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Wayfinding Sans Symbols — ein cleverer Piktogramm-Font für Beschilderungen
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Þorsten

Ubuntu: Neue Release, neue Schrift

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Þorsten

Linux-Distributor Ubuntu benutzt schon seit langer Zeit für seine Logos eine eigene (extra entwickelte) Schrift. Mit der heute erschienenen neuen Version gibt’s dann auch eine neue Schrift (die anscheinend nicht nur für die Wortmarke verwendet werden soll).

Alt:

logo.png

logo.png

Neu:

ubuntu-new-typeface.png

kubuntu-10.04-logo.png

P.S. Schon klar, dass Diskussionen zu Schriften prinzipiell eher ins Typedesign-Forum passen. Hier im Linux-Form ist aber sonst so wenig los…

:cry:

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Þorsten
Hitzige Diskussionen hat das Logo bzw. die Schrift dazu ja schon ausgelöst: http://typophile.com/node/68016

Ja, inzwischen hatte ich diese Diskussion auch gefunden. Ursprünglich war ich ja neugierig auf eure Meinungen zu dem Sinn oder Unsinn, für ein Software-Logo überhaupt eine eigene Schrift zu »basteln« — und dann auch noch gleich zwei recht unterschiedliche Schriften in wenigen Jahren. Nach der Lektüre der verlinkten Diskussion weiß ich jetzt auch, dass die neue ein Profi-Auftragswerk ist und ich vermute, dass diesbezüglich dann niemand hier damit Probleme haben dürfte.

Anders als die alte Schrift scheint Ubuntu die neue ja auch für mehr als nur das Logo einsetzen zu wollen, wie auf dem obigen Screenshot mit violettem Hintergrund zu sehen ist. Auch das ist prinzipiell zu begrüßen, oder?

Zum anscheinenden Konsens auf Typophile (neue Version ist professioneller als die alte runde, die zu »kaspermäßig« aussieht), gibt es auch keine Widerspruch?

Zu guter Letzt dann noch eine Frage zu der angeblichen Verwandtschaft mit andere Schriften. Nehmen wir mal an, meine Firma (Softwareschmiede mit anderen IT-Dienstleistungen) würde die neue Ubuntu-Schrift (die demnächst ja unter OFL/GPL erscheinen soll) als Haus-Displayschrift einsetzen. (Immerhin benutzen wir intern fast ausschließlich Linux.) Müssten wir uns dann verbal darauf gefasst machen, von Leuten wie euch verbal in den Arsch getreten zu werden, weil wir »eine billige Kopie der DTL-Prokyon« benutzen und somit Schmarotzer sind?

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Ralf Herrmann
Müssten wir uns dann verbal darauf gefasst machen, von Leuten wie euch verbal in den Arsch getreten zu werden, weil wir »eine billige Kopie der DTL-Prokyon« benutzen und somit Schmarotzer sind?

Wie ja auch in dem Typophile-Thread zu lesen ist: Die stilistischen Ähnlichkeiten bedeuten nicht zwangsläufig, dass dies ein Klon ist. Inwieweit die Prokyon hier wirklich Pate stand, mag ich aufgrund der bisher vorhandenen Bildchen nicht zu beurteilen. Da müsste man sich die Outlines mal ganz genau anschauen.

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Joshua K.
Nach der Lektüre der verlinkten Diskussion weiß ich jetzt auch, dass die neue ein Profi-Auftragswerk ist und ich vermute, dass diesbezüglich dann niemand hier damit Probleme haben dürfte.

Mir gefällt die neue Schrift nicht. Die alte wirkt weich, sanft, freundlich, und so wollen die Ubuntu-Entwickler doch auch ihre Distribution verstanden wissen, oder? Die neue wirkt dagegen spitz, eckig, kühl.

Anders als die alte Schrift scheint Ubuntu die neue ja auch für mehr als nur das Logo einsetzen zu wollen, wie auf dem obigen Screenshot mit violettem Hintergrund zu sehen ist. Auch das ist prinzipiell zu begrüßen, oder?

Meiner Meinung nach weniger: ich finde die Schrift zu unruhig.

Zum anscheinenden Konsens auf Typophile (neue Version ist professioneller als die alte runde, die zu »kaspermäßig« aussieht), gibt es auch keine Widerspruch?

Oh doch! :) Ich fand die alte Fassung wie gesagt passender. (Man hätte Schrift und Zeichen aber natürlich überarbeiten können.)

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Reimo

Ich finde für Ubuntu ist der neue Font nix, das sieht etwas unbeholfen aus, dagegen tut es Kubuntu richtig gut.

logo.png

kubuntu-10.04-logo.png

Die etwas eckigere Schrift funktioniert mit dem 'k' einfach sehr gut, warscheinlich da ein 'k' ja auch etwas eckiger ist, dagegen braucht das 'u' einfach die Comicschrift.

Auch die Symbole (Logos) unterstreichen die Funktion der Schrift, technisch und verspielt.

Das sie jetzt einen Font für Logo und Satz entwickelt haben ist eher unpraktisch für mein Verständniss, da ich es so empfinde, dass ein Logo sich vom Satz mehr unterscheiden muss.

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Þorsten

Danke für die geäußerten Ansichten! :biglove: Schön, dass es hier doch ein etwas breiteres Meinungsbild gibt als gedacht. Besonders schlimm fand ich die alte Ubuntu Titling übrigens auch nicht. Na mal sehen, wie sich die neue Schrift so macht, wenn sie fertig ist. (Es kann wohl angeblich noch bis Oktober oder länger bis zur Freigabe dauern.)

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Phillip

Ubuntu kriegt in der nächsten Veröffentlichung (10.10) eine eigene Schrift in mehreren Schnitten mit griechisch, kyrillisch, arabisch und hebräisch.

Hier ein PDF dazu: http://www.daltonmaag.com/docs/FontDevelopment.pdf

Gefällt mir leider nicht, fühlt sich zu kühl und technoid für ubuntu an.

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Sebastian Nagel

Hat jemand eine Idee, warum die Darstellung auf Seite 3 im PDF so "kaputt" aussieht (Hinting im Amoklauf)?

PDF-Betrachter Acrobat Pro 9.3.2 auf OSX 10.5

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Sebastian Nagel

Was die Schrift selbst betrifft: Bis auf die sehr scharfen Strichenden z.B. beim e und die angeschrägten Oberlängen kann ich mich inzwischen ganz gut damit anfreunden, auch für Ubuntu. Die fehlenden An- und Abstriche ala Dax machen die Schrift schön "einfach", und vermutlich auch ganz gut bildschirmtauglich (das was man an Screenshots in der Präsentation sehen kann ist durch die Skalierung ja nicht immer ganz repräsentativ).

Und danke für das PDF - ein interessanter Einblick, wie DM arbeiten.

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Þorsten

Toll, dass es demnächst anscheinend eine professionelle Schrift geben wird, die wohl auch von vielen Nichtprofis als Ubuntu- ? Linux- ? FLOSS-Schrift erkannt werden wird!

Gefällt mir leider nicht, fühlt sich zu kühl und technoid für ubuntu an.

»Für Ubuntu?« Willst du damit ausdrücken, dass *ubuntu nicht ausreichend »technoid« sei (was immer das heißen mag)? Keine Sorge, auch Geeks dürfen *ubuntu einsetzen. In meiner LUG (in der hauptberufliche Sysadmins, Softwarebauer und andere Geeks eine überwältigende Mehrheit darstellen), ist *ubuntu die mit Abstand meist eingesetzte Distribution.

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Phillip

Nein, ich möchte damit ausdrücken, dass ich das Ubuntu visuell immer als sehr weich, rund und angenehm warm empfunden habe (Ubuntu Human). Ich war heute seit langem mal wieder auf der Seite und sie scheinen ja den Look in Richtung Technik-Konzern zu trimmen. Finde ich schade.

Hat jemand eine Idee, warum die Darstellung auf Seite 3 im PDF so "kaputt" aussieht (Hinting im Amoklauf)?

PDF-Betrachter Acrobat Pro 9.3.2 auf OSX 10.5

Gute Frage! In Safari und in Vorschau.app sieht’s bei mir in Ordnung aus, in Acrobat Pro ist das Hinting bei mir auch kaputt.

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Schwarzgeviert

Hallo,

ich finde es schonmal ganz gut das man sich im Linux Lager wenigstens Gedanken dazu macht allem ein etwas einheitlicheres Design zu geben.

Als Logotype finde ich die neue Schrift sogar ganz schick, klar geht das in so eine sachliche Techno Richtung aber es ist ja nicht unästhetisch.

Für den Satz finde ich das allerdings mal ein kompletten Schuss in den Ofen. So wie ich das verstanden habe soll dies ja auch die neue Systemschrift werden, oder?

Da hätte man sich doch eher an der Droid Sans/Serif orientieren sollen. Beide Schriften sehen nämlich vorzüglich aus und machen einen super Job in Sachen Lesbarkeit.

Grüße

Florian

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Joshua K.
ich finde es schonmal ganz gut das man sich im Linux Lager wenigstens Gedanken dazu macht allem ein etwas einheitlicheres Design zu geben.

Wie meinst Du das jetzt? EInheitlich in bezug auf Linux insgesamt oder in bezug auf eine Linux-Distribution?

Die großen Distributionen (SuSE, RedHat/Fedora, Ubuntu) sorgen schon länger für eine einheitliche Erscheinung. Das ist aber natürlich nicht distributionsübergreifend.

Für den Satz finde ich das allerdings mal ein kompletten Schuss in den Ofen. So wie ich das verstanden habe soll dies ja auch die neue Systemschrift werden, oder?

Da hätte man sich doch eher an der Droid Sans/Serif orientieren sollen. Beide Schriften sehen nämlich vorzüglich aus und machen einen super Job in Sachen Lesbarkeit.

Falls das stimmt, bin ich derselben Meinung. Die bereits verfügbaren Systemschriften DejaVu/Vera, Liberation (Fedora) und eben auch die Droid-Schriften machen in kleinen Größen eine wesentlich bessere Figur!

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Schwarzgeviert
ich finde es schonmal ganz gut das man sich im Linux Lager wenigstens Gedanken dazu macht allem ein etwas einheitlicheres Design zu geben.

Wie meinst Du das jetzt? EInheitlich in bezug auf Linux insgesamt oder in bezug auf eine Linux-Distribution?

Die großen Distributionen (SuSE, RedHat/Fedora, Ubuntu) sorgen schon länger für eine einheitliche Erscheinung. Das ist aber natürlich nicht distributionsübergreifend.

Hallo Joshua,

ich meine das im allgemeinen, vor einiger Zeit sah vor allem der Ubuntu Desktop furchtbar aus. Dieser kackbraun-beige-mischmasch mit Buttons in Glossy Optik, das ging gar nicht. Seit einiger Zeit scheint man mehr darauf zu achten das neben der Technik auch das Design stimmt. KDE4 zum Beispiel sieht ja fantastisch aus.

Aber auch aus dem Grund heraus, weil man standartisiert hat, man schaue sich nur die Oxygen Icons an.

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Þorsten
Jetzt steht sie offiziell zum Download bereit – in 4 Schnitten und über Fontsquirrel auch direkt als Webfontpaket: http://www.fontsquirrel.com/fonts/ubuntu

Merkwürdigerweise umfassen die Schrift-Versionen im @font-face kit im Moment nur ASCII plus ©, ® und die wichtigsten Währungszeichen. Umlaute, Esszet, Sonderzeichen, „“’–— usw. usf. – Fehlanzeige!

Über den ? Download TTF -Knopf gibt’s aber auch vernünftig ausgebaute Versionen – nur eben ohne die Webfont-Verpackung.

Ein Wermutstropfen, der für die meisten hier wohl nur selten relevant sein dürfte: die Schrift ist für das Ungarische nur sehr bedingt einsetzbar, da der Doppelakut eine andere Schräglage hat als der einfache. Das ist ein großes no-no! Wörter und Wortpaare, in denen Akut und Doppelakut eng beieinander stehen – z.B. f?város (Hauptstadt) und els? év (erstes Jahr) – sehen dann inakzeptabel aus:

fovaros-elso_ev-ubuntu.png

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Mach
Merkwürdigerweise umfassen die Schrift-Versionen im @font-face kit im Moment nur ASCII plus ©, ® und die wichtigsten Währungszeichen. Umlaute, Esszet, Sonderzeichen, „“’–— usw. usf. – Fehlanzeige!

Das hat wohl damit zu tun, dass der @font-face generator per Voreinstellung nur dieses Subset auswählt (ausserdem wird OpenType-Schlauheit entfernt). Dadurch wird die Dateigrösse reduziert, so dass die eingebetteten Schriften schneller geladen werden. Du kannst aber mit dem generator problemlos ein eigenes @font-face-Kit erstellen, das den gesamten Zeichenumfang enthält.

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Þorsten

Klar, jetzt wo du’s sagst! :oops:

Ich war so hibbelig, das neue Paket zu testen, dass ich die Einstellungen (in denen ich »Don’t subset« hätte auswählen sollen) komplett ignoriert habe.

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Gast Tipper
Und danke für das PDF - ein interessanter Einblick, wie DM arbeiten.
Das macht mich neugierig. Wie genau meinst du das? Weißt du, wie andere arbeiten? :)

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Þorsten

Ich hatte wegen des Hungarumlaut-Problems mal einen Bug-Report eingereicht – und Bruno Maag und Mark Shuttleworth haben beide geantwortet. Ich fühle mich ja so geehrt!

:party:

https://bugs.launchpad.net/ubuntu-font- ... bug/656647

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