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Nur sichtbare Ebenen in PDF speichern


TobiW

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Andrea Preiss

Ich speichere mittlerweile fast nichts mehr als .ai ab, sondern immer gleich als PDF im Illustrator-Standard. Bleibt voll bearbeitbar und für mich gibt es als einzigen Unterschied, dass man die Datei nicht mehr mit Doppelklick in Illustrator öffnen kann, da sie dann in Acrobat geöffnet wird. Kannst du so auch problemlos in Indesign einfügen und davon ein PDF schreiben.

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Schnitzel
vor 54 Minuten schrieb Andrea Preiss:

Kannst du so auch problemlos in Indesign einfügen und davon ein PDF schreiben.

Aber wo ist dann der Unterschied oder Vorteil 🤔 Ich dachte Ai basiert quasi auf pdf, so dass ein PDF im Illustrator-Standard genau das Gleiche ist wie eine ai-Datei nur mit anderem Namen. In etwa so wie odt-Dateien auch nur™ (verkapselte) xml sind. Oder täusche ich mich da :-?

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Andrea Preiss

Ist hier in Frankfurt bei den Agenturen, für die ich im Bereich Messe/Ausstellung arbeite, das normale Arbeitsformat. Vielleicht ist es von daher für mich einfach nur Gewöhnung? Jedenfalls ist es einfacher, das Dokument an den Kunden zu senden, der kein Illustrator hat, ohne es nochmals extra abspeichern zu müssen.

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Sebastian Nagel

.ai ist inzwischen meistens PDF + zusätzliche Arbeitsdaten für Illustrator, die die Bearbeitung des Dokuments in Illustrator mit allen Werkzeugen weiter erlauben (für alles was nicht unmittelbar PDF/Postscript-kompatibel ist, z.B. variable bearbeitbare Konturstärken, Verlaufsnetze, Absatzformate, mehrere Zeichenflächen pro Bogen, ...).

Speichert man also eine AI-Datei, wird eine Portion PDF abgelegt das die visuelle Entsprechung des Dokuments enthält, für alle Programme die mit PDF zurecht kommen, und eine Portion zusätzlich für Illustrator mit den eigentlichen Arbeitsdaten.

Theoretisch kann man so eine .ai-Datei einfach in .pdf umbenennen – alle Programme die PDFs verarbeiten, nehmen dann den PDF-Part und ignorieren den Illustrator-Part (weil sie nicht damit anzufangen wissen).

Ausnahme: wenn man beim Speichern die Option "PDF-kompatible Datei speichern" deaktiviert, wird der PDF-Part weggelassen (kleiner aber weniger universell verwendbar).

 

Umgekehrt geht's auch: speichert man ein PDF und lässt den Haken "Illustrator-Bearbeitungsfunktionen beibehalten" aktiviert, dann wird eine Datei mit PDF-Portion und Illustrator-Portion erzeugt, mit Dateiendung .pdf. Öffnet man so eine Datei wieder in Illustrator, holt er sich seine Daten. Alle anderen Programme nehmen den PDF-Part.

Im Grunde ist so eine Datei identisch zur .ai-Datei die "PDF-kompatibel" gespeichert wird. So ein PDF kann man auch in .ai umbenennen, dann ist's wieder eine "pdf-kompabile Illustator-Datei". 

Lässt man aber den Haken weg (etwa wenn man ein sauberes PDF/X ohne Zusätze will), bekommt man eine reine PDF-Datei mit nichts weiter drin. Hat man komplexere Daten in Illustrator angelegt (Verlaufsnetze, variable Konturen, ...),  wurden diese auf PDF/Postscript-Level runtergerechnet. Öffnet man dann so ein PDF wieder in Illustrator, sind die Bearbeitungsfunktionen dafür auch verschwunden und man hat nur noch das was eben in Vektoren davon übrig bleibt.

 

Oft kommt daher auch das Geschimpfe, wenn man ein PDF oder EPS "aus Corel" bekommt und die Daten die man dann in Illustrator bekommt, recht mühsam zu bearbeiten sind ... nicht weil die PDF-Daten selbst per se schlechter sind, sondern weil man dann tatsächlich mit dem was im PDF selbst drin ist vorlieb nehmen muss ...

 

Wir handhaben es bei uns so – ist aber eher Konvention / Psychologie:

– ai-Dateien sind Arbeitsdaten, sie sind aber auch "PDF-kompabibel" gespeichert.

– PDF-Dateien sind "finale" Produktionsdateien (Druckdaten, Logos, ...) die nicht mehr verändert werden sollen (das was man früher gerne mal als "finales EPS" gespeichert hat), wenn sie aus Illustrator kommen, sind aber meist auch "mit Illustrator-Bearbeitungsfunktionen" gespeichert.

 

 

 

Das selbe gilt eingeschränkt genauso auch für EPS ... die "EPS" die Illustrator erzeugt und die es dann auch wieder bearbeiten kann, sind immer EPS + die eigentlichen Illustrator-Arbeitsdaten auch noch mit dabei). Das ist einer der Gründe, warum EPS immer noch verbreitet ist ... die Leute bemerken gar nicht, wie uralt das Format ist und wie wenig es nativ speichern kann, weil sie effektiv immer die Illustrator-Daten zu sehen bekommen, nicht das, was eigentlich im EPS drin ist.

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Deluxe
vor 3 Stunden schrieb Sebastian Nagel:

Wir handhaben es bei uns so – ist aber eher Konvention / Psychologie:

– ai-Dateien sind Arbeitsdaten, sie sind aber auch "PDF-kompabibel" gespeichert.

– PDF-Dateien sind "finale" Produktionsdateien (Druckdaten, Logos, ...) die nicht mehr verändert werden sollen (das was man früher gerne mal als "finales EPS" gespeichert hat), wenn sie aus Illustrator kommen, sind aber meist auch "mit Illustrator-Bearbeitungsfunktionen" gespeichert.

Genau so mache ich das auch und kenne das auch in den Agenturen, mit denen ich zusammenarbeite. Das sind dann auch die finalen Daten, die üblicherweise "rausgegeben" werden, wenn ein mühevoll erstelltes AI an Kunden oder andere Zulieferer abgegeben werden soll.

 

Danke, super ausführlich erklärt!

 

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