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Gast

Nullen im Datum

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Gast

Habe in den Archiven nichts zum folgenden Problemkreis gefunden:

In welcher Art Schriftstück muß man "Nullen" im Datum schreiben? Ich finde im Fließtext meiner (behördlichen) Gutachten Datumsangaben immer mit "null", also 01.04.06 für den 1.April 2006, unsere Schreibkräfte (Schreibkräftinnen) berufen sich auf eine DIN.

Nun kämpfe ich schon gegen einen Abkürzungsfimmel (sogar aus einem "rechten Winkel" wurde "re. Winkel"), bestehe auf korrekter Wiedergabe von Zitaten und indirekter Rede und noch manches mehr, so daß ich keine verlorenen Posten verteidigen will.

Also: Wo muß man, wo kann man, wo soll man Nullen in Datumsangaben schreiben?

(immerhin: Bürojob beschert dienstfreie Wochenenden.. :) )

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RobertMichael

muss? müssen muss man gar nix.

ich mach das nie. jedenfalls nie freiwillig.

das ist typische behördenschreibweise,

die schreiben auch noch (a) anstelle von @.

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Dieter Stockert

Detailtypografie, S. 198:

- alphanumerische Schreibweise "8. März 1965" oder "15. Apr. 2002", aber nicht gut ist "08. März 1965"

- numerische Schreibweise "8.3.1965", "15.4.2002", das Jahr ist besser vierstellig zu setzen, in eindeutigen Fällen darf man es auch zweistellig setzen, dann aber mit vorangestellter Null bei einstelligen Tagen und Monaten

- nach DIN EN 28601 und DIN 5008 schreibt man das numerische Datum in der Reihenfolge Jahr-Monat-Tag und unterteilt mit Bindestrich; Monat und Tag zweistellig, zweistellige Jahreszahl ist bei Eindeutigkeit erlaubt "1965-03-08", "2002-12-04", "65-03-08"

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Bleisetzer

Soweit die DIN.

In meinen Briefen verwende ich mittlerweile den ausgeschriebenen Monatsnamen. Das empfinde ich als persönlicher (ja, tatsächlich persönlicher. Ich meine das in Bezug auf den Monat selbst. Mit "August" assoziiere ich etwas völlig anderes als mit "8.").

Auch in Fließtexten verwende ich nach Möglichkeit die ausgeschriebene Form, es sei denn, es geht um die Bestimmung eines Zeitraumes. Ich halte es für übersichtlicher.

Was gar nicht geht ist das voranstellen von Nullen. Was für Nullen sollen denn das sein? Führungsnullen? Was sollten denn die führen? Entstanden ist diese Marotte Mitte der 1980er Jahre mit der Einführung der Personal Computer. Man wollte sich fortschrittlich zeigen und das Schreiben von Ziffern und Zahlen galt als modern. Aber wer braucht das heute noch?

Georg

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Wladimir

Ich halte es wie RobertMichael und Bleisetzer. Am liebsten 8. August 2006. Gerne auch 8. 8. 2006. Nullen nur, wenn ausdrücklich gewünscht. Aber berufen kann ich mich auch nur auf meinen persönlichen Geschmack :(

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bertel

Also: Wo muß man, wo kann man, wo soll man Nullen in Datumsangaben schreiben?

Ich würde in Tabellen die führenden Nullen verwenden, da dies eine besser Übersichtlichkeit gewährleistet.

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Markus Keller

Ich finde, es gibt nur einen Grund für führende Nullen: wenn die Gefahr besteht, dass der Empfänger eines Schreibens versuchen könnte, das Datum zu manipulieren, indem er aus dem 1.12. nachträglich den 31.12. macht. Das wird erschwert, wenn da 01.12. steht.

Markus Keller

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RobertMichael

das glaube ich nicht. das datum ist doch eh flexibel. in dem brief kann man

ja scheiben was man will und schmeisst ihn dann doch früher oder später ein.

meistens zählt auch der poststempel als richtige datumsangabe.

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Pachulke

Die Nullen sind schlichtweg falsch. Sie haben eine Berechtigung — wenn überhaupt — nur in tabellarischen Aufstellungen, nicht aber in einem Datum. Sie haben sich in den letzten Jahren überhaupt nur deshalb metastasenartig verbreiten können, weil einige Rechnerprogramme diese Nullen automatisch setzen und dadurch mittlerweile infolge Gewöhnung der Eindruck entsteht, dies könne oder müsse gar so sein. Auf meinen Rechnungen, die mit FileMaker erstellt werden, stehen die falschen Nullen auch, ich ärgere mich jedes mal darüber.

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Bleisetzer
Die Nullen sind schlichtweg falsch. Sie haben eine Berechtigung — wenn überhaupt — nur in tabellarischen Aufstellungen, nicht aber in einem Datum. Sie haben sich in den letzten Jahren überhaupt nur deshalb metastasenartig verbreiten können, weil einige Rechnerprogramme diese Nullen automatisch setzen und dadurch mittlerweile infolge Gewöhnung der Eindruck entsteht, dies könne oder müsse gar so sein. Auf meinen Rechnungen, die mit FileMaker erstellt werden, stehen die falschen Nullen auch, ich ärgere mich jedes mal darüber.

Ich sehe das genau so wie der Kollege.

Es gibt keinen logischen, schon gar nicht einen ästhetischen Grund, Nullen mitzuschreiben. Im Photosatz haben wir früher oft Führungsnullen ohne Belichtung mit eingegeben, damit z.B. Einzüge sauber untereinander standen und es sich nicht lohnte, extra einen Einzug zu definieren.

Ich glaube, diese Unsitte mit der Null-Schreibung ist aus den VSvA zu uns herübergeschwappt. So zumindest kenne ich es aus den 90er Jahren. Im Mutterkonzern kamen so die Memos der amerikanischen Kollegen bei der deutschen GmbH an und weil wir ja hier genau so "cool" sein wollten, haben wir es übernommen.

Es sieht einfach nur doof aus.

Laßt es weg.

Georg

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Dieter Stockert
Die Nullen [...] haben sich in den letzten Jahren überhaupt nur deshalb metastasenartig verbreiten können, weil einige Rechnerprogramme diese Nullen automatisch setzen und dadurch mittlerweile infolge Gewöhnung der Eindruck entsteht, dies könne oder müsse gar so sein. Auf meinen Rechnungen, die mit FileMaker erstellt werden, stehen die falschen Nullen auch, ich ärgere mich jedes mal darüber.

Ich denke, daß auch die Unfähigkeit von Microsoft, Word mit vernünftig formatierten Datumsfeldern auszustatten, ihren Anteil daran hat. Und was FileMaker betrifft, so kann ich Dir vermutlich schnell Abhilfe schaffen, wenn Du mir eine kleine Musterdatei an dieter@stockert-mangels.de schickst.

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Pachulke

Danke, ich bespreche das mit der Buchhaltung; ich selbst filemakere ja nicht.

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Schwalbenkoenig
Soweit die DIN.

:D Klasse. Da tut sich ein ganzes Weltbild und eine vollständige Lebensphilosophie in einem kurzen Satz auf. Herrlich. Ich nicke dazu.

In meinen Briefen verwende ich mittlerweile den ausgeschriebenen Monatsnamen. Das empfinde ich als persönlicher (ja, tatsächlich persönlicher. Ich meine das in Bezug auf den Monat selbst. Mit "August" assoziiere ich etwas völlig anderes als mit "8."). Auch in Fließtexten verwende ich nach Möglichkeit die ausgeschriebene Form, es sei denn, es geht um die Bestimmung eines Zeitraumes. Ich halte es für übersichtlicher.

Ich nicke immer heftiger. Das hat jetzt schon richtig einen Groove. Und über die Gründe der führenden Null haben eh schon Bertel und Pachulke korrekt referiert.

Yeah, Baby.

»So weit die DIN«.

Yeah.

Und Bastian Sick will auch nur Geld verdienen.

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Bleisetzer
Soweit die DIN.

:D Klasse. Da tut sich ein ganzes Weltbild und eine vollständige Lebensphilosophie in einem kurzen Satz auf. Herrlich. Ich nicke dazu.

In meinen Briefen verwende ich mittlerweile den ausgeschriebenen Monatsnamen. Das empfinde ich als persönlicher (ja, tatsächlich persönlicher. Ich meine das in Bezug auf den Monat selbst. Mit "August" assoziiere ich etwas völlig anderes als mit "8."). Auch in Fließtexten verwende ich nach Möglichkeit die ausgeschriebene Form, es sei denn, es geht um die Bestimmung eines Zeitraumes. Ich halte es für übersichtlicher.

Ich nicke immer heftiger. Das hat jetzt schon richtig einen Groove. Und über die Gründe der führenden Null haben eh schon Bertel und Pachulke korrekt referiert.

Yeah, Baby.

»So weit die DIN«.

Yeah.

Und Bastian Sick will auch nur Geld verdienen.

Grins...

Der Mauersegler...

Im Februar gibt es wieder "Preußen rockt".

Kriegst 'ne Einladung.

Georg

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Pachulke

…und wenn man’s schon richtig machen will, streicht es der Kunde zusammen und besteht darauf, daß man es falsch macht. Soeben vom Kunden zurückgefaxter Korrekturabzug:

3124_null_1.jpg

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bertel

wie kann man eigentlich "in Dankbarkeit trauern"? Wissen die jetzt schon dass sie was geerbt haben? :wink:

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Schwalbenkoenig
wie kann man eigentlich "in Dankbarkeit trauern"?

:shock: In Dankbarkeit für die schöne, gemeinsame Zeit.

Darüber macht man keine Witze. Schon gar nicht in der Adventzeit. Du, du.

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bertel
Darüber macht man keine Witze. Schon gar nicht in der Adventzeit. Du, du.

Och, für mich gehört der Tod zum Leben dazu, und über das Leben mach ich gern mal Witze :lol:. Ein Affront soll das natürlich nicht sein, bitte nicht falsch verstehen

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Pachulke

Texte von Traueranzeigen sind ein Albtraum. Was ich schon mit Leuten diskutiert habe, die Texte haben wollten wie

»…beim Heimgang meines lieben Mannes, Vatis und Opas«
(ein Beispiel von gestern). Meistens kann man ja mit den Leuten reden, aber einige sind auch recht beratungsresistent.

Jetzt reißt es langsam ein, daß in der Anzeige (die sich ja, soviel ich weiß, an weitere Hinterbliebene richtet) statt dieser der Verstorbene angesprochen wird (also so, als hätte er noch gar nicht mitbekommen, daß er tot ist. Da steht dann z. B. drunter:

Deine Ehefrau MMMMMM

Deine Kinder MMM und MMMM

Deine Enkel MMMMM, MMMMM und MMMM

Und die Leute lassen dann meistens nicht mit sich reden.

Es ist auch nicht leicht, jemandem, der gerade einen nahen Verwandten verloren hat, beizubringen, daß er ein Logikproblem hat.

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Dieter Stockert
Jetzt reißt es langsam ein, daß in der Anzeige (die sich ja, soviel ich weiß, an weitere Hinterbliebene richtet) statt dieser der Verstorbene angesprochen wird (also so, als hätte er noch gar nicht mitbekommen, daß er tot ist. Da steht dann z. B. drunter:
Deine Ehefrau MMMMMM

Deine Kinder MMM und MMMM

Deine Enkel MMMMM, MMMMM und MMMM

Wenn man an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt, ist das ja nicht mehr so weit hergeholt.

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RobertMichael
952_todesanzeige_1.jpg

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Pachulke

…unzulässig verkürztes Citat.

Aber sie habens schon wieder getan — gerade ein Fax eingetrudelt:

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner lieben Frau, Schwiegermutter und Oma

Was sind das für Familienverhältnisse?

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Bleisetzer
wie kann man eigentlich "in Dankbarkeit trauern"?

Wenn Du einen Deiner Lieben durch Tod verlierst, dann stellt es einen sinnvollen Weg der Trauerverarbeitung dar, nicht wegen des Verlustes traurig zu sein, sondern Dich an die gemeinsame Zeit zu erinnern und dafür dankbar zu sein.

Diese Floskeln lesen sich beim Setzen oft banal, denn der Setzer oder auch Leser der Anzeige ist nicht betroffen. In Wirklichkeit sind diese Sätze wie eine Art Code. Sie stellen Kurzfassungen dessen dar, was die Trauernden empfinden.

Mein Vater ist in meinen Armen gestorben. Ich werde das nie vergessen. Und ich bin völlig im Reinen mit mir, ihm und auch dem Tod. Wir haben Abschied genommen, er hat mir als seinem Sohn die Verantwortung für die Familie anvertraut und ich habe ihm versprochen, mich daran zu halten. Und dann ist er rübergegangen. Dann kamen meine Schwestern und meine Mutter herein (sie hat das Fenster weit aufgemacht, "damit seine Seele herauskann".) Und dann haben wir über ihn geschwatzt und dann auch die Enkelkinder dazugeholt. Wir haben viel gelacht und keinem war unheimlich, weil wir einander sehr nahe waren. Er hatte ein hartes Leben, hat sich immer aufrecht gehalten und nun ist er gegangen.

Das stand auch in seiner Todesanzeige:

Er ging wie er lebte: aufrecht.

Das habe ich natürlich formuliert.

Auch ein Code.

Georg

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RobertMichael
…unzulässig verkürztes Citat.

Aber sie habens schon wieder getan — gerade ein Fax eingetrudelt:

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner lieben Frau, Schwiegermutter und Oma

Was sind das für Familienverhältnisse?

hahahah! :lol:

sorry.

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Schwalbenkoenig
In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meiner lieben Frau, Schwiegermutter und Oma. Was sind das für Familienverhältnisse?

Unzulässig verkürztes Zitat. Die Parte unterschreiben werden sicherlich der Mann, die Schwiegertochter und die Enkel. Stimmt also wieder. Ich bin auch gleichzeitig Vater, Sohn, Onkel und Cousin. Und habe demzufolge nur manchmal inzestuösen Sex mit mir selber. :D

…unzulässig verkürztes Citat.

Sag ich doch!

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