Jump to content
Typografie.info

Beliebt


Beliebte Inhalte

Showing content with the highest reputation on 20.03.2019 aus allen Bereichen

  1. 4 Punkte
    Ich meine mich dunkel zu entsinnen daß Hans-Peter Willberg irgendwo einmal gesagt hat daß Schusterjungen den Lesefluß verbessern können. Die erste Zeile des nächsten Absatzes noch auf der Seite zu haben lädt zum Weiterlesen und Umblättern ein sofern man die Inhalte denn spannend findet. Aus meiner persönlichen Leseerfahrung würde ich dem sofort zustimmen. Schusterjungen sind für das Lesen überhaupt kein Problem. Im Gegensatz hierzu habe ich öfters beobachtet daß Hurenkinder beim lesen nicht nur einen unschönen Stolperstein darstellen sondern auch den Sinn entstellen können. Aber das mag nur meine persönliche Wahrnehmung sein.
  2. 2 Punkte
    Ein Update: Nach vielen Stunden Arbeit habe ich bis auf einige Ausnahmen die Buchseiten-Paare auf die gleiche Höhe gebracht. Aber es waren sehr viele Eingriffe in die Laufweite notwendig, da hatte ich manchmal das Gefühl, den Bogen zu überspannen. Jetzt habe ich die ursprüngliche Datei noch unter einem anderen Namen gespeichert und probeweise die Absatzkontrolle abgeschaltet. Und siehe da, es muss viel weniger gemacht werden, wenn man die Schusterjungen stehen lässt und nur die Hurenkinder ausmerzt. Wie Dieter Stockert oben kommentiert hat, finden sich in der Mehrheit der Verlagstitel etliche Schusterjungen (habe auch einige Titel geprüft und festgestellt, das sie mich nie gestört haben). Ich denke ich begnadige die Schusterjungen.
  3. 1 Punkt
    Ach so, die hier beispielhaft genannte Palatino gibt es auch unter diesen Namen: Aldus, Palatino nova, Book Antiqua, Palladio, Palazzo, Zapf Calligraphic 801 und Parlament
  4. 1 Punkt
    Auch Schriftnamen aus der Bleisatz-Zeit dürfen nicht wiederverwendet, wenn die ursprünglichen Hersteller bzw. Rechtsnachfolger die Namen als Trademarks (Markenzeichen) angemeldet haben. Kurz: Eine neue Schrift auf Basis der Bleisatz-Palatino dürfte man m.W.n. durchaus zeichnen und veröffentlichen. Aber Monotype würde es als Markenverletzung betrachten, wenn die Font so vermarktet wäre, dass das Wort Palatino in der Name wäre. Auch u.U., wenn man in Beschreibungstexte angeben würde, die Schrift sei von der Palatino inspiriert. Nur als Beispiel.
  5. 1 Punkt
    Hallo Paul, willkommen im Forum! Es ist immer eine gute Idee, sich weiterzubilden in Bereichen, die Ausbildung oder Studium vernachlässigt haben – das habe ich nach der Ausbildung und dem Studium genauso gehandhabt. Ich hatte damals großen Respekt vor der Menge an Schriften und der Menge an Wissen, das man darüber haben kann. Ich habe mir nicht vorstellen können, das jemals auch nur halbwegs in den Griff bekommen zu können. Eine gute Orientierung habe ich – neben dem Löchern meiner Kollegen und dem Kennenlernen einzelner Schriften durch Arbeitsprojekte – durch gute Bücher bekommen. Wir haben hier eine tolle Liste empfehlenswerter Bücher für Typografie-Einsteiger im Forum, schau sie Dir doch mal durch. Besonders die Bücher von Hans Peter Willberg helfen zu Beginn weiter. Davon abgesehen haben wir ein umfangreiches Fontwiki, in dem Du sowohl Klassiker, als auch neue empfehlenswerte Schriften kennenlernen kannst – die Bewertungen der Kollegen helfen bei der Einordnung ebenfalls weiter. Und wenn Du Schriften für ganz bestimmte Zwecke suchst, dann könnten Dir unsere Schriftenlisten weiterhelfen, in denen wir Schriften nach Einsatzgebieten oder Eigenschaften gebündelt haben. Ich stimme dem zu, was die Kollegen weiter oben schon schrieben – man muss (zum Glück!) nicht jede Schrift besitzen, um sie sich anzuschauen. Dafür gibt es bei den großen Schriftanbietern tolle Vorschautools, in denen man sich selbstgewählte Mustertexte anzeigen lassen kann. Wie man Schriften auf legale Weise ausprobieren kann, für die man keine Lizenzen besitzt, kannst Du in unseren FAQ erfahren, dort wird genau dieser Punkt besprochen. Eine Sache, die zu erwähnen mir am Herzen liegt, ist, dass wir hier im Forum ausschließlich legale Schriftverwendungen empfehlen und dass wir darin übereinstimmen, Schriften nicht ohne entsprechende Schriftlizenz zu verwenden – unabhängig davon, ob diese kostenfrei oder kostenpflichtig ist. Hier sind sehr viele Gestalter und gestaltungsaffine Menschen versammelt, die Schriften anwenden oder selber entwerfen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Insofern kannst Du sicher sein, hier legale Tipps zu erhalten und wenn einer der Kollegen von einer Schrift und deren Verwendung schreibt, dann kannst Du sicher sein, dass er die entsprechende Lizenz auch erworben hat. Das Aufbauen einer Schriftensammlung ist ein langwieriges und mitunter kostspieliges Unterfangen, das etliche Jahre dauern kann. Wohl keiner von uns hat sich auf einen Schlag alle großen Schriftfamilien gekauft. Das wäre aber auch gar nicht unbedingt empfehlenswert, weil man diese dann unter Umständen ob der Fülle eher oberflächlich im Blick hat. Wenn Du mit einem kleinen, sorgfältig ausgewählten Fundus an Schriften beginnst, dann wirst Du diese zu Beginn immer wieder einsetzen und so sehr gut kennenlernen. Du wirst dabei merken, wo Lücken bestehen, die Du mit weiteren Schriften füllen möchtest. Dann wirst Du sehr genau recherchieren und abwägen, welche Schrift die Lücke in Deinem Schriftenschatzkästlein am ehesten füllen kann und Dir diese, sobald Du das Budget hast, kaufen. So wächst die eigenen Schriftensammlung allmählich an und man hat sie gut im Blick und gewinnt ein Gefühl für Qualität und nützliche Gestaltungsmerkmale. Den gekauften Schriftlizenzenschatz kann man darüber hinaus ergänzen mit hochwertigen kostenfreien Schriftlizenzen, die gibt es nämlich auch. Und auch hier kann Dir das Forum wieder helfen, denn auch dazu haben wir Empfehlungslisten, schau mal hier (serifenlos) und hier welche mit Serifen, hier Displayfonts und hier Slab-Serif-Schriften. Wenn Du Dir die alle herunter lädst (nicht vergessen, die Lizenzdokumente mit abzuspeichern!), dann hast Du schon eine wirklich gute Sammlung beisammen. Ich wünsche Dir viel Spaß bei der Eroberung der Schriftenwelt! Kathrin
  6. 0 Punkte
    Am 16. März 2019 ist Axel Bertram, bekannter Gebrauchsgrafiker der DDR, kurz vor seinem 83. Geburtstag nach langer schwerer Krankheit in Berlin gestorben. Seinen Namen kannten nur Spezialisten, seine Werke kennt jeder, der in der DDR gelebt hat. Geboren in Dresden und aufgewachsen in Freital, arbeitete Bertram nach dem Studium an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee seit 1960 als freiberuflicher Grafiker. Von 1977 bis 1992 unterrichtete er zugleich als Professor für Schrift und gebrauchsgrafisches Gestalten an der Berliner Kunsthochschule. Bertram war auf sämtlichen Feldern des grafischen Designs tätig. Er gestaltete zahlreiche Bücher und Plakate und entwarf das Layout der Zeitschriften »Sibylle« und »Wochenpost«. Er gestaltete er Umlauf- und Gedenkmünzen, so das 20-Pfennig-Stück und die 5-Mark-Umlaufmünze der DDR. Auch zahlreiche Briefmarken gehen auf ihn zurück. Als Schriftgestalter entwickelte er die spezielle Fernsehschrift Videtur sowie den OpenType-Font Rabenau Pro. Bertram legte keinen Wert auf eine unverwechselbare Handschrift. Er sah sich vielmehr als Diener des Lesers, Betrachters oder Nutzers und suchte stets aufs Neue nach der perfekten Lösung einer konkreten Aufgabe. Mit einem an der Tradition geschulten Formbewußtsein und dem Selbstverständnis eines Künstlers, der nicht für das Museum, sondern für den Alltag arbeitet, nahm er mehr als fünf Jahrzehnte lang jede Gelegenheit wahr, Neues auszuprobieren. Einen Gesamtüberblick über sein Werk bietet der Band: Axel Bertram. Grafisches Gestalten in fünf Jahrzehnten. Lehmstedt Verlag, Leipzig.
Zeitzone: Berlin/GMT+01:00
Krimhilde – Fraktur trifft geometrische Grotesk
Krimhilde – Fraktur trifft geometrische Grotesk
Krimhilde – Fraktur trifft geometrische Grotesk
Krimhilde – Fraktur trifft geometrische Grotesk
×
×
  • Neu erstellen...

Hinweis

Wie die meisten Websites, legt auch Typografie.info Cookies im Browser ab, um die Bedienung der Seite zu verbessern. Sie können die Cookie-Einstellungen des Browsers anpassen. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte die Speicherung von Cookies. Weitere Details in der Datenschutzerklärung