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Zeige Inhalte mit den meisten Reaktionen seit 29.07.2020 in Beiträge

  1. Damit Ihr nicht meint ich kann nur Jugendstil: hier zwei Schriften, die ich Anfang des Jahres für langjährige Kunden, nämlich das Minalima-Studio in London, gemacht habe. Die Firma hat sämtliche grafischen Requisiten der Harry Potter und Fantastic Beasts Filme gestaltet. Dadurch sind meine Schriften in den Filmen beider Serien recht gut vertreten. Diese beiden Schriften, ML Sorcerer und ML Alchemist, waren speziell für Minalima's reich illustrierte Neuauflage des ersten Harry-Potter-Buches konzipiert, die erstere für die Titel, die zweite nur für die Kapitelinitialen. Vorsichtshalber hat Minalima aber gleich komplette Schriften bestellt. Als Vorlage wurden mir zwei Bilder zur Verfügung gestellt, die jeweils nur die Großbuchstaben in grober Form zeigten. Alles andere stammt also aus meiner Feder. Da beide exklusive Auftragsschriften waren, sind sie leider nicht erhältlich. Hier ein Kapitelvorsatz. Neben den beiden genannten Schriften kamen auch verschiedene andere Schriften aus meinem Angebot zum Einsatz. Die Kapitelnummer ist hier in WF Absalom aus dem New Victorian Printshop gesetzt. ML Alchemist als Kapitelinitiale: WF Abasalom und WF Sedgwick aus dem New Victorian Printshop: WF Trowbridge aus dem New Victorian Printshop und WF Bullion aus der Wild West Press, sowie weitere aus der Civil War Press: Hier WF Blaisdell (Initiale) Und WF Amilcar aus dem New Victorian Printshop: WF Klabasto aus dem New Victorian Printshop: WF Nelda aus dem American Poster Fonts of World War II set. Das Buch ist wunderschön und enthält neben unzähligen tollen Bildern auch verschiedene pop-ups und andere Überraschungen. Es macht gewiß ein tolles Geschenk. Es wurde in vielen Sprachen aufgelegt. Eine deutsche Version ist, soweit ich weiß, in Vorbereitung. Näheres erfahrt Ihr direkt bei Minalima.
    17 Punkte
  2. Heute mal nichts mit Ornamenten oder Vignetten, dafür historisch umso interessanter: ein Scan des Büchleins „Jan Tschichold - Formenwandlungen der et-Zeichen“. https://drive.google.com/file/d/1nKn03mCErkj44cZNqbEZN7CfM7IED-u2/view?usp=sharing Das Auftrennen der Hauptprobe der D. Stempel AG verlief ohne Probleme. Gut, dass meine Buchbinderin mitdenkt und für die Seiten nun zwei Archivierungs- und Transportboxen baut. So kann ich später dann die gescannten Seiten ordentlich in eine Box ablegen und die noch zu scannenden liegen sicher in der anderen.
    12 Punkte
  3. Ab heute geht es dann los … 1198 Seiten warten darauf gescannt zu werden. Ab und zu werde ich hier eine Wasserstandsmeldung geben und auch mal die ein oder andere schöne Seite hier hochladen.
    12 Punkte
  4. Hallo Leute, Endlich habe ich das Ei gelegt! "Art Nouveau Printshop Volume 1" ist fertig. Herzlichen Dank an Euch alle, die hier meine Arbeit mit Rat und Tat unterstützt haben. Das Resultat könnt Ihr auf meiner Website beäugen. Für Forenmitglieder gibt's ein Sonderangebot: Bis zum Jahresende reduziert dieser Link alle Preise auf meiner Webseite um 20%. Jetzt auf zum nächsten Projekt! Viele Grüße, Oliver
    11 Punkte
  5. 4 […] von 10 Haushalten in München leben autofrei. 4 Haushalte von 10 […] leben in München autofrei. In einer Ellipse können Wörter eingespart werden, sie sollten auch formal identisch sein (der […] oder die Studierende). Es gibt aber Ausnahmen: der große […] und die kleinen Buchstaben; er bringt die Getränke mit, wir […] den Salat u. Ä. Die grammatische Form richtet sich nach dem ausformulierten (und nicht dem weggelassenen) Satzteil. Für das verkürzte Subjekt im Beispiel gibt es darum die beiden Varianten. Mehr findet man im Duden 9 (Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle, Berlin 2016) unter »Ellipse«, 3.2 »Einsparung des Kernnomens einer Nominalgruppe«.
    10 Punkte
  6. Kürzlich erworben ...
    9 Punkte
  7. Ein Grabstein im Nachbarort. Dieser Schiefer ist sehr hart und beständig. Ich dachte mir, Hut ab vor dem Steinmetz der hier so viel Schriftkunst zeigt. Besonders die Ziffern gefielen mir sehr. Dann erst ging mir auf, daß hier sechs Geschwister in nur zwei Wochen starben. In den 1770ern wurde Boston und Umgegend von verschiedenen Epidemien heimgesucht. Die Todesursache hier ist anscheinend nicht bekannt, wird aber wohl Diphtherie, Ruhr, o. ä. gewesen sein. So einen Stein möchte ich jedem Antivaxxer vor die Tür stellen.
    8 Punkte
  8. Ich würde auf eine extra angefertigte Zeichnung tippen, die dann als Messing-Klischee für die Buchbinder angefertigt wurde. Druckschrift ist es mit Sicherheit nicht. Bleibuchstaben können nicht so eng stehen. Und bei einer Präge-Schrift dürfte es solche Unterschiede nicht geben:
    8 Punkte
  9. Lag einem Konvolut mit Schriftmustern bei ... straightes Konzept.
    8 Punkte
  10. Der Duden empfiehlt auch in der aktuellen Auflage (28. Auflage, 2020, Seite 129) einen »kleineren, festen Zwischenraum«, nur nach DIN 5008 (ersatzweise) ein ganzes Leerzeichen. Die DIN 5008:2020 empfiehlt für »typgrafisch anspruchsvolle Texte« ein Schmal-Leerzeichen zwischen Paragrafzeichen und Ziffer.
    8 Punkte
  11. Mit den Skalierwerkzeugen wird das in der Tat nichts, da sie sich aufs Objekt beziehen – die Ecken-Einstellungen ist aber unabhängig von der Größe der Form. Man muss also wirklich selbst rechnen. Das ist aber spielend einfach, wenn man versteht, was der Eckenradius tut. Beispiel: Die »Ecke« ist ein Kreisausschnitt mit einem (unsichtbaren) Mittelpunkt. Der einstellbare Eckenradius ist der Abstand von den Seiten dorthin. Im obigen Beispiel »drei Einheiten« des Dokumentrasters. Das Objekt innen hat eine Einheit weniger. Also muss der Abstand vom Kreismittelpunkt ⅔ des Eckenradius’ der Außenform sein. Simple Multiplikation und wir haben den richtigen Innenradius.
    8 Punkte
  12. Im PDF ist das nicht wirklich ein Problem – das enhält auch bei normalen Schriften einen Glyphensatz, also im Grunde nur einen Formenkatalog, der dann im Layout platziert sind. Fürs reine Darstellen des Seiteninhalts selbst ist der Font nicht erforderlich, das ist im Grunde ein Haufen kleiner Bildchen die richtig platziert "zufällig" einen Text ergeben. (Das ganze ist aber kein schnödes "in Konturen umwandeln".) Anders gesagt: Dass der Font auch noch teilweise oder komplett eingebettet ist, und der Text dann nochmal als "Fließtext" (also als Textstring) hinterlegt ist, ist zwar nice to have, wenn man das PDF noch bearbeiten oder durchsuchen möchte, aber nicht wirklich nötig um die Seite als Postscript ausgeben zu können. D.h. wenn der Erzeuger des PDFs (Indesign) variable Fonts unterstützt, und beim Erzeugen des PDFs entsprechende Glyphen für alles, was dargestellt werden soll, erzeugt, ist das PDF am Ende nicht anders als wenn normale Fonts verwendet würden. Nur die Grundlage für die Erstellung der Glyphen ist jetzt halt EIN Font statt bisher mehrere, das Ergebnis im PDF ist dann aber das selbe. Wenn ich ein PDF bearbeiten(!) will, dann muss der Font in nutzbarer Form (nicht nur ein Formenkatalog) mit drin sein, dann haben wir aber wieder einen Editor, nicht nur einen reinen Interpreter, und ein Editor muss mit dem variablen Font natürlich umgehen können, so wie er bisher schon mit verschiedenen Fontformaten umgehen können musste. D.h. wenn ich für die Druckerei ein standardkonformes PDF abliefere und deren RIP das nur interpretiert, ist es unerheblich ob die Grundlage klassische Fonts oder einen variable-font genutzt hat. Wenn ich mit dem PDF noch Dinge anstellen will, oder offene Daten austausche, dann muss mein Gegenüber das Format natürlich verstehen, aber das ist nichts grundsätzlich neues, nur halt ein weiteres neues Format ...
    7 Punkte
  13. Flamme von Schelter & Giesecke https://www.flickr.com/photos/stewf/23901412834/
    7 Punkte
  14. Hey Dan, da komme ich gerne drauf zurück, wenn ich mit der Arbeit fertig bin. Denn schließlich soll das Werk dann für die Öffentlichkeit und unentgeltlich verfügbar sein. Ich habe dieses Exemplar gekauft, weil der Einband eh schon beschädigt war, die Innenseiten jedoch nicht. Meine Buchbinderin hatte auch extreme Bedenken, dieses Buch dann auseinanderzunehmen, da ja dann sein monetärer „Wert“ zerstört würde. Für mich ist dieses Buch jedoch keine Geldanlage sondern vielmehr ein historisches Dokument, welches momentan nur für einige Wenige zugänglich ist … was ich auf diesem Weg ändern möchte.
    7 Punkte
  15. Kurzer Abschluss: Wir haben unserem Designer das Plugin gestiftet, er konnte sich superschnell einarbeiten und eine halbe Stunde später war der Font mit fünf Glyphen auch schon fertig. Das Ergebnis ist toll und wir sparen jetzt pro Buch mindestens eine Stunde Satzarbeit mit unseren Kästen ein. Es gibt keinerlei Probleme mit der PDF-Datei. Liebe Grüße und nochmals vielen Dank für die tollen Tipps und Infos!
    7 Punkte
  16. Hier ist das nun zu sehen: Der Unterstrich-Absatz (ginge wohl auch mit geschütztem Leerzeichen) braucht jetzt vertikal noch 0,001pt Platz (ZAB kann nicht 0 sein), ist transparent gefärbt und steht praktisch direkt unterhalb der blauen Box die den Textumfluss bewirkt. Das "s ea dem ellit ..." ist dann schon der nächste Absatz, der auf diesen Spezialabsatz folgt.
    7 Punkte
  17. Für meine Broschüre muß ich notwendigerweise einige Anwendungen zusammenstellen. Diese Etiketten bestehen aus den Patriz-Huber-Ornamenten. Unser @Taurec hatte mir liebenswürdigerweise einen Abzug von seinem Bestand gemacht. Weitere Teile habe ich in einem meiner S&G Bücher gefunden, noch mehr kamen aus verschiedenen Anwendungen aus dem Letterform Archive in SF.
    7 Punkte
  18. Die letzte der Einfassungen ist vom Stapel gelaufen. Jetzt habe ich noch ein paar Tiervignetten und andere Kleinigkeiten zu machen. Schicke Sache, nicht?
    7 Punkte
  19. Aus der "Jugend", Nr. 7, 1898. Ich nehme an mit Schuhen der Fa. Herz kann auch ich "walk like an Egyptian".
    7 Punkte
  20. Seit einer Woche kriegen Frau und Kinder nur einsilbige Antworten und müssen sich selbst ernähren, denn ich zeichne Tag und Nacht. Das Ende ist in Sicht, aber noch nicht erreicht. Das hier sind übrigens die Elemente der "Eos" Bordüre, Schelter & Giesecke, 1909. Die gab's auch in einer dunklen Form, die sieht aber schon entschieden nach Art Deco aus, und kommt hier deshalb nicht unter.
    7 Punkte
  21. Hier mal ein Ausschnitt aus dem fertigen Layout. Die Linien werden geprägt und die Typo wird per weißem Siebdruck auf blaues Papier aufgebracht.
    7 Punkte
  22. Nachdem Norbert mir den Wurm ins Ohr gesetzt hatte konnte ich die Sache nicht gut liegen lassen. So verbrachte ich heute einige Stunden damit, das System dieser Einfassungen zu rekonstruieren. Bestimmt wäre es schneller gegangen, wenn ich in Mathe besser aufgepaßt hätte. Nach etlichen Fehlschlägen fand ich dann aber die richtigen Verhältnisse und konnte so die Linien korrekt angleichen. Der Aufwand wird sich hoffentlich lohnen, denn ich vermute alle diese Umrandungen sind nach demselben System aufgebaut. Also jetzt nochmal, nahtlos:
    7 Punkte
  23. Hier findest Du alle Ausgaben der "Ver Sacrum", Zeitschrift der Wiener Sezession. Hier gibt's alle Ausgaben der namengebenden Zeitschrift "Jugend" Kudos für die Uni Heidelberg, die beide Zeitschriften aus ihren Beständen digitalisiert hat.
    6 Punkte
  24. Hier noch eine kleine Ergänzung zum Thema "Weihnachtsschmuck". 😉 @Oliver: die habe ich auch in 600 dpi für dich gescanned
    6 Punkte
  25. Ich lasse es fürs erste bei separaten Schriften. Die lassen sich sehr gut verwenden, und ich will ja auch mal damit fertig werden 🙂
    6 Punkte
  26. Hier mal ein Heftchen bei dem eine »moderne« Fraktur passte und eingesetzt wurde. Zur besseren Ansicht herunterladen und als Doppelseiten betrachten ...
    6 Punkte
  27. Der Zusammenhang ist daß man über das rein Sprachliche hinaus sehen sollte. Eine Interpretation der Inhalte ist eigentlich viel wichtiger. Ich meinte folgende Aussage von Dir: »Niemandem ist geholfen, wenn wir People of Color zwar so benennen, sie aber weiterhin so behandeln [wie vorher].« Wie hieß doch gleich der Sprachwissenschaftler der lange an der Uni Bremen gearbeitet hat? Anatol Stefanowitsch. Der hat vor einigen Jahren mal sinngemäß sehr richtig gesagt: die genaue Wortwahl ist eigentlich völlig unerheblich. Es gibt eben nicht immer völlig unbelastete Begriffe, und das muß es auch gar nicht. Aber es ist wichtig daß die Wortwahl eindeutig zeigt daß es ein Problem gibt und daß ich mir des Problems bewußt bin und versuche die Situation zu verbessern. Solange dieser Sachverhalt erfüllt ist, ist die genaue Wortwahl eigentlich nicht so wichtig und man sollte sich nicht in unendlichen Diskussion allein zur Wortwahl verstricken. So, jetzt bin ich aber wirklich weg ... 🤐
    6 Punkte
  28. Ende November für unter 20 Euro erstanden, aber erst gestern hier angekommen! Von diesen Skizzenkarteien hätte ich gerne mehr, denn sie sind meiner Arbeit äußerst dienlich. Leider gibts die meisten dieser Schriften ja schon.
    6 Punkte
  29. Einige Notizen zum Duodezimalsystem, dem Rechnen mit der Zwölf, habe ich für die Berliner Zeitung aufgeschrieben. Die im wesentlichen gleiche Manuskriptfassung steht in meiner eigenen Online-Bibliothek.
    6 Punkte
  30. Kennt Ihr auch den Begriff "Heiermann" für die 5-DM-Münze?
    6 Punkte
  31. Ich habe mir die Demoversion heruntergeladen und ein paar Varianten ausprobiert. Legt man einfach nur Resonay Cover über Resonay Base oder Resonay Solid bekommt man ein identisches Ergebnis. Man kann Resonay Cover und Resonay Base aber auch ineinanderkopieren oder negativ multiplizieren (InDesign-Formulierungen für Effekte) und bekommt so Ergebnisse die sich mit Resonay Solid nicht erzielen lassen. Man kann Resonay Base natürlich auch ohne Resonay Cover nutzen.
    6 Punkte
  32. Hier ist das fertige Tutorial. Das war gar nicht so einfach. Wenn man das alles am Stück filmen will, und noch den Monolog dazu aufsagen soll, verhaspelt man sich schnell. Auch brauche ich ein besseres Mikrofon. Und eine schönere Stimme 😄
    6 Punkte
  33. Besten Dank noch einmal für eure technische Hilfe ohne die der Umschlag nicht so aussehen würde wie er aussieht.
    6 Punkte
  34. Ich halte es meist so: Noch einmal oder zweimal möglichst mit Belegen für die eigenen Argumente freundlich nachfragen, ob das wirklich so gewollt ist. Und dann halt wie schon oben geraten einatmen, ausatmen. Einheitlich umsetzen, was auch immer. Wenn es ganz doof wird, trage ich dafür Sorge, dass mein Name nicht (mehr) im Buch erwähnt wird, etwa, wenn nach meinen Arbeitsschritten wieder verschlimmbessert wird. Wer sich nicht beraten lassen will, der will es eben nicht, da bin ich dann leidenschaftslos.
    6 Punkte
  35. Von den angesprochenen Schablonen haben wir ja zufällig gerade welche im Shop: https://www.typografie.info/3/store/category/5-aus-der-schriftgießerei/ Die zugehörigen Schriftgrößen stehen bei vielen mit drauf und gehen bei den vorliegenden Schablonen bis 6 Punkt herunter. Das Ding war schon ein echtes Präzisionswerkzeug.
    6 Punkte
  36. Die Benton’sche Stempelschneidemaschine würde in den 1880er-Jahren in den USA erstmals verwendet und relativ schnell bei der Mergenthaler Linotype Company sowie bei der American Type Founders Company auch für sehr kleine Grade verwendet. In Deutschland kann es sein, dass diese Maschine ausschließlich oder zumindest überwiegend bei der D. Stempel AG für den Schneiden der Stempeln verwendet, die dann in der Produktion der Linotype-Matrizen die Matrizen eben schlugen. Stempel hat wohl diese Pantographen wie Mergenthaler Linotype auch für kleine Grade eingesetzt. Es hat auch ein bisschen erst gedauert, bevor Linotype-Maschinen überhaupt so erweitert wurden, dass sie größere Graden setzen könnten. Mengensatz war immer ihrer Haupteinsatzgebiet. Selbst wenn Stempel diese Pantographen nie für die Erstellung von Stempeln für Handsatzschriften eingesetzt hätte, gibt es doch die Beispiele aus ATF, bzw. aus Bentons früheren Schriftgießerei. Schon in den frühen 1890er-Jahren erwähnte Schelter & Giesecke, dass sie Pantographen in der Stempelherstellung eingesetzt hatten, nicht für das Schneiden von den Stempeln, aber für das Übertragen von den Zeichen ihren Umrisse. Zu dem Zeitpunkt waren die Stempeln noch danach per Handschnitt gefertigt. Schelter & Giesecke war was man ein »early adopter« von amerikanischen Entwicklungen im Schriftgießereiwesen, also kann ich es mir vorstellen, dass sie Pantographen auch beim Stempelschnitt ausprobiert haben. Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben die Schriftgießereien immer öfters die Matrizen ihren Schriften mit Pantographen gebohrt, ganz ohne Stempeln also. Auch in sehr kleine Graden machten sie das. Die genaue Zeitpunkt dieser Einführung war von Firma zu Firma stark unterschiedlich. Gursch setzte schon um 1900 darauf, Berthold erst 1910 und Stempel (für den Handsatz) wahrscheinlich etwas später aber auf allen Fällen bis den frühen 1920er Jahren. Gebr. Klingspor dagegen setzte Matrizenbohrmaschinen kaum ein. Wenn Pantographen nicht verwendet waren, wurde es schon etwa in den 1880er oder 1890er Jahren standard, dass die Grade ab etwa 28pt im Zeugschnitt erstellt würden sind (womit Matrizen über galvanoplastische Methoden anschließend hergestellt waren), darunter im Stahlschnitt. Wobei einige Gießereien verwendete nur bis etwa 12pt den Stahlschnitt. Auch kommt dazu, dass mehr und mehr Gießereien den Zeugschnitt mit Pantograph-Maschinen machten. Pantograph-Maschinen waren in der Bedienung schneller als die reine Handarbeit und man könnte (und hatte) Arbeiter daran gesetzt, die keine Stempelschnitt- oder Graveurausbildung durchlaufen sind. Die Stempelschneider waren eher gegen der Einführung dieser Maschinen, aber als Sparte innerhalb der Gewerbe haben sie eher wenig Macht gehabt (anders die Schriftgießer, die an den Gießmaschinen standen), selbst wenn Stempelschneider in jüngster Zeit in der Grafikdesign-Branche heroisiert worden sind.
    6 Punkte
  37. Nach den Rechtschreibregeln können Überschriften und Werktitel nur durch Anführungszeichen hervorgehoben werden (Amtliche Regelung, § 94). Dann ist die Schreibung wie schon geschrieben: Der Titel des Werkes ist »Sehe ich Licht?«. Mein Verleger sagte … Kursivierung ist zwar in der Fachliteratur für Werk- und Zeitschriftentitel üblich, aber nicht geregelt. Ich würde den Punkt deshalb auch bei Kursivierung setzen und Klarheit über Ästhetik stellen: Der Titel des Werkes ist Sehe ich Licht?. Mein Verleger sagte … Eine eindeutige Möglichkeit in diesem Fall wäre die Schreibung mit Doppelpunkt: Der Titel des Werkes ist: Sehe ich Licht? Mein Verleger sagte … __ Nachtrag: Die Regeln für die Variante mit Doppelpunkt beziehen sich zwar nicht ausdrücklich auf Werktitel, ich würde sie hier aber übertragen. Danach bleiben Ausrufe- und Fragezeichen im angeführten Satz und im Begleitsatz erhalten. Den Schlusspunkt des Begleitsatzes lässt man jedoch weg, wenn der angeführte Satz am Ende des Ganzsatzes steht. Die amtlichen Beispiele (§§ 91, 92): Fragtest du: »Wann beginnt der Film?«? – Er fragte: »Kommst du?« https://grammis.ids-mannheim.de/rechtschreibung/6206
    6 Punkte
  38. Je nach Kontext, siehe auch die Antwort von Phoibos: Ja, zumindest ich empfinde das als Fehler, mindestens grobe Nachlässigkeit bis Wurschtigkeit. Entweder man macht es als Autor richtig oder es ist einem egal (das Gefühl mag aber kein Leser). Das wäre jedenfalls mein Empfinden als Leser in (akademischen) Zusammenhängen und dort, wo es eine Wahl oder entsprechende technische Möglichkeit gab, hier wahrscheinlich Word. Wenn Du tatsächlich immer die normalen/korrekten Anführungen verwendet hast, ist es aber nicht allzu viel Arbeit, die über die Suchfunktion herauszufischen. Und wenn es jetzt auch noch hübscher aussehen soll, kannst Du die Gänsefüßchen auch gleich durch Guillemets ersetzen.
    5 Punkte
  39. Bei Frölich & Kaufmann gibt es: Das Buch vom Buch. 5000 Jahre Buchgeschichte. Von Marion Janzin, Joachim Güntner. Typografie von Hans Peter Willberg. 3., überarbeitete und erweiterte Aufl. Hannover 2007. 32 x 22 cm, 512 S., über 500 farb. und s/w-Abb., geb. Statt 88,00 €* nur 19,95 €
    5 Punkte
  40. Aus: Teilekatalog A1, Barent & Co
    5 Punkte
  41. geometrisch grotesk geht zu script immer (so wie im beispiel von myfonts selber). darüber hinaus stellen sich die gleichen fragen wie bei jedem gestaltungsprojekt: zielgruppe, stil, image, positionierung, lesegewohnheiten, etc.
    5 Punkte
  42. Von der Lesequalität her bevorzuge ich Guillemets. Sie stören weniger, insbesondere wenn Interpunktionen, Akzente und sonstiges Gekrümmel aufeinandertreffen. Für mein Gefühl wirken sie auch immer edler. Nicht zuletzt, weil sie das Interesse des Autoren am Erscheinungsbild seines Werkes dokumentieren.
    5 Punkte
  43. Leider ist da vermutlich wenig Hoffnung - ein professioneller Datenretter kann möglicherweise Teile der Datei zurück holen, aber wenn nur ein kleines Stück irgendwo mittendrin fehlt (was bei einem Arbeitsrechner sehr schnell der Fall ist, auch wenn man "nichts tut"), ist InDesign zickig und meldet die Datei als beschädigt. Die Art wie die Daten in einer Indesign-Datei abgelegt sind, nämlich aufeinander aufbauend, lassen leider auch nichts anderes zu. Eventuell kann dann der Adobe-Cloud-Server sie dann restaurieren, aber genauso wahrscheinlich ist es, dass das nicht klappt ... und es braucht Zeit und ist keine Garantie dass dabei was raus kommt. Aus eigener Erfahrung: ein möglichst aktuelles PDF als Vorlage (je nachdem sogar als Layout-Vorlage im Hintergrund), viel Musik für möglichst getunnelte Konzentration, und nicht zu viel Ärgern helfen am schnellsten, wieder auf Stand zu kommen. Viel Arbeit ist in Kopf schon getan, man kennt schon das Endergebnis wo man hin will, und muss sich "nur" wieder hinarbeiten. ----- Das folgende hilft konkret leider gar nichts, aber falls es wem anders nützt: Mac OS hat zwar inzwischen ein versionierendes Dateisystem (unabhängig von time machine), mit dem man in eine Dateihistorie reinschauen kann, leider passiert das nicht pauschal bei jedem speichern auf Systemebene, sondern sie verknüpfen die Nutzung damit, dass die Anwendung Apple-Programmbibliotheken nutzen muss die dann diese Versionsverwaltung innerhalb des Programmes zulassen. Das ist intuitiv, aber die Programme müssen das halt dann auch machen – was Adobe natürlich nicht tut (sie nutzen kaum etwas was mac- oder Windows-only ist, weil ihnen Plattformunabhängigkeit wichtig ist). D.h. in textedit und keynote kann man zurück reisen, in InDesign nicht ... (das wäre aber mal ein Feature für die adobe-cloud ...) Windows hat seit XP einen Schattenkopie-Dienst (VSS), der (wenn aktiviert) so lange beim Speichern Versionen einer Datei behält, wie Platz auf der Festplatte zur Verfügung steht (alternativ auch auf weiteren Laufwerken). Das muss man erst mal konfigurieren und durchprobieren ob es sich so verhält wie gedacht, um sich dann im Ernstfall darauf verlassen zu können ... hat uns aber früher manchmal ein paar Stunden Arbeit gerettet wenn wir auf dem Windows-Server gearbeitet haben und der "noch was hatte". Inzwischen haben wir ein größeres NAS auf dem wir direkt per Netzwerkzugriff arbeiten, also ohne Kopie auf die lokalen Rechner. Das erstellt alle 30 Minuten einen Differenz-Wiederherstellungspunkt auf den zurückgegriffen werden kann, so als wäre es ein eigenes Laufwerk zum Zeitpunkt XY das man durchsuchen und was raus kopieren kann. D.h. egal ob eine Datei kaputt geht, oder jemand was löscht oder überschreibt oder unauffindbar verschiebt, so kommen wir mit <30 Minuten Verlust wider ran. Das brauchen wir wöchentlich sicher 1x ... wäre zwar selten die große Katastrophe, aber es ist einfach zu handhaben und wird somit auch für Kleinigkeiten genutzt. Das NAS lädt auch laufend über eine eigene Internetverbindung alle neu gespeicherten Daten auf einen externen Cloud-Dienst, der dann nochmal eine Versionierung macht. Das haben wir bisher kaum gebraucht, und wäre wohl auch nur im Tages-Abstand nutzbar, da das hochladen des Tagwerks durchaus machmal noch die halbe Nacht dauert, also immer etwas Verzögerung hat. Aber es ist gut zu wissen dass es eine zeitnahe Kopie außer Haus gibt.
    5 Punkte
  44. Ich hab dann doch mehr als nur eine halbe Stunde für die 7 unterschiedlichen Buchstaben "muay thai" investiert, und da die Konstuktion der Buchstaben recht nachvollziehbar war, ein komplettes Alfabet geteichnet, damit zu dem Logo eben auch andere Texte darunter mögich sind...
    5 Punkte
  45. Informativer Beitrag in der WELT: https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article223623708/Schwabacher-Judenlettern-Als-die-Nazis-ihre-Schrift-hassen-lernten.html
    5 Punkte
  46. Marcus hat einen Fehler in der Seerosen-Umrandung/Untergrund gefunden. Ich habe daraufhin die Elemente noch mal gründlich überarbeitet. Jetzt sollte alles tadellos in fast jeder Lage passen. Um das Arrangieren der Elemente einfacher zu machen, habe ich ein Stylistic Set erstellt, in dem jedes Element umrandet ist. Man schaltet also object snapping ein (deutsch?), und baut damit Kästchen für Kästchen den Rahmen oder Untergrund zusammen. Wenn's fertig ist, einfach alles anwählen, und das Stylistic Set "Alignment" ausstellen. Die Kästchen sind dann verschwunden. Und wo ich schon mal dabei war, habe ich gleich drei weitere Stylistic Sets gemacht, damit man Blüten, Blätter, und das Wasser mehrfarbig darstellen kann. An einem vollen Tutorial schraube ich noch rum.
    5 Punkte
  47. Mal ein Hoch auf die tollen interaktiven Infografiken zu COVID-19 bei Zeit.de, insbesondere dieser hier: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-11/coronavirus-aerosole-ansteckungsgefahr-infektion-hotspot-innenraeume In anderen Ländern sucht man so etwas oder eine interaktive Landkarte mit detaillierten Informationen vergeblich …
    5 Punkte
  48. Die "show boats" sind alle zu Wasser gelassen; es fehlt nur noch eine zeitgerechte Brotschrift. Dazu habe ich mir die Schelter Antiqua ausgesucht, weil sie etwas blumig, trotzdem erhaben, und sehr gut zu lesen ist. Wer die Schrift entworfen hat, ist mir nicht bekannt. Sie wurde 1905 von Schelter & Giesecke in sechs Schnitten herausgebracht, und war noch in einer Probe von 1932 enthalten. fontsinuse.com stellt eine Ähnlichkeit mit ITC Souvenir fest. Ich mache erst mal nur einen Schnitt in aufrecht (wie nennt man "regular" auf deutsch?) und kursiv (also eigentlich zwei Fonts). Das ist übrigens noch nicht das Ende vom Lied – es kommt noch ein Font mit Schmuck und Einfassungen dazu, um das Design Kit abzurunden.
    5 Punkte
  49. Hallo Oliver, anbei schon mal auf die Schnelle eine Übersicht dessen, was ich heute angedruckt habe. Ich werde die Drucke Montag einscannen und dann jeweils nochmal die jeweiligen Größen dazuschreiben. Die Bilder sind heute ganz quick & dirty mit dem iPhone aufgenommen und bearbeitet worden. Was die vom Kollegen Schröder angesprochene Systematik angeht, die war bei Schelter & Giesecke nicht zu 100% umgesetzt. Viele Schmuckelemente waren auf x Cicero 6 Punkt gegossen, bei den ausgeklinkten Materialien sogar auch mal x Cicero 4 Punkt.
    5 Punkte
Zeitzone: Berlin/GMT+02:00
<p>Iwan Reschniev — nach einer Schrift von Jan Tschichold</p>
<p>Iwan Reschniev — nach einer Schrift von Jan Tschichold</p>
<p>Iwan Reschniev — nach einer Schrift von Jan Tschichold</p>
<p>Iwan Reschniev — nach einer Schrift von Jan Tschichold</p>
<p>Iwan Reschniev — nach einer Schrift von Jan Tschichold</p>
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