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Zeige Inhalte mit den meisten Reaktionen seit 06.03.2020 aus allen Bereichen

  1. 11 Punkte
    Es gibt nur einen, somit ist der nicht anonym. Der Nachweis einer vermeintlichen »lizenztechnischen Unbelastetheit« kann ausschließlich auf eine Art und Weise erbracht werden: die Existenz einer entsprechenden zugehörigen »freien« Lizenz des Herstellers (z.B. OFL), die weitreichende Nutzungsrechte einräumt oder jegliche Schutzrechte abtritt (z.B. Creative Commons Zero). Ich habe die Fonts vor Veröffentlichung des Artikels geprüft. In der Poppl Laudatio stehen Adobe und Berthold als Hersteller in den Meta-Daten drin. Es ist also vollkommen umzweifelhaft – wie schon von anderen vermutet – eine Raubkopie. Die Argumentation »kriegt man ja auf vielen Websites« ändert daran nichts. Ich kann Millionen rechtlich geschützter Filme, Fotos, Musikstücke usw. im Internet findet. »Frei zugänglich« ist nicht gleich »rechtlich unbedenklich«.
  2. 11 Punkte
    Ich mach mich mal am Wochenende an die Arbeit. Gestern hatte ich ein wenig Kinderbetreuung: seit geraumer Zeit kommt immer mal wieder ein so 9-10 Jahre alter Junge bei uns in der Druckwerkstatt vorbei. Erfrischen sind seine, für heutige Verhältnisse ungewohnte, Neugier und sowas wie ein Wissensdurst. Er fragt Tanja und mir Löcher in den Bauch und hat für einen Jungen in dem Alter echt was auf dem Kasten, gestern zog er ein é aus dem Setzkasten und meinte „Ist das ein französisches E?“. Ich war echt baff! Auch sonst im Gespräch weiss er ein ums andere Mal positiv zu überraschen, ich habe mich mit ihm eine ganze Zeit über die Corona-Krise unterhalten und darüber kamen wir auch auf das Thema Behinderungen zu sprechen. Und auf einmal meinte er ganz unvermittelt: „Du hast auch eine Behinderung!“. Ich schaute ihn fragen an und musste mich bei der Antwort fast setzen: „Du hast eine Sehbehinderung, sonst hättest du keine Brille auf!“ … Sehbehinderung … aus dem Mund eines 9-10 Jährigen! Gestern kam er dann mit seiner überaus dankbaren Mutter zu mir, sie wollte sich mal anschauen, wo ihr Sohnemann manchmal über mehrere Stunden hin verschwindet. Nach einem netten Gespräch drückte sie mir 20€ in die Hand, welche sie auch nach heftigstem Protest nicht zurück nahm! „Ich habe noch 3 Kinder zuhause, sie glauben garnicht was da gerade los ist!" Ilias und ich haben dann also ein Poster mit Holzlettern gedruckt, mit ein wenig Hilfe war er sogar in der Lage die Poster selbst in der FAG zu drucken. Nächste Woche kommt er mit seinem größeren Bruder wieder. Als Hausaufgabe sollten sie sich überlegen, was sie dann drucken wollen. Ich bin gespannt!
  3. 8 Punkte
    Ich kann nichts zum Satz sagen, so etwas prüfe ich lieber auf Papier. Von der st-Ligatur aber möchte ich aus Erfahrung als Leser abraten. Lesen geht am besten in gewohnten Textformen. Diese st-Ligatur ist eine reine Schmuckligatur, die für Überschriften oder sehr, sehr kurze Texte, kürzer als ein Gedicht, und für große Schriftgrade gedacht ist. In Brotschriftgraden hat es früher, im Bleisatz, so etwas aus gutem Grund nicht gegeben. Erst ab Steckschriftgröße, also 16, vielleicht auch mal 14 Punkt. Sobald drei solche »st« auf engem Raum auftreten, wird der Schmuck lästig. Ich würde solch einen Text nicht lesen können, weil ich in einem fort daran erinnert werde, daß jemand absichtsvoll in den gewohnten Leseprozeß eingreift, also als würde der Setzer unentwegt »Hallo, hier bin ich!« rufen. »Und ich habe eine Ligatur im Setzkasten gefunden, die du noch nicht kennst. Schau hier, noch mal. Und hier wieder! Achtung, jetzt! ...« Ich erinnere an das Bonmot von Frutiger, das für längere Texte wie für ein einzelnes Zeichen gelten kann: »Schrift ist wie ein Löffel: wenn ich mich am Abend an die Form des Löffels erinnere, mit dem ich am Mittag meine Suppe gegessen habe, dann war es eine schlechte Löffelform.« Zur ch-Ligatur möchte ich als Bleisetzer, der die Ligatur aus dem Kasten greift, also absichtsvoll einsetzt, bemerken, daß sie nicht für »sch« verwendet werden sollte, weil die Trennung von »s« und »ch« die Lautbildung zumindest theoretisch irritiert. Man liest sicherlich darüber hinweg, aber es widerspricht der Absicht. In Fraktur gab es im Bleisatz eine sch-Ligatur, in Antiqua nicht oder sehr selten. Es ist besser, eine sichtbare ch-Ligatur nicht zu verwenden, wenn sie automatisch eingesetzt wird.
  4. 8 Punkte
    Vielen Dank, Marcus! Das wird in der Tat sehr hilfreich sein! Inzwischen habe ich das erste Dutzend Initialen gezeichnet. Diese waren in der S&G Schriftprobe abgebildet, es ging also recht einfach. Den Rest erfinde ich frei dazu. Erfahrungsgemäß lassen sich nur so weitere Originale entdecken 🙂
  5. 8 Punkte
    Wenn Leserlichkeit das Hauptkriterium ist (statt, sagen wir mal, die möglichst stringente Einhaltung eines CD/CI) würde ich überhaupt davon abraten, dem Leser eine Webschrift (ohne einfache Wechselmöglichkeit) aufzuzwingen. Warum? Weil eine Systemschrift seines Systems mit einiger Wahrscheinlichkeit besser leserlich ist (weil eben auf sein System optimiert) als irgendein Webfont. Was macht ein Smartphonebesitzer denn als erstes? Richtig: eine Schrift aussuchen, die ihm gefällt/die er auf diesem Gerät gut lesen kann. Webschriften sind ein nettes Extra, aber ich würde sie für besonders sensible Gruppen, was Leserlichkeit angeht, immer nur als Option anbieten. Ich habe in letzter Zeit einiges für Grundschüler gestaltet – in enger Abstimmung mit ihren Lehrern – und da auch mehrere Schriftoptionen angeboten. Das kann sinnvoll und hilfreich sein, weil Systemschriften eben nicht immer optimale Leserlichkeit für besonders sensible Gruppen von Lesern (wie eben Leselernanfänger, Dyslexiker, Einwanderer, die gerade erst Sprache und Alphabet lernen, Menschen mit allerlei Behinderungen und und und) bieten. Serifenschriften können da helfen, wie auch komplexe a- und g-Formen (die weniger leicht mit o und 9 verwechselt werden) oder besonders humanistisch/»organisch« gestaltete Schriften, bei denen sich b, d, p und q besonders klar voneinander unterscheiden (auch wenn sie gedreht und gespiegelt werden). Aber auf manchen Geräten sieht dann auch die sorgfältigst getestete Schrift eben nicht so klar aus wie eine Systemschrift. Deshalb: Wahlmöglichkeit! Schon innerhalb eines Schulbezirks gibt es aber die unterschiedlichsten Geräte, auf denen Schriften ganz unterschiedlich dargestellt werden: ältere PCs, neue PCs, Chromebooks, »richtige« Laptops, Tablets verschiedenerer Generationen, Telefone, Smartboards (auf denen Schriften dann ganz anders wirken als auf dem angeschlossenen PC) . Da ist der Testaufwand schon bei einem Nutzer, den man kennt, enorm. Wenn der Leser irgendjemand sein kann, nun ja … Nach meinen Erfahrungen ist er (wenn Erwägungen wie die obigen wichtig sind) wichtiger denn je, da eben immer mehr Inhalte auf nichttraditionellen Geräten konsumiert werden. In einem PC-/Laptop-Browser kann ich selbst als naiver Nutzer die Schriftgröße ziemlich einfach anpassen, ohne das Layout zu zerschießen. Ctrl-+ gedrückt oder auf das + in der Browserleiste geklickt, schon ist die Schrift größer! Aber schon auf einem Smartphone ist das klar schwieriger. Klar, da kann ich pinch-zoomen, aber dann passt eben eine Textzeile nicht mehr in den Viewport. Doof! Da kann eine A+ A- Option sehr helfen.
  6. 8 Punkte
    Der letzte Kommentar hier fand die Welt noch in Ordnung. Jetzt ist alles anders. Ich lasse mich aber nicht ablenken. Mittlerweile ist der Zeichensatz fertig, und sogar die erste Fuhre Ausgleich habe ich abgeladen. Probieren wir die Schrift mal aus...
  7. 7 Punkte
    Ich würde es auf gar keinen Fall dahinter platzieren. Bei URL und Mail erkenne ich ohne Etikett, was es für eine Info ist, aber bei den Nummern eben nicht. Da will ich vorher wissen, welche Nummer es ist.
  8. 7 Punkte
  9. 7 Punkte
    Meine Mutter schaut immer »Ich trage einen großen Namen«. Das Logo hat noch ein SS, aber im Abspann läuft inzwischen ein Versal-Eszett:
  10. 7 Punkte
    <quengel>Anstatt dass jede Berufsgruppe einzeln für sich Hilfen reklamiert, sollten wir die Kräfte bündeln und ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle für mindestes sechs Monate fordern</quengel>
  11. 7 Punkte
    Aufgrund meiner Erlebnisse im ITG-Unterricht (Informationstechnische Grundbildung). Viele Jugendliche können heute nicht einmal mit der Maus umgehen, weil bei ihnen zu Hause kein Computer vorhanden ist. Sie sind nur die reinen graphischen Benutzeroberflächen von Smartphones gewohnt. Bis wir die kleinen Däumlinge zur Benutzung der Tastatur und von Textverarbeitungsprogrammen erzogen haben, dauert es heute viel länger als früher, weil immer mehr Jugendlichen die Möglichkeit und der Antrieb fehlen, sich zu Hause mit dem Computer zu beschäftigen. Wenn überhaupt, wird gespielt -- aber auch dazu sind heute keinerlei technische Kenntnisse mehr erforderlich wie noch zu meiner Jugendzeit, als man Prozessoren übertaktete und in den Ferien nächtelang darüber knobelte, das LAN einzurichten. Das ist zumindest meine Erfahrung aus einer Arbeitergegend Berlins. In den "besseren Bezirken" mag das anders sein.
  12. 6 Punkte
    Liebe Kathrin, es sind nur Skizzen; was Richtiges draus machen muss der Oliver.
  13. 6 Punkte
    Ich bin ganz platt – heute hat unser lieber @Norbert_P mich mit ganz hervorragenden Skizzen für die Versalien bedacht! Große Klasse! Es geht also gleich mit neuem Schwung weiter. Auch hier nochmals vielen Dank für Deine Zeit und Mühe, Norbert!
  14. 6 Punkte
    Die Meierschrift wurde auch als Textschrift angeboten. Das geht vielleicht für kürzeres, aber ein ganzes Buch möchte ich darin nicht lesen. Hier habe ich eine Jugendstilfledermaus gefunden; dazu passend eine Seite aus Bram Stoker's "Dracula".
  15. 6 Punkte
    Meine In-House-Empirie zeigt mir ein differenzierteres Bild: Schnitzelito I wird jetzt 18 und ist mit Lernspielen auf einem alten Windows 98 und irgendwann mit seinem eigenen Laptop groß geworden. Der muss jetzt in der Oberstufe Word und Powerpoint lernen und lacht sin’n Ast darüber. Schnitzelito II (fast 14) hat mein altes MacBook und nutzt es eigentlich gar nicht, weil ja genug Touch-Geräte da sind. Dateistrukturen etc. sind ihm völlig fremd, was nicht in einer App geht, gibt es nicht. Ob es an der Persönlichkeit liegt oder tatsächlich an den 3 ½ Jahren und die entsprechend andere Sozialisierung Ich vermute aber letzteres ... Ich würde das aber gar nicht bewerten wollen. Wenn er das braucht, wird er das lernen; wenn er es nicht braucht, weil in seinem zukünftigen Job alles per App funktioniert, ist das auch gut.
  16. 5 Punkte
  17. 5 Punkte
    Zwingt dich ja keiner die Anmerkungen hier ernst zu nehmen – die Diskussion führst du dann eben mit einem Anwalt weiter Für alle Mitleser sind die Anmerkungen aber interessant und relevant ...
  18. 5 Punkte
    Sorry, aber das entscheidest du nicht. Der von dir verwendete Font ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Raubkopie der geschützten Laudatio. Dass solche Raubkopien oft viele Jahre in freier Wildbahn herum schwirren, ändert daran nichts. Ein wichtiger Hinweis ist übrigens die Tatsache, dass auf keiner der Websites, die diesen Font anbieten (und eben berüchtigt dafür sind, raubkopierte Fonts anzubieten), ein Autor oder eine nachvollziehbare, konkrete Lizenzverarbeitung zu finden ist. Ein globaler Hinweis, dass die Schriften irgendwie »frei« sein sollten, reicht nicht.
  19. 5 Punkte
    Vielleicht liegt es auch an solchen Anwendungen. Hier finde ich den Einsatz der ch-Ligatur aber grundsätzlich schwierig und nicht nur beim sch … Ich denke es liegt an der konkreten Umsetzung ob die ch-Ligatur funktioniert oder nicht. Insofern muss ich meine Aussage entsprechend revidieren.
  20. 5 Punkte
    Lach! Deine Skizzen, lieber geschätzter Norbert, sind ganz sicher große Klasse! Ich weiß schon, warum Oliver sich freut. So eine Kollegenhilfe ist einfach Gold wert und in so verrückten Zeit wie jetzt gerade ein echter Lichtblick. Ich freue mich schon sehr auf die Ergebnisse Eurer Kooperation.
  21. 5 Punkte
    Medizinerkenntnisse.
  22. 5 Punkte
  23. 5 Punkte
    Liebe Andrea, ich wünsche Dir übrigens von Herzen, dass jetzt lauter Wegeleitsystem-Projekte für Dich reinkommen, weil die Kunden endlich mal Zeit haben, sich darum zu kümmern!
  24. 5 Punkte
    Ich drücke mit. Und, doppelt hilft besser, auch noch 🤞. Was unterstützenswerte Geschäfte angeht, denen jetzt die privaten Endverbraucher wegbleiben, finde ich die Idee mit Geschenkgutscheinen prima. Jetzt kaufen (damit der Laden seine Miete weiter bezahlen kann), nach der Krise (durchaus auch selbst) konsumieren. Meine erste Kandidatin ist ein Familiencafé, wie ich es mir schon immer gewünscht hatte. Es hatte wohl Anfang des Jahres ein soft open, aber der große Artikel in der Zeitung war gerade am 7. März. Schlimmer kann es für ein neues Geschäft kaum kommen, oder? (Die Beitreiberin hat seit Jahren allerlei tolle Angebote für Schwangere, Babys, neue Eltern, Kinder, bisher eben immer auf Vereinsbais und auch hart am Existenzminimum.)
  25. 5 Punkte
    Ich habe ja die luxoriöse Situation eines festen Einkommens, das trotz Schulschließung weiter kommt (dafür räume ich grad auch die Physiksammlung auf …) und fühle mit euch. Vor allem drücke ich die Daumen, dass ihr „Freien“ und natürlich auch alle anderen die Krise gesundheitlich gut und finanziell höchstens mit einem kleinen blauen Auge übersteht!
  26. 5 Punkte
    Ausgehend vom Letraset Katalog 1972? Seite 104 startete ich meine Suche mit Zipper. Mein bestes, aber nicht ganz passendes Ergebnis ist Strada von Walter Haettenschweiler
  27. 5 Punkte
    Ganz bestimmt. Diese Auszüge aus "Die Schriften des Malers" von 1956 hauen da alle in die gleiche Kerbe.
  28. 5 Punkte
    Ich kann hier nur für mich sprechen, aber dadurch, dass - mein erstes Betriebssystem DOS war - ich weiß, wie man Bilder vermaßt und dass Farbkorrekturen nicht unkompliziert waren - ich Dinge in einer Bibliothek mit Karteikarten zu suche gelernt habe - meine ersten Layouts Klebeumbrüche waren - ich glücklicherweise schon in der Schule Grundbegriffe von Handsatz und Kalligrafie gelernt habe - mit der Hand schreibe und nicht zuletzt mit dem Bleistift skizziere, bin ich mit all den up-to-date-Werkzeugen, die ich heute so verwende (das ganze Acrobat-Zeug, Quark, Procreate etc.), schneller und effektiver und habe zumindest eine vage Vorstellung davon, was zu tun sein könte, wenn mal etwas nicht klappt. Warum sollte man Usern, nur weil sie heute erst beginnen, diese Fähigkeiten vorenthalten? Das ist aber wahrscheinlich Geschmackssache: Mancher lernt eine Fremdsprache, um vielleicht auch mal einen Roman in dieser Sprache lesen zu können, anderen genügt es halt, die Spaghetti Vongole akzentfrei beim Italiener um die Ecke zu bestellen.
  29. 4 Punkte
    Idealweise: beides. Ein Standard-(Profi-)Font, in dem per Opentype alle Formen ansprechbar sind und von diesem exportierte Subset-Fonts, in denen selektiv bestimmte Opentype-Schalter angeknipst sind. Wenn nur eins geht, dann lieber den einen Opentype-Profi-Font.
  30. 4 Punkte
    Spannendes Thema. Ich fürchte allerdings, dass wir da grundlegend umdenken müssen. OK, was soll da jetzt eigentlich kommuniziert werden? Und was wird kommuniziert? Diese Person hat zwei Telefonnummern. fin Mehr wird da explizit nicht kommuniziert. Für Menschen über, ähm, 60 werden implizit noch jede Menge Zusatzinformationen kommuniziert: Telefon beschreibt die Nummer eine »Festnetzanschlusses«. Ich weiß, was das ist. Mobil ist eine besondere Nummer. Dort anzurufen ist sehr teuer und überhaupt nur in Notfällen akzeptabel und wenn ich schon die Festnetznummer probiert hatte. Menschen unter, ähm, 50 lesen da aber ggf. fast die entgegengesetzte Botschaft: Eine Telefonnummer ist i.a.R. eine Mobilnummer. Die meisten Nummern, die ich anrufe, sind solche Nummern. Warum wird eine Telefonnummer explizit als Mobil gekennzeichnet und dann noch eine einfach nur als Telefon? Was soll der Quatsch? Wann soll ich die eine anrufen und wann lieber die andere? Ich fürchte diese traditionelle, kontextfreie Präsentation von Telefon- und Mobilnummer ist keine zeitgemäße Kommunikationsstrategie. P.S. Ich liebe Font Awesome und setzte es oft ein, aber das Fax-Symbol hätte ich nicht erkannt, obwohl ich oft genau neben einem solchen Faxgerät sitze.
  31. 4 Punkte
    Der Google Playstore schreibt: "Das 2D-Videospiel Homo Machina basiert auf dem avantgardistischen Werk des Wissenschaftspioniers Fritz Kahn. Kommen Sie mit auf eine fantastische Reise, lösen sie die surrealistischen Rätsel von Homo Machina und entdecken Sie das Innere des menschlichen Körpers in Gestalt einer riesigen Fabrik aus den 1920er Jahren. Das lehrreiche Game führt durch das komplexe Zusammenspiel von Nervenverbindungen, Blutgefäßen und Venenklappen. In dreißig unterhaltsamen Leveln muss der Spieler für den reibungslosen Ablauf der Körperfunktionen sorgen. Im Verlauf des intuitiven und unterhaltsamen Spiels erlebt er, wie faszinierend ganz alltägliche Handlungen wie Augenöffnen, Kauen und Musikhören sein können. Fritz Kahn, Pionier der Populärwissenschaft und der Infografik, entwickelte in den 1920er Jahren bildhafte Analogien, um die Funktionsweise des menschlichen Körpers zu veranschaulichen. Homo Machina entwickelt in Kombination aus zeitgenössischem und Old-School-Design unterhaltsame Dialoge zwischen dem zerstreuten Direktor der Menschmaschine und seiner eifrigen Sekretärin Josiane, die den Spieler dazu anleiten sollen, die wunderbare Lebensfabrik mithilfe hunderter fleißiger Arbeiter am Laufen zu halten. Homo Machina ist das neue Videospiel von Darjeeling Production, den Machern von Californium. Es wurde gemeinsam mit dem europäischen Kulturkanal ARTE und Feierabend Produktion entwickelt." Zur Zeit ist’s kostenlos. iOS https://apps.apple.com/app/homomachina/id1341706265 Android https://play.google.com/store/apps/details?id=com.ArteExperience.HomoMachina
  32. 4 Punkte
  33. 4 Punkte
    Och, zarte Vaterpfoten sind bestimmt auch froh, wenn sie ein solch garstig Schicksal nicht ereilt.
  34. 4 Punkte
    Das ging mir schon als sehr lesegeübtem Knaben so, dass mich diese Ligaturen irritiert haben.
  35. 4 Punkte
    Die "seit Jahrhunderten geübte typographische Praxis" hat aber immer wieder zur meisterhaften Erkenntnis geführt: "Es kommt darauf an." Wenn Platzmangel herrscht und der Inhalt starr ist, gilt es, den Inhalt im Platz einfach unterzubringen. Da sind gequetschte Buchstaben plötzlich voll okay. Wenn gar kein Platzmangel herrscht, ein ebenmäßiges Ergebnis ein Kriterium ist, und man sich mit etwas Quetschen und Zerren nur Aufwand spart andere Lösungen zu finden, sind gequetschte Buchstaben eher gar nicht vertretbar. Eine Schrift mit klassizistischem Aufbau hält ein Quetschen besser aus als eine humanistische Schrift – 4% können da kaum bemerkbar, oder viel zu viel für ein ästhetisches Ergebnis sein. Einen ganzen Absatz zu quetschen wirkt anders als eine einzelne Zeile (ich habe auch schon gewagt, in einem 100%-Absatz in der ich eine Zeile auf 98% nehmen musste, die Vor- und Nachzeile auf 99% zu stellen ... sah einfach weniger auffällig aus). Es gibt da einfach keine Erkenntnis aus hunderten Jahren Praxis, die für alle verschiedenen Problemstellungen und Parameter die eine richtigste Antwort wäre – es kommt eben darauf an. Letztlich gilt es, innerhalb der jeweiligen "harten" Vorgaben die optisch beste (also unauffälligste) Lösung zu finden. Der 30-Jahre-Praxis-Tischlermeister hat auch kein Pauschalrezept für einen Schrank der an eine schiefe Wand ran soll – aber er weiß was er alles probieren könnte und welche Kombination von Maßnahmen im Endeffekt am wenigsten schief aussieht.
  36. 4 Punkte
    Es wird. Doch mühsam nährt sich das Eichhörnchen... J ist noch in der Mache, L und B gefallen mir nicht. O ist zu busy, aber Q macht mir Spaß. Mit F bin ich zufrieden, es ist aber falsch. Die nach unten offenen Buchstaben müssen alle die gleiche Basis haben, denn da gibt's ein Anschlußstück.
  37. 4 Punkte
    Ein Abend voll fruchtloser Versuche zeigt, daß ich da den Mund reichlich voll genommen habe. Leere Flächen mit Linien füllen – wie schwierig kann das sein? Offensichtlich hat Herr Meier sich bei seinen Kringeln was gedacht, aber seine Gedanken habe ich (noch) nicht durchdrungen. Die richtige Raumaufteilung, die Verhältnisse der Linien wollen sich nicht einstellen. Ich fürchte mir fehlt das Auge, oder das kunsthistorische Wissen, um das System zu erfassen 😞 Was macht Jugendstil zum Jugendstil, das ist hier die Frage.
  38. 4 Punkte
    Ich hab' mal bei einer Insiderin nachgefragt und melde mich, sobald ich etwas höre. Oder sie meldet sich selbst.
  39. 4 Punkte
    https://www.openpetition.de/petition/online/hilfen-fuer-freiberufler-und-kuenstler-waehrend-des-corona-shutdowns-2
  40. 4 Punkte
    Ich kaufe im kleinen Kaufmannsladen im Nachbardorf ein und habe auch zwei alten Nachbarn angeboten, die Einkäufe für sie zu erledigen. Die Sache mit den Gutscheinen finde ich eine gute Idee! Und ich finde auch bedenkenswert, was ein Clubbetreiber in Hamburg angeregt hat: Dass, wer ein Ticket für ein Kulturevent gekauft hat und das Geld nicht unbedingt braucht, doch bitte bitte auf die Rückerstattung verzichten möge. Bedenkenswert, wenn man den Betrag verschmerzen kann! Bei mir im Dorf ist es übrigens ganz seltsam zu sehen, dass das sonst sehr rege Vereinsleben so komplett zum Erliegen gekommen ist. Es gab eine Anordnung vom Amt, dass sich ab sofort kein Verein mehr im Dörpshus treffen darf – auch nicht wir vier People von der Dorfchronik. Na ja, jetzt telefonieren wir halt und arbeiten zu Hause weiter an den Artikeln. Und mit meinem Nachbarn, der über 80 ist und ganz alleine lebt, halte ich auch weiter meinen Schwatz und wir trinken immer mal einen Kaffee – halt mit gebührendem Abstand.
  41. 4 Punkte
    Eine Messe ist verschoben, eine abgesagt. Eine Ausstellung ist ebenfalls abgesagt, wird aber gegebenenfalls nachgeholt. Ein Projekt wurde storniert mit dem Hinweis, die Endverbraucher würden ja jetzt viel weniger in die Läden gehen. Letzteres halt ich für vorgeschoben, denn der Kunde verfügt über einen Webshop und die Endverbraucher haben jetzt viel mehr Zeit, Zeitschriften anzuschauen und in Webshops zu kaufen als sonst. Bereits erfolgte Arbeiten werden voll bezahlt, ausgefallene Projekte fallen unbezahlt weg. Und ich werde da jetzt auch kein Ausfallhonorar in Betracht ziehen – die Situation ist schließlich für alle heikel genug. Ansonsten arbeite ich im Moment alle möglichen laufenden Projekte ab. Was danach kommt wird sich zeigen … Ich drücke uns allen die Daumen!
  42. 4 Punkte
    Sehr guter Text, Thorsten! Was man vielleicht auch noch mit einbeziehen könne ist, das viele Browser inzwischen ja einen „Lese-Modus“ haben in dem dann nur der Text der Seite unabhängig vom Seiten-CSS angezeigt wird. Man sollte die Seite auslösen auch so gestalten, das dieser Modus zuverlässig funktioniert. Und vielleicht wäre es auch schlau, einen Dark-Mode anzubieten.
  43. 4 Punkte
    Ganz merkwürdig: »Auf die Schnelle« konnte ich beide Texte (Hamburg und Dracula) flüssig und stolperfrei lesen, erst wenn ich genauer hinsah, kam ich mit den Buchstabenformen nicht mehr gut zurecht …
  44. 4 Punkte
    An dieser Stelle möchte ich Dir mal im Namen meiner Schüler danken, deren Handschriften von dieser Deiner Arbeit schon länger sehr profitieren. Unter anderem erscheint auf den Lösungsblättern meiner Arbeitsblätter, die ich ans Smartboard werfe, die Lösung stets in EuroScript, und ich habe sie auch in meinen Formenfundus für handschriftverbesserungswillige Schüler integriert. Du überlegst aber nicht zufällig, auch mal einen Font mit Schwungübungen herzustellen?
  45. 4 Punkte
    Wir leben alle in unseren Blasen und sollten sehr vorsichtig sein von unserem Umfeld auf die Allgemeinheit zu schließen. Weil man einige Beispiele kennt heißt dass doch noch lange nicht, dass es sich flächendeckend so verhält. Selbst im Bildungsbereich gibt es extrem große Unterschiede allein von Schule zu Schule, von Bundesland zu Bundesland. Ganz davon abgesehen, dass ein älterer Pädagoge sicher einen anderen Blick auf die Situation hat als ein jüngerer Pädagoge.
  46. 4 Punkte
    Die unterschiedlichen Buchstabenhöhen, die "rein zufällig" die Rundung ergeben, lassen den Schluss zu: Das ist die Handarbeit eines Grafikers.
  47. 4 Punkte
    ... meine ganz private Empirie sagt mir leider etwas anderes …
  48. 4 Punkte
    Und genau die wollen wir in der Schule vermitteln. Dazu gehört – zumindest auf dem Gymnasium – aber nicht nur das Anwendenkönnen, sondern auch das Verstehen der Funktion und der Genese einer Sache. Davon abgesehen sind Computer mit Dateistruktur und den Eingabegeräten Maus und Tastatur heute keineswegs ausgestorben, sondern im Gegenteil sogar üblich. Und um lange Texte zu schreiben, reichen zwei Daumen eben nicht aus; somit gehört die Bedienung einer Tastatur auch rein technisch zur Studierfähigkeit, die wir für unsere Schüler anstreben.
  49. 4 Punkte
    Ist das denn wirklich so? Ich erinnere mich, mal einen Artikel über das Apple-Genie gelesen zu haben, dass die Menschen die "leichtere" Touch-Oberfläche und die Bedienung solcher erst via Werbung subkutan verabreichthaben, damit jedem gleich auffällt, wie "einfach" das ist. Das gerade diese touchigen Geräte massive Limitationen haben, wird den Kindern so verschwiegen. Jenseits dessen, ist nicht so sehr die physikalisch-technische Seite das Problem, Kinder adaptieren sich an alles (siehe die OLPC-Idee). Das Abstrakte hinter der touchigen Oberfläche ist das Problem. Nicht zu wissen, dass es Dateisysteme gibt. Nicht zu wissen, dass Google eine Suchmaschine und die Omnibar (heisst die heute überall so?) für Adressen da ist. Ich finde, hier entwickelt sich eine neue Art des Herrschaftswissen. Aber wer sollte das den Kindern beibringen? Diese digal-illiteraten (schlimmer als Lehrer sind imo nur Juristen, Politiker und Ärzte) Menschen, die sie unterrichten?
  50. 4 Punkte
    Unsere Branche besteht zu einem sehr großen Teil aus Einzelkämpfern und kleinen Agenturen. Will man in diesem Kontext erfolgreich sein gehören Projektmanagement, Druckabwicklung, Lizenzerwerb und auch Konzept und Text (nur bei Detailfragen) zum Arbeitsfeld. Wir arbeiten ständig mit Konzeptern und Textern zusammen und intervenieren hier und da auch mal wenn es sein muss. Wenn der Kunde am Namen festhält werde ich ihn mit Sicherheit nicht versuchen zu überreden. Im konkreten Fall wird das Problem aber gesehen und der Kunde ist unschlüssig. Ich sehe es deshalb als meine Aufgabe an ihn bei der Entscheidung zu unterstützen. Mit Argumenten pro Namensänderung aber auch mit der Aufklärung zu den damit verbundenen Risiken. Letztendlich lässt sich beides nicht sicher abschätzen – eine gewisse Unsicherheit bleibt.
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
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