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Jetzt auf Kickstarter: Ein Revival der Wiking-Schrift


Ralf Herrmann

Der Schriftgestalter Heinz König ist lange nicht so bekannt wie einige seiner Zeitgenossen wie Rudolf Koch oder Lucian Bernhard. Und dies, obwohl König zwischen den 1880er- bis 1920er-Jahren ein beachtliches Portfolio an Schriftentwürfen für verschiedene deutsche Schriftgießereien schuf.

Königs Vater betrieb eine Druckerei für Lithografie und Buchdruck in Lüneburg. So kam Heinz König schon früh mit Schrift in Berührung und erlernte später auch den Beruf des Schriftsetzers. Anschließend arbeitete er in verschiedenen Druckereien in Deutschland bevor er schließlich die Druckerei seines Vaters übernahm. Parallel entstanden zahlreiche Schriften, unter anderem für Genzsch & Heyse, Klingspor, Klinkhard, Gursch und Linotype. 

Ein bislang noch ungehobener Schatz von Königs Werk ist die Werbeschrift Wiking, die zwischen 1925 und 1927 in einem normalen und einem lichten Schnitt bei der Gießerei J.D. Trennert und Sohn erschien.   

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Originalschriftmuster der Wiking und Wiking licht

 

Aktuell läuft eine Crowdfunding-Kampagne mit dem Ziel einer professionellen Digitalisierung und der anschließenden kostenlosen Veröffentlichung unter der Open Font License. Die Digitalisierung erfolgt auf Basis der Original-Bleilettern und wie bei den anderen gebrochenen Schriften der FDI Type Foundry soll es eine vollständige westeuropäische Zeichenbelegung geben, die sowohl traditionellen Fraktursatz wie auch den internationalen Einsatz mit modifizierten, besser lesbaren Zeichenformen unterstützt. 

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Erstellung eines Drucks speziell zur Digitalisierung

 

Jede Unterstützung hilft dem Ziel, den Wiking-Font frei verfügbar zu machen. Je nach Höhe der Unterstützung winken jedoch auch exklusive digitale und physische Belohnungen. 

Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis 16. März 2020. Wie bei Kickstarter üblich handelt es sich eine Alles-oder-nichts-Finanzierung. Nur bei rechtzeitigem Erreichen des Finanzierungsziel werden die Unterstützungsbeträge tatsächlich eingezogen. 

☞ https://www.kickstarter.com/projects/schriftkontor/reviving-the-blackletter-font-wiking


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<p>Druckgrafisches Museum Pavillon-Presse in Weimar</p>
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