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Zeige Inhalte mit den meisten Reaktionen seit 13.09.2019 aus allen Bereichen

  1. 6 Punkte
    Vielen Dank, Peter! Deine Version mit der unteren Kurve vom S hat mir sehr gefallen. Ich habe mich letztendlich für diese Form entschieden:
  2. 4 Punkte
    weil’s mir beim lesen der vorigen diskussion eingefallen ist: (kennt ihr aber schon, oder?)
  3. 4 Punkte
    Schnitzelito (10) und Schnitzelson (13) sind auch eher skeptisch was den ›Ärger‹ angeht ... manmanman ... #1 (fast 17) hat zur Zeit so viel Schulausfall aus diversen Gründen, dass er froh ist, wenn er mal was lernen darf, dabei fängt der ›Streik‹ ja quasi auf seinem Schulhof an – mal sehen, vielleicht fällt der Unterricht ja eh aus, dann muss er da vorbei . Ich muss ja jetzt hin, allein auf Grund der guten, deutschen Abgreifmentalität
  4. 3 Punkte
    Die Buchstabenformen können ihrer Verwandschaft mit der TIMES nicht leugnen. Hier noch ein Foto aus der Zeit, in der der Retro-Schriftzug von heute ganz heißer Scheiß war.
  5. 3 Punkte
    »Lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung« ist ein aktuelles Kompendium mit zahlreichen Beiträgen aus Praxis und Theorie zur didaktischen Gestaltung. 24 Autoren mit disziplinübergreifenden Ansätzen aus der Lesbarkeitsforschung teilen in diesem Kompendium ihr Wissen: Lesen als Vorgang wird aus Sicht von Typografen beschrieben; barrierefreie Typografie für Leseanfänger sowie der aktuelle Forschungsstand zur »Leichten Sprache« werden ebenso behandelt wie die Gestaltung komplexer wissenschaftlicher Editionen; wegweisende Projekte, in denen Typografie intensiv und hochkarätig eingesetzt ist oder vermittelt wird, werden vorgestellt; Tipps für die Gestaltung bzw. Auswahl von leserlichen Schriften werden gegeben; und selbst typografische Grundlagen kommen nicht zu kurz. »Lesbar – Typografie in der Wissensvermittlung« erläutert, was genau zu einer guten Lesbarkeit führt. Es lotet aus, wo und wie Typografie wirken kann und wie sie beschaffen sein muss, damit sie wirkt. Seit mehreren Jahren wird ehrenamtlich an diesem Projekt gearbeitet. Es fanden zahllose Treffen und Tagungen mit den verschiedensten Fachleuten zu diesem Thema statt. Nun sind die Beteiligten so weit, dass die aktuellen Ergebnisse aus Theorie und Praxis in diesem Kompendium veröffentlicht werden können. Für die Herstellungskosten sollen 6000,– Euro über die Plattform Startnext eingesammelt werden. Wer das Projekt mit mindestens 46,– Euro unterstützt, erhält das Buch voraussichtlich noch in diesem Jahr. https://www.startnext.com/lesbar
  6. 3 Punkte
    Bei den Typemates bekommt man die Bridge Text & Bridge Head von Mona Franz gerade als Einführungsangebot für die Hälfte des regulären Preises – inkl. Versal-Eszett in zwei Versionen. https://www.typemates.com/fonts/bridge-collection https://www.typemates.com/public/TypeMates-Bridge-Text-and-Head-Mona-Franz-2019-Specimen.pdf
  7. 3 Punkte
    Mich deucht ich habe genug getan, um diesen Thread gehörig zu entgleisen. Hier also wieder etwas Schriftbezogenes. Das Schild ist zwar gemalt, also eher Lettering, aber ich meine ich hätte diese Schrift schon irgendwo gedruckt gesehen. Kennt sie jemand?
  8. 3 Punkte
    Die FF Prater in ihrem ursprünglichen Kontext …
  9. 3 Punkte
    Du meinst, du möchtest einen Kunden von einem Corporate-Font, eine Exklusiv-Schrift, überzeugen? Diesen exklusiven Luxus muss sich ein Unternehmen schon leisten wollen. Oder eben umgekehrt, wenn das Unternehmen so groß ist, dass eine Schrift für jeden Arbeitsplatz zu lizensieren teurer wird als eine Exklusiv-Schrift, wird das sinnvoll. Die Idee wurde allerdings auch schon anders interpretiert umgesetzt – siehe UPS. So oder so passt das erst ab einem bestimmten Etat … Andersrum gibt es schon so viele Schriften, dass man vielleicht nicht noch eine Sieht-aus-wie-Helvetica-ist-sie-aber-nicht braucht. Mein Prüfer fragte mich beim Diplom: Warum braucht man diese neue Schrift, wo es schon so viele gibt? Da musst du ganz explizite Antworten zu geben können, allgemein kommst du da nicht weiter …
  10. 3 Punkte
    Ich finde es, ehrlich gesagt, schon blöd, wenn Fleischer Kilo- und 100-g-Preise mischen, oft in ein und derselben Auslage. Klar steht die Einheit immer daneben, aber man muss eben immer umrechnen, um zu sehen, dass die dünn geschnittene Wurst (mit 100-g-Preis) soooo viel teurer ist als die am Stück (mit Kilopreis).
  11. 2 Punkte
  12. 2 Punkte
  13. 2 Punkte
    Ich sehe es eher umgekehrt (so sind die Geschmäcker!) Mir gefallen die As vom Ansatz allesamt sehr gut (vielleicht muss bei den Breiten der Lücken noch ein bisschen justiert werden), aber bei ẞ und ß sitzt mir der Übergang vom oberen zum unteren Bogen jedesmal zu hoch. Es gibt doch genügen Buchstaben, die ziemlich genau in der Mitte der Versalhöhe »was haben«. Warum sollten dort nicht auch die beiden ẞ/ß-Bögen beginnen bzw. enden können?
  14. 2 Punkte
    Das Ångström sieht aus wie ein Logo zu einer Science-Fiction-Serie. Mir gefällt's 🙂
  15. 2 Punkte
    Tektura, Ombra, Corpus und Femina: Diese Schriften sind weltweit bekannt, doch ihr Gestalter, der Vorarlberger Grafikdesigner Othmar Motter, ist nur wenigen ein Begriff. Die vorliegende Monografie bringt Licht in Leben und Werk des 2010 verstorbenen Grafikdesigners. Der Autor – Elias Riedmann – stammt selbst aus Vorarlberg und absolvierte 2016 sein Grafikdesignstudium an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Die circa 350, durchgehend farbigen Seiten beginnen mit einem biografischen Überblick auf circa 20 Seiten. Den Rest des Buches nimmt dann eine umfangreiche Werkschau ein, die sich in die Bereiche »Schrift« und »Logo« gliedert. Das Buch schöpft dabei aus den circa 20 Schriften und um die 700 Signets, die Motter über die Jahre geschaffen hat. Die Werke werden nicht nur in ihrer endgültigen Version gezeigt, sondern oft auch in interessantem Skizzenmaterial aus dem Archiv Motters, das von seiner Familie weiter gepflegt wird. Käufer des Buches können sich über einen beigelegten Code auch 5 digitalisierte Fonts von Othmar Motter herunterladen. Der Zeichenumfang beschränkt sich jedoch leider auf die 26 Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern, Punkt und Bindestrich. Daten zum Buch: Titel: Othmar Motter, Meister der Extrabold Untertitel: Ein Streifzug durch das Archiv der Vorarlberger Grafik Autor: Elias Riedmann veröffentlicht: 2019 Verlag: Triest Verlag Sprache: deutsch Seiten: 352 ISBN: 9783038630333 bei Amazon aufrufen (Partnerlink)
  16. 1 Punkt
  17. 1 Punkt
    Und für die, welche sich nicht erinnern: Das seltsame f ist von Arno Drescher aus der Arabella.
  18. 1 Punkt
    Doch, die Symmetrieachse ist geneigt.
  19. 1 Punkt
    Stimmt, sieht ganz so aus. Der Wortabstand zwischen »Hier« und »das« ist beim Metronic-Achtelgeviert eine Idee geringer als beim 1/24-Geviert.
  20. 1 Punkt
  21. 1 Punkt
    Bisher haben wir das nur über eine eigens dafür verwendete asiatische Indesign-Installation geschafft ... (immerhin kann man die seit CC installieren – ist aber trotzdem mühsam)
  22. 1 Punkt
    Unser Holz-Versal-Eszett erscheint in einer zweiten Serie. Statt wie beim letzten Mal aus verleimten Holzstücken, ist die neue Auflage aus 18 Millimeter starkem Birken-Multiplex-Holz gefertigt. Das Material ist zwar etwas teurer als bei der ersten Auflage, bietet jedoch nun ein noch hochwertigeres Bild mit durchgängiger Holzfläche über die gesamte Schauseite. Die Buchstaben sind knapp 16 Zentimeter hoch. Das Design entstand keiner bestimmten Schrift, sondern wurde eigens für diese Anwendung entworfen. Käufer haben dieses Mal die Qual der Wahl. Die verfügbaren Holzbuchstaben sind Einzelstücke mit manueller Veredelungen in verschiedenen Techniken und Tönungen. Die Holzbuchstaben sind exklusiv in unserem Typografie-Shop verfügbar. Zum Typografie.info-Shop
  23. 1 Punkt
    Wenn Du so ein Wort verwendest, ist Hildesheim wohl eine Erinnerung aus grauer Vorzeit 😉 Das kann ich übrigens gut nachvollziehen: in Wilhelmshaven aufgewachsen, ab der 9. Klasse bei Stuttgart gelebt. Keine Fremdsprache habe ich so schnell und gründlich gelernt wie Schwäbisch. Habe aber trotzdem nie vergessen wo ich “von wech bin” 🙂
  24. 1 Punkt
    War übrigens schwer beeindruckt, dass der Mensch hinterm Drogen-Tresen in so einer Supermarkt-Apotheke (cvs?) anhand der ATC-Nummer, die ich mühevoll rausgesucht hatte, sofort wusste, dass ich aus Europa kam und welches Medikament am ehesten dieser Nummer entsprach (wollte Hexoraletten haben).
  25. 1 Punkt
    Das sieht ja lauschig aus! Ich war ja bisher erst einmal in den USA (San Francisco, Los Angeles, Las Vegas) und habe dabei in den Supermärkten immer die Obstabteilungen vermisst. Dafür habe ich die Apotheken geliebt, die sind so wie hier in Hamburg die Tankstellen 🙂 Oh, und ich nach einem ersten Versuch dann die Läden schätzen gelernt, die Werbung damit machten, dass sie ihren Salat mit bottled water waschen würden. Auch wenn der Refill-Service in den Fastfood-Restaurants (in'n'out sind die leckersten!) an sich nett ist, der Chlor-Geschmack treibt einen zum nicht refill-fähigen Flaschen. Wäre hier undenkbar. Hier kontrolliert der Standgebühreinzieher vom Amt, ob die Waagen ein Eich-Siegel haben.
  26. 1 Punkt
    Also auf den hiesigen Bauernmärkten ist es relativ üblich, Obst und Gemüse per Korb oder großer Dose zu kaufen. Da muss der Bauer dann nix wiegen. Aber warum das große Supermarktketten bei abgepackten Cocktailtomaten einmal so und einmal so machen, ist mir auch nicht klar. P.S. Hier ein Beispiel solch eines Bauernmarktes. Nirgends ist eine Waage zu sehen:
  27. 1 Punkt
    Ist es in Deutschland nicht üblich, auch den Einheitspreis anzugeben? Wenn ich hierzulande z. B. Klopapier kaufe, dann steht neben dem Packungspreis auch der Preis pro Blatt. Da sehe ich dann gleich, ob die Super Jumbo Packung mit extragroßen Rollen wirklich billiger ist als die kleine, normale. Beispiel:
  28. 1 Punkt
  29. 1 Punkt
    Na, ich weiß nicht, ich weiß nicht...nichts gefällt mir. Ich bin nahe daran, die Versenkungen in der Versenkung verschwinden zu lassen.
  30. 1 Punkt
    Danke Euch für die Tips! Ich probiere sie mal aus. Die ungleichen Rundungen sind so in der Vorlage. Ich werde aber wohl alle Ecken leicht und gleichmäßig runden, denn das augenblickliche Druckbild ist sehr scharfkantig und abweisend. Noch klarstellen sollte ich, daß Ä, Ö, Ü nicht auf meinem Mist gewachsen sind, sondern den Anstoß gaben.
  31. 1 Punkt
    Mit Pauschalargumenten konnte ich noch keinen Kunden von irgendetwas überzeugen, es kam und kommt immer auf den Einzelfall an. Manchmal ist auch eine bestehende Schrift die bessere und günstigere Variante, weil viele Sprachsysteme benötigt werden, was eine eigene Hausschrift in nicht vertretbare Kostenregionen treibt.
  32. 1 Punkt
    Schließe mich Robert an. Die mittlere Variante ist am stimmigsten. Über die Rundungen bin ich auch gestolpert …
  33. 1 Punkt
    Wunderschöne Ansätze für Ä, Ö, Ü! Was Á etc. angeht, habe die Ungarn damit große Erfahrung. Im Ungarischen gibt es ja folgende Buchstaben mit Diakritika: Á, É, Í, Ó, Ö, Ő, Ú, Ü, Ű. Die tauchen häufiger auf als Umlaute im Deutschen und da besonders in Beschilderungen mit knappem Platz in der horizontalen sehr häufig Versalsatz verwendet wird (und auch sehr viele Wörter mit Á … Ű beginnen), werden »versenkte« Diakritika sehr oft verwendet. Im Á wird der Strich dann oft asymmetrisch rechts neben das A gesetzt. Ein handwerklich fürchterliches Beispiel, das nichtsdestotrotz das Prinzip illustriert: Im Prinzip würde es reichen, für Á und À dein Ä zu nehmen und jeweils den linken bzw. rechten Punkt zu löschen. (Da hättest du natürlich noch keine Lösung für Â, Ǎ, Ā etc.) Oder, noch besser, du nimmst einen der »versenkten« Diakritika deines Ö oder Ü und versenkst den rechten rechts ins A, den linken links ins A.
  34. 1 Punkt
    Das ist ein bekanntes Problem. Ich mag die Lösung, reguläre hochstehende Akzente zu benutzen und die deutschen eingezogenen in ein Stylistic Set speziell für deutsche Anwendungen auszulagern.
  35. 1 Punkt
    Guten Abend alle beisammen. Ich bin nun, nach Vollendung des Projekts, endlich mal dazu gekommen, euch das Resultat zu zeigen. Geblieben ist es bei der japanischen Bindung. Auf dem Cover ist eine Fresnel-Linse eingesetzt, die den Buchtitel verschwinden lässt, wenn man direkt frontal drauf schaut. Für den Text habe ich mir ein paar Spielereien ausgedacht, wie zB die Aufteilung der Schrift auf zwei Ebenen (Transparentpapier) oder, von@bertel inspiriert, Textstellen, die nur mit einem Rotfilter lesbar sind. Zusätzlich habe ich den Text inhaltsbasierend unterschiedlich leicht/schwer gesetzt. Wem die vier Bilder nicht genügen, der kann sich hier die komplette PDF mit allen Bildern anschauen: https://drive.google.com/file/d/1LC5Bu0-1TfB9zy4UmDL6qdgGnfKV3MeO/view?usp=sharing Danke euch allen für den Input. MfG, Finn
  36. 1 Punkt
    Der Verlag verlässt sich auf mich und ist anscheinend zufrieden mit meiner Fallback-Lösung. Mein eigener Anspruch: Ich hätte es typografisch gerne noch etwas hübscher gemacht. 😀 Trotzdem danke an alle, habe wieder einiges gelernt. Tolles Fachwissen hier im Forum, macht richtig Laune und gibt mir das gute Gefühl, mit meinen Problemen nie alleine zu sein. Das ist super! Dank auch an den Forumshausmeister, der diese tolle Plattform zur Verfügung stellt!
  37. 1 Punkt
  38. 1 Punkt
    Auf möglichst wenige Trennungen haben sie fast überall geachtet ...
  39. 1 Punkt
    Unser Forum zur Identifizierung von Schriften hat mittlerweile über 30.000 Beiträge. Eines fällt dabei immer wieder auf: Bei einem beträchtlichen Anteil der Anfragen wird nach dem Namen einer Schriftart gesucht, obwohl im konkreten Fall gar keine sogenannten Satzschriften (»Fonts«) zum Einsatz kamen. Dieser Artikel erklärt, warum dies so ist und auf welche typischen Anwendungsbereiche dies zutrifft. Heute sind wir es gewohnt, am Computer gesetzte Schrift nicht nur in klassischen »Drucksachen« zu verwenden, sondern sie auch in beliebiger Art und Weise reproduzieren zu können. Logos, Stempel, T-Shirts, Werbebanner, Leuchtbuchstaben und so weiter. Alles ist möglich – Dateivorlage genügt. Doch gemessen am Einsatz von Satzschriften seit Gutenbergs Erfindung im 15. Jahrhundert sind die aktuellen Möglichkeiten eine recht neue Entwicklung. Über 500 Jahre wurden Satzschriften (aus Blei oder Holz) vorrangig im Hochdruck-Verfahren verwendet. Die Schriften wurden in der konkreten Anwendungsgröße (z.B. 10 Punkt) gefertigt, die Informationen aus den Einzellettern gesetzt, und dann mit Farbe bestrichen, um letztere mittels Druck auf ein Trägermaterial wie Papier zu bringen. Auf diese Weise produzierte man Zeitungen, die Innenseiten von Büchern, Flugblätter, Briefbögen, Visitenkarten, Poster und ähnliche Drucksachen. Für viele andere Buchstabenanwendungen war diese Technik jedoch ungeeignet. So fertigte man zum Beispiel für eine einen Meter hohe Bahnhofsbeschriftungen natürlich keine einen Meter hohen Blei-oder Holzschriften an, um sie dann gegen ein Schild oder gar die Wand des Banhofsgebäudes zur pressen. Schauen wir uns in der folgenden Übersicht einige typische Anwendungen an, wo Buchstaben oft nicht mit Satzschriften entstanden sind. Schildermaler-Arbeiten Beschriftungen über Geschäften oder auf dem Schaufensterglas, politische Spruchbänder; Bahnhofsschilder; Werbetafeln und großformatige Anzeigen an Hauswänden – diese und weitere Anwendungen waren über lange Zeit die Arbeit des Schildermalers. Der Schildermaler war im Zeichnen von Schriften unterschiedlichster Stile geübt. Seine Mustervorlagen von Alphabeten waren eher Anregung. Mit den Blei- und Holzschriften in den Druckereien hatte der Schildermaler nichts am Hut. Seine Werkzeuge waren Stifte und Pinsel und jedes Schild war in der Regel ein Unikat – oft mit Buchstabenformen und -ausgestaltungen speziell für diese eine Anwendung. Schildermaler-Ausbildung In die Kategorie der Schildermaler-Arbeiten zählen aber nicht nur die typischen werbliche Arbeiten wie etwa bei Geschäften. Auch Straßenschilder, die Beschriftungen von Bussen und Zügen usw. können hier mit genannt werden. Gegebenenfalls kamen für sich ständig wiederholende Buchstaben in identischen Größen dann Schablonen oder technische Maßzeichnungen zum Einsatz. Diese waren dann aber meist nur zum internen Einsatz bestimmt und nicht mit Satzschriften identisch, die es in Blei oder Holz als Druckschriften gab. Auch bekamen die Buchstabenvorlagen oft keine Produktnamen, wie es bei frei verkäuflichen Satzschriften üblich war. Die Benennung einer Schrift ist daher nicht immer möglich und auf heute am Computer einsetzbare Fonts kann man also allenfalls hoffen, wenn die Schildermaler-Arbeiten so interessant waren, dass man sie später als Font nachempfunden hat. Die Anfertigung von Straßenbahnbeschilderungen in den 1940er-Jahren. Auch hier waren die Schildermaler noch beteiligt. ältere Logos (hier zum Beispiel Coca-Cola) sind praktisch immer gezeichnet, nicht aus Schriften gesetzt Logos und Zeitungsköpfe Die Namen von Unternehmen und Markenprodukten aus Schriften zu setzen – oder die Gestaltung zumindest darauf aufzubauen – ist heute gängige Praxis. Früher waren Logos in aller Regel Einzelentwürfe von Grafikern. Gleiches gilt für die wiederkehrenden Kopfbereiche auf der Titelseite von Zeitungen und Magazinen. Sie wurden nicht wieder und wieder aus Einzelbuchstaben zusammengesetzt, sondern einmalig als geschlossenes Bild bzw. Wortmarke passend für die Größe der Drucksache angefertigt. Der heute allgemeinsprachliche Begriff Logo hat hier sogar seinen Ursprung. Der Einzelbuchstabe ist in der Druckerei eine Type. Wurden jedoch Silben oder ganze Wörter (griechisch: logos) als Type gefertigt, nannte man dies Logotypen. Markennamen waren ein typisches Anwendungsfeld dieser Logotypen und so nahm dieser Begriff (speziell in der Kurzform »Logo«) die allgemeinsprachliche Bedeutung von (jeglichen textlichen oder bildlichen) Markenzeichen an. Buch-Umschläge Während die Fließtexte auf den Innenseiten von Büchern seit Johannes Gutenberg praktisch immer mit Satzschriften entstehen, war dies für die meist aufwändiger gestalteten Buchumschläge nicht unbedingt der Fall. Diese wurden seit der Durchsetzung von Verlagsbuchumschlägen regelmäßig von Grafikern bzw. Illustratoren als eigenständiger Entwurf angefertigt. Die Buchstaben wurde passend zum Thema, dem Format und anderen Gestaltungselementen gezeichnet – nicht aus einem Font gesetzt. Bei Titelblättern und Zwischentiteln war dieser Aufwand seltener, ist aber ebenso zu finden. Produktbeschriftungen und technische Bauteile Das Ziffernblatt einer alten Uhr; Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen; die Beschriftung älterer Industrie- und Haushaltsgeräte (Röhrenradio, Staubsauger, Kaffeemaschine) und so weiter. Satzschriften eigneten sich kaum, diese Dinge herzustellen, denn man konnte die Bleilettern schwerlich auf Holzblenden, Gläser oder Bleche pressen, schon gar nicht bei gebogenen Oberflächen. Auch das Layout verbot es in der Regel, die physischen Kegel der Buchstaben entsprechend des gewünschten Ergebnisses anzuordnen. Selbst wenn die Buchstaben auf diesen Produkten also satzschriftartig aussehen und vielleicht sogar von Satzschriften der jeweiligen Zeit inspiriert waren – die Ausführung erfolgte in der Regel technisch bedingt nicht mit einer Satzschrift. Steinmetzarbeiten Wie der Schildermaler war auch der Steinmetz früher regelmäßig für die manuelle Anfertigung von Buchstabenformen zuständig. Die in Stein gemeißelte Inschriften auf Grabsteinen, an Wänden oder über Gebäudeeingängen waren zumindest bis zur Durchsetzung des Computers echte Handarbeit ohne vorgefertigte Fonts. Handschriftliches Die Beispiele aus obigen Kategorien fallen meist unter den Begriff Lettering. Daneben gibt es natürlich noch die schlicht und einfach handgeschrieben Wörter, Sätze und Texte. Umso länger der Text, umso deutlicher wird die Unterscheidung zwischen Font und Handschrift. Bei einem Logo oder einem kurzen Unternehmensslogan ist es aber gegebenenfalls nicht so einfach zu erkennen, ob diese handgeschrieben oder mit Fonts gesetzt wurden. Doch die Details verraten es meist. Für Fonts sprechen sich identisch wiederholende Buchstaben, Verbindungen auf der gleiche Höhe, Anschlüsse die ins Leere laufen usw. Unterscheiden sich identische Buchstaben jedoch in Schreibart und Größe stets, tanzt die Grundlinie oder spielen die Buchstaben in verschiedenen Zeilen miteinander, schwankt die Schriftgröße oder stellen sich alle Verbindungen wechselvoll und perfekt passend für das jeweilige Buchstabenpaar dar, handelt es sich womöglich um Handschrift und die Suche nach einer passenden Schrift wird ergebnislos bleiben. Aufwändige OpenType-Schrift mit unzähligen Alternativzeichen? Nein! Das Alter der Drucksache lässt nur Handschrift als Ursprung zu.
  40. 1 Punkt
    Ein Font gras wird wohl die Schriftschützer auf den Plan bringen
  41. 1 Punkt
    Der Buchstabe ẞ ist im deutschen Alphabet vergleichsweise neu. Das kann nach unseren Erfahrungen im Forum sowohl bei Schriftgestaltern als auch bei Schriftanwendern manchmal noch für Verunsicherung sorgen. Daher möchten wir zum einen eine ausgewählte Linksammlung (siehe unten: »Weiterführende Links«) anbieten, die Licht in das Thema »Versaleszett« bringen soll. Des Weiteren wollen wir anhand einer Serie von vier Fontlisten einen Überblick von Schriften geben, deren Versaleszett-Formen wir für gut gelungen halten. Wer sich also selbst an einem großen Eszett für seinen nächsten Font versuchen möchte, kann sich hier bei dessen Formfindung inspirieren lassen. Und wer einfach nur auf der Suche nach geeigneten Schriften mit ẞ ist, soll hier Anhaltspunkte finden worauf es bei der Auswahl ankommt. Diese Liste zeigt funktionierende ẞ-Formen in Egyptienne-Schriften. Bei der Zusammenstellung wurden vor allem folgende Kriterien berücksichtigt: Hinreichende Unterscheidung zum versalen B und gemeinen ß Punze nicht zu offen oder geschlossen Höhe, Breite sowie formales Prinzip gehen mit restlichem Zeichensatz konform Die Beispiele werden nach drei Grundkonstruktionen gegliedert: »Frankfurt« nach Adam Twardoch sowie »Dresden« und »Leipzig« nach Andreas Stötzner. Grundkonstruktion »Frankfurt« bei MyFonts herunterladen Grundkonstruktion »Dresden« bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen bei MyFonts herunterladen Grundkonstruktion »Leipzig« bei MyFonts herunterladen
  42. 0 Punkte
  43. 0 Punkte
    Warte! Ich geh kurz zum Kiosk und kauf ein paar Cohibas ...
  44. 0 Punkte
    Sütterlinisten machen das Eis aus Saft ...?!
  45. 0 Punkte
  46. 0 Punkte
  47. 0 Punkte
    Supermärkte ohne Obstabteilung ohne Waagen? Welches Amerika hast Du denn da besucht? 😄 Bei unserem Whole Foods, und auch bei Market Basket hängt in der Obst/Gemüseabteilung eine Waage, damit man abschätzen kann, wieviel man kauft. Das haben aber nicht alle Supermärkte, denn das ist reine Kulanz. Die echte, geeichte Waage ist immer in den Scanner der Kasse eingebaut. Im übrigen ist Amerika so groß und vielseitig, daß man seine eigene Erfahrung grundsätzlich nicht auf das ganze Land extrapolieren kann. Das habe ich am eigenen Leib erfahren, allerdings "andersrum": Als ich hier zuerst landete, schüttelte ich oft den Kopf über Dinge die "die blöden Amis" so machen. "German potato salad", wie er hier in jedem Deli zu habe ist, zum Beispiel. Den erwähnte ich im ersten Semester wann immer ich mich über amerikanische Fremdkulturignoranz ausließ (also täglich), denn sowas gab's bei uns nicht. Kuriert wurde ich erst im zweiten Jahr, als ich an einen frisch gelandeten Studenten aus Deutschland geriet. Ungefragt ließ ich ihn an meinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben. "German potato salad!" begann ich. "German potato salad - stell's dir vor - den machen die hier mit Mayonnaise!" "Ja und?" sagt er. "So macht meine Mutter das auch!"
  48. 0 Punkte
    Gestern zufällig über die Circular gestolpert ... im zweiten Bild wurde dann später noch eine Zeile in einer anderen Schrift ergänzt.
  49. 0 Punkte
    Ach, man muss nur an der richtigen Stelle siedeln ... Ich wohne in der Karlsruher Innenstadt, die liegt im sog. Hochgestade, das rund 10 m höher als das sog. Tiefgestade liegt, dass sich der Rhein aus dem Schwemmland der Oberrheinebene ausgebuddelt hat. Zum Schwarzwald hin kommt die Kinzig-Murg-Rinne, die auch etwas tiefer liegt. Hier in der City kann also nur der Regen selbst Wasser ranschaffen, keine überlaufenden Gewässer. Und wenn's mal zu viel regnet, laufen erst mal der historische Landgraben voll und vor allem die frisch gebaute U-Strab, unser Mini-U-Bähnle, da passt genug Regenwasser rein! Besser geht's nicht zu machen für einen wasserscheuen Nichtschwimmer ... Ja, ich fürchte, die Meere müssen wir noch irgendwann ausbaggern und neben dem Mt. Everest hochstapeln ...
  50. 0 Punkte
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