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Typografische Fundstücke


Pachulke

Empfohlene Beiträge

Kathrinvdm

:tuschel:  @Catfonts: Ich glaube nicht, dass der Threadersteller für die Gestaltung verantwortlich ist – es handelt sich wohl eher um sein Fundstück, dass er hier mit uns teilen möchte (wir sind ja im Fundstücke-Thread).

 

Und ja: Als ob der arme Werther nicht schon genug gelitten hätte, kommen hier noch ein paar brandneue Leiden typografischer Art hinzu …  :nicken:

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Alfred W.
Zunächst meine Frage: Welche Schrift hast du da verwendet?

 

 Weiß ich nicht. :nicken:

 

Das hast du vielleicht missverstanden: Das Heftchen ist nicht von mir – ich hab nur das Stück besucht (hat mir sehr gefallen).

 

Ich hätt's wahrscheinlich besser gemacht. :bow:

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Alfred W.

@Kathrinvdm: Danke Kathrin, warst mit deiner Antwort deinen Antworten schneller als ich :-)

 

@catfonts: Das gedruckte Informationsmaterial des Stuttgarter Theaters ist ansonsten typographisch wirklich sehenswert – und das meine ich durchaus positiv.

 

Gelegentlich kommt das Thema ſ auch auf meiner Hobbyseite zur Sprache – allerdings in laienhafterer Umgebung als hier ;-)

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Erwin Krump

Dass ein vollständiger Text ausschließlich mit „langem s“ gesetzt wird, kann ich mir nur so erklären:


 


Bevor OpenType eingeführt wurde, gab es bei Frakturschriften jeweils einen Schriftsatz mit langem s und einen mit rundem s.


 


D. h.: Wer nun Fraktur nach der „s.-Regel“ setzen wollte, mußte mit zwei Fonts arbeiten bzw. das jeweils andere „s“ mittels Kopieren einfügen.


 


Wer nun mit derart alten Fonts seinen Satz herstellt und nicht darauf achtet, wird dann nur eine Art des „s“ verwenden.


 

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catfonts

Das ist so ganz nicht richtig, denn auvh vor Einführung von OpenType und sogar vor Unicode gab es sehr wohl Fraktursxchriftebn, die sowohl ſ als auch s enthielten.

 

Nur war man eben gezwungen, das 2. s auf eine Position eines anderen Zeichens zu legen, von dem man meinte, es sei für Frakturtexte entbehrlich. Und da dies auch noch die Zeit war, in der eine Online-Kommunikatuion noch in den Kinderschuhen steckte, wussten die einen oft nicht, wie ein anderer dieses Problem angegangen ist.

 

Ich hatte mich beispielsweise entschieden, das ſ - da es zumeist benötigt wird an die Position des normalen s zu legen, während ich fürs seltener benötigte s dann das $ (wegen seiner s-Form) missbraucht habe. Andere Leute, wie Herr Helzel, Delbanco, Lindenthal, Steffmann und andere haben da dann ihre eigene Lösung gefunden, und man benötigte dann die zumeist den Schriften beigegebene Anleitung.

 

Leider gab es aber auch Downloadportale für Schriften, die dann die vom Schriftersteller gepackten Zip-Dateien entpackten und nur noch die reinen .ttf-Fateien anboten. Und wer dann da seine Schrift gefunden hatte, dem fehlte die Information, wo sich denn jetzt das andere s verstecht hat.

 

Leider wird aber auch generell Anleitungen wenig interesse geschenkt, wie ich aus Mails weiß, in den mir mitgeteilt wird, dass in meinen Schriften das 2. s fehlt.

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Erwin Krump

Das ist so ganz nicht richtig, denn auvh vor Einführung von OpenType und sogar vor Unicode gab es sehr wohl Fraktursxchriftebn, die sowohl ſ als auch s enthielten.

 

Die alten Schriften, von denen ich die Fonts auch noch habe, sind so wie ich es beschrieben habe beschaffen. Kann dir gerne von der Zeichenbelegung einen Screenshot schicken.

 

Die Fonts hatten ca. 250 Glyphen.

 

Auch Kapitälchen und andere Alternativen bildeten immer einen eigenen Font.

 

Und für einen Alternativbuchstaben einen anderen zu opfern, ist ja auch nicht gerade zielführend.

 

Dass es andere Möglichkeiten gab, bezweifle ich nicht.

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Alfred W.

Feststeht, dass es in den DTP-Anfangszeiten nicht so einfach war mit dem ſ. Ich kann mich noch erinnern, dass ich vor 20 oder mehr Jahren für die Engravers Old English von Corel noch ein langes s (aus dem f) gebastelt habe, die hatten einen einfachen Fonteditor dabei. Die Marriage dagegen hatte das ſ als Standardbelegung für s. Wie es jetzt ist, weiß ich nicht, ich benütze Corel Draw schon lange nicht mehr.

 

Bei den Delbanco-Schriften war's dann einfacher, das ſ lag auf dem s und das s auf dem +. Die Ligaturen fand man z. T. auf den Shift-Ziffern, aber das wisst ihr ja sicher.

 

Wenn die s-Regel für Fraktur sauber in Open Type programmiert ist, ist natürlich alles viel bequemer.

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catfonts

Genau so bin ich ja auch zur Font-Erstellung gekommen, schließlich bin ich bei Corel seit Version 1.2 dabei.

 

Diese Font-Exportmöglichkeit gibt es noch heute, und die meistebn Glyphen zeichne ich nach wie vor luieber in Corel, weil die Zeichenwerkzeuge einfach praktischer und - zumindest für mich - besser handhabbar sind, als die in Fontlab.

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Erwin Krump

Der Font, den ich konkret meinte, stammt aus dem Jahr 1992 von Monotype.

 

Verwende diese alten Fonts ohnehin lange nicht mehr und habe in den letzten 20 Jahren auch keine Fraktur benötigt.

 

Ich wollte nur den möglichen Grund aufzeigen, dass Anwender, die noch alte Fonts dieser Art verwenden und keinen Wert auf die Unterscheidung zwischen langem und rundem „s“  legen, eben dann nur ein langes oder nur ein rundes „s“ verwenden. Man denkt vielleicht gar nicht daran, dass bei dieser Schrift ein zweiter Font mit der Alternativglyphe benötigt wird. 

 

Aber auch das kann durchaus bewusst geschehen und als gestalterische Freiheit angesehen werden.

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Hans Schumacher

Typolastiges Musikvideo, das durch die Fassadenbeschriftungen eine Brücke aus dem zerstörten Nachkriegs-Berlin in die USA der Gegenwart schlägt (oder so). Für Berlin- und Völkerfreundschafts-Nostalgiker ;-) (am Boden: Fraktur. Das Shell-Haus ist heute ohne Schriftzug und steht – wieder heil – am Reichpietschufer)
 

 

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  • 2 Wochen später...
catfonts

Erinnert mich an einen Nachbarn vor 1976. Der betrieb einwen An- und Verkauf - Laden. Einmal war das Haus dann eingerüstet (damals noch mit den sperrigen Holzgrüsten, also bastelte der Ladeninhaber in ähnlicher Art sich ein Ersatz-Ladenschild, das er am Gerüst befestigte, aber eher die möglichen Kunden rätseln ließ:

 

VER

AKA

NUF

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  • 2 Wochen später...
TobiW

Anstatt die neue Systemschrift ordentlich zu gestalten und zuzurichten, kann man auch einfach die Buchstabenabständen erhöhen …  :neenee:

 

 

Mehr dazu auf Mashable …

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Þorsten

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Gibt es Designers who really hate their customers and/or employers schon? Wenn nicht, sollte mal schleunigst jemand solch ein Blog starten.

 

Ach ja ...

 

Beitrag 2822: “Aunt” ;-)

Beitrag 2823: “click” ;-)

 

:-|  ​ :tutor:  :neenee:

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