Alexandra00 hat geschrieben:wobei diese Schrift ja "etwas veraltet" ist.
alle schriften, die du genannt hast, sind »etwas veraltet«, also entweder nicht neu und/oder häufig verwendet. insofern ist das nicht unbedingt ein kriterium.
wenn du traditionell vorgehen willst, wählst du eine grotesk für die überschriften und eine antiqua für den fließtext. bei der auswahl, die vorgibst, kannst du relativ frei kombinieren:
avant garde plus
bembo* wäre möglich,
helvetica plus
sabon* auch usw. ob das besonders schöne kombinationen sind, musst du dir selbst anschauen, aber grundsätzlich beißt sich da wenig. von den genannten serifenlosen oder auch der
optima als fließtextschrift rate ich dagegen ab. es gibt sans-serifs, die auch in kleineren größen und größeren mengen angenehm lesbar sind – die genannten zählen nach meinem eindruck nicht dazu.
eine ganz harmonische kombination (aus der zumindest mir die 50er-jahre in konzentrierter form entgegenstauben) wäre die folgende:
optima* für die überschriften und
palatino* für den rest, da beide schriften des duktus eines schriftgestalters (hermann zapf) teilen. das gleiche gilt, wenn du die
minion mit ihrem groteskpartner
myriad kombinierst. das sieht zwar bestimmt einwandfrei aus, aber auch ziemlich langweilig. kann halt jeder.
bye
thierry
* unter anderem bei den besternten schriften gibt es neue fassungen, die sorgfältiger als die ersten versionen digitalisiert wurden
(bembo →
bembo book), einen größeren zeichenumfang haben
(optima/palatino →
optima/palatino nova) und teilweise in der gestaltung leichte veränderungen erfahren haben
(sabon →
sabon next). wenn ich eine von diesen schriften nehmen wollte, würde ich darauf achten, die neuen bearbeitungen zu verwenden.