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Empfehlungen für Festbreitenschriften?


Agnes

Empfohlene Beiträge

Agnes

Hallo,

ich suche eine möglichst hübsche und gut lesbare Festbreitenschrift.

Ich brauche sie, um über Liedtexten die Gitarren-Akkorde genau zu platzieren.

Efahrungsgemäß sprechen mich Sans-Serif-Schriften eher an.

Bei den Schriften, die keine feste Breite haben müssen, bin ich ein großer Fan der "Handschriften" wie Bradley Hand, Segoe Print oder Lucida Handwriting (falls dieser Hinweis irgendwie nützlich ist).

Wäre schön, wenn die Schrift nicht zu sachlich und geschäftsmäßig, sondern eher freundlich oder gar charmant rüberkommt - sofern man das überhaupt objektiv feststellen kann...

Und noch eine Frage: Kann man bei einer Schriftdatei irgendwie erkennen, ob es sich um eine Festbreitenschrift handelt? - Sodass man aus vorhandenen Schriften leichter die Geeigneten aussortieren kann?

Ähmja... und bitte Gratisschriften, wenn möglich... :roll:

Vielen Dank! :-D

bearbeitet von Agnes
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Phoibos
Wäre schön, wenn die Schrift nicht zu sachlich und geschäftsmäßig, sondern eher freundlich oder gar charmant rüberkommt

ob das eine monospaced überhaupt leisten kann? würdest du den gesamten text dann in einer monospaced setzen?

oh, und festbreitenschriften haben häufig den zusatz mono im namen.

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Agnes

Vielen Dank für Eure schnellen Antworten!

@Phoibos: Ja, ich dachte mir schon, dass ich da ein bisserl viel verlange.

Aber ich sagte mir, WENN jemand weiß, ob die Quadratur des Kreises doch gelingen kann, dann Ihr hier... ;-)

Ich würde den ganzen Text in derselben Monospace-Schrift machen, denn ich möchte immer dann, wenn ein neuer Akkord genau gleichzeitig mit einem neuen Wort des Liedtextes beginnt, ihn genau über den ersten Buchstaben des Wortes schreiben. - Oder geht das auch anders?

Vielen Dank für den Link - da sind interressante Sachen dabei.

@Sebastian: Die gefällt mir wirklich gut. - Von Dir?

Sie ist wahrscheinlich im Vergleich nicht teuer, aber meine Finanzen sind die einer fünfköpfigen Familie, und da muss ich es mir gut überlegen, auch "nur" 30 Dollar für eine persönliche "Spinnerei" von mir auszugeben. Ich werd's mir durch den Kopf gehen lassen...

Dazu hätte ich jetzt noch ein paar Detailfragen:

Warum sind die Preise von Schriften immer in Dollar angegeben? Ich hab sie noch nie in Euro gesehen. Und wie funktioniert da die Bezahlung?

Und warum gibt es so unglaublich große Unterschiede in den Kosten?

Es gibt so viele - auch sehr schöne - Schriften, die man gratis kriegt, dann gibt es welche um ca. 30 $ (dazwischen hab ich noch nichts bewusst gesehen), und nach oben scheint es kaum Grenzen zu geben. Wer gibt 300 $ nur für eine Schrift aus???

Ich meine - ich möchte die Arbeit, die da dahinter steckt, nicht geringschätzen, aber die steckt doch in jeder Schrift. Warum diese Riesenspanne?

Sorry, wenn ich mich ein bisserl blöd anstelle - bin halt Laie auf dem Gebiet...

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Pachulke
Warum diese Riesenspanne?

Es gibt Qualitätsunterschiede, die durchaus auch mit dem Aufwand zusammenhängen, der mit der Fertigung getrieben wird.

Vereinfacht gesagt: Einen Maibach bekommt man ja auch nicht für den Preis eines Fiesta, erstens wegen der Qualitätsunterschiede, zweitens auch wegen des unterschiedlichen Imagewertes. So ähnlich kannst Du Dir das mit Schriften auch vorstellen. Es gibt einerseits die rein kalkulatorisch begründeten Differenzen die sich daraus errechnen lassen, was für Aufwand getrieben wurde und was für Verkaufszahlen zu erwarten sind, zweitens gibt es einfach die Überlegung: Was kann ich für diese Schrift am Markt für einen Preis erzielen?

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Thomas Kunz

Hallo Agnes,

beim Schrifteichhörnchen findest du dicktengleiche oder neudeutsch Monospace-Schriften für lau. Bei deinen Anforderungen (nicht zu sachlich und geschäftsmäßig, sondern eher freundlich oder gar charmant) dachte ich spontan an die Script 12 Pitch:

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Sebastian Nagel

Ich würde den ganzen Text in derselben Monospace-Schrift machen, denn ich möchte immer dann, wenn ein neuer Akkord genau gleichzeitig mit einem neuen Wort des Liedtextes beginnt, ihn genau über den ersten Buchstaben des Wortes schreiben. - Oder geht das auch anders?

Das ist sicher die einfachste Möglichkeit.

Es gibt aber auch andere Lösungsmethoden, wie z.B. in Indesign im Text verankerte Textrahmen für die Akkorde, die dadurch automatisch immer richtig über dem Text positioniert sind ... hängt aber natürlich davon ab, was für ein Programm du verwenden kannst. Ich könnte mir vorstellen, dass es dafür auch Spezialprogramme gibt (ich kenn das halt vom Noten-Skizzieren für unsere Band ... da würde ich auch nicht Word oder Indesign einsetzen, sondern ein Programm das darauf ausgerichtet ist).

@Sebastian: Die gefällt mir wirklich gut. - Von Dir?

:) nein, die ist von Yanone - monospace habe ich noch keine in Arbeit ...

Dazu hätte ich jetzt noch ein paar Detailfragen:

Warum sind die Preise von Schriften immer in Dollar angegeben? Ich hab sie noch nie in Euro gesehen. Und wie funktioniert da die Bezahlung?

myfonts.com ist ein Marktplatz für Schriften. Jeder kann dort seine Schriften anbieten und fremde Schriften lizenzieren ("kaufen"). Myfonts bekommt einen Anteil pro Verkauf. Der Vorteil für alle ist, dass es dort sehr viele Schriften zu finden gibt - man muss sich nicht durch diverse Herstellerseiten durchwühlen.

Da der Betreiber in den USA sitzt, weist er die Preise in Dollar aus. Der Kauf funktioniert aber auch von Europa aus (soweit ich weiß via Kreditkarte oder Paypal).

Viele Schriftgestalter verkaufen ihre Schriften aber auch noch "privat", d.h. über ihre eigene Webseite oder ihr Fontlabel. Yanone z.B. hier.

Und warum gibt es so unglaublich große Unterschiede in den Kosten?

Es gibt so viele - auch sehr schöne - Schriften, die man gratis kriegt, dann gibt es welche um ca. 30 $ (dazwischen hab ich noch nichts bewusst gesehen), und nach oben scheint es kaum Grenzen zu geben. Wer gibt 300 $ nur für eine Schrift aus???

Ich meine - ich möchte die Arbeit, die da dahinter steckt, nicht geringschätzen, aber die steckt doch in jeder Schrift. Warum diese Riesenspanne?

Das hat zwei Gründe:

Der Aufwand / Know-How

eine "schöne" Schrift, die vielleicht vielen Anwendern auch genügt, ist vielleicht verhältnismäßig schnell erstellt. Wenns dann daran geht, daraus eine Familie (Fett, Extrafett, light, kursiv, ...) oder eine Sippe (zusammenpassende Schriften mit und ohne Serifen, ...) zu erstellen, wird's ungleich komplizierter. Wenn dann noch daran geht, einen wirklcih kompletten Zeichensatz zu erstellen und auch andere Schriftsysteme abgedeckt werden sollen, Optimierungen für Bildschirmanzeige gemacht werden, etc., wirds schnell zu einem Spezialistenjob, den halt nicht jeder machen kann. Dementsprechend sind die Preise für weit ausgebaute Familien die technisch perfekt funktionieren dann höher.

Die Zielgruppe für diese Fonts sind dann natürlich eher Grafiker und Unternehmen, für die diese Preise okay sind, wenn sie dafür verlässliche Schriften bekommen, mit denen viele denkbare Anwendungsfälle erledigt werden kann. Für jemanden, der zu Hause für seine Texte was anderes sucht als Times oder Arial, ist das dann natürlich überdimensioniert.

Die Positionierung am Markt

Je nachdem, ob man sein Produkt als Massenware oder aber exklusiv positionieren will, legt man einen anderen Preis fest. Es gibt gute Familien für unter 100$ - die sieht man dann aber unter Umständen an jeder Hausecke. Dann gibts gute Familien für 3000$ und mehr - da kannst du davon ausgehen dass wenn du sie einsetzt, sie verhältnismäßig einzigartig wirkt und dein Auftritt nicht nach "Allerwelt" aussieht. Dann kannst du natürlich noch eine Maßanfertigung machen lassen und das Exklusivrecht einkaufen - noch teurer, dafür nur für dich.

(Reich wird der Schriftgestalter aber ohnehin nur sehr selten - da muss er schon einen Verkaufshit landen, und die entstehen aus einer seltsamen Eigendynamik heraus).

30$ für einen einzelnen Schnitt ist offenbar so ein einigermaßen etablierter "Standardpreis" - meist gibts dann für 100$ eine Familie mit 4 Mitgliedern. Ob es dir das für deinen Anwendungszweck Wert ist, liegt natürlich in deinem Ermessen (ich würd mir sowas privat selbst ja auch zweimal überlegen).

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Agnes

Leute, ich muss Euch jetzt mal ganz, ganz dick loben!

Ich habe schon in so einigen Foren mitgelesen und die eine oder andere Frage gestellt, aber ich habe - mit einer Ausnahme (aber das ist ein Selbsthilfeforum für ein medizinisches Problem - etwas sehr Persönliches - kein Sachforum wie das hier im Grunde) - noch kein Forum gesehen, wo man als Neuling auf so viel guten Willen, Respekt und Hilfsbereitschaft stößt.

Guter und engagierter Rat ohne Herablassung...

Ihr seid echt spitze! Weiter so! :rockon:

Vielen Dank für den Tipp, Pomeranz - die wäre wirklich mein Fall...

Danke auch für die Erklärung, Pachulke - und Sebastian vor allem für Deine ausführliche Antwort auf alle meine Fragen! Ich bin ganz sprachlos... (naja, nicht wörtlich...;-))

Vielen Dank, Ihr habt mir sehr geholfen!

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Agnes

:gimmifive: Gell - das ist schon was Schönes...! - Optisch und akustisch (wenn man's halbwegs beherrscht). :-P

- Auch eine große Leidenschaft von mir - sogar größer als die für schöne Schriften -, und ich versteh auch ein bisserl mehr davon, wenn's auch hier ebenfalls beim Amateurstatus bleibt...

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Uwe Borchert

Hallo,

vielleicht die Monospasz?

nicht gratis, aber auch nicht teuer, und für eine Monospace sehr sympatisch handschriftlich geprägt.

Sieht gut aus und würde IMHO (so ich die Anfrage richtig interpretiere) passen. Bei einer gewerblichen Nutzung wäre das ein echtes Schnäppchen. Leider sind hier die Budgetwünsche von Fünf minus Eins weiter in Betracht zu ziehen, was die Entscheidung behindern könnte.

Beim Schriftenhörnchen hat ich nix gesehen was ich eindeutig der Anfrage zuordnen könnte. Ansonsten wäre ein Blick auf DaFont möglich. (Direkte Links auf DaFont werden hier nicht gerne gesehen.) Unter "Fancy -> Typewriter" und "Basic -> Fixed Width" findet man einiges. Man kann auch nach Lizenz, Umlauten und Euro filtern.

Einige gute und freie Fixweiteschriften hat Volker Busse (F25) vorzuweisen. Die liegen auch auf DaFont aus. Dort ist quasi deren Heimat? Typewriter Condensed wäre vielleicht praktisch? Oder Daisy Wheel, wenn es leicht angefressen aussehen soll?

MfG

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Jens Kutilek

[Monospasz] Sieht gut aus und würde IMHO (so ich die Anfrage richtig interpretiere) passen. Bei einer gewerblichen Nutzung wäre das ein echtes Schnäppchen. Leider sind hier die Budgetwünsche von Fünf minus Eins weiter in Betracht zu ziehen, was die Entscheidung behindern könnte.

Sorry, ich versteh diese – häufig genannte – Vorraussetzung, daß eine gesuchte Schrift nichts kosten soll, nicht. 30 Dollar – das sind drei Packungen Gitarrensaiten, um mal beim aktuellen Fall zu bleiben. Und die Gitarre hat sicher ein Vielfaches davon gekostet.

Wenn’s nichts kosten darf, kann man immer noch auf Systemschriften zurückgreifen, Consolas zum Beispiel. Dann müssen etwaige ästhetische Befindlichkeiten halt hintenangestellt werden. Oder man wird erfinderisch, nimmt eine beliebige Schrift und rückt die Akkorde mit Tabulatoren an die richtige Stelle. Hat nur den Nachteil, daß sie verrutschen, wenn man die Schrift mal wechseln sollte.

Ich hab meine Texte und Gitarrenakkorde übrigens früher handschriftlich niedergeschrieben. Aber das war auch noch zu C64-Zeiten.

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Agnes
Sorry, ich versteh diese – häufig genannte – Vorraussetzung, daß eine gesuchte Schrift nichts kosten soll, nicht. 30 Dollar – das sind drei Packungen Gitarrensaiten, um mal beim aktuellen Fall zu bleiben. Und die Gitarre hat sicher ein Vielfaches davon gekostet.

Hallo Jens,

ich seh das so: Von der Gitarre haben alle was. Die können alle hören, bzw. selbst darauf spielen.

Die hübsche Schrift macht nur mir persönlich Freude. Kann sein, dass meine Lieben das nicht einmal wahrnehmen, und wenn, ist es ihnen höchstwahrscheinlich auch egal.

Mir ist schon klar, dass ich keinerlei Anspruch darauf habe, meine "Spinnereien" gratis verwirklichen zu können. Aber wenn es doch möglich ist - warum nicht? Und fragen kostet nix (womit sich der Kreis wieder schließt)... ;-)

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Agnes

@Uwe:

Wow! Bei so vielen guten Ratschlägen kommt man ja mit dem Ausprobieren gar nicht nach!

Deine Vorschläge finde ich gut, und ich hab mir auch gleich die "Blackletter Typewriter" runtergeladen, die zwar für den genannten Zweck nicht brauchbar ist, aber ich finde sie genial!

Nochmal herzlichen Dank an alle!

Ich schwelge in interessanten und brauchbaren Fonts und werde ausprobieren, welche sich am besten eignet.

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