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  1. 9 Punkte
    Nutzer von Mac OS Catalina haben seit kurzem Zugriff auf neue hochwertige Systemschriften, die Apple von renommierten Schriftanbietern wie Commercial Type und der Klim Type Foundry lizenziert hat. Da die Fonts jedoch nicht standardmäßig installiert werden, wissen viele Anwender von Mac OS Catalina gar nichts von ihrem Glück. Um die optionalen Systemschriften zu installieren, muss man zunächst das Programm Schriftsammlung von Apple öffnen und den Punkt »Alle Schriften« auswählen. In dieser Liste finden sich dann viele ausgegraute Schriften. Dabei kann es sich einerseits um vom Anwender deaktivierte Fonts handeln – oder aber um die optionalen Systemschriften von Apple. Bei letzteren findet sich dann beim Rechtsklick auf den Font oder den Familiennamen die Option, den Font oder die gesamte Familie zu laden und zu installieren. Hier eine Auswahl der verfügbaren Schriften: Familien: Canela von Commercial Type in 16 Schnitten Domaine Display von Klim Type Foundry in 6 Schnitten Founders Grotesk von Klim Type Foundry in 17 Schnitten Graphik von Commercial Type in 18 Schnitten Produkt von Commercial Type in 8 Schnitten Proxima Nova von Mark Simonson Studio in 12 Schnitten Publico von Commercial Type in 12 Schnitten Einzelne Schaugrößen-Schriften: Sauber Script von den TypeJockeys Quotes Caps and Quotes Script von Sudtipos Zusätzlich zu diesem stattlichen Paket von Schriften mit lateinischer Belegung gibt es natürlich auch eine große Anzahl von Fonts mit anderen Schriftsystemen. Eine komplette Liste findet sich in diesem Support-Dokument von Apple: ☞ https://support.apple.com/en-us/HT210192
  2. 9 Punkte
    Letzthin gab es so viel zu tun, daß ich kaum ins Forum schauen konnte. Die mir vergönnte Freizeit verprasste ich mit der Ovid. Jetzt ist sie soweit fertig. Guckt mal: Ich bin damit sehr zufrieden. Sie hat fast etwas klassisch-aristokratisches an sich. Da vergißt man gänzlich, daß sie sich mit "Covid" reimt. Übrigens habe ich noch ein paar Ligaturen für th, ch, ck, usw. eingeschmuggelt.
  3. 8 Punkte
    Weil der ich-Laut und der ach-Laut im Standarddeutschen zwei stellungsbedingte Allophone ein und desselben Phonems sind. Ein Phonem ist die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit in einer Sprache. Das lässt sich an sogenannten Minimalpaaren erkennen, etwa tauchen vs. taufen: ch und f sind Phoneme; sie unterscheiden die Bedeutung der beiden genannten Wörter. Nun wird das Phonem ch im Standarddeutschen (anders als etwa im Hochalemannischen) in der Aussprache mit zwei verschiedenen Lauten realisiert, eben dem ich-Laut und dem ach-Laut. Eine solche Situation heißt Allophonie: ein Phonem, zwei verschiedene Laute. Das bereitet uns aber keine Probleme, weil die Unterscheidungsregel einfach ist: der ach-Laut erscheint nur nach den dunklen Vokalen a, o und u, der ich-Laut an allen anderen Stellen im Wort: die Allophonie ist stellungsbedingt. Eine stellungsbedingte Allophonie heißt in der historischen Sprachwissenschaft übrigens Lautwechsel. Darum brauchen wir für das ch-Phonem nur eine Schreibung: Die Aussprache ergibt sich ja aus dem Kontext; dieselbe Schreibweise für verschiedene Laute nennt man übrigens Homographie. Eine scheinbare Ausnahme von dieser Stellungsregel hat Thomas Kunz oben aufgespießt: Das ch im Deminutivsuffix -chen wird immer als ich-Laut gesprochen, auch im Wort Tauchen, obwohl das u natürlich einen dunklen Vokal repräsentiert. Der Grund für diese scheinbare Ausnahme ist, dass -chen ein Sem ist – so nennt man die kleinste bedeutungstragende Einheit in einer Sprache: -chen trägt natürlich die Bedeutung ,klein‘. Zwischen den Semen Tau und -chen befindet sich also eine Semfuge, über die hinweg das dunkle o nicht wirken kann. Im üblichen Sprachgebrauch wird das -chen in dieser Stellung allerdings gemieden und durch -lein ersetzt (Ausnahme: Frauchen wegen Fräulein, aber auch das wird oft eher scherzhaft gebraucht und ist eigentlich sprachwidrig: es müsste Fräuchen heißen, vgl. schwedisch fröken). Es gibt noch weitere Allophone bzw. Homographen im Deutschen, die uns aber meist nicht auffallen: Das s in (des) Stausees etwa wird mit drei verschiedenen Lauten realisiert: Am Ende ist es stimmlos (es zischt), in der Mitte stimmhaft (es brummt), am Anfang postalveolar (die Zungenspitze liegt hinter dem Zahndamm). Das b in Weib ist stimmlos und behaucht (ist also im Grunde ein p); in Weiber ist es dagegen stimmhaft und unbehaucht (also ein echtes b). Das e in gellen (geschlossene Tonsilbe) ist kurz und offen, in gelen (offene Tonsilbe) ist es lang und geschlossen, und in Spargel (Nebensilbe) ist es ein unbetonter Mittelvokal (ein Schwa). Das war jetzt mehr Text als geplant, aber einen aus der Semitistik hab' ich noch: Das Schwa im Wort Schwa wird nicht ausgesprochen – ursprünglich hieß es aber Schewa mit Schwa. PS: Mister Austins Lehrer konnten das offenbar sehr viel konziser ausdrücken als ich...
  4. 7 Punkte
    So ähnlich mache ich das mitden "Körperteilen" einer Schrift auch: Allerdings mag ich zum Zeichnen der Glyphen CorelDraw deutlich mehr, da mit hier einige Zeichenwerkzeuge und fie Fang-Funktionen in dem Vektorgrafik-Programm deutlich mehr möglichkeiten bieten, als die Zeichenfunktionen in Fontlab 5.2, das ich für die reinen Font-Funktionen gebrauche, dessem Zeichenfunktionen sind eine echte "pida". Ich hab auch schon die Version VI getestet, die ja komplett neu gestaltet ist, damit komme ich überhaupt nicht zurecht, und da ich eben Windows gewöhnt bin, steht mein Mac auch nur ungenutzt herum Zu Corel bin ich übrigens auf etwas illegale Art gekommen, Corel hat mir das aber wohl längst verziehen, haben sie mit doch schon 2 mal eine komplette Originalversion mit Upgrade-Berechtigung zugesandt. Und das war so: Im Mai 1989, also jetzt vor ziemlich genau 31 Jahren kam mein Chef nach einem Messebesuch in mein Büro und stelle mir einen ziemlich dicken Karton auf den Schreibtisch: "Herr Wiegel, installieren Sie das mal auf ihrem Rechner und arbeiten sich da mal ein. Ich glaube, damit bekommen wir bessere Zeichnungen für unsere Anleitungen hin? Also spielte ich mit den gefühlt 100 Disketten Diskjockey auf dem vor mit stehenden 386SX. Schnell merkte ich, dass es wohl einen nicht unerheblichen Teil meiner Arbeitszeit kosten wird, mich da einzuarbeiten, und ich durch meine anderen Aufgaben auch viel zu oft abgelenkt würde. Also machte ich meinem Chef den Vorschlag, ob ich dieses Einüben nicht auf meinen (bei mir damals noch nicht exidtierenden) privaten PC installieren könnte, um meine Übungsstunden dann lieber daheim und in Ruhe machen zu können. Zu meinem Erstaunen ging er auf diesen Vorschlag ein und stellte mit 4 Packungen Disketten auf den Tisch, und ich bestellte mir auch gleich - damals beo Quelle - einen PC, auch einen 468 SX mit nur 649 kB SD-RAM und 52MB Festplatte, dazu MS-DOS 4.1 und Windows 3.1. Ein paar Tage später hatte ich dann so meine erste richtige Software zuhause. 2 Monate späterstand mein Chef wieder in meinem Büro, "Corel hat mich angeschrieben, die haben ein Fehler-Upgrade bereitgestellt, bitte kopieren Sie von ihrem Rechner aus dem Corel-Installationsverzeichnis die Datei 4711.dat und schicken die Diskette nach Irland an diese Adresse hier." Also kopierte ich die gewünschte Tatei auch von meinem Rechner und schrieb nach Irland mit der Bitte, mir das Update zuzusenden. Zu meiner größten Überraschung kam dann nicht ein Umschlag mit ein paar Fehler-Korrektur-Disketten, sondern ein recht großes Paket mit der kompletten Version 1.10, mit eigener Seriennummer, Registrierung auf micht und dem Ausweis für die Upgrade-Berechtigung für die nächsten Versionen zum jeweils viertel Preis der Vollversion, die ich hiermit jetzt legal hatte. So hatten sie mich dann als Kunde eingefangen... Dann 1993, ich hatte mittlerweile Version 4 wieder regulär ald verbilligtes Update installiert, ärgerte ich mich, wollte ich z.B. ein Speichenrad zeichnen, so vorgehen musste: 1. Speiche 1 zeichnen und diese kopieren, dann ins Menü Anordnen - Drehen. Hier den Drehpunkt numerisch in ein Eingabefeld eintragen, sowie den Drehwinkel, OK. Die Speiche spring an die neue Position, dann die kopierte Speiche an die alte Position einfügen, und dies dann für jede weitere Speicher erneut, mit jedesmal erneuter Eingabe der eigentlich immer wieder gleichen Werte. Corel hatte aber für einige Funktionen schon so genannte Rollup-Menüs eingeführt. (Heute Andockfenster genannt), und so zeichnete ich dann ein Mockup für ein Änderungen.Rollup-Fenster mit den Funktionen Position, Drehen, Skalieren und spiegeln, Größe und Neigen, auch schon mit dem Icons dazu, und sandte diese Grafik über Compuserve (Das Internet gab es noch nicht) nach Canada. Ihr könnt euch sicher denken, wie etwa 9 Monate später ein PC-Magazin das neue CorelDraw! (damals noch mit !) vorstellte und ich da mein Änderungen-Fenster entdeckte - einzige Änderung, ich hatte die Icons links in diesem Fenster über einander gesetzt, die standen jetzt - und stehen bis heute nebeneinander in einer Reihe über den Daten-Eingabe-Feldern. Wow!!! Und noch mehr WOW war dann, dassich etwas später eine Paket-Benachrichtigung im Briefkasten vorfand, eine Paketsendung aus Canada? Tatsächlich ein Pakei in Umzugskarton-Große, darin das praktisch damals koplette Produktions-Programm von Corel, mit dem kompletten CorelDRAW! 5, Wird Perfect und etliches mehr, wie einige damals angebotele lizenzfreie Stockphoto-CDs. Und so blieb ich eben bei diesem Programm für all meine Vektorzeichnungen - und eben auch die Glyphen für meine Fonts. Einziges Manko: Vektoren werden beim EPS-Export unverbunden exportiert und müssen im Fontlab erst mit "close open conours" verbunden werden, was gelegentlichzu Fehlinterpretationen führt, liegen in einer Grafik zufällig Knoten dicht beieinander.
  5. 7 Punkte
    http://www.peter-wiegel.de/TI-Bilder/MarshmellowStencil.ttf
  6. 6 Punkte
    "Die kleine Stadt Woburn im US-Staat Massachusetts ist Standort gleich zweier Giganten der Typografie: Monotype und Walden Font Co."
  7. 6 Punkte
  8. 5 Punkte
    Das fertige Design Kit wird auch einen Satz Ornamente und Verzierungen enthalten. Zur Ablenkung sortierte ich deshalb heute Morgen einen nicht enden wollenden Stapel Material dazu. 99% davon ist pflanzlich. Gegen Mittag war ich bereit, mich mit dem nächsten, kunstvoll drapierten Seelilienstengel aufzuknüpfen. Da kam dieses Fundstück gerade zur rechten Zeit. Das Hippo wird mein neues Wappentier!
  9. 5 Punkte
    Also ich – und wie jedë hier kann ich nur für mich sprechen – finde es 100 mal besser, Peters interessante Beiträge vertippfehlert zu lesen als gar nicht. Ansonsten stolpere ich sowohl über konsequente Kleinschreibung als auch veraltete Rechtschreibung. (Beides ist hier ja durchaus populär.) Aber auch solche Beiträge bleiben für mich lesbar. (Und leserlich sind sie ob der wunderbaren Schrifteinstellungen im Forum ohnehin. )
  10. 5 Punkte
    Ein schneller Test zur Verdeutlichung:
  11. 5 Punkte
    Ich hab sowas schon sporadisch in Indesign erstellt (also ein Tagged-PDF), kommt aber so selten vor dass es jedesmal "learning by doing" ist, und leider ist dann auch immer das Feedback sehr dürftig – es wird bestellt, und wenn was geliefert wird von dem gesagt wird es sei jetzt "barrierefrei", ist das Thema in der Regel "abgehakt", eine Praxisprüfung oder Rückmeldung wie gut das alles funktioniert hat, kommt nie ... Grundsätzlich hilft das schon ein bisschen um einen Überblick zu bekommen: https://helpx.adobe.com/at/indesign/using/structuring-pdfs.html Das Grundproblem ist vor allem, dass "Print"-Dokumente (also alles was auf Postscript basiert) historisch bedingt erst mal keine Dokumentstruktur haben, da sie in Layoutflächen und Objekten denken, die dann per Koordinaten platziert werden. Die Objekte bekommen dann stilistische Eigenschaften die sich aber nur auf deren Aussehen auswirken. Die Formatierung hat aber im Dokument keine logische Bedeutung, und die Objekte stehen in keiner Relation zueinander (Gruppen, Hierarchien, Reihenfolgen). In "Web"-Dokumenten (XML, HTML ...) ist diese Struktur hingegen Grundprinzip, man kann fast nicht nicht-strukturiert arbeiten, d.h. zumindest eine Reihenfolge besteht, meistens auch eine Hierarchie, oft auch Bedeutung. Man könnte sagen hier herrscht erst mal Ordnung, und wer Chaos will, muss sich bemühen. Umgekehrt bei "Print" – um in ein Dokument strukturelle Ordnung zu bringen, muss man sich bemühen. Wir machen das ja aus praktischen Gründen meist schon ein bisschen durch Absatzformate, Objektformate, verkettete Textrahmen, ..., ...; normalerweise aber nur, weil uns das die Arbeit im Dokument erleichtert, nicht weil wir das weiter nutzen, und nicht so dass das gleich einer XML-Struktur entspricht. In Indesign gibt es durchaus die Tools, Objekten (Tags und deren Einsortierung im Strukturbaum) und Absatzformaten (Zuweisung logischer Hiarchien) Bedeutung mitzugeben. Die Tags-Palette (Fenster > Hilfsprogramme > Tags) und Strukturansicht (Cmd+Alt+1) sind da essentiell; die Artikel-Palette (Fenster > Artikel) ist für mich noch fraglich was die kann und wofür sie da ist. Jedes Element kann einen Tag bekommen der beschreibt was das ist, nicht-getaggte Objekte sind in der Struktur "unsichtbar". Hat ein Objekt einen Tag, taucht es in der Strukturansicht im "root" auf und kann dann in der logischen Reihenfolge verschoben werden oder in ein anderes Objekt "reingelegt" werden (visuell tut sich da nichts, es geht nur um die Hierarchie). Bei den Absatzformaten kann unter "Tagexport" festgelegt werden, was für eine Hierarchie-Entsprechunung z.B. eine Überschrift hat. Beim Export des PDFs (mit entsprechenden Einstellungen, auch mal den Dialog "PDF interaktiv" ansehen statt "PDF Druck"), werden diese Informationen dann auch verarbeitet und im PDF abgelegt. Wenn man nun ein neues Dokument gleich mit dieser Herangehensweise beginnt, also nicht nur optisch was auf die Zeichenfläche legt sondern dann gleich auch festlegt was das ist und in welcher Relation es zu anderen Objekten steht, ist das ganze grundsätzlich nicht unmöglich – es fehlt dann halt Praxiserfahrung was wie wo am besten zugeordnet ist. Und es ist zu bedenken, dass ein visuell komplexes Dokument auch strukturell sehr komplex sein kann, es ist nicht "5% mehr Arbeit" sondern eher 50%, und erfordert Disziplin und Bewusstsein dass das auch zu tun ist (immer lustig in gemischten Teams, wenn es schon schwierig ist Formatvorlagen im Konsens zu verwenden ...). Wenn man hingegen ein über Jahre gewachsenes Print-Dokument vor sich hat, das keinerlei logische Struktur enthält, möglicherweise nicht mal "Arbeitsstrukturen" in Form von Formatvorlagen hat, dann ist es sehr aufwendig, das nachträglich einzuarbeiten, ganz speziell natürlich wenn man das noch nie durchgedacht und gemacht hat. Auch der Versuch, das dann über die Acrobat-Tools nachträglich einzupflanzen ist mit Arbeit und Frust verbunden – das kann mal eine Notlösung sein, aber sonst ist immer der Start innerhalb von Indesign sinnvoller. Kontrollieren und ggf. nacharbeiten in Acrobat ist aber auch leichter, wenn man schon mal eine Basis liefert ... Nebeneffekt: Adobe wirbt ja seit Jahren damit, dass man Dokumente auch irgendwie in HTML ins Netz bringen könnte ... das klappt in der Praxis ja nie befriedigend, aber wenn man mal Strukturen in einem Dokument festgelegt hat, Formatvorlagen auch HTML/CSS-Tags zuweist etc., wird es zumindest als Notlösung oder Startpunkt zur Weiterverarbeitung eine Option, weil man Indesign zumindest die Chance gibt etwas mit Struktur auszugeben statt nur einen Haufen absolut positionierter Objekte. Edit: da ich die Frage auch schon mal hatte ... es gibt in Acrobat dann eine Tag-Struktur (die per Indesign beeinflussbar ist) sowie eine "Reading Order" (die nicht beeinflussbar ist?). Screenreader orientieren sich offenbar inzwischen eher and er Tag-Struktur, nicht der Reading-Order, wofür die da ist kann ich nicht sagen und wie gesagt: echtes Feedback ist selten ... Hier geht's auch um dieses Thema: https://community.adobe.com/t5/indesign/indesign-cc-2017-and-reading-order/td-p/10327745?page=1
  12. 5 Punkte
    Wer ist nochmal Monotype?
  13. 5 Punkte
    Ein Umstand, auf dem ein nicht unbeträchtlicher Teil meines Lebensunterhaltes beruht 🙂
  14. 5 Punkte
    Dann könnte eine Straßenbahnfahrt vielleicht helfen:
  15. 5 Punkte
    Variable Fonts sind OpenType-Fonts, bei denen bestimmte gestalterische Eigenschaften (wie zum Beispiel Strichstärke, Weite, Neigung) auf Seiten der Schriftnutzer (zum Beispiel über Schieberegler) gesteuert werden können. Damit ist man nicht mehr zwingend auf bestimmte vorgefertigte Schriftschnitte wie normal, kursiv, fett usw. beschränkt. Da mittlerweile immer mehr entsprechende Fonts verfügbar sind und Browser und viele Designanwendungen variable Fonts unterstützen, wird die Technologie zunehmend für professionelle Designer interessant. Dieser Artikel gibt daher einen Überblick über die 2016 eingeführte Technik. Die technische Grundlage der variablen Fonts bildet die automatische Interpolation von Buchstabenformen. Schriftgestalter entwerfen mindestens zwei unterschiedliche, aber in Bezug auf die Elemente (Ankerpunkte, Linien/Kurven) kompatible Buchstabenversionen und beliebige Zwischenschritte (»Instanzen«) lassen sich dann errechnen. Entsprechende Anwendungen im Bereich der digitalen Schriften gab es bereits in den 1990er-Jahren. Apple stattete einige seiner TrueType-Schriften mit dieser Technik aus und Adobe vermarktete seine Version für PostScript-Schriften unter dem Namen Multiple Master. Beide Formate setzen sich jedoch nicht durch. Aller guten Dinge sind drei Warum also ein neuer Anlauf im 21. Jahrhundert? Tatsächlich gibt es im Vergleich zu den Umsetzungen der 1990er-Jahre zwei wesentliche Unterschiede. Erstens haben wir es bei variablen Fonts nun nicht mehr mit einer Insellösung zu tun. In seltener Einigkeit wurde das Fontformat von Apple, Microsoft, Google und Adobe gemeinsam entwickelt und im Anschluss direkt in die OpenType-Spezifikation übernommen. Dies macht eine breite Software-Unterstützung viel wahrscheinlicher. Zweitens entstand seit den 1990er-Jahren ein neues Einsatzgebiet, auf welches variable Fonts perfekt abgestimmt sind: Webfont-Anwendungen. Bei der Nutzung von Schriften über das Internet zählt jedes Kilobyte. Statt alle Fonts einer Familie einzeln zu laden, können bei variablen Fonts interpolierte Instanzen aus einer einzigen Fontdatei erzeugt werden. Dies kann die Ladezeiten deutlich verkürzen. Außerdem können variable Fonts so auf Websites eingebunden werden, dass sie dynamisch auf den jeweiligen Einsatz reagieren. So können zum Beispiel Überschriften auf einem Breitbildmonitor auch breit dargestellt werden, während sie beim Betrachter der gleichen Website auf einem hochkant gehaltenen Mobiltelefon automatisch eher schmal laufen. Web-Demo von Mandy Michael. Je nach Bildschirmbreite wird dynamisch eine andere Schriftweite gewählt. Sämtliche Weiten entspringen einer einzige Fontdatei. Gestaltungsachsen Die Variation der Buchstabenformen erfolgt entlang sogenannter Gestaltungsachsen. Fünf typische Achsen sind direkt im OpenType-Standard festgeschrieben: Strichstärke (weight) Weite (width) Optische Größe (optical size) Kursivformen (italic) Neigung (slant) Klassisches Beispiel einer variablen Schrift mit zwei Gestaltungsachsen für Strichstärke und Schriftweite. Schriftgestalter können darüber hinaus jedoch beliebig viele andere Gestaltungsachsen definieren. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Die Änderungen entlang der Achsen müssen sich auch nicht zwingend auf alle Buchstaben gleichermaßen auswirken. Eine Achse kann zum Beispiel lediglich die Höhe der mittleren Querstriche von Großbuchstaben kontrollieren und kommt dann nur bei den passenden Großbuchstaben zur Anwendung. Auch kann sich das Design über eine Achse hinweg sprunghaft ändern, etwa wenn von aufrechten zu kursiven Buchstabenformen umgeschaltet wird oder wenn die Schrift zum Beispiel so fett wird, dass bestimmte Buchstabengestaltungen nicht mehr möglich sind. Variabler Font Format Shards Unter die Haube geschaut Obgleich das Prinzip der Interpolation recht einfach ist – die Umsetzung innerhalb des Variable-Fonts-System ist äußert ausgefeilt. Technisch ist jeder Buchstabe in einem variablen Font nur ein einziges Mal vollständig abgelegt, wie man es von einem herkömmlichen Font auch kennt. Die anderen, zum interpolieren genutzten Entwürfe werden lediglich in ihrer mathematischen Abweichung vom Grundbuchstaben definiert. Schriftgestaltern steht es aber frei, beliebige Zwischenschritte als eigenen Entwurf einzubinden. Dies vermeidet ein typischen Problem bei interpolierten Schriften zwischen lediglich zwei Extrempunkten (zum Beispiel light und black): die in der Regel meistbenutzten Instanzen in der Mitte der Interpolation (zum Beispiel regular) entstehen dann nur indirekt und können vom Schriftgestalter also auch nicht direkt gestaltet werden. Variable Fonts haben dieses Problem jedoch nicht. Die Schrift Inter kann die Strichstärke zwischen Light und Black interpolieren. Ein vom Schriftgestalter kontrollierter Regular-Schnitt befindet sich jedoch in der Mitte der Gestaltungsachse. Außerdem enthalten variable Fonts benannte Instanzen, die vom Schriftnutzer direkt angesprochen werden können. So kann der Schriftnutzer in einem variablen Font mit einer Gestaltungsachse für die Strichstärke weiterhin »regular«, »bold« usw. im Schriftmenü auswählen – wie er es bei herkömmlichen Fonts auch getan hätte. Diese Punkte entlang der Designachse werden vom Schriftgestalter vorausgewählt. Dies vermeidet, dass Schriftnutzer von der Fülle der Optionen erschlagen werden. Die unzähligen Zwischenschritte können benutzt werden, müssen aber nicht. Variable Fonts können in InDesign wie herkömmliche Schriftfamilien benutzt werden und tauchen mit Familienname und einzelnen »Schriftschnitten« auf. Die Schriftschnitte sind jedoch dynamisch generierte Instanzen. Das O-VAR-Logo im Fontmenü verrät, dass es sich um einen variablen Font handelt. Bei OpenType-Fonts kommt auch erschwerend hinzu, dass die Technik bereits über zahlreiche Funktionen (»OpenType features«) verfügt, die die Buchstabenformen und Metriken dynamisch beeinflussen. Auch diese müssen bei variablen Fonts natürlich in die Interpolationen mit einbezogen werden. So müssen etwa Unterschneidungswerte ebenfalls dynamisch berechnet werden. Auch kann zum Beispiel eine OpenType-Ligatur dynamisch zu- und abgeschaltet werden, je nach dem, an welchen Punkten der Gestaltungsachse sie Sinn macht und an welchen nicht. Die Komplexität der zusammenwirkenden Funktionen macht die technische Umsetzung natürlich nicht gerade einfach. Es verwundert daher nicht, wenn die Anwendungsprogramme, die variable Fonts bereits unterstützen, noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen haben oder wenn die Umsetzung in unterschiedlichen Anwendung noch nicht identisch ist. Software-Unterstützung von variablen Fonts Im Webbereich werden variable Schriften in allen gängigen Browsern (Chrome, Safari, Firefox, Edge, Opera) auf aktuellen Betriebssystemen unterstützt. Ihrem Einsatz steht also kaum etwas im Wege. Die CSS-Einbindung kann zudem so erfolgen, dass bei fehlender Unterstützung auf herkömmliche Fonts zurückgegriffen wird. Die klassischen Desktop-Designanwendungen von Adobe unterstützten variable Fonts ebenfalls: Adobe Photoshop und Illustrator (seit CC 2018), InDesign (seit CC 2020). CorelDRAW unterstützt variable Schriften ebenfalls seit der 2020er-Version. Sketch unterstützt variable Fonts seit Version 59. In Photoshop sind die Schieberegler für variable Fonts etwas versteckt und finden sich in der Eigenschaften-Palette. In InDesign und Illustrator sind sie dagegen über einen Button in der Zeichenpalette erreichbar. Bei Office-Apps und andere Software-Bereichen (wie zum Beispiel Video-Bearbeitung) gibt es bislang kaum eine Unterstützung für variable Fonts. Variable Fonts finden und installieren Die Lizenzierung und Installation unterscheidet sich kaum von herkömmlichen Fonts – schließlich handelt es sich ja um reguläre OpenType-Fonts, die nun nur mehr können. Hersteller kommerzieller Schriften werden den Nutzern sicherlich aus Gründen der Kompatibilität noch eine ganze Weile Einzelfonts und variable Fonts parallel anbieten. Denn variable Schriften sind nicht abwärtskompatibel. Der Einsatz des neuen Formats setzt also eine vollständige Softwareunterstützung voraus und für alle anderen Anwendungen werden die herkömmlichen Fonts zunächst weiterhin benötigt. Auch ist zu bedenken, dass es variable Fonts unmöglich machen, durch den gezielten Kauf einzelner Schnitte aus einer großen Familie Geld zu sparen. Mit einer Lizenz für einen einzelnen variablen Font kauft man in der Regel die ganze Familie. Bei den großen Reseller-Shops lassen sich variable Fonts leicht über die Suchfunktion finden: MyFonts: https://www.myfonts.com/search/variable/ Fontspring: https://www.fontspring.com/tag/variable Für die kostenlosen Schriften im Google-Fonts-Verzeichnis gibt es einen eigenen Filter und bereits eine stattliche Anzahl von Schriften: https://fonts.google.com/?vfonly Die Einbindung in eigenen Websites erfolgt genauso unkompliziert wie bei herkömmlichen Schriften. Man muss sich natürlich nun nicht mehr auf bestimmte Schriftschnitte festlegen. Über CSS-Deklarationen können beliebige Instanzen eines variablen Fonts generiert werden ohne dadurch die Ladezeit zu erhöhen. Wer die neuen Möglichkeiten einmal ausprobieren will, kann sich auf Websites wie Axis Praxis und V-Fonts umschauen. Dort werden ausgesuchte variable Fonts präsentiert und die Instanzen können in Echtzeit über Schieberegler generiert werden. Wenn Schriftanwender das neue Format gut annehmen und die Software-Unterstützung ausgeweitet wird, ist es gut möglich, dass zumindest Schriftfamilien irgendwann ausschließlich als variable Fonts erscheinen werden.
  16. 4 Punkte
    Des Meisters Internetseite ist noch da: http://www.rudolf-riess.de/index.htm Er selbst starb am 12. Januar 2020 im Alter von 85 Jahren. Seine Werkstatt ging nach Leipzig ins Museum für Druckkunst.
  17. 4 Punkte
    Die Fotos hatte ich damals vor ca. 30 Jahren ganz fix mit einem normalen Fotoapparat gemacht, da war an eine digitale Kamera (in der DDR) nicht zu denken. Dann kam die Wende und es wurde in der Kirche "aufgeräumt", so verschwand einiges. Ich möchte mich aber trotzdem für eure Tips und Ratschläge bedanken. Gruß Günter
  18. 4 Punkte
    Ich habe mich gerade auf andere Art »verlesen« (und mich gefragt, wer denn der DIY-Otto ist): Vielleicht macht ja mal jemand einen Thread mit Layout-Unfällen auf
  19. 4 Punkte
    Oh ja, da gibt es sogar sehr große Unterschiede! Schau Dir nur mal die Punzen an: Im echten Schriftschnitt sind diese in ihrer Größe und Form exakt auf die übrigen Proportionen der Schrift abgestimmt. Legst Du hingegen eine Kontur um die Buchstaben, werden die Punzen überproportional kleiner, laufen im Extremfall sogar zu. Und auch die Außenformen der Zeichen werden verändert, kleine Formen und Zwischenräume laufen zu und die Gesamtformen der Zeichen werden mit wachsender Konturstärke zunehmend plump. Auch das Spacing wird durch die Kontur verändert, die eigentlich sorgfältig definierten Abstände zwischen den Buchstaben werden durch die Kontur verringert. Der Charakter des Fonts wird durch so eine Kontur in unterschiedlicher Weise zu seinem Nachteil verändert.
  20. 4 Punkte
    textus = Gewebe (vgl. Textil) Philologen rekonstruieren unvollkommen überlieferte Texte durch Emendation [Heilung] von Korruptelen [verderbten Stellen] bzw. Athetese [Ausschießen] von Interpolationen [späteren Einfügungen] (oder versuchen es zumindest), füllen Überlieferungslücken mit Hilfe von Konjekturen [Vermutungen] und deuten die so konstituierten Texte durch Analyse und Interpretation. Eigentlich setzen wir sie dann sogar noch als Flicken irgendwo rein, wo sie hinpassen, indem wir den Entstehungs-, Überlieferungs- und Rezeptionskontext bestimmen.
  21. 4 Punkte
    Nee, Walden kauft bestimmt Monotype.
  22. 4 Punkte
    Ganz allgemein gesprochen: Das ist eher ein Fall für Scripting, nicht für GREP. GREP: Da praktisch jeder Buchstabe eine Nuance verändert werden soll, müssten erst mal entsprechend viele Zeichenformate angelegt werden, die dann Buchstabe für Buchstabe (automatisch) zugewiesen würden. Das ist immer noch Arbeit, und jede Änderung 1x die selbe Arbeit erneut. Script in der Theorie Buchstabenzahl in der Markierung / im Absatz ermitteln (z.B. 500 Zeichen) Minimal- und Maximalwert der variablen Achse des Fonts ermitteln (z.B. von 0 bis 100) Die Anzahl der Buchstaben auf von Minimal- bis Maximalwert verteilen, also die nötige "Schrittweite" ermitteln (z.B: +0,2) Buchstabe für Buchstabe durchgehen lassen, und dabei den Formatierungs-Achsenwert jeweils um eine Schrittweite erhöhen (0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 ... 99,6 99,8 100) In der Praxis ist das keine leichte Nuss zu knacken ... zum einen müssen die passenden Befehle für Zeichenzählen und vor allem die Achsenwerte der Fonts gefunden werden, da die recht neu sind ist wahrscheinlich noch wenig vorhanden (im Zweifel: vertiefe dich in der Javascript-Variante der Indesign-Scripts, nicht Applescript oder VBscript – das ist allgemeingültig und soweit ich das sehe besser dokumentiert). zum anderen: das Ergebnis könnte gerade bei kurzen Texten ungleichmäßig ansehen, da die Abstufung natürlich nicht völlig fließend ist, sondern eben in Schritten. Wenn dann die Buchstaben verschieden breit sind (ein m ist dann ja doch 4-5x breiter als ein i) bringt das Unregelmäßigkeit rein. Eine Lösung dafür wäre, die Buchstabenbreite und die "Gesamttextbreite" zu ermitteln und bei der Schrittweite zu berücksichtigen, aber da wirds mathematisch recht komplex (einfach nur den erst ermittelten Standard-Schritt erhöhen wenn ein m kommt, geht rechnerisch nicht auf, da die Zahl der ms und is (und aller anderen) ja nicht gleichmäßig verteilt ist). Das verbesserte Script sähe theoretisch so aus: Gesamtextlänge des Absatzes ermitteln (z.B. 10000 pt) Minimal- und Maximalwert der variablen Achse des Fonts ermitteln (z.B. von 0 bis 100) die "Sub"-Schrittweite pro pt Textlänge ermitteln um von Anfang bis Ende von "0" bis "100" zu kommen (statt wie zuvor pro Buchstabe) Buchstabe für Buchstabe durchgehen lassen, und dabei die Breite dieses einen Buchstabens ermitteln, dem entsprechend viele Sub-Schrittweiten für die Anpassung des Buchstabens anwenden und den Formatierungs-Achsenwert jeweils darum erhöhen (m bekommt z.B: 50 Sub-Schritte, ein i bekommt nur 15, ...). Das sollte ein gleichmäßigeres Ergebnis erzeugen, mit zwei "Kleinigkeiten": "Innerhalb" der Buchstaben ist natürlich kein Werte-Verlauf möglich, das gibt die Technik nicht her. D.h. ein "m" ist am Anfang zu dick, und am Ende zu dünn. Auch ist die "Gesamttextlänge" nicht ganz einfach ... wenn das ein guter Font ist, kommt Kerning ins Spiel, das verringert in der Regel die Gesamttextlänge, ist dann aber bei der Messung jeder einzelnen Buchstabenbreite nicht mehr so einfach zu berücksichtigen (es geht mit "Vorschau" auf das nächste Zeichen und Ermittlung des Kernings dazwischen, aber da wirds dann endgültig ... schwierig).
  23. 4 Punkte
    Sagen wir so: man kommt in der Regel damit durch. Es kommt praktisch nie vor, dass Schriftanbieter, Designer oder deren Erben wegen der Ähnlichkeit von Neudigitalisierungen von Bleisatzschriften (und Veröffentlichung unter neuem Schriftnamen) einen Urheberrechtsstreit anzetteln, selbst wenn es theoretisch noch möglich wäre. Aufwand und Chancen/Nutzen stehen da in keinem sinnvollen Verhältnis. Bei noch lebenden Designern oder noch laufenden Schutzfristen muss man man sich dennoch die Moralfrage stellen, wenn man ohne Abstimmung mit den Urhebern oder deren Rechtsnachfolgern digitalisiert. Persönlich sind mir zum Beispiel alle Nachkriegsschriften prinzipiell noch zu jung für bloße Digitalisierungen. Sind die Schriften aber mindestens um die 100 Jahre alt, sehe ich die Digitalisierung wiederum als löbliche Rettungsaktion an, mit der mit niemandem mehr auf die Füße treten kann.
  24. 4 Punkte
    Na ja, für mich ist deutsch(sprachig)es Kabarett ja mittlerweile nicht mehr so die Standardsatireform und da merke ich seit einiger Zeit etwas, das mir früher nie aufgefallen ist. (Und ich weiß wirklich nicht, ob sich da nur meine Satiregewohnheiten geändert haben oder das in meiner Kindheit und frühen Jugend wirklich anders war.) Jedenfalls gibt es immer mehr deutsch(sprachig)e Kabarettisten, deren »Satire« darin besteht, alle möglichen Ressentiments einfach nur zu wiederholen. Ich merke das besonders bei politischer Satire. Da wird nichts überzeichnet, da wird nichts hinterfragt, da wird nichts konterkariert. Und das Publikum johlt und klopft sich auf die Schenkel. Es ist aber nicht erkennbar, ob sie evtl. einfach nur johlen, weil sie die Ressentiments teilen und im Zuschauerbereich einer Satirebühne da einfach johlen dürfen. Das ist für mich dann keine Satire. Inwieweit wird da irgendjemandem ein Spiegel vorgehalten? Die Frage, die sich mir dann immer stellt: was müsste jemand, der das alles ernst meint, am Text ändern, um beim Publikum ehrliche Begeisterung hervorzurufen, wenn der Text statt auf einer Satire- auf einer Pegidabühne vorgetragen würde? Ein Extrembeispiel ist hier vielleicht so etwas hier Da kann ich jetzt keine wirkliche Distanzierung von den wiederholten antisemitischen Ressentiments erkennen. Von welcher Passage würde sich ein echter Antisemit da angegriffen oder hinterfragt fühlen? (Ich will übrigens keinesfalls Rüdiger Hoffmann da mit in einen Topf werfen. Mir geht es nur um Entwicklungen in deutschsprachigem Kabarett allgemein.)
  25. 3 Punkte
    Mikado von Flinsch. Die blockartigen Lettern und Abstände ohne Überlagerung der Kegel haben mich dann doch auf Schrift schließen lassen.
  26. 3 Punkte
    Hallo @Vikilein, generell kann ich sehr empfehlen, Schriften direkt bei Foundries und Schriftgestaltern zu ordern. Ich weiß, dass das mehr Aufwand ist und sich nicht hundertprozentig mit jedem Workflow verwirklichen lässt, je nach Anstellungs-/Selbstständigkeitsverhältnis. Doch a) kommen bei den Gestaltern dann 100% der Lizenzkosten an, was hilft, das Gestalten von Schriften rentabel zu halten und so weitere zukünftige Schriften ermöglicht und b) habe ich selbst dabei sehr gute Erfahrungen in puncto Individuallösungen gemacht, wenn das mal erforderlich war. Zugegeben, auch Fontspring hat in dieser und jeder anderen Hinsicht hervorragenden Support – aber Punkt a) gilt dann trotzdem noch. Und – kein wirkliches Argument, aber doch ein netter Nebeneffekt – ab und an flattert dann außerdem (möglicherweise) ein schön gedrucktes Schriftmuster ins Haus, wenn neue Veröffentlichungen der jeweiligen Foundry anstehen.
  27. 3 Punkte
    https://typefoundry.directory/ Wenn du die Adobe CC abonniert hast, hast du auch Zugriff auf Adobe Fonts.
  28. 3 Punkte
    "An der Elbe entstehen wilde Flussauen" Obwohl ich sofort verstanden hab, worum es geht, drängten sich mir Bilder von fröhlich quiekenden Schweinchen am Flussufer auf... Ob die dann ganz besonders "flusig" behaart aind, weiss ich allerdings nicht so recht.
  29. 3 Punkte
    Mit dem ABC der Typografie erscheint im Rheinwerk Verlag ein weiteres Einsteigerbuch zum Thema Typografie. Auf knapp 400 farbigen Seiten erfolgt ein praxisnaher Rundumschlag zu allen Teilbereichen der Typografie. Die Kapitel gliedern sich folgendermaßen: Grundlagen der Typografie Layout und Satz Mikrotypografie Schrift im Kontext Digitale Typografie (Webfonts, E-Books etc.) Schriftgeschichte Eingestreut sind zudem Gastbeiträge anderer deutscher Autoren zu Spezialthemen wie inklusives Design, Editorial Design, Lettering etc. Eine Leseprobe einschließlich komplettem Inhaltsverzeichnis kann hier als PDF angeschaut werden. Fazit: Das Buch spannt den Bogen sehr weit. Eigentlich könnte jedes Kapitel ein Buch für sich sein – man denke an Bücher wie Detailtypografie und Lesetypografie. Beim ABC der Typografie bekommt man als Leser also sehr viel fürs Geld. Das Buch gibt sich dabei betont sachlich und fachlich. Es gibt keine unterhaltsamen Texte oder Bilderfluten, die Laien erst einmal anschaulich erklären müssten, was Typografie überhaupt ist und kann. Stattdessen werden Grundlagen und Praxis nüchtern und recht umfangreich erklärt. Die technisch-praktische Umsetzung wird im Gegensatz zu vielen anderen Einsteiger-Büchern dabei nicht ausgespart, sondern am Beispiel von InDesign erklärt. Dies schränkt den Anwendungsbereiches des Buches ein, liefert damit aber auch ein positives Alleinstellungsmerkmal des Buches. Wer, zum Beispiel als angehender Grafikdesigner, gerade in die Nutzung von InDesign einsteigt und auch im Bereich Typografie noch zu den Anfängern zählt, ist mit diesem Buch gut bedient. Wer mit anderen Anwendungen arbeiten will, wird den Erklärungen zu InDesigns Absatzsetzer, optischem Kerning, Textvariablen, GREP-Einstellungen usw. aber natürlich wenig abgewinnen können. Auch aktuelle Entwicklungen wie variable Fonts, Webfonts, responsives Webdesign usw. werden zumindest überblicksartig erklärt. Mythen wie »TrueType = TTF und OpenType = OTF« werden wie in fast jedem Buch leider wieder einmal falsch erklärt, aber dies solche Details sollen den Wert des Buches nicht grundsätzlich schmälern. In der Summe handelt es sich um ein solides und erfreulich umfangreiches Typografie-Einsteigerbuch – insbesondere für InDesign-Anwender. Autoren: Natalie Gaspar, Patrick Marc Sommer veröffentlicht: 2020 Verlag: Rheinwerk Design Sprache: deutsch Seiten: 399 ISBN: 9783836261661 bei Amazon aufrufen (Partnerlink)
  30. 3 Punkte
    Die Großen sind mal grob gezeichnet. Linienstärken, Kurven, etc. sind noch kunterbunt. J lehnt sich an das der Wittelsbach an, ist aber im Moment noch eine Mißgeburt. X und Y sind schon mal nicht schlecht. Q ist unten rechts optisch zu dick. Der Haken am F ist im Original vorgegeben, wird aber in die Alternativen verschoben. Bevor ich hier weiter mache kommen erstmal die Kleinbuchstaben dran, so daß man die Sache im Verbund betrachten kann.
  31. 3 Punkte
    Das Wort vor "Johanes" ist "dns", ein sogenanntes Nomen sacrum. Steht für "d(omi)n(u)s". Dieser Titel zeigt wie Kelch und Manipel, dass es sich bei dem Inhaber des Epitaphs um einen Priester gehandelt hat. Wenn es die Bestandteile der Collagen auch mit besserer Auflösung gäbe, würde das die Entzifferung entscheidend erleichtern. Wer "entsorgt" so etwas eigentlich? Das ist ja Barbarei! So ein Epitaph ist doch ein Kulturgut, das man leicht aufbewahren kann -- und wenn man es bloß, wie vielerorts zu sehen, einfach außen an die Kirchenmauer lehnt. Bei Inschriften sind Bilder, auf denen der Blitz die Reliefs ausleuchtet, übrigens die schlechteste Möglichkeit der Dokumentation. Am besten verfertigt man, wenn ein Papierabklatsch nicht möglich ist, eine Abreibung, indem man Papier (Japanpapier oder einfach Butterbrotpapier) auf das Monument legt und mit Kohle, Ölkreide oder Bleistift darüber reibt.
  32. 3 Punkte
    Ich liebe das große ẞ. Ich finde es sinvoll da ich einmal vor einem Schild mit der Aufschrift "MASSKONFEKTUR" stand. Für mich damals noch verwirrrend. Ich finde es toll, dass das Zeichen jetzt im Unicode vorhanden ist. Ich spreche das ẞ anders aus als das SS beziehungsweise den vokal davor. Wenn man sich generell darauf einigt, dass alles in Versalien geschrieben werden kann, denke ich es sollte hier auch die Möglichkeit geben unsere gesprochene Sprache schriftlich wiederzugeben. Ich will mich nicht in die Regeln und Ursprünge (Ligatur) verstricken, da ich kein Experte bin, aber ich finde Sprache sollte sich weiterentwickeln dürfen. Trotzdem kann ich jeden verstehen der sagt er möchte gerne bei der alten Regelung bleiben (SS). Es gibt ja auch dafür gute Gründe und Jeder soll nach seiner Façon selig werden. Meine Stimme hat das große ẞ! PS: Hier ist meins.
  33. 3 Punkte
  34. 3 Punkte
    Vielleicht interessant – so sieht die Sache aus bevor das Zeichnen beginnt. Die Lettern sind alle bitmaps, also Zeichenvorlagen. Ich habe sie alle auf die gleiche Größe gebracht. Sie stammen aber alle von verschiedenen Schnitten der Schrift und passen deshalb nicht zusammen. Auch weisen alle verschiedene Qualitätsgrade und Verzerrungen auf. Radien und Strichstärken nehme ich vom größten, saubersten Schnitt. Damit baue ich mir eine Sammlung von "Körperteilen", aus denen ich fehlende Buchstaben mit einiger Treffsicherheit rekonstruieren kann.
  35. 3 Punkte
    Habe noch Weiteres gefunden. Damit ist das Mysterium Z gelöst. Jetzt fehlen nur noch J, Q, X,Y, j,p,q,w,x,y, 1, 5, 8. Da die Wallenstein recht regelmäßig ist, sollte das kein Problem sein. Auch habe ich erfahren, daß lichte und volle Wallenstein zusammen eine schicke Zweifarbenschrift ergeben. Ich bin gespannt, das auszuprobieren!
  36. 3 Punkte
    Oh Schnitzel, was hast Du da angestellt? Jetzt arbeite ich mich ungewollt in Variable Fonts ein
  37. 3 Punkte
    DEPPEN LEERZEICHEN
  38. 3 Punkte
  39. 3 Punkte
    Weil du’s bist hab ich’s nochmal angesehen, aber ich finds einfach nich lustig … ist irgendwie so gar nich mein Humor
  40. 3 Punkte
    in der Richtung hatte ich bei Hiphopprophet meine Schwierigkeiten. Beim ersten schnell Drüberweglesen fragte ich mich, was ein nilpferdProphet so sagt... (Mein Spitzname seit der Schule ist Hippo...)
  41. 3 Punkte
    Der Pfeil soll die Verbindung von Fließtext und Verweis darstellen und gehört deshalb aus meiner Sicht zwischen die beiden Objekte. Das jemand die Pfeilrichtung als Richtung in der sich der Verweis befindet verstehen könnte kann ich nicht nachvollziehen. Hab das auch gerade noch einmal im Team besprochen und alle waren irritiert über diese Sichtweise. Das heißt natürlich nicht, dass eine Sichtweise besser oder logischer ist als die andere. Ich denke eher es kommt auf den Kontext an aus dem man kommt. Im Buch gibt es einleitend einen Text der die Bestandteile des Layouts und alle Hervorhebungen kurz erklärt. Das hilft natürlich nicht beim kurzen hineinblättern – wenn man sich intensiver mit dem Buch beschäftigt ist es aber eine Hilfe.
  42. 3 Punkte
    Ich finde den ersten gezeigten Soll-Zustand (Pfeil jeweils zwischen Text & Nummer) gut nachvollziehbar und wesentlich hübscher als den meinem Post vorausgehenden, kann aber zu einer Lösung leider nichts beitragen.
  43. 3 Punkte
    Wobei Knuths Metafont-Digitalisierung sich ja erheblich von allen anderen Beschreibungen der Glyphenkonturen dadurch unterscheidet, dass hier nicht die Konturen der Strichzüge der Buchstaben digitalisiert sind sondern die Mittellinien digitalisiert sind, und dazu dann die jeweilige Strichstärke von Knoten zu Knoten eben zu- oder abnehmen, oder gleich bleiben kann. Sie orientieren sich so eher einer mit Feder geschriebenen Schrift, bei der die Feder ja entlang der Mittellinien geführt wird, und die Variation der Strichstärke über den Druck auf die Feder variiert wird. Dies gibt den Metafont-Schriftarten ja die Eigenschaft eines variablen Fonts. Hingegen entsprechen alle Outline-Digitalisierungen mehr dem Vorgehen der Stempelschneiter für Bleilettern, die ja auch schon die jeweiligen Outlines geschnitten hatten. Dieser Unterschied in der Logik der Erstellung der Buchstaben macht die Metafont-Schriften zum einen besonders sauber, präzise, aber damit eben auch recht kalt künstlich, überstreng.
  44. 2 Punkte
    neu bei myfonts: »Alkes« von fontfabric anmutung: fast so weich und freundlich wie ich schon lange eine schrift gesucht habe. ähnlich wie die »dolly«, die allerdings schon recht in die jahre gekommen ist (und auch nur 4 schnitte hat) oder so wie die »bookerly«, die wieder nur exklusiv auf den kindels zu hause ist. ausbau: über 1200 glyphen, über 130 sprachen (Extended Latin, Extended Cyrillic & Greek), versal eszett, ot-ziffernvarianten schnitte: 7 stärken von thin bis black, jeweils gerade und kursiv ergibt 14 schnitte preis: bis 12. juli –80 % ergibt für alle zusammen wohlfeile € 29,40 ich hab gleich zuschlagen müssen. mal sehen ob da noch wo ein haken ist. aber bei unter 30 euro konnte ich nicht anders. könnte ein neues arbeitspferd werden.
  45. 2 Punkte
    Und was deine Eingangsfrage anbelangt, Das gibt es trotzdem tatsächlich. eine kostenfreie und auch legal für jede Anwendung nutzbare Dafont-Version und eine kostenpflichtige z.B. über MyFonts. Grund: Der Font wird erst einmal in einer durchaus schon einsetzbaren Version, mit z.B. nur dem Grundumfang an lateinischen Buchstaben, Zeichen und den gängigsten Satz- und Sonderzeichen, den wichtigsten Kening-Paaren und nur einem automatisch erstellten Kering, und oft eben einer recht zufälligen Lage der Knoten in den Buchsabenkonturen, die dann in großer Schriftgröße deutliche Knicke aufweisen. MyFonts hat aber auch ein Auge auf Dafont-Neuerscheinungen, und dann bekommt man von denen ein Angebot, aus dieser Schrift nach deutlicher Überarbeitung eine professionelle Schrift zu machen, die dann über MyFonts vertrieben werden kann. Hier müssen dann die Konturen der Glyphen kräftig überarbeitet werden, die Schrift soll dann auch händisch gemachtes Hinting bekommen, und evenuell auch ein deutlich vergrößerten Zeichenumfang, auch ist es Möglich, dass die Schriftart dann sogar zu einer ganzen Font-Familie mit unterschiedlichem, aber eben nicht nur durch einfaches Interpolieren erzeugte Versionen mit unterschiedlichen Gewichten und Weiten, oder auch echter Kursiver ausgebaut werden. Ich hatte auch einmal so ein Angebot. Es war eine Schriftart, die zu Bleisatzzeichen aus jewweils einer geingen Zahl oberer Glyphenhälften und einer ebenso kleinen Anzahl aus unteren Glyphenhälften kombiniert wurden. Ich bin zunächst auch auf dieses Angebot eingegangen, bis man von mir verlangte, dieses Konzept, dass die Glyphen aus einem möglichst minimalen Sortiment aus Glyphen-Hälften kombiniert wurden aufzugeben, und unter Beibehaltung der mittleren Trennlinie dann jede Glyphe jeweils für sich zu optimieren, Also dasses dann für jede Glyphe ein genau optimiertes Hälften-Paar gezeichnet werden sollte. Dies hätte aner dann das vom ursprünglichen Autor der Bleilettern erdachte Baukasten-Prinzip. Da ich ebenn nicht auf diese so zwangsläufig entstehenden ungeauen Übergänge zwischen oberer und unterer Hälfte nicht verzichten wollte, war dies ja gerade die Seele dieser Schrift, habe ich dann diese Zusammenarbeit aufgegeben. Das war bei mir damals die Border Control: http://www.peter-wiegel.de/BorderControl.html Und so gibt es eben manchmal eine nicht ganz so optimale Freeversion, und eine optimierte Pro-Version einer Schrift, durchaus vom gleichen Autor, und beides dann auch Legal- Bitte verstehe das nicht falsch, es gibt natürlich auch viele illegale Font-Download-Seiten, die kein Problem damit haben, kostenpflichtige Schriftarten einfach als frei und kostenlos nutzbar zu vertreiben. Dafont ist aber gut moderiiert, das bedeutet, der Bereiber prüft auch jedenn eingelieferten Font vor der Veröffentlichung, und reagiert auch auf Meldungen bei dann durchgerutschen illegalen Fonts, dass man hier frei erhältliche Fonts recht sicher auch einsetzen kann, reicht einem für das Vorhaben dann auch die Qualität der dort angebotenen Schriften. Will man die Schrift im professionellen Umfels intensiv nutzen, lohnt sich aber dann doch der Kauf der Pro-Lizenz.
  46. 2 Punkte
    Hallo, Das Problem der Vorverurteilung und Verschieben in die Rechte Ecke trifft sehr viele Bänds. Und Du findest viele „Linke“ die das wirklich glauben. Das praktische an der Sache: Den braunen Banden muss und darf man nicht zuhören, da sie braun sind. Und so merkt keiner dass diese Bänds vielleicht gar nicht braun sind. Bei Rammstein waren es die totalitären Ausdrucksformen, die die Musiker aus ihrer Zeit im Stalinismus verinnerlicht haben. Das ist Hyperidentifikation und von Laibach abgeguckt und diese haben das Konzept eines Philosophen umgesetzt. Man muss die Traumata das Vergangenheit immer wieder neu durchleben um sich von ihnen lösen zu können oder so. In den Texten fand man kein rechtes Gedankengut. Das Problem mit den Ausdrucksformen kennt man aber auch in Grafik und Typografie. Stichwort: Gebrochene Schriften. Und ich habe da mehrfach gesehen wie schnell ein ungebildeter Beobachter da vollkommen falsche Schlüsse ziehen kann. Oder wie eben etwas übersehen wurde. Das sind die Kreischer des Bundesverbands der Berufsbetroffenen. Je lauter das Geschrei, desto leerer der Kopf. Das findest Du aber über die Kunst hinaus. Besonders die Friedensbewegung wird versucht damit zu spalten und zu diskreditieren. Aber solange das so gut funktioniert ... Ich kannte Lisa Eckhart schon. Mir gefällt ihr Stil nicht. Das ist aber eine reine Geschmackssache. Ihre Gedankengänge sind aber für mich recht gut nachzuvollziehen. Aber wie gesagt: Was daraus dann wird, ist nichts für mich. Moment? Die ist doch auch mal in der Anstalt aufgetreten? So als Tod, in engen schwarzen Klamotten und mit schwarzen Flügel? Ja hier ... Folge 34 - Waffenfabrik Deutschland // 27.03.2018 (52 min.) https://www.facebook.com/dieanstalt.kabarettarchiv/videos/folge-34-waffenfabrik-deutschland-27032018-52-min/1737486443027576/ https://www.facebook.com/dieanstalt.kabarettarchiv/videos/1737486443027576/ MfG
  47. 2 Punkte
    Arpona ist eine Schrift mit Dreiecks-Serifen von Felix Braden. Die Schrift ist in Teilen inspiriert von den in Stein gemeißelten Buchstaben der römischen Antiqua. Die Familie hat 18 Schnitte, von Thin bis Black, inklusive entsprechender Kursiven. Jeder Schnitt umfasst 590 Glyphen, und unterstützt alle west-, ost- und mitteleuropäischen Sprachen, darunter vier verschiedene Zahlensätze und viele Währungszeichen.
  48. 2 Punkte
    Das glaube ich nicht. Solche Figuren habe ich aber mittlerweile über – die unvollendeten Sätze hatten wir schon bei Piet Klocke und Pseudo-Prolls hatten wir mit Rüdiger Hoffmann etc. auch schon einige. Bei mir bleibt da mittlerweile meist nur noch Überheblichkeit hängen, die sich über vermeintlich einfache Menschen lustig macht. Und die alten Klischees über Freie Schulen, die er hier wohl mit Humanistischen Schulen verwechselt 🤔, und Drogen werden mit jeder Wiederholung auch nicht lustiger. Wenn schon prollig und … bin ich am ehesten bei Johann König
  49. 2 Punkte
    Vielen, vielen Dank, Peter; das ist der absolute Hammer! Ich habe mir das Video jetzt mal von vorn bis hinten angekuckt und bin von einigen Sachen überrascht. Das annähernde Monopol der lateinischen Schrift im Straßenbild. Ich habe jetzt wirklich drauf geachtet, aber überhaupt nur 2 Beispiele gebrochener Schrift gesehen: an 2 Fahrzeugen, die direkt hintereinander geparkt waren und mglw. sogar dasselbe Gewerbe beworben haben. Ansonsten hunderte Male lateinische Schrift. 1931 waren gebrochene Schriften also zumindest entlang dieser Straßenbahnroute fast (oder tatsächlich?) seltener als CJK oder Arabisch in vielen deutschen Innenstädten heute. Wahnſinn! Wie dominant Asphalt damals schon war. Ich habe nur an einer Stelle mal länger Kopfsteinpflaster gesehen (und es war dort prima zu erkennen; am Film liegt das also nicht). Wie luxuriös Ausbau und Taktung des Straßenbahnsystems waren. An den entgegenkommenden Bahnen sieht man, dass es einen Takt von wenigen Minuten gegeben haben muss. Und es ging zügig voran. Die Haltestellenabstände waren gering, aber die Bahn hielt an Haltestellen nur wenige Sekunden (sicher auch, weil keine Türen geöffnet und geschlossen werden mussten und die Fahrgäste eben schnell auf- und abspringen konnten). Wie dunkel viele Fassaden waren. In der DDR haben wir ja immer gedacht, dass das nur bei uns so war, weil wir eben arm waren und Wandfarbe dekadent-unnötiger Luxus war. Aber 1931 herrschte ja Kapitalismus in Leipzig! (Klar, Weltwirtschaftskrise und so, aber die war noch gar nicht so lange im Gang, dass so schnell die ganzen Fassaden der bunten 20er verdreckt worden wären.) Das war jetzt nicht so überraschend, aber interessant zu sehen war es allemal, wie wenig dominant der motorisierte Verkehr neben all den Fußgängern, Radfahrern, Handkarren und Pferdefuhrwerken war. Die Seelenruhe der die Straße überquerenden Leipziger. Kaum einer scheint mal nach links oder rechts zu kucken. Die sich rapide nähernde Bahn beeindruckt auch niemanden. Alle schlendern einfach weiter, als seien sie allein auf der Straße. Ach und noch was ganz merkwürdiges: praktisch immer, wenn eine Bahn entgegen kommt, fehlen immer allerletzten Moment, immer da, wo sich die Fahrer normalerweise grüßen würden, ein paar Frames. Was könnte es damit auf sich haben? Sollten die Fahrer heraus geschnitten werden? Wollte man Standbilder der entgegen kommenden Bahnen haben? (Ansonsten scheint der Film praktisch komplett ungeschnitten.)
  50. 2 Punkte
    Ohhhh, hab sie gefunden🙃 falls es jemand wissen will: https://www.myfonts.com/fonts/decade-typefoundry/appleton/regular/
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
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