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  1. 1 Punkt
    Alternative Bezeichnung für Egyptienne-Schriften (Details siehe verlinkter Eintrag).
  2. 1 Punkt
    Ein Geviert ist … 1.) Ein quadratisches Stück Blindmaterial im Bleisatz, dessen Kantenlängen genau der Schriftgröße (Kegelhöhe) entsprechen. 2.) Ein Bezugssystem des Schriftsatzes. Da die Seitenlänge des Gevierts identisch mit der Schriftgröße ist, nutzt man den Begriff Geviert auch, um schriftgrößenunabhängige Bezüge herzustellen. So lässt sich zum Beispiele die Breite von Zeichen im Verhältnis zum Geviert beschreiben. Die Bezeichnungen Geviertstrich, Halbgeviertstrich (Gedankenstrich) und Viertelgeviertstrich (Bindestrich) sind auf diese Weise entstanden. Jedoch haben Schriftgestalter/-hersteller hier letztlich freie Hand und wählen die tatsächliche Breite dieser Zeichen eher nach optischen, denn mathematischen Gesichtspunkten. Auch Leerräume werden in Bezug zum Geviert beschrieben und lassen sich in Textverarbeitungsprogrammen über entsprechende Bezeichnungen ansprechen. Auch für digitale Schriften ist das Geviert weiterhin die zentrale Bezugsgröße. Das Geviert erstreckt sich hierbei zwischen Oberlänge und Unterlänge der Schriftart. Beim Anzeigen oder Drucken einer Schrift wird diese dann entsprechend skaliert, sodass der Abstand zwischen Ober- und Unterlänge exakt der eingestellten Schriftgröße von z.B. 12 Punkt entspricht. Wie man in der Darstellung sieht, korrespondiert die Größe des Gevierts nicht unmittelbar mit den Buchstabenformen. Geviert und Schriftgröße beschreiben also in aller Regel nicht – wie oft fälschlicherweise angenommen – den Raum zwischen der messbaren Ober- und Unterkante bestimmter Buchstaben, sondern lediglich die Größe des physischen oder virtuellen Schriftkegels. In welcher Größe die Buchstaben tatsächlich auf dem Kegel abgebildet sind, ist von Schrift zu Schrift sehr unterschiedlich. Daher ist es in der Praxis auch so schwierig, allgemein von Schriftgrößen zu sprechen. Wenn etwa für Medikamentenbeipackzettel eine Mindestgröße bestimmt werden soll, dann muss sich diese am Besten auf die x-Höhe der Schrift beziehen und nicht auf Schriftgröße bzw. Geviert, da diese nichts über die tatsächliche Buchstabenhöhe aussagen, sondern lediglich die Größe des Schriftkegels beschreiben.
  3. 1 Punkt
    Gruppe I: Venezianische Renaissance-Antiqua Entwickelt um 1470 vor allem durch Nicolaus Jenson, Venedig, aus der humanistischen Minuskel. Das handschriftliche Vorbild dieser Druckschrift wurde mit der schräg angeschnittenen Breitfeder im Wechselzug geschrieben. Erkennungsmerkmale: Serifen Achse der Rundungen Ansatz (Dachansatz) der Serifen Querstrich des kleinen »e« der Kleinbuchstaben sind höher als die Versalien Strichstärken-Unterschiede Bekannte Vertreter: Berkeley Old Style, Centaur, Deepdene, Horley Old Style, Kennerley Old Style, Trajanus, Schneidler-Mediaeval, Seneca Gruppe II: Französische Renaissance-Antiqua Entwickelt um 1540 vor allem durch den Franzosen Claude Garamond aus der humanistischen Minuskel. Alte Bezeichnung: Mediäval. Vorbild für die Großbuchstaben war die römische Kapitalschrift (Capitalis Quadrata) und für die Kleinbuchstaben die karolingischen Minuskel. Erkennungsmerkmale: Serifen Achse der Rundungen Ansatz (Dachansatz) der Serifen beim e liegt waagrecht der Kleinbuchstaben sind höher als die Versalien Bekannte Vertreter: Garamond, Aldus-Buchschrift, Bembo, Berling, Diethelm-Antiqua, Goudy, Palatino, Sabon-Antiqua, Trump-Mediäval, Weiß-Antiqua Gruppe III: Barock-Antiqua Höhepunkt ihrer Blütezeit um 1750. Alte Bezeichnungen: Vorklassizistische Antiqua, Halbmediäval. Die Merkmale des Kupferstichs treten stärker hervor (Übergangs-Antiqua). Der Federduktus geht langsam verloren. Erkennungsmerkmale: abgerundete Serifen der Rundungen fast senkrecht Strichstärken-Unterschiede Bekannte Vertreter: Baskerville, Caslon, Imprimatur, Janson-Antiqua, Poppl-Antiqua, Tiffany, Times-Antiqua Gruppe IV: Klassizistische Antiqua Höchste Blütezeit um 1800. Die Buchstabenformen wurden maßgeblich von Bodoni und Didot entwickelt. Vorbild dieser Druckschrift waren die zierlichen Kupferstichschriften. Endgültiger Durchbruch des Stichelduktus. Konsequent konstruierte Buchstaben. Die handschriftlichen Merkmale des Federduktus sind verschwunden. Erkennungsmerkmale: Serifen ohne Rundungen Kontrast zwischen Grund- und Haarstrichen/Serifen Achse der Rundungen sind oben und unten waagrecht angesetzt der Kleinbuchstaben sind identisch mit der Versalhöhe Bekannte Vertreter: Bodoni-Antiqua, Didot, Madison-Antiqua, Torino, Walbaum-Antiqua Gruppe V: Serifenbetonte Linear-Antiqua Entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Andere Bezeichnung: Slabserif Je nach Aussehen (vor allem der Serifen) wird diese Gruppe weiter unterteilt: A: Egyptienne Bekannte Vertreter: American Typewriter, Beton, City, Lubalin Graph, Memphis, Rockwell, Serifa, Stymie B: Clarendon Bekannte Vertreter: Clarendon, Impressum, Melior, Volta C: Italienne Bekannte Vertreter: Figaro, Hidalgo, Memory, Old Towne, Pro Arte Erkennungsmerkmale: Übergänge zu Serifen eckig Übergänge zu Serifen gerundet Serifen stärker als Grundstrich Achse der Rundungen sind waagrecht angesetzt der Kleinbuchstaben sind identisch mit der Versalhöhe Gruppe VI: Serifenlose Linear-Antiqua Entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Alte Bezeichnung: Grotesk Erkennungsmerkmale: keine Serifen vorhanden senkrechte Achse der Rundungen Oberlängen der Kleinbuchstaben sind oft identisch mit der Versalhöhe Strichstärke fast gleich (optisch linear) Bekannte Vertreter: Akzidenz-Grotesk, Avant Garde Gothic, Avenir, Berthold Imago, Franklin Gothic, Frutiger, Futura, Folio, Gill Sans, Helvetica, Kabel, Meta, Neuzeit-Grotesk, Rotis Sans, Stone Sans, Syntax, Univers Gruppe VII: Antiqua-Varianten In diese Schriftgruppe gehören alle Antiqua-Schriften, die, nach ihren Erkennungsmerkmalen zu schließen, nicht in die Gruppen I bis VI eingereiht werden können. Schriftbeispiele: Arnold Böcklin, Blur, Eckmann, Exocet, Mambo Bold, Moonbase Alpha, Revue Gruppe VIII: Schreibschriften Drucktypen, die aus den sogenannten »lateinischen« Schul- und Kanzleischriften, aus individuellen Handschriften und künstlerischen Schriftentwürfen entstanden sind. Ursprüngliche Schreibwerkzeuge: Spitzfeder, Breitfeder, Rundfeder, Pinsel oder Kreide. Erkennungsmerkmale: sehen aus, als wären sie mit der Feder oder dem Pinsel geschrieben; Wechselstrich, je nach Lage und Schreibgerät schwungvolle Anfangsbuchstaben (Versalbuchstaben) haben die Kleinbuchstaben Verbindungsstriche Schriftbeispiele: Ariston, Ballantines, Berthold-Script, Commercial Script, Diskus, Englische Schreibschrift, Künstlerschreibschrift, Lithographia, Mistral, Slogan Gruppe IX: Handschriftliche Antiqua Antiqua-Schriften, die in persönlicher Weise vom Schriftkünstler handschriftlich abgewandelt sind. Sie zeigen keine strenge stilistische Systematik wie alle anderen Antiqua- Schriften, sondern betont handschriftliche Originalität. Erkennungsmerkmale: der ersten 4 Gruppen durch Federzug abgewandelt Schriftbeispiele: Arkona, Delphin, Dom Casual, Express, Impuls, Justlefthand, Poppl-College, Post-Antiqua, Vivaldi Gruppe X: Gebrochene Schriften Die Gruppe X wird der klaren Unterscheidung wegen in fünf Untergruppen gegliedert. Nach ihren Erkennungsmerkmalen werden sie unterteilt in: A) Gotisch Alle runden Formen der Kleinbuchstaben sind gebrochen. Die Zeichen sind schlank und wirken streng. Schriftbeispiele: Fette Gotisch, Wilhelm-Klingspor-Gotisch B) Rundgotisch Die Rundgotisch beruht auf der Rotunda der Frühdruckzeit. Entstehung und Entwicklung der Rundgotisch vorwiegend in Italien. Schriftbeispiele: Wallau, Weiß-Rundgotisch C) Schwabacher Hand- und Druckschrift des 15. Jahrhunderts, in Süddeutschland erschienen. Breite und ausladende Wirkung der Buchstaben, runder und offener als die Gotisch. Schriftbeispiele: Alte Schwabacher, Renata D) Fraktur Entstanden im 16. Jahrhundert. Schlanke, elegante Schrift aus dem Kulturkreis Kaiser Maximilians. Schriftbeispiele: Fette Fraktur, Neue Fraktur, Unger-Fraktur, Walbaum-Fraktur, Zentenar-Fraktur E) Fraktur-Varianten Hier werden alle gebrochenen Schriftformen eingeordnet, die in ihrer Strichführung vom Charakter der Untergruppen Xa bis Xd abweichen. Schriftbeispiele: Breda-Gotisch, Breite Kanzlei, Rhapsodie Erkennungsmerkmale: Rundungen sind gebrochen sehen aus, als wären sie mit der Breitfeder geschrieben starker Kontrast fett/fein feine Anstriche und Endstriche
Zeitzone: Berlin/GMT+01:00
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