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  1. 8 Punkte
    Typografie.info-Mitglied Norbert Pautner legt mit seinem Handlettering-Buch eine Beispielsammlung von Lettering-Alphabeten vor. Im Gegensatz zu anderen Büchern zum Thema (wie Lust auf Lettering oder Handbuch Handlettering) werden hier weniger die Grundlagen des Letterings vermittelt. Die diesbezügliche Einleitung nimmt nur vier Seiten in Anspruch. Den wesentlichen Inhalt des Buches bilden stattdessen die 33 Alphabetvorlagen. Pro Doppelseite wird rechts das Alphabet gezeigt und links werden Hintergründe zum Schriftstil erklärt und Tipps zur Konstruktion gegeben. Die vorgestellten Schriftstile sind: Unicase-Handschrift Schmale Grundschrift Enge Schreibschrift Einfache Federschrift Weite Federschrift Variantenreiche Pinselschrift Fette Pinselschrift Einfache Pinselschrift Schildermalerschrift Schmale Schildermalerschrift Elegante Pinselschrift Grobe Pinsel-Blockschrift Borstenpinsel-Versalien Leichte Blockschrift Schmale Sans Geometrische Sans light Geometrische Sans fett Schablonenschrift Einfache Antiqua-Versalien Blockschrift mit Serifen Sport-Blockschrift Sport-Blockschrift Sans Poppige Cartoon-Schrift Doodle-Schrift Plakat-Pinselschrift Art-Déco Sans Jugendstil-Versalien Viktorianische Zierbuchstaben Schilder-Schrift mit Mini-Serifen Western-Schrift Zirkus-Schrift Unzialschrift Gebrochene Schrift Eine Leseprobe kann von der Verlagswebsite geladen werden. Daten zum Buch: Autor: Norbert Pautner Titel: Handlettering. Die 33 schönsten Alphabete mit Rahmen, Ornamenten und Bordüren Untertitel: Das praktische Vorlagenbuch. Tipps zur Gestaltung von Karten, Anhängern und Tafeln Ausstattung: Paperback, Broschur, 80 Seiten, 21,5 x 28,0 cm. durchgehend illustriert ISBN: 978-3-8094-3803-8 € 7,99 [D] | € 7,99 [A] | CHF 11,50* (* empf. VK-Preis) Verlag: Bassermann Erscheinungstermin: 2. Oktober 2017
  2. 6 Punkte
    Rezension von Martin Z. Schröder Noch vor zwanzig Jahren gab es in jedem größeren Verlag nicht nur eine ganze Abteilung für die Buchentwürfe, sondern auch einen Künstlerischen Leiter, der für einen möglichst hohen Entwurfsstandard und besonders schöne Bücher sorgte. Mancher trug einen langen weißen Seidenschal, damit man ihn gleich erkannte. Heute sind nicht nur die Seidenschalträger verschwunden, es gibt in den Verlagen gleich gar niemanden mehr, dessen Arbeit ausschließlich darin besteht, Büchern ein schönes Gewand zu geben. Die verlagseigene Buchästhetik wurde zur Verschwendung erklärt und ausgelagert. Damit haben sich die Verlage auch der Sachverständigkeit entledigt, Schönheit im Buch überhaupt zu erkennen. Die Kriterien für ein gut hergestelltes Buch liegen in den großen Verlagen heute weitgehend im Dunkeln, das technische Vokabular ist nur noch rudimentär vorhanden. Grafikdesign- und Werbeagenturen werden mit der Druckvorlagenproduktion beauftragt, Handelsagenten entscheiden über die Umschläge nach Marktüberlegungen, und die wichtigsten Kriterien für die Auftragsvergabe bestehen in Preis und Geschwindigkeit. Und so sehen die meisten Bücher aus: außen bunt, innen beliebig und insgesamt lieblos gemacht. Es gibt aber Ausnahmen. Wenn der Buchgestalter Friedrich Forssman bei Suhrkamp, Weidle, Reclam, zu Klampen oder dem Wallstein-Verlag auftaucht, wo nun ein Werkstattbericht über seine Arbeit erschienen ist, kommt der Seidenschal in die Bücherwelt zurück (»FF« hat ein bekanntes Monogramm, raucht Pfeife und fährt einen Oldtimer) und mit ihm die ganze herrliche Ausstattungskultur vergangener Zeiten in einer frischen Blüte. Nun darf man nicht denken, hier werde einem Dandy gehuldigt. Friedrich Forssman war an zwei umfangreichen Standardwerken beteiligt, in denen das gesamte Handwerkswissen von Buchgestaltung und Schriftsatz, soweit das möglich ist, zusammengefaßt wurde und die stets in aktualisierten Auflagen lieferbar sind: »Lesetypografie« (1997, mit Hans Peter Willberg) und »Detailtypografie« (2003, mit Ralf de Jong). Als bedeutendste Referenz für seine Buchentwürfe und sein Können als Schriftsetzer dürften die Arbeiten für die Arno-Schmidt-Stiftung gelten, für die er seit 1990 alle Bücher und Drucksachen entwirft, namentlich »Zettel’s Traum«. In seinem nun erschienenen Werkstattbericht von achtzig Seiten, einem von außen wie eine Kladde aussehenden Heft, wird klar, welchen Anspruch Forssman an seine Arbeit stellt und worauf sich Verleger, die schöne Bücher lieben, einlassen, wenn sie ihn mit Entwürfen beauftragen. Forssman irrt allerdings, wenn er meint, die Buchbranche sei »eine recht heile Welt«, deren Bewohnern er die Liebe zum Buch bescheinigt. Denn die meisten großen Verlage kann er damit kaum meinen. In seinem Essay gibt er über seine Haltung Auskunft. Forssman stellt klar, daß es in einem ausdiskutierten Entwurfskonflikt nur eine entscheidende Instanz geben sollte­­: »Wer dem Gestalter nicht vertrauen kann, ist kein guter Auftraggeber; wer als Gestalter wider besseres Wissen klein beigibt, ist kein guter Gestalter.« Dieser Standpunkt dürfte in behördenähnlich auf Konfliktfreiheit getrimmten Bestsellerverlagsstuben wenig Aussicht auf Verständnis finden; die kleineren Verlage profitieren aber davon, wenn sie den Buchentwurf und vor allem die Typografie als Unterscheidungsmerkmal etablieren. Wie Friedrich Forssman aus einem Text ein Buch formt, wie er den Entwurf aus dem Text ableitet, um dem Leser einen Gegenstand in die Hand zu geben, dessen Gestalt als angenehm empfunden wird, beschreibt er detailliert und an Beispielen. Diesem praktischen und persönlich gehaltenen Teil des Aufsatzes ist der meiste Platz eingeräumt, so daß Lesern wie Verlagsleuten und auch dem Nachwuchs empfohlen werden kann, sich mit diesem Werkstattbericht einen erhellenden Zugang zur Arbeitsweise eines herausragenden Buchgestalters zu verschaffen. Forssman behandelt grundsätzliche Fragen wie die des Buchformates und stellt dar, wie er sich seine Position als interpretierender Diener des Textes schrittweise erarbeitet: in der Wahl der Schrift, der Beurteilung ihres Klanges, ihrer Abstimmung durch Größe, Zeilenlänge, Zeilenabstand und Einrichtung von Buchstaben- und Wortabständen. Die Druckschrift versetzt einen Text in eine charakteristische Stimmung, die dem Leser nicht als Mißklang auffallen darf; in den meisten Büchern darf er ihre Form gar nicht bemerken, weil nicht die Übertragung der Gedanken selbst wichtig ist, sondern der Text ohne Überwindung typografischer Barrieren in die Vorstellung des Lesers dringen, im Ton des Textes aber mitschwingen soll. Ebenso geht der Buchgestalter mit Papier und Farbe um, auch mit Bildern. Für den typografischen Kenner ergibt sich bei der Lektüre auch Überraschendes: »Es gibt viele Satzspiegelkonstruktionen; ich habe nie eine davon angewandt, fand ihr Studium aber lehrreich.« Das ist ein beachtliches Statement für einen Buchgestalter, dem die Konvention im Buch so wichtig ist, weil er das Gewohnheitsrecht der Leser nicht nur respektiert, sondern zur vernünftigen Grundlage seiner Arbeit erklärt. Dabei wirkt auch das vorliegende Werk mit seinem wohlproportionierten Satzspiegel und den Marginalien im besten Sinne klassisch aufgebaut. Erklären läßt sich das mit dem Scharfblick eines Typografen, der sich seit seiner Jugend für Bücher und ihre Form interessiert und derart einen so sicheren Blick für Maßverhältnisse gewonnen hat, daß er keine Geometrie mehr braucht. Das vermögen nur wenige, und so klar und schön darüber schreiben gegenwärtig wohl niemand außer Friedrich Forssman. Martin Z. Schröder zuerst erschienen im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung am 15. Dezember 2015, hier die Manuskriptfassung
  3. 6 Punkte
    Klappentext: Kleine Drucksachen gehören zu den Accessoires des gesellschaftlichen Lebens. Sie verleihen bedeutenden Ereignissen Glanz. Wie man Schriften beurteilt und auswählt, passende Farben und das richtige Papier findet, wird in diesem Buch anschaulich beschrieben. Es enthält Entwürfe und Formulierungen für Geburts- und Todesanzeigen sowie Hochzeitseinladungen und plädiert ernsthaft wie unterhaltsam für konventionelle Handwerklichkeit. Verlag: »You never get a second chance to make a first impression.« – Das gilt nicht nur für Äußerlichkeiten wie das Auftreten, die Kleidung oder Frisur. Auch Visitenkarten und Familiendrucksachen sind Äußerlichkeiten, doch sie verleihen unserer Persönlichkeit sichtbar Ausdruck. Wurden solcherlei »Akzidenzen« einst bei einem erfahrenen Drucker in Auftrag gegeben, bedient man sich heute meist achtlos im Internet. Wer etwas auf sich hält, der scheut den geistigen und materiellen Aufwand für gelungene Drucksachen jedoch auch in unserer Zeit nicht, ahnt er doch, dass dieser sich lohnt. Martin Z. Schröder erklärt in seiner »Stilkunde« anschaulich und unterhaltsam, was eine gut gestaltete Drucksache ausmacht, welche Schrift, welche Farbe, welches Papier zu welchem Anlass passen, wie Kleindrucksachen »diplomatische Dienste« leisten und Aufschluss über ihren Überbringer geben. Autor: In diesem Buch fasse ich meine Erfahrungen aus über dreißig Jahren als auf Akzidenzen (Gelegenheits- oder Kleindrucksachen) spezialisierter Schriftsetzer, über 20 Jahren in einer eigenen Werkstatt, zusammen. Ich erzähle davon und zeige an Beispielen, wie Typografen Schriften anschauen, beurteilen, auswählen und auf Drucksachen anordnen. Ich stelle die Wirkung von Druckfarben dar und gebe Auskunft zu Klang, Griff, Farbe, Gewicht und Volumen von Papier. Einzelne Kapitel behandeln Visitenkarten, Briefpapier, Hochzeitsdrucksachen, Geburts- und Todesanzeigen und zeigen Entwürfe. Es finden sich Ausführungen zur Auswahl von und zum Umgang mit Handwerkern und Designern und es wird erklärt, wie Preise für deren Dienstleistungen gebildet werden. Am Ende des Buches finden sich Informationen zu Druckverfahren und eine Erläuterung von Fachbegriffen, die dem Laien das Verständnis typografischer Arbeit erleichtern. Hardcover mit Leseband, 144 Seiten, 11,5 x 18, 5 cm 1. Auflage Oktober 2015 18,00 Euro
  4. 5 Punkte
    In ihren fünf Jahren als international tätige Lettering-Künstlerin hat es die aus Buenos Aires stammende und heute in Berlin lebende Martina Flor bereits zu einem beachtlichen Ruf gebracht. Neben der Fertigung ihren Auftragsarbeiten vermittelt sie ihre Kenntnisse auch in Workshops und nun einem eigenen Buch, das im Verlag Hermann Schmidt Mainz erschienen ist. In »Lust auf Lettering« gibt Martina Flor Einblick in ihre Arbeitsweise und vermittelt Fachwissen rund um Schrift, Kalligrafie und Lettering. Das Buch gliedert sich folgendermaßen: Visuelles Storytelling – Lettering in Abgrenzung zu Kalligrafie und Typedesign Das typografische Auge – Von der Bedeutung des Beobachtens Basics – Von der DNA der Buchstaben Werkzeuge in ihre Anwendung – Von Feder, Pinsel und anderen Tools Spielwiese für Lettering Designer – Von der unendlichen Vielzahl gestalterischer Stile Komposition und Dekoration – Von Struktur, Hierarchie und Verzierung Schriften skizzieren – Von der ersten Skizze zum komplexen Entwurf Analog zu digital – Von Ankern und Vektoren Der letzte Schliff – Von Farben und Texturen Work in Progress – Auf dem Weg zum Lettering-Profi Wie man sieht, gibt das Buch einen Gesamtüberblick über die Arbeit eines Lettering-Designers: Von Werkzeugen, Schriftstilen und Arbeitsweisen während des Entwurfs bis hin zur Reinzeichnung/Vektorisierung und der Arbeit mit Kunden wird alles besprochen. Die vielen Illustrationen machen das Buch dabei kurzweilig und weisen auf leicht verständliche Weise auf die wichtigsten »Dos and Don’ts« hin. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass ein Buch über kunsthandwerkliche Techniken Kurse und die notwendige Übungspraxis nicht ersetzen können. So ist Lust auf Lettering also weniger ein Lehrbuch, als vielmehr ein kurzweiliger Überblick über die Arbeit eines Lettering-Künstlers. Das Buch zeigt sich in der üblicher, hochwertigen Schmidt-Qualität. Die 168 Seiten als Hardcover sind detailverliebt gestaltet und passend zum Thema über weite Strecken in Lettering-Stil gestaltet, das heißt, Texte sind oft nicht gesetzt, sondern geschrieben und die Seiten wie abfotografierte Blätter auf einem Schreibtisch dargestellt.
  5. 4 Punkte
    Heinrich Friedrich Gottlob Flinsch (1802–1865) erwarb 1859 in Frankfurt die Dresslersche Gießerei. 1864 wird sein Sohn Heinrich Karl Ferdinand Gottlob Flinsch (1839–1921) Teilhaber und später alleiniger Inhaber. Ab 1868 tritt der Betrieb als Schriftgießerei Flinsch auf. Die Gießerei wird in der Folge sehr erfolgreich, beschäftigt zeitweise 250 Angestellte und besaß eine Filiale in St. Petersburg sowie Agenturen in Athen, Barcelona, Budapest, Bukarest, Florenz, Genf, Kopenhagen, Lissabon und London. 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, wird das Unternehmen an den jungen Kaufmann Georg Hartmann (1870–1954) verkauft, der das Unternehmen mit seiner ebenfalls neuerworbenen Bauerschen Gießerei fusioniert und deren Geschäftssitz in einen Neubau nach Frankfurt-Bockenheim verlegte. Aus dieser Zeit die hier vorliegende Hauptprobe. Inhaltsverzeichnis: Magere Flinsch-Fraktur Halbfette Flinsch-Fraktur Hansa-Fraktur Normal-Fraktur Schmale fette Fraktur Schmale halbfette Fraktur Enge Fraktur Halbfette Fraktur Enge fette Fraktur Fette Fraktur Breite fette Fraktur Enge Münchener Fraktur Renaissance-Fraktur Magere Bernhard-Fraktur Fette Bernhard-Fraktur Schmalfette Bernhard-Fraktur Renata Schwabacher Germanisch Halbfette Schwabacher Kanzlei Antike Kanzlei Halbfette Antike Kanzlei Einfache Kanzlei Halbfette Kanzlei Fette Kanzlei Breite Kanzlei Neugotisch Mohrmann-Schrift Reklame-Gotisch Magere Kloster-Gotisch Kloster-Gotisch Fette Kloster-Gotisch Breite Gotisch Mediaeval-Gotisch Typographia Germania-Gotisch Midoline Gotisch Schmale fette Gotisch Fette Gotisch Caxton Normal-Antiqua und Kursiv Schmale Antiqua Halbfette Aldine Halbfette Antiqua Fette Antiqua Enge magere Antiqua Schmale halbfette Antiqua Halbfette Kursiv Fette Kursiv Alpha und Beta Schmale Alpha und Beta Fetta Alpha und Beta Ehmcke-Antiqua Mediaeval-Antiqua Mediaeval-Kursiv Antike Versalien Halbfette Mediaeval-Antiqua Elzevir-Antiqua Elzevir-Kursiv Halbfette Elzevir-Antiqua Halbfette Elzevir-Kursiv Viktoria-Antiqua Viktoria-Kursiv Roosevelt-normal Roosevelt-kursiv Roosevelt-halbfett Universum-normal Universum-kursiv Mediaeval-Clarendon Schmale Mediaeval-Clarendon Jenson Breite halbfette Römisch Bernhard-Antiqua Bernhard-Kursiv Fette Bernhard-Antiqua Fette Bernhard-Kursiv Bernhard-Initialen Schmalfette Bernhard-Antiqua Tages-Antiqua Kursive Tages-Antiqua Halbfette Tagesantiqua Fette Tages-Antiqua Schmalfette Tages-Antiqua Initialen zur Tages-Antiqua Römisch Römisch-Versalien Magere Etienne Etienne Halbfette Etienne Schmale Etienne Schmale fette Etienne Magere Egyptienne Clarendon Schmale magere Egyptienne Egyptienne-Kursiv Breite Egyptienne Breite halbfette Egyptienne Halbfette Egyptienne Fette Egyptienne Enge Egyptienne Schmale Egyptienne Schmale fette Egyptienne Magere Langschrift Halbfette Langschrift Fette Langschrift Normal-Grotesk Verzierte Grotesk Akzidenz-Grotesk Fette Grotesk Halbfette Kursiv-Grotesk Fette Kursiv-Grotesk Enge Grotesk Enge halbfette Grotesk Schmale magere Grotesk Schmale halbfette Grotesk Normal-Grotesk-Versalien Magere Grotesk-Versalien Breite Grotesk-Versalien Akzidenz-Grotesk-Versalien Grotesk-Versalien Fette Grotesk-Versalien Schmale Grotesk-Versalien Karten-Grotesk Sezessions-Grotesk Magere Venus-Grotesk Breite magere Venus-Grotesk Breite halbfette Venus-Grotesk Halbfette Venus-Grotesk Dreiviertelfette Venus-Grotesk Fette Venus-Grotesk Schmale magere Venus-Grotesk Schmale dreiviertelfette Venus-Grotesk Magere Venus-Kursiv Halbfette Venus-Kursiv Fette Venus-Kursiv Schmale halbfette Venus-Grotesk Stretta Medea Halbfette Renaissance Albion Samson Lichte Samson Lichte Grotesk Mikado Reklame-Kursiv Reklame Astra Ombra Aristrokrat Kupferplatte Baron Baronesse Preziosa Kavalier Ehmcke-Kursiv Schreibschrift Marly Lateinische Schreibschrift Brillant-Schreibschrift Lithographia Schreibschrift Französische Schreibschrift Mediaeval-Schreibschrift Rundschrift Deutsche Schreibschrift Schreibmaschinen-Schriften Frankfurter Zirkular Plakat-Schriften Russische Schriften Griechische Schriften Hebräisch Rabbinisch Ehiopisch Amharisch Initialen Ehmcke-Initialien Wiener Initialen Wegener-Initialien Lang-Initialien Bernhard-Initialien Polytypen Systematische Ziffern Bruchziffern Fahrplan-Ziffern Fahrplan-Zeichen Musik-Noten Metrische Zeichen Mathematische Zeichen Kalender-Zeichen Verschiedene Zeichen Nummern- und Währungszeichen Integral-Zeichen Wurzel-Zeichen Runde Klammern Eckige Klammern Schach-Figuren Gerade Klammern Gebogene Klammern Stück-Klammern Alinea-Zeichen Numismatisch Messing-Material Ehmcke-Schmuck Almay-Schmuck Wegener-Schmuck Bernhard-Schmuck Lang-Schmuck Rand-Einfassungen Reihen-Einfassungen Inseraten-Einfassungen Einfassungen Zweifarben-Schmuck Vorsatzmuster Untergrund Punkt-Schmuck Hexenmeister-Einfassung Trauben-Einfassung Trauben-Vignetten Bernhard Wenig-Schmuck Kaleidoskop-Ornamente Kleeblatt-Einfassung Linien-Ornamente Schiller-Einfassung Mosaik-Schmuck Lorbeer-Einfassung Grau-Schmuck Reklame-Schmuck Hand-Ecken Schwarze Hände Verschiedene Vignetten Spiel- und Sport-Vignetten Wein- und Bier-Vignetten Karnevals-Vignetten Hochzeit und Karneval Jahreszeiten und Festtage Die vier Jahreszeiten Die vier Festtage Die zwölf Monatszeichen Die zwölf Monate Gelegenheits-Vignetten Luftschiffahrts-Vignetten Almay-Vignetten Jagd-Vignetten Mosaik-Vignetten Norddeutscher Lloyd-Vignetten Glückwunsch-Vignetten Reklame-Vignetten Patriotische Vignetten Tier-Vignetten Zeitungs-Vignetten Dekorative Vignetten Marly-Vignetten Kopfleisten Zierstücke Eckstücke Zierlinien Schluß-Vignetten Bernhard-Vignetten Wappen und Embleme
  6. 4 Punkte
    Das Ende des 19. Jahrhunderts von David Stempel gegründete Unternehmen wurde zu einer der bedeutendsten Schriftgießereien des 20. Jahrhunderts. 1925 gab das mittlerweile als Aktiengesellschaft firmierende Unternehmen eine circa 1500 Seiten starke Hauptprobe heraus. Sie ist eine der umfangreichsten Schriftproben überhaupt und ein einmaliges Spiegelbild der Typografie der Zeit. Neben häufig eingesetzten Bleisatz-Schriften zeigt die Probe auch die Einfassungen, Vignetten, Linien, Spezialziffern, Muster etc. Inhaltsverzeichnis: Achilles-Fraktur Achilles-Fraktur, fette Achilles-Fraktur, halbfette Adler-Schreibmaschinenschrift Akzidenz-Gotisch, schmale Akzidenz-Schmuck Aldine, halbfette Aldine, schmale englische Altgotisch, Amerikanische Altgotisch, enge Altgotisch, Original- Altgotisch, Original-, Anwendung Alt-Schwabacher Alt-Schwabacher, Anwendung Amts-Antiqua Amts-Antiqua, Anwendung Amts-Antiqua, enge Amts-Antiqua, enge halbfette Amts-Antiqua, fette Amts-Antiqua, halbfette Amts-Fraktur Amts-Fraktur, Anwendung Amts-Fraktur, enge halbfette Amts-Fraktur, fette Amts-Fraktur, halbfette Amts-Fraktur-Initialen Amts-Fraktur, magere Amts-Fraktur, magere, Anwendung Amts-Fraktur, schmale fette Amts-Kursiv Amts-Kursiv, halbfette Amts-Kursiv, fette Amts-Schriften Amts-Schriften-ZIffern Ancienne Antike Elzevier Antike Elzevier, Anwendung Antike Skelett Antiqua-Brotschriften Antiqua, halbfette englische Antiqua, moderne fette Antiqua, Salon- Antiqua, Salon-, Anwendung Antiqua, schmale schlanke Antiqua, schmale halbfette Antiqua, schraffierte Anzeigenschrift Arabische Schriften Ariadne-Fraktur Ariadne-Fraktur, halbfette Aristokrat Aristokrat, Anwendung Armenische Schriften Arminius-Fraktur Arminius-Fraktur, halbfette Askpekten-Zeichen Astronomische Zeichen Assüree-Linien Assüree-Linien mit Wertzeichen und Firmenzeile Ausläufer für Messinglinien Auszeichnungsschriften für Brotschriften Barnum-Ornamente Baskerville, Original-, Anwendung Bek-Gran Bek-Gran-Einfassungen Bek-Gran-Einfassungen zweifarbig Bek-Gran, halbfette Bek-Gran-Initial-Verzierungen Bek-Gran-Kalender-Vignetten Bek-Gran-Schrift, Anwendung Bek-Gran-Umrahmungen Bek-Gran-Vignetten Bek-Gran, Werk- Berg- und Hüttenzeichen Bewegte Messinglinien mit Ecken Biedermeier-Reklame Biedermeier-Schmuck Blattstab, lichter und fetter Blumenschmuck Flora Blumenzauber-Einfassung Bogenregletten in Messing Börsenkurs-Schriften Börsenkurs-Schriften, Anwendung Börsenkurs-Zeichen Börsenkurs-Ziffern Bravour, Anwendung Bravour-Einfassung in Messing Bravour, fette Bravour, halbfette Bravour-Kursiv, fette Bravour-Kursiv, magere Bravour, magere Bravour, schmale fette Bravour, schmale magere Bravour-Schmuck Bravour, schraffierte Bravour, verzierte Bravour-Vignetten Bravour-Ziffern Breite Etienne Breite fette Egyptienne Breite fette Grotesk Breite Gotisch Breite Grotesk Breite fette Reform-Grotesk Breite fette Reform-Grotesk-Versalien Breite fette Renaissance Breite fette Salon-Grotesk Breite halbfette Reform-Grotesk Breite halbfette Reform-Grotesk-Versalien Breite halbfette Reform-Grotesk II Breite halbfette Reform-Grotesk II-Versalien Breite halbfette Renaissance Breite halbfette Salon-Grotesk Breite Inseraten-Reform-Grotesk Breite Inseraten-Reform-Grotesk-Versalien Breite Offenbacher Schwabacher Breite verzierte Italienne Breitkopf-Fraktur Breitkopf-Fraktur, Anwendung Breitkopf-Fraktur, halbfette Brotschriften, Kolonel mit großem Schriftbild Brotschriften, Insertio Brotschriften, Nonp. mit großem Schriftbild Brotschriften, Petit mit großem Schriftbild Bruchziffern Bruchziffern für Börsenkurse Buchgotisch Buchgotisch, Anwendung Buchgotisch, fette Buchgotisch, halbfette Buchgotisch, Initialen Buchgotisch, Schmuck Buhe-Fraktur Buhe-Fraktur, Anwendung Buhe-Fraktur, fette Buhe-Fraktur, fette, Anwendung Buhe-Fraktur, halbfette Buhe-Initialen Buhe-Schmuck Bürck-Linien Bürck-Schrift Bürck-Schrift, Anwendung Büxenstein-Antiqua Büxenstein-Antiqua, Anwendung Büxenstein-Antiqua, halbfette Büxenstein-Fraktur Büxenstein-Fraktur, Anwendung Büxenstein-Fraktur, halbfette Büxenstein-Kursiv Caslon-Gotisch Caslon-Gotisch, Anwendung Ceres-Fraktur Ceres-Fraktur, Anwendung Ceres-Fraktur, halbfette Christiansen-Einfassungen Christiansen-Intitialen Christiansen-Schrift Christiansen-Schrift, Anwendung Christiansen-Vignetten Clarendon Colonel-Brotschriften mit großem Schriftbild Continental Cyrillische Amts-Antiqua-Schriften Cyrillische Bravour-Schriften Cyrillische Holz-Schriften Cyrillische Karten-Schriften Cyrillische Reform-Grotesk-Schriften Cyrillische Römisch-Schriften Cyrillische Säculum-Schriften Cyrillische Schreibmaschinen-Schriften Damespiel-Figuren Danziger Antiqua Danziger Fraktur Danziger Fraktur, fette Delphin-Antiqua Delphin-Antiqua, halbfette Delphine-Kursiv Deutsche Anzeigenschrift, Anwendung Deutsche Anzeigenschrift, breiter Schnitt Deutsche Anzeigenschrift, enger Schnitt Deutsche Anzeigenschrift, Initialen Deutsche Anzeigenschrift, Schlußzeichen Deutsche Anzeigenschrift, schmaler Schnitt Deutsche Anzeigenschrift, Schwungbuchstaben Deutsche Handschreibschrift Deutsche Laufschrift Deutsche Laufschrift, Anwendung Deutsche Laufschrift, Endbuchstaben Deutsche Laufschrift-Initialen Deutsche Laufschrift, Zeilenfüller Deutsche Schreibschrift Deutsche Spielkartentypen Deutsche Zierschrift Diana Diana, Anwendung Diana, halbfette Didot-Antiqua Didot-Antiqua-, Anwendung Didot-Kursiv Dominospiel-Figuren Dreiviertelfette Reform-Grotesk Dreiviertefette Reform-Grotesk-Versalien Dutzend-Zeichen Egmont-Fraktur Egmont-Fraktur, Anwendung Egmont-Fraktur, fette Egmont-Fraktur, halbfette Egyptienne, breite fette Egyptienne-Kursiv, fette Egyptienne, magere enge Egyptienne, schmale Ehmcke-Fraktur Ehmcke-Fraktur, Anwendung Ehmcke-Fraktur, halbfette Ehmcke-Fraktur-Intitialen Ehmcke-Mediaeval Ehmcke-Medieaval, Anwendung Ehmcke-Mediaeval, halbfette Ehmcke-Mediaeval-Initialen Ehmcke-Mediaeval-Kursiv Ehmcke-Mediaeval-Schmuck Ehmcke-Mediaeval-Tabellen-Ziffern Ehmcke-Rustika Ehmcke-Rustika, Anwendung Ehmcke-Rustika-Initialen Ehmcke-Rustika-Schmuck Ehmcke-Schwabacher Ehmcke-Schwabacher, Anwendung Ehmcke-Schwabacher, halbfette Ehmcke-Schwabacher-Schmuck Ehmcke-Schwabacher-Schmuckstücke Ehmcke-Schwabacher-Zierbuchstaben Einfassung Herkules Einfassung Heureka Einfassung Immer fertig Einfassung Lätizia Einfassung Merkuria Einfassung Modern Einfassung Nestor Einfassung Non plus ultra Einfassung Orion Einfassung Propaganda Einfassung Serie 32 Einfassung Serie 33 Einfassung Serie 34 Einfassung Serie 40 Einfassung Serie 41 Einfassung Serie 42 Einfassung Serie 43 Einfassung Serie 44 Einfassung Serie 45 Einfassung Serie 48 Einfassung Serie 50 Einfassung Serie 51 Einfassung Solitair Einfassung Viktoria Einfassungen in Holz Einfassungen in Messing Einfassungen, mehrfarbige Einfassungen, Nachtrag zu den Reihen- Einfassungen, Reihen- Einfassungen zur Bek-Grau Einfassungen zur Bek-Grau, zweifarbig Einfassungen zur Bravour Einfassungen zur Buhe Fraktur Einfassungen zur Christiansen-Schrift Einfassungen zur Ehmcke-Mediaeval Einfassungen zur Ehmcke-Rustika Einfassungen zur Ehmcke-Schwabacher Einfassungen zur Frankfurt-Serie Einfassungen zur Gotischen Antiqua Einfassungen zur Helga-Antiqua Einfassungen zur Hölzl-Mediaeval Einfassungen zur Ingeborg-Antiqua Einfassungen zur Jaecker-Schrift Einfassungen zur Kleukens-Fraktur Einfassungen zur Matthies-Kursiv Einfassungen zur Reklame-Reform-Grotesk Einfassungen zur Sensation Einfassungs-Linien in Messing Einheits-Fraktur Ekkehard-Fraktur Ekkehard-Fraktur, Anwendung Ekkehard-Fraktur, halbfette Elegant Elegant, Anwendung Elfen-Fraktur Elfen-Fraktur, Anwendung Elfen-Fraktur-Initialen Elite-Kanzlei Elite-Kanzlei, Anwendung Elite, Zierschrift Elzevier, antike Elzevier, antike, Anwendung Endbuchstaben zur Deutschen Laufschrift Enge Altgotisch Enge Amts-Antiqua Enge Amts-Antiqua, Anwendung Enge Etienne Enge Etienne, Anwendung Enge fette Reform-Grotesk Enge fette Reform-Grotesk-Versalien Enge halbfette Reform-Grotesk Enge halbfette Reform-Grotesk-Versalien Enge halbfette Amts-Antiqua Enge halbfette Amts-Fraktur Enge Jaecker-Schrift Enge moderne Kanzlei Enge Normannia-Fraktur Enge Normannia-Fraktur, halbfette Enge magere Reform-Grotesk Enge magere Reform-Grotesk-Versalien Enge magere Säculum Enge Renaissance Englische Aldine, schmale Englische Antiqua, halbfette Englische Messinglinien Erator-Antiqua Erato-Kursiv Etienne, breite Etienne, enge Etienne, enge, Anwendung Etienne, freie Etienne, lichte Etienne, schmale fette Fahrplan-Anwendung Fahrplan-Material Fahrplan-Ziffern Fakturen-Zeihen Falstaff Faust-Fraktur Faust-Fraktur, Anwendung Faust-Fraktur, halbfette Faust-Fraktur, fette Faust-Fraktur, schmale halbfette Federzüge zur Jaecker-Schrift Fenella-Fraktur Fenella-Fraktur, Anwendung Fenelle-Fraktur, halbfette Feodora, Schreibschrift Fette Achilles-Fraktur Fette Amts-Antiqua Fette Amts-Fraktur Fette Amts-Kursiv Fette Antiqua, grobe Kolonel Fette Antiqua, grobe Petit Fette Antiqua, moderne Fette Bravour Fette Bravour-Kursiv Fette Buchgotisch Fette Buhe-Fraktur Fette Buhe-Fraktur, Anwendung Fette Ceres-Fraktur Fette Egmont-Fraktur Fette Egyptienne-Kursiv Fette Faust-Fraktur Fette Fraktur Fette Gotisch Fette Graziella Fette Grazielle, Anwendung Fette Gutenberg-Jubiläums-Fraktur Fette klassische Ornamente Serie 21 Fette König-Antiqua Fette Kursiv Fette Normannia-Fraktur Fette Offenbacher Schwabacher Fette Reform-Grotesk Fette Reform-Grotesk-Versalien Fette Reform-Grotesk-Kursiv Fette Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien Fette Regina-Kursiv Fette Regina-Kursiv, Anwendung Fette Säculum Fette Schiller-Jubiläumsschrift Fette Schiller-Jubiläumsschrift, Anwendung Fette Schwabacher Fette Sensation Fette Teutonia Fette Torpedo Fette Undine Fetter Blattstab Fortschritt-Schmuck Fraktur-Brotschriften Fraktur, fette Fraktur, halbfette Fraktur-Initialen Fraktur-Initialen, kräftige Fraktur, schmale halbfette Frankfurt-Schrift, Anwendung Frankfurt-Serie I Frankfurt-Serie II Frankfurt-Serie I und II, Anwendung Frankfurt-Serie, Initialen zur Frankfurt-Serie, Kopfleisten zur Frankfurt-Serie, Ornamente zur Frankfurter Schwabacher Frankfurter Schwabacher, halbfette Französische Spielkartentypen Freie Etienne Freie Grotesk I Freie Grotesk II Freie Initialen zur Kleukens-Fraktur Freie Korso-Versalien Freie Ornamente, moderne Freie Romanisch Freie Versalien zur Kleukens-Fraktur Freie Versalien zur Matthias-Kursiv Freie Versalien zur Ratio-Latein Fröbel-Fraktur Fröbel-Fraktur, halbfette Frühling Garamond-Antiqua, Anwendung Germinal Gewichtszeichen Gotische Antiqua Gotische Antiqua, Anwendung Gotische Antiqua-Einfassungen Gotische Antiqua-Initialen Gotisch, breite Gotisch, Caslon Gotisch, fette Gotisch, Kaiser- Gotisch, Morris- Gotisch, schmale Akzidenz Gotisch, schmale halbfette Graphik Graziella, Anwendung Graziella, fette Graziella, magere Graziella, schmale fette Gretchen-Einfassung Griechische Schriften Grotesk, breite Grotesk, breite fette Grotesk, breite fette Salon- Grotesk, breite halbfette Salon- Grotesk, halbfette Kursiv- Grotesk, Handels- Grotesk, Handels-, Anwendung Grotesk I und II, freie Grotesk, Inseraten- Grotesk, magere schlanke Grotesk, Mediaeval- Grotesk, neue schlanke Grotesk, Reform, siehe Reform-Grotesk Grotesk, Siegfried- Grotesk, schlanke Grotesk, schmale enge Grotesk, schmale halbfette Gutenberg-Fraktur Gutenberg-Jubiläums-Fraktur Gutenberg-Jubiläums-Fraktur, Anwendung Gutenberg-Jubiläums-Fraktur, fette Gutenberg-Jubiläums-Fraktur, halbfette Halbfette Achilles-Fraktur Halbfette Aldine Halbfette Amts-Antiqua Halbfette Amts-Fraktur Halbfette Amts-Kursiv Halbfette Arminus-Fraktur Halbfette Ariadne-Fraktur Halbfette Bek-Gran Halbfette Bravour Halbfette Breitkopf-Fraktur Halbfette Buhe-Fraktur Halbfette Buchgotisch Halbfette Büxenstein-Antiqua Halbfette Büxenstein-Fraktur Halbfette Ceres-Fraktur Halbfette Danziger-Fraktur Halbfette Delphin-Antiqua Halbfette Diana Halbfette englische Antiqua Halbfette Egmont-Fraktur Halbfette Ehmcke-Fraktur Halbfette Ehmcke-Mediaeval Halbfette Ehmcke-Schwabacher Halbfette Ekkehard-Fraktur Halbfette Faust-Fraktur Halbfette Fenelle-Fraktur Halbfette Fraktur Halbfette Frankfurter Schwabacher Halbfette Fröbel-Fraktur Halbfette Gutenberg-Jubiläums-Fraktur Halbfette Heinz-König-Setzmaschinen-Fraktur Halbfette Helga-Antiqua Halbfette Helvetia Halbfette Holländische Antiqua Halbfette Holzhausen-Antiqua Halbfette Hölzl-Mediaeval Halbfette Ingeborg-Antiqua Halbfette Jaecker-Schrift Halbfette Kanzlei Halbfette Kleukens-Fraktur Halbfette Kursiv Halbfette Kursiv-Grotesk Halbfette Künstlerschrift Halbfette Künstler-Schreibschrift Halbfette Labor-Antiqua Halbfette Marius-Fraktur Halbfette Mediaeval I Halbfette Medieaval I, Anwendung Halbfette Mediaeval II Halbfette Mediaeval-Schreibschrift Halbfette Merkur Halbfette moderne Schwabacher Halbfette Neuklassisch Halbfette Neuzeit-Antiqua Halbfette Neuzeit-Fraktur Halbfette Normannia-Fraktur Halbfette Offenbacher Schwabacher Halbfette Perfekt Halbfette Perikles-Antiqua Halbfette Ratio-Latein Halbfette Reform-Antiqua Halbfette Reform-Fraktur Halbfette Reform-Grotesk Halbfette Reform-Grotesk-Versalien Halbfette Reform-Grotesk-Kursiv Halbfette Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien Halbfette Renaissance Halbfette Romanisch Halbfette Romanisch-Kursiv Halbfette Romeo-Fraktur Halbfette Romulus-Fraktur Halbfette Römisch Halbfette Römisch-Kursiv Halbfette Säculum Halbfette Säculum-Kursiv Halbfette Schreibschrift Halbfette Schwabacher Halbfette Setzmaschinen-Mediaeval Halbfette Setzmaschinen-Romanisch Halbfette Städel-Antiqua Halbfette Stempel-Fraktur Halbfette Turnus-Antiqua Halbfette Union Halbfette Weißflog-Antiqua Halbfette Wiener Antiqua Handels-Antiqua Handels-Grotesk Handels-Grotesk, Anwendung Handschreibschrift, deutsche Handschreibschrift, lateinische Hände Hände in Holz Hände in Messing Hebräische Schriften Heinz König-Setzmaschinen-Fraktur Heinz König-Setzmaschinen-Fraktur, Andwendung Heinz König-Setzmaschinen-Fraktur, halbfette Helga-Antiqua Helga-Antiqua, Anwendung Helga-Antiqua, halbfette Helga-Einfassungen Helga-Initialen Helga-Kursiv Helga-Vignetten Helvetia, halbfette Helvetia, magere Herkules-Einfassung Herold Heureka-Einfassung Holländische Antiqua Holländische Antiqua, halbfette Holländische Antiqua-Initialen Holländische Kursiv Holzhausen-Antiqua Holzhausen-Antiqua, Anwendung Holzhausen-Antiqua, halbfette Holzhausen-Kursiv Holzschriften Hölzl-Medieaeval, Anwendung Hölzl-Medieaeval, halbfette Hölzl-Medieaeval-Initialen Hölzl-Medieaeval-Kursiv Hölzl-Medieaeval-Ornamente Hölzl-Medieaeval-Vignetten Hölzl-Medieaeval-Ziffern Hubertus-Fraktur, I. und II. Garnitur Hütten-Zeichen Immer fertig, Einfassung Ingeborg-Antiqua Ingeborg-Antiqua, Anwendung Ingeborg-Antiqua, halbfette Ingeborg-Antiqua-Ziffern Ingeborg-Initialen Ingeborg-Kursiv Ingeborg-Ornamente Ingeborg-Vignetten Initial-Kassetten zur Matthies-Kursiv Initial-Verzierungen zur Bek-Gran Initialen, Fraktur- Initialen, kräftige Fraktur- Initialen zur Amts-Fraktur Initialen zur Buhe-Fraktur Initialen zur Buchgotisch Initialen zur Christiansen-Schrift Initialen zur Deutschen Anzeigenschrift Initialen zur Deutschen Laufschrift Initialen zur Ehmcke-Fraktur Initialen zur Ehmcke-Mediaeval Initialen zur Ehmcke-Rustika Initialen zur Ehmcke-Schwabacher Initialen zur Elfen-Fraktur Initialen zur Frankfurt-Serie Initialen zur Gotischen Antiqua Initialen zur Helga-Antiqua Initialen zur Holländischen Antiqua Initialen zur Hölzl-Mediaeval Initialen zur Ingeborg-Antiqua Initialen zur Jaecker-Schrift Initialen zur Kleukens-Fraktur Initialen zur Künstlerschrift Initialen zur Matthies-Kursiv Initialen zur modernen Schwabacher Initialen zur Morris-Gotisch Initialen zur Neuzeit-Antiqua Initialen zur Neuzeit-Fraktur Initialen zur Ratio-Latein Initialen zur Romanisch Initialen zur Säculum Initialen zur Sensation Initialen zur Stempel-Fraktur Initialen zur Teutonia Inserat-Einfassungen für Handel und Gewerbe Inseraten-Grotesk Inseraten-Reform-Grotesk-Kursiv Inseraten-Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien Insertio-Schriften Isabella Italienne Italienne, breite verzierte Italienne, Skelett- Italienne, verzierte Integral-Zeichen Jaecker-Initialen Jaecker-Ornamente Jaecker-Schrift Jaecker-Schriftn, Anwendung Jaecker-Schrift, enge Jaecker-Schrift, halbfette Jaecker-Schrift, magere Jaecker-Schrift, magere, Anwendung Jaecker-Vignetten Jaecker-Zierat Janson-Antiqua Janson-Antiqua, Anwendung Janson-Kursiv Kaiser-Gotisch Kalender-Vignetten, Bek-Gran Kalender-Ziffern Kalender-Ziffern in Holz Kanzlei, brei Kanzlei, Elite- Kanzlei, Elite-, Anwendung Kanzlei, enge moderne Kanzlei, halbfette Kanzlei, Viktoria- Kapitälchen zur Säculum Kapitälchen zur Weißfloß-Antiqua Karolus-Fraktur Kartographische Zeichen Kassetten in Messing Katalog-Ziffern Klammern in Messing Klassische Ornamente Serie 21, fette Klassische Ornamente Serie 22 Kleukens-Fraktur Kleukens-Fraktur, Anwendung Kleukens-Fraktur, frei Initialen Kleukens-Fraktur, freie Versalien Kleukens-Fraktur, halbfette Kleukens-Fraktur-Initialen Kleukens-Fraktur-Ornamente Kleukens-Vignetten Kolli-Zeichen Kolonel-Brotschriften mit großem Schriftbild Kolumnentitel in Messing Kombinationsschmuck in Messing Kontrast-Ornamente König-Antiqua König-Antiqua, fette Kopfleisten zur Frankfurt-Serie Kopfleisten zur Säculum Korrespondenz-Zeichen Korso Korso, Anwendung Korso, freie Versalien Korso-Ornamente Kräftige Fraktur-Initialen Kreise in Messing Kreuze Kreuze in Messing Kronen Kursiv, fette Kursiv, halbfette Kursiv-Grotesk, halbfette Kursiv-Rundschrift Künstler-Reform-Grotesk Künstlerschrift, halbfette Künstlerschrift-Initialen Künstlerschrift, lichte Künstlerschrift, magere Künstlerschrift Wodan, schmale fette Künstlerschrift Wodan, schmale fette, Anwendung Künstler-Schreibschrift Künstler-Schreibschrift, Anwendung Künstler-Schreibschrift, halbfette Künstler-Schreibschrift, schmale Künstler-Schreibschrift, schmale, Anwendung Künstler-Linien Serie 1 Künstler-Linien Serie 2 Künstler-Linien Serie 3 Künstler-Linien Serie 4 Künstler-Linien Serie 5 Künstler-Linien Serie 6 Künstler-Linien Serie 7 Künstler-Linien Serie 8, lichte Künstler-Linien Serie 9 Künstler-Linien Serie 10 Künstler-Linien Serie 11, lichte Künstler-Linien Serie 12 Künstler-Linien Serie 13 Künstler-Vignetten Labor-Antiqua, Anwendung Labor-Antiqua, halbfette Lateinische Handschreibschrift Lätizia-Einfassung Libelle, Renaissance-Schrift Libelle, Renaissance-Schrift, Anwendung Lichte Etienne Lichte Künstlerschrift Lichte Künstlerlinien Serie 8 Lichte Künstlerlinien Serie 11 Lichte Mignon Lichte Ratio-Versalien Lichte Reform-Grotesk Lichte Romanisch Lichte schmale Renaissance Lichte schmale Renaissance, Anwendung Lichte Torpedo Lichte Wodan Lichter Blattstab Linien-Ausläufer in Messing Lithographia Lithographia II Lithographia-Versalien II Liturgisch Lotterie-Ziffern Luthersche Fraktur Luthersche Fraktur, Anwendung Magere Amts-Fraktur Magere Bravour Magere Bravour-Kursiv Magere enge Egyptienne Magere Graziella Magere Graziella, Anwendung Magere Helvetia Magere Jaecker-Schrift Magere Jaecker-Schrift, Anwendung Magere Künstlerschrift Magere moderne Reklame Magere Reform-Grotesk Magere Reform-Grotesk-Versalien Magere Reform-Grotesk-Kursiv Magere Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien Magere Regina-Kursiv Magere Regina-Kursiv, Anwendung Magere Römisch Magere Römisch, Anwendung Magere Säculum Magere Schiller-Jubiläumsschrift Magere Schiller-Jubiläumsschrift, Anwendung Magere schlanke Grotesk Magere Undine Magnet Marie Antoinette Marie Antoinette, Anwendung Marius-Fraktur Marius-Fraktur, halbfette Mathematische Zeichen Matthies-Kursiv Matthies-Kursiv, Anwendung Matthies-Kursiv-Einfassungen Matthies-Kursiv, freie Versalien Matthies-Kursiv-Initialen und Initial-Kass. Matthies-Kursiv-Vignetten Maysche Fraktur I. und II. Garnitur Mediaeval-Grotesk Mediaeval I Mediaeval I, halbfette Mediaeval I, halbfette, Anwendung Mediaeval I, Setzmaschinen- Mediaeval I, Setzmaschinen-, halbfette Mediaeval II Mediaeval II, halbfette Mediaeval-Kursiv I Mediaeval-Kursiv I, Setzmaschinen- Mediaeval-Kursiv II Mediaeval, schattierte Mediaeval-Schreibschrift Mediaeval-Schreibschrift, halbfette Mehrfarbige Einfassungen Merkur Merkur, halbfette Merkuria-Einfassung Messing-Assüree-Linien Messing-Bogenregletten Messing-Ecken und -Mittelstücke Messing-Ecken, verzierte Messing-Einfassung Kosmos Messing-Einfassung Non plus ultra Messing-Einfassung Stabil Messing-Einfassungen Messing-Einfassungs-Linien Messing-Hände Messing-Kassetten Messing-Klammern Messing-Kolumnentitel Messing-Kombinations-Schmuck Messing-Kreise Messing-Kreuze Messing-Linien Messing-Linien-Ausläufer Messing-Linien, bewegte, mit Ecken Messing-Linien, englische Messing-Linien, Universal- Messing-Moiré-Linien Messing-Negative Messing-Ovale Messing-Pfeile Messing-Rubrikzeichen Messing-Schlußlinien Messing-Spaltenlinien und -Facetten Messing-Trauerränder Meteorologische Zeichen Metrische Zeichen Mignon, lichte Mithras-Schmuckserie Moderne freie Ornamente Moderne Plakat-Einfassung Moderne Reihen-Einfassungen Moderne Reklame Moderne Reklame, magere Moderne Schwabacher Moderne Schwabacher, halbfette Moderne Schwabacher-Initialen Moderne Vignetten für Prospekte, Inserate etc. Moiré-Linien Mondphasen Monogramme Morris-Gotisch Morris-Gotisch-Initialen Naturwissenschaftliche Zeichen Negative in Messing Nestor-Einfassung Neue Inserat-Einfass. für Hand und Gewerbe Neue schlanke Grotesk Neue zarte Säculum Neue zarte Säculum, Anwendung Neue zarte Säculum-Kursiv Neueste Schreibschrift Neuklassisch Neuklassisch, Anwendung Neuklassisch, halbfette Neuklassisch-Kursiv Neuzeit-Antiqua Neuzeit-Fraktur, Anwendung Neuzeit-Fraktur, halbfette Neuzeit-Fraktur-Initialen Neuzeit-Initialen Neuzeit-Kursiv Neuzeit-Zirkular Non plus ultra-Einfassung Nonpareille-Brotschriften mit großem Schriftbild Normalbreite fette Reform-Grotesk Normalbreite fette Reform-Grotesk-Versalien Normalbreite halbfette Reform-Grotesk Normalbreite halbfette Reform-Grotesk-Versalien Normalbreite Inseraten-Reform-Grotesk Normalbreite Inseraten-Reform-Grotesk-Versalien Normalbreite magere Reform-Grotesk Normalbreite magere Reform-Grotesk-Versalien Normannia-Fraktur Normannia-Fraktur, enge Normannia-Fraktur, enge halbfette Normannia-Fraktur, fette Normannia-Fraktur, halbfette Normen-Reform-Grotesk-Kursiv Normen-Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien Notenlinien Numismatische Zeichen Nummern-Zeichen Offfenbacher Schwabacher Offfenbacher Schwabacher, Anwendung Offfenbacher Schwabacher, breite Offfenbacher Schwabacher, fette Offfenbacher Schwabacher, halbfette Offfenbacher Schwabacher, schmale halbfette Ordenszeichen Orientalische Schriften Original-Altgotisch Original-Altgotisch, Anwendung Original-Baskerville, Anwendung Orion-Einfassung Ornamentale Verzierungen von Heinz Keune Ornamente zur Frankfurt-Serie Ornamente zur Hölzl-Mediaeval Ornamente zur Ingeborg-Antiqua Ornamente zur Jaecker-Schrift Ornamente zur Kleukens-Fraktur Ornamente zur Korso Orientalischer Schmuck Ovale in Messing Parzival-Schmuck Patriotische Einfassung Patriotischer Schmuck Perfekt Perfekt, halbfette Perikles-Antiqua Perikles, Antiqua, halbfette Perikles-Kursiv Petit-Brotschriften mit großem Schriftbild Pfeile in Holz Pfeile Messing Pflanzen-Einfassung Phantasie-Ornamente Pinsel-Grotesk Plakat-Schriften in Holz Plakat-Schrift Simson, in Holz Planeten-Zeichen Pluto Polo Preciosa Propaganda Propaganda-Einfassung Propaganda-Romanisch Propaganda-Romanisch, Anwendung Ranken-Einfassung Ratio-Initialen Ratio-Kursiv Ratio-Latein Ratio-Latein, Anwendung Ratio-Latein, freie Versalien Ratio-Latein, halbfette Ratio-Latein-Ziffern Ratio-Versalien, lichte Rautendelein-Einfassung Rebe, Wein-Einfassung Reform-Antiqua Reform-Antiqua, Anwendung Reform-Antiqua, halbfette Reform-Fraktur Reform-Fraktur, Anwendung Reform-Fraktur, halbfette Reform-Grotesk, Anwendung Reform-Grotesk, breite fette Reform-Grotesk, breite halbfette Reform-Grotesk, breite Inseraten- Reform-Grotesk, breite magere Reform-Grotesk, dreiviertelfette Reform-Grotesk, enge fette Reform-Grotesk, enge halbfette Reform-Grotesk, enge magere Reform-Grotesk, fette Reform-Grotesk, halbfette Reform-Grotesk, lichte Reform-Grotesk, magere Reform-Grotesk, normalbreite fette Reform-Grotesk, normalbreite halbfette Reform-Grotesk, normalbreite Inseraten- Reform-Grotesk, normalbreite magere Reform-Grotesk, schmale fette Reform-Grotesk, umstochene Reform-Grotesk II, breite halbfette Reform-Grotesk II-Versalien, breite halbfette Reform-Grotesk, Künstler- Reform-Grotesk-Kursiv, fette Reform-Grotesk-Kursiv, halbfette Reform-Grotesk-Kursiv. Inseraten- Reform-Grotesk-Kursiv, magere Reform-Grotesk-Kursiv, Normen- Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien, fette Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien, halbfette Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien, Inseraten- Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien, magere Reform-Grotesk-Kursiv-Versalien, Normen- Reform-Grotesk, Reklame- Reform-Grotesk, Schmuck zur Reklame- Reform-Grotesk-Versalien, breite fette Reform-Grotesk-Versalien, breite halbfette Reform-Grotesk-Versalien, breite Inseraten- Reform-Grotesk-Versalien, breite magere Reform-Grotesk-Versalien, dreiviertelfette Reform-Grotesk-Versalien, enge fette Reform-Grotesk-Versalien, enge halbfette Reform-Grotesk-Versalien, enge magere Reform-Grotesk-Versalien, fette Reform-Grotesk-Versalien, halbfette Reform-Grotesk-Versalien, magere Reform-Grotesk-Versalien, normalbreite fette Reform-Grotesk-Versalien, normalbreite halbfette Reform-Grotesk-Versalien, normalbreite Inseraten- Reform-Grotesk-Versalien, normalbreite magere Reform-Grotesk-Versalien, schmale fette Reform-Grotesk-Ziffern Reform-Kursiv Regina-Kursiv, Anwendung Regina-Kursiv, fette Regina-Kursiv, magere Reihen-Einfassungen Reihen-Einfassungen, mehrfarbige Reihen-Einfassungen, Nachtrag Reklame, Biedermeier- Reklame-Einfassung Sensation Reklame-Einfassung Serie 23 Reklame-Kursiv Reklame, magere moderne Reklame, moderde Reklame-Reform-Grotesk Reklame-Reform-Grotesk-Schmuck Renaissance, enge Renaissance, halbfette Renaissance, lichte schmale Renaissance, lichte schmale Anwendung Renaissance, schmale halbfette Renaissance-Schrift Libelle Renaissance-Schrift Libelle, Anwendung Romanisch, freie Romanisch, halbfette Romanisch, lichte Romanisch-Kursiv, halbfette Romanisch No. 1, Setzmaschinen- Romanisch No. 2, Setzmaschinen- Romanisch, schmale halbfette Romanische Antiqua Romanische Initialen Romanische Kursiv Romeo-Fraktur Romeo-Fraktur, halbfette Romulus-Frakur Romulus-Fraktur, halbfette Rosetten Römisch, Anwendung Römisch-Kursiv Römisch-Kursiv, halbfette Römisch, magere Rubin-Antiqua Rubin-Kursiv Rubrikzeilen in Messing Rundschrift Rundschrift, Kursiv- Runen-Schrift Russische Schriften Russische Schriften in Holz Salon-Antiqua Salon-Antiqua, Anwendung Salon-Grotesk, breite fette Salon-Grotesk, breite halbfette Säculum, Anwendung Säculum-Bruchziffern Säculum, enge magere Säculum, fette Säculum, halbfette Säculum-Initialen Säculum-Kapitälchen Säculum-Kopfleisten Säculum-Kursiv Säculum-Kursiv, halbfette Säculum-Kursiv, neue zarte Säculum, magere Säculum, neue zarte Säculum, schmale halbfette Säculum, Zirkular- Säculum-Ziffern Saltaspiel-Figuren Saxonia-Einfassung Scripts Senckenberg-Antiqua Senckenberg-Egyptienne Sensation Sensation, Anwendung Sensation, Einfassungen und Zierstücke Sensation, fette Sensation, Initialen Sensation, schmalfette Serena Serien-Einfassung: Serie 23, Reklame-Einfassung Serie 33 Serie 34 Serie 40 Serie 41 Serie 42 Serie 43 Serie 44 Serie 45 Serie 48 Serie 50 Serie 51 Serie 20036, Wein-Einfassung Serien-Einfassungen Setzmaschinen-Fraktur, Heinz König- Setzmaschinen-Fraktur, Heinz König-, Anwendung Setzmaschinen-Medieaval I Setzmaschinen-Medieaval, Anwendung Setzmaschinen-Medieaval-Kursiv I Setzmaschinen-Romanisch-Kursiv Nr. 1 und 2 Setzmaschinen-Romanisch Nr. 1 Setzmaschinen-Romanisch Nr. 2 Setzmaschinen-Romanisch Nr. 1 und 2, halbfette Siegfried-Grotesk Silberschrift Silhouetten-Einfassung Simson, Plakatschrift Skelett, antike Skelett-Italienne Solitair-Einfassung Spaltenlinien in Messing und Messing-Facetten Spielkartentypen, Deutsche Spielkartentypen, Französische Schachfiguren Stattierte Medieaval Schiller-Jubiläumsschrift, Anwendung Schiller-Jubiläumsschrift, fette Schiller-Jubiläumsschrift, magere Schiler-Schmuck Schlanke Grotesk Schlanke Grotesk, magere Schlanke Grotesk, neue Schlanke schmale Antiqua Schlußzeichen zur Deutschen Anzeigenschrift Schlußlinien in Holz Schlußlinien in Messing Schmale Akzidenz-Gotisch Schmale Egyptienne Schmale enge Grotesk Schmale englische Aldine Schmale fette Amts-Fraktur Schmale fette Bravour Schmale fette Etienne Schmale fette Graziella Schmale fette Graziella, Anwendung Schmale fette Künstlerschrift Wodan Schmale fette Künstlerschrift Wodan, Anwendung Schmale fette Reform-Grotesk Schmale fette Reform-Grotesk-Versalien Schmale halbfette Antiqua Schmale halbfette Faust-Fraktur Schmale halbfette Fraktur Schmale halbfette Gotisch Schmale halbfette Grotesk Schmale halbfette Offenbacher Schwabacher Schmale halbfette Renaissance Schmale halbfette Säculum Schmale magere Bravour Schmale Künstler-Schreibschrift Schmale Künstler-Schreibschrift, Anwendung Schmale Renaissance, lichte Schmale Renaissance, lichte, Anwendung Schmalfette Sensation Schmuck zur Buchgotisch Schmuck zur Buhe-Fraktur Schmuck zur Bravour Schmuck zur Ehmcke-Mediaeval Schmuck zur Ehmcke-Rustika Schmuck zur Ehmcke-Schwabacher Schmuck zur Jaecker-Schrift Schmuck zur Reklame-Reform-Grotesk Schmuckserie Mithras Schmuckstücke in Holz Schmuckstücke zur Ehmcke-Schwabacher Schneekönigin Schraffierte Antiqua Schraffiert Bravour Schreibmaschinen-Schriften Schreibmaschinen-Schriften, Anwendung Schreibschrift, deutsche Schreibschrift, deutsche Hand- Schreibschrift Feodora Schreibschrift, halbfette Schreibschrift, halbfette Künstler- Schreibschrift, halbfette Medieaval- Schreibschrift, Künstler- Schreibschrift, Künstler-, Anwendung Schreibschrift, lateinische Hand- Schreibschrift, Mediaeval- Schreibschrift, neueste Schreibschrift, schmale Künstler- Schreibschrift, schmale Künstler-, Anwendung Schriften für Börsenkurse Schriften für Börsenkurse, Anwendung Schuhmachersche Fraktur Schwabacher Schwabacher, Alt- Schwabacher, Alt-, Anwendung Schwabacher, breite Offenbacher Schwabacher, fette Schwabacher, fette Offenbacher Schwabacher, Frankfurter Schwabacher, halbfette Schwabacher, halbfette Frankfurter Schwabacher, halbfette moderne Schwabacher, halbfette Offenbacher Schwabacher-Initialen, moderne Schwabacher, moderne Schwabacher, Offenbacher Schwabacher, Offenbacher, Anwendung Schwabacher, schmale halbfette Offenbacher Schwungbuchstaben zur Deutschen Anzeigenschrift Städel-Antiqua Städel-Antiqua, Anwendung Städel-Antiqua, halbfette Städel-Kursiv Stempel-Fraktur Stempel-Fraktur, Anwendung Stempel-Fraktur, halbfette Stempel-Fraktur, Initialen Sterne Stilisierte Astern Stilisierte Schwertlilien Stumpffeine Ornamente Tasso Teutonia Teutonia, Anwendung Teutonia-Fraktur, 1. und 2. Garnitur Teutonia, fette Teutonia-Initialen Tierkreiszeichen Torpedo Torpedo, Anwendung Torpedo, fette Torpedo, lichte Torpedo, zweifarbige Torpedo, Zirkular- Trauerränder in Messing Trifolium-Bordüre Turnus-Antiqua mit Halbfetter und Kursiv Umrahmungen zur Bek-Gran Umstochene Reform-Grotesk Undine, fette Undine, magere Unger-Fraktur Unger-Fraktur, Anwendung Union Union, Anwendung Union, halbfette Union-Kursiv Universal-Messing-Linien Universal-Ornamente Serie 20 Universal-Zierat Untergrund Urdu Vereins-Einfassung Vereinszeichen Verschiedene Zeichen Verzierte Bravour Verzierte Italienne Verzierte Italienne, breite Verzierte Messing-Ecken Verzierungen, ornamentale, von Heinz Keune Vignetten in Holz Vignetten, Künstler- Vignetten, moderne, für Prospekte, Inserate etc. Vignetten zur Bek-Gran Vignetten zur Bravour Vignetten zur Christiansen-Schrift Vignetten zur Ehmcke-Schwabacher Vignetten zur Hölzl-Mediaeval Vignetten zur Ingeborg-Antiqua Vignetten zur Jaecker-Schrift Vignetten zur Matthies-Kursiv Vignetten von Prof. F. E. Ehmcke Vignetten von Prof. F. W. Kleukens Viktoria-Einfassung Viktoria-Kanzlei Visite Vorsatzmuster Washington Währungs-Zeichen Werk-Bek-Gran Weihnachts-Einfassungen Weihnachtsfrieden-Einfassung Wein-Einfassung Rebe Wein-Einfassung Serie 20036 Weißflog-Antiqua Weißflog-Antiqua, halbfette Weißflog-Kursiv Weißflog-Kaptitälchen Wiener Antiqua Wiener Antiqua, halbfette Wiener Kursiv Wissenschaftliche Zeichen Wodan, lichte Wodan, schmale fette Wurzel-Zeichen Xylographia Xylographia-Versalien Zeichen Zeichen, allgemeiner Art Zeichen für Börsenkurse Zeichen des Zierkreises Zeilenfüller zur Deutschen Laufschrift Zeilenfüller zur Jaecker-Schrift Zierbuchstaben zur Ehmcke-Schwabacher Zierleisten in Holz Zierat zur Jaecker-Schrift Zierstücke zur Sensation Ziffern, Diamant, Perl und Nonpareille Ziffern, Kolonel Ziffern, Petit Ziffern, Borgis Ziffern, Garmond Ziffern, Cicero Ziffern, Mittel Ziffern, Tertia Ziffern, Text Ziffern, 2 Cicero Ziffern, Doppelmittel Ziffern, Doppelmittel Ziffern, 3 Cicero Ziffern, Doppeltext Ziffern, 4 Cicero Ziffern, 4,5 Cicero Ziffern, 5 Cicero Ziffern 5,5 Cicero Ziffern, 6 Cicero Ziffern, 7 Cicero Ziffern, 8 Cicero Ziffern, 9 Cicero Ziffern, Fahrplan- Ziffern für Börsenkurse Ziffern, Kalender- Ziffern, Katalog- Ziffern, Lotterie- Ziffern unserer Amtsschriften Ziffern unserer Reform-Grotesk-Schriften Ziffern unserer Säculum-Schriften Zinko Zirkular-Säculum Zirkular-Torpedo Zweifarbige Bek-Gran-Einfassungen Zweifarbige Torpedo
  7. 4 Punkte
    Georg Kandler (1913–2004) war gelernter Schriftsetzer und konnte über Jahrzehnte hinweg die einschneidenden Veränderungen dieses Berufes von wechselnden Standorten und Positionen aus mitverfolgen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt er in einer britischen Druckerei am Suez-Kanal Einblick in die Eigenarten englischer Satztechnik und fand Zugang zur entsprechenden Fachliteratur. Anfang der 1950er-Jahre legte er die Schriftsetzer-Lehrmeisterprüfung ab und war anschließend mehr als zwanzig Jahre Berufsschulleiter für grafische Fachklassen in Braunschweig. Fast hautnah erlebte er er den Übergang vom Bleisatz zu den neuen Verfahren der Satzherstellung und wurde Zeuge, wie bewährte Druckschriften zusammengeschüttet ins Altmetall wanderten. In dieser Zeit setzen seine Bemühungen ein, seltene Schriften sicherzustellen und zusammenzutragen. Außerdem sammelte er auch Material zu typografischen Themen, die in Fachzeitschriften auftauchten, zum Beispiel zu Gussmarken, zum Falzkegel, dem Musterschutzgesetz oder der Einführung von (Antiqua-)ß und ẞ. Im zweibändigen Werk »Alphabete – Erinnerungen an den Bleisatz« werden Bleisatzschriften aus 29 europäischen Schriftgießereien dargestellt. Einige davon entstanden vor mehr als 100 Jahren und konnten vom Autor im letzten Augenblick vor der Vernichtung bewahrt werden. Angereichert ist das Werk darüber hinaus mit vielen kurzen Fachbeiträgen zu typografischen Themen. Inhalt: Die Schriftgießereien Klassifikation der Schriften Die Schriftfamilie Die Schriftgarnitur Gußmarken Der Falzkegel Vom typographischen System Druckersprache und Synonyme Die Alphabete, Hinweise Die Buchdruckletter Ligaturen – heute und gestern Seltene Ligaturen Das Qu in den Schriften der Renaissance-Antiqua Kapitälchen Das Antiqua-ß S & G und der amerikanische Schriftguß Ungewöhnliche Ausnutzung des Letternkegels Akzente im Setzkasten Überhänge und Unterschneidungen Das Versal-SZ in Antiqua-Schriften et-Zeichen Monotype-Schriften Gleicher Schriftgrad – verschiedene Systeme Schreibmaschinenschriften Erkennungsmerkmale bei Groteskschriften Von Spießen und Blockaden Futura – die neue Groteskschrift Groteskschriften im Zeilenguß Futura – Gerangel um die endgültige Buchstabenform Steile Futura Die Gill-Grotesk Iller oder Dreier? Eine neue Schrift prägt das Gesicht einer Großstadtzeitung Helios, die Schrift mit zwei Gußmarken Schriften für den Anzeigensatz Frauen stellen sich zum Wettsetzen 219 x Buchstabe »G« Die turmino-Fächer im Setzkasten Übersetzer Englische Schreibschriften Falzkegelschrift A Die Schriftsperrklötzchen von Schelter & Giesecke Umlautversalien bei deutschen Schriftgießereien Die Mistral mit zusätzlichen Bestimmungshilfen Mit der Prägefest Vorstoß in die Werbung Salto – 20 p auf Doppelmittelkegel? Die Buchstaben in den ersten Frühdrucken Das Musterschutzgesetz von 1867 Die Münster-Gotisch: keine Gotisch! u und n in Frakturschriften Brotschriften und Entlohnung Vom et-Zeichen zum »und so weiter« Das runde r Wohin mit den Pünktchen? Die Signatur als Erkennungszeichen Vom Alineazeichen zum Satzeinzug W. Pfnor, Großherzogl. Hofkammersekretär und Schriftgießer Sonderlinge ch und ck Gekrönte Häupter am Setzkasten Schriftenregister Akzidenz-Grotesk Amazone Aristokrat-Versalien Ariston Arkona Ashley Script Atrax Behrens-Schrift Belwe-Antiqua Belwe-Gotisch Bembo Berliner Grotesk Bernhard-Antiqua Berthold-Fraktur Bison Blado-Kursiv Bodoni-Antiqua Boulevard Brahms-Gotisch Breitkopf-Fraktur Candida Caprice Carola-Grotesk Cheltenham Chronika City Claudius Codex Colonia Constantia Delphin Deutsche Schrift Deutschmeister DIN-Grotesk-Kursiv Diplomat Duo licht Duo dunkel Echo Elan Element Elite-Kanzlei Elzevir Energos Enge Antiqua Erbar-Grotesk Erbar-Mediäval Eugenie Excelsior Faksimile Federzug-Antiqua Fette Gotisch Fichte-Fraktur Figaro Flott Forte Forum I Forum II Fox Fraktur 14g Fraktur-Kursiv Friedr.-Bauer-Grotesk Futura Garamond Gavotte Genzsch-Antiqua Gill Gong Gotenburg Gotisch Grafique Griechisch Gutenberg-Gotisch Hans Sachs Headline Heinrichsen-Kanzlei Helios Reklameschrift Helvetica Herold Hiero-Rhode-Kursiv Hölderlin Holländisch Ideal-Grotesk Ideal I Imprimatur Intarsia Isolde Jessen-Schrift Journal-Antiqua Kabinett/Unger-Fraktur Kanzlei Kardinal Kavalier Kleukens-Kursiv Koloß Kompakt Komtesse Koralle Korinna Kreß, Versalien Kristall-Grotesk Kumlien-Antiqua Künstler-Schreibschrift Kurrenta-Kursiv Kupferstich-Antiqua Largo Latein. Schreibschrift Laudahn-Kanzlei Legende Leibniz-Fraktur Leipziger Altfraktur Lichte fette Grotesk Liebing-Type Linkskursiv Lithograph Lo-Schrift Lucian Lucina Mainzer Fraktur Manuskript Manuskript Gotisch Matheis-Mobil Maxim Maximilian-Gotisch Maximilian-Antiqua Mediäval Memphis Mistral Mona Lisa Monotype-Antiqua Münster-Gotisch Narziß National Neuland Neuzeit-Grotesk Nordland Offenbach Olympia Stena Orpheus Palatino Palomba Placard Plastica Poliphilos Polka Post-Antiqua Prägefest Primadonna Prinzeß Privat Pro Arte Quick Reflexschrift Helios Regina Reiner Black Renaissance Reporter Rhapsodie Rheingold Romanisch Römisch Zirkular Rousseau Rhythmus Salto Saphir Schelter-Kursiv Schlanke, Die Schreibmaschinenschrift Schreibschrift Schul-Antiqua Schul-Fraktur Schwabacher, Alte Sabaldus-Gotisch Semper-Kursiv Senats-Antiqua Signal Solemnis Sorbonne Splendor Swing Symphonie Times Thannhaeuser-Fraktur Trajanus Trump-Mediäval Umkehrschrift Univers Vesta Virtuosa Volta Walbaum-Antiqua Wallau Weiß-Antiqua Weiß-Fraktur Weiß-Kapitale Weiß-Lapidar Werbe-Grotesk Wieynk-Fraktur Wilhelm-Klingspor-Schrift Wotan-Grotesk Zentenar-Fraktur Zierschrift-Initialen
  8. 4 Punkte
    Die Zeit, in der die Letternproduktion mit einem tonnenschweren Material- und enormen Zeitaufwand verbunden war und Buchstaben in Form eines dreidimensionalen Körpers greifbar, messbar und nach Gewicht bestimmbar waren, fand mit den technischen Entwicklungen des vergangenen Jahrhunderts ihr Ende. Obwohl Formensprache und -logik auf Jahrhunderte tradierten Gesetzmäßigkeiten beruhen, ist die Schriftproduktion heute vom ursprünglichen Handwerk weit abgerückt: Gestaltung sowie Herstellung von Schrift erfolgen am Computer mittels Software. Lediglich die Bezeichnung der Schriftverlage als Foundrys (also Gießereien) schafft eine Verbindung in die Bleisatzzeit. Relikte dieser Ära findet man heute nur noch in musealer Umgebung, speziellen Ausbildungsstätten oder kleinen Druckereien, die für Liebhaber des Vergangenen Drucksachen im Bleisatz realisieren. In ihrem Buch »Leipziger Kegel«, das als Abschlussarbeit in der Schriftklasse an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig entstand, wirft Monique Dickmanns einen Blick zurück. Der erste Teil des Buches geht der Frage nach, wie sich die Schriftgießereien entwickelten. Ausgehend von Leipzig, welche lange Zeit als die Stadt des Buches weltweites Ansehen genoss, findet eine chronologische Aufarbeitung der Stadtgeschichte aus Sicht eines Industriezweiges statt, der als Kernstück der buchherstellenden Industrie hinter den weiterführenden Produktionszweigen oft im Hintergrund blieb. Dabei beginnt die Betrachtung mit der Erfindung des Buchdrucks in der Mitte des 15. Jahrhunderts und dessen Aufkommen in Leipzig durch die Frühdrucker, erstreckt sich über die Entstehung der ersten Gießereien, ihrer Emanzipation zu selbstständigen Unternehmen sowie deren Blütezeit und endet mit der Einstellung der Bleiletternproduktion im 20. Jahrhundert. Beweglich. Austauschbar. Kombinierbar. – Die Geburtsstunde der Bleilettern Leipzig im 15. Jahrhundert – Auf den Spuren früher Drucktypen Leipzig im 16. Jahrhundert – Erste Schritte in die Selbstständigkeit Leipzig im 17. Jahrhundert – Anton Janson und die eigenständige Schriftgießerei Leipzig im 18. Jahrhundert – Normierung im Schriftguss Leizpig im 19. Jahrhundert – Vom Blei zum digitalen Abbild Ausblick – Schriftschaffen heute Den zweiten Teil des Buches bilden Gespräche mit fünf Zeitzeugen, welche für die letzte kommerziell tätige Leipziger Schriftgießerei arbeiteten. Neben den Schriftkünstlern Hildegard Korger und Gert Wunderlich, deren Schriften beim VEB Typoart Dresden realisiert wurden, kommen ebenfalls ein Galvanoplastiker und Justierer, ein Stempelschneider sowie ein Schriftgießer zu Wort, berichten unter anderem von ihrem Arbeitsalltag und erinnern sich an den Moment der Schließung des Unternehmens. Das Buch erschien bislang lediglich in einer selbstproduzierten Kleinauflage von 50 Stück. Wer sich eines der wenigen Exemplare sichern möchte, wendet sich an http://fonts.zentrumwest.com Das Buch ist reich bebildert und wartet mit interessanten fotografischen Fundstücken aus der Leipziger Schriftproduktion auf. Leider ist die Qualität der Abbildungen nicht immer optimal. Gesetzt wurde das Buch übrigens aus der Schrift Mingo der Autorin sowie der Zentral ihres Geschäftspartners Peter Mohr.
  9. 3 Punkte
    Mit »Making Fonts!« erschien im Verlag Hermann Schmidt Mainz ein Einsteigerbuch zum Thema Schriftgestaltung. Geschrieben und gestaltet wurde es von den schriftaffinen Designerinnen Chris Campe (All Things Letters) aus Hamburg und Ulrike Rausch (LiebeFonts) aus Berlin. Auf etwas über 200 farbigen Seiten wird der Leser in das Feld der professionellen Schriftgestaltung eingeführt. Da dies ein weites Feld ist, beschränkt sich das Buch zu Recht auf das Entwerfen von dekorativen Schaugrößenschriften. In diesem Rahmen werden jedoch alle notwenigen Details beleuchtet und Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Nach einigen Grundlagen (»Type-Design Basics«) im ersten Kapitel, geht es im Rest des Buches praxisnah um die Gestaltung einer vertriebsfähigen dekorativen Schrift. Von den Ideen bis zum fertigen Produkt werden dabei alle typischen Schritte durchlaufen und erklärt. Vom Entwurf (Kapitel »Schrift gestalten«), über den digitalen Ausbau im Schrifteditor (Kapitel »Fonts anlegen« und »Fonts produzieren«) – bis hin zur Programmierung typischer OpenType-Funktionen. Der Fonteditor Glyphs wird im gesamten Buch beispielhaft verwendet und alle gezeigten Funktionen beziehen sich ausschließlich auf diesen. Auf die Grundlagen folgt ein Workshop-Kapitel, in dem einige Schriftstile (Handschrift, Schreibschrift, Schnurzugschrift, konstruierte Schrift) und -arten (Multiple-Master, Ebenen-Schriften) noch einmal separat besprochen werden. Im letzten Kapitel gibt es abschließend Tipps zum Thema Schriftlizenzen, Vertrieb und zum Marketing. Fazit: Schriftgestaltung ist ein großes, eigenes Berufsfeld und das zugehörige Wissen könnte viele Bände füllen. Making Type schafft mit der Beschränkung auf dekorative Schriften einen hervorragenden Einstieg in die Materie, der Lust auf mehr macht. Dazu trägt auch der lockeren Schreibstiel der Autorinnen bei, der passend zum Buch eher wie eine Workshop-Begleitung, denn ein autoritäres Lehrbuch gehalten ist. Das Buch ist durchweg erfreulich praxisnah geschrieben und beantwortet unzählige Fragen, die Einsteiger typischerweise haben. Mein einziger Kritikpunkt: Der Klappentext verschweigt, dass fast alle Kapitel des Buches auf dem nur für Mac OS verfügbaren Fonteditor Glyphs aufbauen. Zwar sind die gezeigten Schritte in der Schriftgestaltung prinzipiell auch auf andere Fonteditoren übertragbar, aber die anvisierte Zielgruppe der Einsteiger ist damit vermutlich überfordert. Bedenkenlos empfehlen kann ich das Buch also nur für Mac-Nutzer mit Zugriff auf zumindest die Demo-Version von Glyphs. Der passendere Untertitel des Buches wäre wohl »Der Einstieg ins professionelle Type-Design mit Glyphs« gewesen. Übrigens ist das Buch somit auch ein perfektes Einsteigerbuch für alle, die Glyphs bereits besitzen und das Programm besser kennen lernen möchten. Selbst wer tiefer in die Materie einsteigen möchte und etwa auch Grotesk- und Antiqua-Familien entwickeln möchte, findet in Making Type einen guten, didaktisch aufbereiteten Überblick über die typischen Arbeitsschritte in Glyphs.
  10. 3 Punkte
    Mit dem Handbuch Handlettering erschien im Schweizer Haupt Verlag ein weiteres Buch zum Trendthema Lettering. Die Autorin Chris Campe ist ausgebildete Buchhändlerin und hat Kommunikationsdesign (in Hamburg und Paris) und Kulturwissenschaften (in Chicago) studiert. Seit 2014 hat sie sich mit ihrem Büro All Things Letters auf Schrift und Typografie spezialisiert. Ihr Wissen zum Thema und ihre arbeitstechnische Herangehensweise werden im vorliegenden, 160-seitigen Buch dargeboten. Die ersten 60 Seiten widmen sich ausführlich den Grundlagen: Begriffserklärungen, Lettering-Materialien, Schriftstile, typografisches Einmaleins usw. Als Anleitung zum Lettering folgen zwei Hauptkapitel: Brushpen Lettering als geschriebene Pinselschrift wird über circa 30 Seiten erklärt. Im folgenden Kapitel geht es um die tatsächlich gezeichnete Schrift. Neben der Zeichentechnik wird hier auch Ausdruck und Seitenaufbau viel Raum gegeben. Das letzte Kapitel widmen sich dem Digitalisieren der analogen Ergebnisse. Ein Aspekt, der insbesondere für kommerzielle Lettering-Anwendungen (Logos, Buchcover usw.) natürlich auch eine wichtige Rolle spielt. Das reich illustrierte und ansprechend gestaltete Buch baut auf fundiertes Wissen zum Thema Schrift auf. Man kann das Buch also auch Fachleuten wie Grafikdesignern und Illustratoren, die in das Thema Lettering einsteigen wollen, bedenkenlos empfehlen. Wie auch Lust auf Lettering von Martina Flor, gibt das Handbuch Handlettering einen Überblick über die Thematik. Grundlagen, Materialen und Arbeitsweisen werden fundiert und im Zusammenhang erläutert. Doch das Handwerk des Lettering-Profis kann man sich freilich nicht mit einzelnen Büchern anlesen. Hier heißt es letztlich üben, üben, üben. Mehr als gutes Überblickswissen sollte man also nicht erwarten. Auch ist das Buch bewusst nicht als Übungsbuch angelegt. So ist man nach der Lektüre des Buches ohne begleitende Kurse dann in der Umsetzung des Schreibtrainings doch wieder auf sich allein gestellt. Eventuell könnten hier in Zukunft noch Schreibvorlagen zum Herunterladen nachgelegt werden.
  11. 3 Punkte
    Siebzig Jahre nach der Reichskristallnacht ist es immer noch eine Gratwanderung, ein Buch zur Corporate Identity der Nationalsozialisten zu machen. In sachlicher Distanz setzt sich Andreas Koop seit Jahren mit der Gestaltung der Macht und dem Erscheinungsbild des Nationalsozialismus im Speziellen auseinander. In NSCI dokumentiert er nüchtern eine der best durchdeklinierten CIs: Von den gesellschaftlichen Trends und dem Boden für Blut und Boden , über die Sprache bis zum Logodesign. Von den Medien über Organigramme und Gruppierungen bis zu den Uniformen. Von den Events über die Architektur bis zu den Zeichen der Macht in Schrift, Typografie und Farbe. Aus der Maschinerie der Gleichschaltung in allen Bestandteilen der Corporate Identity des Schreckens kann und sollte man lernen! (Klappentext) Andreas Koop ist Kommunikationsdesigner und führt seit 1995 ein Designbüro im Allgäu. Corporate Design ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit. Im Buch NSCI verknüpft er dieses Thema mit einer historisch-visuellen Dokumentation. Trotz der Abkürzung CI im Buchtitel werden jedoch nicht alle Identitätsaspekte besprochen, sondern das Buch dreht sich vor allem um Grafikdesign. Nach einer Einführung zur »völkischen Bewegung« und der Schrift und Sprache der Zeit gliedert sich der Hauptteil des Buches in zwei Bereiche. Im ersten Teil werden die einzelnen Elemente des Erscheinungsbildes beleuchtet: Hakenkreuz, Reichsadler, Reichsflagge, Partei- und Nationalfarben sowie Schrift und Typografie. Im zweiten Teil geht es um Printmedien, Embleme und Uniformen sowie die Inszenierung im »öffentlichen Raum«. Auch wenn es für dieses Thema ungewöhnlich erscheint: NSCI untersucht das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten wie das Corporate Design eines Unternehmens. Entsprechend ist es bebildert und entsprechend werden alle Themen wie Bausteine eines Corporate Designs erklärt und soweit es möglich ist historisch eingeordnet. Zu tief steigt Andreas Koop in einem 160-seitigen Buch jedoch dabei jeweils nicht ein. Letztlich böte fast jedes Kapitel Raum für ein eigenständiges Buch. Der Überblick ist aber dennoch rund und gelungen. Der Autor bewegt sich mit diesem Buch auf einem schmalen Grat zwischen zwei Welten: Geschichtswissenschaft und Grafikdesign. Dennoch meistert er dies meiner Meinung nach sehr gut. Die Analysen sind mit historischem Sachverstand und dem nötigem Abstand geschrieben. Dennoch: wie auch der Autor im Vorwort selbst einräumt, werden Historiker und Politologen eher Probleme mit so einem Buch haben, da Koop die komplexen historischen Zusammenhänge nur anreißen kann und sich stattdessen vor allem auf rein visuelle Dinge stützt. Für Grafikdesigner ist so eine Auseinandersetzung der symbolstarken Mittel des Designs für politische Zwecke jedoch äußerst interessant. In diesem Sinne wurde in der zweiten Auflage (2012) der Fokus auch noch einmal ein wenig in diese Richtung verschoben. Die in Tafeln dargestellten, verkürzt aufgelisteten historischen Abläufe verschwanden und dafür kamen über 50 neue Abbildungen hinzu. Ein treffendes Fazit von Ruedi Baur zum Buch, dem ich gern anschließen kann: Wenn ein Designer die Geschichte interpretiert, nehmen die Zeichen ihre wahre Rolle ein. Sie zeigen, dass sie ein Teil der Macht sind – und Gestalter Verantwortung tragen. Die Konfrontation mit dem visuellen Konstruktionen dieser Diktatur zeigt zudem, wie nahe sich viele anerkannte und übliche Formen der »Marketing-Propaganda« nach dem Krieg bewegen. Das Buch zeigt deshalb eindrucksvoll, welche Erkenntnisse eine visuelle Forschung gewinnen kann.
  12. 3 Punkte
    Vor 100 Jahren im Bleisatz waren Schriftproduktion und Vertrieb noch so teuer, dass sich die Bestseller unter den Schriften meist nur bei den großen, finanzstarken Schriftgießereien fanden. Mit der Digitalisierung der Schrift und offenen, weltweit zugänglichen Vertriebsplattformen wie MyFonts können heute aber auch schriftgestalterische »Einzelkämpfer« in kurzer Zeit Bekanntheit erlangen. Vor einigen Jahren war etwa der Niederländer Jos Buivenga einer der ersten der neuen »MyFonts-Stars«. Ein Schriftgestalter, der aktuell mit fast jeder neuen Schrift in die Bestseller-Listen einsteigt, ist der Berliner Hannes von Döhren mit seinem Label HvD Fonts. In einem beim »Hermann Schmidt Verlag« erschienenen Buch stellt er nun sein Schriftschaffen der letzten sechs Jahre vor. Den größten Teil des 272 Seiten starken und komplett englischen Festeinband-Buches machen die Vorstellungen bzw. Präsentationen von 31 Schriftentwürfen aus. Die Aufmachung entspricht den üblichen Schriftmustern, wie man sie heute meist digital auf Webseiten und in PDFs vorfindet: ein kurzer (werblicher) Beschreibungstext, Alphabet-Übersichten sowie fiktive Textdarstellungen mit Einzelwörtern und Blindtextabsätzen. Angereichert wird das Buch von einem Fachtext von Jan Middendorp, der über Hannes von Döhren und die neuen Möglichkeiten des Schriftvertriebes schreibt. Außerdem gibt es zwei Interviews: eines mit Hannes von Döhren und eines mit Freund und Mitarbeiter Livius Dietzel. Am Ende des Buches gibt es eine Bildersammlung mit HVD-Fonts in realen Anwendungen. Käufer des Buches erhalten auch einen persönlichen Code und können sich fünf HvD-Einzelfonts im Wert von 99 Dollar auf der Website von Fontspring herunterladen. Fazit: Das Werk ist vor allem ein Schriftmusterbuch, das sämtliche HvD-Fonts in gedruckter Form zeigt – früher hätte man von einer so genannten Hauptprobe gesprochen. Jedoch waren solche Schriftmuster in der Regel kostenlos, denn sie waren vor allem Werbematerial, das zum Schriftenkauf animieren sollte. Mit einem Kaufpreis von 39,80 Euro ist das hier vorliegende Schriftmusterbuch in diesem Sinne vergleichsweise teuer und bietet abgesehen von der Druckform der Schriftmuster inhaltlich leider kaum einen Mehrwert – man denke etwa an mögliche tiefer gehende Hintergrundinformationen zu den Schriftentwürfen, Skizzen und Anekdoten aus dem Gestaltungsprozess oder schriftgestalterische Einordnungen und Analysen, aus denen der Leser des Buches etwas lernen könnte. Schade! Für knapp 40 Euro sind mir rein werbliche Schriftmuster zu wenig. So kann ich leider keine allgemeine Kaufempfehlung aussprechen und das Buch nur eingefleischten Schriftmustersammlern und Von-Döhren-Fans empfehlen.
  13. 3 Punkte
    Jan Tschicholds Meisterbuch der Schrift erschien Mitte des 20. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit waren fast alle Schriftanwendungen, die nicht mit Druckschriften gesetzt wurden – also zum Beispiel Logos und Schilder aller Art – in Handarbeit als Lettering bzw. Kalligrafie gefertigt. Tschichold war mit der Qualität dieser Arbeit höchst unzufrieden. »Fast alle Schrift die uns begegnet, ist schlecht, ungenügend oder wild. […] Man muß von einem erbärmlichen Tiefstand reden«. Die Ursache sah er in unzureichendem Wissen über Schriftgeschichte bzw. -entwurf und einem »Mangel an guten Vorlagen«. Mit dem Meisterbuch der Schrift wollte Tschichold hier einen Gegenpol setzen. Das Werk richtete sich dabei explizit an Schriftmaler, Grafiker, Bildhauer, Graveure, Lithografen, Verlagshersteller, Buchdrucker, Architekten und Kunstschulen. Auf den ersten, knapp 50 Seiten gibt Tschichold Einblicke in Schriftgeschichte, Schriftklassifikation und Empfehlungen zum Umgang mit Schrift, etwa zur Zurichtung von Buchstaben und Zeilen oder der Schriftwahl. In typisch tschichold’scher Manier werden die Empfehlung nicht selten wie Gesetze definiert, die keinen Widerspruch dulden. Darüber hinaus setzt sich Tschichold auch mit einzelnen Buchstaben auseinander. Hier findet sich etwa Tschicholds berühmte und umstrittene These, dass das Eszett auch in gebrochenen Schriften eigentlich eine Ligatur aus ſ und s wäre. Auch äußert er sich zum &, dem ſ in der gebrochenen Schrift (dessen Verzicht er als »Barbarei« bezeichnet), zu Umlauten und zur Unterscheidung von I und J. In der Antiqua wünscht er sich hier ein I ohne Bogen, in den gebrochenen Schriften sieht er in der unterschiedlichen Ausgestaltung der beiden Versalien eine Missgeburt. Den Rest des Buches machen dann die 176 Schriftmuster-Tafeln aus, in denen Tschichold Alphabete und Anwendungen aus 2000 Jahren lateinischer Schriftkultur präsentiert. Von antiken Inschriften über mittelalterliche Schreibmeister-Blätter bis hin zu modernden Druckschriften des 20. Jahrhunderts erstreckt sich dabei die Auswahl. Nach der Originalauflage von 1952 wurde das Buch mehrfach neu aufgelegt und auch ein günstiger Reprint des Nikol-Verlages ist erhältlich. Inhalt Vorwort Schrift als künstlerische Aufgabe Gute und schlechte Buchstaben Die älteren Schriftarten Die neueren SchriftartenKlassizierung und Benennung der Hauptschriftarten [*]Der Umgang mit Großbuchstaben Der Wortabstand in Großbuchstabenzeilen Der Zeilenabstand von Großbuchstabenzeilen [*]Der Umgang mit Kleinbuchstaben Der Wortabstand in Kleinbuchstabenzeilen Der Zeilenabstand von Kleinbuchstabenzeilen [*]Die Wahl der richtigen Schrift [*]Die Anordnung von Schriftgruppen und Schildern Schöne Schildproportionen [*]Einzelheiten Über Herkunft und Form des ß Das lange ſ der gebrochenen Schriften Von &-Zeichen [*]Über die Umlaute und den Unterschied zwischen I und J [*]Tafeln [*]Bemerkungen zu den Tafeln [*]Verzeichnis der Schriftarten und Künstler
  14. 3 Punkte
    Das Buch The Origin of the Serif untersucht die Entstehung der Serifen und legt dar, dass sie entgegen der üblichen Einlassungen in vielen Typografie-Standardwerken kein Ergebnis der Meißeltechnik, sondern eine Folge der Schreibtechnik mit dem Pinsel sind. Edward M. Catich erlernte in einem Waisenhaus die Schildermalerei. Nach seinem Studium führte ihn sein Glaube in den 1930er-Jahren nach Rom, wo er neben theologischen Fächern auch Archäologie und Paläografie studierte. Während dieser Zeit untersuchte er vor Ort die antiken Inschriften, insbesondere auch jene am Fuße der Trajansäule. Zurück in den USA gründete er später an der katholischen Saint Ambrose University einen Fachbereich für Kunst und lehrte dort 40 Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahre 1979. Kalligrafie und die Steinmetztechniken blieben über all die Zeit seine Leidenschaft und machten ihn in Technik und Historie zu einem Experten auf diesem Gebiet. Auf über 300 Seiten setzt sich Catich in diesem Buch ausführlich mit allen Aspekten antiker lateinischer Versalschrift auseinander. Er beleuchtet sowohl die Details der Buchstabenformen, als auch die zugehörige Steinmetz-Technik im Detail. Der Klappentext beginnt mit den Worten: »This book is upsetting. It is indended to be.« Mit seinen Kenntnissen der Kalligrafie und Steinmetztechnik widerlegt Catich reihenweise die Einlassungen namhafter Typografen zu antiken Schriften und ihrem Aussehen. Catich verfügt jedoch nicht nur über historische Kenntnisse, sondern kann die antiken Schriften selbst meisterlich schreiben und meißeln und seine Argumente kommen somit aus jahrzehntelanger eigener Praxis. Im deutschsprachigen Raum ist das englische Buch leider nur schwer zu bekommen und daher trotz seiner Relevanz nur wenig bekannt. Es kann jedoch aus den USA zum Beispiel über John Neal Bookseller als Paperback oder Hardcover bestellt werden.
  15. 3 Punkte
    Die Schriften des Malers ist eine großformatige Mappe mit »Vorlagen und Anleitungen für das Maler-, Lackierer- und Schilderhersteller-Handwerk«. Die Mappe enthält ein 124 Seiten starkes Lehrbuch sowie 50 separate Tafeln, die hauptsächlich Schriftmuster enthalten. Das Buch beschreibt alle Aspekte des Schildermaler-Handwerkes – von stilistisch/historischen Grundlagen der Schrift bis hin zu allen gestalterischen und technischen Belangen beim Entwurf und der Umsetzung von Schrift-Beschilderungen. Die Schrift-Vorlagen-Tafeln sind auf hohem Niveau geschrieben bzw. gezeichnet und stellen eindrucksvoll die Schriftgestaltung im deutschen Schildermaler-Handwerk in der Mitte des 20. Jahrhunderts dar. Inhalt des Buches: Die Geschichte unserer Schrift Die Grundlagen der Schriftgstaltung Geschriebene und gezeichnete Schriften Das Skelett der Buchstaben Der optische Ausgleich Statik und Dynamik der Buchstaben Der Buchstabenabstand Der Wortabstand Der Zeilenabstand Die Einteilung [*]Wahl und Anordnung der Schrift Die Anpassung an Zweck und Umgebung Die Textgestaltung Die Rechtschreibung auf Schildern Die Schriftwahl Grundsätze für die Mischung Die Lesbarkeit Das Größenverhältnis von Schrift und Fläche Die symmetrische Anordnung Die asymetrische Anordnung Der Schriftblock Die Kontraste Die senkrechte Zeile Die gebogene Zeile Die schräggestellte Zeile Die negative Zeile [*]Proportionsänderungen Die Bildung der fetten und der mageren Form Dekorative Veränderung der Schrift Die Sperrung [*]Die farbige Gestaltung Die Tonwerte Die Farbe der Schrift im Innenraum Die Farbe der Außenbeschriftung Der Einfluß der Farbe auf die Lesbarkeit [*]Die dekorative Ausgestaltung der Schrift Allgemeines Die Konturen Der Schatten Die Belebung der Buchstabenschenkel Die Prismaausführung [*]Bildhaft dargestellte Schrift Allgemeines Die plastische Schrift Plastische Schrift in frontaler Perspektive Perspektivische Schrift in der Übereck-Ansicht Perspektivische Schrift auf regelmäßig gekrümmten Flächen Die Schrift auf unregelmäßig gekrümmten Flächen [*]Schriftübungen Der Nutzen des Übens Vorbereitungen zum Üben Schreibgerät und Schreibflüssigkeit Das Üben mit der Feder Das Üben mit dem Pinsel [*]Die Technik Werstatt und Material Die Skizze, der Entwurf Die Pause Die Aufzeichnung Schreibgerät und Schreibtechnik [*]Unsere Alphabettafeln Anleitung zu ihrer Anwendung Die Redis-Grotesk Gotische Schrift I Gotische Schrift II Antiqua Antiqua-Kursiv Unziale Schwabacher Kanzleischrift Deutsche Schreibschrift Blockschrift Blockantiqua Wiener Blockschrift Steile Blockantiqua Römische Kapitalschrift Mediäval-Antiqua Klassizistische Antiqua Egyptienne Steile Antiqua Textur Fraktur Rotunda Runde Kursiv Fette Kursiv für Schilder Neuzeitliche Antiqua für Schilder Freie Wechselzugblock Freie Schnurschrift Lateinische Piselschrift Plakat-Bandzugschrift Filmschrift Werbe-Kursivschrift Modeschrift Englische Schreibschrift Feine Kursiv Italienne-Formen Freie Plakatschrift Antiqua für dekorative Wandschrift Neuzeitliche Unzialschrift Kurrentschrift Barockschrift [*]Die Anwendungsgebiete der Schrift Die Wandbeschriftung im Innenraum Die Fassadenbeschriftung Der Giebel Das Plakat Das Schild Das Glasschild Das Glastransparent Die plastischen Buchstaben Die Leuchtbuchstaben Die Gestaltung der Ladenfront Der Lieferwagen
  16. 3 Punkte
    Ein undogmatisches Plädoyer für die Schönheit der gebrochenen Schriften. Der Antiqua-Fraktur-Streit wurde lange Zeit erbittert und ideologisch geführt. Doch auch nachdem der Streit endgültig entschieden war und die Antiqua die allgemeine Verkehrsschrift für das Deutsche geworden ist, hören die Debatten nicht auf. Die Freunde der gebrochenen Schriften verteidigen diese nach wie vor mit ideologisch geprägten und sachlich und historisch kaum tragfähigen Argumenten. Das Buch Albert Kaprs bietet dazu einen erfreulich sachlichen Gegenpol. Kapr gelingt es, die Geschichte der gebrochenen Schriften zu erzählen, ohne sich auf eine Seite der damals zerstrittenen Lager zu schlagen. Das Buch gliedert sich dabei in folgende Bereiche: Gut die Hälfte des Buches machen die historischen Abhandlungen aus. Dies reicht von der Entstehung der gebrochenen Schriften und der Ausbildung ihrer verschiedenen Gattungen bis hin zur Dokumentation des Antiqua-Fraktur-Streites, der schon Ende des 18. Jahrhunderts begann und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kulminierte. Auch die unterschiedliche Entwicklung beim Einsatz der gebrochenen Schriften in Ost- und Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg wird besprochen. Im zweiten Tel des Buches übernimmt zunächst Hans Peter Willberg mit einem Aufsatz über das »falsche Image der Fraktur«.Anschließend zeigt Kapr auf circa 100 Seiten die seiner Meinung nach schönsten gebrochenen Druckschriften auf und erklärt diese jeweils kurz. Den Abschluss bilden ein Aufsatz von Friedrich Forssman über die klassischen Satzregeln gebrochener Schriften und eine Zusammenstellung Willbergs von Anwendungsbeispielen aus dem Buchdruck.
  17. 2 Punkte
    Das Buch »Typografie für alle: Überzeugen Sie mit guter Schrift« ist ein Typografie-Buch von Claudia Korthaus, das sich ausdrücklich an »Nicht-Designer« richtet. Der Klappentext nennt als Beispiele Autoren, Wissenschaftler, Anwälte, Sekretäre und Studenten, die überzeugende Dokumente, Präsentationen, Geschäftsberichte, Werbemittel und Websites gestalten möchten. Entsprechend versucht das Buch Grundlagen des Grafikdesigns, insbesondere im Hinblick auf die Schriftanwendung, zu vermitteln. Die 257 Seiten des durchgängig vollfarbigen Buches gliedern sich dabei in vier Kapitel. Das erste Kapitel erklärt kurz grundlegendes zur Bedeutung der Typografie in gestalterischer Arbeit. Kapitel 2 (»Die Schrift als Schlüssel«) gibt einen Überblick, wo man kommerzielle und kostenlose Schriften herbekommt und was es in Hinblick auf die Qualität dabei zu beachten gibt. In Kapitel 3 folgen »Schriftwahl und Schriftmischung«. Ausgehend von einer Schriftkategorisierung mit sechs »Schubladen« werden typische gestalterische Schrifteigenschaften und mögliche Anwendungen besprochen. Thematisiert werden hier auch Details zur Lesbarkeit von Schrift und Prinzipien der Schriftmischung. Mit über 100 Seiten nimmt Kapitel 4 (»Die Praxis«) den größten Teil des Buches ein. Neben Erklärungen zur Detailtypografie erfolgt die Vermittlung des Wissens hier beispielhaft an konkreten Projekten: Einladung zur Taufe, Die Visitenkarte eines Geigers, Das Geschäftspapier eines Rollerverleihs, Die Broschüre eines Reisebüros, Eine Bachelorarbeit, Die Website eines Gewürzanbieters, Ein Geschäftsbericht. Beispielhafte Gestaltungen als Positiv- und Negativbeispiele vermitteln hier anschaulich, worauf Laien bei der Gestaltung achten sollten. Bewertung: Die Vermittlung der Grundlagen von Gestaltung und Typografie an »Nicht-Designer« in einem einzelnen Buch ist eine herausfordernde, nur schwer lösbare Aufgabe. Es gibt einen Grund, warum Grafikdesigner ein Beruf ist, der in mehrjährigen Berufsausbildungen bzw. Studiengängen vermittelt wird. Es gibt umfassendes Wissen zu vermitteln und erst im Gesamtzusammenhang kann alles in guter Gestaltung münden. So versucht das Buch vielleicht ein bisschen zu viel und spannt den Bogen zu weit. Der Ansatz, gute und schlechte Gestaltungsbeispiele vollfarbig gegenüberzustellen, ist für Laien sicherlich ein gut gewählter, anschaulicher Weg. Hier kann man einiges Lernen und auch die Grundlagen zu Schriftklassifikation und Detailtypografie schaden freilich nicht. Letztlich zeigen die Gestaltungsbeispiele aber dann doch klassische Grafikdesigner-Arbeiten. Dafür muss man professionelle Satzprogramme wie InDesign besitzen und natürlich beherrschen, um etwa die gezeigten Gestaltungsraster überhaupt auch nur anlegen bzw. sinnvoll nutzen zu können. Ganz zu schweigen vom Webdesign, was wieder einen eigenen Fachbereich bildet. So müssen Käufer des Buches, die tatsächlich Laien sind, dann wohl doch noch eine ganze Menge anderer Bücher mit in den Warenkorb legen, um das gelernte Wissen überhaupt in die Praxis umsetzen zu können. Und grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass alle Fachbücher dieser Art nicht nur ein Textkorrektorat durchlaufen, sondern auch von Fachleuten noch einmal vor Drucklegung gegengelesen werden. So mancher fachliche Fehler, der von Verlag und Textkorrektorat nicht bemerkt wird, spränge Fachleuten leicht ins Auge.
  18. 2 Punkte
    Dutch Type von Jan Middendorp erschien ursprünglich 2004. Nach drei Jahren war die erste Auflage von 3500 Exemplaren ausverkauft und das Buch war nur noch antiquarisch und zu hohen Sammler-Preisen erhältlich. 2018 wurde eine Neuauflage über Kickstarter finanziert und vom Autor im Selbstverlag (»Druk Editions«) neu herausgegeben. Das reich bebilderte Buch gibt einen Überblick über das Schriftschaffen in den Niederlanden – vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Die Informationen zu zeitgenössischen niederländischen Schriften wurden durch unzählige Interviews des Autors mit den entsprechenden Designern zusammengetragen. Das Bildmaterial stammt zu großen Teilen aus privaten Sammlungen. Kapitelübersicht: Early type design and printing in the Low Countries Reinventing tradition Manifestations of the new Metal type: the final years Painters and penmen Functionalism & geometry A typographic counterculture Printing types for a changing technology Letters from The Hague Letters from Arnhem Digital lettering and type Special projects Daten zum Buch: Ausführung: gebunden erschienen: Oktober 2018 Größe: 22,7 x 3,1 x 28,4 cm Übersicht der Verkaufsstellen
  19. 2 Punkte
    Antonia Cornelius studierte Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg. Als Abschlussarbeit ihres Bachelor-of-Arts-Studiums entstand 2015 im Bereich Typedesign bei Prof. Jovica Veljović das Buch »Schrift lesbar gestalten. Ein Leitfaden für Textschriften«. 2017 erschien dieses Werk in einer überarbeiteten Fassung mit dem Titel »Buchstaben im Kopf – Was Kreative über das Lesen wissen sollten, um Leselust zu gestalten« beim Verlag Hermann Schmidt. Die 180 Seiten, die durchgehend in drei Sonderfarben gedruckt sind, gliedern sich in vier Kapitel. Die ersten 30 Seiten liefern typografisches Grundlagenwissen. Es folgen circa 50 Seiten zum Thema Lesen. Wie wir sehen, lesen, Buchstaben und Wörter erkennen und so weiter. Hier wird sich auf die internationale Lesbarkeitsforschung der letzten Jahre bezogen und die Ergebnisse werden anschaulich dargestellt. Es folgen weitere 50 Seiten zum Thema Entwerfen von Schrift. Wie setzen sich Schriftfamilien zusammen? Wie gestaltet man sie und wie optimiert man die Leserlichkeit und Lesbarkeit? Den Abschluss bildet das Kapitel »Anwenden«. Hier wird in einem Überblick auf die wesentliche Kriterien und Parameter der Mikro- und Makrotypografie eingegangen. An der technischen und gestalterischen Ausstattung des »Schmidt-Buches« gibt es wie so oft nichts auszusetzen. Und der lockere anschauliche Schreibstil gefällt genauso wie die Tatsache, dass das Buch inhaltlich auf der Höhe der Zeit ist. OpenType, Variable Fonts, InDesign-Kerning, Textarten nach der neuen DIN 1450 – das Buch passt perfekt in die heute digitale Typografie. Die leicht verständliche Zusammenfassung der Lesbarkeitsforschung dürfte in dieser Form und in deutscher Sprache bislang einmalig sein und fand sich in den letzen Jahren nur in englischsprachigen Büchern wie etwa Sofie Beiers Reading Letters. Beim ersten Lesen wunderte ich mich allerdings stellenweise, an wen genau sich die Autorin richtet. Dies klärte sich für mich erst im Anhang auf. Die Autorin arbeitet an einer eigenen Schrift: der Legilux und das Buch dokumentiert somit die eigene Lesbarkeitsforschung aus Sicht des Typedesigners, wie es der Originaltitel der Universitätsabschlussarbeit auch noch aufzeigt. Wenn sich der Schmidt-Titel jetzt an alle »Kreative« widmet, ist das vielleicht etwas zu weit aufgemacht. So manches Detail im Buch – insbesondere im Kapitel »Entwerfen« – richtet sich klar nur an Schriftgestalter. Direkt empfehlen würde ich das Buch daher eher für Leser in der gleichen Situation wie die Autorin, also angehende Schriftgestalter, die sich einen Überblick über die entsprechenden Grundlagen verschaffen wollen. Andere typografische Einsteiger, die sich für reine Schriftanwendung interessieren, können aber in den anderen Kapiteln freilich auch nützliche Informationen finden.
  20. 2 Punkte
    Das vorliegende Buch entstand unter dem Originaltitel »Das typografische Werk Hermann Zapfs« als Dissertation von Nikolaus Julius Weichselbaumer an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Untersucht wurden die Fragestellungen, wie Zapf sich als Gestalter etablierte und welche sozialen, ökonomischen und technologischen Entstehungsumstände dabei einflossen. Der gut 400 Seiten starke Hauptteil des Buches beantwortet diese Fragen in einer kulturwissenschaftlich ausgearbeiteten Werkbiografie. Diese stützt sich vor allem auf Zapfs angewandte Arbeiten als Buch- und Schriftgestalter sowie seine Unternehmungen im Bereich der Schrifttechnologie. Die künstlerischen Arbeiten als Kalligraf und Zeichner stehen weniger im Fokus. Die Werkbiografie gliedert sich in die Bereiche Jugend und Ausbildung (1918–1945), Neubeginn und Etablierung als Gestalter (1945–1958), Freier Grafiker und Berater (1957–1975), Digitale Schriften und Programmierte Typographie (1976–1991) und Das Alterswerk (ab 1992). Die Darstellung der biografischen Zusammenhänge und der Hintergründe zu den gestalterischen Arbeiten ist äußerst detailreich. Der Autor konnte hier insbesondere aus dem umfangreichen Nachlass Zapfs in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel schöpfen und im Ergebnis die bislang umfangreichste Biografie abliefern, die auch auch Zapfs Autobiografie (»Alphabetgeschichten«) deutlich übertrifft. Das Buch ist als Hardcover, PDF und E-Pub erhältlich.
  21. 2 Punkte
    Im Meisterbuch deutscher Schrift zeigt Kurt Siebert anhand von Bildtafeln über 64 Seiten die Entwicklung der gebrochenen Schriften. Den Anfang machen Nachbildungen alter gotischer Handschriften. Anschließend folgen gebrochene Druckschriften. Es folgen Abbildungen aus Schreibmeisterbüchern, wie denen von Johann Neudörffer der Ältere. Den Abschluss bilden Abbildungen von Anwendungsbeispielen gebrochener Schrift, z.B. in Inschriften. Das Buch erschien vermutlich Anfang der 1930er-Jahre.
  22. 2 Punkte
    »Die Auseinandersetzung mit den klassischen Schriften gehört zu den Grundlagen der Kalligrafie und ist in vielerlei Hinsicht hilfreich. Anfängern vermittelt das Erlernen eines Alphabets das Gefühl für Formen und Proportionen einer Schrift und schult den Blick für Qualität. Für geübte Kalligrafen ist die immer wieder neue Interpretation bekannter Schriften sehr reizvoll und spannend. Außerdem hilft das Studium des formalen Charakters der verschiedenen Schriften bei der Entwicklung eigener Alphabete. In diesem Buch stellen elf erfahrene Kalligrafinnen und Kalligrafen klassische Schriften, wie Römische Kapitalis, Rustika, Karolingische Minuskel, Merowingisch und Beneventana, sowie freie Alphabete vor. Zu jeder Schrift werden die Besonderheiten erklärt. Außerdem zeigt jeder Kalligraf eine Arbeit in 'seiner' Schrift. Hier wird das breite Spektrum kalligrafischer Ausdrucksformen deutlich. Die verschiedenen Ansätze ermutigen zum Üben, denn sie zeigen, dass sich die Mühe lohnt, und bieten Anregungen für eigene Gestaltungen.« (Klappentext) Die 15 Alphabete werden in der Regel auf zwei Doppelseiten dargestellt – jeweils mit einem Musteralphabet, teilweise einem Beispielsatz und einer Arbeitsprobe mit der entsprechenden Schrift des jeweiligen Kalligrafen. Die Künstler selber werden mit einer kurzen Vita und und einem Bild vorgestellt. Auf der beiliegenden CD sind 53 PDFs mit linierten Übungsblättern zum Ausdrucken enthalten. Das Buch bietet eine interessanten Einblick in die derzeitige Kalligrafie-Szene, denn es sind im Wesentlichen fast alle namhaften, aktiven, deutschen Schriftkünstler vertreten. Man lernt sie ein wenig über ihre Kurz-Vita, die Wahl ihres Lieblingsalphabets und die Arbeitsproben kennen. Das ist alles ganz interessant, zumal man eben die verschiedene Stile hier direkt nebeneinander sieht. So findet der geneigte Einsteiger auch eine Orientierung über die Bandbreite dessen, was möglich ist. Auch wenn man es vom »Christophorus Verlag« gewohnt ist und die CD mit den Übungsblättern den Anschein erweckt, dass es sich hierbei um ein klassisches Buch zum Erlernen der Alphabete handelt, ist dies nicht unbedingt der Fall. Dafür sind die Anleitungen und Erläuterungen zu den einzelnen Schriften einfach viel zu knapp. Deswegen weiß man nicht so richtig, wofür dieses Buch gedacht ist. Als kleiner Einblick in das derzeitige, hiesige Kalligrafieschaffen ist es kurz und bündig, aber, auch für den Preis, durchaus in Ordnung. Durch die Aufbereitung mit Übungsblättern wirkt es, als wolle man damit eine breitere Käuferschicht ansprechen – allerdings könnten viele auch enttäuscht davon sein.
  23. 2 Punkte
    »Mit Schönschrift können Sie glänzen: Nicht nur bei Einladungen, Grußkarten oder Urkunden, Sie können auch mit Etiketten oder Aufschriften viele Alltags- und Gebrauchsgegenstände verschönern. Mit Jim Bennett können Sie die Kunst der Kalligrafie von der Pike auf lernen. Er erklärt Ihnen, welche Federn, welche Tinte und welches Papier Sie benötigen und zeigt Ihnen die grundlegenden Techniken, eine Feder richtig zu führen. Außerdem erklärt er Ihnen anhand vieler Beispiele zum Nachschreiben, wie Sie die gängigen Alphabete der Kalligrafie wie Unzial- und Frakturschriften auf das Papier zaubern.« (Klappentext) In 20 Kapiteln geben die Autoren Praxistipps zu allem, was zur Kalligrafie dazu gehört. Angefangen bei Material und Werkzeugen, Einführungen zu zehn verschiedenen Schriften bis zum Ausrichten einer Ausstellung oder dem Umgang mit ersten Aufträgen. In einer lockeren Sprache wird dem Laien ein leichter Einstieg in die Kalligrafie geboten. Die vorgestellten Schriften: Humanistische Kursive Textur Fraktur Römische Kapitalis Rustika Karolingische Minuskel Unziale Deutsche Schreibschrift Englische Schreibschrift Sencha-Schrift, eine fantastische Schrift Außerdem Kopiervorlagen mit Linien und grauen Zeichen zum Nachspuren. Auch wenn der Titel und die Gestaltung des Inhalts sich sehr von anderen Büchern zu diesem Thema sehr unterscheidet und irritiert, sind die Schriftbeispiele und Beschreibungen nicht nur einfach gehalten sondern auch sehr gut gemacht. Es ist sicherlich nicht das klassische Vorzeigebuch, das man dekorativ auf dem Schreibtisch liegen lässt, oder das einen Extraplatz im Regal bekommt. Dennoch ist es für Einsteiger auf Grund der vielen sehr praktischen Tipps und Anleitungen zu empfehlen. Der geübtere Kalligraf wird hier aber keine besonderen oder neuen Inspirationen finden.
  24. 2 Punkte
    Max Caflisch (1916–2004) war ein Schweizer Buchgestalter und Typograf. Die Schrift dominierte im Laufe seines Lebens zunehmend seinen Beruf und seine Freizeit. Akribisch sammelte er entsprechende Fachbücher und legte eine umfangreiche Sammlung von Schriftmustern an. Für die Typografischen Monatsblätter schrieb er regelmäßig seine »Schriftanalysen«. 44 dieser Beiträge erschienen 2003 als zweibändiges Werk über die Typotron AG in St. Gallen. Bei den Texten handelt sich um Fachartikel, die in der Regel einzelne Schriftneuheiten vorstellen. Einige Artikel beschäftigen sich auch mit historischen Schriften oder Schriftstilen. Dabei arbeitet Caflisch mit viel Sachverstand die historischen Wurzeln der Schriften und Schrifstile auf und beschreibt detailliert, die Entwurfsarbeiten der jeweiligen Schriftgestalter. Neutrale, fachmännische Analysen wie die von Caflisch sind heute leider selten geworden. Meist sind Schriftbeschreibung reine Eigenwerbung der Foundrys oder zumindest teilweise von ensprechenden Texten übernommen. Die Analysen von Caflisch haben also auch in der Flut heutiger Schriftveröffentlichungen weiterhin einen hohen Wert. Inhalt, Band I Vorbemerkungen Nicolaus Jenson und seine Antiqua Nachbildungen der venezianischen Renaissance-Antiqua Die Adobe Jenson von Robert Slimbach Die Aurelia von Hermann Zapf George Abrams Venetian Auf den Spuren der Cacellaresca Die Poetica, eine digitale Cancellaresca Die Rialto, eine Schrift italienischen Stils Die Columbus, ein Mix zweier Schriften Abrams Augereau und deren Wurzeln Von Claude Garamond und den Garamond-Schriften ITC Galliard, eine beeindruckende Schriftfamilie Über Granjon, seine Kursiven und eine Nachbildung Eine ausgereifte Renaissance-Antiqua von Guillaume Le Bé I Die Titelschrift Mantinia Die Schriftfamilie Minion Ein Höhepunkt holländischen Schriftschaffens: Die Antiqua und Kursive des Christoffel van Dijck Im holländischen Stil, die Hollander Echt britisch, die Caslon-Antiqua und -Kursive Eine Caslon für große Schriftgrößen Fleischmanns Antiqua und Kursive als digitale Familie Eine maßgeschneiderte Schrift für die Zeitschrift Print Sumner Stones ungleiche Zwillinge: Cycles und Arepo Kepler, eine frühklassizistische Schrift Die Antiqua und Kursive des Buchhändlers, Verlegers, Schriftgießers und Druckers John Bell Namensregister von Band I Inhalt, Band II New Johnston, ein Typoface-Lifting Schrift als integrale Aufgabe: Das schriftkünstlerische Werk von Eric Gill Die Syntax von Hans Eduard Meier Hans Eduard Meiers Antiquaschriften Aufkommen und Wandlungen der Egyptienne-Schriften Die Entstehung der PMN Caecilia Silica, eine neuartige Egyptienne Bitstream Charter, eine Fournier nachempfundene Schrift Zeitungsschriften auf dem Prüfstand Swift, eine neue Zeitungsschrift Amerika im Visier mit der Bitstream Amerigo Von der analogen zur digitalen Trinité Lexicon, eine umfassende, vie versprechende Schriftfamilie Chris Brands schriftkünstlerisches Vermächtnis Die Druckschriften von Oldřich Menhart Gudrun Zapf-von Hesse als Schriftentwerferin Die Skript namens Sanvito Flora, eine aufrechte Kursive Von Skripten und deren Vorläufern Namensregister von Band 2
  25. 2 Punkte
    Die Liebe zum Detail—Friedrich Forssman und Ralf de Jong legen ein Lexikon der Mikrotypographie vor Die Schriftsetzerei mit der Bleiletter ist fast ausgestorben. Unter allen Handwerken war ihre Geschichte kurz, sie begann um 1440 mit Gutenbergs Erfindung und lief aus seit 1970 mit der Einführung des Fotosatzes. In den achtziger Jahren wurden die letzten Bleisetzer ausgebildet, die wenigsten von ihnen haben in diesem Beruf jemals praktiziert. Sie wechselten in die Verlagsbranche, wurden Hersteller und Entwerfer, nicht wenige von ihnen auch Autoren. Weil der Beruf des Bleisetzers eine relativ kurze Geschichte hat und vielleicht auch, weil er sich durch Nähe zum künstlerischen Handwerk von anderen Berufen abhob – man sprach vor einhundert Jahren vom „Stehkragenproletariat“ –, kam es nicht dazu, daß selbst allgemeine Regeln des Satzes einmal niedergeschrieben wurden. Standardwerke zur Berufsausbildung hat es nie gegeben, man reichte ein umfangreiches Regelwerk durch die Reihen der Generationen, das sich im übrigen erst spät bildete, sich aber mit einer dem Duden vergleichbaren Verbindlichkeit in Verlagen und Druckereien durchsetzte. Seltsam, daß erst jetzt, da die Handarbeit mit der Bleiletter verschwindet, der Tradition soviel Bedeutung beigemessen wird. Aber das ist unbedingt hilfreich für den Leser, denn nur wenn sich die typographische Kunst in einem Rahmen bewegt, bleiben Druckwerke für viele Generationen leicht lesbar. Die Buchkunst gründet überhaupt auf Tradition, ohne Spezialkenntnisse kann der Leser einen zweitausend Jahre alten Buchstaben nicht von einer neuen Variante unterscheiden. Die Bleisetzer, die „Gehilfen“, wie die Gesellen der „Schwarzen Kunst“ heißen, die „Schweizerdegen“, die sowohl entwerfen als auch setzen und drucken können, und die Meister, sie alle, die sich als die Jünger Gutenbergs betrachten, scheinen sich zu einem starken Rigorismus veranlaßt zu sehen, wenn es darum geht, die Geschichte des Handwerkes zu bewahren. Treffen sie zufällig einmal aufeinander, erkennen sie sich sofort am Vokabular, oft verachten sie die neue Technik. Sie werfen sich die Begriffe ihrer alten Fachsprache wie Parolen zu. Und wie schön diese Wörter klingen! Allein die Liste der Schriftgrade, die der alte Setzer nicht in Ziffern und Maßeinheiten angibt, sondern ein Dutzend Wörter dafür benutzt, die außerdem noch variiert werden, beispielsweise: Nonpareille, Korpus, Cicero, Tertia, Doppeltertia. Alle weisen sie in die Geschichte der Bildung. Der Schriftgrad „Text“ geht auf die von Gutenberg für die 42zeilige Bibel eingesetzten Lettern zurück. Auch technische Details verraten die Herkunft. Will ein Schweizerdegen einen Zeilenzwischenraum vergrößert wissen, wie gibt er die Stärke des dünnsten Bleimaterials an? Er sagt nicht „ein Punkt“, womit er jenen typographischen Punkt meinen würde, der um 1785 von François-Ambroise Didot und seinem Sohn Firmin auf der Grundlage des „Pied de roi“ bestimmt wurde – das metrische System war noch nicht eingeführt –, sondern er benutzt ein von deutschen Schriftgießern um dieselbe Zeit begründetes Konkordanzsystem. Der Begriff „Konkordanz“ verweist auf seine mittelalterlich-lateinische Herkunft: In Bibeldrucken und Klassikerausgaben stehen am Rand „concordantia“ genannte Hinweise auf Textübereinstimmungen, und von der Breite dieser seitlich anzufügenden Marginalien abgeleitet, wurde der Begriff Konkordanz langsam, im Lauf von Jahrhunderten, in eine Längenbezeichnung überführt, die man mit dem typographischen Maßsystem auf vier Cicero (eine Cicero entspricht zwölf Punkt) festlegte. Von der Konkordanz ausgehend schufen die deutschen Schriftgießer Grade, die sie nach Viertelpetit abstuften. Eine Petit sind acht Didot-Punkt. Die ersten Schriftgrade gehen allesamt in Konkordanzen auf. Ist es nicht ein bestechend elegantes System? Drei Viertelpetit entsprechen einer Nonpareille (6 Punkt). 24 Nonpareille gehen auf in drei Konkordanz. Ebenso gehen 24 Petit (8 Punkt) in vier Konkordanz auf, 24 Korpus (10 Punkt) in fünf Konkordanz, 24 Cicero (12 Punkt) ergeben sechs Konkordanz und so fort. Was also verlangt der Schweizerdegen vom Gehilfen, wenn er einen Zeilenabstand, eine sogenannte Reglette, in der Stärke eines typographischen Punktes (0,376 mm) haben will? „Laß mal 'ne Achtel rüberwachsen!“ ruft er. Auf dieser Mischung von Tradition und Mathematik gründet die alte typographische Sprache, ohne daß es bisher ein Wörterbuch dafür gab. Der traditionelle Schriftsetzer erlernte das Vokabular meist erst nach seiner offiziellen Lehrzeit von älteren Kollegen, denen es auch schon mündlich überliefert worden war. Er übersetzte das Einmaleins aus Zahlen in altertümliche Wörter; er mußte sich gar nicht bewußt machen, daß zwölf Konkordanz 576 Punkt sind, weil es sich für ihn um 48 Cicero-Zeilen handelte. Oder, präziser gesagt, 48 Korpus-Zeilen, mit Viertelpetit durchschossen. Lange, unübersichtliche Zahlen wurden von den Gutenbergjüngern nie benötigt, dafür konnten sie Kopfrechnen. Nun ahnt man wohl, warum ein Wörterbuch auf mehr als 370 bebilderte Seiten kommen muß, will es das Verständnis der alten Handwerkersprache ermöglichen und die alten Regeln verständlich machen. Dabei sind seine Autoren nicht einmal ins historische Detail gegangen. Dies hätte den Rahmen gesprengt. Das französische typografische Maßsystem des Pariser Schriftgießers Pierre Simon Fournier aus dem Jahr 1737 war gewiß nicht, wie in diesem Buch en passant bemerkt, das erste. Von Fournier stammt allerdings das Duodezimalsystem, in dem er das von ihm als „Prototype“ bezeichnete Grundmaß Cicero in Zwölftel teilte, die er „Point typographique“ nannte. In einem Buchdrucker-Handbuch von 1683 erwähnt der Engländer Joseph Moxon beispielsweise das System der englischen Drucker, welche ihr Landmaß, den Fuß, in Grade aufteilten und dabei schon die bis heute dem historisch orientierten Typographen vertrauten Wörter wie Pearl, Nonparel, Brevir, Great-Canon und so weiter benutzten. Friedrich Forssman (Jahrgang 1965) und Ralf de Jong (1973 geboren), also keine alten Bleisetzer, sondern junge Computerfüchse, haben mit ihrem Buch, das sie bescheiden ein „Nachschlagewerk“ nennen, eine einladende Brücke zwischen der Vergangenheit eines das Wissen verbreitenden Handwerkes und der Gegenwart und Zukunft des gedruckten Wortes geschlagen. Daß dieses Werk bereits im ersten Anlauf so vorzüglich geraten ist, auch wenn man Einzelheiten wird nacharbeiten müssen, ist einem bewundernswerten Fleiß und einer phantastisch anmutenden Liebe zum Detail zu verdanken. Alle Grundlagen für den Schriftsatz werden dargelegt; jedes Satzzeichen wird erschöpfend behandelt; außerdem kommen Fremdsprachensatz, Umgang mit Fußnoten und Marginalien zur Sprache; das Inhaltsverzeichnis verweist auf alle typographischen Hervorhebungen, Einsatz von Initialen und typographischem Schmuck, Blinden- und Tastschrift und Notensatz. Die reichhaltigen Angaben für den Satz am Computer werden im Internet auf der Seite des Verlages (www.typografie.de) aktualisiert. Buchautoren erhalten Hinweise, wie sie ohne großen Aufwand Manuskripte und Dateien erstellen können, die den Typographen im Verlag nicht in Verzweiflung über übermässig eingesetzte Tabulatoren und Sonderzeichen stürzen lassen. Kurz und gut: dieses Buch ist eine Fibel. Wer daraus lernt und sich ihrer Angaben bedient und versteht, welche Handwerkskunst, wieviel Überlieferung und alte Zuneigung zum Detail in der sogenannten „Mikrotypographie“ steckt, wird sich mit der nötigen Demut, mit Vorsicht und letztlich erfolgreicher dem Entwurf, der „Makrotypographie“ nähern. Dem Gesicht unserer Buch- und Zeitungsseiten wie auch Rundschreiben, Briefbogen und Visitenkarten wird das so gut bekommen wie eine Anti-Aging-Kur, denn nichts hilft so gut gegen das Altern wie die lebendige Verbindung zwischen den Zeiten. MARTIN Z. SCHRÖDER
  26. 2 Punkte
    Der aus den Niederlanden stammende Autor Jan Middendorp legt mit Shaping Text ein Einsteigerbuch zum Thema Typografie vor. Jan Middendorp arbeitet als Autor und Grafikdesigner in Berlin. Außerdem lehrt er am Plantin-Institut in Antwerpen sowie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Heute ist bekanntlich jeder Besitzer eines Computers automatisch auch Typograf und Publizist. Doch wie man seine Texte zweckmäßig und ansprechend kleidet beziehungsweise formt (wie es im Buchtitel anklingt) erklärt sich nicht von selbst. Immer mehr Einsteiger-Fachbücher in diesem Bereich richten sich deshalb nicht mehr nur an angehende Berufsgestalter, sondern an eine breite Masse von Nutzern, die Texte bewusst gestalten möchten. Erst kürzlich haben wir das Buch Using Type vorgestellt, das einen vergleichbaren Ansatz hat. Shaping Text macht jedoch in der Umsetzung vieles anders – und zwar besser … Schon beim ersten durchblättern fällt die angenehme, durchweg farbige Gestaltung mit reichhaltiger Bebilderung und unzähligen Illustrationen positiv auf. Auch die Schriftmischung aus Rooney, The Shire Types und Agile wirkt frisch und gleichsam leserlich. Inhaltlich wird die gesamte Palette der typografischen Gestaltung abgearbeitet. Von den Grundlagen des Lesens und der Wahrnehmung; über typografisches Detailwissen; Designstrategien und Konzepte; Organisation und Planung der Gestaltung; bis hin zu Schrifttechnologie und Schriftwahl — ein kompletter Rundumschlag auf 175 Seiten. Das komplette Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden. Was das Buch so besonders macht, ist in meinen Augen, dass der Autor nicht nur die entsprechende fachliche Kompetenz besitzt und sie auch zu vermitteln weiß, sondern vor allem, dass er die aktuelle Schrift- und Design-Szene aus dem Effeff kennt und einen zeitgemäßen Blick darauf vermittelt. Bei fast jedem neuen Einsteiger-Typografie-Buch beklage ich mich darüber, dass die Inhalte eher »aufgewärmte Bleisatzlehre« sind und wenig mit der aktuellen Designpraxis zu tun haben. Für Shaping Text gilt dies jedoch erfreulicherweise nicht. Die Erklärungen der Schrifttechnologie reichen bis zu OpenType, Webfonts und Smartphone-Einsatz; die Schriftbeispiele sind in interessanten Neuveröffentlichungen talentierter Typedesigner aus aller Welt gesetzt und auch die Auswahl der Praxisbeispiele ist durchweg ausgezeichnet. Bleibt also nur zu hoffen, dass der englischen und holländischen Ausgabe bald eine deutsche Version folgt. Denn das einzige, was dem durchschlagenden Erfolg des Buches im deutschen Sprachraum momentan noch entgegensteht, ist die Sprachbarriere. Inhaltlich und gestalterisch gibt es von uns 5 von 5 Sternen. (Rezensiert von Ralf Herrmann)
  27. 1 Punkt
    Slanted Magazin #32 – Dubai Im Frühjahr 2018 warf das Slanted Team einen Blick auf die zeitgenössische Designszene Dubais. Eine Stadt – so die Meinung vieler – mit zu viel Glanz und zu wenig Seele. Aber Dubai und die gesamte Region – ursprünglich nur Wüste und von Beduinen bevölkert – durchläuft einen rasanten Wandel. Die Region wurde über Nacht zum Zentrum des Handels, der Finanzen, des Tourismus und … der Kultur! Überall entstehen Initiativen, Festivals, Konferenzen, Agenturen und kleinere Büros, Museen, Gallerien und Künstlerforen. Mehr als nur eine Vergangenheit haben die Golfstaaten eine spannende Zukunft vor sich. Die Konturen dieser Zukunft sind in dieser Slanted-Ausgabe sichtbar. Das Slanted Team traf einige der aufregendsten Kreativen der Stadt, wie Möbius Studio, Wissam Shawkat und Fikra Design Studio. Dabei findet der Leser nicht nur ihre Arbeiten im Magazin, sondern erhält auch durch die zahlreichen, kostenlosen Video-Interviews auf der Video-Plattform www.slanted.de/dubai einen tieferen Einblick in ihre Haltung und Schaffensweise. Die Ausgabe wird thematisch ergänzt durch Illustrationen, Interviews und Essays mit Beiträgen von Abjad Design, Uday Al-Araji, becky beamer, Jason Carlow, Dr. Nadine Chahine, Afra Bin Dhaher, Fatmah Al Dhanhani, Noor Eid, Elephant Nation, Jori Erdman, Reem Falaknaz, Marcus Farr, Fikra Design Studio, Martin Giesen, Glyphs, Nan Goggin, Gökçe Günel, H2R Design, Hanken Design Co., Tulip Hazbar, Khalid Al Jallaf, JAM Type, Kemistry Design, Ibraheem Khamayseh, Cristiano Luchetti, Faissal El-Malak, Mohammed Mandi, Möbius Studio, Moloobhoy & Brown, Myneandyours, Nasir Nasrallah, Ingo Niermann, Narjes Noureddine, Sultan Sooud Al Qassemi, Uzma Z. Rizvi, Khaled Al-Saai, Sheikh Saifi, Fatmah Salmeen, Ruben Sánchez, Tarsila Schubert, Wissam Shawkat, Slash, The Flip Side, The Lighthouse, T.ZED Architects, Tahreek, Tinkah, Toil & Tinker, Tribe Magazine, Twothirds Design Bureau, WTD Magazine, Majid Al Yousef und Mandana Ziaei. Das Booklet »Contemporary Typefaces« ist ein regelmäßiger Bestandteil des Slanted Magazins und präsentiert eine redaktionelle Auswahl von kürzlich veröffentlichten, internationalen und hochqualitativen Schriften. Das Booklet beinhaltet ein zusätzliches Kapitel mit Fokus auf arabischer Schrift. Vorgestellte Schriften: Akkordeon Slab (Eduardo Manso / Emtype Foundry, Faune (Alice Savoie / Centre National des Arts Plastiques), Knif (Building Paris, Axel Pelletanche-Thévenart / A is for…), Mackay (René Bieder), Mazagan (Mário Feliciano / Feliciano Type Foundry), Rektorat (Prof. Rudolf Barmettler, Anton Studer / Nouvelle Noire), SangBleu (Swiss Typefaces), Sloop Script Pro (Richard Lipton / Lipton Letter Design), Trash (Estela Ibarz González / Bruta Types), Adelle Sans Arabic (Azza Alameddine / TypeTogether), Amariya (Dr. Nadine Chahine, Matthew Carter / Monotype), 29LT Bukra (Pascal Zoghbi, Swiss Typefaces, Adrien Midzic / 29Letters), Clother (Jérémie Hornus, Julie Soudanne, Ilya Naumoff / Black[Foundry]), Edit Serif Arabic (Christoph Dunst / Atlas Font Foundry), FiraGO (Ralph du Carrois, Anja Meiners, Botio Nikoltchev, Titus Nemeth, Hasan Abu Afash, Rob Keller, Kimya Gandhi, Natalie Rauch, Akaki Razmadze, Natalie Rauch, Yanek Iontef, Mark Frömberg, Ben Mitchell / bBox Type), URW Geometric Arabic (Jörn Oelsner, Boutros Fonts / URW Type Foundry), Graphik Arabic (Khajag Apelian, Wael Morcos, Christian Schwartz / Commercial Type), Markazi Text (Fiona Ross, Borna Izadpanah, Florian Runge / Google Fonts), Skolar Sans Arabic (Titus Nemeth, David Březina / Rosetta Type Foundry), Teshrin (Kristyan Sarkis, Peter Biľak / TPTQ Arabic) und SF Tobba (Sultan Mohammed Saeed Maqtari / Sultan Fonts). Zusätzlich ist eine limitierte Special Edition erschienen, bestehend aus einer Stofftasche mit einer Kalligrafie von Wissam Shawkat, produziert von World of Textiles und einem Risografie-gedruckten Booklet, welches die farbenfrohe Arbeit von Ruben Sánchez zeigt. Darüber hinaus beinhaltet sie ein Fotobuch, welches unterschiedliche Arbeiten zu Dubai von den renommierten Fotografen Ola Allouz, Faysal Tabbarah / Architecture + Other Things, Ammar Al Attar, Lamya Hussain Gargash, Tarek Al-Ghoussein, Lars Harmsen, Irenaeus Herok, Johannes Heuckeroth, Celia Peterson, Juan Roldán, Christian Topp und Ashok Verma präsentiert und von Océ produziert wurde. Slanted Magazin #32 – Dubai Herausgeber/Design: Slanted Publishers Veröffentlichung: Oktober 2018 Umfang: 256 Seiten + 48-seitiges Booklet Format: 16 × 24 cm Sprache: Englisch Druck und Veredlung: Stober Papier: Gmund 925 Brown Silver, MultiArt Gloss, PlanoPlus, OpakoSatin, vertrieben durch Papyrus ISSN: 1867-6510 Preis: € 18,- (DE) / € 21,- (International) Einzelausgabe: slanted.de/shop/slanted-32-dubai Special Edition: slanted.de/shop/limited-dubai-special-edition Abonnement: slanted.de/abo Video Interviews: slanted.de/dubai
  28. 1 Punkt
    Sie markiert den Aufbruch in eine neue Gestaltung in den wilden Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Von Frankfurt aus eroberte sie die Welt, beeinflusste das Bauhaus und wurde zu einer der beliebtesten Schriften ever. Sie beflügelte die aufkommende Werbegrafik in Europa und den USA und wurde die Schrift des Wirtschaftswunders der Sechzigerjahre. Sie war als erste Schrift auf dem Mond. Banknoten trugen ihre Ziffern und Zeichen und sie kündigte James Bond im Diamantenfieber an. Erst stand sie für Radikalität in der Gestaltung, dann für (wirtschaftliche) Solidität. Sie ist belastbar und zeitlos, war nie vergessen und ist es doch wert, wiederentdeckt zu werden. Die Herausgeber Petra Eisele, Annette Ludwig und Isabel Naegele legen mit »Futura. Die Schrift.« ein umfassendes Werk über Entstehung, Einsatz und Wirkung der Futura vor. Die Inhalte wurden ursprünglich für die gleichnamige Ausstellung im Gutenberg-Museum Mainz zusammengetragen, für die die Direktorin Annette Ludwig als Mitherausgeberin auftritt. Für den Partner in der Hochschule Mainz arbeiteten Petra Eisele und Isabel Naegele federführend an diesem Ausstellungs- und Buchprojekt. Das Werk besticht schon allein durch das Bildmaterial. Es wurden keine Mühen gescheut, um aus Bibliotheken, Nachlässen und privaten Archiven die bislang umfassendste bildliche Darstellung von Futura-Materialien zusammenzutragen. Und so kommt das Buch auf stolze 520 Seiten. Ebenso beeindruckend ist die inhaltliche Auseinandersetzung. Entstehung, Einsatz und Wirkung der Futura werden umfassend und tiefgründig kulturhistorisch beleuchtet. Ausgehend vom Auftrag durch die Bauersche Gießerei bilden verschiedene Städte (Frankfurt, Hannover, Berlin, München, Wien, Prag, Paris und New York) als »Reise um die Welt« die Struktur des Buches und machen dessen größten Teil aus. Es folgen Detailinformationen zu Schriften Renners, ganzseitige Schriftmuster von Futura-Schnitten und Detailinformationen zum Entwurf. Die Artikel stammen neben den Herausgebern von Ute Brüning, Christopher Burke, Carina Danzer, Wolfgang Hartmann (Bauersche Gießerei), Steven Heller, Stephanie Kaplan, Klaus Klemp, Iva Knobloch, Andreas Koop, Erik Spiekermann, Ferdinand Ulrich und Michel Wlassikoff.
  29. 1 Punkt
    »Vom Buch auf die Straße. Große Schrift von 1600 bis 1920« war der Titel einer Ausstellung im Druckkunst-Museum Leipzig im Jahr 2014. Unter der Leitung von Julia Blume, Pierre Pané-Farré und Prof. Fred Smeijers (der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) recherchierten Studenten der Fachklasse Type-Design nach bildlichen Zeugnissen, die die visuelle Kraft und den Facettenreichtum von Schrift von 1600 bis 1920 darlegen. Die Ausstellung umfasste Plakate, Postkarten, Drucksachen und Fotografien sowie Objekte und Filme. Die Exponate und Recherche-Ergebnisse wurden in der Folge nun zu einem Buch zusammengefasst, das als »Journal der HGB #3« erschienen ist. Nach drei kurzen Traktaten folgen ausführliche Fachartikel zum Thema der Ausstellung: Die allergrößten Schriften Englands. Holzlettern für den Akzidenzdruck zwischen 1800 und 1830. Rob Banham Die Schablonenstanze. Ein neues Werkzeug für ein altes Handwerk. Eric Kindel Was kam nach der Schwarz und Rot? Zur Entwicklung der Farbigkeit im Hochdruck-Plakat des deutschsprachigen Druckereiwesens zwischen 1827 und 1865. Pierre Pané-Farré Buchstaben aneinanderreihen. Ein geschichtlicher Überblick. Fred Smeijers. Die Artikel sind in deutscher und englischer Sprache abgedruckt. Dazwischen gibt es eine über 70-seitige Bilderstrecke mit zugehörigen Abbildungen in hervorragender Abbildungsqualität. Das Buch kann über den Online-Shop des Instituts für Buchkunst bestellt werden. Offsetdruck Klappenbroschur Fadenheftung Gestaltung: Stefanie Schöppke und Thomas Schoofs 256 Seiten 210 x 280 mm 2-fbg. bis 5-fbg. Preis: 20,00 Euro ISBN 978-3-932865-86-2
  30. 1 Punkt
    Eine undatierte Schriftprobe der Leipziger Gießerei Schelter & Giesecke, die vermutlich aus den 1930er-Jahren stammt. Inhaltsverzeichnis Erster Teil: Frakturschriften … Seite 1–40 Zweiter Teil: Antiquaschriften … Seite 41–148 Dritter Teil: Groteskschriften … Seite 149–192 Vierter Teil: Karten- und Reklameschriften … Seite 193–240 Alt-Latein …  44 Antiqua 16 …  41 Antiqua 17 …  42 Aurora … 194 Baustein-Grotesk … 185 Belwe-Antiqua 29 … 115 Belwe-Gotisch …  27 Belwe-Kursiv 29 … 118 Boccaccio … 218 Borghese …  89 Bramante … 194 Breite Antiqua …  49 Breite Etienne …  57 Breite fette Antiqua …  54 Breite fette Egyptienne …  65 Breite fette Grotesk … 160 Breite fette Grotesk-Großbuchstaben … 160 Breite fette Koralle … 178 Breite fette Koralle-Schrägschrift … 184 Breite fette Schelter-Antiqua … 108 Breite Gnom … 210 Breite halbfette Grotesk … 159 Breite halbfette Grotesk-Großbuchstaben … 158 Breite halbfette Koralle … 176 Breite halbfette Schulfraktur …  10 Breite Koralle … 173 Breite magere Grotesk … 157 Breite magere Grotesk-Großbuchstaben. … 158 Breite magere Mediäval …  82 Breite magere Renaissance …  82 Breite magere Romanisch-Kursiv … 212 Breite Monos … 201 Breite Renaissance …  83 Breite Roland-Grotesk … 164 Breite Romanisch …  96 Breite schattierte Italienne … 66 Breite Schelter-Antiqua 25 … 105 Breite Schulfraktur 22 …  10 Breite Shakespeare-Mediäval … 137 Breite Titan … 203 Buchdeutsch …   22 Dolmen … 206 Eidechse … 211 Enge Antiqua … 49 Enge Egyptienne …  60 Enge fette Steinschrift … 151 Enge halbfette Schulfraktur …  11 Etienne . …  57 Etienne-Kursiv …  57 Feenhaar … 213 Fette Belwe-Antiqua … 123 Fette Fraktur 6. Garnitur …   5 Fette Koralle … 177 Feite Kursiv …  54 Fette lichte Koralle-Großbuchstaben … 180 Fette Mediäval …  77 Fette Parcival-Antiqua …  72 Fette Pergament-Gotisch …  26 Fette Rhythmus … 190 Fette Salzmann-Fraktur …  20 Fette Schulfraktur …  14 Fette Shakespeare-Mediäval … 145 Fette Steinschrift … 156 Fraktur 17 …   1 Ganz breite Koralle … 174 Ganz breite Koralle-Großbuchstaben … 169 Ganz breite zarte Koralle … 171 Ganz br. zarte Koralle-Großbuchstaben … 169 Große lateinische Schreibschrift … 224 Großmütterchen … 221 Habsburg … 196 Halbfette Aldine …  52 Halbfette Belwe-Antiqua … 121 Halbfette Buchdeutsch …  24 Halbfette Etienne …  58 Halbfette Gutenberg-Gotisch …  25 Halbfette Koralle … 175 Halbfette Koralle-Schrägschrift … 183 Halbfette Kursiv-Aldine …  54 Halbfette Kursiv-Grotesk … 161 Halbfette lateinische Schreibschrift … 225 Halbfette Liane … 205 Halbfette Mediäval-Kursiv …  80 Halbfette Rhythmus … 188 Halbfette Romanisch …  94 Halbfette Romanisch-Kursiv …  97 Halbfette Rundgotisch …  36 Halbfette Salzmann-Antiqua … 114 Halbfette Salzmannschrift …  29 Halbfette Schelter-Antiqua … 107 Halbfelte Schneidler-Latein … 132 Halbfette Schneidler-Schwabacher …  38 Halbfette Schulfraktur …  12 Halbfette Schwabacher … 40 Halbfette Shakespeare-Mediäval … 143 Halbfette Shakespeare-Schrägschrift … 147 Halbfette Sylphide … 214 Halbfette Tauchnitz-Antiqua … 111 Hochstehende Buchstaben (Superieurs), Römische Ziffern und Bruchziffern zu Schreibschriften … 227 Isabel … 215 Italienne … 55 Kartenschrift Breite Gnom … 210 Kartenschrift Gnom … 208 Kartenschrift Kolibri … 210 Kartenschrift Perkeo … 209 Kleine lateinische Schreibschrift … 224 Kolibri … 210 Koralle … 172 Kräftige Salzmann-Fraktur 24 … 17 Künstler-Grotesk … 212 Kurante halbfette Fraktur … 3 Kursiv 18 … 46 Leonardo da Vinci … 194 Liane … 204 Lichte Belwe-Antiqua … 124 Lichte Wallenstein … 195 Lichte-Wieland … 223 Lincoln … 193 Magere Egyptienne … 62 Magere Gutenberg-Gotisch … 26 Magere Roland-Grotesk … 165 Magere Romanisch … 89 Mediäval-Antiqua 15 … 73 Mediäval-Antiqua 19 … 76 Mediäval-Athenienne … 56 Mediäval-Egyptienne … 78 Mediäval-Kursiv 15 … 75 Mediäval-Schreibschrift … 215 Mediäval-Steinschrift … 161 Mischprobe der Breiten mageren Grotesk mit Breiter halbfetter Grotesk … 157 Moderne enge halbfette Fraktur … 2 Moderne fette Antiqua … 53 Moderne fette Fraktur 5. Garnitur … 5 Moderne schmale halbfette Antiqua … 50 Monogramme … 230 Monos … 200 Murillo … 199 Parcival-Antiqua … 67 Parcival-Kursiv … 70 Pennsylvania … 77 Pergament-Gotisch … 26 Perkeo … 209 Petrarka … 198 Propaganda … 218 Radium … 198 Rautendelein … 226 Reklameschrift Thor … 125 Rhythmus … 186 Rienzi (Großbuchstaben) … 158 Roland-Grotesk … 162 Roland-Grotesk-Kursiv … 166 Romanisch-Antiqua 20 … 84 Romanisch-Antiqua 20, Großbuchstaben … 87 Romanisch-Antiqua 22 … 88 Romanisch-Kursiv 20 … 90 Rousseau … 217 Rundgotisch … 31 Rundgotisch-Kursiv … 34 Rundschrift … 214 Salamander … 211 Salzmann-Antiqua 28 … 112 Salzmann-Fraktur 23 … 15 Salzmann-Kursiv 28 … 114 Salzmannschrift … 28 Saskia . … 191 Schattierte Egyptienne … 66 Schelter-Antiqua 24 … 99 Schelter-Antiqua 24, Großbuchstaben … 102 Schelter-Kursiv 24 … 103 Schlanke Grotesk … 149 Schlanke halbfette Egyptienne … 63 Schmale englische Antiqua-Aldine … 48 Schmale fette Aldine … 51 Schmale fette Egyptienne … 64 Schmale fette Koralle … 179 Schmale fette Schelter-Antiqua … 106 Schmale fette Schreibschrift … 225 Schmale fette Schulfraktur … 13 Schmale fette Steinschrift … 153 Schmale Grotesk … 150 Schmale Grotesk-Großbuchstaben … 150 Schmale halbfette Fraktur 3. Garnitur … 4 Schmale halbfette Mediäval … 81 Schmale halbfette Romanisch … 93 Schmale halbfette Rundgotisch … 35 Schmale halbfette Salzmann-Fraktur. … 19 Schmale halbfette Shakespeare-Mediäval … 141 Schmale halbfette Steinschrift … 152 Schmale magere Egyptienne … 61 Schmale Mediäval … 81 Schmale Roland-Grotesk … 163 Schmale Romanisch … 92 Schmale Rundgotisch … 33 Schmale Salzmann-Fraktur … 16 Schmale Salzmannschrift … 30 Schmale Steinschrift … 149 Schneeflocke … 193 Schneidler-Fraktur … 21 Schneidler-Latein … 126 Schneidler-Schrägschrift … 129 Schneidler-Schwabacher … 37 Schraffierte Fafner … 167 Schraffierte Koralle … 181 Schreibmaschinenschriften … 228 Schulfraktur 18 … 6 Schulfraktur 19 … 8 Schulfraktur 20 … 9 Schwabacher … 39 Shakespeare-Mediäval … 134 Shakespeare-Schrägschrift … 138 Steinschrift 1. Garnitur … 154 Steinschrift 2. Garnitur … 155 Sylphide … 214 Tauchnitz-Antiqua 27 … 109 Tauperle … 207 Tausendschön … 226 Umstochene Etienne … 59 Umstochene Mediäval-Schreibschrift … 216 Voltaire … 216 Vulkan … 219 Walgunde … 219 Wallenstein … 195 Watteau … 220 Wettin … 196 Wieland … 222 Wittelsbach … 197 Zarte Koralle … 170 Zarte Koralle-Großbuchstaben … 169 Zarte Koralle-Schrägschrift … 182 Zarte Koralle-Schrägschrift-Großbuchst. … 169 Zierbuchstaben … 232 Zierbuchstaben zur Großmütterchen … 221 Zierbuchstaben zur Watteau … 220 Zierdolmen … 207 Zierschrift … 56 Verschiedene Signaturen: 2500.6.1.34 8000.7.37. 3000.9.37 12000.25.4.33.177 (113)
  31. 1 Punkt
    Genzsch & Heyse geht auf ein bereits 1833 durch Johann August Genzsch gegründetes Unternehmen zurück, in das Johann Georg Heyse später als Teilhaber einsteigt. Mit der Übernahme der Lampe’schen Gießerei gelangen viele Schriften des 16. bis 18. Jahrhunderts in die Schriftbibliothek. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft erfolgt 1913. Im Jahre 1930 wird die Mehrheit der Aktien durch die Bauersche Gießerei, die H. Berthold AG und D. Stempel AG erworben. 1963 wird die Firma liquidiert und nur die Schilderfabrik bleibt unter altem Namen bestehen. Die hier gezeigte Handprobe mit 508 Seiten stellt die wichtigsten Schriften der Gießerei Anfang der 1910er Jahre vor. Inhaltsverzeichnis: Albingia Aldine, englische Alte Fraktur Alte Schwabacher Alte Schwabacher-Initialen Anglian Antiqua, englische fette französische französische Elzevir- Genzsch- fette halbfette schmale fette schmale halbfette [*]Germanische [*]Grasset- [*]halbfette [*]Klassische [*]lichte Römische [*]Lloyd- halbfette [*]Mediaeval- [*]Plantin- [*]Renaissance- [*]Römische [*]schmale [*]schmale halbfette [*]schraffierte Karten- [*]Auriol [*]Autograph [*]Baltisch [*]Barocco-Schreibschrift [*]Bavaria-Kursiv [*]Blockschrift lichte [*]Botha [*]Breite Ionisch [*]Caledonia [*]Caprice halbfette [*]Cartolina I, II, III, IV [*]Compreß [*]Cosmopolit [*]Druckschrift, hamburger fette halbfette [*]Egyptienne, enge moderne schmale [*]Elephant [*]Elzevir-Antiqua, franz. -Kursiv, franz. -Versalien, franz. [*]Enge Egyptienne Inserat-Fraktur [*]Englische Aldine Antiqua Nr. 107 Nr. 109 Nr. 110 Nr. 112 Nr. 113 Nr. 114 Nr. 115 Nr. 119 Nr. 121 Nr. 122 [*]Gotisch [*]Krusiv Nr. 312 Nr. 313 [*]Etienne-Versalien [*]Fette Antiqua Fraktur Genzsch-Antiquaschmale [*]Gotisch [*]hamburger Druckschrift [*]Renaissance-Fraktur [*]Flammenschrift [*]Fraktur Nr. 16 Nr. 17 Nr. 18 Alte enge Inserat- fette halbfette [*]Fraktur, halbfette hansa- Initialen Leibniz- neue halbfette Renaissance-fette [*]Richard Wagner- halbfette [*]schmale halbfette [*]Werther- [*]Fränkisch [*]Fränkische Initialen [*]Französische Antiqua Nr. 116 Nr. 120 u. Krusiv Nr. 320 [*]Elzevir-Antiqua -Kursiv Versalien [*]Titel-Versalien [*]Garamonde [*]Genzsch-Antiqua [*]Genzsch-Antiqua, fette halbfette schmale fette schmale halbfette [*]-Initialen [*]-Kursiv halbfette [*]-Versalien [*]Germanische Antiqua [*]Glass-Antiqua [*]Gotisch-, englische fette Hammonia- Hansa- Initialen Mediaeval- Neu- Psalter- schmale schraffierte [*]Grasset-Antiqua und Krusiv -Initialen -Versalien [*]Grauschrift Albingia [*]Grazilis [*]Graziosa [*]Grotesk [*]halbfette Antiqua schmale [*]Caprice [*]Fraktur neue [*]halbfette Fraktur, schmale Genzsch-Antiqua schmale [*]-Krusiv [*]hamburger Druckschrift [*]Hansa-Fraktur [*]Kanzlei [*]Kursiv [*]Lloyd-Antiqua [*]Renaissance [*]Römisch schmale [*]Schreibschrift [*]Schwabacher [*]Segretario [*]Steinschrift [*]Steinschrift-Kursiv [*]hamburger Druckschrift fette halbfette [*]Initialen [*]Hammonia-Gotisch [*]Hansa-Fraktur, halbfette [*]Hans Sachs [*]Hans Sachs-Initialen [*]Hansa-Gotisch [*]Heraldisch [*]Holsatia [*]Iduna [*]Initalien, Alte Schwabacher Fraktur- Fränkische Genzsch- Gotische Grasset- Hamburger Hans Sachs- Kinder-Alphabete Neudeutsche Religiöse Renaissance- Rococo- Römische Schwabacher [*]Inserat-Fraktur, enge [*]Ionisch briete [*]Kanzlei, halbfette [*]Karten-Antiqua, schraffierte [*]Kinder-Alphabete [*]Klassische Antiqua Kursiv [*]Kursiv, Bavaria englische französische französische Elzevir- Genzsch-halbfette [*]Grasset- [*]halbfette [*]Klassische [*]Lloyd- [*]Renaissance- [*]Mediaeval- [*]Nero- mager [*]Plantin- [*]Renaissance- [*]Römische [*]-Ronde [*]Rosenborg- [*]Steinschrift- halbfette [*]Lapidar [*]Leibniz-Fraktur [*]Lichte Blockschrift Negrita Römische Antiqua [*]Lithograph, Schreischrift [*]Lloyd-Antiqua halbfette [*]-Kursiv [*]Longina [*]Magere Nero-Kursiv [*]Manuscript [*]Mediaeval-Antiqua -Gotisch -Krusiv -Versalien [*]Merkantil-Schreibschrift [*]Moderne Egyptienne [*]Negrita lichte [*]Nero-Kursiv magere [*]Neudeutsche Initialen Schriften [*]Neue halbfette Fraktur [*]Neue Schreibschrift [*]Neue Schwabacher [*]Neu-Gotisch [*]Numismatisch [*]Parisienne, schmale -Versalien schmale [*]Pittoresk [*]Plantin-Antiqua -Kursiv [*]Psalter-Gotisch [*]Psalterium [*]Religiöse Initialen [*]Renaissance -Antiqua -Frakturfette [*]halbfette [*]-Initialen [*]-Kursiv [*]schmale [*]-Titel-Versalien [*]-Versalien [*]Richard Wagner-Fraktur halbfett [*]Rococo-Initialen [*]Römische Antiqua halbfette lichte schmale halbfette [*]Initialen [*]Kursiv [*]Versalien [*]Ronde Kursiv- [*]Rosenborg-Kursiv [*]Saturn [*]Schmale Egyptienne Antiqua fette Genzsch-Antiqua Gotisch halbfette Antiqua Fraktur Genzsch-Antiqua Römisch [*]Parisienne -Versalien [*]Renaissance [*]Schlanke englische Antiqua [*]Schraffierte Gotisch Karten-Antiqua [*]Schreibmaschinen-Schriften [*]Schreibschrift, Autograph Barocco- halbfette Lithograph Manuscript Mercantil- Neue Segretario halbfette [*]Venetianische [*]Schwabacher, alte halbfette -Initialenalte [*]neue [*]Segretario u. halbfette Segretario [*]Sirius [*]Steinschrift halbfette -Kursiv [*]Titania [*]Titel-Versalien, französische Renaissance- [*]Urania [*]Venetianische Schreibschrift [*]Versalien, Etienne- [*]Versalien, französische Elzevir- Titel [*]Genzisch- [*]Grasset- [*]Mediaeval- [*]Parisienne- schmale [*]Renaissance- Titel- [*]Römische [*]Weite der Schriften [*]Werther-Fraktur [*]Zeitungsschriften, Antiqua- -Fraktur- [*]Zyklop
  32. 1 Punkt
    Erik Spiekermann ist der wohl bekannteste deutschsprachige Typograf. Nach einem schaffensreichen Arbeitsleben zieht er sich nun gerade Schritt für Schritt aus dem Alltagsgeschäft zurück. Die von ihm maßgeblich mitbegründete gelb-schwarze Schriftenwelt der FontFont-Bibliothek und des FontShop-Versandhandels trat er kürzlich zur Überraschung vieler an Monotype ab. Dafür kehrt Erik nun wieder zu seinem Wurzeln als Drucker zurück und ist häufig in seiner neuen Hochdruck-Werkstatt p98a zu finden. Es ist ein passender Zeitpunkt, um auf sein Lebenswerk zurückzublicken. Sein Weggefährte Johannes Erler hat dazu in Zusammenarbeit mit dem Verlag »Gestalten« die Biografie »Hallo, ich bin Erik« erarbeitet. Doch kann sie uns noch viel Neues verraten, dass wir nicht ohnehin schon über den omnipräsenten »Typomanen« Spiekermann wissen? Ich finde, durchaus! Das Buch ist keine klassische Biografie in Gestalt eines durchgängigen Fließtextes, sondern eher fragmentarisch angelegt. In voneinander unabhängigen Texten und Interviews berichten Erler und viele Weggefährten über Abschnitte von Spiekermanns beruflichem und privatem Leben sowie den konkreten Projekten und zahlreichen Unternehmungen. Dies macht das Werk erfreulich abwechslungsreich und kurzweilig. Die Anektdoten von Kollegen und die reiche Bebilderung aus Privatfotos und unzähligen Arbeitsproben trägt ihr Übriges dazu bei. Gesetzt ist das 320-seitige, in Deutschland gedruckte Hardcover-Buch in einem extra angefertigten, halbfetten Schnitt der Akzidenz-Grotesk, den Käufer des Buches mit einem persönlichen Code auch herunterladen können. Das großzügige Format und die Gestaltung sind der Aufmachung als Portfolio-Präsentation angepasst. Die Texte sind aber dementsprechend oft recht klein gesetzt. Die beißend-orange Leuchtfarbe kommt zum Glück nur ab und zu als Hintergrund und für kurze Textabschnitte zur Anwendung. Lediglich Spiekermanns Schriftentwürfe sind in einem gesonderten Teil am Ende des Buches zusammengefasst. Ansonsten zieht sich die umfassende Werkschau (verteilt auf die sieben Abschnitte »der Designer«, »der Schriftgestalter«, »der Unternehmer«, »der Netzwerker«, »der Autor«, »der Techniker« und »der Mensch«) nahezu über das gesamte Buch. Die Verbindung dieser Bereiche in einer Person ist es wohl auch, die Spiekermanns Wirken so besonders und erfolgreich macht. Und so feiert dieses Buch nicht nur das Lebenswerk Spiekermanns, sondern letztlich auch ganz allgemein die Rolle erfolgreichen Kommunikationsdesigns – als ein Werkzeug der Verständigung, das, ob es den Menschen bewusst ist oder nicht, nahezu alle Teile unseres Lebens berührt. »Es ging mir immer und bis heute darum, Kommunikation möglichst präzise zu gestalten. Ich möchte verständlich sein, weil ich finde, dass es unendlich viel zu entdecken und zu verstehen gibt. Das wollte ich mein ganzes Leben lang«. (Erik Spiekermann)
  33. 1 Punkt
    Das zweibändige und dreisprachig (deutsch/englisch/französisch) gesetzte Werk »Type A Visual History of Typefaces & Graphic Styles« präsentiert auf insgesamt 720 Seiten Schriftmuster aus der Zeit von 1628–1900 (Band 1) und 1901–1938 (Band 2). Grundlage bildet die private Sammlung des Niederländers Jan Tholenaar. Er machte eine Ausbildung an der »Amsterdamse Grafische School« und lernte dabei Typografie und Schriftschreiben. Mit Begeisterung durchstöberte er auch die Bibliothek der Lettergieterij Amsterdam und deren Schriftmuster. Später beginnt er Schriftmuster in aller Welt aufzustöbern und zu sammeln. Einzige Voraussetzung dabei: sie mussten aus der Bleisatzzeit stammen. Das mit 24 × 30 Zentimetern recht großformatige Werk des Taschen-Verlages gibt einen auszugsweisen Einblick in diese einmalige Sammlung. Einzelseiten aus den gesammelten Proben sind in hervorragender Qualität reproduziert – entweder naturgetreu oder teilweise auch in goldener Sonderfarbe. Für alle Freunde von Schriften und Schriftmustern sind die beiden Bücher sicherlich ein Muss. Darüber hinaus ist das Werk auch eine grafische Fundgrube, denn die präsentierten Einzelschriftmuster zeigen sich meist in aufwändiger grafischer Gestaltung der jeweiligen Zeit. Als Besonderheit erhalten die Käufer des Buches auch einen persönlichen Zugang zu einer Online-Datenbank wo viele Schriftmuster der zwei Bände in voller Auflösung heruntergeladen werden können. Das Werk erschien ursprünglich 2009/2010 in zwei einzelnen Hardcover-Bänden. Seite 2013 ist auch eine einfachere Version erhältlich, die beide Bände – nun als Softcover – in einem Schuber zusammenfasst.
  34. 1 Punkt
    Die FontFont-Bibliothek wurde 1990 von Erik Spiekermann und Neville Brody gegründet und entwickelte sich rasch zu einem der führenden Anbieter für zeitgemäße Schriftgestaltungen. Das englischsprachige Buch Made with FontFont erzählt die Geschichte der Foundry, ihrer Designer und insbesondere ihrer Schriften. Den ersten Teil des Buches machen Essays aus: Post Mortem, pre-Meta. Erik Spiekermann Is Best really Better? Erik van Blokland and Just van Rossum LettError. Emily King Type, Geometry, Construction. Jan Middendorp Max Kisman. Emily King FF Quadraat: Legibility, versatility, flamboyance. Fred Smeijers Infographics. Erik Spiekermann The Nexus Principle. Martin Majoor FF DIN, history of a contemporary typeface. Albert-Jan Pool Søndergaard, Olsen and the Danish lettering tradition. Jan Middendorp Evert Bloemsma. Jan Middendorp The Glasgow typeface. Patrick Baglee Grandmother’s bitmaps, FF Nelio. Jan Middendorp FF Profile. Warm-hearted Modernism. John Berry FF Clifford. Akira Kobayashi FF Clifford specimen.Piet Schreuders FF Danubia. Brigitte Willinger The record-breaking Fago. Antje Dohmann Form metal to Postscript: Berlow revives Bernhard. Jürgen Siebert Made for magazines: FF Zine. Antje Dohmann FF Bau: More than a revival. Christian Schwartz Im nächsten Kapitel (Making FontFont) geben FontFont-Designer Einblick in ihre Arbeit und erklären ihre Schriftgestaltungen: FF CST Berlin East & West. Verena Gerlach A Brief History of FF Fontesque. Nick Shinn FF Strade, a multilingual sans-serif. Albert Pinggera FF Karbid. Verena Gerlach From a to a. Martin Wenzel Beekman’s alphabets. Donald Beekman, Jan Middendorp Handwriter & a lot of other beautiful type faces. Alessio Leonardi Basic ingredients. Stephan Müller Eboy Fonts. FF Beadmap. FF Caronnage. FF Klunder. FF Pepe FF Masterpiece Im anschließenden, größten Teils des Buches werden dann Schriften der FontFont-Bibliothek in ihren Schriftmuster-Darstellungen präsentiert. FF Scala FF Nexus FF Meta FF Blur FF Oneleigh FF Eureka FF Magda FF DuDuchampp FF Legato FF Parango/FF Trombo FF Sheriff FF Hydra FF Angkoon FF Absara FF Market FF Jacky/FF Beadmap/FF Extra/FF Instanter FF Prater FF Letter Gothic/FF Letter Gothic Slang FF Archian FF Lancé Condensed Cyrillic FontFonts FF Roice FF Fago FF Quadrat FF Isonorm FF Unit FF Acanthus FF Cellino FF Danubia FF Balance/FF Tronic FF Maiola Einerseits fungiert das Buch natürlich als werblicher Schriftmusterkatalog, der im Gegensatz zu Webseiten zum bequemen Schmökern auf der Couch einlädt. Die teils umfangreichen Hintergrundinformationen und Essays machen das Buch aber auch als Fachbuch interessant. Insbesondere auch deshalb, da die bekanntesten Schriften der FontFont-Bibliothek stilprägend für das Grafikdesign der letzten 20 Jahre waren.
  35. 1 Punkt
    Stephenson Blake & Co war eine britische Schriftgießerei aus Sheffield, die vom 19. Jahrhundert bis in die 1990er-Jahre aktiv war. Sie gilt als die letzte aktive britische Bleisatzschriftgießerei. Die Materialen der Gießerei befinden sich heute im Type Museum, London. Dieser Eintrag bezieht sich auf die Hauptprobe der Gießerei aus dem Jahr 1924. Inhaltsverzeichnis: Abbey Text Accents, Sings, Peculiars, &c. Albion Aldine, Titling Alexandra Alexandrian Black Algerian Ancient Black Antique No. 1 Antique No. 1, Skeleton Antique No. 2, Skeleton Antique No. 3 Antique No. 3, Condensed Antique O.S. No. 2 Arabian Arrow Ornaments Art Ornaments Athenian Athenian Condensed Athenian Expanded Athenian Black Auriol Auriol Borders Auriol Outline Baskerville Old Face Bewick Cuts Black Letter Black Letter in Card Display Black No. 3 Bold Britannic Bold Grotesque Bold Italic Grotesque Bold Latin Bold Latin Condensed Bold Mercantile Italic Bold Runic Book and News Letter Book and News Titling Booklet Booklet Italic Borders, Ornaments, &c. Braces Brackets, Bold Brass Dashes Brass Rules Britannic Bold Britannic Italic Card Pips Cases of Brass Rule Catalogue Marks Celtic Border Celtic Outline Border Chantrey Chatsworth Chatsworth Condensed Chatsworth Expanded Chatsworth Family in Display Charlemagne Checks Chess Chippendale Chippendale Initials Chippendale Italic Circles, Brass City Arms City of London Arms Clarendon Clarendon, Extended Clearface Clearface Italic Clearface Bold Clearface Bold Italic Clearface Extra Bold Clearface Extra Bold Italic Clearface Clumps Colonials Arms Combination Dashes Combination Flourishes Combination Vignettes Commercial Italic Condensed Antique No. 3 Condensed Sans Serifs Italics Condensed Sans Serifs No. 1 Condensed Sans Serifs No. 4 Condensed Sans Serifs No. 5 Condensed Sans Serifs No. 7 Condensed Sans Serifs No. 8 Condensed Sans Serifs No. 10 Condensed Sans Serifs No. 37 Corners, Metal Corners, Rule Country Arms Crests Crinkle Border Cube Rule, Brass Cymric Border Dashes De Vinne De Vinne Condensed De Vinne Family in Display De Vinne Italic De Vinne Ornamented De Vinne Ornamented Italic Display Book Letter Display Letter Display Ornaments Display Script Draughts Ecclesiastical Ornaments Egyptian Border Egitheenth Century Flowers and Borderings Electra Electros and Sundries Elongated Sans Serifs Elzevir, Titling Emblems Engadine Engravers Roman Estimates, Suggestions for Etrurian Expanded Expanded, No. 2 Extended Clarendon Fancy Brass Rules Farmyard Electros Figures, Specimens of Five-Pointed Stars Flanged Brass Rule Flemish Expanded Floral Ornament Foreign Arms Fractions Freehand Garland Ornament Geneva Crosses Georgian Old Face Georgian Old Face Italic Graphic Grotesque, Bold Grotesque, Bold Italic Grotesque No. 3 Grotesque No. 4 Grotesque No. 6 Grotesque No. 7 Grotesque No. 8 Grotesque No. 8 Italic Grotesque No. 9 Grotesque No. 10 Grotesque No. 12 Grotesque Old Style Grotesques and Sans Serifs Grotesques and Sans Serifs in Display Ground Borders Hallamshire Old Style Historical Record Hogarth Horses Imperial Script Index Indexes, Black and Shaded Initial Blanks, Mortised Initials Italian Old Style Italian Old Style Italic Labour-Saving Brass Border Rules Latin Latin, Bold Latin, Consensed, Bold Latin Elongated Latin Expanded Latin Family in Display Latin Old Style Latin, Shaded Latin, Wide Leader Rules, Brass Leaders Leads Logotypes Loose Accents Macaulay Manx Border Maple Border Marigold Ornament Masonic Signs Metropole Condensed Miscellaneous Borders Miscellaneous Information Missal Capitals Modern No. 16 Modern No. 17 Modern No. 17 Italic Modern No. 18 Modern No. 20 Modern No. 20 Italic Modern No. 22 Modern Roman Faces shown by sizes Multiform Border Newspaper Founts and Heading Types Newspaper Headings Newspaper Titlings Old Face Open Old Roman, Titling Old Style Condensed Old Style Engravings Old Style Grotesque Old Style Head Pieces Old Style Initials Old Style No. 2 Old Style No. 2 Italic Old Style No. 2a Italic Old Style No. 3 Old Style No. 4 Old Style No. 5 Old Style No. 5 Italic Old Style No. 6 Old Style Outlined Old Style Roman Faces shown by sizes Old Style, Titling Olympian Old Style Tail Pieces Ornamental Dashes Ornamented Initials No. 3 Ovals, Brass Palace Script Paragraph Marks Parentheses, Bold Parisian Ronde Pecuiliars, &c. Pen Dashes Pen Print Perforating Rule, Brass Persian Ornament Phonetics Plaid Borders Plain Brass Rules Plain Dashes Pomona Ornaments, Series 1 & 2 Prince of Wales’ Arms Queen Alexandra’s Arms Queen Mary’s Arms Quotation Marks, Double Quotations Railroad Border Receipt Electros Recherché Reference Marks, Bold Renaissance Borders Romany Ronaldson Old Style Royal Arms Rule Corners Rules, Metal Runic, Bold Runic Border Runic Elongated Runnymede Saint George Initials Sans Serifs and Grotesques Sans Serifs and Grotesques in Display Sans Serifs, Elongated Sans Serifs Italic, Condensed Sans Serifs No. 1, Condensed Sans Serifs No. 4, Condensed Sans Serifs No. 5, Condensed Sans Serifs No. 7, Condensed Sans Serifs No. 8, Condensed Sans Serifs No. 10, Condensed Sans Serifs No. 37, Condensed Saxon Black Script No. 3 Seals Shaded Latin Shakespeare Shapes, Brass Ships Signs, Peculiars, &c. Simplex Border Simplex Brass Rules Skeleton Antique No. 1 Skeleton Antique No. 2 Society Script Solid Squares Spacing Material Spartan Spartan Bold Spartan Bold Condensed Spartan Bold Italic Spartan Condensed Spartan Extra Bold Spartan Family in Displays Spartan Shaded Sport Electros Spray Ornaments Stars, Five-Pointed Stationary Sundries Tablet Border Text Initials Time Tables Titling Aldine Titling Condensed No. 2 Titling Elzevir Titling No. 2 Titling No. 5 Titling No. 6 Titling No. 7 Titling No. 8 Titling No. 9 Titling No. 10 Titling No. 11 Titling Old Roman Titling Old Style Total Rules Town Arms Trade Electros Turbayne Intitials Typewriter No. 2, 12 Point Typewriter No. 3, 12 Points Typewriter No. 4, 12 Points Typewriter, 10 Point Verona Veronese Violet Border Washington Text Wave Dashes Waverley Westminster Borders Westminster Festoons Westminster Initials Westminster Light Face Westminster Old Style Westminster Ornaments Westminster Page Ornaments Wide Latin Wide Roman Winchester Bold Winchester Bold Condensed Winchester Bold Shaded Winchester Medium Winchester Medium Italic Winchester O.S. Winchester O.S. Italic Winchester Wide Windsor Windsor Condensed Windsor Elongated Windsor Light Windsor Light Condensed Windsor Medium Windsor Medium Italic Windsor Outline Wood Letter Wood Ornaments
  36. 1 Punkt
    František Muzika (1900–1974) war ein multidisziplinärer tschechischer Künstler. Aus seinem langjährigen Interesse an Schrift entstand das zweibändige Werk Die schöne Schrift (im tschechischen Original: Krásne písmo ve vývoji latinky I, II 1958/1963), eine beispiellose Darstellung der Entwicklung der lateinischen Schrift. In Wort und Bild werden, von den sumerischen und ägyptischen Anfängen ausgehend, die mannigfaltigen Schriftsysteme, die schließlich zur Entwicklung des lateinischen Alphabets führten, besprochen und abgebildet. Auf die vielen Darstellungen der lateinischen Monumentalschrift folgen Quadrata, Rustika, Unziale und Halbunziale bis zur karolingischen Minuskel. Ein Kapitel ist der römischen Kursiv in ihren mannigfachen Spielarten gewidmet. Im zweiten Teil des ersten Bandes kommen die gebrochenen Schriften in drei ausführlichen Kapiteln zur Darstellung. Der zweite Band ist ausschließlich der Antiqua vorbehalten und bespricht die Schriftentwicklung von der Renaissance bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Allein vier Kapitel befassen sich mit den Schriften aus der Zeit der Renaissance. Eingehend werden die Antiqua-Buchstabenkonstruktionen der Schreibmeister und Künstler (wie Dürer) behandelt. Danach folgen je ein Kapitel über die Entwicklung der Handschriften, der Druckschriften und der ornamentierten Schriften dieser Epoche. Fünf Kapitel sind anschließend den barocken und klassizistischen Schriften eingeräumt. Der fünfte Teil dieses großangelegten Werkes ist der Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert gewidmet. Die Anlage der beiden Bände zeugt von tiefem Verständnis für die geschichtlichen und (dies macht das Buch so einzigartig) die gestalterischen Zusammenhänge. Max Caflisch sagte 1960, das Werk »zählt zum Besten, was wir an grundlegenden Werken über die abendländische Schriftkunst besitzen«. Auch 50 Jahre später hat sich daran nichts geändert.
  37. 1 Punkt
    Wilhelm Woellmer gründete sein Unternehmen 1854 in Berlin als Handelsgeschäft für Buchdruckutensilien. Zehn Jahre später begann er auch auch mit der Herstellung und dem Vertrieb von Schriften. Im Jahre 1883 wurde die Firma durch Siegmund Borchardt, den Teilhaber einer Papiergroßhandlung, übernommen. Im Jahr 1938 erschien die letzte eigenentwickelte Schrift und das Unternehmen wurde aufgelöst. Einige der Schriften gingen an die Gießereien Gebr. Klingspor, Genzsch & Heyse, Schriftguß KG und C. E. Weber über. Enthaltene Schriften: Adler, Schreibmaschinen-Schrift Admiral Akzidenz-Kursiv Aldine, schmale Altdeutsche Initialen Amerikanische Mediaeval-Kursiv Antike Medieaeval Antiqua, Garnitur 5 Anzeigen-Rundschrift Bergbau-Zeichen Berliner Gotisch, enge Boldrini, Schreibschrift Breite fette Antiqua Breite magere Kolonial Buchgotisch, runde Ceres-Initialen Clarendon, Mediaeval- Consul Deutsche Kabinett-Schreibschrift/Reichsschrift Eilschrift, Zirkular- Eisenbahn-Signalzeichen Enge Antiqua Englische Antiqua Etienne Fahrplan-Zeichen und Ziffern Fantasia, Zierschrift Fette Antiqua Fette Fraktur Fraktur, Garnitur 9 Ganz breite fette Egyptienne Geld-Zeichen Gerda, Kartenschrift Globus, fette Goethe-Fraktur Gotisch, breite Gotische Initialen Halbfette Admiral Halbfette Antike-Kursiv Hände, schwarze/weiße Hermes-Grotesk Holländische Gotisch Initialen, Altdeutsche Italienne Japonia Jonisch, schmale Juwel Kabinett-Schreibschrift, deutsche Kalender-Zeichen Kanzlei, breite Kanzlei, fette Kanzler, Schreibmaschinen-Schrift Kartenschrift Gerda Kolonial Kontinental Kontor, Schreibmaschinen-Schrift Korrespondenz-Zeichen Kupfer-Zirkular Kursbuch-Material Kursiv, Garnitur 5 Lateinische Kurrentschrift Lessing-Antiqua Lexikalische Zeichen Lichte Antike Lichte Grotesk Lichte Uncial-Gotisch Lichte Washington-Grotesk Magere Renaissance-Gotisch Magere Splendid-Grotesk Mark-Zeichen Marschall Mathematische Zeichen Mediaeval-Zierschrift Mercedes-Antiqua Messinglinien für Fahrpläne Meteorologische Zeichen Mignon, Zierschrift Minuten-Ziffern Mond-Zeichen Monumental-Etienne Nacht-Minutenzeichen Neu-Gotisch Neue Kursiv Nummer-Zeichen Orden-Zeichen Parlaments-Antiqua Pfennig-Zeichen Pfund Sterling-Zeichen Pfund-Zeichen Präsident Prozent-Zeichen Rechenbuch-Ziffern Reiher-Grotesk Reklame-Antiqua Reklame-Mediaeval Rekord, Schreibmaschinen-Schrift Renaissance Roland Runde Buchgotisch Rundschrift Schattierte Grotesk Schach-Figuren Schiffahrts-Signalzeichen Schlanke Grotesk Schraffierte Kartenschrift Schraffierte Kolonial Schreibmaschinenschrift Adler Schreibmaschinenschrift Kanzler Schreibmaschinenschrift Kontor Schreibmaschinenschrift Rekord Schreibschrift Boldrini Schreibschrift Juwel Schreibschrift-Züge Schwabacher Selekta, Schreibschrift Senats-Antiqua Siècle, Zierschrift Siegfried Signal-Zeichen Signaturen Skelett, Antike/umstochene Splendid-Grotesk Stafetta Sterling-Zeichen Stickmuster-Typen Studen-Ziffern Tag-Minutenziffern Transita Trauer-Initialen Umstochene Kursiv-Grotesk Umstochene Kursiv-Italienne Umstochene Renaissance/Skelett Uncial-Gotisch Universal-Kursiv Verzierte Kanzlei/Rundschrift Washington-Grotesk Woellmer-Antiqua Zierschrift Fantasia Zierschrift Mignon Zierschrift Siècle Zirkular-Eilschrift Zirkular-Italienne Zweifarbige Antike Zweifarbige Grotesk Zweifarbige schattierte Grotesk Zweifarbige Washington-Grotesk
  38. 1 Punkt
    Welche Schrift passt wozu, was passt, was wirkt, was stört, wo kommen all die Schriften her und welche elementaren Fehler kann ich vermeiden? Das sind die Fragen, die sich längst nicht mehr nur Hersteller, Grafikdesigner und Typografen stellen. Hans Peter Willberg stellt deshalb einen Wegweiser durch den Schriftendschungel für Anfänger, Einsteiger und Semiprofis auf, der Augen öffnet, Zusammenhänge klar und das Leben mit den Typen einfach macht. Dabei setzt er keine Kenntnisse voraus, zielt nicht auf typografische "Haute-cuisine", sondern arbeitet an einem soliden Einsteigertitel: Wie sehen Schriften aus, wie unterscheiden sie sich voneinander, wie funktionieren sie? Bewusst verzichtet er auf Hinweise, auf bestimmte Macintosh- oder PC-Programme, auf virtuose Ausnahmen von den sicheren Regeln, auf wissenschaftlichen Anspruch. Gleichwohl liegt natürlich auch Wegweiser Schrift die solide Erfahrung, vielfach ausgezeichnete Kompetenz und der didaktische Impetus der Willberg-Profi-Titel zugrunde. Rezension Ach wär' ich doch nur Klempner von Beruf! Diese Typen sind einfach geschichtslos: Hans Peter Willberg legt dem Laien eine fachfremde Neuordnung der Schriften ans Herz In die Klage einer ganzen Berufsgruppe aus Typographen und Schriftsetzern ließ sich bislang nur einstimmen, ohne daß Abhilfe in Sicht war: „Niemand versteht uns, keiner interessiert sich für die Regeln unserer Berufe, jeder Computerbenutzer verwaltet das typografische Erbe nach eigenem Gutdünken.“ Während ein Klempner von seinen Kunden nicht mit Tips behelligt werde, so hieß es, muß sich ein ebenso ehrlicher Schriftsetzer vom Laien typographische Ratschläge oder gar Weisungen geben lassen, ohne daß das fachliche Vokabular überhaupt vorhanden war. Es sieht so aus, als würde sich Hans Peter Willberg mit seinen typographischen Schriften ein Denkmal setzen, denn seitdem seine und Friedrich Forssmans „Erste Hilfe in Typographie“ erschienen ist, kann der Laie mitreden. Auch feinere typografische Fragen lassen sich nun abwinken: Mein lieber Herr Gesangsverein, daß der Wortzwischenraum kleiner sein muß als der Zeilenabstand, das steht doch als mikrotypographischer Grundsatz schon in der „Ersten Hilfe“! Jetzt gibt ein zweites Buch in gleicher Ausstattung - großes Schulheft-Format mit vielen Abbildungen – Auskunft über die wichtigsten Fragen der Behandlung von Schrift. Hans Peter Willberg geht auf die Geschichte unserer Schriften ein, verteilt Noten für heute gebräuchliche Typen und begründet sein Urteil, woran man lernen kann, was Typographen sehen und wie sie denken, und er erklärt, warum alltägliche Typographie in der Regel ein konservatives Handwerk ist - abgesehen von der Reklametypographie, die alles darf. Typographie ist ein fast abgeschlossenes Gebiet, wo ästhetische Fortschritte so gering und so spezieller Natur sind, daß sie etwa im Feuilleton kaum besprochen werden können. Wer dagegen allgemein über Typographie schreibt, ist zur Wiederholung verdammt und kann nur als Mahner und Warner auftreten. Schick ist das kaum. Während architektonische Formen, die Gestalt von Möbeln, Geschirr und Autos sich ändern können, ohne daß der Gebrauchswert beeinflußt werden muß, ist das Entwerfen von Textform nur dem Auge verpflichtet. Die Lesegewohnheit aber ändert sich nicht mehr. Wir können heute noch mit Leichtigkeit die Inschrift zweitausend Jahre alter römischer Monumente lesen. Auch die verbreitete Times als Zeitungsschrift und im Computer daheim ist dieser Lesegewohnheit verpflichtet: schmal beginnt das große A, breit fällt es ab, wie vor zweitausend Jahren. Nun wird heute aber nicht mehr mit dem Flachpinsel auf Stein gemalt und anschließend gemeißelt, es gibt viele Anlässe zum Lesen. So wie die Times in schmalen Spalten sehr gut lesbar ist, so sind es in Briefen andere Schriften. Daher ist es von Nutzen, über die verfügbaren Schriften Bescheid zu wissen und zu verstehen, wie man einfache Schriftstücke auch selbst entwerfen kann. An Buchtypographie sollte sich der Laie nicht versuchen, tut es aber immer öfter, zumal wenn er das eigene Werk als „book-on-demand“ verlegt. Noch nötiger haben manche Kleinverlage die Nachhilfe, vor allem diejenigen, die vorgeben, bibliophile Bücher herzustellen. Sobald es derart speziell wird, kann man ohne Fachvokabular nicht mehr über Bücher sprechen, was den Kritiker in der eigentlichen Sache bremst. Immer muß er alles erst erläutern. Man stelle sich vor, ein Kunstkritiker müßte jedesmal den Impressionismus abhandeln, wenn er Manet erwähnt. Hans Peter Willberg hat nun viele Fachbegriffe erklärt und damit die Arbeit von Typographen transparenter gemacht. Das ermöglicht dem Laien, ein Bewußtsein für Schrift zu entwickeln. Und es erlaubt dem eiligen Literaturkritiker, Hochstapler wenigstens unter Verdacht zu nehmen: Man kann bibliophile Bücher besser bewerten und muß nicht mehr alles schön finden, weil das Papier dick und der Text schlecht lesbar ist, was oft fälschlich für Kunst gehalten wird. Darüber hinaus hat Willberg aber auch eine neue Klassifizierung der Druckschriften vorgeschlagen und sie mit diesem Werk einem breiten Leserkreis zugänglich gemacht. Der Vorteil der neuen Einordnungsweise ist das unmittelbare Verständnis durch Anschauung. Willberg teilt die Schriften nunmehr ein nach Form und Stil, nicht mehr nach der Herkunft. Die nach alter Klassifizierung „Venezianische“ und „Französische Renaissance-Schriften“ genannten bezeichnet Willberg als „Dynamische“, weil sie in die Leserichtung vorwärts drängen. Die Willbergsche Ordnung hat aber auch einen erheblichen Nachteil. Bisher ließ sich aus der historischen Benennung ihr Ursprung ableiten: Nicolaus Jenson hat 1470 ihre Urform in Venedig geschaffen. Der Begriff der Venezianischen Antiqua ist ebenso verbunden mit dem deutschen Drucker Jörg Ratdolt, der seit 1476 in Venedig druckte, und mit dem berühmten Aldus Manutius, welcher mit dem Kalligrafen Francesco da Bologna um 1500 in Venedig die Antiqua lichter und harmonischer machte. Die Bezeichnung „Französische Antiqua“ führt aus Italien nach Frankreich, wo die Buchdruckkunst sich rascher sowohl theoretisch als auch mit einem Aufschwung der Druckereiwirtschaft entwickelte. Irrig meinte man später, daß Claude Garamond die nach ihm benannte Schrift geschaffen hat – in die Stimmung hätte es gepaßt. Urheber ist aber vermutlich der nach seiner Vertreibung durch die Calvinisten aus Paris nach Sedan geflohene Schweizer Jean Jannon, der diese Schrift 1621 erstmals druckte. Gegenüber den Venezianischen wurden die Französischen Typen heller und schwungvoller. Der Querstrich des kleinen e wurde waagerecht, und sein Kopf rückte stolz nach oben. Faßt man wie Willberg aber nun die Venezianische und Französische und die reichen Schriften des Barock zu den „dynamischen Schriften“ zusammen, verschwindet deren Herkunft aus dem Alltagsbewußtsein. Scherzhaft, als müsse man den Unkundigen wie ein Kind behandeln, bezeichnet Willberg die „dynamischen“ Lettern als „Wanderer“, die „statischen“ als „Soldaten“, die „geometrischen“ als „Roboter“. Den hervorragenden Praktiker Willberg wird das nicht hindern, hinter dem Begriff „Soldaten“ den Kupferstecher in der Zeit der Aufklärung zu sehen und hinter dem „Roboter“ die Bauhaus-Typographie. Gute Typographen arbeiten immer historisch. Aber wenn diese neuen Begriffe sich verbreiten sollten und die Kunden von Typographen und Druckereien ein eigenes infantiles Fachvokabular bilden, dann besteht die Gefahr, das Historische, das guter Typographie innewohnt, noch stärker aus dem Auge zu verlieren. Denn die Herkunft einer Schrift, ihre Verwandtschaft mit dem Zeitgeist, wird von erfahrenen Entwerfern gerade für schöne Ausgaben oft berücksichtigt. Nicht die Fachleute dürfen sich dem Laien beugen. Der Druckereikunde kann sich doch informieren, wenn er es genau wissen will. In Willbergs „Wegweiser Schrift“ wird er erst einmal selbst in die Irre gelenkt und dann andere verwirren: Ein Drucker, der Willbergs Fachbuch für Laien nicht kennt, wird nicht verstehen, was sein Kunde von „Soldaten“ daherredet, wenn er die klassizistischen Schriften Didot und Bodoni meint, die mit militärischen Assoziationen unserer Zeit überdies nichts verbindet, auch dieses Soldatenbild Willbergs ist ja historisch. MARTIN Z. SCHRÖDER
  39. 1 Punkt
    Auf faszinierende Weise setzt die renommierte Schriftkünstlerin Denise Lach fotografische Sujets aus der Natur in Schriftbilder um. Die Natur ist eine überaus reiche, nie versiegende Quelle der Inspiration. Sie lädt uns ein, genau hinzusehen, um unser Auge zu schulen und unsere Beobachtungsgabe zu vertiefen. Beim Gestalten mit Schrift vereinen sich wie bei der Naturbetrachtung das Meditative und das sinnliche Erleben. Wichtiger als die Lesbarkeit der Schrift ist der Autorin dabei die freie schöpferische Umsetzung der Motive in ein eigenes Schriftbild. Die Handschrift bietet allen einen ganz persönlichen Zugang zu Schrifttexturen und deren vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Außer Freude und Begeisterung braucht es kaum Vorkenntnisse, um mit verschiedenen Schreibwerkzeugen mit Schrift zu spielen. ›Schriftspiele‹ ist von der Art dem kürzlich erschienenen Band ›Tintentanz‹ sehr ähnlich. Nur, dass hier eine viel klareres Konzept und Thema von der Autorin vorgelegt wird. Es wird zwar auch nicht zu hundert Prozent schlüssig durchgezogen, dafür werden aber vielfältige Vorgehensweisen und Werkzeuge vorgestellt. Auch die gezeigten Arbeiten sind, da von einer professionellen Kalligrafin und keine Studentenarbeiten, qualitativ anspruchsvoller und dennoch inspirierender und wesentlich spannender. Selbst Schriftanfänger haben sich in einem Workshop an den Arbeiten in diesem Buch probiert und konnten damit mehr anfangen als mit ›Tintentanz‹ – das war auch deutlich an den Ergebnissen zu erkennen. Hätte ich die Wahl zwischen diesen beiden Büchern, würde ich den vorliegenden Band auf jeden Fall vorziehen. Aber auch ohne diesen Vergleich ist das Werk wirklich eine Empfehlung wert und für jeden, der sich für freie, experimentelle Schrift interessiert – für Anfänger wie Fortgeschrittene – eine Fundgrube an Inspirationen.
  40. 1 Punkt
    Wie jede Schrift hat auch die Schwabacher ihre Geschichte. Der bekannte Typograph Philipp Luidl erzählt sie mit vielen Bildbeispielen bis hin zu dem Tag, an dem Hitler die Schwabacher Judenlettern 1941 verbot (und warum!) Rezension Eine zackige Kehrtwendung. Paßt die Fraktur zu Frauenschönheit und Männerkraft? Philipp Luidl geht der sogenannten Schwabacher Judenletter nach von Martin Z. Schröder Warum haben wir länger als andere europäische Völker die Fraktur als Normschrift gedruckt und Kurrentschrift als Handschrift geschrieben, so lange, daß viele sie für die deutsche Schrift schlechthin halten? Und warum schreiben und drucken wir heute in Antiqua? Sowohl das lange Festhalten an den gebrochenen Schriften als auch den plötzlichen Umschwung zur Antiqua verdanken wir weltanschaulichen Kämpfen, die sich über mehrere Jahrhunderte hinzogen. Erst die Nationalsozialisten etablierten die Antiqua in Deutschland endgültig. Adolf Hitler konferierte am 3. Januar 1941 mit Max Amann, Verleger und Herausgeber des „Völkischen Beobachters“, Präsident der Reichsschrifttumskammer, Reichsleiter für die Presse der NSDAP, und mit dem Druckereibesitzer Adolf Müller, der den „Völkischen Beobachter“ druckte. Die Expertenrunde entschied, die Antiqua als „Normal-Schrift“ im Reich durchzusetzen. Zuerst sollten die im Ausland verbreiteten oder für eine Auslandsverbreitung vorgesehenen Zeitungen und Zeitschriften umstellen. Erklärt wurde diese Entscheidung so unsinnig, daß die Begründung später, zur Umstellung der Schulbücher, kaum noch erwähnt wurde. In der Mitteilung vom Stabsleiter beim Führerstellvertreter, Martin Bormann, heißt es also: „In Wirklichkeit besteht die sogenannte gotische Schrift aus Schwabacher Judenlettern. Genau wie sie sich später in den Besitz der Zeitungen setzten, setzten sich die in Deutschland ansässigen Juden bei der Einführung des Buchdrucks in den Besitz der Buchdruckereien und dadurch kam es in Deutschland zu der starken Einführung der Schwabacher Judenlettern.“ Das war eine zackige Kehrtwendung. Reichsinnenminister Frick hatte noch am 9. Mai 1933 in einer Ansprache an die Kultusminister der Länder verlangt, daß die „deutsche“ Schrift, womit er die gebrochene meinte, ihren unbedingten Vorrang vor der lateinischen Schrift niemals verlieren solle. 1937 wurde jüdischen Verlagen die Verwendung der Fraktur sogar verboten. Plötzlich sollten das „Schwabacher Judenlettern“ sein? Man stand 1941 vor dem langen Marsch nach Osten, und die gebrochenen Typen waren ungeeignet für internationale Propaganda. Sie erschwerten außerdem die Kommunikation in den besetzten Gebieten, denn Polen und Franzosen konnten die Befehle und Dokumente in gebrochenen Schriften nicht lesen. Die Altertümlichkeit der Schrift vertrug sich außerdem nicht mit den modernen Ideen des nationalen Sozialismus. Hitler und seine global denkenden Propagandisten haben sich den Begriff „Schwabacher Judenlettern“ ausgedacht. Aus jüdischen Druckereien konnten keine gebrochenen Schriften in Deutschland kommen, denn nur Christen mit Bürgerrecht durften um 1500 Druckereien führen, als die Schwabacher sich verbreitete. Der Typograph Philipp Luidl hat jetzt eine bislang kaum publizierte These aufgegriffen, wie der Ort Schwabach, wo sich erst 1603 eine Druckerei erstmals nachweisen läßt, zur Ehre des Namensgebers kam. Es sei zur Klärung ein Blick geworfen auf die vier verschiedenen Typen gebrochener Schriften, die sich aus den handgeschriebenen Typen der Gotik entwickelten: Die Mutter aller gebrochenen Schriften war die aus Paris kommende dunkle, stark gebrochene, verzierte Gotisch, Textur genannt, die Gutenberg mit Fust und Schöffer um 1454 zum Vorbild für die Bleilettern zum Druck der 42zeiligen Bibel nahmen. Der Textur folgte um 1485 die weniger stark gebrochene Rundgotisch, auch Rotunda genannt, die sich vor allem in Südeuropa verbreitete. In Deutschland entwickelten sich gleichzeitig drittens die breitlaufende, volkstümliche Wittenberger und Schwabacher und regional weitere Formen; nur die Schwabacher wird heute als eigene Type klassifiziert. In der Renaissance schließlich entstand jene schmalere, zierliche Schrift, die wir als die Fraktur im engeren Sinne bezeichnen. Sie wurde die deutsche Verkehrsschrift bis ins 20. Jahrhundert. Warum blieb die Fraktur in Deutschland so lange als Verkehrsschrift erhalten? Um 1600 war in Frankreich, Italien, Spanien und auch in England der Wandel zur Antiqua vollzogen, denn die Schrift der römisch-katholischen und anglikanischen Kirche war die humanistische Minuskel. Die deutschen Katholiken konnten sich Rom darin nicht anschließen (obwohl an einigen deutschen Lateinschulen Antiqua geschrieben wurde), weil sie, beeindruckt von den Reformisten, an der Kurie zweifelten und sie die Volkstümlichkeit der Bibelübersetzungen in Frakturschrift überzeugte. Die deutschen Gegner der Fraktur waren nicht Katholiken, sondern Humanisten, die sich von Martin Luther abgewandt hatten wie Erasmus von Rotterdam. Die deutschen Humanisten schrieben in Antiqua, sowohl in der Annahme, dies sei die Schrift der Antike gewesen, als auch in dem Gefühl der Verbundenheit mit der europäischen Bildungsgemeinschaft. Die lutherischen Reformisten ließen ihre Texte in der breiten Schwabacher Type drucken, damit jeder sie lesen konnte, und diese Schrift verbreitete sich rasch. Luidl ist der Quelle nachgegangen, welcher der Name „Schwabacher“ für die Type der Luther-Zeit entnommen wird: einem Lehrbuch für Schönschrift von Wolfgang Fugger aus dem Jahr 1553. Der Name der Schrift scheint auf einen politischen Text hinzudeuten: Die „Schwabacher Artikel“ gingen als Ergebnis des Schwabacher Konvents vom Oktober 1529 und als Darstellung der protestantischen Lehrinhalte ein in die Confessio Augustana von 1530. Darin hatten die Protestanten ihre Bekenntnisse für den Augsburger Reichstag gesammelt, der vom Kaiser zur Rettung der Glaubenseinheit einberufen worden war. Die Schwabacher Artikel wurden in Augsburg mit jener breiten Drucktype gedruckt, die man später nach diesen Artikeln benannte. Bewiesen ist diese These nicht, aber sie klingt besser als die, wonach der Augsburger Drucker und Schriftschneider aus Schwabach stammte, wofür es auch keine Belege gibt. Luidl springt von 1530 leider direkt in das ungebildete Gerede der Nationalsozialisten und läßt die Chance ungenutzt, seine These zu untermauern oder den hochinteressanten Schriftenstreit zwischen 1600 und 1941 darzustellen, zu dem sich jeder Schriftsteller und Gelehrte in diesen Jahrhunderten Gedanken machen mußte. Zwischen Goethe und seiner Mutter beispielsweise entstand ein brieflich belegter Disput die Mutter liebte die Fraktur, Goethe hielt die Antiqua für die Schrift der Gebildeten, ließ aber in beiden Schriften drucken. Statt dessen stellt Luidl eher unerhebliche Mutmaßungen an, wo Hitler und seine Experten den Namen Schwabach in jüdischem Kontext gehört haben könnten. Ein Bankhaus vielleicht? Daß Hitler die gebrochenen Schriften nicht mochte, zeigt Luidl an einem Beispiel: ein Wettbewerb für einen Urkunden-Entwurf. Hitler entscheidet sich für die Futura, eine serifenlose, moderne Schrift. Luidl führt dazu nichts weiter aus, dabei ist diese Geschichte hochinteressant und unterstreicht Hitlers modernen Geschmack. Die Futura war 1928 unter den Händen Paul Renners entstanden mit dem etwas absurden Anspruch, die Schrift dieser Zeit zu sein. Sie war zwar den Bauhaus-Leuten noch viel zu harmonisch, vor allem die späteren Varianten, die wir noch heute benutzen, aber sie wurde im Bauhaus verwendet, weil es nicht viel anderes ohne Serifen gab. Hitlers Leute, so Luidl, nannten Renner einen Kulturbolschewisten, machten da also keinen Unterschied, weil sie eigentlich der Fraktur anhingen. Hitler selbst differenzierte gewiß unbewußt zwischen Renner und Bauhaus, wenn er die Futura anderen Schriften vorzog und gegen das Bauhaus wetterte: „Das ganze Kunst- und Kulturgestotter von Kubisten, Futuristen, Dadaisten usw. ist weder rassisch begründet noch volklich erträglich.“ Das sagte er in seiner Rede am 6. September 1934 auf der NSDAP-Kulturtagung im Nürnberger Apollo-Theater. Hitler sah die Deutschen in antiker Tradition, er geißelte „Straßenbenennungen und Maschinenschrift in echt gotischen Lettern“ und rief über „jene Rückwärtse“ aus: „Sie haben keine Ahnung davon, daß deutsch sein, klar sein heißen könnte, sonst würden sie sich besser als Versteinerungen in die Museen zurückziehen, denn als aufdringliche Geister die Mitwelt erschauern zu lassen.“ Etwas später: „So wie wir aber in unserem übrigen Leben dem deutschen Geist die freie Bahn zu seiner Entwicklung gaben, können wir auch auf dem Gebiete der Kunst nicht die Neuzeit zugunsten des Mittelalters vergewaltigen. Eure vermeintlich gotische Verinnerlichung paßt schlecht in das Zeitalter von Stahl und Eisen, Glas und Beton, von Frauenschönheit und Männerkraft, von hochgehobenem Haupt und trotzigem Sinn." Die Gotik war Hitler unheimlich. Luidl zitiert einen 1976 geschriebenen Brief von Henriette von Schirach, in dem sie versichert, Hitler habe die „Schwabacher Letter“ gehaßt, womit die geschiedene Frau des Reichsjugendführers die gebrochene Schrift meinte. Noch etwas könnte zu dem so bizarr begründeten Beschluß von 1941 beigetragen haben, was Luidl ebenfalls nicht erwähnt. Eine der Frakturschriften des „Völkischen Beobachters“ stammt von Lucian Bernhard, einem 1923 nach New York ausgewanderten Berliner Schriftkünstler mit jüdischen Vorfahren, der die Schrift 1913 schuf. Die Überschrift zu Hitlers Rede auf der Kulturtagung 1934 ist in der extrafetten Bernhard-Fraktur gesetzt worden: „Kunst verpflichtet zur Wahrhaftigkeit“. Druckereibesitzer Müller, selbst kein Schriftkundiger, wird das vielleicht gehört und peinlich gefunden haben. Eher empfehlenswert als Luidls fragmentarische Schrift bleibt ein älteres Buch zur Fraktur wegen seiner gediegenen Ausführlichkeit: der 1993 erschienene Überblick über die Form und Geschichte der gebrochenen Schriften von Albert Kapr unter dem schlichten Titel „Fraktur“, der auch die Forschungslücken kenntlich macht, die zu schließen Luidl mit der unbewiesenen Geschichte der Schwabacher kaum gelungen ist. (Originalmanuskript aus der Bibliothek von druckerey.de, Erstdruck in der Süddeutschen Zeitung am 20. 4. 2005)
  41. 1 Punkt
    Der Verlag sagt: 180 Exemplare des bedeutendsten Buchs des Abenlandes – Illuminierte Handschriften des Mittelalters, eine der ersten Blockbuch-Ausgaben der Biblia Pauperum, Inkunabeln, darunter zwei komplette Pergamentexemplare der 48zeiligen Bibel von Fust & Schöffer, Bibeln des 16. und 17. Jahrhunderts mit Holzschnitten und Kupferstichen, Prachtausgaben des 18. und 19. Jahrhunderts, monumentale Ausgaben des 20. Jahrhunderts. Rezension Das Buch des Buches der Bücher Der Antiquar Heribert Tenschert präsentiert in einem üppigen Katalog hinreißende Bibeldrucke aus sechs Jahrhunderten von Martin Z. Schröder Vom Antiquar Heribert Tenschert in Ramsen am Rhein ist erneut eine Sensation zu berichten. Nein, es ist noch nicht ganz so weit, daß er die weltweit größte Sammlung von Stundenbüchern besitzt, diese illustrierten Gebetsbücher für die private Andacht von Laien, welche Auszüge aus dem kirchlichen Meßbuch für verschiedene Tageszeiten enthalten. Die große Sammlung Tenscherts, größer als die der British Library, aber noch nicht so groß wie die der Bibliothèque nationale de France, wurde vor einiger Zeit in der Berliner Staatsbibliothek gezeigt, danach in Paris, München, Zürich, Genf und Cambridge. Nein, diesmal keine Stundenbücher. Der Katalog, der jetzt aus Tenscherts Domizil, der Bibermühle, kommt, kündet von der Sensation des Privatbesitzes von zwei Fust-Schöffer-Bibeln. Johann Fust war der Geldgeber Gutenbergs, der, nachdem er Gutenberg erfolgreich verklagt hatte, mit dem Kalligraphen und Mitarbeiter Gutenbergs, Peter Schöffer, die Offizin Fust & Schöffer gründete. Das letzte Mal, daß zwei Exemplare der B 48, wie man die 48zeiligen Fust-Schöffer-Bibeln nennt, auf Pergament zusammen angeboten wurden, war 1769 im Katalog von Louis Jean Gaignat. Der hatte allerdings nur ein illuminiertes. Zwei illuminierte auf Pergament hat es noch nie in Privatbesitz gegeben! Im Jahr 1462 wurden sie als Luxusprodukte gedruckt, und jeder Käufer der Druckbogen ließ sie sich vom Illuminator seiner Wahl ausmalen und von einem Buchbinder je nach Wertschätzung des Werkes und Geldvermögen binden. Eines der beiden doppelbändigen Exemplare wurde vom als „Fust-Meister“ bekannten Künstler illuminiert und sehr viel später in violette quergenarbte Maroquinbände der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebunden, welche mit dem Wappen des Earl of Carysfort versehen sind. Es ist mit 4 Millionen Euro das teurere der beiden. Das zweite Exemplar dieses Buchpaares wurde wahrscheinlich von drei verschiedenen Malern in einem norditalienischen Atelier illuminiert. Auch dieses Buch wurde mehrmals neu gebunden, zuletzt im 18. Jahrhundert unter Beibehaltung der alten Holzdeckel und Messingbeschläge. Großartig an diesem Katalog sind die hervorragenden Fotos. Hier wurde nicht einfach gescannt, sondern speziell die Hüllen der Bücher aus Pergament und Leder, immer geschmückt, oft reich vergoldet, wurden so sorgfältig ausgeleuchtet, daß auch die herrlichen Blindprägungen in tiefschwarzem Leder deutlich zu sehen sind und man einen Eindruck bekommt von der überwältigenden Buchhandwerkskunst vergangener Jahrhunderte. 180 Exemplare des bedeutendsten Buches des Abendlandes bietet Tenschert zum Kauf an und zeigt und erläutert er in seinem wunderbaren Katalog: Bibeln des 16. und 17. Jahrhunderts mit Holzschnitten und Kupferstichen, Prachtausgaben des 18. und 19. Jahrhunderts und monumentale Ausgaben des 20. Jahrhunderts wie die drei Pergament-Exemplare des Psalters der Bremer Presse von 1929. Heribert Tenschert erläutert jeden Artikel. Er beschreibt ausführlich die Ware, nur rein äußerlich, wie sich versteht, oft erklärt er die Herkunft der Bücher, und man kann daran sehr viel Freude haben, weil man die Begeisterung des kenntnisreichen Autors spürt, zum Beispiel wenn er am Ende der Beschreibung eines geschmiedeten orientalisierenden Lyonneser Flechtwerk-Silbereinbandes des 16. Jahrhunderts genau die Flecken und kleinen Löcher vom Rost der Nägel der Schließen aufzählt und schließlich kommentiert: „Insgesamt ein sehr schönes Exemplar in einem unerhörten Einband.“ Das wohl wichtigste Buch in diesem Katalog ist eine in Süddeutschland von in den Niederlanden geschnittenen Holzstöcken gedruckte Biblia Pauperum. Von diesem um 1464 gedruckten Blockbuch sind nur drei Exemplare bekannt, eines in Privathand. Tenscherts Anmerkung: „Es ist mit Sicherheit das schönste Exemplar einer Biblia Pauperum auf dem Markt seit fast 100 Jahren.“ Den Seltenheitswert dieses Buches erkennt der Laie nicht so rasch, denn es ist nur mit einer bräunlichen Tinte auf Wasserbasis abgerieben worden und nicht bunt ausgemalt. Einige Bücher sind aber für jedermann sofort als ganz köstliche zu erkennen, vor allem die herrlichen, meist reich vergoldeten, gelegentlich mit farbigen Intarsien versehenen Lederbände, beispielsweise die von Christophe Plantin in Antwerpen gedruckte Bibel von 1583 in dem wohl größten bekannten Einband à la fanfare eine kunstvolle französische Bindung des späten sechzehnten Jahrhunderts. Auf einer Höhe von 44 Zentimeter und einer Breite von 30 sind in rotes, reichlich mit filigranen Ranken vergoldetes Maroquin feine schwarze Lederornamente als Intarsien eingefügt worden, dazu kommt eine ganz zarte graue Wachsfarbenmalerei. Es ist wirklich himmlisch, zumal wenn man sich vorstellt, wie weich sich dieses Leder in die Hand schmiegt. Man wird fast traurig angesichts der meist lieblos gemachten Papierbündel, die heute in unseren Buchläden stehen. Heribert Tenschert hat den Haupttitel seines Buches außergewöhnlich auszustatten versucht, man könnte aber auch in seinem Buch die zahlreichen handwerklichen Fehler kritisieren. Unter typographischen Gesichtspunkten ist es eine Beleidigung: rote halbfette kursive Renaissance-Antiqua. Vor allem sieht man die Schwächen im Kontrast zu den abgebildeten Polyglotten- Bibeln, in denen bis zu acht Sprachen bebildert auf einer Seite zu stehen kommen und jede der Schriften mehr oder weniger eine Meisterleistung ist und auch der Satzspiegel den Kunstregeln entspricht. Eine der schönsten Polyglotten ist die 1571 von Plantin gedruckte, deren interessante, den Geschäftsbüchern und Korrespondenzen des Druckers entnommene Geschichte Tenschert erklärt. Diese Bibel mit dem hebräischen Originaltext, einem syrischen, einer lateinischen Übersetzung des syrischen Textes, der lateinischen Vulgata und mit griechischem Text wurde unter der Schirmherrschaft des spanischen Königs Philipp II. produziert. Dieser hatte erst sechs Pergament-Exemplare bestellt, erhöhte dann aber auf dreizehn, wofür der Drucker 16.263 Kalbshäute beschaffen mußte. Heute sind noch vier oder fünf Pergamentexemplare bekannt; sie gehören dem Escorial in der Provinz Madrid, der British Library in London, der Biblioteca Nazionale in Turin, dem Vatikan in Rom, ein fünftes wird aus Salamanca gemeldet, die anderen gelten als verschollen. Und das von Tenschert ist für 225.000 Euro zu haben, wenn es nicht schon verkauft ist. Martin Walser führt in seinem begeisternden Vorwort zum Katalog die Bibeln der Tenschert-Sammlung zu einem Stoff zusammen, aus dem sich europäische Romane schneidern ließen über weltliche Herrscher, geistliche Oberhäupter, über fromme und vermögende Vorbesitzer von Luxus-Bibeln und die Handwerker, die mit allen in enger Beziehung standen. Walser nennt diesen schönen Bibel-Katalog „das Buch des Buches der Bücher.“ (Originalmanuskript aus der Bibliothek von www.druckerey.de, Erstdruck in der Süddeutschen Zeitung am 22. 11. 2004)
  42. 1 Punkt
    »Das internationale Schriftschaffen nach 1950 wurde massgeblich geprägt vom Schweizer Adrian Frutiger. Sein Schriftprogramm Univers und die zum ISO-Standard erklärte maschinenlesbare Schrift OCR-B sind Meilensteine wie auch die zur Frutiger weiterentwickelte Schrift der Pariser Flughäfen ein Qualitätsstandard für Signalisationsschriften. Mit den Corporate Types prägte er Firmenauftritte wie jenen der japanischen Kosmetiklinie Shiseido. Insgesamt entstanden rund 50 Schriften, darunter Ondine, Méridien, Avenir, Vectora. Auf Gesprächen mit Frutiger basierend sowie auf umfangreichen Recherchen in Frankreich, England, Deutschland und der Schweiz zeichnet die Publikation den gestalterischen Werdegang des Schriftkünstlers exakt nach. Erstmals werden alle Schriften vom Entwurf bis zur Vermarktung abgebildet sowie mit Bezug zu Technik und zu artverwandten Schriften analysiert. Bisher unveröffentlichte, nicht realisierte Schriften sowie über 100 Logos vervollständigen das Bild.« Rezension: Wie mit dem Nagel festgehalten Schriften in unserer Zeit: Ein großes, schweres, anregendes Buch über den Typographen Adrian Frutiger von Martin Z. Schröder Ist einem Schriftzeichner und seinem Beruf schon einmal eine derartige Aufmerksamkeit zuteil geworden? Es gibt eine recht kurze Reihe sehr schöner Bücher über Typografen und Schriftkünstler, etwa Ernst Schneidler, Jan Tschichold, Hermann Zapf; aber bislang gab es keines wie dieses über Adrian Frutiger, das Heidrun Osterer und Philipp Stamm herausgegeben haben. Es besteht nicht nur in einem Rückblick des Gebrauchsgrafikers und Schriftzeichners auf sein Lebenswerk, das uns täglich in Form seiner Schriften in Drucksachen und Ausschilderungen vor Augen steht, es ist nicht nur eine Sicht auf die schnellen weiten Sprünge der Drucktechnik vom Bleisatz zum Desktop Publishing binnen Jahrzehnten, nicht nur schriftgeschichtliche und -ästhetische Kritik, nicht bloß eine Sammlung von Schautafeln – es ist dies alles in einem! Und bildet so das umfassendste Werk über Schrift in unserer Zeit, das sich überhaupt denken läßt. Nun hat es von der ersten Annäherung der Herausgeber an dieses über 2 Kilo schwere Werk, das man wegen seines Formates nur auf einem Tisch aufschlagen kann, zehn Jahre und etliche Reisen durch Schriftarchive und Bibliotheken in mehreren Ländern bis zur Veröffentlichung gebraucht, und ist für den Benutzer segensreich, daß sein 81jähriger Pate Adrian Frutiger bis zur Fertigstellung mitwirken konnte. Entstanden ist aus diesen Anstrengungen nicht nur eine enorme Arbeitsbiografie, auch die Bedeutung der Schrift an sich wird deutlich: Mit der Ausbreitung des gedruckten Wortes begann die Schrift zum gewöhnlichen Medium zu werden und wird ihr heute, nachdem man sie einmal zu lesen und halbwegs zu schreiben gelernt hat, kaum noch Aufmerksamkeit zuteil. Man bemerkt sie, wenn sie Anstoß erregt, etwa weil sie unleserlich ist oder weil sie sich propagandistisch aufdrängt. Adrian Frutiger nennt einen hübschen Vergleich, um zu zeigen, wie wichtig die Funktionalität im Design von Schrift als Medium des Geistes ist: „Schrift ist wie ein Löffel: wenn ich mich am Abend an die Form des Löffels erinnere, mit dem ich am Mittag meine Suppe gegessen habe, dann war es eine schlechte Löffelform.“ Die Lesbarkeit ist also der Schrift erste Funktion – aber sie transportiert schon seit ihrer Entstehung viel mehr, gerade wenn ihr der Zeichner seine individuellen Züge auszutreiben sucht. Sie bildet die Inneneinrichtung unserer Geisteswelt. In ihr selbst, ihrer Strichführung, ihrem Aufbau und in ihrer Anwendung durch die Typografie, also den Entwurf mit Lettern, steckt der Zeitgeist – und auch ihn kann man lesen – wie die Fassaden und das Interieur von Häusern nicht schweigen über ihre Bewohner. So wie sich in Gutenbergs gotischen Lettern ein Bild der Baukunst spiegelt, wie man darin den Zeitaufwand findet, den ein mit der sorgfältig zugeschnittenen Feder gezeichneter Buchstabe beansprucht, wie auch das dunkle, schmale Textgewebe hinweist auf die dem geschriebenen Wort zugewiesene feierliche Würde, so verraten andere Schriften andere Alltagskultur und Geisteshaltung. Auch die stets wiederkehrende Rückbesinnung gehört dazu: immer wieder neue Renaissancen. Aus diesen entstehen die bleibenden Werke, das klassische ist zugleich das menschlichste Werk, es wird über Jahrhunderte verstanden. Zu jeder seiner Schriften erzählt Frutiger ihre Entstehungsgeschichte, die meist in einer Schriftgießerei begann, etwa bei Deberny & Peignot in Paris: Anfang der fünfziger Jahre arbeiteten dort noch etwa einhundert Schriftgießer, die von fünfzehn Graveuren die Stahlstempel erhielten, aus denen die Gußformen für Lettern entstanden. Die Firma lebte von der Kunst eines einzigen Schriftzeichners: Adrian Frutiger. In den fünfziger Jahren wird aber auch in den Fotosatz investiert. An dieser Stelle gibt das Buch einen gründlich recherchierten Überblick und informiert über die Anfänge dieser Technologie, die bis ins Jahr 1893 zurückreichen. 1953 entstanden Frutigers erste Zeichnungen für seine weltweit verbreitete Schrift Univers. Er erzählt von den schrifthistorischen Untersuchungen, die er für diese Arbeit vornahm, um sie zu einer allgemein gebräuchlichen Schrift zu machen, und wie er die Figuren und Strichstärken aus seinem Gefühl entwickelte, auch wenn sie mathematisch berechenbar erscheinen mögen. Die Univers wurde im Laufe der Jahre für alle Technologien der Satzherstellung nutzbar gemacht, zuerst 1957 für den Fotosatz, ein Jahr später als Bleischrift, über Jahrzehnte in Modifizierungen für elektronische Satzverfahren, und heute wird sie von drei Herstellern für den digitalen Satz angeboten. Frutiger erzählt, wie er Schablonen für Buchstabenteile schneidet und mit Sandpapier bearbeitet, um die richtige Rundung für jede Figur zu finden. Er spricht über handwerkliche Details seiner Arbeit wie auch über Fragen des Urheberrechts. In diesem Werk wird kein Aspekt der Schriftkunst ausgelassen, und Frutiger ist so wahrheitsliebend und offenherzig, daß er auch frank und frei über Fehlschläge oder bis heute offene Fragen spricht, etwa warum ihm eine bestimmte Schrift nicht gelungen sei. Um so mehr freut man sich als Leser, wenn Frutiger schließlich über seine beste Arbeit spricht und Sätze sagt wie: „Hier wird meine Persönlichkeit wie mit einem Nagel festgehalten. Ich bin stolz, daß ich die Avenir machen konnte.“ Als Adrian Frutiger die Schrift Avenir zu entwerfen begann, zehrte er aus einer vierzigjährigen Erfahrung mit Schrift. Er wollte einer mit Zirkel und Lineal konstruierten Schrift eine neue, humane Gestalt geben. Jeder Schriftzeichner kennt die Grenzen, die das menschliche Gesichtsfeld zieht: es ist horizontal weiter als vertikal – wir blicken eher zu den Seiten als in Höhe und Abgrund – anders als manches rundäugige Tier, das Gefahr von allen Seiten zu gewärtigen hat. Frutiger verringerte also im kreisrund angelegten Buchstaben O die horizontalen Linien. Wie er darauf kommt, welche Versuche er mit seinen Kreationen anstellt, wie fein und nur noch fühlbar, nicht mehr sichtbar manche seiner Eingriffe in die harte Geometrie sind, das erzählt uns Frutiger in diesem Buch. Zu seinen wesentlichen Schriftschöpfungen ließ er sich über zwei Jahre lang befragen – und die daraus entstandenen Transkripte wurden von ihm selbst, den Interviewern und vier Lektoren kontrolliert und überarbeitet. So genau und so ausführlich ist nie zuvor über die Erschaffung von Schrift geschrieben worden. Die Erzählung Frutigers hat man durch Originalzitate aus anderen Quellen des Schriftzeichners ergänzt und durch fachkundige Kommentare vervollständigt, an welche wiederum ein Fußnotenkonvolut angehängt wurde, dessen Detailgenauigkeit den Schriftinteressierten vor Freude Luftsprünge und aus Dankbarkeit Verneigungen machen läßt: es ist eine anregende Lektüre. Neben der deutschen Ausgabe erschienen auch eine englische und eine französische. (Originalmanuskript aus der Bibliothek von www.druckerey.de, Erstdruck in der Süddeutschen Zeitung am 27. 8. 2009)
  43. 1 Punkt
    Das Internet verleiht jedem eine Stimme. Jeder darf bloggen, twittern und kommentieren. Doch die Anzahl derer, die in einem bestimmten Fachbereich wirklich etwas zu sagen haben, ist meistens überschaubar und daher fallen diese Personen besonders auf. Wenn die Themen Webdesign und Typografie zusammentreffen, ist Gerrit van Aaaken solch eine Person an der man nicht vorbeikommt. Ein deutscher Blogger der ersten Stunde, der auf seiner Seite Praegnanz.de mit kleinen typografischen Essays schon früh auf sich aufmerksam machte. Sein gesammeltes Webtypografie-Wissen hat er nun in einem Buch zusammengefasst. Aber man muss es nicht bei Galileo oder Niggli suchen. Zeitgemäß lies er sich das Projekt per Crowd Funding im Voraus finanzieren und vertreibt es nun selbst als ePub, eBook für Kindle und demnächst auch als Softcover-Buch. Die Katze im Sack muss man übrigens auch nicht kaufen. Das komplette Werk steht als HTML-Dokument gratis zur Ansicht bereit. Zum Inhalt: Das Buch beginnt mit einer kurzer Einführung zu Typografie im Allgemeinen und Webtypografie im Speziellen. Dann steigt van Aaken im zweiten Kapitel bereits ausführlich in die Problematiken der Webdarstellung ein, insbesondere die pixelbasierte Darstellung im Web und wie sie mit den Ausgabegeräten und Schriftdarstellungen unter unterschiedlichsten Bedingungen zusammenhängt. Im dritten Kapitel wird ausschnittshaft verschiedenes Handwerkszeug zu Schrift im Netz vermittelt – etwa der Umgang mit Sonderzeichen, Abständen, Kontrasten, Silbentrennung und ähnliches. Bis hierhin lässt sich die Zielgruppe noch nicht so ganz klar definieren. Manche Details werden für Einsteiger kaum verständlich sein, weil sie ohne nähere Erklärung zu speziell sind oder zu weit in der Vergangenheit liegen. Andere Dinge, die den meisten Grafik- oder Webdesignern vertraut sein dürften, werden dann aber sehr ausführlich erläutert. Richtig in Fahrt kommt das Buch dann aber ab Kapitel 4 wenn es um die Webtypografie heute geht. Im Kapitel »Die richtige Schrift« werden Schriftwahl und die heute schon schier unüberschaubaren Möglichkeiten der Webfont-Einbindung ausführlich und vor allem auch praxisnah beleuchtet. In Kapitel 5 geht es dann mit »gelungener Webtypografie« weiter. Über eine Klassifikation von Textarten im Webdesign wird anhand von Praxisbeispielen deren optimaler Einsatz erklärt. Wer im Webdesign arbeitet ist es gewöhnt, sein Wissen nicht in dauerhaft gültigen Hardcover-Büchern finden zu können. Man muss ständig am Ball bleiben und sich überall im Netz informieren – die guten Fachartikel sind dabei meist in Englisch und was heute der Stand der Technik ist, stimmt 2 Jahren vielleicht schon nicht mehr. So halten sich oft auch Fehler und Notlösungen länger, als dies eigentlich der Fall sein müsste. Fundiertes deutsches Wissen, dass zusammenhängend erklärt wird, ist in diesem Fachgebiet daher äußerst selten und schon deshalb sticht das#webtypobuch positiv heraus. Wer als Grafik- oder Webdesigner ein Grundverständnis von Webdesign und Typografie hat, kann sich in diesem Buch auf den neuesten Stand bringen und eventuelle Wissenslücken füllen. Das Werk ist dabei übrigens aber eher ein »Verstehbuch« als ein ausführliches Lehrbuch. Konkrete Code-Beispiel, wie etwa die Einbindung von Webfonts nun funktioniert und was es im Detail alles zu beachten gibt, finden sich in diesem Buch eher nicht. Das Buch bereitet hier nur eine inhaltliche Basis. Damit das Buch ePub-tauglich und damit auf verschiedensten Geräten darstellbar ist, wurde es als reiner Fließtext im Textverarbeitungsprogramm Mellel entworfen. Eine klassische Gestaltung von Einzelseiten konnte somit nicht erfolgen. So ist das Buch also auch selbst ein Spiegelbild der heutigen technischen Möglichkeiten und Beschränkungen. Ein Buch über Typografie, das gestalterisch hinter den Ansprüchen zurückbleibt, die wir uns in den letzten 500 Jahren Druckgeschichte erarbeitet haben – weil es die heute Technik elektronischer Bücher aktuell nicht besser hergibt. Mit einem Preis von knapp 10 Euro für circa 150 Seiten (gemessen am PDF) und der Möglichkeit des Probelesens im Internet kann man mit dem #webtypobuch nicht viel falsch machen. Der lockere und persönliche Schreibstil gefällt und wirkt selbst auch wie eine Folge von zusammengehörigen Blog-Beiträgen vonPraegnanz.de. Für ein Werk, das sich mit den normalen gedruckten Fachbüchern in diesem Bereich messen kann, reicht es in Tiefe und didaktischer Aufbereitung dann aber nicht ganz aus. Daher von mir ein Sternchen Abzug, ansonsten aber einen Glückwunsch zum gelungenen Erstlingswerk! Alles weitere unter: http://webtypobuch.de
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