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Zeige Inhalte mit den meisten Reaktionen seit 19.07.2018 aus allen Bereichen

  1. 14 Punkte
    In dem Beispiel »zu bequem zum Mülltrennen« ist tatsächlich nur die Zusammenschreibung möglich. Das Beispiel Auto fahren trifft es: Die Fügung aus Substantiv und Verb wird getrennt geschrieben, wenn sie verbal verwendet ist. Sie wird zusammengeschrieben, wenn sie substantiviert ist. Das zum (Präposition + Artikel) ist ein Zeichen für die Substantivierung und wird vom Infinitiv mit zu unterschieden. Wenn das Trennen betont werden soll, müsste man umformulieren: »zu bequem, den Müll zu trennen«, »zu bequem zum Trennen des Mülls«.
  2. 11 Punkte
    Hallo Paul, willkommen im Forum! Es ist immer eine gute Idee, sich weiterzubilden in Bereichen, die Ausbildung oder Studium vernachlässigt haben – das habe ich nach der Ausbildung und dem Studium genauso gehandhabt. Ich hatte damals großen Respekt vor der Menge an Schriften und der Menge an Wissen, das man darüber haben kann. Ich habe mir nicht vorstellen können, das jemals auch nur halbwegs in den Griff bekommen zu können. Eine gute Orientierung habe ich – neben dem Löchern meiner Kollegen und dem Kennenlernen einzelner Schriften durch Arbeitsprojekte – durch gute Bücher bekommen. Wir haben hier eine tolle Liste empfehlenswerter Bücher für Typografie-Einsteiger im Forum, schau sie Dir doch mal durch. Besonders die Bücher von Hans Peter Willberg helfen zu Beginn weiter. Davon abgesehen haben wir ein umfangreiches Fontwiki, in dem Du sowohl Klassiker, als auch neue empfehlenswerte Schriften kennenlernen kannst – die Bewertungen der Kollegen helfen bei der Einordnung ebenfalls weiter. Und wenn Du Schriften für ganz bestimmte Zwecke suchst, dann könnten Dir unsere Schriftenlisten weiterhelfen, in denen wir Schriften nach Einsatzgebieten oder Eigenschaften gebündelt haben. Ich stimme dem zu, was die Kollegen weiter oben schon schrieben – man muss (zum Glück!) nicht jede Schrift besitzen, um sie sich anzuschauen. Dafür gibt es bei den großen Schriftanbietern tolle Vorschautools, in denen man sich selbstgewählte Mustertexte anzeigen lassen kann. Wie man Schriften auf legale Weise ausprobieren kann, für die man keine Lizenzen besitzt, kannst Du in unseren FAQ erfahren, dort wird genau dieser Punkt besprochen. Eine Sache, die zu erwähnen mir am Herzen liegt, ist, dass wir hier im Forum ausschließlich legale Schriftverwendungen empfehlen und dass wir darin übereinstimmen, Schriften nicht ohne entsprechende Schriftlizenz zu verwenden – unabhängig davon, ob diese kostenfrei oder kostenpflichtig ist. Hier sind sehr viele Gestalter und gestaltungsaffine Menschen versammelt, die Schriften anwenden oder selber entwerfen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Insofern kannst Du sicher sein, hier legale Tipps zu erhalten und wenn einer der Kollegen von einer Schrift und deren Verwendung schreibt, dann kannst Du sicher sein, dass er die entsprechende Lizenz auch erworben hat. Das Aufbauen einer Schriftensammlung ist ein langwieriges und mitunter kostspieliges Unterfangen, das etliche Jahre dauern kann. Wohl keiner von uns hat sich auf einen Schlag alle großen Schriftfamilien gekauft. Das wäre aber auch gar nicht unbedingt empfehlenswert, weil man diese dann unter Umständen ob der Fülle eher oberflächlich im Blick hat. Wenn Du mit einem kleinen, sorgfältig ausgewählten Fundus an Schriften beginnst, dann wirst Du diese zu Beginn immer wieder einsetzen und so sehr gut kennenlernen. Du wirst dabei merken, wo Lücken bestehen, die Du mit weiteren Schriften füllen möchtest. Dann wirst Du sehr genau recherchieren und abwägen, welche Schrift die Lücke in Deinem Schriftenschatzkästlein am ehesten füllen kann und Dir diese, sobald Du das Budget hast, kaufen. So wächst die eigenen Schriftensammlung allmählich an und man hat sie gut im Blick und gewinnt ein Gefühl für Qualität und nützliche Gestaltungsmerkmale. Den gekauften Schriftlizenzenschatz kann man darüber hinaus ergänzen mit hochwertigen kostenfreien Schriftlizenzen, die gibt es nämlich auch. Und auch hier kann Dir das Forum wieder helfen, denn auch dazu haben wir Empfehlungslisten, schau mal hier (serifenlos) und hier welche mit Serifen, hier Displayfonts und hier Slab-Serif-Schriften. Wenn Du Dir die alle herunter lädst (nicht vergessen, die Lizenzdokumente mit abzuspeichern!), dann hast Du schon eine wirklich gute Sammlung beisammen. Ich wünsche Dir viel Spaß bei der Eroberung der Schriftenwelt! Kathrin
  3. 11 Punkte
    Soweit die Behauptung. Behauptungen wollen halt mindestens begründet, bestenfalls sogar bewiesen werden. Es ist eine Tugend, Dinge nicht einfach hinzunehmen, sondern zu hinterfragen. Und es ist gerade ein Wesenszug eines Fachforums, entsprechende Diskussionen zu führen. Was denn sonst? Autor XY hat es so und so gesagt und damit verbietet sich jede Diskussion? Und wieder eine Behauptung, der ich doch entschieden widersprechen möchte. Natürlich kann da vieles schiefgehen. Erstens: Tschichold ist bekannt für seinen dogmatischen Stil – was im Sinne der Wahrheitsfindung mindestens problematisch ist. Zweitens: Tschichild ist bekannt dafür, in einigen Dingen komplett seine Meinung geändert zu haben. Welchen Tschichold sollen wir also lesen? Bei welchem Buch aus welchem Jahr kann vermeintlich nichts schiefgehen? Drittens: Tschichold ist schon einige Jahrzehnte tot. Er kann uns zu heutigen Satz- und Lesegewohnheiten – so sie von den früheren abweichen – rein gar nichts sagen.
  4. 9 Punkte
    Hier ist noch die passende Dudenregel dazu (D 47, letzter Absatz): https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/getrennt-und-zusammenschreibung Bei einfachen Fügungen empfiehlt der Duden keinen Bindestrich, also das Mülltrennen, aber das Müll-in-verschiedene-Tonnen-Sortieren.
  5. 8 Punkte
  6. 8 Punkte
    Etwas offtopic, kleiner Tipp am Rande: Wenn so ein Logo mit Pinselschrift wirklich geschrieben aussehen soll, müsstest du darauf achten, dass gleiche Buchstaben nicht exakt gleich aussehen, hier R und T. Es gibt Schriften mit handgeschriebener Anmutung, die mehrere Alternativen für einen Buchstaben mitbringen. Wenn dies nicht der Fall ist, lohnt sich meiner Meinung nach die Handarbeit in einem Vektorprogramm deiner Wahl. Ein (schnell mit Photoshop erstelltes) Beispiel anhand deiner Wortmarke:
  7. 8 Punkte
    Habe 50 Euro gespendet, hier bekommt man echt super Hilfe!!!
  8. 8 Punkte
    Okay, funktioniert jetzt. Standard: bei MyFonts herunterladen Mediävalziffern: bei MyFonts herunterladen Ligaturen: bei MyFonts herunterladen
  9. 8 Punkte
    Ursprünglich setzte man auch nach freistehenden Zeilen (in Inschriften, Anzeigen, Überschriften, Bildunterschriften, Anreden usw.) und nicht nur nach vollständigen Sätzen häufig einen Punkt. Selbst der Duden machte das bis zur 9. Auflage (1915) so. Vor der Rechtschreibreform war der Punkt (bzw. seine Weglassung) nach freistehenden Zeilen nicht geregelt, sondern folgte nur dem verbreiteten Usus.
  10. 8 Punkte
    Ich denke, die Form sollte sich nach dem Adressaten, aber auch nach dem Absender und der gesuchten Stelle richten. Einem Bürokaufmann, der sich um eine Stelle im Büro bewirbt, würde ich eher zur konventionellen Anordnung im Anschreiben raten. Die DIN 5008 gehört für Bürokaufleute zum beruflichen Wissen und hat ein verblüffend hohes Ansehen, auch wenn sie nur Empfehlungen gibt.
  11. 8 Punkte
    Beim Kopieren und Einfügen von Texten über die Zwischenablage gibt es etwas vereinfacht gesagt zwei Varianten: Reintext und formatierter Text. Bei ersterem wird nur die reine Textinformation übernommen, also eine Folge von kodierten Textzeichen. Beim formatierten Text können dagegen auch Eigenschaften wie Schriftart, Schriftgröße, Farbe, Weblinks und sogar Bilder erhalten bleiben. Betriebssysteme und Software-Anwendungen gehen zunehmend dazu über, auf formatierten Text als Standard zu setzen. Die kann im Einzelfall auch vom Anwender gewünscht sein, aber oft ist es eher lästig. Wer etwa Zitate von Websites in ein lokales Textdokument einfügen will, dem geht es sicherlich meist um den Inhalt – Schriftarten, Schriftgrößen usw. der einzelnen Websites müssen nicht beibehalten werden. Und passiert dies es doch, ist es oft schwierig und zeitraubend, die Formierungen nachträglich wieder loszuwerden. Im schlimmsten Fall erhält man sogar weiße Schrift auf weißem Grund, weil die Website helle Schrift auf dunklem Hintergrund verwendete. Anwendungsprogramme mit einem Fokus auf Textverarbeitung bieten gegebenenfalls zusätzliche Menüfunktionen oder Tastaturkürzel an, um lediglich Reintext einzufügen. Die Kürzel können aber recht umständlich sein, etwa Befehltaste (⌘) + Wahltaste (⌥) + Umschaltaste (⇧) + V. Über eine wenig bekannte Funktion in der Systemsteuerung von Mac OS X lässt sich dies allerdings vereinfachen. Und so geht’s … 1. Öffnen Sie die Systemsteuerung und dort den Eintrag »Tastatur« 2. Öffnen Sie den Reiter »Kurzbefehle« und dort den Eintrag »App-Tastaturkurzbefehle« 3. Klicken Sie auf das Plus-Symbol 4. Unter Programm wähle Sie »Alle Programme« 5. Unter Menü geben Sie manuell »Einsetzen und Stil anpassen« ein. Dies muss exakt dem Menü-Eintrag entsprechen, den Sie in Anwendungen wie TextEdit je nach eingestellter Sprache sehen. 6. Klicken Sie in das Feld Tastaturkurzbefehl und tippen Sie auf ihrer Tastatur Befehl (⌘) + V ein und Bestätigen Sie den Eintrag mit »Hinzufügen«. Dadurch wurde die Standardbelegung von ⌘ + V überschrieben und formatierter Text wird für dieses Kürzel nun nicht mehr verwendet. 7. Falls Sie dennoch ab und zu formatierten Text benötigen, weisen sie das nun freigeworden Tastaturkürzel entsprechend neu zu: Klicken Sie wieder auf das Plus-Symbol, wählen Sie »Alle Programme« und diesmal den Text »Einsetzen«. Das Tastaturkürzel sollte nun ⌘ + ⌥ + ⇧+ V lauten. Diese Schritte drehen also die standardmäßige Funktion um. Einfügen als Reintext ist nun mit dem einfachen Kürzel ⌘ + V möglich und und formatierter Text bei Bedarf über ⌘ + ⌥ + ⇧+ V erreichbar. Dies funktioniert in allen gängigen Apple-Programmen wie TextEdit, Safari, Pages und so weiter. Sind die gleichen Befehle in Drittanbieter-Programmen anders benannt, lässt sich für diese Programme eine eigene Regel in gleicher Weise anlegen. Wählen Sie statt »Alle Programme« dann die spezifische Anwendung aus. Dies funktioniert aber nur in Programmen, die Apples Software-Bibliotheken zur Erstellung von Menüs verwenden. Die Creative-Cloud-Anwendungen gehören zum Beispiel nicht dazu. Hier müssen Tastaturbefehle bei Bedarf direkt in der Anwendung selbst geändert werden. Dennoch ist der oben genannte Trick sicherlich für viele Mac-Anwender in der täglichen Arbeit hilfreich.
  12. 8 Punkte
    Was sind denn die alten Regeln für eine gut gesetzte Buchseite? Was für ein Buch überhaupt? Welches Format? Welcher Inhalt? Text, Bilder? Wie schön einfach wäre das Leben, wenn uns für alles die großen Meister Regeln hinterlassen hätten, an die wir uns nur halten müssen … Dann könnte man doch alle Bücher gleich machen – gleiches Format, gleich Schrift, das tolle Einheitsbuch. Ordnung im Bücherregal, Billy passend für das Normbuch dazu! Wir als Gestalter suchen aber nicht nach Regeln sondern nach Lösungen und diese sind genauso vielfältig wie die Aufgaben dahinter. Der Umgang mit Typografie braucht Erfahrung, Geduld und ein gutes Auge. Starre Regeln helfen da nicht weiter. Große Meister wissen eigentlich, wie man großartige Werke vollbringt – nicht mit Regeln, sondern mit dem entsprechenden Feingefühl für die Sache. Und solchen Arbeiten kann man mit dem entsprechenden Respekt begegnen: „Da hat sich einer wirklich eingehend mit der Sache beschäftigt!“ Das sind dann die Regeln der Kunst die derjenige beherzigt. Sicherlich gibt es ein paar Dos & Don‘ts – aber wollen wir wirklich immer wieder auf Deppenapostrophs etc. rumreiten!? Also Blocksatz weil man das nunmal so macht und weil Tschichold. Damit können wir uns doch nicht ernsthaft zufrieden geben – haben die großen Meister übrigens auch nicht …
  13. 7 Punkte
    Die Allise (Ethan Dunham, 2005) kommt ganz gut hin: bei MyFonts herunterladen
  14. 7 Punkte
    Na, da hatte ich ja zum Frühstück ordentlich was zu lesen! Als Neuling möchte ich mich bei Euch für diese angeregte und intelligente Diskussion bedanken. Andernorts geht es ja leider oft sehr grob zu. Imitate finde ich nur als Selbstzweck verwerflich. Meiner Verlobten einen künstlichen Diamanten andrehen, oder etwas maschinell hergestelltes als “Handarbeit” ausgeben - das ist nicht drin, da hat Martin ganz recht. Aber Imitate als Mittel zum Zweck sind m. E. durchaus notwendig. Niemand wird die Nase rümpfen, wenn derselbe Diamant als Requisite beim Film eingesetzt wird, denn es kommt hier nicht auf den Diamanten an, sondern auf den Eindruck, den er schafft. Und dazu braucht es keinen echten Diamanten. Aus diesem Grund verwenden Requisiteure gerne meine Schriften - besonders, wenn der Regisseur nach Feierabend noch einen kompletten Satz “authentischer” Formulare aus dem 19ten Jahrhundert für den nächsten Drehtag bestellt. Da ist Bleisatz eben nicht drin. Zeit und Kosten treffen hier aber oft die Entscheidung, und es ist vielfach kein entweder/oder, sondern eine Mischung. Ich bin mit einem Requisiteur befreundet der neben digitalen Schriften auch Holz und Blei verwendet. Ihm geht es um die Wirkung, die Mittel sind untergeordnet. Im übrigen hat der Bleisatz auch kräftig Dreck am Stecken - erwähnt wurde schon der Satz von Schreibmaschinenschriften, die nicht nur durch Seide, und manchmal mit lila Tinte gedruckt wurden, sondern zu denen es auch durchstrichene Tippfehler gab, um die Drucksache noch persönlicher erscheinen zu lassen. Und damit handelt es sich wirklich nur um die logische Weiterentwicklung der vielen, vielen Korrespondenzhandschriften die Gießereien im 19ten Jahrhundert anboten. Aber Vorsicht! Wer mit meiner Definition eines “verwerflichen Imitats” einverstanden ist, wird auch zugeben müssen, das Gutenbergs Bibeln schnöde Imitationen sind. Er erfand den Buchdruck ja nicht des Buchdrucks wegen, sondern weil es hier eine “market opportunity” gab. Handgeschrieben Bibeln kosteten ein Vermögen; mit gut gedruckten Imitaten war viel Geld zu machen! Oliver
  15. 7 Punkte
    In Ordnung! Also: Ich finde den Gestaltungsansatz auch ansprechend, aber formal ist mir der Kontrast zwischen der Zartheit der Zeichnung und dem mit fetten Balken unterlegten Schriftzug zu krass. Und ich frage mich, warum sich die Frau von der Textaussage abwendet, das widerspricht sich doch? Da könnte man fast schon von Bild-Text-Schere sprechen. Und die Führungsnull im Datum dürfte auch gerne weg, das ist aber eine Marginalie. Mein Fazit zu diesem Motiv: Guter Ansatz, aber noch ein bisschen ausbaufähig.
  16. 7 Punkte
    Und ich muß an das Gesicht denken, daß ein Arzt zieht oder sich verkneift, wenn man ihm sagt, was man zu seinen Symptomen bei Dr. Google gefunden hat. Wenn meinen Auftraggebern eine Arbeit von mir nicht zusagt, dann erwarte ich ihre Kritik, ebenso wie ich deutlich sage, was ich von den Ideen halte, die mitgebracht werden. Das ist ein notwendiger Bestandteil der Arbeit. Allein mit einem Lächeln kann niemand vermitteln, was er sich wünscht. Aber es würde mich enttäuschen und auch verärgern, wenn sie sich woanders Rat holen und mir dann sagen möchten, was ich machen soll, wobei dann meistens nur Details ankommen ohne Gesamtperspektive. So etwas ist unangenehm und kann zum Abbruch der Arbeit führen. Ich fordere meine Klienten, Mandanten und Patienten immer ausdrücklich zur Kritik auf, vor allem ganz am Anfang, wenn man erst einmal eine Richtung sucht. Die Kritik ist ein wichtiger Bestandteil der Entwurfsarbeit und die Voraussetzung für ein befriedigendes Ergebnis. Man muß dazu ermuntern, weil die meisten Leute keine Erfahrung haben im Erteilen von Aufträgen und die Kritik scheuen, die wir aber brauchen. Wenn es um Schrift geht, reicht es nicht zu sagen, daß sie nicht gefällt. Hier muß der Designer ggf. selbst die Vokabeln vorgeben, um ein Gespräch zu ermöglichen und zu ermitteln, was an der Schrift stört. Die Schrift ist in einen Entwurf eingearbeitet und oft nicht einfach austauschbar, deshalb ist es mir lieber, ich spreche mit Auftraggebern über einen Gesamteindruck, um das Problem zu erkennen und zu beheben. Wenn jemand beispielsweise mit dem Wunsch kommt, ich möge eine schöne Schreibschrift auf ein Briefpapier drucken und ich dann erfahre, daß die Briefe von Hand geschrieben werden sollen, werde ich sehr darauf hinweisen, daß die schöne Schreibschrift die an sich unauffällige Handschrift durch den Gegensatz lächerlich aussehen läßt. Es gehört also auch zur Designarbeit dazu, falsche Vorstellungen zu korrigieren. (In meiner »Stilkunde« gibt es übrigens eigens ein Kapitel »Mit Designern reden«.)
  17. 7 Punkte
    Liebe Dominique, gerade weil es eine junge Kollegin ist, die unter Umständen noch nicht ganz sattelfest ist, wäre es für mein Empfinden durchaus der richtige Weg, sie selbst um eine Überarbeitung der Typografie zu bitten. Wenn sie ihre Arbeit toll macht, wie Du selber schreibst, dann wird sie auch in der Lage sein, mit einem Rebriefing professionell und konstruktiv umzugehen. Auch im Praxisalltag eines erfahrenen Profis kommt es immer wieder zu Situationen, in denen der Kunde um Überarbeitung bittet. Das ist ganz normal und diese Lernkurve sollte auch der jungen Kollegin zugestanden werden. Ich glaube nicht, dass sie Deine Korrekturwünsche als demoralisierend empfinden, sondern eher, dass sie sich von Dir als Mensch in ihrem Beruf ernst genommen fühlen würde. Ich persönlich würde an Deiner Stelle maximal nach ein paar Schriftbeispielen in Zeitschriften oder im Internet schauen, deren Anmutung Dir für Dein Logoprojekt gefallen würde und die Du der Grafikerin an die Hand geben möchtest. Und dann würde ich es ihr überlassen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und Dir neue Vorschläge zu machen. Und wenn sich die junge Kollegen dann hier bei uns einen Rat erbittet, dann wird sie sicherlich kollegiale Hilfe zur Selbsthilfe erhalten. Bitte hab Verständnis dafür, dass es sich für uns ein wenig so anfühlt, als würden wir der Kollegin in den Rücken fallen, wenn wir hinter selbigem ihrer Auftraggeberin Ratschläge erteilen. Das ist Dir gegenüber nicht böse gemeint, sondern im besten Sinne als „solidarisch mit der Kollegin“ zu verstehen.
  18. 7 Punkte
    Ja, ich hab jetzt auch die Regel gefunden: https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/getrennt-und-zusammenschreibung#K54 Da werden Substantivierungen explizit erwähnt, z. B. „Auto fahren“ aber „das Autofahren“. Zum Thema Bindestrich siehe Regel 27: https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/bindestrich#K27
  19. 7 Punkte
    Und das ist mir bei Facebook in die Timeline gespült worden (darf ich hier posten, das Photo stammt aus den Fünzigern und ist in der Seilerstraße aufgenommen worden). Ich finde die Ladenbeschriftung voll spannend, die Glyphen für sich sind irgendwie besoffen tanzend, aber in Gänze wieder harmonisch.
  20. 7 Punkte
  21. 7 Punkte
    Oh – das ist traurig, sehr schade. Ich hatte sogar mal mit Unger professionell zu tun, habe ihn allerdings weder gesprochen noch persönlich kennengelernt, soweit ich mich erinnere. Die ITC Correspondence, aus der später die Officina wurde, war ursprünglich als gemeinsames Projekt von Erik Spiekermann und Unger angelegt – wobei Erik sich um die Sans, und Unger um die Serif kümmern sollte. Ich war zu der Zeit freier Mitarbeiter bei Erik und nach einem Crashkurs zur Bedienung von Ikarus M bei URW in Hamburg mit der Digitalisierung der Bleistift-Outlines betraut. Irgendwann stand eine Präsentation der Zwischenergebnisse für die ITC an, d. h. der Fortgang der digitalen Kreation der Familie sollte anhand des Testwortes Hamburgefonts in allen geplanten Schnitten auf einem A4 Blatt gezeigt werden. Die Sans war soweit komplett, und auch Unger hatte seine Outlines geliefert, allerdings fehlte eine halbfette Version der Kursiven. Erik musste zu der Zeit kurz in die USA, war also sozusagen aushäusig, und da Unger wohl auch nicht so kurzfristig liefern konnte, durfte ich mich als Schriftnovize mit der Kreation der Testwortes in der halbfetten Kursive beschäftigen (dazu muss man wissen, daß ich über Strukturierung und Mikrotypografie für Kinoprogramme und Kataloge zur Typografie gekommen bin und von Schriftgestaltung keinen blassen Schimmer hatte – abgesehen davon war ich allerdings ein passabler gegenständlicher Zeichner, nun ja). Aber man wächst ja an seinen Aufgaben, und irgendwann stand Erik mit Koffer in der Tür und gab mir noch mit auf den Weg – werde ich wohl nie vergessen: »Schau dir mal die Serifa an« (da sprach der Frutiger-Fan). Die Serifa hab ich dann auch irgendwann in den Stulle-Proben an der Wand in Eriks Dachwohnung in der Motzstrasse gefunden (MetaDesign, in der Inkarnation Greisner, Kreitmeyer, Spiekermann, Weishappel gbR, residierte unten im selben Haus in einem Laden – die Mac-Workstation für die Schriftdigitalisierung stand oben in Eriks Bude im Dachgeschoss). Aber zurück zu Unger – da es Ungers halbfette Kursive war, die ich da herstellte, habe ich Ausdrucke der erstellten Zeichen an ihn gefaxt, und, soweit ich mich erinnere, keine Reaktion erhalten. Die Daten für die Schriftprobe wurden jedenfalls rechtzeitig zu Eriks Rückkehr fertig, bei Format – Druckerei am Olivaer Platz – vervielfältigt und als Zwischenpräsentation vorgelegt. Später irgendwann hat mir Just (van Rossum) ein Exemplar gegeben, Erik hatte das wohl im üblichen Stress vergessen. Unger hat sich dann wohl aus dem Projekt zurückgezogen, ich hoffe dass es nicht an der halbfetten Kursive lag
  22. 7 Punkte
    Überleg doch bitte mal, wer von uns beiden sich grad im Ton vergreift.
  23. 7 Punkte
    Nr. 1 ist die Elegance. Es war die Handschrift von Karlgeorg Hoefer, Erstguß 1968 bei Ludwig & Mayer, Offenbach http://canadatype.net/fonts/sincerely
  24. 7 Punkte
    Warum? Wir haben schon zigmal erklärt, dass deine Gleichsetzung von »Regeln hinterfragen« mit »Regeln ändern wollen« Unsinn ist und niemand hier dies als Ziel hat. Warum wird das wieder und wieder ignoriert und das Gegenteil behauptet? Du warst es, der eine Flut von Behauptungen abgeliefert hat, die belegt werden wollen. »Regeln verstehen/prüfen wollen« muss nicht »belegt« werden, wie ich schon sagte. Verstehen wollen ist besser als blind glauben. Oder etwa nicht? Wenn nicht, warum nicht? Wenn du das liest, finde eine Antwort und antworte. Ich sage das jetzt ganz ausdrücklich, damit nicht wieder irgendwelcher anderer Unfug eingeworfen oder behauptet wird. Das ist eine einfache logische Herleitung. Ist es besser, Dinge zu verstehen als einfach anderen blind zu folgen? Ja oder nein? Bitte antworte! Wenn »nein« die Antwort ist, brauchen wir nicht zu diskutieren, denn Dinge besser zu verstehen ist ein wesentliches Ziel einer Fachdebatte. Wenn du das gar nicht willst, sollten wir sofort aufhören zu diskutieren. Wenn »ja« die Antwort ist, dann wäre zu klären, was man hinterfragen darf. Wir sagen »alles« und das lässt sich leicht begründen, wie schon angedeutet. Schrift- und Sprachkonventionen ändern sich permanent – bedingt durch kulturelle Einflüsse, wechselnde Moden, technische Rahmenbedingungen und vieles andere mehr. Tschichold durfte die Konventionen seiner Zeit prüfen, kommentieren und Einfluss nehmen und so dürfen wir das auch. Wenn du weiterhin behauptest, Bekanntheiten wäre blind zu glauben, nur weil sie Bekanntheiten sind oder alle Regeln wären irgendwie vor kurzem alle gefunden worden, dann wäre das wie schon gesagt zu zeigen, nicht nur zu behaupten. Das Versal-Eszett ist übrigens durchaus ein gutes Beispiel, denn ähnliche Phänomene besprach auch der nun so häufig genannte Tschichold in seiner Zeit. Man schaue in seinem Meisterbuch der Schrift nach, wo er sich mit verschiedenen Konventionsänderungen beschäftigt. Der Wandel von der Schreibweise Oel zu Öl trägt er mit. Dogmatisch wie immer sagt er, die alte Schreibweise dürfe unter »gar keinen Umständen« benutzt werden. Er begründet dies damit, dass Oel eigentlich O-eel ausgesprochen werden müsste. Was natürlich sprachwissenschaftlich Blödsinn ist. Nach dieser Logik müsste »das Meer« als Me-er und »das Bier« als Bi-er ausgesprochen werden. Seine Argumentation schlägt also schlicht fehl und er argumentiert eher willkürlich für die neuere Konvention über die ältere. Bei der Aufsplittung des gebrochenen I zu I und J – was direkt auf einer Stufe mit der lateinischen Aufsplittung von V und U steht – spricht er dagegen von einer »Missgeburt«. Hier lehnt er die damals noch recht junge Konvention willkürlich zugunsten der alten ab, akzeptiert sie aber zeitgleich für die lateinische Schrift, wo dieser Wechsel schon früher stattfand. Im Verständnis der Zeit eventuell nachvollziehbar. Objektiv »richtig«? Wohl kaum! Ganz zu schweigen von der wohl bekanntesten fraglichen These des genannten Buches: der Herkunft des ß als ſs-Ligatur in Gebrochenen Schriften. Ohne den Ansatz einer Herleitung wird das einfach von Tschichold behauptet. Weder hatte er die wissenschaftliche Expertise für entsprechende Forschung, noch kann er selbige überhaupt in irgendeiner Weise präsentieren oder als Quelle auf tatsächliche Wissenschafter in diesem Bereich verweisen. Er liefert nichts als eine wilde Spekulation als dogmatisch verkündete Wahrheit. Nicht mal ein einschränkendes »vermutlich« oder »meiner Forschung/Meinung nach …« oder ähnliches gibt es. Wie du siehst: deine Behauptung, bei Tschichold (auch dem älteren) kann nichts schiefgehen, ist töricht. Ich finde das Lesen solcher Texte hochspannend – als Zeitdokumente. Du kannst aber darauf wetten, dass ich die genannten Ausführungen hinterfrage, prüfe und ihre Probleme wie gerade getan aufzeige. Nur weil Tschichold bekannt war und ist, hat er nicht automatisch recht. Er kann sich wie jeder andere Mensch auch irren und an Dinge glauben, für die er gar keine Fakten oder schlüssige Argumente hat. Umso dogmatischer eine Mensch ist, umso häufiger kommt das natürlich vor. Also: höret nicht blind auf die alten Meister, denn es lässt sich zeigen, dass auch sie sich irren können und nicht stets unumstößliche, für alle Zeit gültigen Wahrheiten verkünden. Seiet skeptisch, nicht leichtgläubig. Folget Fakten und Logik, nicht den Dogmen.
  25. 6 Punkte
    Meine Großmutter hat leidenschaftlich Landkarten und Reiseführer gesammelt. Gereist ist sie selbst eher selten - aber sie hat immer nachgeschaut wohin die anderen reisen. Am Wochenende ist mir ein Stapel mit alten Karten aus der DDR in die Hand gefallen. Die Deckblätter sind recht charmant und es gibt sehr hübsche Äs, Ös und Üs ...
  26. 6 Punkte
  27. 6 Punkte
    Die Schaumkopfwerbung ist ja grandios getextet. So eine schmale Spalte ohne Worttrennungen und ohne Löcher und sprachlich ganz unauffällig fließend. Ich bewundere das sehr. So kurze Texte sind sehr schwierig – und dann noch diese Form zu erreichen! Ich bin hingerissen. Also auch als Texter.
  28. 6 Punkte
  29. 6 Punkte
  30. 6 Punkte
    Hiero Rhode Antiqua. 1944, von Johannes Anton Hieronymus Rhode (1903-1954) Norddeutsche Schriftgießerei. Digital bei G. Helzel.
  31. 6 Punkte
    Heute habe ich dieses Dukument gefunden: https://www.ffi.de/assets/Uploads/Technische-Richtlinie-Blindenschrift.pdf Hier geht es explizit um Blindenschrift auf Arzneipackungen, und bei den hier genannten Maßen ist die Punktgröße die hier mit 1,6mm gefordert wird, ist aber anders als bei der gesuchten Schrift mit nur 1,3mm. Könnte es sein, das es hier geänderte Vorgaben gibt, und daher die gesuchte Schriftart zurückgezogen wurde? Ich habe dann meinen Scanner als recht präzises berührungsfreies Längenmessgerät an einer mir zur Verfügung stehenden Medikamenten-Verpackung eingesetzt, dabei habe ich dann auch die Abmessungen aus der PDF-Datei gefunden
  32. 6 Punkte
    »dudisch« 3) Zu bequem zum Trennen des Mülls. 4) Zu bequem zum Mülltrennen.
  33. 6 Punkte
  34. 6 Punkte
    https://www.publishingblog.ch/eine-schnittmaske-in-indesign-erstellen/
  35. 6 Punkte
    Hat denn das Museum bzw. die konkrete Ausstellung keine feste Schrift für alle Fließtexte/Bildunterschriften? Das wäre das übliche. Es liegt ja weit in der Zeit zurück und damit auch weit von heutigen Satzkonventionen entfernt. Da jetzt einen Mittelalter-Look mitgeben zu wollen, kann schnell so ausgehen wie die klischeehaften Logos von Restaurants mit griechischer/asiatischer/etc. Küche.
  36. 6 Punkte
    Manche Aussagen gehen m. E. weit über eine konstruktive Kritik hinaus und man sollte vielleicht mal überlegen, ob man selber so etwas über seine Veröffentlichungen lesen will. Danke an @R::bert für das Durchbrechen dieser Tendenz.
  37. 6 Punkte
    auf der website von felix braden sieht man ürigens ein video wie der font entstanden ist aber hauptsache erstmal auskotzen. 😛 http://floodfonts.com/Kontiki/videos/kontiki.webm
  38. 6 Punkte
    Das muss ich dann wohl am besten über OpenType auseinander sortieren - mal sehen... Jetzt erst mal die geringer aufgelösten: 10 x 12 Birnen: und danach dann die mit 5 x 6 Birnen... http://www.peter-wiegel.de/Fonts/10mal12Lampen.ttf
  39. 6 Punkte
    Und bei deiner Einlassung ein Ungleichgewicht zwischen Theorie und Wirklichkeit. Es werden jeden Tag Millionen Wordtexte ohne fachliche feintypografische Behandlung erstellt, verschickt, gedruckt, publiziert und dann wieder millionenfach gelesen. Grundsätzlich dagegen argumentieren zu wollen, ist absurd, weil einfach realitätsfern. »Man könnte auch einen Typografen damit beauftragen« sagst du. Nein, kann man nicht millionenfach. Poetische Vergleiche mit Musik und sexistische Typografen-Zitate ändern nichts an dieser Realität. Die Typografie ist in der Hand der Masse angekommen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und so wirkt es ebenfalls absurd, wenn dann vorgeschlagen wird, man könne dem entgegentreten, indem man Texte ohne fachliche feintypografische Behandlung (was du »gesetzt« nennst), den Anschein eines vordigitalen Schreibmaschinendokuments gibt, damit es irgendwie aussieht, als hätte man ein Werkzeug verwendet, welches typografische Feinarbeit verbietet. Was natürlich faktisch einfach nicht stimmt. Daher ist es ein reiner Show-Effekt! Die Computerschreibmaschinenschrift verhält sich natürlich wie jede andere digitale Schrift auch – ist nur wie alle dicktengleichen Schriften tendenziell nicht sonderlich lesefreundlich für lange Texte. Fast alle typografischen Überlegungen und Feinarbeiten sind aber genauso möglich. Sie dann nur nicht zu machen, weil man optisch ein vordigitales Manuskript vorgaukelt, ist schon arg weit hergeholt. Und widerspricht sich meiner Meinung nach auch selbst. Gegen die »nicht gesetzten« Texte sagst du, dass sie Profis schmerzen. Aber Schreibmaschinentypografie (mit falschen Anführungszeichen, nicht vorhandener Bindestrich-Gedankenstrich-Unterscheidung und mangelnder Lesefreundlichkeit) soll kein Problem der Typografie und Lesbarkeit sein? Soll es wirklich wichtiger sein, dass z.B. der Lektor als Berufsleser ohne Not die schlechte Lesbarkeit der Schreibmaschinentypografie erdulden muss, nur damit man ihm gleichzeitig einen Manuskript-Effekt vorgaukeln kann? Will er das wirklich? Und wie soll man sich das in der Praxis vorstellen? Soll ich als digitaler »Manuskript-Tipper«, der gegebenenfalls durchaus in der Lage ist, korrekte Interpunktion zu setzen, tatsächlich absichtlich alles "falsch" machen - damit es nach Manuskript aussieht, nur damit dann später der Typograf meine unnötigerweise eingebrachten »Fehler« wieder korrigieren darf?
  40. 6 Punkte
    Nachtrag: http://www.peter-wiegel.de/CATArena.html
  41. 6 Punkte
  42. 6 Punkte
    Mir ist schleierhaft, wie man das falsch verstehen kann. Bei Baujahr 2016–2017 muss doch jedem klar sein, dass die Karre auch im November 2017 gebaut worden sein kann. Das entspricht doch dem ganz normalem Sprachgebrauch. Eine Tagung, die von Montag–Freitag geht ist ja auch nicht Donnerstags um 24 Uhr zuende, sondern irgendwann am Freitag. Meine Ferienwohnung bezahle ich auch vom Anfang bis zum Endtag, inklusive dessen. Und der zweite Weltkrieg ging von 1939–1945. Er war leider nicht am in der Sylvesternacht 1944 zuende. Trotz Testing: Die Fehlinterpretation würde ich aushalten.
  43. 6 Punkte
    So, erst mal wieder die Gemeinen von "Berliner Wand":
  44. 6 Punkte
    Heißer Tag heute! Ich empfehle dringend karamellisierte Serife auf Eis. Kühlt die Punze und senkt das Fabulierfieber.
  45. 6 Punkte
    Ich halte gar nichts von diesem System. Mir als in diesem Bereichen gesunden Menschen ist das viel zu störend und ärgerlich (ich muss ständig daran denken, was für ein Idiot da die Abnahme genehmigt hat). Und aus meinen Erfahrungen mit meinen mehrfach eingeschränkten Freunden (Hörgeräte-Träger, tlw. mit Direktstream vom Verstärker mit Multiraum-Funktion (ist super, da die Lautstärke vom Hörgerät seperat von der Lautstärke für die Normalhörenden geregelt werden kann)) kann ich nur sagen, dass einfache Lesbarkeit extrem wichtig ist. Da ist Kursiv schon für den Genuß hemmend. Es wäre vielleicht mal einer Untersuchung würdig, wie sich Signage-Schriften auswirken würden statt der handelsüblichen Arial (?). Für Taube ist das Abbilden der Sprachmelodie sowieso überflüssig, da sie die eh nicht kennen. Da wäre vielleicht ein Hinweis wie (zynisch) oder (fragend) besser.
  46. 5 Punkte
    So, jetzt habe ich doch mal in Richtung zu einer deutschen Pharma-Braille - OpenType gedacht, und gründlich mich durchprobiert: Dabei ist diese Schrift herausgekommenWolgaster_Blind.ttf Diese Schrift hat in 48pt dann die geforderten 1,6mm Punkte, 2,5mm Punktabstand 6mm Zeichenabstand und 10mm Zeilenabstand - das war ganz schön fummelig! Also anders als bei der Schrift von PharmaBraille, deren Schriftgröße man in mm eingeben muss, und kann man dies nicht, einen krummen Punktwert mit Nachkommastellen verwenden muss um auf die geforderten Maße zu kommen. Ich hab dann den Text von mir vorliegenden Medikamenten-Packungen nachgeschrieben, das ausgedruckt, und diesen Ausdruck auf die Medikamentenpackung aufgelegt, und davon eine Frottage angefertigt, die dann zu meiner Befriedigung mit meinem Ausdruck übereinstimmt Das Ziffern-Umschaltzeichen ist #, bei nur in Markenzeichen verwendeten Großbuchstaben setzt sich das Umschaltzeichen selbst vor den Buchstaben.
  47. 5 Punkte
  48. 5 Punkte
    Und hier noch das Waffelrezept meiner Schwiegermutter. Die Waffeln schmecken auch an den nächsten Tagen noch gut. Abdecken, aber nicht luftdicht, sonst werden sie wie Gummi. Feine Waffeln 150 g Butter 100 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 3 Eier 100 g Mehl 50 g gemahlene Nüsse Butter schaumig rühren, nach und nach Zucker, Vanillezucker, Eier, Mehl und Nüsse hineinrühren. Bei Bedarf etwas Milch zugeben. In das Waffeleisen füllen und portionsweise goldgelb backen.
  49. 5 Punkte
    Um mal meinen Senf dazuzugeben: Das Aufschlageverhalten hängt von sehr vielen Faktoren ab. Als Buchbinderin würde ich meinen Kunden bei dicken Büchern eher zur Fadenheftung raten. Einfach, weil ein gehefteter Buchblock die Kräfte beim Aufschlagen besser aushält. Bei der Klebebindung muss man zwischen Klebebindung Industrie und Fächerklebebindung (Handwerk) unterscheiden. Das Aufschlageverhalten von industrie-klebegebundenen Büchern kann einmal gut sein – danach ist Lose-Blatt-Sammlung angesagt, weils den Verbund sprengt. Weitere Faktoren des Aufschlageerhaltens sind Papierqualität, Rückenbehandlung, Rückenform, Rückendicke, Klebstoffauftrag, Art des Einbands … Wie schon empfohlen – Muster machen lassen. Zur Rückstichheftung: Meine Fachbücher sind grade nicht zur Hand, aber im buchbinderischen Sprachgebrauch ist bei mehrlagigen Büchern der Begriff Fadenheftung üblich. Im Gegensatz zur Blockheftung. die aber auch mit Draht erfolgen kann. Rückstichheftung selbst wird heutzutage eher für einlagige Broschuren (Hefte) gebraucht.
  50. 5 Punkte
    Ich halte erst einmal niemanden für einen Spinner. Dazu macht man sich ja höchstens selbst. Wenn man zum Beispiel Klischees durch die Maschine jagt (wogegen nichts zu sagen ist), aber behauptet, das hätte etwas mit Gutenberg zu tun, obwohl es genau das Gegenteil von der Gutenbergschen Erfindung ist. Das ist Spinnerei. Gegen eine schöne Beschäftigung mit Bleisatz ist doch nichts einzuwenden. Ich kann nur viel Freude wünschen. Es ist ja manchmal wie ein schwieriges Puzzle, das habe ich schon immer sehr gemocht an der Arbeit. Wenn ich mit Kindern arbeite, kommen dabei auch keine Arbeiten für das Antiquariat heraus, aber wir spinnen deshalb doch noch nicht. Für Mittel (14), Tertia (16), Text (20) und Doppelmittel (28) gibt es Ausschluß. Wenn der nicht vorhanden ist, kann man sich mit jeweils kleinerem behelfen. Dann muß man gut ausschließen, damit die Spatien seitlich halten. Am Ende der Zeile, wenn Ausschluß breiter als zwei Cicero wird, würde ich mit Quadraten unterlegen, mit kleinerem Material aber eher nicht. Tip: Die ganzen Quadraten haben, auf die Seite gelegt, genau 6p mehr Breite als hochkant. Jedenfalls die alten. Neuere sind niedriger und haben oft auch eine Signatur, da paßt es nicht mehr mit dem Umlegen.
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
Draft – Superfamilie mit 144 Schnitten vom Yellow Design Studio
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