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manfredini

Typografisch gendern

Empfohlene Beiträge

catfonts

Sehr geehrtes menschliches Wesen,

 

Bei einem „Grüß Gott...“ gebe ich aber zu bedenken, dass dies, insbesondere von strenggläubigen Atheisten als irgendwie katholische Missionierung empfunden werden kann, sowie auch als deutliches Statement zu einer klassischen heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit mit klassischem kirchlich dominiertem Rollenverständnis.

 

mit genderliberalem Gruß...

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manfredini

Im Prinzip ja. Vielleicht steige ich auf das Sternchen um – obwohl ich befürchte, dass ich damit bei pingeligen Genderpolizist*innen auf Dauer auch anecken werde.

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manfredini

Und "Grüß Gott" geht gar nicht, das habe ich mir seit meinem Austritt aus der Kirche vor 40 Jahren rigoros abgewöhnt.

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Martin Z. Schröder

Ich sage gern »Grüß Gott«, manchmal auch in Berlin, als ungläubiger (leider, ich hätte gern so was) Urberliner, zur Provokation der kirchensteuerzahlenden Zugereisten, die sich schon als Berliner fühlen. Heißt es gegendert »Grüß Gottx« oder verkürzt man das, sehr schick, zu »Grüß Goxx«, wobei man dann auch das ß weglassen und zusammenziehen könnte zu »Gruessgoxx«?

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catfonts

Nun, Martin, Dir würde ich das „Grüß Gott“ als Kurzform von „Gott grüß die Kunst“ schon durchgehen lassen :-) Berufsbedingt, sozusagen.

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Phoibos

In Norddeutschland schreibt man dann einfach »Moin«, aber im geschäftlichen Kontext wäre das wohl einen Hauch zu salopp …  ;-)

 

Also Behörden gegenüber nutze ich das sehr wohl, gehört ja zur amtlichen Sprache dazu. Einem aus Hawai eingewandertem Freund empfahl ich, sein alltägliches und überall angewandtes Aloha, die üblichen Grußformeln waren ihm durchweg zu s-teif, durch Moin zu ersetzen, dass wäre zumindest regional adäquat. Jetzt wird er ernster genommen.

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Þorsten

Ich bin auch jedesmal unangenehm berührt, wenn ich schriftlich nur mit »Hallo« oder »Guten Tag« angesprochen werde.

Kannst du dann wirklich nicht verstehen, wie sich eine Person fühlen mag, deren Identität mit jeder Anrede in Abrede gestellt wird? (Fettung im Zitat von mir)

 

Du schreibst von Höflichkeit. Ich verstehe darunter, die Wünsche anderer nach Möglichkeit eher zu berücksichtigen als meine eigenen. Wenn Vegetarier zu Besuch kommen, serviere ich ihnen keinen Braten, auch wenn der beim Fleischer noch so verlockend ausgesehen hat. Wenn ich eine Synagoge oder eine Moschee besuche, setzte ich mir eine Mütze auf bzw. ziehe meine Schuhe aus, obwohl ich die Autorität derer, die diese Regeln aufgestellt haben, bezweifle.

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Martin Z. Schröder

Kannst du dann wirklich nicht verstehen, wie sich eine Person fühlen mag, deren Identität mit jeder Anrede in Abrede gestellt wird? (Fettung im Zitat von mir)

Das erscheint mir erstens etwas zu theoretisch. Ich habe keine Erfahrung mit Menschen, die ihre Identität über ein Geschlecht neben den beiden am meisten verbreiteten konstruiert haben. Ich kenne auch niemanden, der solche Erfahrungen hat. Zweitens: Wenn ich mit »Frau Schröder« angesprochen werde, berührt das meine Identität nicht im mindesten. Wenn ich mit »jeder« Anrede als Frau angesprochen würde, würde ich mich allerdings wundern. Ich habe mir mein Geschlecht allerdings nicht ausgedacht oder meinen Namen unidentifizierbar gemacht oder mein Aussehen uneindeutig. Sobald der erste Mensch bei mir aufkreuzt, der ein mir unbekanntes Geschlecht sein eigen nennt, wird er so angesprochen, wie er es wünscht, selbstverständlich. Bei 16 Geschlechtern komme ich dann möglicherweise ins Trudeln.

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Þorsten

Das erinnert mich jetzt aber schon irgendwie an die Dick-Cheney-Haltung: »Ich diskriminiere Schwule und Lesben, bis ich selber so jemanden in der Familie habe.« :-/

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Martin Z. Schröder

Dann sind deine Erinnerungen fern von meiner Wirklichkeit. Ich kriege schon ein schlechtes Gewissen bei positiver Diskriminierung.

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BerndH

Wie soll denn das eigentlich laufen mit der schriftlichen Anrede, wenn ich nicht weiß, welches Geschlecht die empfangende Person hat? Werden schriftliche Anreden abgeschafft? »Sehr geehrtx xxxx Müller …«  :-?

Die von mir mit der akademischen Homepage verlinkte Person hat dazu Vorschläge gemacht, deren Wertung ich mich aber dem Wunsch des Threadstarters folgend enthalten möchte.

Aus der verlinkten Seite:

Wenn Sie mit Lann Hornscheidt Kontakt aufnehmen wollen, verwenden Sie bitte respektvolle Anreden, die nicht Zweigeschlechtlichkeit aufrufen. Bitte vermeiden Sie zweigendernde Ansprachen wie "Herr ___", "Frau ___", "Lieber ___", oder "Liebe ___". Es gibt nicht die eine richtige und gute Anrede, sondern es bedarf respektvoller neuer Anredeformen – ich freue mich auf Ihre kreativen anti-diskriminierenden Ideen.

Aus dem Wikipedia-Artikel zum Namen:

 

Ausgehend von der feministischen Linguistik befürwortet Hornscheidt eine geschlechtsneutrale Sprache, mit der sich auch diejenigen identifizieren können, die sich nicht als Mann oder Frau betrachten, und schlägt die Verwendung einer „x“-Form vor, die geschlechtsspezifische Wortendungen aufhebt (z. B. „Einx schlaux Sprachwissenschaftx liebt xs Bücher“).

 

Und bei der Suchmaschine der Wahl noch viel, viel mehr; empfohlene Suchbegriffe wären entweder der Name oder aber Profx.

 

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Kathrinvdm

„Einx schlaux Sprachwissenschaftx liebt xs Bücher“

 

Ach Du meine Güte …!  :shock::-o  :cry:

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Martin Z. Schröder

Nein! Es muß heißen: Ach du meinx Gütx! – Was bedeutet eigentlich das vorletzte Wort?

 

Hornscheidt behauptet, die eindeutige Geschlechtlichkeit wäre für einige Personen diskriminierend? Und die Grammatik ist diskrimierend an sich? Ich bin ja bereit, gewünschte Anreden zu verwenden, wenn es mich nicht zuviel Zeit kostet, aber mir Anreden ausdenken, um damit zum Ausdruck zu bringen, daß ich nicht diskriminiere, scheint mir recht anstrengend. Wer sich unbedingt diskriminiert fühlen möchte, wird immer etwas finden, auch mit x.

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Phoibos

Was bedeutet eigentlich das vorletzte Wort?

 

Das ist ein Possessivpronomen

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Mueck

Die Anrede wäre ja noch das einfachste, wenn man die einfacheren Formen nimmt:

Hallo/Moin/Servus Kai Schmidt

Beim Rest mit den vielen x sträuben sich aber bei mir die Nackenhaare ...

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Phoibos

Hornscheidt behauptet, die eindeutige Geschlechtlichkeit wäre für einige Personen diskriminierend? Und die Grammatik ist diskrimierend an sich?

 

Einige Personen haben kein eindeutiges Geschlecht. Und diese können, wenn sie sich selbst nicht einem Geschlecht zuordnen, durch die Sprache diskriminiert werden. 

Wärest Du Trans*, könnte die geschlechtliche Eindeutigkeit Deines Namens Dich zutiefst verstören, weil dieser Name, der Dir aufgezwungen wurde, Dich nicht repräsentiert. 

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Kathrinvdm

Gibt es denn eigentlich Aussagen von Menschen, die kein eindeutiges Geschlecht haben, wie sie gerne genannt werden möchten? Es erschiene mir doch am sinnvollsten, wenn sie diese Entscheidung selber treffen würden. In der Folge könnte diese Option dann als neue Variante in den deutschen Sprach- und Wörterschatz aufgenommen werden. Dann wären wir zumindest schon mal einen Schritt weiter im Sinne der Gleichberechtigung. 

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Martin Z. Schröder

Einige Personen haben kein eindeutiges Geschlecht. Und diese können, wenn sie sich selbst nicht einem Geschlecht zuordnen, durch die Sprache diskriminiert werden. 

Wärest Du Trans*, könnte die geschlechtliche Eindeutigkeit Deines Namens Dich zutiefst verstören, weil dieser Name, der Dir aufgezwungen wurde, Dich nicht repräsentiert. 

Was meinst du, was mich alles verstört. Und was mir alles aufgezwungen wird.

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catfonts

Hm, vielleicht hilft ja:

 

Sehr geehrtes, eine Professur innehabendes Wesen, ...

 

Damit bin ich nicht nur sicher, nich an einem Menschen, dessen selbst empfundenes Geschlecht ich nicht kenne, sondern eventuell, eine entsprechende Entwicklung vorausgesetzt, auch eine inteligente, empfindungsfähige Maschine diskriminierungsfrei  ansprechen zu können.

 

Sollten dann einzelne Personen darauf Wert liegen, mit Herr... oder Frau... angesprochen zu werden, sollte diese die Wunschanredeform doch bitte auf der Visitenharte, bzw bei der Namensnennung des Absenders im Bief erwähnen.

 

Ich, jedenfalls kann mich noch gut an ältere Personen, der Kleidung und des Auftretens nach eindeutig der weiblichen Geschlechtsvermutung zuzuordnen erinnern, die, sprach man sie als man diese als „Frau Mustermann“ an, erbost reagierten, und das auf „Fräulein Mustermann, B I T T E !!“ korrigierten - und wehe, man merkte sich diesen Umstand nicht.

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Mueck

Einige Personen haben kein eindeutiges Geschlecht. Und diese können, wenn sie sich selbst nicht einem Geschlecht zuordnen, durch die Sprache diskriminiert werden. 

Wärest Du Trans*, könnte die geschlechtliche Eindeutigkeit Deines Namens Dich zutiefst verstören, weil dieser Name, der Dir aufgezwungen wurde, Dich nicht repräsentiert.

Die Identitätsfindungsprobleme der ersten Gruppe werden wir nicht lösen können, auch nicht durch eine vermurkste Sprache.

Bei der zweiten Gruppe wäre die Lösung sehr einfach: Verbesserte Möglichkeiten, seinen Namen zu ändern. Für alle. Die werden nicht die einzigen sein, die unter ihrem aufgezwungenen Namen leiden ...

Man sollte bei dem Thema aber auch mal an die denken, die durch angeblich diskriminierungsfreie Sachen diskriminiert werden könnten.

Bei der Sprache wie hier diskutiert durch die Erschwernis der Anwendung der Sprache, nicht nur für uns Gebildete, sondern auch für die, die eigentlich "einfache Sprache", ein anderes Thema, bräuchten ...

Oder beim Thema Barrierefreiheit, wo ich doppelt involviert bin:

- als Mitglied des VCD und damit Interessierter am umweltgerechten Verkehr (Bus, Bahn, Rad, Fuß, ...)

- als (Förder)Mitglied eines Behundertenverbandes

Der ÖV steht vor der Aufgabe, dass er bis 2022 eigentlich barrierefrei sein soll per Gesetz.

In vielen Orten ist da noch jede Menge umzubauen, diverse Aufgabenträger stöhnen da schon, es wohl nicht schaffen zu können aus Zeit- udn Kostengründen.

Und an vielen Steleln könnte es auch aus technischen Gründen scheitern.

Lässt man paar Haltestellen nicht umgebaut, werden Mobilitätseingeschränkte weiterhin diskriminiert

Baut man alles auf Teufel komm raus um, werden die Preise steigen müssen udn Arme werden dsikriminiert

Macht man aus Kosten- oder technischen Gründen paar Haltestellen oder ganze Strecken zu, werden die auf den ÖV angewiesenen diskriminiert, u.a. die beiden vorgenannten Grußßen oder Teile davon.

Oder die diskriminierten diskriminieren sich gegenseitig. EIn alter Streit ist der zwischen Rollis (möglichst niedrige Bordsteine) contra Blinde (möglichst hohe tastbare Bordsteine). Die Lösung mit niedrigen, aber anders tastbaren Begenzungen hat sich noch nicht überall rumgesprochen und ist wiederum wohl teuurer etc. ...

Kurzum: Ganz diskriminierungsfrei kreigen wir unsere Gesllschaft wohl eh nicht.

Es wird beim THema Barrierefreiheit wohl immer Sachen geben, die eben nicht für alle zugänglich sind.

Fernsehen und Radio will ja auch niemand abschaffen, weil durch den Nichtzugang dazu für Blinde bzw. Gehörlose diskriminiert sind.

Und wieder zurücl zur Sprache:

Es wäre sinnvoller, echte Diskriminierungen anzugehen (Thema gleiche Chancen und Löhne, Umdenken, ...) statt einer Scheingleichberechtigung in der Sprache, denn das bring eh nix ... Ob ich, wenn ich Rassist wäre, nun einen Neger oder einen Migrationshintergründler bedränge, ist im Endergbnis sowas von egal ...

Und Unisextoiletten statt Männlein/Weiblein beim Örtchen und x in der Sprache wäre vermutlich auch eine bessere Lösung für Leute mit Identifikationsproblemen ...

.... und ganz nebenbei auch gegen Schlangen vor Frauentoiletten bei Veranstaltungen, wenn in der Pause alle müssen. Im übrigen: Hat schon jemand Männlein/Weiblein-Rolliklos gesehen? Mir fiele da keins ein, da geht das also schon ...

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Phoibos

Es erschiene mir doch am sinnvollsten, wenn sie diese Entscheidung selber treffen würden.

Der wichtigste Punkt letztlich bei der political correctness: Weg von Fremdzuschreibungen, hin zur Akzeptanz und dem Gebrauch der Selbstzuschreibungen.

 

Nur wie gehen wir mit dem Moment der ersten Ansprache, bevor wir die Selbstbeschreibung erfahren können, um? Wie wäre es mit "Lieber Herr Schröder, wenn ich Sie so nennen darf, ..."? Martin kann dann in der Antwort genauer definieren, wie er sich sieht.

 

 Verbesserte Möglichkeiten, seinen Namen zu ändern. Für alle.

Und die Möglichkeit, das Geschlecht zu ändern. Und die Option "Sonstiges", die größte Kulturleistung der Sozialwissenschaft *fg*

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manfredini

Weil das am Beginn gleich eingeworfen wurde, muss ich jetzt aber schon anmerken, dass *ich* die Diskussion hier nicht auf die gesellschaftliche Ebene gehoben habe. :-)

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Martin Z. Schröder

Jetzt hatte ich hier einen so schönen Text, der fast alle Probleme der Welt löste. Aber man kommt kurz versehentlich auf die Maus und blättert zurück, schon ist der Text weg, die Wiederherstellungsdaten eine halbe Stunde alt und die Seite minutenlang gar nicht erreichbar. Ich verabschiede mich aus dem Forum, bis im Rundbrief steht, daß es wieder funktioniert.

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Pachulke

Naja, aber sind die Leute den wirklich betroffen? Leiden die darunter und fühlen Sie sich wirklich ausgegrenzt?

 

Leiden Hypochonder wirklich?

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catfonts

Leiden Hypochonder wirklich?

Ja

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