Ich erstelle seit nunmehr rund einem Jahr im Buchdruck eine Mini-Auflage mit 25 Exemplare einer Bleisatz-Schriftensammlung. Mittlerweile sind 185 von geplanten 200 Mustern fertig.
Die Drucke im Format 30 cm x 30 cm zeigen einen vollständigen Zeichensatz der jeweiligen Schrift sowie, in einer Legende, Name, Schriftgießerei, Erstguß-Jahr und Künstler dieser Schrift.
Parallel zeige ich Fotos (später Scans) aller Schriften auf meiner Webseite. Dort sind die Schriften nach DIN 16 518 klassifiziert.
Neben den letzten 15 Mustern fehlen mir noch drei Teile:
1. Eine Liste mit Korrekturen.
Rund ein Dutzend der Schriften konnte ich mit Hilfe anderer Typographen erst nach dem Druck klassifizieren. Diese hießen zunächst Typi Incogniti (mangels einer besseren Idee).
Dazu haben sich tatsächlich einige Satzfehler eingeschlichen.
Und ein paar Jahreszahlen sind falsch.
Deshalb soll eine Liste beigelegt werden.
2. Zwischenblätter mit Namen der einzelnen Gruppen.
Die DIN 16 518 besteht aus zehn Gruppen, wobei die Gruppe X, das ist die der Gebrochenen Schriften, noch einmal in a-e unterteilt ist.
Jede Gruppe und Untergruppe soll einen eigenen Zwischentitel bekommen. Darauf wird nur der Name der Gruppe gezeigt und einige typische Lettern dieser Gruppe mit Ober- und Unterlänge.
3. Ein Vorwort.
Zweispaltig, gesetzt aus einer 14 p Weiß-Antiqua. Hier möchte ich über Sinn und Zweck der Schriftensammlung schreiben und kurz den Zusammenhang im Namen des "Preußischen Bleisatz-Magazin" zwischen den Begriffen Preußen und Bleisatz erläutern.
Die Gestaltung all dessen habe ich soweit schon im Kopf.
Was mir fehlt - und hier bitte ich um konkreten Rat bzw. Empfehlung:
Zumindest das Vorwort kann ich nicht im Handsatz setzen.
Ich brauche eine Layout-Setzerei, die einen von mir gelieferten ASCII-Text nach meinen Vorgaben in 14 p Weiß-Antiqua umbricht und mir davon einen Andruck erstellen kann - einen Barytabzug. Daraus kann ich mir dann ein Klischee ätzen lassen und das dann drucken.
Ich brauche zumindest eine Setzerei, für die Begriffe wie Ligaturen kein Fremdwort sind. Dazu sollten sie, wenn es das überhaupt heute noch gibt, über das Lang-s verfügen. Die Regeln dazu auch anwenden können.
Wenn es einen solche Layout-Setzerei vielleicht sogar im Düsseldorfer Raum gibt, wäre das optimal.. obwohl.. ist das wirklich wichtig? Ich weiß es nicht. Eventuell - aber da bin ich noch unschlüssig - würde ich als eine Art Brückenschlag zwischen dem Bleisatz und der Modernen Typographie auch mit denen darüber sprechen wollen, ob sie die Zwischentitel setzen.
Für jeden Rat bin ich dankbar.
Georg Kraus
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