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DIN (Schrift)

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(Weitergeleitet von DIN)
Als 1936 die Schrift in der Deutschen Industrienorm 1451 für die Bereiche Technologie und Verkehr festgelegt wurde, hatte niemand eine gestalterische Anwendung der Schrift im Sinn. Sie sollte Praktikabilität und vor allem ein Höchstmaß an Lesbarkeit verkörpern. Und so gab es schon damals Zweifel an der Ästhetik der Schrift.

Noch heute findet sich die DIN als Mittel- und Engschrift auf allen deutschen Verkehrs-, Orts-, und Hinweisschildern. Und auch die deutschen KFZ-Kennzeichen wurden von dieser Schrift geziert. Hier erwies sich die starke Einheitlichkeit der Buchstaben allerdings als ungeeignet, da sie eine Fälschung der Kennzeichen begünstigten. Deshalb werden mittlerweile nur noch Kennzeichen mit der Schrift FE (»fälschungserschwerend«) gefertigt, bei der es nicht mehr möglich ist, z.B. aus einem P einfach ein R zu machen etc.

Doch da Praktikabilität sowie v.a. die Lesbarkeit auch Kriterien sind, die in der Werbung eine Rolle spielen, finden sich die DIN-Schriften auch zunehmend in der Werbung wieder. Als Beispiel seien hier die Fernsehsender kabel eins und hr-fernsehen genannt, der sie sogar zur Hausschrift ernannten.

Die DIN-Schriften sind nur als kommerzieller Schnitt erhältlich, die Sie z.B. bei URW++ (http://www.URWpp.de/) oder Adobe erhalten. Eine für das Desktop Publishing ausgebaute Schriftfamlie der DIN findet sich als FF DIN bei FontShop (http://www.fontshop.de/).

Über die Geschichte der Schrift kann man in den Ausgaben 13 bis 15, sowie 17 und 18 des Encore Magazine (http://www.magwerk.com/mag.php?magazine=encore&language=de&issue=13) eine sehr ausführliche fünfteilige Serie lesen. Diese Serie wurde exklusiv von Albert-Jan Pool, dem Schriftdesigner der FF DIN, geschrieben und von Patrick Marc Sommer überarbeitet. In Ausgabe 19 gibt es zudem ein exklusives Interview rund um DIN und Typografie zu lesen.


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