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  1. 12 Punkte
    Die Zeiten, in denen die Schriftanwendung in den Händen weniger Experten lag, sind vorbei. Besitzer elektronischer Geräte (wie Desktop-Computer, Mobiltelefone und Tablets) können heute jederzeit mit Schriften gestalten. Doch wie findet man die richtige Schrift für eigene Projekte oder Auftragsarbeiten? Einfach das Schriftmenü von oben bis unten durchprobieren oder Suchbegriffe bei Google eingeben? Dieser Artikel erklärt die Grundlagen einer gezielten Schriftensuche. Schriftensuche ist stets ein Abwägen vieler Faktoren, die in der Folge beschrieben werden. Man kann also selten – wie von Anfängern im Bereich der Typografie regelmäßig erwartet – von einer bestimmten Anwendung auf konkrete passende Schriften schließen. Für ein »Suche Schrift für ein Yoga-Studio« kommen tausende Schriften in Frage und auch vage Charakterisierungen wie »modern«, »interessant«, »schön« und ähnliches helfen kaum weiter. Für eine Schriftauswahl, die nicht bloß willkürlich ist, müssen wir bestimmte Ziele definieren und Eigenschaften prüfen. Die Schriftanmutung Schriftarten sind die Kleidung der Texte. Robust, förmlich, elegant, traditionell, spielerisch, futuristisch, technisch, ausdrucksstark, warm, freundlich – die Liste möglicher Beschreibungen der Anmutung von Schriften ließe sich endlos fortsetzen. Einige dieser Beschreibungen lassen sich objektiv aus der Gestaltung der Buchstaben ableiten – andere sind gelernte Assoziationen. Da unser ganzes Leben lang Schriftanwendungen auf uns einwirken, assoziieren wir Schriftarten und -stile in der Folge mit dem Kontext der gesehenen Anwendung. Wenn wir Schriftarten bewusst für eine bestimmte Verwendung aussuchen, können wir diese Assoziationen zu unseren Gunsten nutzen. So bietet es sich in den meisten Fällen an, die gewünschten Charaktereigenschaften der Schriftanmutung als erstes festzulegen. Wie soll unser Font aussehen? traditionell, zeitgemäß oder futuristisch? warm und freundlich oder technisch und konstruiert? fett und robust oder zart und elegant? einzigartig und ausdrucksstark oder gewöhnlich und zurückhaltend? ernst oder spielerisch? und so weiter Welche Assoziationen sollen darüber hinaus noch geweckt werden? Assoziationen mit einem Ort oder einer Region? Assoziationen mit einer bestimmten Zeit? Assoziationen mit bestimmten Personen, Gruppen oder Organisationen? Je mehr dieser Assoziationen bestimmt werden können, umso besser, denn umso kleiner wird die Auswahl der Schriftkandidaten. Die Wirkung der Wahl sollte dabei nicht unterschätzt werden. Das visuelle Erscheinungsbild kann etwa Seriosität und Glaubwürdigkeit vermitteln – oder in Zweifel ziehen. Welche Schrift bietet sich zum Beispiel für ein Hochbau-Unternehmen als Hausschrift an? Eine etwas wackelige Systemschreibschrift? Wohl kaum. Eine robuste Serifenlose wäre sicherlich besser geeignet. Doch wie schon am Anfang gesagt, sollte man nicht nur oberflächlich von bestimmten Themen auf bestimmte Schriftstile schließen. Im Idealfall reagiert man direkt auf die konkrete Anwendung, also hier im Beispiel auf ein Unternehmen. Was zeichnet es aus? Welche positiven Assoziationen hat das Unternehmen bereits bei Kunden und in der Öffentlichkeit? Diese Dinge können wir durch unsere Gestaltung und Schriftwahl womöglich unterstützen. Bei aller Konzentration auf die Schriftwahl sollte auch nicht vergessen werden, dass die Schriftwahl stets nur ein Puzzleteil der Gesamtgestaltung ist. Die Schriftwahl sollte deshalb nicht losgelöst von anderen Gestaltungsentscheidungen getroffen werden. Wird etwa die Logo-Schrift mit einem Bildsymbol kombiniert, dann sollten beide natürlich miteinander harmonieren. Beispiele harmonierender Wort-Bild-Marken Darüber hinaus steht die Schriftwahl in Corporate Designs, Magazinen, Websites usw. auch immer in einem gestalterischen Gesamtzusammenhang, der bei der Schriftwahl bedacht werden sollte. Alternativ kann die Schriftwahl eventuell auch am Anfang stehen und die restlichen Gestaltungselemente werden dann passend zur Schrift gewählt. Schriftanmutung: typische Fehler Die gewählten Assoziationen mit der Schriftwahl abzudecken heißt nicht automatisch, die bestmögliche Wahl getroffen zu haben. So ist es verlockend, aber nicht unbedingt zielführend, eine Schriftwahl zu treffen, die zu sehr Klischees und Trends bedient. Bestimmte Schriften sind in bestimmten Bereichen oder grundsätzlich übermäßig stark im Einsatz. Das Plakat für Kinder in Comic Sans, für Designer in Helvetica, für einen Film in Trajan, für eine Bauhaus-Veranstaltung in ITC Bauhaus usw. Oft lohnt es sich, etwas abseits des Stroms zu schwimmen und bei der Bedienung der gewünschten Assoziationen nicht zu offensichtlich zu agieren. Dies gilt übrigens insbesondere für Branding-Anwendungen, wo ein gewisses Maß an Eigenständigkeit Priorität bei der Schriftwahl haben sollte. Ein derzeit noch anhaltender Trend: Logos verlieren ihren Wiedererkennungswert durch die Ersetzung durch (insbesondere geometrische) Grotesk-Schriften. Das andere Extrem ist die Erzeugung von Eigenständigkeit um jeden Preis, etwa durch die Modifizierung von Satzschriften für Logos. Ein Trend, der in dieser Sammlung dokumentiert wird. ☞ https://cuttingedgelogos.tumblr.com Sollten Satzschriften tatsächlich nicht ausreichen, können eigenständige Entwürfe durch Schriftgestalter oder Lettering-Künstler angefertigt werden, die auf diese Arbeit spezialisiert sind. Negativbeispiel: Das Rasterprinzip der Bildmarke wurde der Schrift übergestülpt. Schriftkategorisierung und Fontmanagement Mit zehntausenden verfügbaren Schriften ist es heute unabdingbar, die Flut der Möglichkeiten durch eine Kategorisierung zu strukturieren – sei es gedanklich und/oder in Form einer Sortierung in einem Fontmanagement-Programm. Schriften lassen sich jedoch durch ihre Fülle von Gestaltungsmerkmalen nicht sonderlich einfach in ein hierarchisches Kategorisierungsmodell zwingen. Im deutschsprachigen Raum üblich ist die Klassifikation nach DIN 16518. Ähnliche Modelle existieren auch international. Diese Kategorisierungen werden der Flut heutiger Schriften aber immer weniger gerecht, da die meisten Kategorien historische Entwicklungsschritte abbilden, in die sich heutige Schriftentwürfe oft schlecht oder gar nicht einordnen lassen. Dieser Artikel beschränkt sich daher auf ein einfacheres Modell, das Schriften nach zwei auch für Einsteiger nachvollziehbaren Kriterien beurteilt. 1. Serifen und Konstruktionsprinzip Die Existenz und Art der Serifen bildet eine typische und einfache Klassifizierungsmöglichkeit, insbesondere von unverbundenen, aufrecht stehenden Druckschriften. Die erste Kategorie bilden die Antiqua-Schriften (englisch: serif), die Serifen besitzen und seit hunderten Jahren als Fließtextschriften im Einsatz sind. Die Egyptienne oder serifenbetonte Linear-Antiqua (englisch: slab-serif) entstand im 19. Jahrhundert zunächst als Werbeschrift. Die Groteskschriften (englisch sans-serif), die gänzlich ohne Serifen auskommen, setzten sich im 20. Jahrhundert durch. Neben diesen aufrechten lateinischen Schriften gibt es weitere typische Kategorien, zum Beispiel Schreibschriften, gebrochene Schriften, Unzialschriften und Symbolschriften. Zur leichteren Auswahl sollte der eigene Schriftbestand mit einem Fontmanager zumindest in Hauptkategorien wie die vorgenannten eingeordnet werden. Mit wachsendem Bestand an Schriften und mit größerer Erfahrung können Unterkategorien hinzukommen. Darüber hinaus gestatten Fontmanager in der Regel die parallele Nutzung verschiedener Kategorisierungssysteme bzw. die Vergabe von Schlagwörtern. Auf diese Weise lassen sich auch andere Kriterien als der bloße Schriftstil erfassen, etwa welche Schriftsysteme abgedeckt werden oder ob bestimmte Zeichen vorhanden sind. 2. Strichstärkenkontrast Ein weiteres typisches Merkmal von Schriftarten bildet der Strichstärkenkontrast. Darunter versteht man den charakteristischen Wechsel zwischen dünnen und dickeren Partien im Verlauf des Buchstabens bzw. das Fehlen eines solchen Wechsels. Bei handgeschriebenen Texten war dies ursprünglich eine direkte Folge des Schreibwerkzeugs und dessen Haltung. Die gegebenenfalls entstehende, gedachte Linie durch die dünnsten Partien wird Schattenachse genant. Eine geneigte Schattenachse erzeugt eine eher kalligrafisch-organische Anmutung und steht mit der Frühzeit des Buchdrucks in Verbindung. Eine aufrechte Schattenachse wirkt oft statischer und eleganter und ist typisch für den Einsatz der Spitzfeder und die Zeit des Klassizismus. Relative Schriftgröße Nach den Erläuterungen der Anmutung von Schriftarten nähern wir uns nun der tatsächlichen Anwendung. Schriften können in unzähliger Weise eingesetzt werden. Man denke nur einmal an einen typischen eigenen Tag. Die Zahlen auf dem Wecker, die Texte auf Lebensmittelverpackungen, die Beschriftung von Straßenschildern und öffentlichen Verkehrsmitteln, Werbeplakate und Schaufenster, Kataloge, Zeitung, TV, Websites und so weiter und so fort. Unser Leben ist voller Schriftanwendungen. Doch trotz der Fülle der möglichen Anwendungen lässt sich eine ganz grundsätzlich Zweiteilung vornehmen: Schriftanwendungen fallen fast immer entweder in die Kategorie »Lesetext« oder »Schaugrößentext«. Haben wir es mit ganzen Absätzen zu tun (auch Fließtext oder Mengentext genannt) oder einzelnen Wörtern, etwa auf Straßenschildern oder in Überschriften in einer Drucksache? Diese Unterteilung ist wohlgemerkt unabhängig von den absoluten Schriftgrößen. Eine große Tafel an einer Museumswand, die eine Ausstellung erklärt, benutzt in der Regel die gleiche Einteilung in Lesetext und Schaugrößentext wie das Museumsfaltblatt, das man in die Hand nimmt. Der Unterschied liegt lediglich im Leseabstand, der gänzlich andere absolute Schriftgrößen nötig macht. Schriften für Lesetexte Lesetexte stellen deutlich höhere Ansprüche an Leserlichkeit und Lesefreundlichkeit und die Buchstabengestaltung muss daher eher konservativ ausfallen. Die historische Entwicklung der Antiqua in den ersten Jahrhunderten des Buchdrucks wird dabei oft folgendermaßen eingeteilt: Venezianische Renaissance-Antiqua, Französische Renaissance-Antiqua, Barock-Antiqua und Klassizistische Antiqua. Alle vier Gattungen waren über lange Zeit als Leseschriften im Einsatz und sind es nach wie vor. Bei den heutigen digitalen Versionen muss man jedoch stets im Einzelfall prüfen, ob die konkrete Version für Lesetexte geeignet ist. Die bloße Kategorie oder der historische Schriftname (wie Garamond, Bodoni usw.) lässt keinen zwingenden Schluss zur Tauglichkeit zu, da nicht jede Digitalisierung von Leseschriftgraden erfolgt ist bzw. auf einen solchen Einsatz abzielt. Details zu konkreten Schriften dieses Stils finden sich in unserer Fontliste Traditionelle Schriftarten für Bücher. Unverbrauchte Schriften werden dagegen in der Liste Erfrischende Serifenschriften für Bücher und E-Books gesammelt. Eine typische und einfache Einteilung von Groteskschriften nach dem Formprinzip kann folgendermaßen aussehen: statische Grotesk (mit eher vertikaler Schattenachse wie bei der klassizistischen Antiqua) humanistische Grotesk (mit angedeutetem Breitfederduktus wie bei einer Renaissance-Antiqua) geometrische Grotesk (mit geometrisch wirkenden Buchstabenformen) Groteskschriften haben sich im 20. Jahrhundert ebenfalls einen Platz als Leseschriften erobert, insbesondere da, wo eine moderne Wirkung erzielt werden soll. So ist etwa die Betriebsanleitung eines technischen Gerätes nicht selten in einer Groteskschrift gesetzt, während traditionelle Drucksachen wie Romane und Zeitungen meist weiter auf Antiqua-Schriften setzen. Checkliste: darauf kommt es bei Leseschriften an 1. Konservative Buchstabenformen Zumindest das Buchstabenskelett von Leseschriften sollte traditionell sein und auch die Buchstabenproportionen (x-Höhe, Breite usw.) sollten sich im gewöhnlichen Rahmen bewegen. Entsprechend der Buchtradition sollten die Schriften bei längeren Texten auch stets proportional und nicht monospaced sein. Der robuste Text-Schnitt der Adobe Jenson funktioniert besser für Lesetexte als die raumgreifende Bernhard Modern mit den extremen Oberlängen. 2. Eindeutig unterscheidbare Buchstabenformen Die Buchstaben sollten auch unter schwierigen Sichtbedingungen möglichst gut unterscheidbar sein. Bei Antiqua-Schriften ist dies fast immer der Fall, nicht jedoch bei Groteskschriften. Ein zweistöckiges »a« funktioniert bei Lesetexten in der Regel besser als ein einstöckiges. Ein kleines »l« sollte nicht mit einem großen »I« zu verwechseln sein und offenere Buchstabenformen funktionieren besser als fast geschlossene (siehe Abbildung). 3. Kontrastarme Schrift und gleichmäßiger Grauwert Leseschriften sollten keine zu feinen Haarstriche enthalten und grundsätzlich einen eher schwach ausgeprägten Strichstärkenkontrast besitzen. Wünschenswert ist auch ein gleichmäßiges Bild bezogen auf die auf die gesamte Fläche des Lesetextes. Man spricht hier vom sogenannten Grauwert. Mitverantwortlich sind dafür nicht nur die eigentlichen Buchstabenformen selbst, sondern auch die Zurichtung und die Unterschneidung der Fonts, die für eine gleichmäßige Verteilung von Buchstabenformen und Weißraum sorgen und somit Leserlichkeit und Lesefreundlichkeit beeinflussen können. Größere Schriftfamilien weisen gegebenenfalls bestimmte Schnitte als Textschnitte aus. Dies erfolgt in der Regel durch das Wort »Text« im Namen des Schriftschnitts bzw. der Familie. Anderenfalls kann man sich bei der Auswahl an obige Checkliste halten. Einige Beispiele für robuste Textschriften: Walbaum 2010, Adobe Jenson, FF Tisa, Adobe Garamond, Skolar. Schaugrößenschriften Umso größer die relative Schriftgröße und umso kürzer der Text, umso größer die gestalterische Freiheit. extradünn bis extrafett schmal, weit oder monospaced fehlende oder stark übertriebene Buchstabenelemente mathematisch konstruierte oder raue Umrisslinien Dreidimensionalität und sonstige Dekoration außerhalb oder innerhalb der Buchstabenform Mehrfarbigkeit, Transparenzen etc. Mischung von Groß- und Kleinbuchstabenprinzipien Simulation verschiedener Druck- und Darstellungsprinzipien (zum Beispiel Pixelraster, Matrixdrucker usw.) u.v.a. Außerdem können mit Schaugrößenschriften leicht historische Assoziationen geweckt werden: Antike, Gotik, Wilder Westen – all dies und vieles andere mehr lässt sich leicht durch Schrift vermitteln, ebenso wie Designepochen wie Jugendstil, Art Deco, Bauhaus und so weiter. Auch im Satz der Schaugrößenschriften sind kaum Grenzen gesetzt. Durch die Fülle der Stile und Möglichkeiten ist eine einfachere Kategorisierung von Schaugrößenschriften kaum möglich. Da fast alles möglich ist, erübrigen sich konkrete Erklärungen und Einschränkungen. Wegen ihrer Besonderheiten nachfolgend jedoch einige Tipps zu zwei Kategorien im Bereich der Schaugrößenanwendung. Schreibschriften Trotz ihres Ursprungs in der Handschrift sind Schreibschrift-Fonts heute meist als Schaugrößenschriften im Einsatz. Eine Auswahl typischer Unterkategorien sind: formelle Schreibschriften, die gern für Einladungen, Zertifikate etc. Verwendung finden informelle Schreibschriften, zum Beispiel für eine Notizen-App oder die Zutatenliste eines Kochbuchs simulierte Handschriften Pinselschriften Professionelle Schreibschriften haben oft zahlreiche Ligaturen und Alternativbuchstaben, die durch OpenType automatisch aktiviert werden können. Dies verleiht den Textzeilen eine natürliche Anmutung. Es lohnt sich deshalb immer, die Hersteller-Angaben und Schriftmuster-PDFs zu studieren, um den kompletten Funktionsumfang der verwendeten Schriften zu kennen. Typische Fehler und Probleme beim Einsatz von Schreibschriften: Verbundene Schreibschriften sollten stets mit der Laufweite auf »Null« gesetzt werden, damit sich die Buchstaben korrekt verbinden. Versale Schwungbuchstaben sind in der Regel auf Zeilenanfängen und -enden ausgelegt, nicht für jeden Buchstaben in einem Wort. Sonstige Schwung- und Alternativbuchstaben sollten gezielt und nicht im Übermaß eingesetzt werden. Signaletik Schriften für die Wegweisung fallen auf den ersten Blick in die Kategorie der Schaugrößenschriften, da sie kurze Textinformationen in vergleichsweise großen Schriftgraden darstellen. Je nach Art des Schildes haben jedoch die Leserlichkeit und ein ökonomischer Platzbedarf der Schrift eine hohe Priorität oder sind – etwa bei Verkehrsschildern – womöglich gar die wesentlichen Kriterien. In diesem Fall schrumpft der gestalterische Spielraum natürlich und es kommt wie bei Leseschriften wieder auf konservative und kontrastarme Buchstabengestaltungen an. Wayfinding Sans Pro – Beispiel einer Schrift, die speziell auf Beschilderungen ausgelegt wurde. Nicht jede Beschilderung stellt jedoch die höchsten Ansprüche an die Leserlichkeit. Bei den Schildern eines Hotels, einer Bibliothek, eines Bürogebäudes etc. mögen ausdrucksstarke Schriften gegebenenfalls ausdrücklich erwünscht sein. Die Schriftfamilie Die Verwendung von Office-Programmen am Computer hat Schriftfamilien mit den vier Schnitten normal (bzw. regular oder roman), kursiv, fett und fett-kursiv als De-facto-Standard etabliert. Sind für den Schrifteinsatz Fließtexte zum Beispiel in Office-Anwendungen oder auf Websites geplant, empfiehlt es sich in aller Regel, auf Schriftfamilien mit mindestens diesen vier Schnitten zu setzen. Anderenfalls erzeugen die Anwendungen womöglich künstlich die fehlenden Schnitte. Eine typische Schriftfamilie (Expo Serif) Office-Programme und Internet-Browser erzeugen fehlende Schnitte notfalls selbst Für mehr gestalterische Flexibilität bieten viele Schriftfamilien zusätzliche Strichstärken und Weiten an. Schmale Schriften können zum Beispiel bei beschränktem Platzangebot (etwa in Tabellen) hilfreich sein. Besonders feine oder fette Schnitte eignen sich oft zur Schaugrößenanwendung. Einige Schriftfamilien gehen auch über die Zweiteilung in Lese- und Schautext hinaus und bieten mehr als zwei Abstufungen abhängig von der Schriftgröße an. Man spricht hier von optischen Größen. Zeichenumfang Ein Font kann 100 Glyphen enthalten oder zehntausende. Verständlicherweise wirkt sich der Zeichenumfang auf die Einsetzbarkeit des Fonts aus. »Mehr« heißt nicht automatisch »besser«, aber bei der Schriftwahl ist die Prüfung des Vorhandenseins aller nötigen Zeichen unabdingbar. Professionelle Schriften sollten zumindest die in den 1980er-Jahren üblich gewordenen 8-Bit-Standards mit bis zu 256 Zeichen vollständig abdecken. Für den deutschsprachigen Raum ist damit die als »westeuropäische Belegung« oder »Latin 1« bekannte Standardisierung die Ausgangsbasis. Sollen Sprachen aus anderen Regionen der Welt zum Einsatz kommen, ist auch dies gezielt zu prüfen. Neben den Zeichen dieser Sprachen selbst ist auch auf die passenden Währungs- und Satzzeichen zu achten. OpenType-Extras Für komplexere Anwendungen (wie Corporate Designs) lohnt sich auch meist eine Prüfung der OpenType-Funktionen. Professionelle OpenType-Schriften bieten hier zahlreiche Extras wie verschiedene Ziffernsets, Kapitälchen, Alternativzeichen, Ligaturen, Schwungbuchstaben und ähnliches. Durch OpenType steuerbare Ziffernsets erlauben einen flexiblen Einsatz je nach Anwendung (zum Beispiel wahlweise optimiert für Fließtexte oder Tabellen) Fontformate Für Desktop-Fonts, also lokal zu installierende Schriftarten, sind heute Fonts mit der Endung .TTF und .OTF üblich. Was genau hinter diesen Endungen steckt, sorgt seit langem für viele Missverständnisse. Das Wesentliche ist jedoch, dass die bloße Existenz dieser Endungen bedeutet, dass man es mit einem plattformübergreifend einsetzbaren Font zu tun hat, der auf aktuellen Betriebssystemen und in den meisten aktuellen Anwendungen funktioniert. Für den Einsatz als Webfont ist heute das Format WOFF (Web Open Font Format) üblich. Schriftanbieter und Webfont-Dienste stellen die Schriften entsprechend in diesem Format zur Verfügung. Eine Konvertierung von Desktop-Schriften zu WOFF ist technisch möglich, bei kommerziellen Schriften aber in der Regel nicht gestattet, da Desktop-Fonts ausschließlich für die Desktop-Nutzung lizenziert sind. Lizenzoptionen Kommerzielle und kostenlose Schriften werden vom Anbieter zur Nutzung lizenziert und der Lizenztext (EULA) definiert und beschränkt den Rahmen der Nutzung. Bei der Schriftwahl ist also immer zu prüfen, ob die Lizenz die gewünschten und gegebenenfalls auch zukünftigen Anwendungen abdecken und welche Kosten dafür entstehen. Typische Lizenzarten für Fonts sind heute: Desktop-Lizenz: zur lokalen Installation und Nutzung, zum Beispiel zur Gestaltung von Logos und Drucksachen. Webfont-Lizenz: zur Einbettung der Schriften in Websites. App-Lizenz: zur Einbettung der Schriften in Apps. E-Book-Lizenz: zur Einbettung der Schriften in E-Books. Server-Lizenz: zur Nutzung der Schrift durch viele Nutzer über ein zentrales System. OEM-Lizenz: zur Verbreitung des Fonts mit anderen Produkten (zum Beispiel beim Verkauf von Computern). Schriftqualität beurteilen Für kleine Gestaltungsarbeiten wie die Einladung zu einer Feier mag die Schriftqualität keine besondere Priorität haben und eine kostenlose Schrift aus dem Internet mag ihren Dienst problemlos tun. Für größere Projekte und Gestaltungen im Kundenauftrag ist es jedoch wichtig, dass die verwendeten Schriften gewisse Qualitätsansprüche erfüllen. Nachfolgend einige typische Probleme, auf die man achten sollte. Keine fehlenden Buchstaben Kostenlose Schriften haben oft keine vollständigen Zeichenbelegung. Dies fällt nicht immer sofort auf. Daher sollte der Zeichenvorrat immer im Voraus geprüft werden. Beispiel einer Schrift von Dafont mit mangelhafter Zeichenbelegung Konsistenter Duktus und sinnvolle Ankerpunkte In der Handschrift entsteht das endgültige Buchstabenbild durch reines Ziehen eines Schreibgerätes. Digitale Fonts in den typischen Formaten »schreiben« eine Schrift jedoch nicht. Der Schriftgestalter muss die Umrisslinie des Buchstabens entwerfen und damit ein gedachtes Schreibgerät simulieren. Dies erfordert Erfahrung und insbesondere Schriften von Anfängern weisen hier oft Mängel auf. Der Grundstrich wirkt dann etwa ungleichmäßig und ist womöglich voller Dellen. Ein typisches Problem sind auch zu viele Ankerpunkte, wie sie bei automatisch vektorisierten Buchstabenformen entstehen. Beispiel einer kostenlosen Schrift mit mangelhafter Qualität der Strichführung Zurichtung und Unterschneidung Zur Qualität einer Schrift gehören nicht nur die sichtbaren Buchstabenelemente, sondern auch der umgebende Weißraum. Die Zurichtung aller Buchstaben soll für gleichmäßig wirkende Zwischenräume sorgen. Antiqua-Schriften benötigen außerdem für zahlreiche Buchstabenpaare Ausnahmeregeln in Form von Unterschneidungswerten. Nötig ist dies bei allen Buchstaben, die in Kombination mit anderen Buchstaben zu viel Weißraum erzeugen, etwa A, Y, W, L, T und P. Umgekehrt muss gegebenenfalls auch mit zu eng stehenden bzw. gar kollidierenden Glyphen umgegangen werden. Stößt etwa ein f mit einem langen Bogen mit einer nachfolgendem Klammer oder einem Anführungszeichen zusammen? Als Anwender kann man diese Probleme im Voraus testen. Beispiel einer Schrift (oben) mit mangelhafter Zurichtung und Unterschneidung. Unten ein gutes Beispiel (Myriad Pro). Bildschirmoptimierung Sollen die Fonts regelmäßig auf Bildschirmen eingesetzt werden, ist die Tauglichkeit dafür zu prüfen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Schriftgrößen relativ klein werden. Wenn die Vektor-Umrisse der Buchstaben in ein enges Pixelraster gezwängt werden, führt dies notwendigerweise zu Verlusten. Der Grundstrich des Buchstabens kann unterschiedlich breit dargestellt werden und schmale oder kleine Elemente können schlimmstenfalls ganz wegfallen. Schriftgestalter können ihren Schriften Informationen zur bestmöglichen Darstellung in kleinen Pixelrastern mitgeben. Dies wird Hinting (deutsch: Bildschirmoptimierung) genannt. Da die Auswertung und Umsetzung des Hintings stark von der Software abhängig ist, sollte die Prüfung der Bildschirmtauglichkeit möglichst auf unterschiedlichen Geräten und mit unterschiedlichen Anwendungsprogrammen erfolgen. Schriften finden Nachdem der Besprechung der Kriterien der Schriftwahl geht es nun abschließend um die konkrete Suche nach Schriften. Für das Durchsuchen der lokalen Schriften sollte wie bereits besprochen ein Fontmanager mit einem eigenen Ordnungssystem eingesetzt werden. So lassen sich alle installierten und auch nicht installierten Schriften leicht nach den vorab festgelegten Kriterien durchsuchen. Kostenlose Online-Angebote Im Internet lassen sich blitzschnell zehntausende kostenlose Schriften finden. Doch die Qualität und Legalität der Angebote ist oft äußerst fraglich. Es ist deshalb empfehlenswert, sich auf kuratierte Sammlungen zu beschränken – zum Beispiel Google Fonts oder Fontsquirrel. Durch Filter und Schlagwort-Suchen lässt sich die Auswahl der Schriften auch gut und bequem eingrenzen. Kommerzielle Online-Angebote Für kommerzielle Quellen kann man zum Beispiel mit seinen Lieblingsanbietern starten. Mit wachsender Erfahrung kennt man auch die Spezialisierungen der einzelnen Anbieter. So findet man bei einer Foundry zum Beispiel unzählige Retro-Fonts, während eine andere für Textschriften mit einer Abdeckung vieler Schriftsysteme bekannt ist. Alternativ zur Suche bei einzelnen Anbietern kann man natürlich auch jene Webshops aufsuchen, die die Schriften von dutzenden oder gar hunderten Foundrys in einem Shop anbieten. Zu den bekanntesten zählen aktuell zum Beispiel MyFonts und Fontspring. Als Alternative zum klassischen Webshop gibt es auch Modelle wie Fontstand, wo die Lizenzierung über eine App erfolgt. Soweit die Grundlagen der Schriftwahl. In einem folgenden Artikel wird es – auf diesem Artikel aufbauend – um die Mischung von Schriften gehen.
  2. 8 Punkte
    zu dem im vergangenen herbst hier angekündigten buchprojekt gab es in wien auch ein symposium. jetzt stehen die gesammelten vorträge bei youtube zum nochmaligen (oder für alle, die wie ich nicht kommen konnten, erstmaligen) anschauen.
  3. 8 Punkte
    Bin gerade hierüber gestolpert: Das Lyon-Tablet; eine Rede des Kaisers Claudius, in Bronze gestanzt. Das ist so gleichmäßig, es könnte gedruckt sein. https://en.wikipedia.org/wiki/Lyon_Tablet
  4. 7 Punkte
    Das müsste die Bookerly sein. Ich vermute, der Screenshot kommt vom Kindle des Autors: https://en.wikipedia.org/wiki/Bookerly
  5. 6 Punkte
    bei MyFonts herunterladen Schlecht vektorisiert ja, Cooper Black nein ... TANGO!
  6. 4 Punkte
    Ähm, nein. Wenn, dann könnt ihr das gern per PN machen. Da wir in einem Typografie-Forum sind in dem politische Debatten ohne klaren Typografie-Bezug nicht gestattet sind, mache ich jetzt hier zu.
  7. 4 Punkte
    In der 1953er Schriftprobe des VEB Offizin Haag Drugulin Leipzig – also bevor die Druckerei umbenannt war – ist die Sorbonne-Antiqua und Sorbonne-Kursiv als Maschinensatzschrift in mehreren Schriftgraden gezeigt. Eine Berthold-Probe aus den ’60er Jahren, die ich dabei habe, weist darauf hin, dass die Sorbonne für den Linotype-Satz gab (nur sagt es mir nicht, ob die Matrizen über die Linotype selbst bzw. Stempel oder über Intertype erhältlich war … zumindest ab dem spät-50er/früh-60er Jahren gab es eine Vereinbarung zwischen Stempel und Berthold, womit sie jeweils bestimmte Schriftentwürfe voneinander selber herstellen und verkaufen dürften, wie z.B. Linotype-Matzrizen von der AG usw.). VEB Haag-Drugulin bzw. Andersen Nexö hatte eine beachtliche Sammlung an Schriften, die noch aus der Vorkriegszeit übrig waren. Außerdem haben sie – zumindest in den 1950er und frühen 1960er Jahren, falls auch nicht später – neue Schriften aus dem Westen importiert. Die Fotosatz-Maschinen, die sie später aus dem Westen importierten, kamen auch mit nicht-Typoartschriften geliefert, also Linotypes Times und Univers, zum Beispiel. Der Hinweis auf Sorbonne in den MEW-Bänden habe ich aus Artikeln über die Gestaltung der späteren MEGA-Reihe. Meine Infos dazu kommen aus einem 1975er Artikel von Albert Kapr. Diese war ursprünglich im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel aber Kapr druckte den Text in seinem 1982er Buch Schrift- und Buchkunst: Aufsätze, Reden und künstlerischen Arbeiten nach (S. 171–178). Auch Hilfreich ist Claudia Reichels Artikel »Auswählen, Gliedern, Anordnen und logisch Lesbarmachen von Schrift: Zur Typographie der MEGA.« In MEGA-Studien. Nr. 1999 (Amsterdam: Internationale Marx-Engels-Stiftung, S. 34–52). Sie schreibt dort, dass die Marx/Engels-Texte der MEW-Bände in der Didot gesetzt sind, während der Apparat-Text in der Sorbonne war. Kapr wiederum merkte in seinem Artikel, dass die Druckerei diese nur in Maschienensatz hatte. Ich habe zwar keinen festen Beweis, auf dem ich zeigen kann, dass die Andersen Nexö auch Linotype-Maschinen hatte, aber ich habe mehreren Büchern, die ganz sicher mit Linotypesatz gesetzt sind und dort gedruckt waren. Typoart fertigte Zeilensetzmaschienenmatrizen von mehreren ihrer Schriften und Andersen Nexö war eine der größten Druckereien des Landes. Selbst wenn die Zeilensetzmaschinen nicht aus der Mergenthaler-Linotype-Fabrik aus der Vorkriegszeit stammten waren sie trotzdem »Linotypes«, denn Intertype-Maschinen und den Linotype-Klon aus Leningrad (die waren grün und in der DDR ganz oft im Einsatz) verwendete derselben Technik und sowohl die Matrizen von Linotype selbst als auch die Linotype-Klonen waren austauschbar (also funktionierte die Matrizen von Intertype, Simoncini oder Typoart in einer Linotypemaschiene genauso gut wie Matrizen von Linotype selbst).
  8. 4 Punkte
  9. 3 Punkte
  10. 3 Punkte
    Ein Team von Adobe Create hat das Letterform Archiv in San Francisco besucht und einen kleinen Film darüber gedreht.
  11. 3 Punkte
    Ich kenne das Zitat leider nicht – die Leipziger Grafikerin Annett Riechert hat allerdings über das kleine g sogar eine Publikation gemacht, vielleicht findet es sich ja dort * (leider ist sie hier nicht sehr aktiv, wenn sich nichts weiter ergibt wäre sie aber bestimmt die richtige Quelle). * hab ich zuhause, ich werde mal nachschauen
  12. 3 Punkte
    Berlin, Naturkundemuseum
  13. 3 Punkte
    Den mittleren Schrägstrich würde ich weglassen, weil er ja schon im 🇺‍🇸 Datum vorkommt. Weil in solchen Konstrukten immer schon zu viele Punkte und Striche vorkommen, versuche ich immer, das ohne zusätzliche Striche und Punkte zu lösen, also z.B. mit extra viel Platz zwischen den Sprachen, zweifarbig oder zweizeilig. Klar, geht nicht immer. Zu US-Datum und -Zeit an sich: • Der Wochentag kann auch zweibuchstabig abgekürzt werden; das ist sogar üblicher. • Danach kommt kein Punkt. Mo, Tu, We, Th, Fr, Sa, Su • 1/25 ist richtig. 01/25 (oder auch 12/01) ist hyperkorrekt und sollte eher vermieden werden. Sieht man aber trotzdem oft. • 10:00 a.m. vermeiden, lieber 10 a.m. • In Tabellen/tabellenartigen Listen kann es allerdings sinnvoll sein, sowohl 01/25 als auch 10:00 a.m. zu schreiben. • Statt a.m./p.m. werden die Punkte auch oft weggelassen, besonders, wenn der Kontext klar ist. Im Fließtext also eher weniger (wegen der Verwechslungsmöglichkeit mit I am a person, aber wenn Datum/Zeit so auf einer Zeile stehen, ist das gar kein Problem und gängige Praxis. Auch so lassen sich endlose Punktsalate vermeiden. • Kapitälchen machen sich auch gut. 10 am • Also, kürzestmöglich wäre das obige Beispiel Sa, 1/25, 10 am Schon viel machbarer, oder?
  14. 3 Punkte
    Ich sehe dort arabische Zahlen …
  15. 3 Punkte
    Hakennasennatter Kam heute bei „Wer weiß denn sowas?“ vor und der Pflaume ist beim Vorlesen der Frage auch gestolpert. Wäre ich wohl auch wegen der vielen Doppelenns, die keine sind. Doppelenns
  16. 3 Punkte
    OT, aber nicht ganz: Ich muss gerade wieder mal Rätsel erfinden und suche dazu auch Anagramme ... zu Sachsen-Anhalt kam dies dabei heraus: Haschnasental. Frohes Neues!
  17. 2 Punkte
  18. 2 Punkte
    Ralf hat recht! Die genaue Schrift, die damals im Satz für die Bücher verwendet worden ist, hieß Sorbonne. Sorbonne war Bertholds Handsatz-Version von Cheltenham (die sie vielleicht sogar kurz nach 1900 von dem American Type Founders Company lizenzierte, aber dazu weiß ich nichts konkretes). Jedoch hat jemandem (Intertype? Typograph? Monoline?) die Sorbonne für den Maschinensatz irgendwann übernommen. Das Buch wurde in der Leipziger Offizin Andersen Nexö mit der Maschinensatz-Version von der Sorbonne gesetzt und gedruckt.
  19. 2 Punkte
    Sollten nicht alle Schriftsteller in der Lage sein, einzelne Buchstaben richtig zu beugen?
  20. 1 Punkt
    Diese Meinung spielt keine Rolle. Die Regeln gelten trotzdem.
  21. 1 Punkt
  22. 1 Punkt
    "Design in Stein" ist aus der https://www.whatfontis.com/FF_Stevekern.font oder https://www.whatfontis.com/FF_Steve-Regular.font
  23. 1 Punkt
  24. 1 Punkt
  25. 1 Punkt
    Steiermark ist schon berühmt für Kürbiskernöl
  26. 1 Punkt
  27. 1 Punkt
    Einige Bereiche von „Dokument einrichten“ werden auch in der Eigenschaften-Palette dargestellt. Eventuell genügt dir das ja ...
  28. 1 Punkt
    ein schönes Wort - Danke, Herr Schumacher!
  29. 1 Punkt
    Vorbeitrittshilfen (gesehen auf tagesschau.de; wenn die EU Arschtritte verteilt)
  30. 1 Punkt
    Dazu müsste ich die Beleidigungen kennen. Mal ganz ehrlich: Wenn ich keinen Kommentar über den Dateinamen abgegeben hätte, weil ich der einzige war, der ihn überhaupt angeschaut hat, wär das Thema hier gar nicht aufgepoppt. Der Dateiname enthält eine Beleidigung, richtig, aber es ist meiner Meinung nach keine Beleidigung "in einem Dateinamen versteckt", dazu hätte der Dateiname offen ersichtlich sein müssen.
  31. 1 Punkt
    Natürlich geht es uns was an. Dich auch. Du lebst in Deutschland. Das bringt Pflichten mit sich. Da darfst du eben nicht so einfach mit den Schultern zucken, wenn Minderjährige … (siehe oben). Obendrein dürfte der Dateiname (klar an eine identifizierbare Person gerichtet), den Beleidigungsstraftatbestand erfüllen. Mindestens.
  32. 1 Punkt
    Wie? Winselschön? In etwa so? ;-)
  33. 1 Punkt
    Zeig doch mal Beispiele! So grundsätzlich ist immer schwer zu sagen, was passt. Bzw. habt ihr im Vorfeld keine Einführung zu Schriftklassifikation oder Schriftmischung gehabt? Das wäre ja eher Job deines Dozenten euch da aufzuklären ... Allerdings auch eure Arbeit zu begleiten und Tipps zu geben. Darüber hinaus kannst du hier natürlich gerne weitergehende Einschätzungen bekommen, wenn du mal zeigst, was dir gefällt oder was deiner Meinung nach passend wäre. Probiere aus, mach dir ein Bild und sammle Erfahrungen – dabei geht es in der Ausbildung, und nicht darum perfekte Entwürfe aus dem Hut zu zaubern. Das widerspricht sich m. E. Wenn es kalt wirken soll, würde ich kein warmes Papier nehmen, da kann die blaue Schrift gar nicht kalt wirken, weil das Papier immer durchkommt. Auch hier ausprobieren und Erfahrungen sammeln!
  34. 1 Punkt
    Vielen Dank für Deine Antwort, @D2C! Ich beobachte mit Spannung, ob sich noch jemand mit weiteren Informationen findet. Das Wenige, was ich noch recherchieren konnte: Bei Luc Devroye und auch andernorts findet man die Angabe, dass Friedrich Pustet eine "Neue Kirchenschrift" aus der Bauerschen Gießerei exklusiv nutzte, die J. Chr. Bauer um 1890 (so Devroye, nach anderen 1850-1861) geschnitten hatte. Allerdings soll es sich dabei um eine Renaissance-Antiqua gehandelt haben. Kann das jemand bestätigen? Leider stehen mir keine Schriftmuster zur Verfügung. Ansonsten ist die gesuchte Schrift eine ausgesprochene Spezialschrift, die möglicherweise ausschließlich von Fr. Pustet genutzt wurde. Dafür spricht, dass die Schrift auf den Satz lateinischer liturgischer Texte zum Gebrauch bei schlechten Lichtverhältnissen optimiert ist (entspr. Sonderzeichen, die sehr klotzigen Akzente); außerdem war Pustet seinerzeit einer von nur drei Verlagen weltweit, die amtliche Texte der katholischen Kirche drucken durften (die anderen waren Desclée et Cie. in Tournai und die Typographia [Polyglotta] Vaticana in Rom). Andere hatten dafür also keine Verwendung. (Desclée, berühmt für den Druck von Quadratnotation, benutzte zuletzt m.W. eine Goudy, die Typographia Vaticana eine Romana, die dort "Elzeviriana" genannt wurde, und später eine Garamond.) Gut möglich also, dass dazu überhaupt nichts Schriftliches existiert. Ich habe nun aus der Not heraus begonnen, die Schrift selbst zu digitalisieren. Mein Erstlingswerk in dieser Richtung -- mal sehen, ob's was wird... PS: Einen Fehler in meinem ersten Post muss ich noch korrigieren: Die Auszeichnungsschrift ist natürlich überall die Weiß-Antiqua; die Genzsch-Antiqua verwendet Pustet zwar meist zusätzlich, aber nicht in diesem Beispiel.
  35. 1 Punkt
    Marx-Engels-Werke Kein kniffeliges Wort in diesem Sinne, aber als ich die Überschrift las, dachte ich, die beiden waren doch keine Industriellen? Oder gibt es Industrieunternehmer gleichen Namens? Dass es um Bücher geht habe ich erst im Beitrag gerallt
  36. 1 Punkt
    Ich lese dort 672 156 438 Soweit ich weiß, gibt es für die arabischen Zahlen unzählige Schreibweisen, je nach Herkunft, Schreiber, Volksstamm, Sprache und so weiter. Mal so wie es in meinem link dargestellt ist, aber auch gespiegelt, wie die 3 auf deiner Box. Ralfs Vorschlag, das jemand Arabisch Sprechenden zu zeigen, kann aber sicher für Klarheit schaffen.
  37. 1 Punkt
    i ich würde noch klugscheißerisch anmerken wollen, dass "Wutz" auf pfälzisch das weibliche Schwein bezeichnet... trotzem: hübsch isser, der Hüpfer...
  38. 1 Punkt
    Ich war am Wochenende mal ein bisschen Buchstaben sammeln … :) Auf einer zehnminütigen Busfahrt kam ich an folgenden vier Schmuckstücken vorbei. Der wahre Typograph braucht eben (fast) nur eine Schrift … :| Handarbeit :wink: Und das darf auch nicht fehlen: Für den Futura-Fan: Hübsch: Edit: Bild neu geladen
  39. 1 Punkt
    Nachteile eines Schlafwanderers. Klingt nach einem spannenden Titel für ein Buch oder ein klassisches Musikstück.
  40. 1 Punkt
    Hallo Zusammen, ich habe mich eine Weile nicht mehr aktiv gemeldet, aber das Forum nach wie vor fast täglich besucht. (Insbesondere "Typografische Fundstücke" und "Kniffliges Wort".) Ich hatte mit meiner Schwester eine Diskussion über beigefügten Schriftzug / Logo: Meiner Meinung nach funktioniert der Schriftzug nicht, weil das B, das E und auch das D nicht funktionieren / keine gute Figur machen. Und gerade das B wird dann bei den würfelförmigen Verpackungen eines dieser Artikel der Marke (ich glaube es war eine Duftkerze) in maximaler Größe abgebildet ... Was ist Eure Meinung zu dem Schriftzug? Vielleicht bin ich auch falsch gewickelt bzw. erkenne ich die Ästhetik nicht ... PS: Das Y, das R und das O finde ich ja ganz angenehm. Grüße Gregor
  41. 1 Punkt
    sind sie doch bereits, sie werden ja weiterhin verwendet, wenn auch nicht mehr so oft wie in den 30ern. das antilopen-gang-plakat ist ein schönes beispiel um zu zeigen wie man den nazis ihre symbole wegnehmen und umdeuten kann. siehe auch: http://rechtsgegenrechts.de
  42. 1 Punkt
    Die Serifenlose Inter von Rasmus Andersson wurde ursprünglich für Computerbildschirme entwickelt und verfügt über eine hohe x-Höhe, um die Lesbarkeit von gemischtem und kleinem Text zu erleichtern. 9 Strichstärken, entsprechende Kursive und über 2.350 Zeichen pro Schnitt bieten unter anderem eine erweiterte lateinische, kyrillische und polytonische Sprachunterstützung sowie zahlreiche OpenType-Funktionen. Die kostenfrei verfügbare Fontfamilie ist außerdem als Variabler Font erhältlich.
  43. 1 Punkt
    Mit »Making Fonts!« erschien im Verlag Hermann Schmidt Mainz ein Einsteigerbuch zum Thema Schriftgestaltung. Geschrieben und gestaltet wurde es von den schriftaffinen Designerinnen Chris Campe (All Things Letters) aus Hamburg und Ulrike Rausch (LiebeFonts) aus Berlin. Auf etwas über 200 farbigen Seiten wird der Leser in das Feld der professionellen Schriftgestaltung eingeführt. Da dies ein weites Feld ist, beschränkt sich das Buch zu Recht auf das Entwerfen von dekorativen Schaugrößenschriften. In diesem Rahmen werden jedoch alle notwenigen Details beleuchtet und Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Nach einigen Grundlagen (»Type-Design Basics«) im ersten Kapitel, geht es im Rest des Buches praxisnah um die Gestaltung einer vertriebsfähigen dekorativen Schrift. Von den Ideen bis zum fertigen Produkt werden dabei alle typischen Schritte durchlaufen und erklärt. Vom Entwurf (Kapitel »Schrift gestalten«), über den digitalen Ausbau im Schrifteditor (Kapitel »Fonts anlegen« und »Fonts produzieren«) – bis hin zur Programmierung typischer OpenType-Funktionen. Der Fonteditor Glyphs wird im gesamten Buch beispielhaft verwendet und alle gezeigten Funktionen beziehen sich ausschließlich auf diesen. Auf die Grundlagen folgt ein Workshop-Kapitel, in dem einige Schriftstile (Handschrift, Schreibschrift, Schnurzugschrift, konstruierte Schrift) und -arten (Multiple-Master, Ebenen-Schriften) noch einmal separat besprochen werden. Im letzten Kapitel gibt es abschließend Tipps zum Thema Schriftlizenzen, Vertrieb und zum Marketing. Fazit: Schriftgestaltung ist ein großes, eigenes Berufsfeld und das zugehörige Wissen könnte viele Bände füllen. Making Type schafft mit der Beschränkung auf dekorative Schriften einen hervorragenden Einstieg in die Materie, der Lust auf mehr macht. Dazu trägt auch der lockeren Schreibstil der Autorinnen bei, der passend zum Buch eher wie eine Workshop-Begleitung, denn ein autoritäres Lehrbuch gehalten ist. Das Buch ist durchweg erfreulich praxisnah geschrieben und beantwortet unzählige Fragen, die Einsteiger typischerweise haben. Mein einziger Kritikpunkt: Der Klappentext verschweigt, dass fast alle Kapitel des Buches auf dem nur für Mac OS verfügbaren Fonteditor Glyphs aufbauen. Zwar sind die gezeigten Schritte in der Schriftgestaltung prinzipiell auch auf andere Fonteditoren übertragbar, aber die anvisierte Zielgruppe der Einsteiger ist damit vermutlich überfordert. Bedenkenlos empfehlen kann ich das Buch also nur für Mac-Nutzer mit Zugriff auf zumindest die Demo-Version von Glyphs. Der passendere Untertitel des Buches wäre wohl »Der Einstieg ins professionelle Type-Design mit Glyphs« gewesen. Übrigens ist das Buch somit auch ein perfektes Einsteigerbuch für alle, die Glyphs bereits besitzen und das Programm besser kennen lernen möchten. Selbst wer tiefer in die Materie einsteigen möchte und etwa auch Grotesk- und Antiqua-Familien entwickeln möchte, findet in Making Type einen guten, didaktisch aufbereiteten Überblick über die typischen Arbeitsschritte in Glyphs. Daten zum Buch: Titel: Making Fonts! Der Einstieg ins professionelle Type-Design Autoren: Chris Campe, Ulrike Rausch veröffentlicht: 2019 Verlag: Verlag Hermann Schmidt Mainz Sprache: deutsch Seiten: 216 ISBN: 9783874399098 Format 18×26 cm Mattfolienkaschierter Festeinband bei Amazon aufrufen (Partnerlink)
  44. 1 Punkt
    So ein PDF ist doch fein, da sieht man, womit wir es zu tun haben. Danke! Vorab: Die Ligaturen st und tz sollten nur in Schmuckzeilen verwendet werden. Im Fließtext haben sie das Potential, Leser irre zu machen, weil diese kleinen Bögen und Kringel den Lesefluß empfindlich stören. Die Libertine einzuordnen, fällt mir nicht ganz leicht. Einerseits hat sie viel von der Baskerville, dann aber wieder ein paar Details der französischen Renaissance-Antiqua. Es ist eine vorklassizistische Type wie die Times, aber in einer deutlich älteren Form hinsichtlich der Proportionen (kürzere Mittellänge) und Strichstärkenkontraste. Diese beiden Aspekte lassen sie in diesem PDF feiner wirken als die Times, also sie ist einfach nur kleiner und wirkt deshalb zarter. In der Vergrößerung sieht man, daß sie eher stabiler und rustikaler gebaut ist als die spitzige Times. Durch die kürzere Mittellänge fließt mehr Licht zwischen die Zeilen. Das verstärkt die Bandwirkung der Zeilen, was bei durchschnittlich 85 Zeichen pro Zeile das Lesen erleichtert. (Im Satz mit Worttrennungen wären es noch mehr Zeichen, das wäre nicht gut.) Außerdem ist die Laufweite etwas höher, auch das schafft einen Helligkeitsausgleich und macht das Lesen angenehmer gegenüber der zu eng gesetzten Times. (Die Laufweite ist für die Schriftgröße aber immer noch zu eng.) Die Wortabstände könnten wohl etwas enger sein, in beiden Schriften. In englaufenden Schriften muß man eher auf Viertelsatz gehen als auf Drittelsatz, der selbst für die Garamond in nur etwas größeren Graden, spätestens ab 16 Punkt, zu weit ist. Deutliche Schwächen: Halbgeviertziffern, die in »1,2« für eine falsche Raumvergrößerung zwischen 1 und Komma sorgen, nicht ganz so arg immerhin wie in der Times. Fehlendes Kerning, das in der dritten Zeile (nach der Überschrift) im letzten Wort für ein Loch zwischen W und e sorgt. Etwas schwächer als in der Times, wo sogar »Wissen« löcherig wirkt, eben weil die Schrift zu eng läuft. Sie ist falsch zugerichtet für diesen Schriftgrad. Beide Schriften sind für das Format zu schmal. Also insgesamt würde ich meinen: Beide sind ungeeignet für dieses breite Format. Die Linux Libertine ist aber von beiden die weniger schlechte Wahl, ich würde sie der Times vorziehen, wenn ich nur die Wahl zwischen diesen beiden hätte. Also wenn ich die Eingangsfrage eng beantworte: Die Linux Libertine ist für diesen Zweck (Word-Standard) die bessere Schrift als die Times. Das alles bedeutet nicht, daß die Schriften nicht gut sind. Arno Enslin wies bereits darauf hin, und in meinem PDF habe ich gezeigt, daß die Times keine schlechte Schrift ist. Über die Wirkung einer Schrift entscheidet die Anwendung mit. Und es mögen so viele Leute die Voreinstellungen von Textverarbeitungsprogrammen für alles mögliche verwenden, wie Gott will, kaum etwas davon kann gut werden, und die Schriften selbst können trotzdem nichts dafür. Wenn man die beiden Schriften gut setzt, wird man vielleicht zwei gleich gute Ergebnisse erhalten. Sie sind als schmale Schriften für ähnliche Zwecke gemacht, nämlich viel schmalere Formate als DIN A4. Mit Kerning, proportionalen Ziffern und eben gut gesetzt mögen sie beide bestehen. Das kann nur ein Versuch zeigen, der für diese Fragen hier aber nicht nötig ist. Ich würde aber auch empfehlen, im Studium die Typografie nicht zu beachten und die schriftlichen Arbeiten vor allem inhaltlich zu polieren. Eine gute Form kann man sich später zulegen; man kann sie sich sogar machen lassen. So wie Anzüge und Schuhe. Das ist doch ein schöner Luxus. Wenn man ein wenig von der Sache versteht, kann man auch besser mit seinem Designer sprechen und dessen Arbeit genauer prüfen. (In meinem Buch gibt es ein 19seitiges Kapitel namens »Mit Designern reden«.) Wenn ich Briefbogen entwerfe, bekommen meine Kunden nicht nur Köpfe, sondern den Entwurf eines vollständigen Briefes. Ich habe auch schon Typoskripte entworfen für geisteswissenschaftliche Arbeiten für Autoren, die es nicht aushalten, mit dem Word-Standard zu schreiben. Das kann man bei jedem Grafikdesigner in Auftrag geben und dabei ein so schönes Luxuserlebnis gewinnen wie bei der Anfertigung eines Anzugs beim Schneider. Und Briefe können weit reisen, ohne wie Anzüge zu zerknittern.
  45. 0 Punkte
    Ah ja. Wieder was gelernt. Auch, dass die Steiermark das Thüringen Österreichs ist.
  46. 0 Punkte
    Deswegen steht da ja auch Gott helf mir diese Tür aufzuwuchten.
  47. 0 Punkte
    Danke, aber es geht mir mehr um das Datum.... 1/25... oder 1-25.... oder wie auch immer 🙂
  48. 0 Punkte
    😉Ich glaube das schenke ich meiner Frau 😎
  49. 0 Punkte
    Das Wort ist typografisch ungeschickt gesetzt ... Die Autor-E-Flexion beugt mit einem elektronisch gesteuertem Gerät den Autor selbst, während er schreibt, das beugt Rückenbeschwerden durch zu langes Sitzen vor ...
  50. 0 Punkte
    Haftbuchstaben kämen dazu in Beugehaft …
Zeitzone: Berlin/GMT+01:00
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