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  1. 6 Punkte
    Die Sitka ist ein von Matthew Carter gestalteter Systemfont, der ab Version 8.1 mit dem Windows-Betriebssystem ausgeliefert wird. Für beste Darstellung und Leserlichkeit in allen Schriftgraden verfügt die Schrift über ganze 6 optische Größen, die bei entsprechender Software-Unterstützung automatisch aktiviert werden. Sitka Small, Einsatz < 9,7 Punkt Sitka Text, Einsatz ≥ 9,7 < 13,5 Punkt Sitka Subheading, Einsatz ≥ 13,5 < 18,5 Punkt Sitka Heading, Einsatz ≥ 18,5 < 23,5 Punkt Sitka Display, Einsatz ≥ 23,5 < 27,5 Punkt Sitka Banner, Einsatz ≥ 27,5 Punkt Die 6 optischen Größen sind für alle 4 Grundstile (normal, kursiv, fett, fett kursiv) verfügbar. Somit besteht die Schriftfamilie insgesamt aus 24 Schnitten, jeweils mit lateinischer, kyrillischer und griechischer Belegung.
  2. 5 Punkte
    Hanzipen ist eine digitalisierte Druckbuchstaben-Handschrift des taiwanischen Schriftlabels DynaComware. Neben der CJK-Belegung, für die sie entwickelt wurde, enthält sie aber auch die lateinischen Schriftzeichen. Hanzipen ist im Betriebssystem Mac OS 10 (ab Version Mavericks) enthalten und umfasst zwei Strichstärken (regular, bold).
  3. 4 Punkte
    Die FF Hertz zielt mit ihrem geringen Strichstärkenkontrast und der relativ großen Laufweite besonders auf den Einsatz in Textgrößen. Der Book-Schnitt ist ziemlich kräftig und eignet sich daher gut für die Darstellung auf e-Ink-Displays, die den Text dünner erscheinen lassen, als er ist, oder um ein traditionelles kräftiges Druckbild zu erreichen. Die Schriftfamilie umfasst zwei Kapitälchensätze: Einen größeren, der Abkürzungen und Akronyme nicht zu sehr aus dem Text hervorstechen läßt, und einen kleineren, der optisch auf der Höhe der Kleinbuchstaben bleibt. Es gibt sechs Strichstärken mit zugehörigen Kursiven. In allen aufrechten sowie allen kursiven Schnitten nimmt jede Glyphe den gleichen horizontalen Platz in allen Fettegraden ein, so daß ein Wechsel zwischen verschiedenen Fettegraden möglich ist, ohne dass sich der Textumbruch ändert. Der Entwurf begann mit einer Zeichenübung im Fonteditor mit heruntergesetzter Auflösung (einer Technik, die von Tim Ahrens vorgeschlagen wurde, um sich zuerst auf die groben Proportionen einer Schrift zu konzentrieren und sich nicht zu früh in Details zu verlieren), die sich schnell zu einem größeren Projekt auswuchs. Die FF Hertz vereint Einflüsse aus Hermann Zapfs »Melior« und seiner vergessenen »Mergenthaler Antiqua«, Ziffern aus der Schreibmaschine von Jens’ Mutter, und, besonders in den Kursiven, alte deutsche Kartographiealphabete.
  4. 4 Punkte
    Die Rund-Grotesk ist eine geometrische Groteskschrift, die ab 1931 bei der Stuttgarter Schriftgießerei C. E. Weber als Hausschnitt ohne Gestalterangabe erschien. Wie ihre Vorläufer, zum Beispiel Kabel, Erbar-Grotesk und Futura, benutzt die Schrift geometrische Gestaltungsprinzipien, ohne gänzlich von traditionellen Antiqua-Formen abzurücken. Damit behält die Schrift eine ausreichende Lesefreundlichkeit und ist somit nicht gänzlich auf Schauanwendungen beschränkt. Auffällige Charakterzüge der Rund-Grotesk sind die großen Oberlängen und das f mit Unterlänge. Es wurden im Laufe der 1930er-Jahre insgesamt sechs Schnitte (normal, kursiv, halbfett, fett, kursiv fett und schmalfett) veröffentlicht. Eine Digitalisierung in bislang vier Schnitten fertigte Frédéric Krauser als seine Bachelor-Arbeit an der Bauhaus-Universität Weimar im Jahr 2012.
  5. 4 Punkte
    Die FF Franziska von Jakob Runge wurde an der »Muthesius Kunsthochschule« in Kiel unter der Leitung von Albert-Jan Pool und Prof. André Heers im Jahr 2012 als Masterarbeit begonnen. Ab 2013 wurde die Schrift für die FontFont-Bibliothek ausgebaut und verfeinert. Sie erschien dort im Juni 2014. Der kräftig-robuste Schriftentwurf spielt mit einer Mischung von Antiqua- und Egyptienne-Elementen. Die Kursive ist nur leicht geneigt und zeichnet sich durch ihren kräftigen, scharfkantigen Schnitt aus. Eine Reihe von Piktogrammen, einschließlich verschiedener Pfeile und Dingbats, ergänzen den üblichen Zeichenumfang der FontFont-Schriften. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Die Familie ist in 10 Strichstärken (Hairline bis Black) in aufrechten und kursiven Schnitten erhältlich.
  6. 4 Punkte
    Die Gotham enstand ursprünglich als exklusive Hausschrift für das Männermagazin GQ. Dazu studierte Tobias Frere-Jones alte Beschilderungen New Yorks. Ein Gebäude, das Port Authority Bus Terminal, hatte es ihm dabei besonders angetan und wurde der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Gotham. Natürlich erhielt die Schriftfamilie im Vergleich zu den Versalvorlagen auch Kleinbuchstaben. Diese wurden im Grundcharakter geometrisch ausgeführt, jedoch ohne allzu große Strenge. Nachdem die Schrift nicht mehr exklusiv war, wurde sie rasch zu einem Bestseller, insbesondere in Nordamerika. Mittlerweile ist die Familie in 64 Schnitten (8 Strichstärken in jeweils 4 Weiten) verfügbar.
  7. 4 Punkte
    Die Palatino ist neben der Optima die bekannteste Schrift Hermann Zapfs. Seit ihrem Erscheinen zur Mitte des 20. Jahrhunderts findet sie sich in regelmäßiger Anwendung. Benannt ist die Schrift nach dem Italiener Giovanbattista Palatino, einem Schreibmeister des 16. Jahrhunderts und Zeitgenossen von Michelangelo und Claude Garamond. »Hermann Zapf wies mit dieser Schrift überzeugend nach, daß auf den Grundlagen der Renaissance immer noch weitergebaut werden kann, daß es hier immer noch genügend Möglichkeiten zum Variieren verschiedener Details der Schriftzeichnung gibt, durch die die Individualität der eigenen Auffassung ausgedrückt werden kann« heißt es in Die schöne Schrift von František Muzika Korrekturphasen der Palatino Kursiv (hier noch unter dem später verworfenen Namen Medici) Zapf baut seine Palatino auf antike Proportionen auf und haucht ihnen dabei kalligrafischen Charakter ein. Die Schrift läuft vergleichsweise weit. Dies macht die Schrift jedoch auch besonders robust und lesefreundlich. Schlichte Einführung eines Klassikers im Jahr 1950 Buchstabenbelegung in der Bleisatzversion von 1950 Die Entwürfe von Hermann Zapf (rechts) wurden von August Rosenberger (links) für den Bleisatz geschnitten Der erste Druck in einem Probegrad erfolgt 1949 in dem Buch »Von der dreifachen Ehrfurcht, Gedanken Goethes über Erziehung zu edlem Menschentum« als Privatdruck der Schriftgießerei D. Stempel. Die Schrift erscheint dann 1950 für Hand- und Linotypesatz. Eine leichtere Version der Palatino wurde von Linotype unter der Bezeichnung Aldus Antiqua herausgebracht. Zugehörig waren ebenfalls die Versal-Alphabete Michelangelo, Sinista und Phidias. Die Palatino Nova (2005) ist eine moderne Überarbeitung für den Digitalsatz durch Akira Kobayashi. Die neue Version vermeidet die Einschränkungen von Blei- und Fotosatz und ist auch im Zeichenvorrat den heutigen Erfordernissen angepasst. Die Michelangelo heißt nun Palatino Nova Titling und die Sinista wurde in Palatina Nova Imperial umgetauft. Mit der Palatino Sans bekam die Palatino im 2006 eine serifenlose Schwester. 2013 erschien zudem eine eText-Version in 4 Schnitten (normal, kursiv, fett, fett kursiv) speziell für den Einsatz auf elektronischen Lesegeräten. Die Überarbeitung erfolgte in diesem Fall von Toshi Omagari.
  8. 3 Punkte
    Die Meret von Nils Thomsen erschien ursprünglich 2011 über OurType und ist seit 2018 in einer überarbeiten Fassung bei TypeMates erhältlich. Die Schriftfamilie orientiert sich an den beiden grundlegenden Schreibwerkzeugen der Schriftgeschichte: der Breit- und der Spitzfeder. Das Resultat ist eine robuste Text-Schrift die mit acht Strichstärken – die Hälfte für Textgrößen ausgelegt. Die Kursive ist schlicht gehalten, besitze aber eigenständigen Charakter. Ein Einblick in die recht analytische Recherche zu den Schriftformen und Entscheidungen während Thomens Zeit in der Schriftgestaltungsklasse »Type and Media« an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Den Haag ist hier (auf Englisch) nachzulesen.
  9. 3 Punkte
    CamingoSlab ist eine serifenbetonte Variante der 2008 erschienenen CamingoDos. Die Familie ist in sieben Strichstärken mit zugehörigen Kursiven verfügbar. Alle Schnitte verfügen über eine erweiterte lateinische Belegung und man hat die Wahl zwischen einer Standardvariante mit 510 Glyphen und den Pro-Schnitten mit 830 Glyphen. Nur in letzteren steckt die OpenType-Funktionalität für Kapitälchen, zehn Ziffernsets und stilistische Alternativen.
  10. 3 Punkte
    Tuna ist eine lebhafte, zeitgenössische Fließtextschrift mit kräftigen Serifen, die sowohl für die Verwendung am Bildschirm als auch für den klassischen Buchsatz optimiert wurde. Die Schriftfamilie verfügt über 10 Schnitte. In den jeweils über 700 Glyphen steckt eine erweiterte lateinische Belegung, Kapitälchen und 5 verschiedene Ziffernsets.
  11. 3 Punkte
    Die Dunbar von CJ Dunn basiert auf der Erbar-Grotesk von Jakob Erbar aus den 1920er-Jahren. Statt einer bloßen Digitalisierung ist die Dunbar jedoch eine umfassende Neubearbeitung des ursprünglichen Entwurfs mit umfangreicher Zeichenbelegung und zahlreichen OpenType-Funktionen. Die Familie ist in drei optischen Größen erhältlich: Tall (neun Strichstärken), Text (vier Strichstärken) und Low (sieben Strichstärken).
  12. 3 Punkte
    Die Pensum Pro von Nils Thomsen hat ihren Ursprung in Formübungen mit der Breitfeder und dem Pinsel in der Klasse von Peter Verheul, während Nils’ Zeit 2009 bei Type and Media in Den Haag. Die Schriftfamilie ist primär für Textgrößen gestaltet und bietet neun Strichstärken von Thin bis Black plus zugehöriger Kursiven. Die markanten Serifen zusammen mit dem geringen Kontrast optimieren die Schrift für lange Lesetexte z.B. in Magazinen oder Büchern. Mitunter können die scharfkantigen Details, welche im Kontrast zu pinselartigen und weichen Formen stehen, in großen Überschriften oder kursiven Zitaten punkten. Die Pensum Pro beinhaltet rund 1050 Zeichen mit etlichen OpenType-Features. Hinzu kommt der umfangreiche Sprachausbau von rund 90 Sprachen (Adobe Latin 3).
  13. 3 Punkte
    Die Canto von Richard Lipton basiert auf den Untersuchungen Edward Catichs zur Entstehung römischer Inschriften durch den Pinsel als formbestimmendes Schreibwerkzeug. In der Canto wird dieser Duktus auf eine heutige, doppelhäusige Antiqua-Familie übertragen. Die römischen Capitalis-Monumentalis-Versalien verbinden sich dabei mit dem Duktus humanistischer Kleinbuchstaben. Kapitälchen und ausladende Schwungbuchstaben gehören ebenfalls zum Zeichenvorrat. Die zwei Strichstärken sind jeweils in vier verschiedenen Version erhältlich. Einer normalen (»strengen«) Version, einer etwas bewegteren Version (»Pen«) sowie zwei Display-Versionen, deren Strichführung deutlich die Schreibung mit dem Pinsel hervortreten lässt.
  14. 3 Punkte
    Die Century Schoolbook ist eine Abwandlung der Hausschrift des Century-Magazins. Morris Fuller Benton gestaltete die Century Schoolbook im Auftrag des Schulbuch-Verlages Ginn & Co. Die ursprüngliche Century war gestalterisch auf den Magazin-Satz ausgerichtet. Das Buchstabenbild und die Zwischenräume waren eher eng und feine Details, wie die vertikal lang gezogenen Serifen, verliehen der Schrift eine gewünschte Eleganz. Bei der Century Schoolbook lag der Fokus auf der Leserlichkeit. Das Buchstabenbild und die Zwischenräume sind weiter gehalten. Die Strichstärke ist größer und mit weniger Kontrast gezeichnet. oben: Century Expanded, unten: Century Schoolbook Digitale Versionen als Century Schoolbook oder New Century Schoolbook gibt es zum Beispiel von Linotype, Bitstream, Scangraphic und URW++. Adaptionen unter anderem Namen sind die Grad (Mark Simonson) und die Augustea BQ (Berthold).
  15. 3 Punkte
    Die Rabenau (früher Lucinde) ist eine Antiqua-Schrift von Axel Bertram und erschien 2011 bei Linotype. Ab dem Jahre 2003 wirkte der Kalligraf und Schriftgestalter Andreas Frohloff am Ausbau und der Fertigstellung der 16 Schnitte der Schriftfamilie mit. Rabenau wurde durch verschiedene Quellen inspiriert: von Alphabeten für Buch-Cover bis hin zu Schreibmaschinenschriften und sogar englischen Schriften vom Anfang des 19. Jahrhunderts (z.B. denen, die der erfahrene Drucker William Bulmer verwendete). Die Familie ist in vier Strichstärken (regular, book, semibold, bold) erhältlich. Zusätzlich gibt es schmale und Poster-Schnitte sowie eine lichte Version. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen
  16. 3 Punkte
    Als Vorlage für die Galliard von Matthew Carter dienten Schriften, die Robert Granjon Mitte des 16. Jahrhunderts schuf. Für die Antiqua war dies die von Plantin in Antwerpen 1567 angeschaffte Gros Cicero, für die Kursive die 1570 im Auftrag Plantins geschnittene Ascendonica Cursiue (20 Punkt Didot). Granjons Gros Cicero fällt insbesondere durch ihre für die Zeit vergleichsweise große x-Höhe auf. Die Kursive gibt sich äußerst lebendig und charakterstark. Außerdem besitzt sie auffällige Schwungbuchstaben und Ligaturen, die sich zumindest teilweise in der ITC Galliard wiederfinden. Die Bezeichnung Galliard geht auf die von Granjon geschnittene 8-Punkt-Antiqua zurück, die dieser nach einem Volkstanz »La Gaillarde« benannt hatte. Die Veröffentlichung der Schrift zog sich lange hin, denn ihre Entwicklung fiel im Sinne der Schrifttechnik auf turbulente Zeiten. Die Entwürfe entstanden zunächst für das Linofilm-System, das eine Einteilung der Buchstabenbreiten auf 18 Einheiten verlangte. Nach zwei Versuchen, die Feinheiten der Schrift in diesem System akzeptabel wiederzugeben, wurde das Projekt zunächst fallengelassen. Mit dem später erschienenen Linofilm-Quick-System war die technische Ausgangslage besser, jedoch war das System an sich kein Verkaufsschlager, sodass es auch hier zu keiner Veröffentlichung der Galliard kam. Erst mit dem Linotype-VIP-System mit 54 Einheiten wurde das Projekt schließlich realisiert und die Schrift erschien 1978 in vier aufrechten und kursiven Schnitten. bei MyFonts herunterladen Drei Jahre später übernahm ITC die Rechte an der Schrift und verhalf ihr weltweit zu einer großen Verbreitung. Durch die im PostScript-Format üblichen 8-Bit-Zeichensätze war der Zeichenumfang zunächst gegenüber den Originalentwürfen geschrumpft. Jedoch gibt es heute wieder Pro-Versionen mit größerem Zeichensatz inklusive verschiedener Ziffernsets, Ligaturen und Schmuckbuchstaben. Für Lesetexte am Bildschirm kam 2013 noch eine von Carl Crossgrove überarbeitete eText-Version in vier Schnitten heraus.
  17. 3 Punkte
    Nach dem Schnitt der Post-Antiqua widmete sich Herbert Post einem Frakturschrift-Entwurf. Denn die geänderten politischen Verhältnisse Anfang der 1930er-Jahre ließen wenig Raum für die Anwendung seines Antiqua-Entwurfes. »Die Verleger suchen sehr nach einer uns zeitgemäßen Schrift. […] Es ist schade, daß ich mit dem Drucken in Antiqua aufhören muß, wenigstens vorerst …« schrieb Post in einem Brief. Schriftmuster der Post-Fraktur, Ende der 1930er-Jahre 1933 reiste Post nach Frankfurt/M. um durch Rudolf Kochs Sohn Paul Koch den Schnitt seiner Fraktur besorgen zu lassen. Die Bauersche Gießerei erklärte sich zur Anfertigung eines Probegusses bereit. Einfach und klar sollte die Fraktur werden. »Ich strebte eine Buch- und Leseschrift an. Sie sollte deutlich sein. Sie sollte die Vorzüge der klassischen Schriften eines Unger habe, der schon vor 100 Jahren versuchte die barocken Schnörkel zu vermeiden. Ich ging sogar soweit, daß ich möglichst wieder auf die Grundform in den Versalien ging. Ich nahm die Federform, die organische Form, um eine flüssigere Linie, den gesetzmäßigen Wechsel von dicken und dünnen Linien zu erhalten – aber beachtete streng, daß die Buchstaben im Schnitt auf die im Letterndruck sich ständig wiederholenden Typenform, also auf das Gesetz der Type abgestimmt sind. Dies scheint mir das Geheimnis in der Schriftgestaltung zu sein.« Die Veröffentlichung der Post-Fraktur gestaltete sich jedoch als schwierig. Die Bauersche Gießerei stellte sie zwar her, wollte sie jedoch nicht vertreiben, zumindest bis sich doch Interessenten meldeten und die Geschäfte an Post vorbeizugehen drohten. Es kam zum Streit, der darin mündete, dass Post die Matrizen und Stahlstempel gegen eine Zahlung von 500,– Mark auslöste. Post bot die Schrift in der Folge auch Karl Klingspor an. Dieser sah in ihr jedoch eine zu starke Ähnlichkeit zu Rudolf Kochs gerade erschienener Claudius und drohte daher mit rechtlichen Schritten, wenn die Schrift in den Handel kommen sollte. Rudolf Kochs Claudius in einer Digitalisierung von Ralph M. Unger 1937 einigte sich Post mit der H. Berthold AG in Berlin über den Vertrieb von Post-Antiqua und Post-Fraktur und im gleichen Jahr begann nun zügig der Ausbau und Schnitt beider Schriften. Neben dem normalen Schnitt begann auch die Arbeit an einer halbfetten Garnitur und Zierversalien. Beide kamen 1940 heraus. Die Schriftprobe zur Veröffentlichung der Post-Fraktur betont gleich auf der ersten Seite ausdrücklich, dass die Schrift bereits 1933 im Entwurf vorlag – also vier Jahre vor der Veröffentlichung der Claudius. Digitalisierungen der Post-Fraktur sind zum Beispiel über Delbanco-Frakturschriften und RMU Fonts erhältlich. bei MyFonts herunterladen
  18. 3 Punkte
    Die FF Quixo entstand als Frank Grießhammers Abschlussprojekt beim Typedesign-Studium an der königlichen Kunstakademie Den Haag. Jeder Schnitt basierte ursprünglich auf unterschiedlichen Schreibwerkzeugen. Nach dem Abschluss des Studiums wurde die Schrift noch einmal grundlegend überarbeitet und ausgebaut. Auch die starken stilistischen Unterschiede zwischen den Schnitten wurden zugunsten einer vielseitig einsetzbaren Schriftfamilie wieder reduziert. Die Familie verfügt über sechs Strichstärken, jeweils mit Kursiven. Die aufrechten Schnitte der Familie enthalten zusätzlich zu den Schriftzeichen eine Piktogramm-Belegung entsprechend der Zapf Dingbats. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen
  19. 3 Punkte
    Die FF Dora von Slávka Pauliková vereint in ihren 5 Schnitten Leserlichkeit und Charakterstärke. Der normale aufrechte Schnitt glänzt durch einen weichen, humanistischen Stil mit hervorragender Leserlichkeit. Die Schrift kann daher problemlos für Lesetexte in Büchern und Zeitschriften eingesetzt werden. Die kursiven und fetten Schnitte hingegen zeichnen sich durch ihre bewegte und kräftige Strichführung aus. In der Display-Version mit den bulligen Serifen und den tiefen, kantigen Einschnitten wurde der besondere Charakter der FF Dora noch einmal verstärkt und auf die Spitze getrieben. bei MyFonts herunterladen
  20. 3 Punkte
    Die von Paul Renner in den 1920er-Jahren geschaffene Futura gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Schriften des 20. Jahrhunderts. Zu Beginn dieses Jahrhunderts dominierten im deutschsprachigen Raum noch die gebrochenen Schriften. Am Bauhaus in Weimar und später in Dessau experimentierten Designer wie Herbert Bayer, Josef Albers und Joost Schmidt mit stark vereinfachten Alphabeten, die gänzlich aus geometrischen Grundformen zusammengesetzt sind und teilweise sogar auf Großbuchstaben verzichten. Doch die neuen Alphabete sind zu radikal, um als Gebrauchsschrift eingesetzt werden zu können. Inspiriert von den Ideen der Bauhäusler gelingt Paul Renner jedoch ein erfolgreicher Kompromiss. Er baut seine Futura ebenfalls auf möglichst einfachen Grundformen auf, orientiert sich aber dennoch an Lesegewohnheiten und schriftgestalterischen Konventionen, mit denen in Satzschriften visuelle Effekte ausgeglichen werden. So sind Kreisformen in der Futura nicht streng mathematisch, sondern nach optischen Gesichtspunkten konstruiert und auch Einläufe von Kurven in Stämme verjüngen sich, um Fleckenbildung zu vermeiden. In der allerersten Version 1927 hatte die Futura noch einige experimentelle Buchstabenformen als »Spezialfiguren«, die aber in der Folge aus den Mustern verschwanden und sich heute in aktuellen OpenType-Versionen wiederfinden.
  21. 3 Punkte
    »Sie will eine Schrift sein aus dem Geiste unserer Zeit entwickelt, zweckmäßig durchgestaltet wie eine moderne, von allen anerkannte und freudig bejahte Industrieform von heute.« Hermann Zapf, 1958 Die Anfänge der Optima gehen bis ins Jahr 1950 zurück. Damals studierte Hermann Zapf in Rom und Florenz alte Inschriften und kehre mit vielen Skizzen nach Deutschland zurück. Darunter befanden sich auch einige serifenlose Buchstaben, die Zapf wegen ihrer Einfachheit und Strenge besonders gefielen. Die Skizzen basierten auf Inschriften am Konstantinbogens in Rom und Grabplatten aus Santa Croce. Sie bildeten die Grundlage der Idee einer serifenlosen Schrift mit Wechselzug. Skizzen von Hermann Zapf aus Italien, die mangels Papier auf Lire-Scheinen ausgeführt wurden Die ersten Entwürfe zur Optima entstanden 1952 mit einer leicht schräg gestellten Breitfeder. Doch schon bei der Zeichnung der halbfetten Variante, zeigten sich Probleme mit diesem Ansatz. Die Schattenachse wurde daraufhin horizontal gestellt und die Optima entwickelte sich zu einer »ausgesprochen sachlichen Antiquaform«, wie Zapf den Entwurf beschrieb. Dabei mischt die Schrift geschickt die Prinzipien von Antiqua und Grotesk. Denn von der Strichführung her, ist die Optima eher eine Serifenschrift – nur besitzt sie eben gar keine Serifen. Mit Druck- und Prägeversuchen sowie fotografischen Reproduktionen wurde die Schrift weiter optimiert. Mit leicht verstärkten Grundstrichen und Strichenden, wie sie sich bereits in altrömischen Inschriften finden, konnte Zapf die Schrift robuster für die Drucktechniken der Zeit machen und die Schrift wurde auch für kleinere Lesegrade tauglich gemacht. Die Versalien zeigen eine klare Referenz zu den majestätischen Inschriften, wie man sie etwa von der Trajan-Säule in Rom kennt. bei MyFonts herunterladen Bei den Auszeichnungsgraden über 14 Punkt wehrte sich Zapf erfolgreich gegen die Einhaltung der deutschen Normalschriftlinie, die zu einer Kürzung der Unterlängen geführt hätte. Die Grundlinie wurde stattdessen höher gestellt und Schriftmischungen mussten also entsprechend ausgeglichen werden. Damals hieß es in den Broschüren: »Das Aufgabengebiet der Optima umfasst Kunst- und Fotobücher, technisch-wissenschaftliche Publikationen, Kataloge, Industriedrucksachen, Festschriften und Repräsentationsdrucke, Kinderbücher und Zeitschriften.« Die elegante, fast majestätische Anmutung verschaffte der Schrift viele Einsätze in modernen Inschriften bzw. Beschilderungen. Auch im Kosmetikbereich wird die Eleganz für Unternehmens- und Produktbezeichnungen immer wieder verwendet. Als Werkschrift, wie eigentlich anvisiert, konnte sich die Schrift eher nicht durchsetzen. Korrekturabzüge von Hermann Zapf aus dem Jahr 1958 Im Jahre 2002, mehr als 50 Jahre nach dem ursprünglichen Entwurf, wurde die Optima Nova veröffentlicht, die Zapf zusammen mit Akira Kobayashi entwickelt hatte. Die neue Optima verfügt nun über neue Schnitte (Light und mehrere Condensed-Schnitte), echte Kursivformen, Kapitälchen (selbst in der Kursiven) und einen speziellen Titelsatz-Schnitt mit Ligaturen.
  22. 3 Punkte
    Die Trivia ist eine Familie in 48 Schnitten. Štorm hatte immer wieder das Problem, Verlegern die verschiedenen Schriftklassifikation (Antiqua, Grotesk, Egyptienne etc.) und ihre möglichen Ausprägungen zu erklären. Mit dieser Schrift schuf er dazu eine Schriftfamilie als Paradebeispiel, die mit der Zeit immer weiter anwuchs. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen
  23. 3 Punkte
    »Andika – eine Grotesk mit Unicode-konformer Zeichenbelegung – wurde zu Alphabetisierungszwecken entworfen und berücksichtigt vor allem die Bedürfnisse von Leseanfängern. Das Hauptaugenmerk lag auf klaren, leicht zu erkennenden Formen, die dem Verwechseln von Buchstaben vorbeugen. Manche Lehrer in Alphabetisierungsprojekten bevorzugen serifenlose Schriftarten wegen ihrer gegenüber Serifenschriften einfacheren, weniger detaillierten Formen. Mitunter beschränkte diese Präferenz die Auswahl auf Schriftarten, die für Lese- und Schreibanfänger nur bedingt geeignet waren. Bisweilen mussten sogar mehrere Schriftarten für ein Projekt zum Einsatz kommen, um das erforderliche Zeichenrepertoire abzudecken; die Dokumente, die so entstanden, waren oft verwirrend und unschön. Diese Schwierigkeiten werden durch Andika behoben.« Für einige Zeichen (siehe Abbildung unten) gibt es zwei Formen, von denen jeweils eine handschriftnäher ist. Andika liegt bisher nur in einem Regular-Schnitt vor; weitere Schnitte (kursiv, fett, fettkursiv) sollen folgen.
  24. 2 Punkte
    Mikkel ist eine Schriftfamilie im lockeren Pinselduktus und als Sans- oder Script-Version mit je fünf Strichstärken erhältlich. Die Mikkel Script mit ihren geschwungenen Großbuchstaben und verbundenen Minuskeln ist insbesondere für Schaugrößen-Anwendungen mit heiterer Anmutung konzipiert. Intelligente OpenType-Funktionen ermöglichen knifflige Zeichen-Kombinationen im Lettering-Stil und verleihen Texten ein noch lebendigeres und trotzdem sauberes Erscheinungsbild. bei MyFonts herunterladen Neben über 1.000 Glyphen pro Schriftschnitt, einer erweiterten lateinischen Sprachunterstützung und vielen typografischen Extras wie Kapitälchen, mehreren Ziffernsets, Brüchen und Pfeilen verleihen die TypeMates der Familie mit zusätzlichen Symbolen im Cartoon-Stil das Sahnehäubchen.
  25. 2 Punkte
    Die Auszeichnungsschrift Ohio-Kraft ist eine 1922 veröffentlichte, fette Erweiterung zur Ohio-Schrift. Sie wurde von Paul Eduard Lautenbach für die Schriftguß AG entwickelt und auch über Trennert vertrieben. Digital ist die Ohio-Kraft heute als Neue Ohio Kraft (2017) über Walden Font Co. verfügbar. Die Ohio von Wiescher Design hat die gleichen Wurzeln, ist jedoch keine originalgetreue Digitalisierung.
  26. 2 Punkte
    Die Duos ist eine monolineare Schreibschriftfamilie von Underware. Sie setzt sich aus 10 Schnitten zusammen, die sich auf vier Grundstile verteilen: Die Sharp-Schnitte besitzen glatte Strichenden, die Round-Schnitte dagegen abgerundete. Die Brush-Schnitte zeigen eine kräftigte und scharfkantige Pinselstrich-Textur. Der einzelne Paint-Schnitt besitzt dagegen weichere Umrisse. Alle Schnitte besitzen über 1000 Zeichen mit vielen Alternativzeichen und einer erweiterten lateinischen Belegung.
  27. 2 Punkte
    Klainy ist die zweite Schrift des Schriftgestalters Moritz Kleinsorge. Die Groteskfamilie besteht aus acht Strichstärken mit zugehörigen Kursiven und verfügt über eine erweiterte lateinische Belegung mit mehr als 500 Zeichen pro Schnitt.
  28. 2 Punkte
    Das Formenprinzip der Quador beruht auf der Superellipse: Eher »eckige«, geschlossene Punzen, sowie flach einlaufende Rundungen in die Stämme und hohe Mittellängen vergrößern die Binnenräume. Die gerundeten Serifen geben der Schrift laut Designer einen freundlichen Charakter. Quador ist in 6 Strichstärken mit echten Kursiven verfügbar. 1.115 Zeichen inklusive 187 kontextbedingten Alternativzeichen und Ligaturen, Kapitälchen, Bruchziffern, hoch- und tiefgestellte Ziffern, tabular und proportional etc. sollen alle typografischen Wünsche erfüllen. Quador unterstützt mindestens 33 Sprachen (OpenType Pro) und enthält auch das kyrillische Schriftsystem.
  29. 2 Punkte
    Dieter Hofrichter hat mit der Carrara eine gut lesbare, unaufdringliche, »moderne Transitional-Antiqua« geschaffen, die sich für alle Arten von Text eignet. In größeren Schriftgraden kommen die individuellen Details gut zur Geltung. Die Schrift ist mit 12 Schnitten (von Extra Light bis Black mit entsprechenden Kursiven) und jeweils über 700 Zeichen, darunter Ligaturen, Kapitälchen, alle Arten von Ziffern, Pfeilen und OpenType-Funktionen gut ausgebaut. Den Light-Schnitt gibt es als kostenlosen Download. Ein Versal-Eszett ist leider nicht vorhanden.
  30. 2 Punkte
    Die Cavolini von Carl Crossgrove ist eine Schriftfamilie mit acht Schnitten, (Regular, Italic, Bold, Bold Italic, Condensed, Condensed Italic, Condensed Bold, Condensed Bold Italic). Die Buchstaben sind einer Pinselschrift mit deutlich sichtbaren Strichansätzen und gerundeten Abschlüssen nachempfunden. Die Schrift wurde vor allem für die Darstellung auf kleinen Bildschirmen gezeichnet und auf gute Lesbarkeit hin optimiert, eignet sich aber auch für Print-Anwendungen. Sie ist mit 687 Glyphen (inklusive Griechisch und Kyrillisch) recht gut ausgebaut. Eine abgespeckte Regular-Version mit deutlich eingeschränktem Zeichenvorrat findet sich zum kostenlosen Download im Netz als Cavolini Condensed FlipFont.
  31. 2 Punkte
    Die Atlan von Jorge Cisterna Daniel Hernández knüpft an die Gestaltung geometrischer Groteskschriften (wie Kabel und Erbar Grotesk) der 1920er-Jahre an. Die Atlan ist in acht Strichstärken mit Kursiven ausgebaut. In den 463 Glyphen steckt eine erweiterte lateinische Abdeckung, jedoch kein OpenType-Ausbau in Gestalt von Kapitälchen, verschiedenen Ziffernset oder Ähnlichem.
  32. 2 Punkte
    Andron MC ist ein Satz von 3 Andron-Fonts, bei denen die Kleinbuchstabenpositionen mit Unzialformen bzw. Mittelbuchstaben (engl. middlecase – MC, im Vergleich zu uppercase und lowercase) belegt sind. Die Mittelbuchstaben haben eine zwischen Minuskel-x-Höhe und Majuskel-x-Höhe liegende x-Höhe, sie haben in den Fonts Andron MC Corpus Uncial und Andron MC Corpus Medieval die Form von Unzialbuchstaben, im Font Andron MC Corpus Capital jedoch die Form von Majuskeln, was eine typografische Zwischenform zwischen Versalien und Kapitälchen darstellt. Alle drei Fonts beinhalten ein erweiterstes Lateinisch-Repertoire sowie Griechisch, Koptisch und Gotisch. Die Serie Andron MC ist in erster Linie für spezielle Zwecke des wissenschaftlichen Satzes gedacht, kann aber auch für andere Anwendungen eingesetzt werden, in denen ein typographischer Mittelalterbezug oder etwas ähnliches gewünscht wird.
  33. 2 Punkte
    Die PS Fournier von Stéphane Elbaz ist eine Neubearbeitung der Antiqua-Schriften von Pierre Simon Fournier aus dem 18. Jahrhundert. Die PS Fournier verfügt dabei über einen besonders großzügigen Ausbau mit 42 Schnitten. Sieben Strichstärken und drei optische Größen stehen dabei zur Verfügung. Abgerundet wird das Paket mit über 100 Zeichen für Rahmen, Linien und Ornamente.
  34. 2 Punkte
    Maria Doreuli begann die Arbeit an der William bereits während ihres Designstudiums an der Staatlichen Universität für das Druckwesen in Moskau. Pate standen dabei Caslon-Schriftmuster aus den Jahren 1785 und 1796. Seit 2013 wurde in Zusammenarbeit mit Typotheque an der endgültigen Veröffentlichung gearbeitet, die 2016 erfolgte. Die Familie verfügt über drei optische Größen (Text, Subhead, Display) mit erweitertem lateinischen Ausbau sowie OpenType-Merkmalen wie Kapitälchen und Schwungbuchstaben. Griechisch und Kyrillisch sollen später folgen. Alle drei Familien haben die vier Standardschnitte normal, kursiv, fett und fett kursiv. Die Display-Familie verfügt zudem über einen lichten Schnitt. Die Textversion besitzt einen zusätzlichen Ornament-Font.
  35. 2 Punkte
    Die Arno Pro ist eine umfassend ausgebaute Werkschrift von Robert Slimbach. Die Schrift wurde nach dem Fluss benannt, der Florenz durchquert, die Wiege der italienischen Renaissance. Arno lehnt sich an die frühen Antiqua-Druckschriften des 15. und 16. Jahrhunderts an, die stilistisch noch nahe mit einer kalligrafisch geführten Handschrift in Verbindung stehen. Skelett, Proportionen und Strichführung sind dabei recht traditionell, wodurch die Schriftfamilie problemlos als leserliche und lesefreundliche Fließtextschrift verwendet werden kann. bei MyFonts herunterladen Die Schrift besitzt einen umfangreichen Zeichensatz, mit erweiterter lateinischer, kyrillischer und griechischer (inkl. polytonisch) Belegung. Darüber hinaus sind alle drei Strichstärken (jeweils mit Kursiven) in ganzen fünf optischen Größen verfügbar. Mit den zwei zusätzlichen Light-Display-Schnitten kommt die Familie so auf 32 Schnitte.
  36. 2 Punkte
    Die Tiemann-Antiqua erschien ab 1923 bei der Schriftgießerei Gebr. Klingspor in Offenbach. Die Schrift besitzt auf den ersten Blick Skelett und Duktus einer klassizistischen Schrift, ist in den Details aber weniger streng ausgearbeitet. Wie andere deutsche »Künstlerschriften« aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts besitzt die Schrift in den Details viele stilistische Eigenheiten – etwa die abgerundeten Stammausläufe an b und d oder die kopflastigen Proportionen des g. Julius Rodenberg bezeichnet die Schrift als »erste deutsche Antiqua der neuen Zeit«. bei MyFonts herunterladen In der Folge entstehen auch ein kursiver und ein halbfetter Schnitt. Ab 1946 wird die Tiemann-Antiqua in der Zeitung »Die Zeit« verwendet. Andrian Frutiger überarbeitet die Schrift in deren Auftrag später für den Lichtsatz und 1998 erfolgt durch Linotype eine Adaption für das Desktop Publishing, die heute in Pro-Versionen als OpenType-Fonts erhältlich sind. Kursive Schnitte sind jedoch bislang nicht frei verfügbar. Die entsprechenden Schnitte, die in der Zeit verwendet werden, sind eine Sonderanfertigung von Jovica Veljović.
  37. 2 Punkte
    Die Guardian ist eine Schriftsippe, die zwischen 2004 und 2005 als Hausschrift der englischen Zeitung The Guardian entstand. Die federführenden Designer waren Christian Schwartz und Paul Barnes. Die Sippe besteht aus fünf Schriftfamilien (Egyptian, Sans, Text Egyptian, Text Sans, Agate) mit insgesamt über 200 Schnitten. Damit bildet die Guardian-Sippe die wohl größte Schriftfamilie, die bislang für eine Zeitung entwickelt wurde. Guardian Egyptian Guardian Sans Guardian Text Egyptian Guardian Text Sans Guardian Agate
  38. 2 Punkte
    Theodore Low De Vinne druckte Ende des 19. Jahrhunderts in den USA das Century Magazine. Er war jedoch mit der zunächst benutzten Schrift nicht zufrieden. Zu dieser Zeit erfreuten sich die feinen klassizistischen Schriften noch immer großer Beliebtheit. De Vinne wünschte sich für das Magazin eine robustere Schrift mit markanten Serifen und ökonomischem Platzbedarf. In Zusammenarbeit mit Linn Boyd Benton entstand so Mitte der 1890er-Jahre die neue Hausschrift des Magazins: die Century. Um die Jahrhundertwende nahm sich Morris Fuller Benton, der Sohn von Linn Boyd Benton, der Schrift an und baute sie über einen Zeitraum von zehn Jahren für American Type Founders (ATF) zu einer frei verkäuflichen Großfamilie aus. Die ATF-Hauptprobe von 1912 widmete der Schrift ganze 64 Seiten. Die Schrift wurde auch für die Satzmaschinen von Monotype, Linotype und Intertype verfügbar gemacht und blieb lange Zeit eine beliebte Wahl für Fließ- und Schautexte. Digitalisierungen sind heute von verschiedenen Herstellern (zum Beispiel ITC, Bitstream, Linotype, URW++) unter der Bezeichnung Century oder Century Expanded erhältlich. Eine besonders umfangreiche Adaption ist die Benton Modern von Tobias Frere-Jones, die über 40 Schnitte verfügt.
  39. 2 Punkte
    Die Malabar von Dan Reynolds ist eine auf den Zeitungsdruck ausgelegte Antiqua-Schrift, die 2009 bei Linotype veröffentlicht wurde. Neben den lateinischen Zeichen enthält sie auch Devanagari zur Schreibung von Sanskrit und einigen modernen indischen Sprachen (wie Hindi, Marathi und Nepali). Die Zeichensätze beider Schriftsysteme sind jeweils so konzipiert, dass sie entweder nebeneinander oder alleinstehend gut funktionieren können. Der französische Renaissance-Antiqua-Stil der lateinischen Buchstaben liefert eine recht gute Entsprechung zum Strichstärkenkontrast, der sich in der Devanagari-Schreibart findet. Dennoch sind die Elemente der lateinischen und der Devanagari-Zeichen keineswegs deckungsgleich. Sie basieren vielmehr auf einer einheitlichen stilistischen Idee und Proportionen und Strichstärken wurden einander angeglichen. Diese Gemeinsamkeiten ermöglichen es, Texte in beiden Schriftsystemen mit ähnlichen Grauwerten abzubilden. Das markanteste Element der Devanagari-Zeichen ist die so genannte »Kopfzeile«. Dieser schwarzen Balken ist eine horizontale Linie, die Wörter zusammenbindet. Er ist mehr oder weniger der Kopf von Devanagari-Schriftzeichen. In der Malabar ist dieses Element leicht tiefer als die lateinische Versalhöhe. Somit können in der Malabar englische Wörter, oder andere Wörter mit lateinischen Buchstaben, harmonisch in einem Devanagari-Text gesetzt werden. bei MyFonts herunterladen Die Malabar ist in drei Strichstärken (mit Kursiven) ausgebaut und die Schnitte besitzen in der Pro-Version 675 Glyphen. Für den Bildschirmeinsatz in kleinen Schriftgraden gibt es auch eine eText-Version in vier Schnitten.
  40. 2 Punkte
    Die Questa ist eine Schriftsippe, die als Zusammenarbeit von Jos Buivenga und Martin Majoor entstand. Die Sippe besteht aus vier Stilen. Die Serifenfamilie nahm sich klassizistische Schriften von Bodoni, Didot und Walbaum zum Vorbild, ohne jedoch eine konkrete Neuinterpretation einer dieser Schriften sein zu wollen. Auch gibt sich die Schrift weniger konstruiert als die klassizistischen Vorbilder. Auf Basis der Serifenversion wurden die eher statische Groteskfamilie und die elegante Display-Version Questa Grande als Einzelschnitt erarbeitet. Die Serifen- und Sans-Versionen verfügen über je fünf Strichstärken (jeweils mit Kursive). 2016 kam die Questa Slab als Erweiterung der Sippe hinzu. Der Regular-Schnitt aller Sippenmitglieder kann gratis als Druckschrift und Webfont geladen werden.
  41. 2 Punkte
    Geogrotesque Stencil ist eine Schablonenschriftversion der Geogrotesque-Familie von Eduardo Manso. Für eine Schablonenschrift ist die Geogrotesque Stencil mit sieben Strichstärken überdurchschnittlich gut ausgebaut. Außerdem sind alle Strichstärken in je drei Versionen (A, B und C) mit variierender Größe der Aussparungen erhältlich. Auf diese Weise stehen je nach Anwendungsgröße oder verwendeten Materialien (bei physisch ausgeschnittenen Buchstaben) optimierte Versionen zur Verfügung. bei MyFonts herunterladen
  42. 2 Punkte
    Bram de Does glaubte, mit seiner 1982 erschienenen Trinité bereits seine Ideen zu einer umfassend ausgebauten Antiqua-Familie umgesetzt zu haben – obwohl sie sein Erstlingswerk war. An der Gestaltung weiterer Druckschriften hatte er daher zunächst kein Interesse. 1989 erreichte ihn jedoch eine Anfrage bezüglich des holländischen Wörterbuches »Van Dale«. Es sollte auf einer modernen elektronischen Linotype-Maschine mit der Satzsoftware CORA gedruckt werden und die Textmenge verlangte nach einer Schrift, die auch in kleinen Schriftgraden hervorragend leserlich ist. Für diese Maschine war die Trinité jedoch nicht verfügbar und de Does hielt die Schrift auch im Sinne des anvisierten Einsatzes nicht für tauglich. Der eher elegant-humanistische Duktus konnte bei einer geringen Auflösung kaum zum Tragen kommen. Eine klarere und robustere Type musste her. Nach ersten Vorstudien fiel 1991 die Entscheidung, die 12. Auflage des Wörterbuches in einer neuen, von Bram de Does zu entwickelnden Schrift zu setzen. Die Originalskizzen de Does’ sind im Archiv der Universität Amsterdam zu besichtigen. Im Gegensatz zur Trinité wurde die Schrift nicht auf den Fotosatz hin gestaltet. Stattdessen wurden die Entwürfe von Peter Matthias Noordzij im Ikarus-System digitalisiert und für das Linotype-System ausgegeben. Das Wörterbuch erschien ab 1992 in der neuen Schrift. Die Rechte an der Schrift verblieben bei de Does und Nordzij, sodass diese die Schrift in der Folge weiter ausbauen und an beliebige Kunden lizenzieren konnten. Die Schrift erschien 1995 bei TEFF unter dem Namen Lexicon. Im Gegensatz zur Trinité gibt sich die Lexicon deutlich barocker und robuster. Nur die Kursiven zeigen einen klaren kalligrafisch-verspielten Duktus mit überraschenden Abrundungen und tiefen Tintenfallen. Die Familie wurde in sechs Strichstärken (genannt A bis F) ausgebaut. Wie bei der Trinité gibt es unterschiedliche Varianten mit unterschiedlich großen Ober- und Unterlängen. 2001 wurde noch eine schmalfette Version (normal und kursiv) für den Einsatz in Überschriften nachgelegt. Die Lexicon ist exklusiv über die Website von TEFF erhältlich. Jeder Schnitt schlägt mit 281,– Euro (bzw. 334,39 Euro inkl. Mehrwertsteuer) zu Buche.
  43. 2 Punkte
    Schriftsippen, die verschiedene Schriftgattungen in einer Familie zusammenführen, waren zur Zeit der Entwicklung der Stone-Sippe Ende der 1980er-Jahre nichts Außergewöhnliches mehr. Jan van Krimpen (Romulus), Gerard Unger (Demos/Praxis) Bigelow/Holmes (Lucida) und andere hatten es bereits vorgemacht. Doch die Konsequenz der Stone-Sippe von Sumner Stone war beachtlich. Drei Stile und drei Strichstärken in aufrechter und kursiver Version ließen eine Sippe mit 18 perfekt aufeinander abgestimmten Schnitten entstehen. Die Grundformen sind dabei ebenso passend wie Versal- und x-Höhen. Als Type Director bei Adobe standen Sumner Stone die neuesten Technologien der Schriftentwicklung zur Verfügung. So entstanden die meisten Buchstaben direkt am Bildschirm – ein Novum zu dieser Zeit. Diese Technik bildete die Grundlage für neue Ein-Mann-Schriftanbieter, die auch Sumner Stone mit der Stone Type Foundry kurze Zeit nach der Fertigstellung der Stone-Sippe als einer der ersten verwirklichte. Auffälliges Charaktermerkmal der Stone-Sippe ist der Buchstabe a, dessen unterer Bogen in der Serif- und Sans-Version ungewöhnlich steil in den Stamm mündet. In der Informal-Version ist das a dagegen einstöckig ausgeführt. Dieser Schnitt war insbesondere für Korrenspondenz-Anwendungen ausgelegt. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Die Stone-Schriftsippe wurde von ITC übernommen und fand auf diese Weise seit der Veröffentlichung 1988 weite Verbreitung. 2005 kam als Ableger der Stone Sans die Stone Humanist heraus. Darin wird auf das charakteristische a verzichtet und das g ist nun dreistöckig ausgeführt. bei MyFonts herunterladen Eine grundlegende Überarbeitung der Stone Sans durch Sumner Stone, Delve Withrington und Jim Wasco erschien als Stone Sans II im Jahr 2010. Es sollten zunächst weitere Strichstärken und schmale Versionen hinzukommen. Letztlich wurden aber auch die Zeichen selbst einer Frischzellenkur unterzogen. Der Zeichenumfang der Pro-Version beträgt 625 Zeichen und ITC Stone Sans II hat nun mehr Schriftschnitte als vorher die komplette Sippe. Die Stone Serif, Stone Informal und die Stone Humanist sind unabhängig davon in jeweils 6 Schnitten erhältlich. bei MyFonts herunterladen
  44. 2 Punkte
    Guadalupe ist ein elegant-spielerisches Didot-Revival von Daniel Hernández. Neben der normalen Variante werden zugunsten eines ausdrucksstärkeren Schriftbildes bei der Gota-Version zusätzlich Tropfenserifen eingesetzt. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Einige Merkmale: Eine Strichstärke zuzüglich echter Kursive Zwei Varianten (normal und gota) Schwungbuchstaben Zahlreiche Alternativformen Proportionale Versalziffern
  45. 2 Punkte
    Die Zapfino ist eine bei Linotype erschienene Schreibschrift von Hermann Zapf. Ihre Entstehungsgeschichte reicht bis zu Skizzen Zapfs aus den 1940er-Jahren zurück. Doch die damalige Bleisatz-Technik schränkte den Gestaltungsspielraum ausladender, kalligrafischer Schriften stark ein, wie man etwa an Zapfs Virtuosa Script aus dieser Zeit sehen kann, die er selbst später als »Kompromiss« bezeichnete. Mit dem digitalen Schriftsatz Ende des 20. Jahrhunderts taten sich jedoch neue Möglichkeiten auf. Der Computer-Spezialist David Siegel, der unter anderem für Apple und Pixar arbeitete und Schriften wie die Tekton entwarf, schlug Zapf Anfang der 1990er-Jahre die Entwicklung einer neuartigen Schrift und Software vor, die digitale Fonts automatisch wie handschriftliche Texte aussehen lassen könnten. Siegel gab das Projekt einige Jahre später jedoch aus privaten und beruflichen Gründen wieder auf. Zapf zeigte das Projekt jedoch später Bruno Steinert von Linotype. Dort nahm man sich des immer noch technisch anspruchsvollen Projektes an und stellte es zusammen mit Zapf fertig. Die Linotype Zapfino erschien erstmals 1998. Da die Schrift kompatibel zu gängigen Anwendungen der Zeit sein sollte, wurden die Alternativbuchstaben auf vier Einzelfonts verteilt. So konnten die Anwender selbst die Zeichen durch Wechsel der Schriftschnitte austauschen. Eine besondere Software war nicht nötig. Hinzu kamen weitere Fonts für besondere Ligaturen und Ornamente. bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Mit der Etablierung des OpenType-Fontformates bot sich wenig später die Möglichkeit, den Austausch der Buchstaben nicht mehr durch den Anwender, sondern intelligent aus dem Font heraus zu erledigen. Unter der Federführung von Akira Kobayashi entstand daher die Zapfino Extra, die 2003 erschien. Die Schrift wurde noch einmal grundlegend überarbeitet und erweitert. Eine fettere Version (Forte) kam hinzu, Versal-Ligaturen, Abkürzungen, Kapitälchen und neue Schwungbuchstaben. bei MyFonts herunterladen Als Systemfont von Mac OS X fand die Zapfino weite Verbreitung. Ein zusätzliches Experiment war die Zapfino Ink, die statt auf Vektoren nur auf Pixeln basiert. Damit kann die Zapfino so dargestellt werden, als wäre sie tatsächlich mit Tinte geschrieben. Die über die Pixeldarstellung möglichen Halbtöne verdeutlichen dabei den Druck auf das Schreibgerät. Das Experiment scheiterte jedoch schon am verwendeten Photofont-Format, das sich nicht durchsetzen konnte.
  46. 2 Punkte
    Die Erbar-Grotesk von Jakob Erbar erschien ab 1926 bei Ludwig & Mayer in Frankfurt am Main. Die Schrift gilt als ein direkter Vorläufer der deutlich bekannter gewordenen Futura. Erbar war gelernter Schriftsetzer und von 1919 bis 1935 Lehrer für Schrift und Typografie an den Kölner Werkkunstschulen. Mit geometrischen Schriftentwürfen experimentierte er nach eigenen Angaben bereits seit 1914. Die verschiedenen Varianten der Erbar-Grotesk erschienen zwischen 1926 und 1929. Ein Besonderheit war, dass die verschiedenen Schnitte in drei verschiedenen Garnituren erschienen, die jeweils unterschiedliche Buchstabenproportionen mitbrachten. Die erste Garnitur verfügte über normale Proportionen, während die zweite Garnitur eine deutlich geringere x-Höhe besaß. In der dritten, sogenannten Extra-Garnitur wurden die Mittel-Elemente der Großbuchstaben der geringen x-Höhe der Kleinbuchstaben angepasst. So wurden die mittleren Querstriche von E und F abgesenkt und Buchstaben wie S und K wirken wie auf den Kopf gestellt. bei MyFonts herunterladen Die Fülle der ursprünglich erhältlichen Bleisatzschnitte ist jedoch bislang nicht in digitaler Form verfügbar.
  47. 2 Punkte
    Mrs Eaves ist eine Barock-Antiqua von Zuzana Licko aus den 1990er-Jahren. Der Name leitet sich von Sarah Eaves ab – der Haushälterin und späteren Ehefrau von John Baskerville. Die Schrift Mrs Eaves basiert auf den Schriften Baskervilles, ist jedoch keine bloße Digitalisierung. Auffällig ist vor allem die ungewöhnlich geringe x-Höhe. Dies macht die Schrift in normalen Schriftgraden zwar weniger fließtexttauglich, aber gibt ihr einen eleganten Charme, der in Schauanwendungen umso besser zur Geltung kommt. Neue Maßstäbe setzte die Schrift zur Zeit ihrer Veröffentlichung durch ihren Zeichenumfang: über 200 Schmuckligaturen sind enthalten und auch diese unterstützen den Einsatz in Schaugrößen noch einmal zusätzlich. Da die geringe x-Höhe der Original-Mrs-Eaves nicht für alle Anwendungen geeignet war, wurde mit der Mrs Eaves XL 2009 eine Variante mit einer um 30% angehobenen x-Höhe veröffentlicht.
  48. 2 Punkte
    Konservative amerikanische Drucker witterten Anfang der 1920er-Jahre eine »black menace« (schwarze Bedrohung), als der Grafiker Oswald Bruce Cooper seine Schrift Cooper Black bei Barnhart Bros. & Spindler in Chicago veröffentlichte. Ungeachtet dieses Urteils entwickelte sich die Cooper Black zu einem Kassenschlager. Besonders in der Werbung erfreute sich diese Schrift zunehmender Beliebtheit. Ob in Zeitungsinseraten oder auf Plakaten, immer häufiger tauchte Coopers Entwurf auf. 1924 nimmt sie auch die Schriftguß AG in Dresden in ihr Programm auf und fügt später eine passende Kursive hinzu. Cooper scheint zudem ein Mann mit einem ausgeprägten Sinn für Humor gewesen zu sein: auf den Vorwurf der »Schwarzen Bedrohung« reagierte er mit der Veröffentlichung der Cooper Hilite (siehe Abbildung) im Jahre 1925, ohne dass diese »Zweitverwertung« allerdings die Popularität des Originals hätte übertreffen können. Besonders in den frühen 1970er-Jahren erlebte die Schrift auf zahllosen Postern und Plattencovern eine wahre Renaissance. Der Einsatz der Schrift hält aber nach wie vor an.
  49. 2 Punkte
    Die Mercedes Antiqua von Heinrich Wieynck erschien 1904 (normal), 1905 (kursiv) bzw. 1906 (halbfett) bei Wilhelm Woellmers Schriftgießerei in Berlin.
  50. 2 Punkte
    Fontsmith beschreibt Albert wie folgt (Wegen der schönen, unübersetzbaren Wortspiele ausnahmsweise in englischer Sprache): Albert’s a charismatic type. A warm, sensitive face with a big personality. He’s a friendly sans serif font; shapely, flexible and modern. Available in a wide range of weights, FS Albert is a versatile face ideal for use in most applications. Albert unterstützt 39 Sprachen
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
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