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Zeige Inhalte mit den meisten Reaktionen seit 23.05.2018 aus allen Bereichen

  1. 14 Punkte
    In dem Beispiel »zu bequem zum Mülltrennen« ist tatsächlich nur die Zusammenschreibung möglich. Das Beispiel Auto fahren trifft es: Die Fügung aus Substantiv und Verb wird getrennt geschrieben, wenn sie verbal verwendet ist. Sie wird zusammengeschrieben, wenn sie substantiviert ist. Das zum (Präposition + Artikel) ist ein Zeichen für die Substantivierung und wird vom Infinitiv mit zu unterschieden. Wenn das Trennen betont werden soll, müsste man umformulieren: »zu bequem, den Müll zu trennen«, »zu bequem zum Trennen des Mülls«.
  2. 11 Punkte
    Hallo Paul, willkommen im Forum! Es ist immer eine gute Idee, sich weiterzubilden in Bereichen, die Ausbildung oder Studium vernachlässigt haben – das habe ich nach der Ausbildung und dem Studium genauso gehandhabt. Ich hatte damals großen Respekt vor der Menge an Schriften und der Menge an Wissen, das man darüber haben kann. Ich habe mir nicht vorstellen können, das jemals auch nur halbwegs in den Griff bekommen zu können. Eine gute Orientierung habe ich – neben dem Löchern meiner Kollegen und dem Kennenlernen einzelner Schriften durch Arbeitsprojekte – durch gute Bücher bekommen. Wir haben hier eine tolle Liste empfehlenswerter Bücher für Typografie-Einsteiger im Forum, schau sie Dir doch mal durch. Besonders die Bücher von Hans Peter Willberg helfen zu Beginn weiter. Davon abgesehen haben wir ein umfangreiches Fontwiki, in dem Du sowohl Klassiker, als auch neue empfehlenswerte Schriften kennenlernen kannst – die Bewertungen der Kollegen helfen bei der Einordnung ebenfalls weiter. Und wenn Du Schriften für ganz bestimmte Zwecke suchst, dann könnten Dir unsere Schriftenlisten weiterhelfen, in denen wir Schriften nach Einsatzgebieten oder Eigenschaften gebündelt haben. Ich stimme dem zu, was die Kollegen weiter oben schon schrieben – man muss (zum Glück!) nicht jede Schrift besitzen, um sie sich anzuschauen. Dafür gibt es bei den großen Schriftanbietern tolle Vorschautools, in denen man sich selbstgewählte Mustertexte anzeigen lassen kann. Wie man Schriften auf legale Weise ausprobieren kann, für die man keine Lizenzen besitzt, kannst Du in unseren FAQ erfahren, dort wird genau dieser Punkt besprochen. Eine Sache, die zu erwähnen mir am Herzen liegt, ist, dass wir hier im Forum ausschließlich legale Schriftverwendungen empfehlen und dass wir darin übereinstimmen, Schriften nicht ohne entsprechende Schriftlizenz zu verwenden – unabhängig davon, ob diese kostenfrei oder kostenpflichtig ist. Hier sind sehr viele Gestalter und gestaltungsaffine Menschen versammelt, die Schriften anwenden oder selber entwerfen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Insofern kannst Du sicher sein, hier legale Tipps zu erhalten und wenn einer der Kollegen von einer Schrift und deren Verwendung schreibt, dann kannst Du sicher sein, dass er die entsprechende Lizenz auch erworben hat. Das Aufbauen einer Schriftensammlung ist ein langwieriges und mitunter kostspieliges Unterfangen, das etliche Jahre dauern kann. Wohl keiner von uns hat sich auf einen Schlag alle großen Schriftfamilien gekauft. Das wäre aber auch gar nicht unbedingt empfehlenswert, weil man diese dann unter Umständen ob der Fülle eher oberflächlich im Blick hat. Wenn Du mit einem kleinen, sorgfältig ausgewählten Fundus an Schriften beginnst, dann wirst Du diese zu Beginn immer wieder einsetzen und so sehr gut kennenlernen. Du wirst dabei merken, wo Lücken bestehen, die Du mit weiteren Schriften füllen möchtest. Dann wirst Du sehr genau recherchieren und abwägen, welche Schrift die Lücke in Deinem Schriftenschatzkästlein am ehesten füllen kann und Dir diese, sobald Du das Budget hast, kaufen. So wächst die eigenen Schriftensammlung allmählich an und man hat sie gut im Blick und gewinnt ein Gefühl für Qualität und nützliche Gestaltungsmerkmale. Den gekauften Schriftlizenzenschatz kann man darüber hinaus ergänzen mit hochwertigen kostenfreien Schriftlizenzen, die gibt es nämlich auch. Und auch hier kann Dir das Forum wieder helfen, denn auch dazu haben wir Empfehlungslisten, schau mal hier (serifenlos) und hier welche mit Serifen, hier Displayfonts und hier Slab-Serif-Schriften. Wenn Du Dir die alle herunter lädst (nicht vergessen, die Lizenzdokumente mit abzuspeichern!), dann hast Du schon eine wirklich gute Sammlung beisammen. Ich wünsche Dir viel Spaß bei der Eroberung der Schriftenwelt! Kathrin
  3. 11 Punkte
    Soweit die Behauptung. Behauptungen wollen halt mindestens begründet, bestenfalls sogar bewiesen werden. Es ist eine Tugend, Dinge nicht einfach hinzunehmen, sondern zu hinterfragen. Und es ist gerade ein Wesenszug eines Fachforums, entsprechende Diskussionen zu führen. Was denn sonst? Autor XY hat es so und so gesagt und damit verbietet sich jede Diskussion? Und wieder eine Behauptung, der ich doch entschieden widersprechen möchte. Natürlich kann da vieles schiefgehen. Erstens: Tschichold ist bekannt für seinen dogmatischen Stil – was im Sinne der Wahrheitsfindung mindestens problematisch ist. Zweitens: Tschichild ist bekannt dafür, in einigen Dingen komplett seine Meinung geändert zu haben. Welchen Tschichold sollen wir also lesen? Bei welchem Buch aus welchem Jahr kann vermeintlich nichts schiefgehen? Drittens: Tschichold ist schon einige Jahrzehnte tot. Er kann uns zu heutigen Satz- und Lesegewohnheiten – so sie von den früheren abweichen – rein gar nichts sagen.
  4. 11 Punkte
    2015 habe ich mit der Elfen-Fraktur bereits eine durch ihren Schnurzug-Charakter recht außergewöhnliche gebrochene Schrift veröffentlicht. Mit der Krimhilde folgt nun ein weiterer Vertreter aus diesem Bereich. Die Elfen-Fraktur erschien ursprünglich im Jahre 1919, dem Gründungsjahr des Bauhauses. Die in Weimar gegründete Kunstschule hatte maßgeblichen Einfluss auf das Grafikdesign in den 1920er-Jahren. Die Bauhaus-Gestalter experimentierten mit der Reduktion der Buchstaben auf einfachste geometrische Formen und einige propagierten gar die Aufgabe des gemischten Satzes zugunsten eines einzigen Alphabets. Die experimentellen Schrift-Entwürfe der Bauhaus-Gestalter fanden zu ihrer Zeit jedoch kaum breite Anwendung. Aber Schriftgestalter außerhalb des Bauhauses nahmen die Ideen auf und führten sie zu einem Erfolg. So entstand die bis heute äußerst populäre Kategorie der geometrischen Groteskschriften mit Vertretern wie Erbar-Grotesk (von Jakob Erbar erschienen bei Ludwig & Mayer), der Kabel (von Rudolf Koch erschienen bei Gebr. Klingspor) und natürlich der allseits bekannten Futura (von Paul Renner erschienen bei der Bauerschen Gießerei). Gebrochene Schriften waren zu dieser Zeit im deutschsprachigen Raum noch immer als Verkehrsschrift im Einsatz. Doch die Modernisierung der Schrift fand in den 1920er-Jahren fast ausschließlich in und mit der Antiqua statt. Jan Tschichold postuliert es in seiner Elementaren Typografie so: ❝ Elementare Schriftform ist die Groteskschrift aller Variationen: mager—halbfett—fett—schmal bis breit. Schriften, die bestimmten Stilarten angehören oder beschränkt-nationalen Charakter tragen (Gotisch, Fraktur, Kirchenslavisch) sind nicht elementar gestaltet und beschränken zum Teil die internationale Verständigungsmöglichkeit.❞ Erst Anfang der 1930er-Jahren setzt sich die »Modernisierung durch Reduzierung« dann auch für gebrochene Schriften durch. Doch die zu dieser Zeit übliche, eher kalligrafische Fraktur eignet sich dafür nur bedingt. Die Schriftgestalter gingen deshalb zu den Ursprüngen der gebrochenen Schriften zurück: den gotischen Schriften, die damals noch reich verziert, dunkel, eng und eher schwer lesbar erschienen. Mit einer offeneren Gestaltung und dem Verzicht auf jegliche Dekoration gelingt das moderne Erscheinungsbild. Die schlichten Gotisch bzw. Schaftstiefelgrotesk-Schriften erscheinen ab 1933 in rascher Folge bei verschiedenen deutschen Schriftgießereien. Die moderne gebrochene Schrift der 1930er. Links: die Element von Max Bittrof. Rechts: Hindenburg-Lettering von Georg Wagner Der Rückgriff auf die Wurzeln der gebrochene Schrift hatte aber noch einen anderen Vorteil: Indem man die Entwürfe auf die frühen gebrochenen Schriften aufbaute, rückte man Antiqua und gebrochene Schrift in Stil und Lesbarkeit wieder näher zusammen. Auch dies verstärkte den modernen Eindruck und erfüllte die Forderungen nach einfacher und zweckmäßiger Gestaltung. Und dies bringt uns nun zurück zur Krimhilde. Ihr Gestalter Albert Auspurg versuchte ebenfalls einen Kompromiss aus moderner Antiqua und gebrochener Schrift. Aber er schlug dabei einen gänzlich anderen Weg ein als die Gestalter der Schaftstiefelgrotesk-Schriften. Anstelle von gotischen Buchstabenskeletten besitzt die 1933 erschienene Krimhilde Kleinbuchstaben mit den Proportionen der geometrischen Grotesk. So entsteht in der Gesamtwirkung ein Schriftbild wie bei einer Antiqua. In den Details zeigen sich dann jedoch auch typische Elemente von Frakturschriften, etwa die durchgängig und deutlich abgewinkelten An- und Abstrichen der Kleinbuchstaben. Die Großbuchstaben folgen Frakturskeletten, jedoch mit einer möglichst einfachen Form und einem für gebrochene Schriften ungewöhnlichen Schnurzugstil. Originalmuster der Krimhilde von der Schriftgießerei Ludwig & Mayer Interessant sind sicherlich auch die ursprünglichen Vermarktungstexte der Schriftgießerei. Eindeutig benannte Verweise auf das Bauhaus und die Neue Typografie werden vermieden, jedoch gleichen sich die Beschreibungen der Ziele doch auf verblüffende Weise: »Die deutsche Schrift unserer Zeit … muß den Willen zur Sachlichkeit ausdrücken und unter Betonung des Wesentlichen den einzelnen Buchstaben in seiner knappesten Form bringen. […] Wir haben deshalb bei der Schaffung unserer neuen deutschen Druckschrift darauf verzichtet, den Zug und Druck der Schreibfeder wiederzugeben. Wir haben den Grundgedanken der Groteskschrift, die gleiche Strickstärke, auch zur Grundlage dieser neuen deutschen Schrift gemacht und damit erreicht, daß eine Frakturschrift entstand, die in hervorragendem Maße sachlich und zweckentsprechend und damit im besten Sinne des Wortes neuzeitlich genannt werden muß.« Die Krimhilde erschien in einer gewöhnlichen und einer halbfetten Garnitur. Zu einer breiten Anwendung der Schrift kam es jedoch nicht und der gestalterische Hybrid-Ansatz fand in dieser Form im Bereich der Satzschriften auch kaum Nachahmer. Nach dem zweiten Weltkrieg geriet die Krimhilde mangels Nachfrage nach den modernen gebrochenen Schriften der 1930er schnell in Vergessenheit und die Schriftgießerei Ludwig & Mayer bewarb sie auch nicht mehr in ihren Schriftmusterkatalogen. Krimhilde von FDI Type, veröffentlicht 2018 Auch wenn die Schrift keinen durchschlagenden Erfolg hatte, hat sich doch ihren ganz eigenen Reiz und Anwendungen in Schaugrößen sind auch heute noch denkbar. Mit der Krimhilde-Version von FDI Type ist dies nun möglich. Wie bei der Elfen-Fraktur habe ich nicht einfach die Umrisslinien der Krimhilde digitalisiert, sondern vielmehr den ursprünglichen Gestaltungsprozess wiederholt. Beide Schnitte wurden zunächst als Skelettzeichnung nachempfunden und dann sorgfältig nachbearbeitet. Denn auch wenn die Schrift einen Schnurzug-Charakater besitzt, sind die Striche wie bei den geometrischen Groteskschriften der 1920er-Jahre keineswegs mathematisch genau und gleichmäßig ausgeführt. Version A der Krimhilde von FDI Type lehnt sich an die Originalentwürfe an und der Zeichensatz wurde auf eine vollständige westeuropäische Belegung ausgebaut. Natürlich sind auch ein langes s und Fraktursatz-Ligaturen (ch/ck/ſch/tt/tz) als OpenType-Stilsatz enthalten. Mit der Version B gibt es eine zusätzliche Fassung, die noch stärker an die Antiqua-Lesegewohnheiten angepasst wurde. Version A und B der Krimhilde von FDI Type Zusätzlich zu den Grundschnitten gibt es optionale Display-Schnitte, die sich für einen mehrfarbigen Einsatz miteinander kombinieren lassen: Schatten, Schatten-Füllung und Umrisslinie. Krimhilde bei Fontspring Krimhilde bei der FDI Type Foundry ein kostenloser Schnitt steht exklusiv für Typografie.info-Förderer zur Verfügung
  5. 9 Punkte
    Hier ist noch die passende Dudenregel dazu (D 47, letzter Absatz): https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/getrennt-und-zusammenschreibung Bei einfachen Fügungen empfiehlt der Duden keinen Bindestrich, also das Mülltrennen, aber das Müll-in-verschiedene-Tonnen-Sortieren.
  6. 8 Punkte
  7. 8 Punkte
    Etwas offtopic, kleiner Tipp am Rande: Wenn so ein Logo mit Pinselschrift wirklich geschrieben aussehen soll, müsstest du darauf achten, dass gleiche Buchstaben nicht exakt gleich aussehen, hier R und T. Es gibt Schriften mit handgeschriebener Anmutung, die mehrere Alternativen für einen Buchstaben mitbringen. Wenn dies nicht der Fall ist, lohnt sich meiner Meinung nach die Handarbeit in einem Vektorprogramm deiner Wahl. Ein (schnell mit Photoshop erstelltes) Beispiel anhand deiner Wortmarke:
  8. 8 Punkte
    Habe 50 Euro gespendet, hier bekommt man echt super Hilfe!!!
  9. 8 Punkte
    Okay, funktioniert jetzt. Standard: bei MyFonts herunterladen Mediävalziffern: bei MyFonts herunterladen Ligaturen: bei MyFonts herunterladen
  10. 8 Punkte
    Ursprünglich setzte man auch nach freistehenden Zeilen (in Inschriften, Anzeigen, Überschriften, Bildunterschriften, Anreden usw.) und nicht nur nach vollständigen Sätzen häufig einen Punkt. Selbst der Duden machte das bis zur 9. Auflage (1915) so. Vor der Rechtschreibreform war der Punkt (bzw. seine Weglassung) nach freistehenden Zeilen nicht geregelt, sondern folgte nur dem verbreiteten Usus.
  11. 8 Punkte
    Ich denke, die Form sollte sich nach dem Adressaten, aber auch nach dem Absender und der gesuchten Stelle richten. Einem Bürokaufmann, der sich um eine Stelle im Büro bewirbt, würde ich eher zur konventionellen Anordnung im Anschreiben raten. Die DIN 5008 gehört für Bürokaufleute zum beruflichen Wissen und hat ein verblüffend hohes Ansehen, auch wenn sie nur Empfehlungen gibt.
  12. 8 Punkte
    Beim Kopieren und Einfügen von Texten über die Zwischenablage gibt es etwas vereinfacht gesagt zwei Varianten: Reintext und formatierter Text. Bei ersterem wird nur die reine Textinformation übernommen, also eine Folge von kodierten Textzeichen. Beim formatierten Text können dagegen auch Eigenschaften wie Schriftart, Schriftgröße, Farbe, Weblinks und sogar Bilder erhalten bleiben. Betriebssysteme und Software-Anwendungen gehen zunehmend dazu über, auf formatierten Text als Standard zu setzen. Die kann im Einzelfall auch vom Anwender gewünscht sein, aber oft ist es eher lästig. Wer etwa Zitate von Websites in ein lokales Textdokument einfügen will, dem geht es sicherlich meist um den Inhalt – Schriftarten, Schriftgrößen usw. der einzelnen Websites müssen nicht beibehalten werden. Und passiert dies es doch, ist es oft schwierig und zeitraubend, die Formierungen nachträglich wieder loszuwerden. Im schlimmsten Fall erhält man sogar weiße Schrift auf weißem Grund, weil die Website helle Schrift auf dunklem Hintergrund verwendete. Anwendungsprogramme mit einem Fokus auf Textverarbeitung bieten gegebenenfalls zusätzliche Menüfunktionen oder Tastaturkürzel an, um lediglich Reintext einzufügen. Die Kürzel können aber recht umständlich sein, etwa Befehltaste (⌘) + Wahltaste (⌥) + Umschaltaste (⇧) + V. Über eine wenig bekannte Funktion in der Systemsteuerung von Mac OS X lässt sich dies allerdings vereinfachen. Und so geht’s … 1. Öffnen Sie die Systemsteuerung und dort den Eintrag »Tastatur« 2. Öffnen Sie den Reiter »Kurzbefehle« und dort den Eintrag »App-Tastaturkurzbefehle« 3. Klicken Sie auf das Plus-Symbol 4. Unter Programm wähle Sie »Alle Programme« 5. Unter Menü geben Sie manuell »Einsetzen und Stil anpassen« ein. Dies muss exakt dem Menü-Eintrag entsprechen, den Sie in Anwendungen wie TextEdit je nach eingestellter Sprache sehen. 6. Klicken Sie in das Feld Tastaturkurzbefehl und tippen Sie auf ihrer Tastatur Befehl (⌘) + V ein und Bestätigen Sie den Eintrag mit »Hinzufügen«. Dadurch wurde die Standardbelegung von ⌘ + V überschrieben und formatierter Text wird für dieses Kürzel nun nicht mehr verwendet. 7. Falls Sie dennoch ab und zu formatierten Text benötigen, weisen sie das nun freigeworden Tastaturkürzel entsprechend neu zu: Klicken Sie wieder auf das Plus-Symbol, wählen Sie »Alle Programme« und diesmal den Text »Einsetzen«. Das Tastaturkürzel sollte nun ⌘ + ⌥ + ⇧+ V lauten. Diese Schritte drehen also die standardmäßige Funktion um. Einfügen als Reintext ist nun mit dem einfachen Kürzel ⌘ + V möglich und und formatierter Text bei Bedarf über ⌘ + ⌥ + ⇧+ V erreichbar. Dies funktioniert in allen gängigen Apple-Programmen wie TextEdit, Safari, Pages und so weiter. Sind die gleichen Befehle in Drittanbieter-Programmen anders benannt, lässt sich für diese Programme eine eigene Regel in gleicher Weise anlegen. Wählen Sie statt »Alle Programme« dann die spezifische Anwendung aus. Dies funktioniert aber nur in Programmen, die Apples Software-Bibliotheken zur Erstellung von Menüs verwenden. Die Creative-Cloud-Anwendungen gehören zum Beispiel nicht dazu. Hier müssen Tastaturbefehle bei Bedarf direkt in der Anwendung selbst geändert werden. Dennoch ist der oben genannte Trick sicherlich für viele Mac-Anwender in der täglichen Arbeit hilfreich.
  13. 8 Punkte
    Was sind denn die alten Regeln für eine gut gesetzte Buchseite? Was für ein Buch überhaupt? Welches Format? Welcher Inhalt? Text, Bilder? Wie schön einfach wäre das Leben, wenn uns für alles die großen Meister Regeln hinterlassen hätten, an die wir uns nur halten müssen … Dann könnte man doch alle Bücher gleich machen – gleiches Format, gleich Schrift, das tolle Einheitsbuch. Ordnung im Bücherregal, Billy passend für das Normbuch dazu! Wir als Gestalter suchen aber nicht nach Regeln sondern nach Lösungen und diese sind genauso vielfältig wie die Aufgaben dahinter. Der Umgang mit Typografie braucht Erfahrung, Geduld und ein gutes Auge. Starre Regeln helfen da nicht weiter. Große Meister wissen eigentlich, wie man großartige Werke vollbringt – nicht mit Regeln, sondern mit dem entsprechenden Feingefühl für die Sache. Und solchen Arbeiten kann man mit dem entsprechenden Respekt begegnen: „Da hat sich einer wirklich eingehend mit der Sache beschäftigt!“ Das sind dann die Regeln der Kunst die derjenige beherzigt. Sicherlich gibt es ein paar Dos & Don‘ts – aber wollen wir wirklich immer wieder auf Deppenapostrophs etc. rumreiten!? Also Blocksatz weil man das nunmal so macht und weil Tschichold. Damit können wir uns doch nicht ernsthaft zufrieden geben – haben die großen Meister übrigens auch nicht …
  14. 8 Punkte
    Bei mir im Betrieb sind die Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Postfächern in Großbuchstaben geschrieben. Letztes Jahr habe ich alle Schilder ausgetauscht, weil mich ein kleines Eszett unter Großbuchstaben irritiert hat. Es hat mich schon vor über 40 Jahren als Schüler irritiert, dass das kleine Eszett bei Großschreibung durch Doppel-S ersetzt wird. Ich habe mich damals gefragt, warum es kein großes Eszett gibt. Von meinem orthographischen Empfinden ist es die natürlichste Sache der Welt, ß bei Großschreibung durch ẞ zu ersetzen. Ich vermute, dass das Versal-Eszett häufig aus Unkenntnis nicht verwendet wird.
  15. 8 Punkte
    Nichts desto trotz, eine solche Schrift ist machbar...
  16. 7 Punkte
    Na, da hatte ich ja zum Frühstück ordentlich was zu lesen! Als Neuling möchte ich mich bei Euch für diese angeregte und intelligente Diskussion bedanken. Andernorts geht es ja leider oft sehr grob zu. Imitate finde ich nur als Selbstzweck verwerflich. Meiner Verlobten einen künstlichen Diamanten andrehen, oder etwas maschinell hergestelltes als “Handarbeit” ausgeben - das ist nicht drin, da hat Martin ganz recht. Aber Imitate als Mittel zum Zweck sind m. E. durchaus notwendig. Niemand wird die Nase rümpfen, wenn derselbe Diamant als Requisite beim Film eingesetzt wird, denn es kommt hier nicht auf den Diamanten an, sondern auf den Eindruck, den er schafft. Und dazu braucht es keinen echten Diamanten. Aus diesem Grund verwenden Requisiteure gerne meine Schriften - besonders, wenn der Regisseur nach Feierabend noch einen kompletten Satz “authentischer” Formulare aus dem 19ten Jahrhundert für den nächsten Drehtag bestellt. Da ist Bleisatz eben nicht drin. Zeit und Kosten treffen hier aber oft die Entscheidung, und es ist vielfach kein entweder/oder, sondern eine Mischung. Ich bin mit einem Requisiteur befreundet der neben digitalen Schriften auch Holz und Blei verwendet. Ihm geht es um die Wirkung, die Mittel sind untergeordnet. Im übrigen hat der Bleisatz auch kräftig Dreck am Stecken - erwähnt wurde schon der Satz von Schreibmaschinenschriften, die nicht nur durch Seide, und manchmal mit lila Tinte gedruckt wurden, sondern zu denen es auch durchstrichene Tippfehler gab, um die Drucksache noch persönlicher erscheinen zu lassen. Und damit handelt es sich wirklich nur um die logische Weiterentwicklung der vielen, vielen Korrespondenzhandschriften die Gießereien im 19ten Jahrhundert anboten. Aber Vorsicht! Wer mit meiner Definition eines “verwerflichen Imitats” einverstanden ist, wird auch zugeben müssen, das Gutenbergs Bibeln schnöde Imitationen sind. Er erfand den Buchdruck ja nicht des Buchdrucks wegen, sondern weil es hier eine “market opportunity” gab. Handgeschrieben Bibeln kosteten ein Vermögen; mit gut gedruckten Imitaten war viel Geld zu machen! Oliver
  17. 7 Punkte
    In Ordnung! Also: Ich finde den Gestaltungsansatz auch ansprechend, aber formal ist mir der Kontrast zwischen der Zartheit der Zeichnung und dem mit fetten Balken unterlegten Schriftzug zu krass. Und ich frage mich, warum sich die Frau von der Textaussage abwendet, das widerspricht sich doch? Da könnte man fast schon von Bild-Text-Schere sprechen. Und die Führungsnull im Datum dürfte auch gerne weg, das ist aber eine Marginalie. Mein Fazit zu diesem Motiv: Guter Ansatz, aber noch ein bisschen ausbaufähig.
  18. 7 Punkte
    Und ich muß an das Gesicht denken, daß ein Arzt zieht oder sich verkneift, wenn man ihm sagt, was man zu seinen Symptomen bei Dr. Google gefunden hat. Wenn meinen Auftraggebern eine Arbeit von mir nicht zusagt, dann erwarte ich ihre Kritik, ebenso wie ich deutlich sage, was ich von den Ideen halte, die mitgebracht werden. Das ist ein notwendiger Bestandteil der Arbeit. Allein mit einem Lächeln kann niemand vermitteln, was er sich wünscht. Aber es würde mich enttäuschen und auch verärgern, wenn sie sich woanders Rat holen und mir dann sagen möchten, was ich machen soll, wobei dann meistens nur Details ankommen ohne Gesamtperspektive. So etwas ist unangenehm und kann zum Abbruch der Arbeit führen. Ich fordere meine Klienten, Mandanten und Patienten immer ausdrücklich zur Kritik auf, vor allem ganz am Anfang, wenn man erst einmal eine Richtung sucht. Die Kritik ist ein wichtiger Bestandteil der Entwurfsarbeit und die Voraussetzung für ein befriedigendes Ergebnis. Man muß dazu ermuntern, weil die meisten Leute keine Erfahrung haben im Erteilen von Aufträgen und die Kritik scheuen, die wir aber brauchen. Wenn es um Schrift geht, reicht es nicht zu sagen, daß sie nicht gefällt. Hier muß der Designer ggf. selbst die Vokabeln vorgeben, um ein Gespräch zu ermöglichen und zu ermitteln, was an der Schrift stört. Die Schrift ist in einen Entwurf eingearbeitet und oft nicht einfach austauschbar, deshalb ist es mir lieber, ich spreche mit Auftraggebern über einen Gesamteindruck, um das Problem zu erkennen und zu beheben. Wenn jemand beispielsweise mit dem Wunsch kommt, ich möge eine schöne Schreibschrift auf ein Briefpapier drucken und ich dann erfahre, daß die Briefe von Hand geschrieben werden sollen, werde ich sehr darauf hinweisen, daß die schöne Schreibschrift die an sich unauffällige Handschrift durch den Gegensatz lächerlich aussehen läßt. Es gehört also auch zur Designarbeit dazu, falsche Vorstellungen zu korrigieren. (In meiner »Stilkunde« gibt es übrigens eigens ein Kapitel »Mit Designern reden«.)
  19. 7 Punkte
    Liebe Dominique, gerade weil es eine junge Kollegin ist, die unter Umständen noch nicht ganz sattelfest ist, wäre es für mein Empfinden durchaus der richtige Weg, sie selbst um eine Überarbeitung der Typografie zu bitten. Wenn sie ihre Arbeit toll macht, wie Du selber schreibst, dann wird sie auch in der Lage sein, mit einem Rebriefing professionell und konstruktiv umzugehen. Auch im Praxisalltag eines erfahrenen Profis kommt es immer wieder zu Situationen, in denen der Kunde um Überarbeitung bittet. Das ist ganz normal und diese Lernkurve sollte auch der jungen Kollegin zugestanden werden. Ich glaube nicht, dass sie Deine Korrekturwünsche als demoralisierend empfinden, sondern eher, dass sie sich von Dir als Mensch in ihrem Beruf ernst genommen fühlen würde. Ich persönlich würde an Deiner Stelle maximal nach ein paar Schriftbeispielen in Zeitschriften oder im Internet schauen, deren Anmutung Dir für Dein Logoprojekt gefallen würde und die Du der Grafikerin an die Hand geben möchtest. Und dann würde ich es ihr überlassen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und Dir neue Vorschläge zu machen. Und wenn sich die junge Kollegen dann hier bei uns einen Rat erbittet, dann wird sie sicherlich kollegiale Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Bitte hab Verständnis dafür, dass es sich für uns ein wenig so anfühlt, als würden wir der Kollegin in den Rücken fallen, wenn wir hinter selbigem ihrer Auftraggeberin Ratschläge erteilen. Das ist Dir gegenüber nicht böse gemeint, sondern im besten Sinne als „solidarisch mit der Kollegin“ zu verstehen.
  20. 7 Punkte
    Ja, ich hab jetzt auch die Regel gefunden: https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/getrennt-und-zusammenschreibung#K54 Da werden Substantivierungen explizit erwähnt, z. B. „Auto fahren“ aber „das Autofahren“. Zum Thema Bindestrich siehe Regel 27: https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/bindestrich#K27
  21. 7 Punkte
    Und das ist mir bei Facebook in die Timeline gespült worden (darf ich hier posten, das Photo stammt aus den Fünzigern und ist in der Seilerstraße aufgenommen worden). Ich finde die Ladenbeschriftung voll spannend, die Glyphen für sich sind irgendwie besoffen tanzend, aber in Gänze wieder harmonisch.
  22. 7 Punkte
  23. 7 Punkte
    Oh – das ist traurig, sehr schade. Ich hatte sogar mal mit Unger professionell zu tun, habe ihn allerdings weder gesprochen noch persönlich kennengelernt, soweit ich mich erinnere. Die ITC Correspondence, aus der später die Officina wurde, war ursprünglich als gemeinsames Projekt von Erik Spiekermann und Unger angelegt – wobei Erik sich um die Sans, und Unger um die Serif kümmern sollte. Ich war zu der Zeit freier Mitarbeiter bei Erik und nach einem Crashkurs zur Bedienung von Ikarus M bei URW in Hamburg mit der Digitalisierung der Bleistift-Outlines betraut. Irgendwann stand eine Präsentation der Zwischenergebnisse für die ITC an, d. h. der Fortgang der digitalen Kreation der Familie sollte anhand des Testwortes Hamburgefonts in allen geplanten Schnitten auf einem A4 Blatt gezeigt werden. Die Sans war soweit komplett, und auch Unger hatte seine Outlines geliefert, allerdings fehlte eine halbfette Version der Kursiven. Erik musste zu der Zeit kurz in die USA, war also sozusagen aushäusig, und da Unger wohl auch nicht so kurzfristig liefern konnte, durfte ich mich als Schriftnovize mit der Kreation der Testwortes in der halbfetten Kursive beschäftigen (dazu muss man wissen, daß ich über Strukturierung und Mikrotypografie für Kinoprogramme und Kataloge zur Typografie gekommen bin und von Schriftgestaltung keinen blassen Schimmer hatte – abgesehen davon war ich allerdings ein passabler gegenständlicher Zeichner, nun ja). Aber man wächst ja an seinen Aufgaben, und irgendwann stand Erik mit Koffer in der Tür und gab mir noch mit auf den Weg – werde ich wohl nie vergessen: »Schau dir mal die Serifa an« (da sprach der Frutiger-Fan). Die Serifa hab ich dann auch irgendwann in den Stulle-Proben an der Wand in Eriks Dachwohnung in der Motzstrasse gefunden (MetaDesign, in der Inkarnation Greisner, Kreitmeyer, Spiekermann, Weishappel gbR, residierte unten im selben Haus in einem Laden – die Mac-Workstation für die Schriftdigitalisierung stand oben in Eriks Bude im Dachgeschoss). Aber zurück zu Unger – da es Ungers halbfette Kursive war, die ich da herstellte, habe ich Ausdrucke der erstellten Zeichen an ihn gefaxt, und, soweit ich mich erinnere, keine Reaktion erhalten. Die Daten für die Schriftprobe wurden jedenfalls rechtzeitig zu Eriks Rückkehr fertig, bei Format – Druckerei am Olivaer Platz – vervielfältigt und als Zwischenpräsentation vorgelegt. Später irgendwann hat mir Just (van Rossum) ein Exemplar gegeben, Erik hatte das wohl im üblichen Stress vergessen. Unger hat sich dann wohl aus dem Projekt zurückgezogen, ich hoffe dass es nicht an der halbfetten Kursive lag
  24. 7 Punkte
    Überleg doch bitte mal, wer von uns beiden sich grad im Ton vergreift.
  25. 7 Punkte
    Nr. 1 ist die Elegance. Es war die Handschrift von Karlgeorg Hoefer, Erstguß 1968 bei Ludwig & Mayer, Offenbach http://canadatype.net/fonts/sincerely
  26. 7 Punkte
    Warum? Wir haben schon zigmal erklärt, dass deine Gleichsetzung von »Regeln hinterfragen« mit »Regeln ändern wollen« Unsinn ist und niemand hier dies als Ziel hat. Warum wird das wieder und wieder ignoriert und das Gegenteil behauptet? Du warst es, der eine Flut von Behauptungen abgeliefert hat, die belegt werden wollen. »Regeln verstehen/prüfen wollen« muss nicht »belegt« werden, wie ich schon sagte. Verstehen wollen ist besser als blind glauben. Oder etwa nicht? Wenn nicht, warum nicht? Wenn du das liest, finde eine Antwort und antworte. Ich sage das jetzt ganz ausdrücklich, damit nicht wieder irgendwelcher anderer Unfug eingeworfen oder behauptet wird. Das ist eine einfache logische Herleitung. Ist es besser, Dinge zu verstehen als einfach anderen blind zu folgen? Ja oder nein? Bitte antworte! Wenn »nein« die Antwort ist, brauchen wir nicht zu diskutieren, denn Dinge besser zu verstehen ist ein wesentliches Ziel einer Fachdebatte. Wenn du das gar nicht willst, sollten wir sofort aufhören zu diskutieren. Wenn »ja« die Antwort ist, dann wäre zu klären, was man hinterfragen darf. Wir sagen »alles« und das lässt sich leicht begründen, wie schon angedeutet. Schrift- und Sprachkonventionen ändern sich permanent – bedingt durch kulturelle Einflüsse, wechselnde Moden, technische Rahmenbedingungen und vieles andere mehr. Tschichold durfte die Konventionen seiner Zeit prüfen, kommentieren und Einfluss nehmen und so dürfen wir das auch. Wenn du weiterhin behauptest, Bekanntheiten wäre blind zu glauben, nur weil sie Bekanntheiten sind oder alle Regeln wären irgendwie vor kurzem alle gefunden worden, dann wäre das wie schon gesagt zu zeigen, nicht nur zu behaupten. Das Versal-Eszett ist übrigens durchaus ein gutes Beispiel, denn ähnliche Phänomene besprach auch der nun so häufig genannte Tschichold in seiner Zeit. Man schaue in seinem Meisterbuch der Schrift nach, wo er sich mit verschiedenen Konventionsänderungen beschäftigt. Der Wandel von der Schreibweise Oel zu Öl trägt er mit. Dogmatisch wie immer sagt er, die alte Schreibweise dürfe unter »gar keinen Umständen« benutzt werden. Er begründet dies damit, dass Oel eigentlich O-eel ausgesprochen werden müsste. Was natürlich sprachwissenschaftlich Blödsinn ist. Nach dieser Logik müsste »das Meer« als Me-er und »das Bier« als Bi-er ausgesprochen werden. Seine Argumentation schlägt also schlicht fehl und er argumentiert eher willkürlich für die neuere Konvention über die ältere. Bei der Aufsplittung des gebrochenen I zu I und J – was direkt auf einer Stufe mit der lateinischen Aufsplittung von V und U steht – spricht er dagegen von einer »Missgeburt«. Hier lehnt er die damals noch recht junge Konvention willkürlich zugunsten der alten ab, akzeptiert sie aber zeitgleich für die lateinische Schrift, wo dieser Wechsel schon früher stattfand. Im Verständnis der Zeit eventuell nachvollziehbar. Objektiv »richtig«? Wohl kaum! Ganz zu schweigen von der wohl bekanntesten fraglichen These des genannten Buches: der Herkunft des ß als ſs-Ligatur in Gebrochenen Schriften. Ohne den Ansatz einer Herleitung wird das einfach von Tschichold behauptet. Weder hatte er die wissenschaftliche Expertise für entsprechende Forschung, noch kann er selbige überhaupt in irgendeiner Weise präsentieren oder als Quelle auf tatsächliche Wissenschafter in diesem Bereich verweisen. Er liefert nichts als eine wilde Spekulation als dogmatisch verkündete Wahrheit. Nicht mal ein einschränkendes »vermutlich« oder »meiner Forschung/Meinung nach …« oder ähnliches gibt es. Wie du siehst: deine Behauptung, bei Tschichold (auch dem älteren) kann nichts schiefgehen, ist töricht. Ich finde das Lesen solcher Texte hochspannend – als Zeitdokumente. Du kannst aber darauf wetten, dass ich die genannten Ausführungen hinterfrage, prüfe und ihre Probleme wie gerade getan aufzeige. Nur weil Tschichold bekannt war und ist, hat er nicht automatisch recht. Er kann sich wie jeder andere Mensch auch irren und an Dinge glauben, für die er gar keine Fakten oder schlüssige Argumente hat. Umso dogmatischer eine Mensch ist, umso häufiger kommt das natürlich vor. Also: höret nicht blind auf die alten Meister, denn es lässt sich zeigen, dass auch sie sich irren können und nicht stets unumstößliche, für alle Zeit gültigen Wahrheiten verkünden. Seiet skeptisch, nicht leichtgläubig. Folget Fakten und Logik, nicht den Dogmen.
  27. 7 Punkte
    Graphic Designer Creates Clever Typographies That Show “The True Meaning” Of Words (BoredPanda)
  28. 7 Punkte
    Zitat 1: Zitat 2: 🤦‍♂️
  29. 7 Punkte
    Nö, Corel Draw, hab ich seit der Version 2.1. ach so... und dann gleich noch ein Alleinstellungsmerkmal:
  30. 6 Punkte
  31. 6 Punkte
  32. 6 Punkte
    Hiero Rhode Antiqua. 1944, von Johannes Anton Hieronymus Rhode (1903-1954) Norddeutsche Schriftgießerei. Digital bei G. Helzel.
  33. 6 Punkte
    Heute habe ich dieses Dukument gefunden: https://www.ffi.de/assets/Uploads/Technische-Richtlinie-Blindenschrift.pdf Hier geht es explizit um Blindenschrift auf Arzneipackungen, und bei den hier genannten Maßen ist die Punktgröße die hier mit 1,6mm gefordert wird, ist aber anders als bei der gesuchten Schrift mit nur 1,3mm. Könnte es sein, das es hier geänderte Vorgaben gibt, und daher die gesuchte Schriftart zurückgezogen wurde? Ich habe dann meinen Scanner als recht präzises berührungsfreies Längenmessgerät an einer mir zur Verfügung stehenden Medikamenten-Verpackung eingesetzt, dabei habe ich dann auch die Abmessungen aus der PDF-Datei gefunden
  34. 6 Punkte
    »dudisch« 3) Zu bequem zum Trennen des Mülls. 4) Zu bequem zum Mülltrennen.
  35. 6 Punkte
    https://www.publishingblog.ch/eine-schnittmaske-in-indesign-erstellen/
  36. 6 Punkte
    Hat denn das Museum bzw. die konkrete Ausstellung keine feste Schrift für alle Fließtexte/Bildunterschriften? Das wäre das übliche. Es liegt ja weit in der Zeit zurück und damit auch weit von heutigen Satzkonventionen entfernt. Da jetzt einen Mittelalter-Look mitgeben zu wollen, kann schnell so ausgehen wie die klischeehaften Logos von Restaurants mit griechischer/asiatischer/etc. Küche.
  37. 6 Punkte
    Manche Aussagen gehen m. E. weit über eine konstruktive Kritik hinaus und man sollte vielleicht mal überlegen, ob man selber so etwas über seine Veröffentlichungen lesen will. Danke an @R::bert für das Durchbrechen dieser Tendenz.
  38. 6 Punkte
    auf der website von felix braden sieht man ürigens ein video wie der font entstanden ist aber hauptsache erstmal auskotzen. 😛 http://floodfonts.com/Kontiki/videos/kontiki.webm
  39. 6 Punkte
    Das muss ich dann wohl am besten über OpenType auseinander sortieren - mal sehen... Jetzt erst mal die geringer aufgelösten: 10 x 12 Birnen: und danach dann die mit 5 x 6 Birnen... http://www.peter-wiegel.de/Fonts/10mal12Lampen.ttf
  40. 6 Punkte
    Und bei deiner Einlassung ein Ungleichgewicht zwischen Theorie und Wirklichkeit. Es werden jeden Tag Millionen Wordtexte ohne fachliche feintypografische Behandlung erstellt, verschickt, gedruckt, publiziert und dann wieder millionenfach gelesen. Grundsätzlich dagegen argumentieren zu wollen, ist absurd, weil einfach realitätsfern. »Man könnte auch einen Typografen damit beauftragen« sagst du. Nein, kann man nicht millionenfach. Poetische Vergleiche mit Musik und sexistische Typografen-Zitate ändern nichts an dieser Realität. Die Typografie ist in der Hand der Masse angekommen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und so wirkt es ebenfalls absurd, wenn dann vorgeschlagen wird, man könne dem entgegentreten, indem man Texte ohne fachliche feintypografische Behandlung (was du »gesetzt« nennst), den Anschein eines vordigitalen Schreibmaschinendokuments gibt, damit es irgendwie aussieht, als hätte man ein Werkzeug verwendet, welches typografische Feinarbeit verbietet. Was natürlich faktisch einfach nicht stimmt. Daher ist es ein reiner Show-Effekt! Die Computerschreibmaschinenschrift verhält sich natürlich wie jede andere digitale Schrift auch – ist nur wie alle dicktengleichen Schriften tendenziell nicht sonderlich lesefreundlich für lange Texte. Fast alle typografischen Überlegungen und Feinarbeiten sind aber genauso möglich. Sie dann nur nicht zu machen, weil man optisch ein vordigitales Manuskript vorgaukelt, ist schon arg weit hergeholt. Und widerspricht sich meiner Meinung nach auch selbst. Gegen die »nicht gesetzten« Texte sagst du, dass sie Profis schmerzen. Aber Schreibmaschinentypografie (mit falschen Anführungszeichen, nicht vorhandener Bindestrich-Gedankenstrich-Unterscheidung und mangelnder Lesefreundlichkeit) soll kein Problem der Typografie und Lesbarkeit sein? Soll es wirklich wichtiger sein, dass z.B. der Lektor als Berufsleser ohne Not die schlechte Lesbarkeit der Schreibmaschinentypografie erdulden muss, nur damit man ihm gleichzeitig einen Manuskript-Effekt vorgaukeln kann? Will er das wirklich? Und wie soll man sich das in der Praxis vorstellen? Soll ich als digitaler »Manuskript-Tipper«, der gegebenenfalls durchaus in der Lage ist, korrekte Interpunktion zu setzen, tatsächlich absichtlich alles "falsch" machen - damit es nach Manuskript aussieht, nur damit dann später der Typograf meine unnötigerweise eingebrachten »Fehler« wieder korrigieren darf?
  41. 6 Punkte
  42. 6 Punkte
    Mir ist schleierhaft, wie man das falsch verstehen kann. Bei Baujahr 2016–2017 muss doch jedem klar sein, dass die Karre auch im November 2017 gebaut worden sein kann. Das entspricht doch dem ganz normalem Sprachgebrauch. Eine Tagung, die von Montag–Freitag geht ist ja auch nicht Donnerstags um 24 Uhr zuende, sondern irgendwann am Freitag. Meine Ferienwohnung bezahle ich auch vom Anfang bis zum Endtag, inklusive dessen. Und der zweite Weltkrieg ging von 1939–1945. Er war leider nicht am in der Sylvesternacht 1944 zuende. Trotz Testing: Die Fehlinterpretation würde ich aushalten.
  43. 6 Punkte
    So, erst mal wieder die Gemeinen von "Berliner Wand":
  44. 6 Punkte
    Heißer Tag heute! Ich empfehle dringend karamellisierte Serife auf Eis. Kühlt die Punze und senkt das Fabulierfieber.
  45. 6 Punkte
    Ich halte gar nichts von diesem System. Mir als in diesem Bereichen gesunden Menschen ist das viel zu störend und ärgerlich (ich muss ständig daran denken, was für ein Idiot da die Abnahme genehmigt hat). Und aus meinen Erfahrungen mit meinen mehrfach eingeschränkten Freunden (Hörgeräte-Träger, tlw. mit Direktstream vom Verstärker mit Multiraum-Funktion (ist super, da die Lautstärke vom Hörgerät seperat von der Lautstärke für die Normalhörenden geregelt werden kann)) kann ich nur sagen, dass einfache Lesbarkeit extrem wichtig ist. Da ist Kursiv schon für den Genuß hemmend. Es wäre vielleicht mal einer Untersuchung würdig, wie sich Signage-Schriften auswirken würden statt der handelsüblichen Arial (?). Für Taube ist das Abbilden der Sprachmelodie sowieso überflüssig, da sie die eh nicht kennen. Da wäre vielleicht ein Hinweis wie (zynisch) oder (fragend) besser.
  46. 6 Punkte
    Richtiggehend wohltuende Abwechselung im Helvetica/Futura-Einerlei des Straßenbildes. Ich mag ja die ß-Form, also rein ästhetisch. Und das f ist ja richtig neckisch. Es ist übrigens die Euclid Flex von Swiss Type.
  47. 6 Punkte
    Der Ausbau ist natürlich unschlagbar und die Ersetzung der alten Monotype-Walbaum überfällig. Die Details bzw. das Konzept verstehe ich nicht so ganz. Manche Buchstaben wackeln nach heutigen Maßstäben – was ich mir nur als bewusste Übernahme aus alten Mustern erklären kann. Gleichzeitig gibt es dann aber diese extremen Displayschnitte mit Eigenschaften, die die Walbaums zu ihrer Zeit nie geschnitten hätten. Wollte man also digitalisieren oder neu interpretieren? Man wird schon tolle Sachen damit machen können. Mein Favorit bleibt aber wohl erstmal die Storm-Version.
  48. 6 Punkte
  49. 6 Punkte
    Mein Tipp: such dir einen Anbieter, der etwas von seinem Job versteht 😗 Ich mache seit Jahren Messen und großformatiges und habe in der Größe noch nie Pixelbilder in 300 ppi geliefert. Bei Stoffdrucken (z. B. Beitex) reichen 60–80 ppi und die würde ich auch für Mesh veranschlagen. Mit deiner effektiven Auflösung passt also alles (sofern sie in 1:1 ist und nicht bei 1:2 (sorry, passiert gerne wenn man es sonst gewohnt ist nur in 1:1 zu arbeiten). Das Bild interpolieren, nur um auf die gewünschten 300 ppi zu kommen, halte ich für blödsinnig. Da geht immer Qualität verloren. Schon mal auf deren Webseite gekuckt, ob es ein Datenblatt zum Download gibt? Das weiß oftmals mehr als die Sachbearbeiter.
  50. 6 Punkte
    Kam mir so beim Surfen entgegen: https://pampatype.com/blog/reforma Aus dem Teasertext: Hübsche Schrift, nach Registrierung unter Creative Commons BY-ND 4.0 frei downloadbar. Leider ohne deutsche Umlaute und Sonderzeichen. Aber vielleicht kommen die ja noch irgendwann :)
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
Proxima Nova – ein MyFonts-Bestseller
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