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Silbentrennung Word - Probleme bei verschiedenen Bearbeitern


editionswolf

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editionswolf

Liebe Leute -

 

ich wäre außerordentlich dankbar, wenn mir von Euch jemand mit dem folgenden Problem helfen könnte. Ich arbeite in der Redaktion einer wissenschaftlichen Online-Zeitschrift. Unsere Artikel werden nicht nur online, sondern auch als pdf veröffentlicht. Aus verschiedenen Gründen nutzen wir für die Erstellung der pdf Word (2013 / 2016). Ein Umstieg auf 'professionellere' Programme wie etwa ID ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich - leider müssen wir uns deshalb immer wieder mit erratischen Funktionen rumschlagen....

Wie es sich gehört, kontrollieren wir die automatische Silbentrennung unserer Dokumente und arbeiten ggf. händisch nach (auch das ist in Word ja schon einigermaßen unkomfortabel). Das Problem ist allerdings, dass,  sobald ein Dokument von einem anderen Bearbeiter (auf seinem Computer, mit seiner Word-Version) geöffnet wird, die Silbentrennung offenbar neu berechnet wird.

Konkretes Beispiel: Ich schicke das fertig erstellte docx-Dokument nach der Redaktion und der Herstellung mit kontrollierter und 'fertiger' Silbentrennung an einen Autor um das Imprimatur einzuholen; der Autor öffnet das Dokument, nimmt ggf. noch Korrekturen vor, schickt es zurück; ich öffne das Dokument von neuem, und die Silbentrennung ist ganz offenbar verändert, bereits behobene Fehler treten wieder auf (ohne, dass ich allerdings Regeln erkennen kann, nach denen das passiert). Gleiches passiert auch, wenn mehrere Redakteure nacheinander ein Dokument bearbeiten. Im offiziellen Microsoft Forum scheint man nichts zu wissen. Gibt es irgendeine Möglichkeit diese anscheinend stattfindende 'Neuberechnung' beim Öffnen des Dokumentes zu verhindern? Oder gibt es irgendwelche anderen Tricks, die hier angewandt werden können?

 

Für Eure Hinweise und Ratschläge bin ich jetzt schon dankbar!

wcs

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Liuscorne

Meine (ebenfalls frustrierenden) Erfahrung zu diesem Thema:

Bei MS Word kann fast alles einen Unterschied machen: (1) Dasselbe Dokument verhält sich in unterschiedlichen Programmversionen anders.

(2) Dasselbe Dokument verhält sich in derselben Programmversion anders, abhängig davon, ob Word auf einem Windows-PC oder einem Mac läuft.

(3) Dasselbe Dokument verhält sich auf demselben Computer anders, abhängig davon, ob das Dokument als .doc oder .docx bearbeitet wird (hier habe ich schon ganz erhebliche Unterschiede in Bezug auf die Silbentrennung erlebt).

(4) Dasselbe Dokument verhält sich auf demselben Computer in derselben Dateiart anders, abhängig davon, mit welchem Programm man das PDF schreibt. Dieses Problem haben wir hier im Forum schon mal diskutiert; wenn ich mich recht erinnere, hatte es etwas mit den im Hintergrund werkelnden Druckertreibern zu tun.

 

Ich fürchte, dass es für das Problem keine befriedigende Lösung gibt, jedenfalls nicht auf der Ebene des Programmes. Ich würde also eher an den Abläufen in der Redaktion etwas ändern. Also etwa eine Arbeitsteilung in inhaltliche Textbearbeitung einerseits und "Satz" der Zeitschrift andererseits – dann wäre nur noch ein Mitarbeiter für das Layout zuständig (nachdem alle anderen Schritte abgearbeitet sind), und auf dessen Computer sollte die Datei auch immer gleich dargestellt werden. An Autoren würde ich gar keine Worddateien verschicken, sondern nur Druckfahnen bzw. den Umbruch als PDF mit der Möglichkeit, Änderungen darin zu markieren.

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editionswolf

Danke für die Einschätzung! Ich hatte das schon ein bisschen befürchtet, wollte mich allerdings noch einmal absichern. In jedem Fall recht herzlichen Dank für die Antwort!

 

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  • 1 Monat später...
Buchlayout

Hallo,

 

ich möchte auch mal meinen »späten Senf« dazugeben. Wir arbeiten ebenfalls in einer Word-Umgebung und mehrere Bearbeiter greifen auf das gleiche Dokument zu. Die Probleme treten bei uns nicht auf.

  1. Wenn alle Bearbeiter das gleiche Word (bzw. ein Word zwischen 2010 und 2016/365) mit den gleichen Grundeinstellungen (auch Spracheinstellungen, Silbentrennzone usw.) verwenden, die gleiche Dokumentvorlage und die gleichen Formatvorlagen nutzen (sic!), gibt es praktisch keine Probleme. Auch die entsprechenden Schriften sollten natürlich überall installiert sein.
  2. Die Silbentrennung wird letztlich allerdings erst im Satzprozess genau geprüft und kurz vor Schreiben der PDF-Datei finalisiert. (Und da müssen wir sowieso immer genauer gucken!)

Abgesehen davon finde ich die Silbentrennung recht komfortabel. Bedingte Trennstriche setzt man mit »Strg« + »-«. Wenn ein Wort aus der Silbentrennung herausgelöst werden soll, markiert man es, klickt in der Statuszeile auf die Sprache und setzen ein Häkchen bei »Rechtschreibung und Grammatik nicht prüfen«. Diesen Befehl kann man (via VBA) auch auf eine Tastenkombination legen bzw. in einer Zeichenvorlage speichern.

 

So könnte man alle nicht zu trennenden Begriffe gleich mit der entsprechenden Vorlage formatieren bzw. später durch Suchen/Ersetzen nachbehandeln.

 

Was InDesign betrifft: Wenn wir mit InDesign setzen, müssen wir die Dokumente am Ende genauso auf Silbentrennfehler überprüfen, das System ist hier leider keinen Deut besser als Word!

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bertel

Ganz so ideal stellt es sich bei uns nicht dar, obwohl wir identische Programm- und Betriebssystemversionen verwenden. Es reicht schon, wenn ein Kollege ein Dokument an einem Rechner öffnet, bei dem ein anderer Drucker installiert und aktiv ist – schon werden von Word die Umbrüche wieder geändert, weil der Drucker das Papierformat anders liefert, ein Hundertstel größer oder kleiner.

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  • 2 Wochen später...
Buchlayout

Ihr habt da nicht zufällig noch die Kompatibilitätsoption Druckermaße für Dokumentlayout verwenden eingestellt? Das war ja in ganz alten Wordversionen (vor 2000) leider der Standard. Aber seit 15 Jahren sollte das eigentlich kein Problem mehr sein.

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Buchlayout

Datei|Optionen, Erweitert und dann ist das ganz unten bei den Kompatibilitätsoptionen. Eigentlich ist da nix mehr abgehakt.

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Buchlayout

Hallo Bertel, ja klar, Windows. Von Mac-Word halte ich nicht besonders viel. MS hat das System anscheinend weit besser in das hauseigene Windows integriert als in Mac-OS. 95 % unserer Autoren arbeiten mit Winword und es gibt praktisch keine Probleme. Wenn wir jedoch ein mit Mac-Word geschriebenes Dokument erhalten, habe ich häufig Schwierigkeiten mit den Abbildungen, den Vorlagen, den Indexeinträgen. Manchmal bitten wir die Autoren dann sogar, sich irgendwo ein Winword zu suchen und ihr Buch dort weiterzubearbeiten. (sic!)

 

Keine Ahnung, warum das so ist. Mein Mac-Word 2011 läuft allerdings ebenfalls nicht so flüssig, schnell und stabil wie alle anderen auf meinen vielen Windows-Rechnern verteilten Winwordversionen.

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