja nicht so, dass ich HTML blöd finde - für mich als Designer ist es nur langweilig. Ich will bestimtme Dinge von einer Site - und dazu gehört Kontrolle über Dinge wie Zeitverhalten und Typographie - und die gibt mir HTML nur krüppelig, während Marian die in Flash einfach sauber in die Welt setzt. Insofern ist in der Praxis HTML für uns mehr und mehr ein leidiger Nachgedanke für Low-Bandwidth-User oder Institutionen, deren IT die Installation von Flash verbietet.

Welche Nachteile hat Flash deiner Meinung nach?
Google-Durchsuchbarkeit > geht.
Vor/Zurückbuttons bzw History > geht (obwohl ich das nicht wichtig finde)
Direktlinks > geht.

Während HTML es nicht mal gebacken kriegt, browserunabhängig zu funktionieren. Es ist ein einziges Trauerspiel.

Die meisten sogenannten Nachteile sind nonexistent, wenn man mit Flash entsprechend arbeiten kann. Ich kann da locker die dicke Lippe riskieren, ich habe das Glück, einen Partner zu haben, der ein Wizard ist und dessen Fähigkeiten mich eigentlich permanent herausfordern, extremere Lösungen zu erspinnen... - während extrem viele Webdesigner dem Medium etwas hilflos gegenüberstehen und ihr Design sich an dem orientiertz, was sie selbst oder was sie mit Hilfe von Plugs, Tools, Skripten usw zusammenmodeln können. Da gibt es trotzdem sehr geile Sachen - aber erst mit Flash und Marian (und mit nicht-mehr-selbst-proggen) bin ich da endlich freier geworden.

Buzzword, Photoshop Express, Adobe Connect zeigen, wie wichtig Flash zunehmend für lebendige, applikationsähnliche Umfelder sein wird. Das gleiche gilt - wenn Adobe es nicht verpennt - für Video- und 3D-Interface-Strukturen.

Wobei ich denke, Flash an sich ist auch keine Zukunft, es wird binnen zehn Jahrenkomplett neue Lösungen geben, die fluider und nahtloser in Echtzeit die verschiedensten Contents mixen können und dabei leichter zu handhaben sind als Flash, das sich ja zunehmend zur Programmierer-Oberfläche entwickelt (in der Hinsicht darf man auf Bordeaux gespannt sein, die Rückkehr von Flash für Nicht-Programmierer.....)

Don't get me wrong, ich hab gar nix gegen HTML. Aber Fonteinbettung, AJAX, PHP; Active X - irgendwie fühlt sich HTML a wie Quark XPress 4, das auch nur mit 10.000 Plugins nutzbar war - die dann eigentlich mehr Plug-Ins und Substandards voraussetzen als Flash, bei dem man immerhin nur EIN Plug braucht. Scheint mir zunehmend einfacher als in 5 Browsern zu checkne, ob ein CSS läuft oder wie eine Suchmaske in Safari aussieht :-D.
HD

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HDSchellnack hat geschrieben: für mich als Designer ist es nur langweilig. Ich will bestimtme Dinge von einer Site - und dazu gehört Kontrolle über Dinge wie Zeitverhalten und Typographie - und die gibt mir HTML nur krüppelig …


Okay, ich seh schon. Dann brauchen wir da gar nicht weiterdisktutieren. (Nich böse gemeint)
Aber diese Grafikdesigner-Denke und die HTML-Denke sind einfach so grundverschieden, da könnten wir auch über Esoterik vs. Wissenschaft streiten. Bringt nix. Da gibt es keinen Mittelweg.

HDSchellnack hat geschrieben:Die meisten sogenannten Nachteile sind nonexistent, wenn man mit Flash entsprechend arbeiten kann.


Dem stimme ich in der Theorie zu. Und doch habe ich noch nicht eine einzige Flashseite gesehen, die mich wirklich von dieser Theorie überzeugen konnte. Wenn du welche weißt, immer her mit den Links.

HDSchellnack hat geschrieben:Buzzword, Photoshop Express, Adobe Connect zeigen, wie wichtig Flash zunehmend für lebendige, applikationsähnliche Umfelder sein wird.


Den Kampf um diese Applikationswebseiten halte ich momentan noch für völlig unentschieden. Da wage ich keine Prognose.
Ein offener Standard vom W3C wäre wir zumindest tausendmal lieber, als ein proprietärer Flash/Flex/was-auch-immer-Nachfolger, über den Adobe die alleinige Kontrolle hat.

Ralf
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Flash-Webseiten... das ist für mich so etwas wie ein PDF – auch wenn die Darstellung exakter, schöner, individueller ist: ich hab immer das Gefühl mir die Sachen nur aus der Ferne ansehen zu dürfen, aber wenig bis nichts damit "tun". Bei einer HTML-Seite habe ich das Gefühl das Dokument "ist unmittelbar da".

Wahrscheinlich, weil ich mit den Inhalten in Flash nicht das tun kann, was ich inzwischen von einem digitalen Dokument gewohnt bin: den Inhalt weiterverarbeiten zu können, anders interpretieren lassen, Stücke herauszunehmen, zielgenau darauf zu verweisen, etc. Inhalte in Flash werden eben *nicht* interpretiert, sondern dargestellt. Und genau das ist die Schwäche (unabsichtlich verschiedene Interpretation durch Interpretationsspielraum) und gleichzeitige Stärke (Transformierbarkeit durch Interpretationsspielraum) von HTML/CSS.

Und ein HTML/CSS/Javascript/PHP-"Wizard" kann auch ganz erstaunliche Dinge umsetzen, er kombiniert die Technologien sinnvoll, weiß etwas über Usability, Nutzergewohnheiten und Barrieren, und umschifft Browser-Unterschiede (die im Vergleich zu vor 5 Jahren sehr gering sind) durch aktuellen Programmierstil.


Ehemalige Mitstudenten von mir machen ganz erstaunliche Dinge in Flash (z.B. ein Flash-CMS, das mittels Flash ... Flash-Webseiten erstellen und betreuen kann). Die Seiten die dabei rauskommen sind toll, aber mir unsympathisch, weil die Inhalte so "eingesperrt" wirken, kann mir da einfach nicht helfen.
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