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Zeige Inhalte mit den meisten Reaktionen seit 19.04.2019 aus allen Bereichen

  1. 8 Punkte
  2. 8 Punkte
    Etwas offtopic, kleiner Tipp am Rande: Wenn so ein Logo mit Pinselschrift wirklich geschrieben aussehen soll, müsstest du darauf achten, dass gleiche Buchstaben nicht exakt gleich aussehen, hier R und T. Es gibt Schriften mit handgeschriebener Anmutung, die mehrere Alternativen für einen Buchstaben mitbringen. Wenn dies nicht der Fall ist, lohnt sich meiner Meinung nach die Handarbeit in einem Vektorprogramm deiner Wahl. Ein (schnell mit Photoshop erstelltes) Beispiel anhand deiner Wortmarke:
  3. 7 Punkte
    Na, da hatte ich ja zum Frühstück ordentlich was zu lesen! Als Neuling möchte ich mich bei Euch für diese angeregte und intelligente Diskussion bedanken. Andernorts geht es ja leider oft sehr grob zu. Imitate finde ich nur als Selbstzweck verwerflich. Meiner Verlobten einen künstlichen Diamanten andrehen, oder etwas maschinell hergestelltes als “Handarbeit” ausgeben - das ist nicht drin, da hat Martin ganz recht. Aber Imitate als Mittel zum Zweck sind m. E. durchaus notwendig. Niemand wird die Nase rümpfen, wenn derselbe Diamant als Requisite beim Film eingesetzt wird, denn es kommt hier nicht auf den Diamanten an, sondern auf den Eindruck, den er schafft. Und dazu braucht es keinen echten Diamanten. Aus diesem Grund verwenden Requisiteure gerne meine Schriften - besonders, wenn der Regisseur nach Feierabend noch einen kompletten Satz “authentischer” Formulare aus dem 19ten Jahrhundert für den nächsten Drehtag bestellt. Da ist Bleisatz eben nicht drin. Zeit und Kosten treffen hier aber oft die Entscheidung, und es ist vielfach kein entweder/oder, sondern eine Mischung. Ich bin mit einem Requisiteur befreundet der neben digitalen Schriften auch Holz und Blei verwendet. Ihm geht es um die Wirkung, die Mittel sind untergeordnet. Im übrigen hat der Bleisatz auch kräftig Dreck am Stecken - erwähnt wurde schon der Satz von Schreibmaschinenschriften, die nicht nur durch Seide, und manchmal mit lila Tinte gedruckt wurden, sondern zu denen es auch durchstrichene Tippfehler gab, um die Drucksache noch persönlicher erscheinen zu lassen. Und damit handelt es sich wirklich nur um die logische Weiterentwicklung der vielen, vielen Korrespondenzhandschriften die Gießereien im 19ten Jahrhundert anboten. Aber Vorsicht! Wer mit meiner Definition eines “verwerflichen Imitats” einverstanden ist, wird auch zugeben müssen, das Gutenbergs Bibeln schnöde Imitationen sind. Er erfand den Buchdruck ja nicht des Buchdrucks wegen, sondern weil es hier eine “market opportunity” gab. Handgeschrieben Bibeln kosteten ein Vermögen; mit gut gedruckten Imitaten war viel Geld zu machen! Oliver
  4. 7 Punkte
    In Ordnung! Also: Ich finde den Gestaltungsansatz auch ansprechend, aber formal ist mir der Kontrast zwischen der Zartheit der Zeichnung und dem mit fetten Balken unterlegten Schriftzug zu krass. Und ich frage mich, warum sich die Frau von der Textaussage abwendet, das widerspricht sich doch? Da könnte man fast schon von Bild-Text-Schere sprechen. Und die Führungsnull im Datum dürfte auch gerne weg, das ist aber eine Marginalie. Mein Fazit zu diesem Motiv: Guter Ansatz, aber noch ein bisschen ausbaufähig.
  5. 6 Punkte
  6. 6 Punkte
  7. 6 Punkte
    Hiero Rhode Antiqua. 1944, von Johannes Anton Hieronymus Rhode (1903-1954) Norddeutsche Schriftgießerei. Digital bei G. Helzel.
  8. 6 Punkte
    Heute habe ich dieses Dukument gefunden: https://www.ffi.de/assets/Uploads/Technische-Richtlinie-Blindenschrift.pdf Hier geht es explizit um Blindenschrift auf Arzneipackungen, und bei den hier genannten Maßen ist die Punktgröße die hier mit 1,6mm gefordert wird, ist aber anders als bei der gesuchten Schrift mit nur 1,3mm. Könnte es sein, das es hier geänderte Vorgaben gibt, und daher die gesuchte Schriftart zurückgezogen wurde? Ich habe dann meinen Scanner als recht präzises berührungsfreies Längenmessgerät an einer mir zur Verfügung stehenden Medikamenten-Verpackung eingesetzt, dabei habe ich dann auch die Abmessungen aus der PDF-Datei gefunden
  9. 5 Punkte
    Doch, es geht um Verbesserungen hinsichtlich Geschwindigkeit, Platzbedarf, Personalaufwand etc. Wenn dabei die Qualität eines Analogkäses herauskommt, ist natürlich das Ziel nicht erreicht, da sind wir uns ja alle einig. Ich würde sagen, das ist der falsche Begriff. Ein Plagiat ist ja die Anmaßung fremder geistiger Leistungen, das ist bei einer Digitalisierung einer Bleischrift nicht der Fall – hier wird vielmehr die Anmutung eines Ergebnisses mit einer ganz anderen Technik versucht nachzustellen.
  10. 5 Punkte
    Das kommt immer auf die Konventionen an, denen Verlag, Journal etc. folgen. Normalerweise haben die ein style manual und es empfiehlt sich, dem zu folgen. Ich finde die erste Variante, also »(76,1 zu 62,6 Prozent) (ibid., 7)«, viel klarer. Da werden sehr unterschiedliche Textelemente eingeklammert: Daten zur vorstehenden Aussage und dann eine Literaturangabe. Die beide in einer Klammer zusammenzufassen erscheint mir potentiell ziemlich missverständlich zu sein. Eigentlich ist es suboptimal, dieselbe typografische Auszeichnung für zwei völlig verschiedenen Funktionen zu nutzen. Hätte ich Kontrolle über den Text, würde ich versuchen, umzuformulieren und die erste Klammer aufzulösen.
  11. 5 Punkte
    Eine Möglichkeit wäre die Folgende – wobei das Fußnotenzeichen selbst ein Zeichenformat (natürlich) und – dann leider händisch – links und rechts einen Halbkreis rangeflanscht bekommen. Wobei auch dabei kein wirklicher Kreis entsteht, sondern eher eine Linse, aber ein Kreis ist ja auch kaum machbar, wenn Du ein- UND mehrstellige Ziffern auszeichnen möchtest. Würde in etwa so aussehen …
  12. 4 Punkte
    Schon sehr gut ausgebaut/vermarktet für damalige Verhältnisse oder?
  13. 4 Punkte
    Zwei alte Dias aus West-Berlin in den späten Achtzigern zufällig wiederentdeckt. Hier das Programmkino Schlüter in der Schlüterstraße in Charlottenburg. Im Schaukasten mittig zu sehen: das Programmblatt. Die Bilder muss ich wohl irgendwann im Studium gemacht haben, denn nach dem selbst gestellten Semesterthema »Kinoprogramme (gestalten)« ging es dann Haik-mäßig zu konkreten Gesprächen mit Programmkinos – und beim Capitol Dahlem konnte ich dann auch wirklich eines realisieren. Dort wurde regelmässig ein Leporello richtig gedruckt, und mit dem Kommilitonen Marc habe ich dann ein Redesign gemacht. Das Schlüter gibt es leider nicht mehr, das Capitol Dahlem gehört jetzt zur Yorck-Gruppe. Ach ja …
  14. 4 Punkte
    Geht es aber nicht auch darum, eine Schrift, die wunderschön ist, aber nur noch einer Handvoll Bleisetzern zur Verfügung steht, vor dem Vergessen durch die Allgemeinheit zu bewahren? Bei gefährdeten Nutztierrassen heißt das Prinzip „Erhalten durch Aufessen“. Bei einer Bleisatzschrift wäre es „für zukünftige Generationen erhalten durch Digitalisierung“. Ich finde es deswegen grundsätzlich erstmal begrüßenswert, wenn Schriftgestalter sich so einer Art typografischer Archäologie annehmen und alte Schriften liebevoll digitalisieren. Aber schon klar, Dir geht es speziell um die nachempfundenen Gebrauchsspuren. Ich verstehe nur zu gut Deine Abneigung gegen ein „So tun als ob“. Die teile ich. Ich bevorzuge ebenfalls echte Materialien und schaudere, wenn ein Plastiktisch so tut, als sei er aus Beton. Oder Marmor. Modeschmuck, der falsche Tatsachen vorspiegelt, statt ehrlich zu seinen Glasperlen zu stehen. Das aktuell Schlimmste sind in meinen Augen „Shabby-Chic-Möbel“, die ein Alter und einen Lebenslauf vorspiegeln, die sie nicht haben. *schauder*. Ich hoffe, so etwas bekommen Anhänger des Wabi Sabi niemals zu Gesicht. Was nun digitalisierte Schriften angeht, die Gebrauchsspuren einer Bleisatzschrift nachahmen – oder einer Schreibmaschinenschrift –, da bin ich unentschieden. Ich weiß es gerade wirklich nicht. Aber ich kann zumindest sagen, dass das, was Ralf weiter oben als Anwendungsbeispiel der Walden zeigt, mir gut gefällt. Das scheint mir ein perfekter Einsatzzweck für diese Schrift zu sein. Dazu braucht es einen fachlich versierten Gestalter, der die Schrift in all ihren Raffinessen auszureizen weiß und den historischen Kontext kennt. Den schlechten Gebrauch solcher Schriften, sobald sie einmal in der Welt sind, wird man nicht verhindern können – das gilt aber auch für alle anderen Schriften.
  15. 4 Punkte
    @Walden Font Als Schriftgestalter freut man sich ja meist über Anwendungsbeispiele. Hier ist ein aktuelles: Wir haben die Walden-Ohio gerade für eine autorisierte Neuauflage des Bauhaus-Manifests von 1919 eingesetzt. Die Texte wurden 1:1 digital nachgesetzt. Der Feininger-Holzschnitt wurde dann wie vor 100 Jahren vom Metallklischee im Hochdruck gedruckt. Den gibt es alternativ zum kompletten Manifest auch als Einzelposter, wo dann auch die Original-Bleisatz-Ohio für das Impressum eingesetzt werden konnte.
  16. 4 Punkte
    Bei deviantart.com gibt es eine Menge Tutorials. Und jenseits dessen sind meterweise Bücher zu dieser Thematik verfasst worden, hier eine kurze Übersicht: https://www.typografie.info/3/Buecher/design-und-typografie.html/ Hoch im Kurs stehen die beiden: Dann gibt es natürlich noch die Handbücher zu den eingesetzten Werkzeugen. Und viel Übung und Erfahrung, weswegen man ab einem gewissen Qualitätsanspruch besser einen Profi hinzuziehen sollte als es selbst zu versuchen.
  17. 4 Punkte
    Ich finde es auch schade, dass der Spruch und die Figur so getrennt sind. Kurze Pixelschieberei: Nachtrag: Das Logo ist wirklich schön.
  18. 4 Punkte
    Ach, danke, da kann ich mir meine eigene Tipperei komplett sparen! Der Kopf für sich ist allerdings sehr schön. Den könnte ich mir – in dieser Farbgebung¹ – auch ganz ohne Text auf T-Shirts, Aufklebern, Tassen etc. vorstellen. Die Botschaft sollte doch rüber kommen, oder? ps 1. Na gut, das Rot vielleicht eine Spur heller. So wie in der 🇩‍🇪 eben. pps Ach, und eine ganze Serie solcher Zeichnungen könnte ich mir auch vorstellen. Ein Kopf mit Kippa, zwei einander küssende Männer- oder Frauenköpfe, ein Wolfs(kopf) …
  19. 4 Punkte
    Die Streßtest-Datei gefällt mir, 4 od. 6 Augen sehen immer mehr als 2. Ja, die Andron hat sich als Arbeitstier schon vielfach bewährt (darf ich so sagen), trotzdem, ich weiß selbst nur zu gut, daß es immer noch offene Wünsche gibt. Die Andron-Mega-Familie ist aktuell bei Vs. 1.4; gegenüber früheren Versionen sind u.a. einige Zurichtungs-Problemchen („spacing“) verbessert worden. Genügt ein nur lateinischer Zeichensatz, ist die Serie Andron-1-Latin ausreichend (und preisgünstiger). Leider gibt es diese Fontfamilie bisher nicht mit dem üblichen Opentype-Repertoire, was z.B. den Wechsel der Ziffernsätze (die Alternativen sind enthalten) erschwert. Die verfügbaren Resourcen haben es mir bislang nicht erlaubt, diese nicht unerhebliche Arbeit durchzuführen. Trotzdem bin ich, wie immer, im Rahmen meiner Möglichkeiten gerne bereit, auch auf spezielle Vorschläge einzugehen, wenn sie sich in vertretbarem Rahmen realisieren lassen. Andron Mega hat seit einiger Zeit auch kursive Kapitälchen. Typographisch sind Andron Mega und Andron-1-LAT identisch. Nur das Zeichenrepertoire ist verschieden.
  20. 4 Punkte
    So, jetzt habe ich doch mal in Richtung zu einer deutschen Pharma-Braille - OpenType gedacht, und gründlich mich durchprobiert: Dabei ist diese Schrift herausgekommenWolgaster_Blind.ttf Diese Schrift hat in 48pt dann die geforderten 1,6mm Punkte, 2,5mm Punktabstand 6mm Zeichenabstand und 10mm Zeilenabstand - das war ganz schön fummelig! Also anders als bei der Schrift von PharmaBraille, deren Schriftgröße man in mm eingeben muss, und kann man dies nicht, einen krummen Punktwert mit Nachkommastellen verwenden muss um auf die geforderten Maße zu kommen. Ich hab dann den Text von mir vorliegenden Medikamenten-Packungen nachgeschrieben, das ausgedruckt, und diesen Ausdruck auf die Medikamentenpackung aufgelegt, und davon eine Frottage angefertigt, die dann zu meiner Befriedigung mit meinem Ausdruck übereinstimmt Das Ziffern-Umschaltzeichen ist #, bei nur in Markenzeichen verwendeten Großbuchstaben setzt sich das Umschaltzeichen selbst vor den Buchstaben.
  21. 4 Punkte
    Catfonts, halt ruhig Monologe. Du bist nicht allein: ich lese mit.
  22. 4 Punkte
    Auf die Schnelle finde ich nur gute englischsprachige für Dich: https://creativepro.com/typetalk-choosing-and-using-swash-
  23. 4 Punkte
    So langsam komme ich dahinter, warum die gesuchte Schrift wohl vom Markt genommen wurde: Sie ist nicht mehr Normgerecht. Grund ist hier Unicode, wo es eben für international alle Braille-Zeichen einen Unicode-Block gibt (U+2800 bis U+28FF) wo jetzt die Braille-Zeichen rein binär, und nicht einem bestimmten Buchstaben zugeordnet sind, weil Braille-Zeichen eben keine eindeutige, sprachunabhängige Zuordnung zu bestimmten Buchstaben besitzen. Die Bedeutung einzelner Zeichen ist eben zwischen verschiedenen Sprachen, teils innerhalb einer Sprache zwischen verschiedenen Fachsprachen deutlich unterschiedlich. Das bedeutet aber, dass man diese Braille-Texte ohne eine spezielle Transcribier-Software nicht einfach auf einer Tastatur für sehende eingeben kann, und man möglicherweise mit einer Spezialtastatur wie diese: umgehen können muss. Die alte schrift hingegen wird wohl nur für die 64 Standard-Braille-Zeichen mit 3 Punktzeilen und deutsches Literatur-Braille belegt gewesen sein. Wenn ich jetzt so eine Schrift nachbauen würde, würde ich sicherlich dort auch ein paar OpenType-Funktionen zur Eingabeerleichterung einbauen, so eben die deutschen Braille-Ligaturen wie ch, ch, sch, ei, eu ... und eine Automatik, dass Ziffern mit dem Ziffern-Umschaltzeichen beginnen, und wenn dann ein Buchstabe folgt, ein Leerzeichen hinter die letzte Zahl gesetzt wird. Ich werde mich damit auch mal mit Herrn Zeidler in Verbindung setzen, der ja dieses Eingabe-Hilfsprogramm Ligafaktur für Fraktur und Kurrentschrift gebaut hat (Regelabhängige s/ſ ersetzung und Fraktur-Ligaturen, die eigentlich denen der Blindenschrift entsprechen, ob er nicht Lust hat, daraus auch ein Programm "Braille-Faktur" zu basteln... Mal sehen.
  24. 4 Punkte
    Das ist sehr wahrscheinlich aus keiner Satzschrift erstellt. e und a sind quasi deckungsgleich, die Schräge wurde aber so angepasst, dass das Kreuz entsteht. Dass dem Reinzeichner (m/w/d) dabei ein Fehler unterlaufen ist und er/sie/es dabei einen Ankerpunkt versehentlich verschoben hat, wie man auch schon am Bauch des e rechts oben erkennen kann, ist ein weiteres Indiz für "handmade".
  25. 3 Punkte
    Schau mal, vielleicht hilft dir dieser link weiter? https://pdf-aktuell.ch/pa/language/de/anwendungshinweise-zu-pdfvt/ Hatte bisher noch nie mit PDF/VT zu tun ...
  26. 3 Punkte
    Zumindest ähnlich, auf die Schnelle: bei MyFonts herunterladen "Jugendstil" wäre ein gutes Stichwort für die Suche.
  27. 3 Punkte
    Herzlich willkommen! https://www.ffonts.net/Rozha-One-Regular.font?text=epcadvinos
  28. 3 Punkte
    Das ist laut dem Gestalter "hand drawn" und bei Adobe Stock käuflich zu erwerben:
  29. 3 Punkte
    Wobei das originale Q für mich aufrechter stehend wirkt und damit besser zum Charakter der anderen Buchstaben und Schrift passt. Der orig. Querstrich stört den symmetrischen Eindruck in der Hochachse weniger als der nach rechts unten polarisierende Querstrich.
  30. 3 Punkte
  31. 3 Punkte
    Wie es ja auch Faksimiles von Bildern und anderen Vorlagen gibt; da haben wir mit Chefinnen in bodenlangen Jeansröcken von Max Goldt und Martin (Z. Schröder) ein wunderbares Beispiel, was schon auf dem Titel darauf hinweist »Fotokopie (»Faksimile«) vierer typografischer Sammlerstücke« zu sein. Es dürfte im Offsetdruck gemacht sein, und basiert sicher auf im Bleisatz und im Handdruck gemachten Vorlagen.
  32. 3 Punkte
    Ja, das hatte bertel ja auch weiter oben schon geschrieben. Für mein Empfinden ist das Ganze eine Gratwanderung: hervorragend gemachte Schriften, von Fachleuten angemessen verwendet – kein Problem. Verwendet für schlecht gemachtes „So tun als ob“ tut mir weh. Dennoch: In der Geschichte sind immer wieder aus solchen „Respektlosigkeiten“ tolle neue Ergebnisse erzielt worden. Auch wenn es den versierten alten Fachleuten da die Schuhe auszieht … Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr neige ich der Ansicht zu, dass eine gut gemachte Schriftdigitalisierung einer mit Gebrauchsspuren behafteten Bleivorlage ihre Berechtigung hat und zu ästhetisch durchaus überraschenden Ergebnissen führen kann. Und zwar im guten Sinne. Ich meine, dass man das mit Tintenfallen vergleichen kann. In einer digitalen Schrift gibt es heute eigentlich keine Notwendigkeit für Tintenfallen mehr. Wird eine mit Tintenfallen versehene Bleisatzschrift (in der Regel ja eher ein kleiner Schriftgrad) digitalisiert und dann in neuem Kontext in Displaygröße verwendet, entstehen durch diesen neuen Größenkontext sehr reizvolle neue Formen, die ihre ganz eigenen Ästhetik haben. Und die gefallen mir oftmals sehr. In der Kunst hat es das doch auch immer gegeben, dass sich der Künstler von allem möglichen inspirieren lässt und mit Versatzstücken dieser Anregungen neue Werke gestaltet, ohne sich um Konventionen zu scheren. Auch da gab es natürlich die alten Meister und die Lehrer alter Schule, die aufschrien ob dieses Sakrilegs. Und doch – die künstlerische Entwicklung der letzten Jahrhunderte oder gar Jahrtausende wäre nicht möglich gewesen ohne den Mut zur Grenzüberschreitung, den Mut die alten Regeln zu brechen und den Mut, Dinge aus ihrem Kontext herauszubrechen und ihnen eine neue Bedeutung zu geben. Wie bei allem anderen im Leben auch.
  33. 3 Punkte
    Wie die Bleilettern, die die Meißelei der Römer imitierten?
  34. 3 Punkte
    Ja, Missionieren bei Regen ist doch blöd! PS: Missionieren ist übrigens bei jedem Wetter blöd! Auch wenn gar kein Wetter ist. Meine Meinung™.
  35. 3 Punkte
    Ich fänd es ja bei solchen Anfragen immer hilfreich, wenn man schonmal ein bisschen Anwendung sieht oder wenigstens die Schrift und evtl. Kandidaten verlinkt werden. Dann müsste man als Helfer nicht erst suchen ...
  36. 3 Punkte
    Herzlich willkommen! Wenn du bei Linotype die Schrift anwählst, kannst du auf der nächsten Seite die "Zeichentabelle" aufrufen, dort ab Seite 4 sind die Alternativbuchstaben zu sehen. Diese sind im Font enthalten und können über die Unicode-Eingabe, die Glyphenpalette in Adobe-Apps oder Opentype-Alternativen (siehe Roberts post darunter) etc. verwendet werden.
  37. 3 Punkte
    Auch wenn sich das hier zum Monolog entwickelt, habe ich noch etwas gefunden: https://www.pharmabraille.com/ Hier gibt es viele Informationen, unter anderem auch die verschiedenen Sprachversionen für die ganze EU der Braille-Belegung, einen kostenlosen Font und Tools for free, wie auch kommerzielle Fonts. Das wär doch schon mal ein Weg? @markus.klapper
  38. 3 Punkte
    Ich habe von Herrn Zedler eine erste Antwort bekommen, und generell schaut es so aus, als wäre es durchaus möglich, so ein Braille-Hilfsprogramm zu bauen Allerdings riet er mit, ohne den generellen Hintergrund zu kennen, eine Braille-Schrift mit direkter Antiqua-Codierung zu verwenden, denn die Zuordnung der Buchstaben und Zeichen der normalen Antiqua-Schrift weist in der Reihenfolge stark von der reihenfolge der Zeichen im Braille-Unicodeblock ab: a=2801, b=2803, c=2909, d=2819, e=2811 f=280B, g=281B, h=2813, i=280A, j=281A k=2805, l=2807, m=280D, n=281D, o=2815 p=280F, q=281F, r=2817, s=280E, t=281E u=2825, v=2827, w=283A, x=282D, y=283D z=2835, Zahl-Umschalter= 0283C (Ziffern = wie a bis j ,=2802, ;=2806, :=2812, !=2816, ?=2822, _=2824, '=2820, *=2814, /=2819 + 2802 Klammern=2836 %=293C+281A+2834 .=2804 ä=281C, ö=282A, ü=2833, ß=282E st=283E, ch=2839 sch=2831, ie=282C, au=2821, eu=2823, ei=2829 äu=280C Umschalzzeichen auf großen Buchstaben = 2828
  39. 3 Punkte
    Mit »Making Fonts!« erschien im Verlag Hermann Schmidt Mainz ein Einsteigerbuch zum Thema Schriftgestaltung. Geschrieben und gestaltet wurde es von den schriftaffinen Designerinnen Chris Campe (All Things Letters) aus Hamburg und Ulrike Rausch (LiebeFonts) aus Berlin. Auf etwas über 200 farbigen Seiten wird der Leser in das Feld der professionellen Schriftgestaltung eingeführt. Da dies ein weites Feld ist, beschränkt sich das Buch zu Recht auf das Entwerfen von dekorativen Schaugrößenschriften. In diesem Rahmen werden jedoch alle notwenigen Details beleuchtet und Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Nach einigen Grundlagen (»Type-Design Basics«) im ersten Kapitel, geht es im Rest des Buches praxisnah um die Gestaltung einer vertriebsfähigen dekorativen Schrift. Von den Ideen bis zum fertigen Produkt werden dabei alle typischen Schritte durchlaufen und erklärt. Vom Entwurf (Kapitel »Schrift gestalten«), über den digitalen Ausbau im Schrifteditor (Kapitel »Fonts anlegen« und »Fonts produzieren«) – bis hin zur Programmierung typischer OpenType-Funktionen. Der Fonteditor Glyphs wird im gesamten Buch beispielhaft verwendet und alle gezeigten Funktionen beziehen sich ausschließlich auf diesen. Auf die Grundlagen folgt ein Workshop-Kapitel, in dem einige Schriftstile (Handschrift, Schreibschrift, Schnurzugschrift, konstruierte Schrift) und -arten (Multiple-Master, Ebenen-Schriften) noch einmal separat besprochen werden. Im letzten Kapitel gibt es abschließend Tipps zum Thema Schriftlizenzen, Vertrieb und zum Marketing. Fazit: Schriftgestaltung ist ein großes, eigenes Berufsfeld und das zugehörige Wissen könnte viele Bände füllen. Making Type schafft mit der Beschränkung auf dekorative Schriften einen hervorragenden Einstieg in die Materie, der Lust auf mehr macht. Dazu trägt auch der lockeren Schreibstiel der Autorinnen bei, der passend zum Buch eher wie eine Workshop-Begleitung, denn ein autoritäres Lehrbuch gehalten ist. Das Buch ist durchweg erfreulich praxisnah geschrieben und beantwortet unzählige Fragen, die Einsteiger typischerweise haben. Mein einziger Kritikpunkt: Der Klappentext verschweigt, dass fast alle Kapitel des Buches auf dem nur für Mac OS verfügbaren Fonteditor Glyphs aufbauen. Zwar sind die gezeigten Schritte in der Schriftgestaltung prinzipiell auch auf andere Fonteditoren übertragbar, aber die anvisierte Zielgruppe der Einsteiger ist damit vermutlich überfordert. Bedenkenlos empfehlen kann ich das Buch also nur für Mac-Nutzer mit Zugriff auf zumindest die Demo-Version von Glyphs. Der passendere Untertitel des Buches wäre wohl »Der Einstieg ins professionelle Type-Design mit Glyphs« gewesen. Übrigens ist das Buch somit auch ein perfektes Einsteigerbuch für alle, die Glyphs bereits besitzen und das Programm besser kennen lernen möchten. Selbst wer tiefer in die Materie einsteigen möchte und etwa auch Grotesk- und Antiqua-Familien entwickeln möchte, findet in Making Type einen guten, didaktisch aufbereiteten Überblick über die typischen Arbeitsschritte in Glyphs. Daten zum Buch: Titel: Making Fonts! Der Einstieg ins professionelle Type-Design Autoren: Chris CampeUlrike Rausch veröffentlicht: 2019 Verlag: Verlag Hermann Schmidt Mainz Sprache: deutsch Seiten: 216 ISBN: 9783874399098 Format 18×26 cm Mattfolienkaschierter Festeinband bei Amazon aufrufen (Partnerlink)
  40. 3 Punkte
    Kommt da nix, wenn du die Look Inside / Blick ins Buch -Funktion benutzt? Ansonsten gern auch dies:
  41. 3 Punkte
    Mit »Making Fonts!« erschien im Verlag Hermann Schmidt Mainz ein Einsteigerbuch zum Thema Schriftgestaltung. Geschrieben und gestaltet wurde es von den schriftaffinen Designerinnen Chris Campe (All Things Letters) aus Hamburg und Ulrike Rausch (LiebeFonts) aus Berlin. Auf etwas über 200 farbigen Seiten wird der Leser in das Feld der professionellen Schriftgestaltung eingeführt. Da dies ein weites Feld ist, beschränkt sich das Buch zu Recht auf das Entwerfen von dekorativen Schaugrößenschriften. In diesem Rahmen werden jedoch alle notwenigen Details beleuchtet und Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Nach einigen Grundlagen (»Type-Design Basics«) im ersten Kapitel, geht es im Rest des Buches praxisnah um die Gestaltung einer vertriebsfähigen dekorativen Schrift. Von den Ideen bis zum fertigen Produkt werden dabei alle typischen Schritte durchlaufen und erklärt. Vom Entwurf (Kapitel »Schrift gestalten«), über den digitalen Ausbau im Schrifteditor (Kapitel »Fonts anlegen« und »Fonts produzieren«) – bis hin zur Programmierung typischer OpenType-Funktionen. Der Fonteditor Glyphs wird im gesamten Buch beispielhaft verwendet und alle gezeigten Funktionen beziehen sich ausschließlich auf diesen. Auf die Grundlagen folgt ein Workshop-Kapitel, in dem einige Schriftstile (Handschrift, Schreibschrift, Schnurzugschrift, konstruierte Schrift) und -arten (Multiple-Master, Ebenen-Schriften) noch einmal separat besprochen werden. Im letzten Kapitel gibt es abschließend Tipps zum Thema Schriftlizenzen, Vertrieb und zum Marketing. Fazit: Schriftgestaltung ist ein großes, eigenes Berufsfeld und das zugehörige Wissen könnte viele Bände füllen. Making Type schafft mit der Beschränkung auf dekorative Schriften einen hervorragenden Einstieg in die Materie, der Lust auf mehr macht. Dazu trägt auch der lockeren Schreibstiel der Autorinnen bei, der passend zum Buch eher wie eine Workshop-Begleitung, denn ein autoritäres Lehrbuch gehalten ist. Das Buch ist durchweg erfreulich praxisnah geschrieben und beantwortet unzählige Fragen, die Einsteiger typischerweise haben. Mein einziger Kritikpunkt: Der Klappentext verschweigt, dass fast alle Kapitel des Buches auf dem nur für Mac OS verfügbaren Fonteditor Glyphs aufbauen. Zwar sind die gezeigten Schritte in der Schriftgestaltung prinzipiell auch auf andere Fonteditoren übertragbar, aber die anvisierte Zielgruppe der Einsteiger ist damit vermutlich überfordert. Bedenkenlos empfehlen kann ich das Buch also nur für Mac-Nutzer mit Zugriff auf zumindest die Demo-Version von Glyphs. Der passendere Untertitel des Buches wäre wohl »Der Einstieg ins professionelle Type-Design mit Glyphs« gewesen. Übrigens ist das Buch somit auch ein perfektes Einsteigerbuch für alle, die Glyphs bereits besitzen und das Programm besser kennen lernen möchten. Selbst wer tiefer in die Materie einsteigen möchte und etwa auch Grotesk- und Antiqua-Familien entwickeln möchte, findet in Making Type einen guten, didaktisch aufbereiteten Überblick über die typischen Arbeitsschritte in Glyphs.
  42. 3 Punkte
    Und noch zwei Fundstücke aus dem neuen Viertel. Beim ersteren find ich die Schriftartenhäufung irritierend, wenngleich der Name so schön individuell geschrieben ist. Beim zweiten finde ich die Serifenschrift und die wohlige Laufweite sehr entspannend.
  43. 3 Punkte
    Hallo @ANDR0MEDA, es ist die Glaser Stencil von Milton Glaser (1970). Diese gibt es von verschiedenen Anbietern als digitale Version. bei MyFonts herunterladen NB. Für das Logo wurden die Original-Glyphen geringfügig angepasst.
  44. 2 Punkte
    Ein Spitzenforum, bin erst seit heute dabei und bin begeistert!!!!!!!!!!!!
  45. 2 Punkte
    Es kann auch eine Aufforderung an die Musliminnen sein, sich zu Deutschland zu bekennen und hinzuwenden. Dann wäre die jetzige Leserichtung doch richtig.
  46. 2 Punkte
    Ich fürchte fast, dass die Satire da für viele zu subtil sein dürfte. Wenn da nicht Die PARTEI stehen würde, wäre ich mir wohl selbst nicht 100%ig sicher.
  47. 2 Punkte
    Und wieder etwas gelernt. Vielen Dank!
  48. 2 Punkte
    So ist es. Die bestehenden Ligaturen sind nur deshalb enthalten, weil man aus Kompatibilitätsgründen bestimmte Codepages komplett übernommen hat und somit Codepoints schaffen musste. Alle anderen Ligaturen werden über OpenType oder PUA-Codepoints angesprochen.
  49. 2 Punkte
    Der Logo-Entwickler von manus vita in Ansbach hatte hier wohl (im wahrsten Sinn des Wortes) kein gutes Händchen: http://www.manusvita.de/. Auf dem Praxisschild an der Haustür geht das blaue m übrigens so sehr unter, dass man beim flüchtigen Hinsehen wirklich nur anus liest.
  50. 2 Punkte
    Walden, ich finde deine Fonts alle super. Gerade auch die Ornamente.
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur
Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur
Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur
Elfen-Fraktur – eine außergewöhnliche Schnurzug-Fraktur
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