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Zeige Inhalte mit den meisten Reaktionen seit 22.02.2019 aus allen Bereichen

  1. 14 Punkte
    In dem Beispiel »zu bequem zum Mülltrennen« ist tatsächlich nur die Zusammenschreibung möglich. Das Beispiel Auto fahren trifft es: Die Fügung aus Substantiv und Verb wird getrennt geschrieben, wenn sie verbal verwendet ist. Sie wird zusammengeschrieben, wenn sie substantiviert ist. Das zum (Präposition + Artikel) ist ein Zeichen für die Substantivierung und wird vom Infinitiv mit zu unterschieden. Wenn das Trennen betont werden soll, müsste man umformulieren: »zu bequem, den Müll zu trennen«, »zu bequem zum Trennen des Mülls«.
  2. 9 Punkte
    Hier ist noch die passende Dudenregel dazu (D 47, letzter Absatz): https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/getrennt-und-zusammenschreibung Bei einfachen Fügungen empfiehlt der Duden keinen Bindestrich, also das Mülltrennen, aber das Müll-in-verschiedene-Tonnen-Sortieren.
  3. 8 Punkte
    Habe 50 Euro gespendet, hier bekommt man echt super Hilfe!!!
  4. 7 Punkte
    Ja, ich hab jetzt auch die Regel gefunden: https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/getrennt-und-zusammenschreibung#K54 Da werden Substantivierungen explizit erwähnt, z. B. „Auto fahren“ aber „das Autofahren“. Zum Thema Bindestrich siehe Regel 27: https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/bindestrich#K27
  5. 6 Punkte
    Und ich muß an das Gesicht denken, daß ein Arzt zieht oder sich verkneift, wenn man ihm sagt, was man zu seinen Symptomen bei Dr. Google gefunden hat. Wenn meinen Auftraggebern eine Arbeit von mir nicht zusagt, dann erwarte ich ihre Kritik, ebenso wie ich deutlich sage, was ich von den Ideen halte, die mitgebracht werden. Das ist ein notwendiger Bestandteil der Arbeit. Allein mit einem Lächeln kann niemand vermitteln, was er sich wünscht. Aber es würde mich enttäuschen und auch verärgern, wenn sie sich woanders Rat holen und mir dann sagen möchten, was ich machen soll, wobei dann meistens nur Details ankommen ohne Gesamtperspektive. So etwas ist unangenehm und kann zum Abbruch der Arbeit führen. Ich fordere meine Klienten, Mandanten und Patienten immer ausdrücklich zur Kritik auf, vor allem ganz am Anfang, wenn man erst einmal eine Richtung sucht. Die Kritik ist ein wichtiger Bestandteil der Entwurfsarbeit und die Voraussetzung für ein befriedigendes Ergebnis. Man muß dazu ermuntern, weil die meisten Leute keine Erfahrung haben im Erteilen von Aufträgen und die Kritik scheuen, die wir aber brauchen. Wenn es um Schrift geht, reicht es nicht zu sagen, daß sie nicht gefällt. Hier muß der Designer ggf. selbst die Vokabeln vorgeben, um ein Gespräch zu ermöglichen und zu ermitteln, was an der Schrift stört. Die Schrift ist in einen Entwurf eingearbeitet und oft nicht einfach austauschbar, deshalb ist es mir lieber, ich spreche mit Auftraggebern über einen Gesamteindruck, um das Problem zu erkennen und zu beheben. Wenn jemand beispielsweise mit dem Wunsch kommt, ich möge eine schöne Schreibschrift auf ein Briefpapier drucken und ich dann erfahre, daß die Briefe von Hand geschrieben werden sollen, werde ich sehr darauf hinweisen, daß die schöne Schreibschrift die an sich unauffällige Handschrift durch den Gegensatz lächerlich aussehen läßt. Es gehört also auch zur Designarbeit dazu, falsche Vorstellungen zu korrigieren. (In meiner »Stilkunde« gibt es übrigens eigens ein Kapitel »Mit Designern reden«.)
  6. 6 Punkte
    Liebe Dominique, gerade weil es eine junge Kollegin ist, die unter Umständen noch nicht ganz sattelfest ist, wäre es für mein Empfinden durchaus der richtige Weg, sie selbst um eine Überarbeitung der Typografie zu bitten. Wenn sie ihre Arbeit toll macht, wie Du selber schreibst, dann wird sie auch in der Lage sein, mit einem Rebriefing professionell und konstruktiv umzugehen. Auch im Praxisalltag eines erfahrenen Profis kommt es immer wieder zu Situationen, in denen der Kunde um Überarbeitung bittet. Das ist ganz normal und diese Lernkurve sollte auch der jungen Kollegin zugestanden werden. Ich glaube nicht, dass sie Deine Korrekturwünsche als demoralisierend empfinden, sondern eher, dass sie sich von Dir als Mensch in ihrem Beruf ernst genommen fühlen würde. Ich persönlich würde an Deiner Stelle maximal nach ein paar Schriftbeispielen in Zeitschriften oder im Internet schauen, deren Anmutung Dir für Dein Logoprojekt gefallen würde und die Du der Grafikerin an die Hand geben möchtest. Und dann würde ich es ihr überlassen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und Dir neue Vorschläge zu machen. Und wenn sich die junge Kollegen dann hier bei uns einen Rat erbittet, dann wird sie sicherlich kollegiale Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Bitte hab Verständnis dafür, dass es sich für uns ein wenig so anfühlt, als würden wir der Kollegin in den Rücken fallen, wenn wir hinter selbigem ihrer Auftraggeberin Ratschläge erteilen. Das ist Dir gegenüber nicht böse gemeint, sondern im besten Sinne als „solidarisch mit der Kollegin“ zu verstehen.
  7. 6 Punkte
    »dudisch« 3) Zu bequem zum Trennen des Mülls. 4) Zu bequem zum Mülltrennen.
  8. 5 Punkte
    Am 16. März 2019 ist Axel Bertram, bekannter Gebrauchsgrafiker der DDR, kurz vor seinem 83. Geburtstag nach langer schwerer Krankheit in Berlin gestorben. Seinen Namen kannten nur Spezialisten, seine Werke kennt jeder, der in der DDR gelebt hat. Geboren in Dresden und aufgewachsen in Freital, arbeitete Bertram nach dem Studium an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee seit 1960 als freiberuflicher Grafiker. Von 1977 bis 1992 unterrichtete er zugleich als Professor für Schrift und gebrauchsgrafisches Gestalten an der Berliner Kunsthochschule. Bertram war auf sämtlichen Feldern des grafischen Designs tätig. Er gestaltete zahlreiche Bücher und Plakate und entwarf das Layout der Zeitschriften »Sibylle« und »Wochenpost«. Er gestaltete er Umlauf- und Gedenkmünzen, so das 20-Pfennig-Stück und die 5-Mark-Umlaufmünze der DDR. Auch zahlreiche Briefmarken gehen auf ihn zurück. Als Schriftgestalter entwickelte er die spezielle Fernsehschrift Videtur sowie den OpenType-Font Rabenau Pro. Bertram legte keinen Wert auf eine unverwechselbare Handschrift. Er sah sich vielmehr als Diener des Lesers, Betrachters oder Nutzers und suchte stets aufs Neue nach der perfekten Lösung einer konkreten Aufgabe. Mit einem an der Tradition geschulten Formbewußtsein und dem Selbstverständnis eines Künstlers, der nicht für das Museum, sondern für den Alltag arbeitet, nahm er mehr als fünf Jahrzehnte lang jede Gelegenheit wahr, Neues auszuprobieren. Einen Gesamtüberblick über sein Werk bietet der Band: Axel Bertram. Grafisches Gestalten in fünf Jahrzehnten. Lehmstedt Verlag, Leipzig.
  9. 5 Punkte
  10. 5 Punkte
    Ansonsten finde ich es allerdings schon beeindruckend was man mit der Schrift alles anstellen kann. Sieht nach einer Menge Arbeit und Herzblut aus. Vielleicht kann man das ẞ nach einer kleinen Erholungspause ja noch ergänzen in dieser umfangreichen und vielseitigen Schauschriftsippe.
  11. 4 Punkte
    Ich meine mich dunkel zu entsinnen daß Hans-Peter Willberg irgendwo einmal gesagt hat daß Schusterjungen den Lesefluß verbessern können. Die erste Zeile des nächsten Absatzes noch auf der Seite zu haben lädt zum Weiterlesen und Umblättern ein sofern man die Inhalte denn spannend findet. Aus meiner persönlichen Leseerfahrung würde ich dem sofort zustimmen. Schusterjungen sind für das Lesen überhaupt kein Problem. Im Gegensatz hierzu habe ich öfters beobachtet daß Hurenkinder beim lesen nicht nur einen unschönen Stolperstein darstellen sondern auch den Sinn entstellen können. Aber das mag nur meine persönliche Wahrnehmung sein.
  12. 4 Punkte
    Ja, die Gründe sind komplexer, aber ganz sicher nicht dispers im Sinne von "fein verteilt". Ich habe oben colorandi causa reichlich verkürzt, so dass der Anwurf der Bequemlichkeit mich treffen darf, nicht jedoch die Kriegsgründe, die seit Fischer außer für Conservative und Revisionisten eigentlich unstrittig sind und nur -- so sehe ich das -- in Nuancen (auch Clarks These vom Schlafwandeln zähle ich als Nuance) abweichen. Aber bevor wir zu esoterisch werden, breche ich hier für mich die Diskussion ab, mir war nur sehr wichtig, den Link zur Fischer-Kontroverse als Verweis auf den fachlichen Diskurs unterzubringen.
  13. 4 Punkte
    Wenn man Kana und Kanji nicht lesen (=identifizieren) kann, würde ich's so machen, wie von Þorsten vorgeschlagen: OCR und dann die paar Zeichen, die nicht stimmen, ersetzen. Wobei das dann für "Unkundige" mit den Kanji schwierig sein dürfte. Oder, falls es wirklich nur die paar Zeilen sind, einfach das hier kopieren: 非常口 非常口ハンドルを止まるまで引け ドアハンドルを “開” 方向へ90°以上まわせ ドアを引き出せ
  14. 3 Punkte
    bis
    Ende Juni 2019 veranstaltet die Pavillon-Presse in Zusammenarbeit mit Marleen Krallmann von der scriptum-Schreibwerkstatt einen Kalligrafie-Kurs speziell für Linkshänder. Zuerst lernen die Teilnehmenden die Grundlagen des Schreibens mit der Breitfeder. Am zweiten Tag können sie die Zeichenformen als Vorlagen für eine schöne Handschrift verwenden. Dafür schauen wir uns vor allem die Schriftzeichen der humanistische Kursive (Cancellaresca) aus linker Perspektive an. Ausgehend vom Schreibmeister Ludovico Vicentino (Arrighi) und seinem Schreibmeisterbuch »La Operina« (1522) bis zu den Schreibvorlagen von Alfred Fairbank »Beacon Writing« (1958) können die Teilnehmenden die humanistische Kursive in verschiedenen Ausführungen vertiefen. Wann: 29. und 30. Juni 2019 in Weimar Samstag: 10.30–16 Uhr / Sonntag: 10–14 Uhr Details und Anmeldung unter: https://pavillon-presse.de/de/kalligrafiekurs-fuer-linkshaender/
  15. 3 Punkte
    Na ja, die Motivationen eines Debattenteilnehmers mit Eisernem-Kreuz-Avatar zu diesem Thema nicht zu hinterfragen, fällt mir dann doch einigermaßen schwer. Soviel zum Thema CI¹. (Und bevor die Bundeswehr-Retourkutsche kommt: dass die Streitkräfte der deutschen Republik ihr CD/CI auf dem von den Nazis ausgiebigst benutzten Eisernen Kreuz statt auf dem Symbol der deutschen Republik, Schwarz-Rot-Gold, aufgebaut haben, ist auch ein Unding.) _________ 1. also on-topic!
  16. 3 Punkte
    Du kannst auch noch mit nichtdruckenden Ebenen arbeiten. Ich mach das bei lebenden Kolumnentiteln so. Vorschlag: Du legst zwei Absatzformate an: "Ü1 Standard" und "Ü1 Abweichend". Standard benutzt du, wenn der Text im IHV und auf der Seite gleich ist. Abweichend benutzt du, wenn sich der Text im IHV und der Text auf der Seite unterscheiden. Wenn du Abweichend benutzt, dann legst du noch einen Rahmen auf der Seite an, und schreibst in den den Text wie er im IHV sein soll, und verwendest dafür Standard. Diesen Rahmen schiebst du auf eine nichtdruckende Ebene oder legst dafür ein nichtdruckendes Objektformat an. So kannst du das IHV aus dem Format Standard generieren lassen, siehst aber auf der Seite dann den abweichenden Text.
  17. 3 Punkte
    https://www.werbewoche.ch/zu-guter-letzt/2019-02-26/schriften-verbotener-zeitungen-setzen-ein-zeichen-gegen-die https://fonts-for-freedom.com/en/
  18. 3 Punkte
    So, nach außergewöhnlich hektischen Tagen endlich Zeit zur Antwort, die ich zu diesem Thema nicht so mal eben aus dem Ärmel schütteln wollte. Danke für deinen Beitrag, Callelulli, denn er bringt uns dem Ziel näher, die Verbrechen und Vergehen in autoritären Regimes und »echten« Diktaturen nicht zu ignorieren. Allerdings bereiten mir einige deiner Argumente doch Bauchschmerzen. Meinst du das wirklich? Je nachdem, welche Medien wir konsumieren, lesen, hören und/oder sehen wir jeden Tag etwas über schlimme Ereignisse. Niemand hat die Kraft oder Aufmerksamkeit, sich auch nur einen nennenswerten Bruchteil aller schlimmen Ereignissen zu widmen. Nicht so prägnant. Nicht so effektiv. Zumindest nicht so einfach. Demokratie wird heute jeden Tag zig mal angegriffen, auch bei uns. Sich dann auch noch um jedes Problem im Ausland zu kümmern schafft niemand. Und schon gar nicht, die Schwere einzuschätzen. In der weltweiten Entdemokratisierung, Entliberalisierung geht so viel unter. Dagegen können Vergleiche helfen. Und genau deswegen behaupten antidemokratische Populisten auch so vehement, dass solche Vergleiche illegitim seien – eben weil sie wirken.¹ Populisten verfolgen mit der Stigmatisierung von Vergleichen zwei Ziele: sie wollen ihre Kritiker diskreditieren und die Anschuldigung entkräften, ohne dafür Argumente bringen und konkret über die Unterschiede zwischen ihnen und dem im Vergleich benutzten, weit geächteten Regime diskutieren zu müssen.² Nimmt ein Kritiker der israelischen Politik in Bezug auf die Palästinenser mal das A-Word in den Mund, ist es für die Verteidiger dieser Politik sehr viel einfacher, den Kritiker als Benutzer eines angeblich illegitimen und beleidigenden Vergleichs zu diskreditieren als darüber zu streiten, in welchen Aspekten sich die Situation der Palästinenser von denen schwarzer Südafrikaner während der Apartheid konkret unterscheidet – und in welchen vielleicht nicht. Und mit dem Protest gegen Vergleiche wird regelmäßig auch ein Strohmann attackiert. Natürlich hat Jimmy Carter nie geglaubt und nie angedeutet, die Palästinensergebiete seien in Gefahr, bei einer Fortsetzung des israelischen Politik genau so zu werden wie das Apartheid-Südafrika. Das wäre auch absurd. (Zwei Situationen sind praktisch nie genau gleich.) Aber genau das wird mit der Attacke gegen Vergleiche immer suggeriert: Vergleich → Gleichsetzung. Und Relativierung und damit Verharmlosung des zum Vergleich heran gezogenen, in vielerlei Aspekten natürlich schlimmeren Regimes. Und dieser Vorwurf – Gleichsetzung, Relativierung, Verharmlosung – wird sogar dann gemacht, wenn der Kritiker explizit klar gemacht hat, dass er die beiden Systeme eben nicht pauschal vergleicht, sondern in einem bestimmten Aspekt (so wie ich das eben auch gemacht habe). Das zeigt mir, wie unredlich die populistischen Apologeten³ i.a.R. argumentieren. Ich finde es schade, wenn Menschen versehentlich in solche Argumentationsmuster fallen. Das Andenken der Opfer fehlt dann auch selten im Argument gegen Vergleiche. Wer vergleicht, beleidigt die Opfer (des unterm Strich schlimmeren Regimes). Aber auch dieses Argument wird von populistischer Seite⁴ i.a.R. unredlich verwendet. Zum einen ist es nun nicht so, dass die angeblichen Verteidiger der Würde der Opfer besonders viel konkretes für die Opfer tun würden. Da gibt es leider sehr, sehr viele Beispiele, von Opfern der DDR-Diktatur in Deutschland bis zu Holocaustopfern in Israel. Zum anderen sehen das viele Opfer selbst ganz anders. Ich habe noch nie von einem südafrikanischen Apartheidopfer gehört, der sich von Apartheid-Vergleichen mit Israel/Palästina persönlich beleidigt gefühlt hätte. Ich kannte einen Holocaust-Überlebenden (der erst den staatlichen Antisemitismus Polens und dann sechs deutsche KZs durchleben musste) sehr gut, der sich jahrzehntelang für Opfer (neuerer) Diskriminierung eingesetzt hat und dabei nie vor Vergleichen mit seinen eigenen Erlebnissen zurück scheute. Er sah das genau umgekehrt als die Vergleichs-Stigmatisierer und meinte, dass es eben falsch und gefährlich sei, den Holocaust auf ein Podest zu stellen, weil man so nicht daraus lernen und zukünftige Verbrechen auch nicht verhindern könne. Und diese Haltung teilen nach meinen Erfahrungen viele, die Unrecht selbst erfahren haben. Ihre Kinder sehen das dann aber oft ganz anders. Das war bei den Kindern meines Freundes auch so; die wollten ihren Vater und seine Erfahrungen auch auf ein Podest stellen, das nichts mit unserer Zeit zu tun hatte – denn wie kann man denn in einer Welt überleben, in der so etwas noch mal passieren könnte und man aktiv daran arbeiten muss, das zu verhindern! Und vor diesem Hintergrund verstehe ich auch, wie typisch deine Reaktion auf meinen Beitrag für einen Vertreter der Kindergeneration von Opfern ist. Ich habe in der DDR übrigens noch bewusst gelebt, auch noch als (ganz junger) Erwachsener.⁵ Zu guter Letzt gibt es Menschen, die ja tatsächlich bewusst versuchen, Verbrechen unglaublichen Ausmaßes zu relativieren, verharmlosen, minimieren – und z.B. aus dem Holocaust mal eben einen »Vogelschiss« machen. Auch vor diesem Hintergrund sollte man es sich vielleicht zweimal überlegen, ob man diesen Vorwurf Menschen machen möchte, die explizit und aus dem Kontext ersichtlich keine solche Absicht verfolgen. __________ 1. Dass wir hier weiter diskutieren, scheint mein Argument zu stützen. Hätte ich nur geschrieben »ist ja (auch) schlimm«, hätte es vielleicht ein paar Likes gegeben und das wär’s dann gewesen. 2. Ich denke keine Sekunde, dass du aus dieser Motivation gegen Ungarn-DDR-Vergleiche bist. 3. zu denen du, wie gesagt, nicht gehörst! 4. also auch hier: nicht von dir (zumindest nicht absichtlich) 5. Ich habe auch Verwandte, die sich über Nacht und aus heutiger Sicht völlig unschuldig in Waldheim und Bautzen wiedergefunden haben. Ich hatte und habe Freunde aus meiner Generation, die (ebenso unschuldig) in wenigen Wochen in Schwedt so gefoltert wurden, dass sie bis heute gebrochene Menschen sind; die als Mädchen in schwierigen Familienverhältnissen von alten Stasimännern vergewaltigt, gebrochen und dann entweder »angeworben« oder in Uchstspringe gefoltert wurden. Das hatte für mich und meine Freunde eine ganz andere Relevanz als für dich. Über uns schwebte das Damoklesschwert von Schwedt, Bautzen, Uchtspringe nämlich ständig, bei fast allem, was wir getan haben. Hätten wir einem Mächtigen missfallen, hätten wir uns dort wiederfinden können, und kein Widerspruch und kein Gericht hätten geholfen. Einigen Freunden ist das ja auch passiert. Ich habe das jetzt mal in eine Fußnote ausgelagert, weil mein Argument durch diese persönlichen Erfahrungen nicht richtiger wird. Ich hoffe nur, dass du dir in Zukunft vielleicht ein bisschen besser überlegst, wem du eine Relativierung der DDR-Diktatur vorwirfst.
  19. 3 Punkte
    @Uwe Borchert Oh, mir liegt es natürlich fern hier irgendeinen Rassismus loszutreten. Und ehrlich gesagt vermute ich auch ganz stark, dass es dem Verfasser dieses Clips ähnlich geht. Man könnte hier wohl genauso gut eine Art Satire gerichtet an uns Grafiker sehen, sind doch alle Personen, mit denen der Hauptakteur offensichtlich gut kann die beliebtesten Programme der Szene, also Leute seiner Hood sozusagen. Und das dann eben Charaktere gewählt wurden, die das ausdrücken, liegt ja auf der Hand. Hier übrigens das Original, welches dann einfach gekapert wurde: @109 Leider konnte ich für Dich den Clip nicht nochmal woanders finden. Vielleicht nur soviel: Er ist Designer, die Frau, die ihn umarmen möchte, ist Corel Draw. Und alle, die er umarmt, sind unter anderem AfterEffects, Photoshop, InDesign und Illustrator sowie nach etwas Nachhilfe der Newcomer Affinity Designer.
  20. 3 Punkte
    bei MyFonts herunterladen "DES …" ist auch die Sommet Rounded, Light oder Regular.
  21. 3 Punkte
    Ja. Die zwei Striche machen aus dem てte ein でde (ein Kreis macht z.B. aus einem はha ein ぱpa, die Striche dann ein ばba.). Der Platz ist (irgendwo) rechts oben, aber das wird von den Schriftdesignern halt "interpretiert".
  22. 3 Punkte
    Ich finde, die Antwort ist »nein«. Häusigkeit beschreibt ein System (Schriftsystem, Font etc.) und gerade nicht den Einzelbuchstaben. Die Anwendung auf Einzelbuchstaben stiftet daher nur Verwirrung.
  23. 3 Punkte
    Soweit zum TypeTalk von mir. Der Vertrag der Meret lief aus und sie sollte zum Vertragende zu TypeMates, weil es einfach schön ist seine Pferde im eigenen Stall zu haben!
  24. 3 Punkte
    Hallo zusammen, die gezeigte Schrift ist durchaus im Originalzustand, denn ich habe genau dieselbe, ebenfalls in 12 Cicero. Leider fehlen meinem Satz die Buchstaben A und B. Alle anderen Buchstaben sind jedoch gleich. Gerade habe ich noch einmal die Signaturen meines Satzes geprüft, sie sind durchweg identisch. Dass derart alte Schriften keine durchgängige Gestaltung aufweisen ist mir gerade in letzter Zeit verstärkt aufgefallen. Wie der Kollege versuche auch ich derzeit diverse Holzletternsätze zu identifizieren. Holzlettern wie auch Bleilettern hatten in der Zeit um 1850 vielfach keine Namen sondern einfach nur eine fortlaufende Nummer. Dies lässt sich in Katalogen aus der Zeit wie Teubner oder Heucke belegen. Unter Umständen hatte die gezeigte Schrift daher nie einen Namen und wird namentlich nie gefunden werden. Beste Grüße an alle Holzletternsammler
  25. 3 Punkte
    Ich halte Deinen Vergleich mit der DDR für unpassend. Mir ist klar, Du möchtest damit unterstreichen, wie schlimm Du die Situation in Ungarn findest, wie sprachlos sie Dich macht. Das hättest Du auch ohne den Vergleich machen können. Schlimm ist schlimm. Es ist gar nicht notwendig, einen Vergleich zu anderen schlimmen Situationen herzustellen. Wie würdest Du es denn auch messen wollen, was nun schlimmer oder weniger schlimm war? Meine Großeltern und meine Mutter sind wegen dieser Bespitzelung und Denunziation - ja, auch von den Nachbarn - aus ihrer Heimat geflohen. Sie haben alles zurückgelassen, mußten die Kontakte zur Familie abbrechen und wieder bei Null anfangen. Zugegeben: das war Ende der 50er. Aber auch später (ab den 70ern) war der Kontakt zur Familie massiv eingeschränkt. Das betrifft ausdrücklich auch die Briefe und Päckchen. Wir haben es von vornherein vermieden, problematische Dinge zu schicken. Zu einigen Familienmitgliedern hatten wir keinen Kontakt, um sie nicht zu gefährden. Ich weiß, wie schlimm das meine Großeltern empfanden und wie schlimm es die Familie in der DDR empfand. Ich mag die Situationen nicht gegeneinander aufwiegen. Danke, daß Du mir die Situation in Ungarn so deutlich vor Augen führst. Das wußte ich nicht, und ich finde es erschreckend. Aber bitte relativiere nicht die Situation meiner Großeltern und meiner Mutter. Danke.
  26. 3 Punkte
    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dürfte außer „das Mülltrennen“ auch „das Müll-Trennen“ korrekt sein, so wie man z. B. bei Dreifachbuchstaben und in leichter Sprache auch mit Bindestrich arbeiten darf: „Seeelefant“ oder „See-Elefant“. „Das Müll Trennen“ ist jedenfalls falsch. Edit: https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Crashkurs-25-Schritten-zur-neuen-Rechtschreibung#Regel 13
  27. 3 Punkte
  28. 3 Punkte
  29. 3 Punkte
    Nun, ich glaube, dass ich schon die beklopptesten Dinge mit Schrift gemacht habe, und nie hat auch nur irgendwer gesagt, das dies verboten sei. Es ist eher eine Frage, was du in der Schriftgestaltung erzeugen willst, Brotschriften oder Displayschriften. Bei ersteren musst du zwecks lesbarkeit deine formen eher klassisch orientieren, bei den Displayschriften hingegen singst du das typografische Fliegerlied: Typo-Piloten ist nichts verboten. Was das technische anbelangt, versuche durch bewussten Umgang mit Vor- und Nachbreiten deine Glyphen so hin zu bekommen, dass der Text komplett ohne Kerning zumeist für dich richtig wirkt, also bei gerader Seite deiner Glyphen etwas mehr Fleisch, auf der Seite eines Bogens entsprechend weniger, sodass für Unterschneidungen nur noch die typischen Extremfälle bleiben, wie AV z.B. Und lass dir dabei nicht die Freude an der Sache selbst nehmen, das ist streng verboten
  30. 2 Punkte
    Ansonsten sind kleingeschriebene Logos in den letzten Jahren anscheinend schwer in Mode gekommen. Mir fallen da auf Anhieb etliche Redesigns ein. Also nur zu, wenn’s so besser passt … Übrigens kann auch eine Adhoc-Mischung aus Versalien und Minuskeln funktionieren. Spontan fällt mir da die Restaurantkette IHOP ein. Vielleicht auch eine Überlegung wert …
  31. 2 Punkte
    Nun, ich habe das gar nicht ironisch gemeint. Mein Anspruch für eine High-End-Klientel wäre einfach, dass sie in gewohntem Umfeld, nämlich ebenso High End, empfangen wird. Dazu wäre meine Herangehensweise, das Logo von einem erfahrenen Gestalter entwickeln zu lassen, was letztlich positiv auf die Sicht auf eure tiermedizinische Leistung einzahlen wird. Das ist ja nur in eurem Sinne. Ob die Lösung, die sich durch eine junge Designerin plus der Schwarmintelligenz eines Forums ergibt, am Ende unbedingt brauchbar ist, wage ich zu bezweifeln, weil sie ohne Briefing und Kenntnis der Fakten immer etwas zufällig sein wird. Wie Robert schon schrieb, würde es uns und dich weiterbringen, wenn du die bisherigen Ergebnisse zeigst und vor allem deine Gedanken dazu: Was gefällt dir, was gefällt dir nicht, vielleicht sogar, warum dir dies oder jenes nicht gefällt. Dann finden sich hier viele, die gewohnt völlig ohne Polemik helfen. Besteht das Logo nur aus Text? Oder ist eine Wort-Bild-Marke geplant, also eine feste Verbindung von Text und Bild oder Illustration? Gefällt dir eher das eine oder das andere? Warum? Nur ein paar Beispiele – wo siehst du dich am ehesten? Warum?
  32. 2 Punkte
    Auch wenn ich die Bemerkungen meiner Vorredner jetzt gar nicht so daneben fand*: Kannst Du uns noch etwas helfen? Es gibt abertausende Schriftarten, da wären weitere Eckpunkte zum Eingrenzen hilfreich. Zum Beispiel: Wie sieht der Rest der bisherigen (Logo)gestaltung aus? Gibt es eine Bildmarke? Dann sollte die gesuchte Schrift dazu formal harmonieren. Interessant wäre auch die sechs bisherigen Vorschläge zu sehen, um zu wissen, was Du nicht magst. Was meinst Du mit »sterile typische Tierklinikschrift« genau? Kannst Du uns Beispiele zeigen? Kannst Du in etwa sagen, welcher Schrifttyp Dir vorschwebt? Script? Antiqua? Grotesk? — *Und es ist ja nicht so, dass es in diesem Forum nicht schon genug kostenfreie Inputs gäbe …
  33. 2 Punkte
  34. 2 Punkte
    Futura. Extra Bold, Black, Extra Black, irgendeiner dieser Schnitte.
  35. 2 Punkte
    »Schusterjungen stören den Lesefluß im allgemeinen nicht; im Gegenteil, sie führen weiter, laden zum Umblättern und Weiterlesen ein. Sie brauchen nur bei Büchern mit besonderem ästhetischem Anspruch entfernt zu werden.« (Hans Peter Willberg / Friedrich Forssmann: Lesetypographie, S. 184)
  36. 2 Punkte
    Wenn du als Musterwort statt Speisekarte das Wort Hamburg (oder Hamburgefons) genommen hättest, wären die Schriften im Seemann leichter zu finden. Und um die richtigen Auslassungen von Þorsten zu ergänzen: Manchmal kann es vorkommen, dass Schriftenanbieter sich die Namen der alten Bleisatzschriften als Marke gesichert haben. Da reicht es dann einfach für die eigene Digitalisierung eben einen neuen, durchaus ähnlichen Namen zu erfinden. Anders ist es im übrigen auch in der Bleisatz-Zeit gewesen, da haben Schriftgießereien nicht selten erfolgreiche Schriften der Konkurrenz nachgezeichnet und geschnitten, und haben sie dann unter eigenem Namen vertrieben.
  37. 2 Punkte
    Ich ❤️ JJ Cales Musik! Den nehme ich auch zum regulären Einkaufspreis – die Schrift hingegen ist nicht so meins … Ich habe da einen irreparablen Optimaschaden, fürchte ich.
  38. 2 Punkte
  39. 2 Punkte
    du bist eigentlich eh schon am ziel! den nun leeren textkasten kannst du löschen. es bleibt der von dir beschriebene pfad, der vorher editierbarer text war. mit dem menübefehl »objekt/pfade vereinigen oder trennen« (heißt zumindest in der neuesten version so) kannst du den gesamtpfad trennen, so dass der einzelne buchstabe bearbeitbar wird. das machst du dann zb mit dem punktauswahlwerkzeug.
  40. 2 Punkte
    BASECAMP: https://www.losttype.com/font/?name=blanch MTN FUN könnte "Big John Pro" sein: https://www.whatfontis.com/FF_Big-John-PRO-Bold.font
  41. 2 Punkte
    Die "Füßchen" sind stylistische Elemente, ob mit oder ohne macht nix in Bezug auf die Bedeutung. Das kleine Kästchen (b in bertels Liste) ist ein Katakana (ro) und wäre beim Notausgang falsch. Richtig ist der "Mund". So wie oben im Text zum Kopieren. Gothic meint Serifenlos, also Hei(ti). Das kommt meist mit "Füßchen". Das 口 in der Notausgangsbeleuchtung hat keine, weil es eine extra gezeichnete Schrift ist.
  42. 2 Punkte
    ... und das ẞ gibt’s dann oft noch gratis dazu, aber auf jeden Fall die Umlaute Also das sind die Preise für vernünftig ausgebaute Schriften und nicht ein paar Buchstaben!
  43. 2 Punkte
    Das klingt auch nicht nach den üblichen Kosten. Für einen Schriftschnitt, den man nahezu uneingeschränkt nutzen kann, bezahlt man für die DTP-Lizenz so zwischen 30,– und 70,– Euro. Bei Sonderangeboten kostet dieser sogar manchmal nur ein Zehntel und weniger.
  44. 2 Punkte
    Das ging schnell: der Designer hat geantwortet. Für 62€ bekäme ich eine Single Product Licence - also nur für das Bild, dass ich erstellt habe und müsste eine neue Lizenz erwerben, wenn ich die Schrift noch einmal für eigene Belange einsetzen wollte. Für ein Nur-mal-so-Geschenk ist mir das dann doch zu teuer. (Selbst wenn ich die Schrift für den Preis uneingeschränkt verwenden dürfte, würde ich sicher noch einmal drüber schlafen - auch wenn sie schön aussieht: viel mehr als das lateinische Grundalphabet ist nicht enthalten, nicht mal Umlaute.) Ich werde wohl ein anderes Bild erstellen und meinen Freund davon abhalten, das Bild mit der Schrift zu verwenden. Er kriegt ein Neues.
  45. 2 Punkte
    https://fonts.adobe.com/fonts/hidden-treasures Die Aktion ist Teil von Adobes fortlaufendem Projekt „Hidden Treasures of Creativity“, dessen Ziel es ist, in Vergessenheit geratene kreative Geschichte wiederzubeleben. Nachdem 2017 die Pinsel von Edvard Munch digital rekonstruiert und verfügbar gemacht wurden, widmet sich das Projekt derzeit den Typografien des Bauhaus Dessau. Die #AdobeHiddenTreasures-Schriften entstanden unter der Leitung von Erik Spiekermann und Ferdinand Ulrich und basieren auf den Entwürfen von Xanti Schawinsky, Joost Schmidt, Carl Marx, Alfred Arndt und Reinhold Rossig. Mehr zum Projekt lesen Sie hier. Die Schriften können auf Adobe Fonts kostenlos heruntergeladen werden. Quelle
  46. 2 Punkte
  47. 2 Punkte
    Frei nach dieser Seite müsste man also noch einen Begriff erfinden wir Kameralität, Kammer, Häusigkeit, ... ?
  48. 2 Punkte
    Ich wüsste nicht, dass es einen eindeutigen und/oder etablierten Begriff dafür gäbe. Man müsste es also so oder so auch erklären. Dann kann man den Satz aber auch gleich so formulieren, dass er ohne diesen Begriff auskommt.
  49. 2 Punkte
  50. 2 Punkte
    Sooo viele Zeichen und kein Versal-ß dabei, oder habe ich es übersehen?
Zeitzone: Berlin/GMT+01:00
Wayfinding Sans Symbols — ein cleverer Piktogramm-Font für Beschilderungen
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