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Zeige Inhalte mit den meisten Reaktionen seit 20.08.2018 in Schriftarten

  1. 2 Punkte
    Die Kuschelfraktur ist eine Schrift mit Pinsel- und Schablonenencharakter von Christian Thalmann. Die knapp über 1000 Glyphen in lateinischen Belegung verfügen über zahlreiche Varianten der Klein- und Großbuchstaben. So können zum Beispiel wahlweise Fraktur- oder Antiquaformen verwendet werden und eher schlichte oder verzierte Großbuchstaben. Die unterschiedlichen Belegung sind über OpenType erreichbar oder wahlweise durch die Wahl der sechs einzelnen Schnitte.
  2. 2 Punkte
    Mit der Helvetica Now erschien 2019 eine weitere Bearbeitung des Klassikers Helvetica. Die Helvetica Now zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie in drei optischen Größen (Micro, Text and Display) mit bis zu 10 Strichstärken erhältlich ist. In der Summe kommt die Familie auf 48 Schnitte. Erstmals für die Helvetica erhältlich sind auch Alternativbuchstaben wie ein l mit Fuß, um Versal-I und Minuskel-l besser unterscheiden zu können. Weitere Varianten gibt es für a, u, R und G.
  3. 2 Punkte
    Die Auszeichnungsschrift Ohio-Kraft ist eine 1922 veröffentlichte, fette Erweiterung zur Ohio-Schrift. Sie wurde von Paul Eduard Lautenbach für die Schriftguß AG entwickelt und auch über Trennert vertrieben. Digital ist die Ohio-Kraft heute als Neue Ohio Kraft (2017) über Walden Font Co. verfügbar. Die Ohio von Wiescher Design hat die gleichen Wurzeln, ist jedoch keine originalgetreue Digitalisierung.
  4. 2 Punkte
    Der Ursprung dieser Schrift liegt in werblichen Lettering-Arbeiten für die US-amerikanische Brauerei Pabst Brewing Company. Auf Wunsch eines Kaufhauses in Chicago wurde bei American Type Founders 1902 eine vollständige Schrift entwickelt und 1903 um eine Kursive ergänzt. Goudy lizenzierte das Design später auch an Lanston Monotype. Diese Version, die man vor allem an den schmaleren Großbuchstaben erkennt, ist heute auch als digitale Version in drei Schnitten (normal, kursiv, kursiv mit Schwungbuchstaben) erhältlich. Über Brüder Butter/Schriftguss fand die Pabst Oldstyle als Ohio-Schrift später auch im deutschsprachigen Raum Verbreitung. Neben den ergänzten deutschen Buchstaben wie dem Eszett, ist grenzt sich die Ohio-Schrift auch durch ein anderes A klar von der Pabst Oldstyle ab.
  5. 2 Punkte
    Die Schriftart Kontiki simuliert digital einen handgemachten Holzdruck. Für die Erstellung der Schrift wurden 193 Glyphen per Hand aus fünf Holzplatten geschnitten und manuell gedruckt. Aus unzähligen Testdrucken wurden die interessantesten vier ausgewählt und digitalisiert um die unterschiedlichen Schnitte von Kontiki zu erstellen. Zu jedem der 560 Zeichen bietet die Schrift vier verschiedene Druckbilder und gibt dem Designer die Möglichkeit zu variieren und ein bewegtes Schriftbild nach seinen eigenen Vorstellungen zu schaffen. Die Kontiki-Familie bietet vier Schnitte mit unterschiedlichem Druckbild als separate Schriftdateien mit jeweils 560 Glyphen. Die Pro Version vereint alle 2240 Zeichen in einer Schriftdatei und enthält die einzelnen Varianten als „Stylistic Alternates“. Außerdem ermöglicht das Opentype Feature „Contextual Alternates“ eine zufällige Variation der Glyphen mit unterschiedlichem Druckbild. Kontiki enthält Versal- und Mediävalziffern für Fließtext und Tabellensatz sowie mathematische Zeichen und gängige Währungszeichen in allen vier Schnitten. Um den Bedürfnissen der globalen Kommunikation gerecht zu werden bietet Kontiki eine umfangreiche Sprachunterstützung für alle west-, ost- und mitteleuropäischen Sprachen.
  6. 1 Punkt
    Die Geometrico ist eine 2016 erschienene geometrische Schriftfamilie des Schweizer Designers Filippo Salmina. Die Familie besteht aus 12 Strichstärken von Ultra Thin bis Ultra Black.
  7. 1 Punkt
    Die Slab-Serif-Schrift Segno des Schweizer Designers Filippo Salmina erschien 2018. Alle zehn Schnitte besitzen eine Schrägstellung, wodurch die Schriftfamilie einen eher informellen Charakter erhält. Dies wird durch auch die Großbuchstaben unterstützt, die zumindest teilweise wie Schwungbuchstaben ausgeführt sind.
  8. 1 Punkt
    Die Waltraute wurde von Julius Edmund Robert Nitsche entworfen und erschien 1916 bei der Schriftgießerei Julius Klinkhardt. Nach der Übernahme der Gießerei war die Schrift später bei der H. Berthold AG im Programm. Die Schrift erschien in nur einem Schnitt von 6 bis 48 Punkt. Optional erhältlich waren Zierbuchstaben.
  9. 1 Punkt
    Die Weltfraktur von Lorenz Reinhard Spitzenpfeil erschien 1910, auf der Höhe des Antiqua-Fraktur-Streites im deutschsprachigen Raum. Spitzenpfeil suchte die Lösung dieses Streites in einem Kompromiss: die Verwendung der Antiqua mit Zeichenvorrat und Satzregeln der Fraktur und der Anpassung der Fraktur an die Lesegewohnheiten der Antiqua. Die so entstandene Weltfraktur sollte, wie der Name sagt, auf der ganzen Welt les- und einsetzbar sein. Die Weltfraktur erschien in einem normalen und einem halbfetten Schnitt bei Ludwig & Mayer. Digitalisierungen sind nicht bekannt.
  10. 1 Punkt
    Die kostenlose Schrift »Staatliches« von Brian LaRossa und Erica Carras basiert auf der bekannten Lettering-Arbeit von Herbert Bayer für den Katalog der ersten Bauhaus-Ausstellung 1923. Die verfügbaren Zeichen wurden digitalisiert und zu einer kompletten westeuropäischen Belegung ausgebaut. Hinzu gekommen sind zudem einige Varianten und Ligaturen.
  11. 1 Punkt
    Die Fanfare ist eine Schaugrößenschrift des deutschen Grafikers Louis Oppenheim. Sie war ab 1927 in zwei Weiten bei der Berthold AG erhältlich. Kommerzielle Digitalisierungen sind als Louis (CanadaType), URW Fanfare und Materhorn NF (Nick’s Fonts) erhältlich.
  12. 1 Punkt
    Die Sofa Serif ergänzt die 2017 erschienene Sofa Sans. Die Familie verfügt über 25 Einzelschnitte, zwei optische Größen und über 1.000 Glyphen (pro Schnitt). Zum OpenType-Vorrat zählen kontextbedingte Varianten, Schwung- und Titelschriftvarianten, Varianten mit dezentem Schwung, Initial- und Finalformen, Stylistic-Sets sowie bedingte Ligaturen. Schwungschrift und Titelschriftvarianten sind intelligente Features – sie passen sich an den vorhandenen Weißraum an.
  13. 1 Punkt
    Die Claudius wurde 1933 von Paul Koch nach dem Verfahren seines Vaters mit Punzen und Feile ohne fotografische Übertragung des Originals auf den Stempel in nur einem Grad geschnitten. Sie diente also zunächst lediglich als Privatschrift der Druckerei zum Fürsteneck. Ausgangspunkt für den Schnitt waren geschriebene Vorlagen von Rudolf Koch. 1937 wurde die Schrift von der Gießerei Gebr. Klingspor übernommen und kam so in den freien Vertrieb. Digitalisierungen sind heute zum Beispiel von Gerhard Helzel, Delbanco und RMU Fonts erhältlich.
  14. 1 Punkt
    Die Ohio-Schrift war eine Übernahme der US-amerikanischen Pabst Oldstyle durch die Dresdner Gießerei Brüder Butter/Schriftguss AG. Die Schriftart wurde um eine deutsche Belegung erweitert und das A bekam oben einen Schwung nach links. Das Handbuch der Schriftarten datiert die Veröffentlichung auf 1912. In Erscheinung tritt die Schrift aber insbesondere in den 1920er-Jahren. Hier kommt dann auch die fette Ohio-Kraft (1922) hinzu. Alle drei Schriften sind heute über Walden Font Co. in einer Digitalisierung von Oliver Weiss verfügbar.
  15. 1 Punkt
    Die Ballinger des irischen Schriftanbieters Signal Type Foundry enstand ursprünglich als Hausschrift in einem Schnitt für das Designstudio “aad”. Die Schrift wurde später zu einer kompletten Schriftfamilie mit acht Strichstärken, zugehörigen Kursiven und einer Monospaced-Version ausgebaut. Als historische Quellen dienten die Schriften wie News Gothic und eine Schreibmaschinenschrift von Olivetti. Der Name der Schrift ist ein Verweis auf den US-amerikanischen Designer Raymond A. Ballinger.
  16. 1 Punkt
    Die FS Kim ist eine Antiqua-Familie von Krista Radoeva. Die 22 Schnitte verteilen sich auf drei Unterfamilien: FS Kim, FS Kim Text und die lichte Version FS Kim Display. Die Standard- und die Text-Version verfügen über jeweils fünf Strichstärken mit Kursiven. Die Textversion hat dabei eine größere x-Höhe, längere Ober- und Unterlängen, weitere Proportionen, ausgeprägtere Serifen und einen geringeren Strichstärkenkontrast. Ergänzt wird die Familie durch zwei lichte Display-Schnitte in regular und black. Die 2018 erschienene Version verfügt über eine erweiterte lateinische Belegung.
  17. 1 Punkt
    Ador Hairline ist eine Variante der Ador mit ausgeprägt starken Strichstärkenkontrast, zunehmend in den fetteren Schnitten. Sie orientiert sich mit ihrem hohen Kontrast an Schriften aus dem „evil serif“-Genre (aber als serifenlose Version). Sie ist eine humanistische Sans Serif mit 14 Schnitten und echten Kursiven. Die Schnitte besitzen 1026 Zeichen inklusive 780 Ligaturen und Initialen, zahlreichen OpenType-Features und einen umfangreichen Sprachausbau.
  18. 1 Punkt
    Die DIN Neue Roman ergänzt das technische Konzept der DIN 1451 um eine neue Komponente. Als beinah elegant und freundlich wirkende Antiqua stellt sie einen tatsächlichen Ausgleich zur statisch-industriellen Anmutung ihrer Groteskvorlage dar. bei MyFonts herunterladen Um genügend Ressourcen für vielfältige und komplexe typografische Anwendungen zu haben, bietet diese Schriftfamilie sieben Schriftschnitte mit Kursivschrift, Kapitälchen und allen Arten von Opentype-Features. Jeder Schriftstil enthält mehr als 700 Zeichen.
  19. 1 Punkt
    Die Bree ist eine schmallaufende Serifenlose, welche auf dem Konzept einer aufrechten Kursivschrift beruht. Deutlich von der Handschrift beeinflusst, zeigt Bree eine Mischung aus eher unaufdringlichen Großbuchstaben und lebhafteren Kleinbuchstaben, die dem Text ein temperamentvolles und lebendiges Aussehen verleihen. Bree bietet vier Sätze von Ziffern, Ligaturen, alternative Zeichen für einen klassischeren Look, Brüche und die Unterstützung von über 40 Sprachen, die die lateinische Schrift verwenden.
  20. 1 Punkt
    Mirador ist als kontrastreiche Schrift mit geometrischem Skelett und geschlossenen Punzen besonders für Schaugrößen geeignet. Die neoklassische Schriftfamilie wird in 10 Schnitten mit passender Kursivschrift geliefert und ist mit Ligaturen, einem großen Satz alternativer Glyphen und vielen weiteren Opentype-Funktionen ausgestattet.
  21. 1 Punkt
    Die Neue Haas Unica ist eine erweiterte, neu gestaltete Version des Haas-Unica-Designs, welches ursprünglich 1980 von der Haas Schriftgießerei veröffentlicht und vom Team 77 – André Gürtler, Erich Gschwind und Christian Mengelt – für die damalige Fotosatztechnik entworfen wurde. Toshi Omagari von Monotype Studio gab der Schrift ein digitales Facelifting mit mehr Strichstärken, mehr Sprachen und mehr Buchstaben um damit den heutigen Digital- und Druckanforderungen gerecht zu werden. bei MyFonts herunterladen Neben 9 Schnitten und ergänzenden Kursivschriften bietet die Schriftfamilie auch zusätzliche Zeichen für eine ost- und mitteleuropäische, griechische und kyrillische Sprachunterstützung, welche im ursprünglichen Design nicht vorhanden waren.
  22. 1 Punkt
    Campton ist eine geometrische Serifenlose von René Bieder, welche von geometrischen Schriften wie Futura und Avant Garde inspiriert wurde. bei MyFonts herunterladen Campton wird in neun Strichstärken mit passender Kursivschrift angeboten und ist mit einer Vielzahl von Opentype-Funktionen ausgestattet.
  23. 1 Punkt
    Basierend auf einer zeitgenössischen, modernen Sans wurde die Bunita™ Swash von der traditionellen kalligraphischen und handgeschriebenen Schriften inspiriert. Das Ergebnis ist eine Schriftart mit geringem Kontrast, einer großen x-Höhe und offenen Punzen, die auch eine große Vielfalt an Ligaturen, Schwungbuchstaben und Stilen umfasst. bei MyFonts herunterladen Bunita™ Swash von Petra Niedernolte und Ralf Sander bietet acht Strichstärken, über 1.600 Zeichen pro Schnitt und zahlreiche Opentype-Formatierungsoptionen.
  24. 1 Punkt
    Schweizer Stil kollidiert mit unerwarteter Konstruktion und wackeligem Imperfektionismus amerikanischer Holzlettern des 20. Jahrhunderts – so beschreibt Lucas Sharp seine Widmung für Adrian Frutiger, welcher mit der Univers durch zahlreiche nummerierte Schnitte neue Maßstäbe für die Entwicklung von Schriftfamilien setzte. Mit einer überschwänglichen Persönlichkeit, Tintenfallen und einer unglaublichen Bandbreite an Stimmungen soll die Sharp Grotesk eine amerikanische Perspektive auf das Genre der Neo-Grotesken als Schriftsystem sein. Ursprünglich als handgezeichnete Posterbeschriftung im Jahr 2011 begonnen, wuchs Sharp Grotesk bis 2016 zu einem riesigen Sortiment von bis zu 21 Breiten in 7 Strichstärken mit insgesamt 259 Schnitten heran.
  25. 1 Punkt
    Die Geschichte der Groteskschriften des 20. Jahrhunderts ist eine Geschichte des allmählich abnehmenden Strichkontrasts. Serifenlose Schriften mit sichtbarem Kontrast waren in den 1920–50er Jahren sehr beliebt, als sie häufig für Werbung, Architekturbeschriftungen und Logos verwendet wurden. Dieser typografische Stil geriet mit der Übernahme der Spätmoderne aus der Mode und tauchte für die nächsten fünfzig Jahre allenfalls im Dienste der Neuheit oder Nostalgie wieder auf. Ursprünglich für das Finnish Culture Institute in New York entworfen, würdigt Chap die kontrastreiche Sans-Tradition, vermeidet aber direkte Bezüge zu einem bestimmten Design. Im Gegenteil: seine Konstruktionsweise will Konventionen eher abstreifen. Die Linienführung bezieht sich im Allgemeinen auf die eines breiten Federhalters, aber nicht immer auf erwartete Weise. Es gibt ungewöhnliche Wendungen des Strichs und sogar Momente, in denen die Kalligraphie der Geometrie nachgibt. Chap ist ein Versuch zu zeigen, dass eine Sans mit Kontrast modern und aktuell sein kann. Sie ist eine Fontfamilie, die sich in einer Vielzahl von zeitgenössischen Umgebungen zu Hause fühlt, und doch nicht nur ein modisches Gesicht sein will. Anstelle von Trends, die mit der Display-Typografie verbunden sind, sucht Chap eine zeitlosere, funktionellere Ästhetik, indem Buchstaben gezeichnet wurden, die in lesbaren Textpassagen in allen Größen und Längen genutzt werden können. Dieses Mehrzweckziel spiegelt sich auch im großzügigen Gewichtsbereich (sechs plus Kursivschrift), den Zahlen für Text, Titel und Tabellen sowie im erweiterten lateinischen Zeichensatz wider. Chap ist eine Mischung aus glatt und scharf, eine serifenlose Schrift mit einer neuen Kontrastidee für ein neues Jahrhundert.
  26. 1 Punkt
    Canela Text von Miguel Reyes wurde für den Einsatz unter 20 Punkt optimiert und bringt die Anmut und Charakteristik von Canela – des 2016 entworfenen Schaugrößen-Vorbildes – in längeren Texten zum Ausdruck. Im Gegensatz zum eher begrenzteren Gewichtsumfang, der in vielen Textfonts zu finden ist, bringt die Canela-Text-Familie die gesamte Bandbreite der im Original verfügbaren Gewichte mit. Von thin bis black können so auch bei kleinen Größen die Extreme dargestellt werden. Canela Text enthält die standardmäßige typografische Ausstattung zur Einstellung feiner Mikrotypografie, wie Kapitälchen, Tabellenziffern und Brüche.
  27. 1 Punkt
    Die Hesse Antiqua von Gudrun Zapf von Hesse entstand in den 1940er-Jahren als reines Versalalphabet und wurde erstmals für den Titelsatz eines Jahrbuchs verwendet, das die Bauersche Schriftgießerei anlässlich des 75. Geburtstags von Georg Hartmann herausbrachte. Der Name auf dem Umschlag und dem Rücken ist goldgeprägt, eine Spezialität der Buchbinderin Gudrun Zapf von Hesse. In den folgenden Jahren produzierte sie weitere vergoldete Schriftzüge auf Buchrücken sowie Blindprägungen. Das Alphabet wurde zu ihrer exklusiven Hauschrift für besondere Anlässe. Die digitale Version wurden von Ferdinand Ulrich in enger Zusammenarbeit mit Gudrun Zapf von Hesse erstellt und erschien zu ihrem 100. Geburtstag. Der Zeichensatz wurde entsprechend der heutigen Anforderungen ausgebaut. Kleinbuchstaben wurden nicht ergänzt, jedoch Kapitälchen.
  28. 1 Punkt
    Tuna ist eine lebhafte, zeitgenössische Fließtextschrift mit kräftigen Serifen, die sowohl für die Verwendung am Bildschirm als auch für den klassischen Buchsatz optimiert wurde. Die Schriftfamilie verfügt über 10 Schnitte. In den jeweils über 700 Glyphen steckt eine erweiterte lateinische Belegung, Kapitälchen und 5 verschiedene Ziffernsets.
  29. 1 Punkt
    Andron MC ist ein Satz von 3 Andron-Fonts, bei denen die Kleinbuchstabenpositionen mit Unzialformen bzw. Mittelbuchstaben (engl. middlecase – MC, im Vergleich zu uppercase und lowercase) belegt sind. Die Mittelbuchstaben haben eine zwischen Minuskel-x-Höhe und Majuskel-x-Höhe liegende x-Höhe, sie haben in den Fonts Andron MC Corpus Uncial und Andron MC Corpus Medieval die Form von Unzialbuchstaben, im Font Andron MC Corpus Capital jedoch die Form von Majuskeln, was eine typografische Zwischenform zwischen Versalien und Kapitälchen darstellt. Alle drei Fonts beinhalten ein erweiterstes Lateinisch-Repertoire sowie Griechisch, Koptisch und Gotisch. Die Serie Andron MC ist in erster Linie für spezielle Zwecke des wissenschaftlichen Satzes gedacht, kann aber auch für andere Anwendungen eingesetzt werden, in denen ein typographischer Mittelalterbezug oder etwas ähnliches gewünscht wird.
  30. 1 Punkt
    Die URW Geometric ist eine serifenlose Schrift, inspiriert von deutschen geometrischen Schriften der 1920er-Jahre. Die Schrift ist mit 10 Strichstärken von Thin bis Black, plus 10 weitere Oblique-Schriftschnitte, gut ausgebaut und versteht sich als moderne Variante ihrer Vorgänger, mit optisch ausgewogenen und harmonisierten Formen und Strichstärken, einer höheren x-Höhe und geringeren Ober- und Unterlängen. Besonderer Augenmerk wurde auf die Gestaltung von Sonderzeichen gelegt, z.B. das »E-Mail-Zeichen« und das »Hashtag«. Zusätzlich sind alternative Symbole und Zeichenvarianten enthalten. Der Zeichenumfang bietet eine erweiterte lateinische Sprachunterstützung, enthält übliche Open-Type-Features, Ligaturen, Tabellen- und proportionale Ziffern, Brüche und stilistische Alternativen bei 611 Zeichen pro Schnitt.
  31. 1 Punkt
    Mexikos größte Buchhandelskette heißt Gandhi. Ihr Werbespruch lautet sinngemäß »Wir bringen Sie zum Lesen«. Teil einer großen Gandhi-Werbekampagne im Jahr 2012, die dieses Ziel einmal mehr verfolgte, sind die Schriften Gandhi Sans und Gandhi Serif, die das Unternehmen seit ihrer Veröffentlichung gratis anbietet, um den Mexikanern (Mexico hat eine hohe Analphabetismusquote) das Lesen zu erleichtern. Eine große x-Höhe, weite Öffnungen in den Buchstaben für gute Leserlichkeit, ein gutes Druckergebnis auch unter schlechten Produktionsbedingungen, schlichte, gut erfassbare Buchstabenformen – all dies soll dazu führen, dass in Gandhi gesetzte Texte Lust aufs Lesen machen. Sans und Serif eignen sich insbesondere für Fließtext, funktionieren aber auch in größeren Größen gut. Die Schrift hat – trotz aller Konzentration auf die Pflicht – auch in der Kür eine sehr gute Note verdient, denn sie besticht trotz ihrer schlichten Formen durch Charme und Eigenart. Gandhi Sans und Gandhi Serif haben je vier Schnitte: regular, italic, bold und bold italic. Zum Download der Schriften auf der Website auf den Button »Descarga la fuente« klicken.
  32. 1 Punkt
    Die Questa Grande von Jos Buivenga und Martin Majoor ist Teil der kommerziellen Questa-Sippe, kann jedoch kostenlos von Fontspring heruntergeladen werden. Die Schrift ist mit ihrem hohen Strichstärkenkontrast speziell auf den Einsatz in Schauanwendungen ausgelegt. Die Schrift besitzt eine lateinische Belegung mit Kapitälchen und Ziffern in Versal- und Minuskelform (jeweils tabellarisch und proportional).
  33. 1 Punkt
    Theodore Low De Vinne druckte Ende des 19. Jahrhunderts in den USA das Century Magazine. Er war jedoch mit der zunächst benutzten Schrift nicht zufrieden. Zu dieser Zeit erfreuten sich die feinen klassizistischen Schriften noch immer großer Beliebtheit. De Vinne wünschte sich für das Magazin eine robustere Schrift mit markanten Serifen und ökonomischem Platzbedarf. In Zusammenarbeit mit Linn Boyd Benton entstand so Mitte der 1890er-Jahre die neue Hausschrift des Magazins: die Century. Um die Jahrhundertwende nahm sich Morris Fuller Benton, der Sohn von Linn Boyd Benton, der Schrift an und baute sie über einen Zeitraum von zehn Jahren für American Type Founders (ATF) zu einer frei verkäuflichen Großfamilie aus. Die ATF-Hauptprobe von 1912 widmete der Schrift ganze 64 Seiten. Die Schrift wurde auch für die Satzmaschinen von Monotype, Linotype und Intertype verfügbar gemacht und blieb lange Zeit eine beliebte Wahl für Fließ- und Schautexte. Digitalisierungen sind heute von verschiedenen Herstellern (zum Beispiel ITC, Bitstream, Linotype, URW++) unter der Bezeichnung Century oder Century Expanded erhältlich. Eine besonders umfangreiche Adaption ist die Benton Modern von Tobias Frere-Jones, die über 40 Schnitte verfügt.
  34. 1 Punkt
    Die Rund-Grotesk ist eine geometrische Groteskschrift, die ab 1931 bei der Stuttgarter Schriftgießerei C. E. Weber als Hausschnitt ohne Gestalterangabe erschien. Wie ihre Vorläufer, zum Beispiel Kabel, Erbar-Grotesk und Futura, benutzt die Schrift geometrische Gestaltungsprinzipien, ohne gänzlich von traditionellen Antiqua-Formen abzurücken. Damit behält die Schrift eine ausreichende Lesefreundlichkeit und ist somit nicht gänzlich auf Schauanwendungen beschränkt. Auffällige Charakterzüge der Rund-Grotesk sind die großen Oberlängen und das f mit Unterlänge. Es wurden im Laufe der 1930er-Jahre insgesamt sechs Schnitte (normal, kursiv, halbfett, fett, kursiv fett und schmalfett) veröffentlicht. Eine Digitalisierung in bislang vier Schnitten fertigte Frédéric Krauser als seine Bachelor-Arbeit an der Bauhaus-Universität Weimar im Jahr 2012.
  35. 1 Punkt
    Die ITC Quay Sans ist eine Groteskschrift des englischen Schriftgestalters David Quay. Ähnlich der Syntax versucht der Entwurf, eine Serifenlose möglichst humanistisch erscheinen zu lassen. Die Bögen der Buchstaben wirken daher weniger streng und sind ungewöhnlich stark abgeknickt. Außerdem verjüngen sich die Stämme zur Mitte hin und besitzen kleine Serifenansätze an den Enden. Die Schrift läuft deutlich schmaler als andere humanistische Groteskschriften wie die Frutiger. Die Schrift ist in drei Strichstärken (mit jeweils echten Kursiven) ausgebaut. Die Linotype-Versionen sind mit erweiterten Zeichenbelegungen (Pro/Com) erhältlich.
  36. 1 Punkt
    Die Freight Text ist eine Antiqua-Schrift von Joshua Darden und Teil der Freight-Schriftsippe. Die Freight Text ist robuste Satzschrift ausgelegt. Die aufrechten Schnitte sind als gut leserliche Barock-Antiqua entworfen. Die Kursiven fallen dagegen durch ihren kantigen, holzstichartigen Schnitt auf. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen
  37. 1 Punkt
    Die Reporter von Carlos Winkow ist eine stilisierte Pinselschrift, die 1938 bei der Schriftgießerei Johannes Wagner erschien. Die ursprüngliche Version enthielt noch feine Linien innerhalb der Buchstabenformen. Die später erschienene Reporter No. 2 verzichtete darauf. CAT Reporter kostenlos oder gegen Spende bei peter-wiegel.de herunterladen bei MyFonts herunterladen
  38. 1 Punkt
    Im Laufe des 18. Jahrhunderts entwickelte sich der klassizistische Stil der Typografie und Buchgestaltung. Wichtige Zentren bezogen auf die Schriftentwürfe waren dabei vor allem Frankreich (Fournier, Didot) und Italien (Bodoni). Der deutschsprachige Raum spielte in der Entwicklung keine Rolle, da man hierzulande nach wie vor traditionell in gebrochenen Schriften (insbesondere Fraktur) druckte. Unter den Gelehrten und höheren gesellschaftlichen Schichten stand die französische Kultur jedoch hoch im Kurs und das Lesen von französischen Originaltexten in Antiqua-Schriften war weit verbreitet. Im Laufe des 18. Jahrhunderts gab es daher vermehrt Versuche, klassizistische Ideale der Buchgestaltung und des Schriftentwurfs auch für deutschsprachige Werke zu etablieren. Ein engagierter Vertreter war dabei der Berliner Drucker Johann Friedrich Unger. Er näherte sich dieser Aufgabe gleich auf zwei Weisen: Einerseits vertrieb er exklusiv die Schriften Didots im deutschsprachigen Raum und goss sie später auch in seiner eigenen Gießerei in Berlin. Andererseits machte er sich auch daran, die Fraktur selbst im Sinne klassizistischer Ideale zu reformieren. Seit 1785 beschäftigte er sich nach eigenen Angabe mit dieser Idee. Sein Bestreben war es, »das viele eckige von den gemeinen, und das Krause, Gotischschnörkelichte von den großen Buchstaben oder Versalien wegzuschaffen«. Didot-Fraktur nach Vorgaben Ungers Seine Ideen ließ er von seinem Geschäftpartner Didot in Paris in Stahl schneiden. Doch die mehrfachen Anläufe scheiterten alle. Unger schrieb über die Arbeit Didots: »… allein, sey es, daß wir uns nicht ganz verstanden, oder daß er mit dem Schnitte der Deutschen Lettern zu unbekannt war, und sich nicht in die, Deutschen Augen gewöhnlichen Schriftzüge versetzen konnte: – genug der Versuch mißlang abermals.« Doch Unger ließ sich nicht von seiner Idee abbringen. Nachdem ihn andere deutsche Schriftschneider nicht unterstützen wollten, machte er sich selbst an die Arbeit. »Heller und deutlicher« sollte seine Fraktur werden, um »dadurch den nicht unbegründeten Klagen über das Unangenehme der jetzigen Deutschen Schriftzüge abzuhelfen«. Damit meinte Unger zum Beispiel verwechselbare Buchstaben wie V und B oder u und n. Sein Entwurf erschien 1793 als »Probe einer neuen Art Deutscher Lettern. Erfunden und in Stahl geschnitten von J.F. Unger.« Unterstützt wurde er beim Druck und der Fertigstellung der Schrift von Christoph Gubitz. Gestalterisch bedient sich Unger des gewohnten Fraktur-Skelettes, wobei allzu dekorative Verschnörkelungen vermieden werden. Die generelle Anmutung der Schrift erinnert jedoch an die Antiqua. Die Kleinbuchstaben sind filigran gezeichnet und so weit und freistehend angelegt wie Antiqua-Buchstaben. Interessanterweise werden auch die Umlaute in einer für die Zeit höchst modernen Form angelegt: statt wie üblich das e über die anderen Vokale zu stellen, benutzt Unger etwas schräg gestellte Striche. Dies hatte zum Beispiel Adelung für deutsche Texte in Antiqua-Schriften vorgeschlagen. Ungers Entwurf wurde nach seiner Veröffentlichung rege diskutiert. Manche sahen in den Frakturschriften von Haas in der Schweiz und Breitkopf in Leipzig bereits den unübertrefflichen Höhepunkt des Frakturentwurfs erreicht und neue Ansätze seien somit von vornherein zum Scheitern verurteilt. Weniger begeistert zeigten sich auch Zeitgenossen wie Wieland und Bertuch, die sich generell für eine Etablierung der Antiqua bei deutschsprachigen Texten stark machten. Eine reformierte Fraktur war daher nicht in ihrem Interesse. Die zarte und helle Anmuntung wurde von vielen gelobt – gleichsam aber auch kritisiert. »Die Ungersche Schriftprobe deucht mir viel zu scharf. Auf diesem Wege könnte man das Publikum bald blind machen.« schrieb Schiller an Goethe. Um die Gunst des letzteren warb Unger immer wieder. Er bat Goethe mehrfach, seine Werke in Unger-Fraktur setzen zu dürfen. Doch Goethe war von der Schrift nicht restlos überzeugt. Lediglich sein »Wilhelm Meister« erschien in Unger-Fraktur. Man nimmt jedoch anhand des erhaltenen Schriftverkehrs zwischen beiden an, dass dies ohne explizite vorherige Zustimmung Goethes erfolgte. Unger überarbeitete die Entwürfe noch einmal und die endgültige Version wurde 1794 für das Buch »Die neue Cecilia« von Karl Philipp Moritz erstmalig benutzt. Im Vorwort erläutert Unger den Schriftentwurf noch einmal ausführlich und nimmt zu den zahlreichen Kritiken Stellung. Unger-Fraktur in Buch Die neue Cecilia Unger-Fraktur und Walbaum-Antiqua in einem von Brockhaus verlegten Buch In der Folge wird die Unger-Fraktur gern eingesetzt – sie bleibt jedoch ein Einzelentwurf. Eine allgemeine Reform der Frakturschriften kann die Unger-Fraktur nicht anstoßen. Im 20. Jahrhundert wird die Unger-Fraktur von Carl Ernst Poeschel bei Enschedé in Haarlem (Niederlande) wiederentdeckt. Sie erscheint daraufhin erneut bei verschiedenen Gießereien (D. Stempel, Schriftguß, Klinkhardt als »Kabinett-Fraktur« und Monotype) und erlebt noch einmal eine Renaissance. Digitale Versionen gibt es heute zum Beispiel bei Delbanco-Frakturschriften und von RMU-Fonts. bei MyFonts herunterladen
  39. 1 Punkt
    Anfang des 20. Jahrhunderts sind viele Schriften im deutschen Raum künstlerisch geprägt. Die Schriften von Koch, Ehmcke, Behrens und anderen suchen nach individuellem persönlichen Ausdruck im Schriftentwurf. So zeigen sich Feder und Pinsel als Schreibwerkzeug wieder deutlich stärker in den Entwürfen. Die Weiß Antiqua ist in dieser Hinsicht etwas zurückgenommen, aber gerade deshalb auch als vielseitig einsetzbare Leseschrift tauglich. Besonderheiten weist die Schrift aber dennoch auf, etwa das schräg stehende A im aufrechten Schnitt der Bleisatzversion oder das »verkehrt herum wirkende« S/s. Als digitale Version ist die Schrift heute in 4 Schnitten (normal, kursiv, halbfett, fett) als »Weiss« oder »Weiss Antiqua« von verschiedensten Herstellern verfügbar. Bei URW++ und Elsner+Flake gibt es erweiterte Versionen mit extrafetten und schmalen Schnitten, die in der Original-Bleisatz-Version nicht vorhanden waren.
  40. 1 Punkt
    Die Sabon ist eine Garamond-Interpretation von Jan Tschichold aus den 1960er-Jahren. Sie war eine Auftragsarbeit für D. Stempel, Linotype und Monotype. Die drei Anbieter wünschten sich von Tchichold einen Entwurf, der ohne merkliche Unterschiede gleichzeitig im Handsatz sowie auf Linotype- und Monotype-Maschinen einsetzbar war. Dazu musste sich das Design mehreren Einschränkungen unterwerfen und sie bestmöglich ausgleichen. Die Monotype verlangte für die Zeichendickten ein System von maximal 18 Einheiten. Die Linotype erlaubte keine Unterschneidung und verlangte, dass die kursiven Buchstaben die gleiche Dickte wie die jeweiligen aufrechten Zeichen besaßen. Und auch die deutsche Normalschriftlinie wollte berücksichtig werden und ließ somit wenig Raum für die Unterlängen. Lediglich in größeren Schriftgraden (ab 14 Punkt) wurde die Schrift nur noch für den Handsatz gefertigt, sodass hier einige Einschränkungen entfallen konnten. Tchicholds Originalentwürfe. Die Einordnung in die Kästchen zeigt die Berücksichtigung des Einheitensystems der Monotype Die Schrift wurde nach dem aus Lyon stammenden Schriftschneider Jakob Sabon (†1580) benannt, der neben der Arbeit in der Frankfurter Druckerei und Schriftgießerei der Egenolphschen Erben auch für Christoph Plantin in Antwerpen Schriftschnitte schuf. Grundlage des Tschicholdschen Entwurfes ist das Schriftmusterblatt von Conrad Berner aus dem Jahr 1592, dem Nachfolger Sabons in dessen Schriftgießerei. bei MyFonts herunterladen Zwischen 2002 und 2008 entwickelte der französische Schriftgestalter Jean François Porchez eine umfassende Überarbeitung der Sabon. Auch der Zeichenvorrat wurde beträchtlich erweitert. Verschiedene Ziffernsets, Kapitälchen, Schwungbuchstaben, Brüche und Ornamente sind nun in 5 Strichstärke sowie einer Schaugrößen-Variante verfügbar. Für den digitalen Einsatz steht zudem die Sabon eText in 4 Schnitten zur Verfügung.
  41. 1 Punkt
    Die Palatino ist neben der Optima die bekannteste Schrift Hermann Zapfs. Seit ihrem Erscheinen zur Mitte des 20. Jahrhunderts findet sie sich in regelmäßiger Anwendung. Benannt ist die Schrift nach dem Italiener Giovanbattista Palatino, einem Schreibmeister des 16. Jahrhunderts und Zeitgenossen von Michelangelo und Claude Garamond. »Hermann Zapf wies mit dieser Schrift überzeugend nach, daß auf den Grundlagen der Renaissance immer noch weitergebaut werden kann, daß es hier immer noch genügend Möglichkeiten zum Variieren verschiedener Details der Schriftzeichnung gibt, durch die die Individualität der eigenen Auffassung ausgedrückt werden kann« heißt es in Die schöne Schrift von František Muzika Korrekturphasen der Palatino Kursiv (hier noch unter dem später verworfenen Namen Medici) Zapf baut seine Palatino auf antike Proportionen auf und haucht ihnen dabei kalligrafischen Charakter ein. Die Schrift läuft vergleichsweise weit. Dies macht die Schrift jedoch auch besonders robust und lesefreundlich. Schlichte Einführung eines Klassikers im Jahr 1950 Buchstabenbelegung in der Bleisatzversion von 1950 Die Entwürfe von Hermann Zapf (rechts) wurden von August Rosenberger (links) für den Bleisatz geschnitten Der erste Druck in einem Probegrad erfolgt 1949 in dem Buch »Von der dreifachen Ehrfurcht, Gedanken Goethes über Erziehung zu edlem Menschentum« als Privatdruck der Schriftgießerei D. Stempel. Die Schrift erscheint dann 1950 für Hand- und Linotypesatz. Eine leichtere Version der Palatino wurde von Linotype unter der Bezeichnung Aldus Antiqua herausgebracht. Zugehörig waren ebenfalls die Versal-Alphabete Michelangelo, Sinista und Phidias. Die Palatino Nova (2005) ist eine moderne Überarbeitung für den Digitalsatz durch Akira Kobayashi. Die neue Version vermeidet die Einschränkungen von Blei- und Fotosatz und ist auch im Zeichenvorrat den heutigen Erfordernissen angepasst. Die Michelangelo heißt nun Palatino Nova Titling und die Sinista wurde in Palatina Nova Imperial umgetauft. Mit der Palatino Sans bekam die Palatino im 2006 eine serifenlose Schwester. 2013 erschien zudem eine eText-Version in 4 Schnitten (normal, kursiv, fett, fett kursiv) speziell für den Einsatz auf elektronischen Lesegeräten. Die Überarbeitung erfolgte in diesem Fall von Toshi Omagari.
  42. 1 Punkt
    Die Schrift Apollo wurde zwischen 1962 und 64 von Adrian Frutiger entworfen. Dass diese Schrift zu den weniger bekannten Werken Frutigers gehört, mag daran liegen, dass einige seiner anderen Werke (zum Beispiel die Univers und die Frutiger) das Hauptaugenmerk der typophilen Gemeinde auf sich gezogen haben. Die Apollo war eine der ersten Schriften, die die Firma Monotype für die Verwendung auf ihren neuen Fotosatzmaschinen entwickeln ließ. Sowohl bei MyFonts als auch bei Linotype wird die Apollo für ihre gute Lesbarkeit und ihren robusten Charakter gelobt, der sie nicht nur zu Fotosatzzeiten einen hervorragenden Eindruck machen ließ, sondern diesem auch in ihrer heutigen digitalen Variante in Nichts nachsteht. Die Apollo scheint ein echter Allrounder zu sein, wird sie doch von Linotype als hervorragende Wahl für Buchtypografie, Magazingestaltung und Überschriften gelobt, während MyFonts neben den Überschriften auch die Fließtexteignung explizit hervorhebt.
  43. 1 Punkt
    Fontsmith beschreibt Albert wie folgt (Wegen der schönen, unübersetzbaren Wortspiele ausnahmsweise in englischer Sprache): Albert’s a charismatic type. A warm, sensitive face with a big personality. He’s a friendly sans serif font; shapely, flexible and modern. Available in a wide range of weights, FS Albert is a versatile face ideal for use in most applications. Albert unterstützt 39 Sprachen
  44. 1 Punkt
    Die Caecilia war die erste Schriftfamilie von Peter Matthias Noordzij (PMN), dem Gründer der Enschedé Font Foundry. Sein Erstlingswerk erschien jedoch bei Linotype und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Slab-Serif-Textschriften. Die ersten Entwürfe für Caecilia entstanden bereits 1983 während Noordzij an der Akademie in Den Haag studierte. Robert Bringhurst beschreibt sie in seinem Buch »The Elements of Typographic Style« als neohumanistische Slabserif, die für alle Arten von Text eingesetzt werden kann. Laut Bringhurst ist die Caecilia vermutlich die erste Slabserif, die mit einer echten eigenen Kursiven aufwarten konnte. Sie wurde nach dem Formenprinzip der Renaissance-Antiqua entworfen und mit einer moderaten Neigung von 5° ausgestattet. bei MyFonts herunterladen
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
Krimhilde – Fraktur trifft geometrische Grotesk
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