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Typografische Fundstücke


Pachulke

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Schnitzel
vor 2 Stunden schrieb bertel:

zumindest ist so die Theorie:

bildschirmfoto2021-03qokm7.png

:gimmifive:

 

Die Kaffernlimette und der Kaffernbüffel beziehen sich wohl aber nicht auf das rotwelsche Schimpfwort, sondern lt. wikipedia auf 

 

Das war durchaus als anschauliches Beispiel gemeint ;-)

Wo das Wort jetzt herkommt ist ja egal, darauf wollte ich hinaus …

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Norbert P

Kaffirmlimette, Kartofel, Annanas – mit Obst und Gemüse muss man euch nicht kommen, oder?

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Oliver Weiß

Daß die ffi-Ligatur im deutschen eher selten ist, ist mir erst jetzt bewusst geworden!

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Kathrinvdm
vor 23 Stunden schrieb bertel:

Die Kaffernlimette und der Kaffernbüffel beziehen sich wohl aber nicht auf das rotwelsche Schimpfwort, sondern lt. wikipedia auf

 

Zitat:

Kaffer (Plural Kaffern) ist ein vom arabischen Kāfir („Ungläubiger“) abgeleiteter Name, den zuerst die Muslime zwei nichtmuslimischen Völkern beilegten, nämlich den Nuristani (Kafiren) in Zentralasien und den Xhosa im südlichen Afrika.

 

In Südafrika sollte man das Wort dementsprechend nicht verwenden, da es dort als üble Beleidigung gilt. Meine südafrikanischen Freunde war sehr überrascht, dass das Wort bei uns (siehe Eure Beispiele) so unbefangen in Gebrauch ist. Ich schätze, dass die meisten Menschen hier das Wort schlicht als Eigenname betrachten und nie darüber nachgedacht haben, was dahinter an Bedeutung stecken könnte. 

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Schnitzel
vor 32 Minuten schrieb Kathrinvdm:

Ich schätze, dass die meisten Menschen hier das Wort schlicht als Eigenname betrachten und nie darüber nachgedacht haben, was dahinter an Bedeutung stecken könnte.

Ich hörte es hier in Bezug zu Limetten das erste Mal und und ohne den Zusammenhang hätte ich es tatsächlich auch nicht einordnen können ... also vielen Dank für die Info!

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catfonts

https://picclick.de/Zulu-Kaffern-in-Staatskostüm-Südafrika-Zulus-Kaffern-Holzstich-um-154277733323.html#&gid=1&pid=1

 

Ja, das denke ich auch, dass da unten "Kaffer" oder gar "Zulu-Kaffer" noch einmal ein großes Stück übler als "Neger" ist, und es bestimmt nicht sonderlich gesundheitsfördernd ist, solche Worte da in den Mund zu nehmen. 

 

Ich hatte das Wort auch in frühester Jugend auch ziemlich unreflektiert als damals gängige Bezeichnung für besonders primitive, und zumeist gewalttätige Schwarze  erlernt.

Also auch da schon sehr herabwürdigend. Und das wsar eben zu einer Zeit, als man noch lebend gern Mohrenköpfe unfd Negerküsse verspeiste, und das einfach nur beschtreibend der dunklen Farbe wegen, ohne dabei wirklich darüber nachzudenken.

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bertel
vor 48 Minuten schrieb catfonts:

da unten

Das ist es hier auch, wenn sich Kaffer auf einen Menschen bezieht. Limetten oder Büffel lassen sich schwer herabwürdigen.

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catfonts

Mit da unten meine ich ja auch nur, dass man sich dort wahrsheinlich nicht nur Missfallen auflädt, nutzt man solche Worte hier, sondern dass dort die Reaktion durchaus für einen deutlich mehr unangenehm ausfallen kann, indem man deutlich über seine Misseztat "aufgeklärt" wird.

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Mister Austin
vor 2 Stunden schrieb bertel:

Das ist es hier auch, wenn sich Kaffer auf einen Menschen bezieht. Limetten oder Büffel lassen sich schwer herabwürdigen.

...ist es hier auch! Das habe ich schon in meiner  Schulzeit in Hermannsburg gelernt.  Die Christianschule war damals noch von der 

Hermannsburger Mission getragen und wir hatte immer  Kinder von  Missionaren-- auch "andersfarbige" --in den Klassen.

Und eine  Maxime lautete: wir sind alle Menschen gleichen  Rechtes! So auch die Kaffern und Hottentotten, an denen sich die 

Kolonialmacht schändlich vergangen hatte.

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Schnitzel
vor 3 Stunden schrieb bertel:

Kaffer

 

vor 4 Stunden schrieb catfonts:

Mohrenköpfe unfd Negerküsse

 

vor 1 Stunde schrieb Mister Austin:

Kaffern und Hottentotten

Schon krass, wie leichtfüssig man dann doch mit solchen Begriffen hier umgeht, wenn man schon weiß, dass sie zutiefst beleidigend sind ... einzig bei bertel ist der Begriff als Begriff verwendet, den Rest* hätte man sich tatsächlich sparen können. Aber ...

vor 3 Stunden schrieb bertel:

Limetten oder Büffel lassen sich schwer herabwürdigen.

Das ist m. E. auch Quatsch, denn Paprikasauce und Schaumküsse lassen sich auch nicht herabwürdigen, dennoch sollte langsam klar sein, dass diskriminierende Begriffe diskriminierend sind und es ein gewisses Statement ist, wenn man sie verwendet.

Es fällt mir schwer auf sowas nicht zu reagieren, halte jetzt aber auch wieder im Sinne des Esoterikparagraphens und der Forumsraison die Klappe ...

 

* Beim nochmaligen Lesen, stellte ich fest, dass es missverständlich ist: Mit Rest meinte ich die beiden anderen Zitate. Hier hätte man ohne Informationsverlust auf die Begriffe verzichten können. 

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Phoibos
vor 14 Minuten schrieb Schnitzel:

ohne Informationsverlust

Als Historiker widerspreche ich da mal. Die Kommentare kann ich als Quelle, als oral history, begreifen. Eine damnatio memoriae von Termini führt nicht zu einem anderen Verhalten. Niemandem ist geholfen, wenn wir People of Color zwar so benennen, sie aber weiterhin so behandeln, wie diejenigen, die die pejorativen Begrifflichkeiten von Barbar bis Zigeuner begründet bzw. mit Degradierung und Entmenschlichung gefüllt haben. Diese Begrifflichkeiten sollten unseren passiven Sprachschatz keineswegs verlassen, sondern als Stolpersteine im Gedächtnis blebien.

 

vor 27 Minuten schrieb Schnitzel:

wenn man schon weiß, dass sie zutiefst beleidigend sind

Das sollten dann Betroffene artikulieren. Ich bin gegen jede Doppelzüngigkeit und gegen einen privaten und einen öffentlichen Wortschatz, doch sollten wir nicht in eine political correctness verfallen, die unnötig, weil nicht gewünscht, ist. Wenn hier ein Mensch ist, der sich selbst beleidigt fühlt, kann, darf und soll er sich melden. Und ggf. eine Selbstbezeichnung kundtun. Ich empfinde bisweilen den Antirassismus Weißer (und ich meine ausdrücklich nicht Dich @Schnitzel) als derart paternalistisch, dass der Antirassismus schon fast wieder rassistisch wirkt.

Wobei das schon alles eher sprachpflegerisch hier ist als esoterisch.

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catfonts
vor 9 Minuten schrieb Schnitzel:

Schon krass, wie leichtfüssig man dann doch mit solchen Begriffen hier umgeht, wenn man schon weiß, dass sie zutiefst beleidigend sind ...

Ich hate diese Begriffe ja gerade deshalb genannt, um zu erinnern, wie diese Begriffe damals verwendet wurden, und dabei in der Benutzung übrhaupt keine Wertung enthalten war, es waren einfach nur die üblichen Namen für diese Produkte, genau wie eben der Kaffernbüffel und die Kaffernlimette. Eigentlich finde ich letztere sogar deutlich schlechter, den dieses Kaffern hatte immer schon den herabwürdigende Bedeutung, deutlich mehr als Mohr oder Neger, die erst einmal nur sagen, das ist ein schwarzer Mensch, während Kaffern für primitive, dumme und oft gewalttätige Winde stand. Und so eben besser auch Kaffernbüffel besseer Afrikanische-, Steppen- odeer Schwarzbüffel heißt, und eben besser nicht mehr der Büffel aus dem Land der Kaffern ist, wie man sicher auch ein Nigger-Rind so nicht mehr nennen würde. In meiner Sicht steht Kaffer und Nigger auf der selben Wertungs Stufe

Und was die Limette anbelangt, sollte es doch möglich sein, da den anstöigen Teil weg zu bekommen, da hier die Entstehungsgeschichte dieses Names nicht do klar ist, Möglicherweise einfach falsch verstanden, ähnlich klingend von Kaffir-Limette zur Kaffern-Limette. Im Kaffee entdeckt ja auch niemand den Kaffer, zumal deer ja auch als Mohrentrank zu uns kam, und in mancher Werbung den noch mit sich herum schleppt

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pürsti
vor 51 Minuten schrieb catfonts:

oder Neger, die erst einmal nur sagen, das ist ein schwarzer Mensch

Schon krass wie leichtfüssig man doch mit solchen Begriffen hier umgeht.

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catfonts

Man muss doch wohl auch über die heute nicht mehr zulässige Sichtweise wohl reden können.

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Phoibos
vor 6 Minuten schrieb pürsti:

Schon krass wie leichtfüssig man doch mit solchen Begriffen hier umgeht.

Schon krass, wie geschichtsblind hier doch welche sind. Nicht jede Nutzung eines rassistisch genutzten Begriffes ist auch gleichbedeutend mit Rassismus. Die Erwähnung einer etymologischen Herleitung ist keine Reproduktion eines Unrechtes.

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Schnitzel
vor 4 Stunden schrieb Phoibos:

Diese Begrifflichkeiten sollten unseren passiven Sprachschatz keineswegs verlassen, sondern als Stolpersteine im Gedächtnis blebien.

Auf jeden Fall, da stimme ich dir zu. Deswegen schrieb ich auch nicht, dass Catfonts ein Rassist ist, sondern unterstellte einen, in meinen Augen, zu leichtfüßigen Umgang. Mit etwas Empathie und Respekt, hätte man hier gut auf die immer wiederkehrende Wiederholung verzichten können. In dem Zusammenhang oben hatte es für mich nichts beabsichtigt stolpersteiniges …

Aber lassen wir das, es bringt hier nix und gehört hier nicht her …

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Kathrinvdm
Zitat

Aber lassen wir das, es bringt hier nix und gehört hier nicht her …

Also zurück auf den Pfad der typografischen Fundstücke. :-D

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Phoibos
vor 58 Minuten schrieb Kathrinvdm:

zurück auf den Pfad

Glücklicherweise hast Du den Pfad nicht weiter definiert, so wie »tugendhaft« oder so 🤣

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Schnitzel
vor 2 Stunden schrieb catfonts:

Nicht das da noch jemand "oris" hinter schreibt :-)

Das braucht es im Englischen nicht :-x Das wird auch so genau so verstanden ...

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