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Dachbodenfund »Das Schönste«: interessant und amüsant

Hervorgehobene Antworten

Ich habe kürzlich zwei Ausgabe der Monatsschrift »Das Schönste« aus den Fünfzigerjahren auf einem Dachboden gefunden. Interessant! Mir scheint, die haben den Titelkopf jedes Mal neu gezeichnet. Und inhaltlich ist das Ganze oft amüsant, speziell die Anzeigen. Wobei: Wer »Frauengold« und die zugehörige Werbekampagne erfunden hat, der gehört heute noch disqualifiziert! Früher war eben doch nicht alles besser …   ;-)

 

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Danke für den Bildbericht. :-) Schönes und grausames liegen nahe beieinander :-S

Die SCHARF Waschmaschine gefällt mir.

Wobei: Wer »Frauengold« und die zugehörige Werbekampagne erfunden hat, der gehört heute noch disqualifiziert!

Gehörte das Zeug nicht den gleichen, die mit Doppelherz heute noch den "gesunden" Alkoholismus fördern?

Und das Migränin(was für ein Name!)-Model flößt mir echte Furcht ein. Und erinnert mich an diese Dame aus Monster AG: http://www.kinoweb.de/film2002/MonstersInc/pix/mia.jpg (zugehöriger Artikel: http://www.kinoweb.de/film2002/MonstersInc/film05.php3)

 

 

Tante Edith befragte Onkel Wiki und erinnert sich bezüglich des Gifts Frauengold richtig.

Schöne Sachen dabei – danke für’s Zeigen? :gimmifive:

 

Ist ein DKW ein Dampfkraftwagen? :hammer:;-)

Ist ein DKW ein Dampfkraftwagen? :hammer:;-)

 

Das Wort »Dampfkraftwagen« ist tatsächlich der Ursprung für die Marke DKW. Wenn man einen Opa gehabt hätte, der in den Fünfzigern die 6.000 Mark für den DKW übrig gehabt und so ein Teil fachgerecht eingemottet hätte, dann könnte man das jetzt exhumieren und hätte einen fabrikneuen DKW … :biglove:

Die Zanker-Schreibschrift gefällt mir  :biglove:

Ich habe kürzlich zwei Ausgabe der Monatsschrift »Das Schönste« aus den Fünfzigerjahren auf einem Dachboden gefunden. Interessant! Mir scheint, die haben den Titelkopf jedes Mal neu gezeichnet. Und inhaltlich ist das Ganze oft amüsant, speziell die Anzeigen. Wobei: Wer »Frauengold« und die zugehörige Werbekampagne erfunden hat, der gehört heute noch disqualifiziert! Früher war eben doch nicht alles besser …   ;-)

 

Die Fernsehwerbung von Frauengold ist aber auch nicht ohne: „Keine Kapern?!“

https://www.youtube.com/watch?v=r6OczveU0Xg

Vielen Dank für diese Freude!

»Scharpf« (nicht Scharf) ist ein lustiger Name.

Ein gedrucktes »Mad Men«-Gefühl. Der Stil der 50er ist bislang unerreicht. Anzeigenseiten wie Schriftmuster. Kalligrafen und Zeichner in Werbeagenturen. Texter durften mehr als bloße Parolen formulieren. Großer Charme, großer Spaß. Danke!

  • Ersteller

Gehörte das Zeug nicht den gleichen, die mit Doppelherz heute noch den "gesunden" Alkoholismus fördern?

Und das Migränin(was für ein Name!)-Model flößt mir echte Furcht ein. Und erinnert mich an diese Dame aus Monster AG: http://www.kinoweb.de/film2002/MonstersInc/pix/mia.jpg (zugehöriger Artikel: http://www.kinoweb.de/film2002/MonstersInc/film05.php3)

 

 

Tante Edith befragte Onkel Wiki und erinnert sich bezüglich des Gifts Frauengold richtig.

 

Also ehrlich: Produkt und Werbung sind sittenwidrig! Förderung des Alkoholismus unter dem Vorwand, Menschen Selbstvertrauen und innere Balance geben zu wollen. Unglaublich! Wenn die armen Hausfrauen damals nicht Spalt-süchtig waren, dann wurden sie mit Melissengeist und Frauengold »geheilt«. Ganz schön fiese Sache, das!  :mad:

  • Ersteller

Vielen Dank für diese Freude!

»Scharpf« (nicht Scharf) ist ein lustiger Name.

Ein gedrucktes »Mad Men«-Gefühl. Der Stil der 50er ist bislang unerreicht. Anzeigenseiten wie Schriftmuster. Kalligrafen und Zeichner in Werbeagenturen. Texter durften mehr als bloße Parolen formulieren. Großer Charme, großer Spaß. Danke!

 

Danke! Wenn einer von Euch da noch mal ein größeres Bild oder eine unverzerrte Abbildung von einem der Motive haben möchte, einfach Bescheid sagen, das schicke ich gerne. Was ich – genau wie Du – so besonders schön finde an den Heften ist die Spielfreude der damaligen Werbegestalter. Wie viele Schriften und Illustrationen da zum Einsatz kamen. Welche Geschichten erzählt wurden! Und schön sorgfältig gemacht, nicht nur so hingeschubst. Klar, das kommunizierte Frauen- und Männerbild mutet heute seltsam an, aber auch das ist natürlich ein erhellender Einblick. Ich habe mich wirklich gefreut, als ich die beiden Hefte gefunden habe – und das sogar in so gutem Zustand. Die Hefte wurden vorher vermutlich nur einmal gelesen und dann sorgfältig verstaut. 

Also ehrlich: Produkt und Werbung sind sittenwidrig! Förderung des Alkoholismus unter dem Vorwand, Menschen Selbstvertrauen und innere Balance geben zu wollen. Unglaublich! Wenn die armen Hausfrauen damals nicht Spalt-süchtig waren, dann wurden sie mit Melissengeist und Frauengold eingemordet»geheilt«. Fiese Sache, das!  :mad:

 

Hallo? … Frauengold nehmen.

 
Die gute Kathrin ist wohl auch nicht ganz ausbalanciert  :rockon:  :party:  :lol:
  • Ersteller

Die Fernsehwerbung von Frauengold ist aber auch nicht ohne: „Keine Kapern?!“ 

 

Oh ja, aua …  :neenee:

Denkt Ihr nicht, daß da außer Äthanol nicht noch irgendein seriöser Wirkstoff dringewesen sein muß?

 

Das ist ja wohl die Höhe!  ;-)

 

Fast ein bißchen schade, daß Du hier immer so milde bist, man hätte die »Frauengold-Sache« sonst zu einem running gag ausbauen können, aber Du lieferst im Schnitt einfach nicht genug Anlässe. :-?

  • Ersteller

Lach! Hier gibt es einfach (nicht mehr) genug Aufreger, das Forum ist ja mittlerweile das reinste Sanatorium.  ;-)

Im Zuge der Gleichstellung fordere ich (besser spät als nie!) entsprechende Werbespots für Männer.

»Einen heben – und objektiver urteilen. Auch und besonders am Arbeitsplatz.«

Da dürfte der teamfähigkeitsfördernen Whiskyflasche auf dem Schreibtisch dann ja nichts mehr im Wege stehen! :party:

  • Ersteller

Bei dem Kapern-Spot finde ich fast am schlimmsten, dass sich die Protagonistin hinterher frauengoldgefüllt beim Chef entschuldigt und das dann als großer Erfolg verkauft wird. Mal völlig unabhängig von der Geschlechterthematik: Wie grauenhaft ist denn so eine Problemlösung: Du hast einen Konflikt mit Deinem Vorgesetzten und sagst ehrlich Deine Meinung. Und hinterher wirst Du mit Alkohol zu der Einsicht gebracht, dass das natürlich nur Deine Schuld war und Du Dich entschuldigen musst!? Meine Güte … 

Zumindest befürchte ich, dass die arme Famile dann Königsberger Klopse mit Frauengold in der Soße bekam... Keine Kapern? Frauengold nehmen...

 

Auch ich sage ganz doll „Danke“ für diese tolle Zeitreise. Wirklich toll, die damalige Werbeprosa, die fast onch mehr den Lebensstil dieser Zeit rüber bringt, als so mancher Bericht über diese Jahre - Gut möglich, dass ich auf das Angebot mit den großformatigen Scans mal zurück komme, da ist auch so manches „Schmuddelwetter-Projekt“ drin :-)

 

Aber es ist eben auch ein Beleg, wie viel Schrift damals noch handgezeichnet war, selbst wenn sie auf den ersten Blick wie eine Satzschrift wirkt.

 

Mit welcher Präzision die Grafiker damals an ihre Arbeit gingen, habe ich selbst noch bei meinem Onkel Gustav Peyk erlebt, der mehr kalligrafisch tätig war, während meine Mutter (vor meiner Zeit) mehr für solche Dinge bekannt war:

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Das ist schon echt fies irgendwie, aber wir hatten hier doch vor einiger Zeit auch andere Werbungen aus der Zeit (oder hab nur ich die bei YouTube gesehen  :-? ) und da ist es auch immer so, das die Weibchen schön brav für die Männchen zu sorgen haben. Davon abgesehen wüsste ich hier im Forum schon den ein oder anderen (aktuellen) Strang, bei dem sowas wie Herren-Gold in großen Mengen fließen sollte … ;-)

 

Nachtrag: Ich beziehe mich auf Kathrins letzten Beitrag, catfonts ist mir nur dazwischen gekommen :-)

Bearbeitet ( von TobiW)

Bei dem Kapern-Spot finde ich fast am schlimmsten, dass sich die Protagonistin hinterher frauengoldgefüllt beim Chef entschuldigt und das dann als großer Erfolg verkauft wird. Mal völlig unabhängig von der Geschlechterthematik: Wie grauenhaft ist denn so eine Problemlösung: Du hast einen Konflikt mit Deinem Vorgesetzten und sagst ehrlich Deine Meinung. Und hinterher wirst Du mit Alkohol zu der Einsicht gebracht, dass das natürlich nur Deine Schuld war und Du Dich entschuldigen musst!? Meine Güte … 

http://de.wikipedia.org/wiki/Frauengold

 

Eine Million Liter »Doppelherz«! Ich meinte, so was dient nur als Scherzgeschenk oder als Geschenk für alte Menschen, die Strohhalme aller Art akzeptieren. Auf runden Geburtstagen alter Damen sah ich oft eine große Flasche Doppelherz auf dem Gabentisch. Kaufte jemals jemand so etwas zum eigenen Verbrauch? Ich möchte nicht glauben, daß die Frauen der 50er so blöd waren, dafür eigenes Geld auszugeben. Schade, daß man darüber nichts weiß.

  • Ersteller

Danke für den Link! Man mag es wirklich kaum glauben … 

 

Ich möchte nicht glauben, daß die Frauen der 50er so blöd waren, dafür eigenes Geld auszugeben. Schade, daß man darüber nichts weiß.

 

Die Frage ist: Hatten sie eigenes Geld? Und wenn nicht: Wer hat ihnen das Zeug dann gekauft? Ihre Ehemänner? Ich glaube ich muss mich mal mit meiner Großmutter unterhalten …

  • Ersteller

Gut möglich, dass ich auf das Angebot mit den großformatigen Scans mal zurück komme, da ist auch so manches „Schmuddelwetter-Projekt“ drin  :-)

 

Gerne, sag einfach Bescheid.  :nicken:

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