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bertel

"zum Sterne Beobachten" oder "zum Sterne beobachten"?

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bertel

Ein Aufzählungspunkt heißt "… zum Beispiel Teleskope zum Sterne beobachten …" Schreibt sich das Beobachten dann nicht groß? Wenn klein geschrieben, müsste das doch "… zum Beispiel um Sterne zu beobachten …" heißen? Oder nicht?

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ThierryM

die lösung: »zum Sternebeobachten« – aber schon richtig, dass ein substantiv (und damit fast alles, was einen artikel hat) meistens großgeschrieben wird :-)

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Phoibos

"zum Sterne Beobachten"

Aber hübsch ist das nicht, schöner fände ich sowas wie "zum Beobachten der Sterne/des Sternenhimmels/des Himmels". So sieht das nach einem durchgekoppelten Begriff aus, dem der Bindestrich abhanden gekommen ist.

  • Gefällt 2

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bertel

Danke euch für die schnellen und guten Antworten, ich glaub ich korrigier das in "zum Beobachten der Sterne" … :-)

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Wrzlprmft

Alternativ: »zur Sternenbeobachtung«, »Teleskope, um Sterne zu beobachten«

(Es kann sein, dass einiges nicht in den Kontext passt.)

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catfonts

Wenn ich schreiben würde:

 

Diesen Topf können Sie verwenden

- zum Wasser kochen,

- zum Suppe erwärmen,

- zum Kartoffeln kochen...

 

dann sind Verben doch auch klein geschrieben, warum solte das bei "Benutzen Sie das Teleskop ... zum Sterne beobachten --- anders sein?

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Phoibos

Catfonts, Du hast recht, weil: http://www.duden.de/rechtschreibung/zum aber Du irrst teilweise, weil: http://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/substantivierter-infinitiv

 

Kurz: diese zum-Lösung ist doof. Zum einen erweckt es den Eindruck eines gekoppelten Begriffes (zusammengeschrieben oder mit Bindestrich), zum anderen hakt es einfach beim Lesen. Ich würde in diesem Falle die Variante des "um zu" wählen.

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Wrzlprmft

Ich sehe im ersten Duden-Link nichts, was Catfonts’ Behauptung bekräftigen würde.

Ansonsten sagen die offiziellen Rechtschreibregeln:

 

§ 57 Wörter anderer Wortarten schreibt man groß, wenn sie als Substantive gebraucht werden (= Substantivierungen).

Substantivierte Wörter nehmen die Eigenschaften von Substantiven an (vgl. § 55). Man erkennt sie im Text an zumindest einem der folgenden Merkmale:

a) an einem vorausgehenden Artikel (der, die, das; ein, eine, ein), […]

Zum enthält den bestimmten Artikel der und fällt damit hierunter.

In der Beispielliste findet man weiter (unter § 55 (2)):

Das ist zum Lachen. […] es ist zum Auf-und-davon-Laufen

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catfonts

Aber wird hier wirklich das Verb beobachten als Substantiv gebraucht? wie im letzten Beispiel das "Auf-und-davon-Laufen"?

 

Wenn groß, müsste man es dann aber durchkoppeln also "zum Sterne-Beobachten" sonst haben wir ein Deppen-Leerzeichen.

 

Sonst ist beobachten eben ein Verb, wie im Satz "Du solltest heute zur Oma gehen." dann auch "Nimm aber dein Teleskop mit, zum Sterne beobachten."

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ThierryM

Aber wird hier wirklich das Verb beobachten als Substantiv gebraucht?

 

Ja. Wohin soll der Artikel (›zu dem Sternebeobachten‹) sonst gehören, wenn nicht zu ›beobachten‹ (das demnach hier als Substantiv verwendet wird)?

 

Wenn groß, müsste man es dann aber durchkoppeln also "zum Sterne-Beobachten" sonst haben wir ein Deppen-Leerzeichen.

Nein. Man schreibt, wie ich oben anmerkte, ›zum Sternebeobachten‹. Durchgekoppelt wird nur bei unübersichtlichen Zusammensetzungen wie ›Auf-und-davon-Laufen‹ (siehe hier).

 

Sonst ist beobachten eben ein Verb, wie im Satz "Du solltest heute zur Oma gehen." dann auch "Nimm aber dein Teleskop mit, zum Sterne beobachten."

Der Artikel in ›zu der Oma gehen‹ bezieht sich auf die Oma, nicht auf das Gehen. In einem möglichen Satz mit Substantivierung – zum Beispiel ›Du sollst beim Zur-Oma-Gehen nicht trödeln‹ – käme noch ein zweiter Artikel (›bei dem Zur-Oma-Gehen‹) dazu. Dann würde der Infinitiv wieder groß geschrieben (und durchgekoppelt, weil unübersichtlich).

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