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Schriftwahl für Gesundheitsbereich


J_hu

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J_hu
Die Abkürzungen T. und H. kenne ich aus Arno Schmidts Roman "Kaff auch Mare Crisium" dort steht das aber für "Tante Heete". Für Telefon und Handy ist das völlig ungebräuchlich

Leider bin ich nicht so belesen, sonst hätte ich natürlich die Assoziation mit Tante Heete auch sofort gehabt und mir – allein schon, um Verwechslungen auszuschließen – etwas anders überlegt …

Wenn Du Dir die Bilder vom Türschild anschaust (also auch das Foto), dann siehst Du, daß es da unten links eine Art Befestigungsschraube gibt, mit der ich bei den Telefonnummern nicht kollidieren wollte. Daher nur »T.« und »H.«. (geplante Lösung: siehe unten)

("Hdy." ist übrigens noch fragwürdiger - was soll eine Abkürzung, bei der man dann statt 5 Zeichen fürs ganze Wort immer noch 4 behält?).

Tja, was soll ich da sagen? Ich habe auch nicht abgekürzt, um Tipparbeit oder dunkelgrüne Tinte zu sparen (ja, ich weiß, daß Drucker keine dunkelgrüne Tinte haben). Es ist halt so, daß »Hdy.« hingepaßt hat, »Handy« oder »mobil« aber nicht – egal, um wie viele Buchstaben es sich handelt …

Hdy.

Handy

mobil

Aber Typografski hat wohl Recht, wenn er schreibt, daß »Kontakt« und »Öffnungszeiten« überflüssig sind, da sich das eh von selbst erschließt. Ich denke mal, das gilt auch für die (Arten der) Telefonnummern. Erst, wenn eine Fax-Nummer dazukäme, wäre die Info wohl wichtig. Daß 06441 … eine Festnetznummer ist und 0172 … eine Mobilnummer, sollte sich inzwischen rumgesprochen haben.

Wenn ich demnächst mal wieder Visitenkarten drucke, lasse ich ein neues Türschild mit rauslaufen …

Gruß,

Jürgen

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Kathrinvdm

Ich habe zunehmend Kunden, die auf die Faxnummer ganz verzichten. Sie sagen, dass ihre Faxgeräte sowieso Staub ansetzen und die Tinte eintrocknet, weil alle Welt nur noch E-Mails schickt. Das ist natürlich branchenabhängig …

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J_hu
Ja, die Cronos ist wirklich schön und pflegeaffin, nicht umsonst wird sie im Bereich der Kosmetik-Verpackungen sehr gerne verwendet. Wenn Du kannst, dann zieh sie bei der nächsten Überarbeitung in Betracht. :-)

Aber liefe ich dann nicht (auch wieder) Gefahr, bei einer typischen – und somit vielleicht auch langweiligen, weil's fast alle so machen – Branchenschrift zu landen (Friseur = Peignot, Rechtsanwalt = Rotis, Pralinengeschäft = Zapfino)? Aber vermutlich ist das bei der Optima jetzt genauso …

[…] du würdest auch nicht jeden handwerker beauftragen, nur weil ein er logo und spruch »wir sind die profis« auf seinem transporter hat beauftragen um das bad fliesen zu lassen, oder?

Wahrscheinlich entscheidet sich aber auch kein Kunde eher für eine Fußpflege-Praxis, die die Cronos als Hausschrift gewählt hat, als für eine, die sich für die Optima entschieden hat – nur der Schrift wegen … außer ein paar typobegeisterte Fußkranke vielleicht … ;-) Dazu läuft es in diesem Metier viel zu sehr über Erfahrungsaustausch und Mundpropaganda.

Es wird immer (Fach-)Leute geben, die für oder gegen bestimmte Schriften sind aus ganz unterschiedlichen Gründen. Wichtig wäre mir, daß es generell in die richtige Richtung geht (scheint mir für Cronos und Optima der Fall zu sein) und daß die Chefin sich mit dem Gesamtauftritt inkl. Schrift identifizieren kann.

Viele Grüße,

Jürgen

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Kathrinvdm

Ich glaube nicht, dass die Cronos Gefahr läuft, in einem Topf mit den von Dir genannten Schriften zu landen. Alleine schon deshalb, weil es sie – meines Wissens – nicht bei irgendeinem Programm gratis mitgeliefert gibt und sie deshalb automatisch breit gestreut wäre. Die Kollegen mögen mich korrigieren, falls ich falsch liege.

Dass renommierte Packaging-Design-Agenturen sie einsetzen ist ja eher ein Qualitätsmerkmal …

bearbeitet von Kathrinvdm
Tippfehler
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Pachulke
Ich habe zunehmend Kunden, die auf die Faxnummer ganz verzichten. Sie sagen, dass ihre Faxgeräte sowieso Staub ansetzen und die Tinte eintrocknet, weil alle Welt nur noch E-Mails schickt. Das ist natürlich branchenabhängig …

Allein was hier an Werbung einläuft hält das Fax am laufen.

»Handy«, egal ob ausgeschrieben oder wie auch immer abgekürzt, geht aber überhaupt nicht. Das ist übler Slang und hat auf keiner professionellen Visitenkarte etwas zu suchen.

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TYPOGRAFSKI

mein beispiel mit dem handwerker bezog sich auf einen grafiker, bitte nicht die aussagen verdrehen.

und wenn die schriftwahl nicht ganz so wichtig ist dann frage ich mich warum du hier danach fragst? 8-)

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Ralf Herrmann

»Handy«, egal ob ausgeschrieben oder wie auch immer abgekürzt, geht aber überhaupt nicht. Das ist übler Slang und hat auf keiner professionellen Visitenkarte etwas zu suchen.

Ach komm! Dass du das als Schriftfetzer für Dich persönlich ablehnst, ist ja nachvollziehbar, aber verkauf das hoch bitte nicht als allgemeingültig. Das Wort »Handy« hat mit Slang überhaupt nichts zu tun.

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Pachulke
und wenn die schriftwahl nicht ganz so wichtig ist dann frage ich mich warum du hier danach fragst? 8-)

Na ja, sie ist schon wichtig, aber es gibt da eben keine einzig richtige Lösung. Die Cronos ist wahrscheinlich passender als die Optima, aber so schlecht ist die für diesen Zweck eben auch nicht.

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Pachulke
Das Wort »Handy« hat mit Slang überhaupt nichts zu tun.

Ich wüßte nicht, wo man das sonst einordnen sollte. In der Hoch- bzw. Schriftsprache hat es nichts verloren und ein Fremdwort ist es auch nicht.

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Minimalist
Ach komm! Dass du das als Schriftfetzer für Dich persönlich ablehnst, ist ja nachvollziehbar, aber verkauf das hoch bitte nicht als allgemeingültig. Das Wort »Handy« hat mit Slang überhaupt nichts zu tun.

Mmmmh, da hat der verehrte Kollege Pachulke schon Recht; ordentlicherweise spricht man von einem Mobiltelefon, Handy wäre mir im professionellen Umfeld auch zu umgangssprachlich ... :!:

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Kathrinvdm

»Handy« ist aber ziemlich gebräuchlich, wenn man sich mal so umschaut. Zumindest im deutschsprachigen Raum – im Ausland sollte man sich das natürlich tunlichst verkneifen … ;-)

Ich kann schon nachvollziehen, dass das Handy keine Gnade vor den Augen unseres Obersprachpflegeinspektors Pachulke findet.

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ThierryM
Ich wüßte nicht, wo man das sonst einordnen sollte. In der Hoch- bzw. Schriftsprache hat es nichts verloren und ein Fremdwort ist es auch nicht.

ohne dich allzu sehr verstören zu wollen: die welt verändert sich. für die meisten menschen ist ein schriftſetzer einer, der schriften fetzt, und ›handy‹ ist in der schriftsprache längst angekommen. das kann man gutheißen oder nicht, aber deine wahrnehmung, dass das wort ›slang‹ sei, halte ich für verzerrt.

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Sebastian Nagel

:) Wieder mal so ein Fall, wo der allgemeine Sprachgebrauch einfach respektlos über die "gültige" Schriftsprache drüberrollt ...

edit: ich verwarne mich selbst - offtopic in einem noch nicht ausdiskutierten Thema!

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Joshua K.
ordentlicherweise spricht man von einem Mobiltelefon

Ordentlicherweise spricht man von einem Handfernsprecher. :!:

Und ordentlicherweise trage ich auch noch was zum Thema bei ;-)

Was mich vor allem stört, ist, daß bei dem Türschild und der Visitenkarte zu viele Elemente um Aufmerksamkeit kämpfen. Fette, große Schrift, Schrift in dickem Balken, Kursivschrift: das ist ein bißchen zu viel Hervorhebung.

Die anderen Plakate sind besser. Und wie schon gesagt sollte irgendwie klarer werden, was Rebeka ist. Und es sollte auf den verschiedenen Drucksachen an einer einheitlichen Stelle stehen.

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Þorsten
… »Kontakt« und »Öffnungszeiten« überflüssig …

Generell stimme ich ja zu, aber in dieser speziellen Anordnung bin ich mir nicht 100% sicher. Wenn nur

__________________________________

 06534432344    Mo–Fr 8:00-17:00

 01748434884    Sa 10:00–12:00

__________________________________

dasteht, wer weiß, am Ende kommt Oma Frieda noch auf die Idee, die obere Telefonnummer gelte für die Woche und die untere für das Wochenende. Es ist schwer so dumm zu denken wie machen Menschen sind.

Ich denke mal, das gilt auch für die (Arten der) Telefonnummern. Erst, wenn eine Fax-Nummer dazukäme, wäre die Info wohl wichtig. Daß 06441 … eine Festnetznummer ist und 0172 … eine Mobilnummer, sollte sich inzwischen rumgesprochen haben.

Und nur durch diesen Zusammenhang ist mir überhaupt klar geworden, was »T« und »H« bedeuten könnte. Das kann also wirklich weg.

Wie wär’s mit »Telefon« über der linken Spalte (ohne zusätzliche Kennzeichnung der einzelnen Nummern) und »Öffnungszeiten« (wie gehabt) rechts? Oder beides weglassen, wenn du meinst, dass keine keine Gefahr besteht, dass die beiden Spalten miteinander verbunden werden. (Da muss man sehen, wie die Abstände auf dem Papier wirken.)

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CRudolph
… wer weiß, am Ende kommt Oma Frieda noch auf die Idee, die obere Telefonnummer gelte für die Woche und die untere für das Wochenende. Es ist schwer so dumm zu denken wie machen Menschen sind.

Das hat ja mit Dummheit im Grunde auch sehr wenig zu tun. Gerade wenn es um Fußpflege geht ist der Kundenkreis sehr weit gestreut und es kommen viele ältere Patienten. Die haben doch keine Ahnung daß »017…« eben ein Mobilfunknetz ist – und müssen es m.E. auch gar nicht.

Das Problem läßt sich im Zweifelsfall übrigens mit Zeichen bzw. Dingbats lösen. Halt ein Telefon und ein Mobiltelefon. Da macht es im Grunde nichts wenn die älteren Herrschaften ggf. das Zeichen für Mobiltelefon nicht erkennen – das Zeichen für Telefon erkennen sie in jedem Fall. Und man spart sich sich die etwas unglücklichen Abkürzungen und dazu auch noch Platz.

Grüße,

Christian

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Pachulke
Das Problem läßt sich im Zweifelsfall übrigens mit Zeichen bzw. Dingbats lösen.

Das ist in den meisten Fällen ästhetisch unbefriedigend, weil diese fast immer aus dem Gesamtbild »herausfallen« bzw. sich optisch ungebührlich in den Vordergrund drängen.

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CRudolph
Das ist in den meisten Fällen ästhetisch unbefriedigend, weil diese fast immer aus dem Gesamtbild »herausfallen« bzw. sich optisch ungebührlich in den Vordergrund drängen.

Deshalb heißen Leute, die sowas machen, ja auch Gestalter! Man muß das eben gestalten. Das geht schon, wenn man sich etwas Mühe gibt! :schonklar:

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Pachulke

Im vorliegenden Falle wird es sicher eher nicht in Frage kommen, daß ein Graphiker zur Schrift passende Icons zeichnet, die sich der Gestaltung unterordnen, hier würde der Rat, Dingbats einzusetzen, sicherlich eher zum Rückgriff auf die bekannten Verdächtigen führen, die nun mal auf der Festplatte vorinstalliert sind — mit den von mir benannten Auswirkungen.

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Minimalist

Ich schließe mich den Ausführungen des geschätzten Kollegen Pachulke an: Alle Elemente müssen zueinander passen, und das wäre hier nicht zu erwarten – auch wenn J_hu sich hier sichtlich viel Mühe gegeben hat :-D

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Uwe Borchert

Hallo,

Das Problem läßt sich im Zweifelsfall übrigens mit Zeichen bzw. Dingbats lösen. Halt ein Telefon und ein Mobiltelefon. Da macht es im Grunde nichts wenn die älteren Herrschaften ggf. das Zeichen für Mobiltelefon nicht erkennen – das Zeichen für Telefon erkennen sie in jedem Fall. Und man spart sich sich die etwas unglücklichen Abkürzungen und dazu auch noch Platz.

Dingbats? Oder gleich Grafiken wie auf: http://www.clker.com/search/phone/3

Icon Mobile Phone By: OCAL und Analog Phone By: OCAL würden zusammenpassen ...

http://www.clker.com/clipart-analog-phone.html

http://www.clker.com/clipart-icon-mobile-phone.html

Aber trotzdem wäre ich da skeptisch. Die Icons müssen auch zum Rest passen. Da wird man um eine Überarbeitung nicht immer herum kommen. Warum nicht einfach: „Festnetz” oder „Telefon”, „FAX” und „Mobil” verwenden?

MfG

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Kathrinvdm

Die Problematik ergab sich, weil in dem konkreten Beispiel, um das es hier geht, diese Begriffe aus Platzgründen zu lang sind.

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CRudolph
Warum nicht einfach: […] „Mobil” verwenden?

Wurde schon gesagt: »Mobil« bzw. »Händi« paßt einfach nicht hin.

Ansonsten ist und bleibt es eine Gestaltungsfrage; wenn man das mit kleinen und unaufdringlichen Symbolen macht, ist das überhaupt kein Problem. Wenn ich jetzt Zeit hätte würde ich nach Beispielen suchen; habe ich aber nicht. Ihr müßt Euch also einfach selber durch »GraphicExchange« wühlen! :blabla:

Man könnte natürlich ggf. »Tel.« abkürzen und beide Nummern mit einem »oder« (entspricht etwa »Hdy.«) verbinden. Für die »Wissenden« ist dann klar daß die 017er-Nummer ein Mobilfunknetz ist und für die Unwissenden ist es auch gerade egal solange die beiden Nummern eindeutig als Telefonnummern erkennbar sind.

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<p>Krimhilde – Fraktur trifft geometrische Grotesk</p>
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