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Wayfinding Sans Symbols — ein cleverer Piktogramm-Font für Beschilderungen
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oparilames

Typewritter und Serifen/Sans – passt das?

Empfohlene Beiträge

Gast Arno Enslin
vor 17 Minuten schrieb Dieter Stockert:

Wegen einer Glaskörperablösung (keine Panik, hört sich schlimmer an als es ist, es sollte wieder vorbei gehen) kann ich heute und wohl in den nächsten Tagen nicht sehr gut hinschauen.

Gute Besserung!

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Gast Arno Enslin

@ oparilames

 

Mich lenkt die schlechte Typografie von den Schriften ab. Macht mich rappelig. Und die Vorauswahl, die du getroffen hast, irritiert mich auch. Die Superficial z. B. halte ich für Fließtext völlig ungeeignet. Sie wirkt außerdem viel zu technisch. Und die Iwona wirkt zwar auch auf mich eher weiblich, aber wenn ich mir ihre Formen näher anschaue, ist sie kein Weib, mit dem ich die Nacht verbringen möchte.

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catfonts

Wenn ich ein Buch in die Hand bekommen würde, das mit SouceCode Pro Medium gesetzt ist, würde ich mich wahrscheinlich folgendes Fragen:

 

"Wer zum Teufel ist bloß auf die bescheuerte Idee gekommen, das auf einer Typenkopf oder Typenrad-Schreibmaschine mit Carbonband getippte Manuskript als Faksimile zu veröffentlichen? Da muss doch erst mal n Setzer ran."

 

und dann fliegt das Buch schnell ins Regal zurück.

 

Ich sage ja nicht, dass die Source Sans eine schlechte Schrift wäre, aber für Lesetexte ist sie in etwa genau so falsch wie Comic Sans.

Dere Name der Schrift sagt ja eigentlich auch, wofür sie entwickelt wurde:

In Software-Fachbüchern Quellcode-Schnippel sauber, gut lesbar aber eben mit abzählbarer Zeilenlänge, um beim Abtippen des Programmcodes Übertragungsfehler leichter erkennen zu können, darstellen zu können. Für Lesetexte ist das schlicht eine Zumutung. Bestenfalls, wenn im Text ein Brief zitiert wird, könnte ich mir diese Schrift als quasi "Bild des Briefes" vorstellen.

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Schnitzel
vor 5 Stunden schrieb catfonts:

Wer zum Teufel ist bloß auf die bescheuerte Idee gekommen, das auf einer Typenkopf oder Typenrad-Schreibmaschine mit Carbonband getippte Manuskript als Faksimile zu veröffentlichen? Da muss doch erst mal n Setzer ran.

Gottogottogott, was in deinem Kopf so los ist :-o

Ich würde lediglich denken:»Boah, ne!«

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Gast Arno Enslin
vor 6 Stunden schrieb catfonts:

Ich sage ja nicht, dass die Source Sans eine schlechte Schrift wäre, aber für Lesetexte ist sie in etwa genau so falsch wie Comic Sans.

Dere Name der Schrift sagt ja eigentlich auch, wofür sie entwickelt wurde:

Der Clan besteht aus drei Familien: O’Source Sans, O’Source Serif und O’Source Code.

 

Und bei dem Film, den der Ich-Erzähler in den Beispieltexten fährt, kann ich mir eine Schreibmaschinenschrift durchaus vorstellen. Die sollte aber sorgsam gewählt sein. Und es gibt nicht viele gute digitalisierte.  Die Source Code halte ich auch für ungeeignet. Die würde ich nicht mal für Code nehmen.

 

Das einzige Buch, das in Schreibmaschinenschrift gesetzt war, habe ich leider verliehen und nicht zurückbekommen (Nadja, du blöde Kuh!).

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gutenberger

Wenn ich allein die Groteske mit der da reingemixten Kursiven sehe (als mögliche Schriftmischung!!!), reicht mir das schon, um zu sagen: Für einen Perfektionisten ist es noch ein ganz ganz weiter Weg zum perfekten Typografen. Zur Source Code ist schon alles gesagt. Es gibt allerdings auch Dinge, die man nicht lernen kann, sondern von allein sehen sollte, das sich da einiges "beißt" ... ich glaube Schriften mischen wird nie wirklich Dein Ding werden. Deshalb rate ich dringend: such Dir irgendeine Schriftsippe, die meinetwegen auch eine monospacedfamilie hat - das ist allemal besser ...

 

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guest_12
vor 12 Stunden schrieb gutenberger:

Wenn ich allein die Groteske mit der da reingemixten Kursiven sehe (als mögliche Schriftmischung!!!), reicht mir das schon, um zu sagen: Für einen Perfektionisten ist es noch ein ganz ganz weiter Weg zum perfekten Typografen. Zur Source Code ist schon alles gesagt. Es gibt allerdings auch Dinge, die man nicht lernen kann, sondern von allein sehen sollte, das sich da einiges "beißt" ... ich glaube Schriften mischen wird nie wirklich Dein Ding werden. Deshalb rate ich dringend: such Dir irgendeine Schriftsippe, die meinetwegen auch eine monospacedfamilie hat - das ist allemal besser ...

 

Ich habe zum Thema nichts beizutragen wundere mich aber sehr über deinen Umgangston gutenberger. Warum so unhöflich?

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Martin Z. Schröder

Wenn man die Arbeit im letzten PDF, diese Schriftmischung, mal überträgt auf ein anderes Handwerk: Ich gehe mit einem halbgaren versalzenen Brei zu einem Bäcker und sage: Was sagen Sie zu diesem Brot? Wie ist Ihre Expertenmeinung zu meinem Vorschlag? Oder ich tackere zwei Handtücher zusammen und gehe zum Maßschneider: Sie als Experte haben sicherlich noch den einen oder anderen Tip zur Verbesserung dieser Jacke. Oder ich binde mit einem Schnürsenkel das feinste Leder zusammen und lege sieben Ösen drauf und gehe zum Schuster: Ich persönlich finde dieses Paar Stiefel schon ganz passabel, aber haben Sie als Experte vielleicht ein paar Anregungen, wie ich es noch besser machen könnte, wie man die Bequemlichkeit noch um eine Idee steigern könnte? (Natürlich alles in entsprechenden Internet-Foren.)

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catfonts

Nur eben dass man den jeweiligen Handwerkern noch mitteilt, dass man sich als Perfektionist vom eigentlichen Konzept des Brotes,der Jacke und dem Schnürschuh in der eigentlich ja schon perfekten Gestaltung nicht abbringen lassen möchte, und man doch bitte schön nur den perfekten Einsatz von Hefe, Tackerklammern oder Schnürsenkeln bestätigt haben möchte.

 

Oh, ich bemerke grad, dass wir hier schon wieder das verscheuchen von perfekten Profis, von den wie ja eigentlich was lernen sollten begonnen haben, wir Dilettanten...

 

Ach, warum beim Werk nicht auf Comic Sans für die gemeinen, und dazu Capitalis Monumentalis für die Versalien, in 1,5facher Schriftgröße setzten, und alles bitte kompress gesetzt ?

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Hans Schumacher

 

vor 2 Stunden schrieb catfonts:

Ach, warum beim Werk nicht auf Comic Sans für die gemeinen, und dazu Capitalis Monumentalis für die Versalien, in 1,5facher Schriftgröße setzten, und alles bitte kompress gesetzt ?

Endlich ein Vorschlag, der einem Werk mit dem Titel Plan Drogensuizid: Todessehnsucht und Lebenshass vollends gerecht wird – für alle, die noch nicht in das pdf geschaut haben – auch der Inhalt hat es in sich (Satzbau, Logik):

Zitat

Ein kleiner Preis – vernachlässigt
man den halben schwarzen Audi SQ 5, den ich
mir für das Geld, was die Operation au?bringen
musste, schon hätte leisten können – für
ein großes Ziel!

Viel Glück mit dem Manuskript, ach du liebes bisschen … vielleicht sollte man auch erst weiter diskutieren, wenn die ersten fünfzig A4 Seiten nachweisbar vorliegen.

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gutenberger
vor 14 Stunden schrieb waldbaer:

Ich habe zum Thema nichts beizutragen wundere mich aber sehr über deinen Umgangston gutenberger. Warum so unhöflich?

Ich finde meinen Beitrag eigentlich sehr zurückhaltend ... um nicht zu sagen: für meinen Normalton geradezu diplomatisch. So ein bißchen muss man die Wahrheit schon noch aus aller Höflichkeit rausgucken lassen. Wenn mir ein Praktikant oder Kunde so eine "Schriftmischung" vorgeführt hätte, wäre der Ton spontan deutlich härter ausgefallen. Als kleiner Trost für den Threadersteller: Mensch kann eben nicht überall perfekt sein. Dann wäre man ja mindestens ein Genie. Aber sowas gibts hier nicht.

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oparilames

Man mag es mir bitte nachsehen, dass ich erst jetzt antworte, ich hatte sehr viel um die Ohren.


Habe ich behauptet, ein perfekter Typograf zu sein, oder etwas richtig zu machen? Hier nach Hilfe und Unterstützung zu fragen, war scheinbar falsch, da hier jeder zweite auf Kommentaren des anderen rumhackt oder eine Nebendiskussion vom Zaun bricht.
R::bert hat mir geschrieben, dass die Anfangsschriften arg zusammengewürfelt waren und das habe ich eingesehen und bin auch direkt auf die Vorschläge eingegangen, abgesehen von seinen Beispielsippen. Durch ihn habe die die Source überhaupt in die Auswahl aufgenommen. 
Herr Enslin brachte mich auf den Mono-Trip und die Idee, Monoschriften für mehr als nur Überschriften zu nutzen gefiel mir.
Dann warf er ein, dass man gute Gestaltung nicht mal eben so lernen könne und das sehe ich natürlich ein, finde jedoch, dass mich das nicht davon abhalten sollte, zu fragen und mich verbessern zu wollen.
Kurz darauf hat Robert etwas stretschlichtend gewirkt.
Und dann kam der ersten Kommentar, von Herrn Gutenberger, der aussagte, ich solle das Profis überlassen und mich einen Dreck um die Gestaltung des Buches kümmern. Gut? Warum schreibe ich es dann nicht in assyrischer Keilschrift? Oh … ich und ggf. ein Lektor wollen es lesen, kann das als Argument durchgehen?
Die Diskussion glitt in eine Grundsatzdebatte, warum ein Autor überhaupt irgendwas am Satz machen wollen können sollte.

Ich versuchte daraufhin mit meinem Beitrag Klarheit zu schaffen, habe das Thema aber nur noch weiter in den Sand gesetzt, weil ich mich als jemanden bezeichnet habe, in dem ein Perfektionist steckt. (Nie habe ich behauptet einer zu sein, noch, nahe an einem zu sein.) Nächster Schnitzer: ich wollte, dass mein Text, von der Schrift getragen wird. Vielleicht wäre unterstützt ein besseres Wort gewesen?
Editiert habe ich ein Dokument, in dem ich verschiedene Schriften ohne sie zu mischen getestet habe und darum fragen wollte, was die anderen zu den vier Sans-Serifen sagen. Ob die Fachschaft meine Entscheidung sachlich unterstreichen, oder absolut verneinen kann. Ich bat um Hilfe: Gemeint war: 1) Empfehlungen, welche der Schriften am Ehesten zu der Thematik passt. 2) Beurteilung meines Konzept. Meiner Überlegungen zu der/den Schrift/-en im Anbetracht der Erzählperspektiven.
Schnitzel schlug mir ein Buch vor (welches ich zuhause auch besitze, jedoch die nächsten Monate nicht daran komme und mir es sicher nicht ein zweites Mal kaufe, das macht wirtschaftlich keinen Sinn).
Herr Enslin schien konfus, fragte um welche 4 Schriften es ginge. Auch kritisierte er meinen Schreibstil, als falsch geschildert.
Schnitzel bat um meine Argumente, warum ich mich für und gegen gewisse Schriften entschieden hatte.
Die Diskussion driftete in ein Nebenthema ab, bis ich antwortete. Herr Stockert gab sachliche, gute Kritik. Herr Enslin meldete sich zu Wort, die Typografie (auf die ich in diesem nächtlichen Beispiel in der Tat keinen Wert gelegt habe, sondern nur ein Dokument zum Vergleichen liefern wollte) sei ihm ein Graus und die Superficial sei in seinen Augen für Fließtext ungeeignet.*
Catfonf startete eine Diskussion über die O'Source Familie. Nicht verkehrt.

Ich habe das Gefühl, seitdem ich versucht habe meine Auswahlkriterien der Schriften zu schildern, hat sich niemand mehr ernstlich darauf bezogen. Klar. So wie ich hier rüber komme, bin ich auch der naive, unbelehrbare Neuling, der eine große Klappe, aber nichts dahinter hat. So reflektiert ihr mir jedenfalls zum Teil eure Wahrnehmung.
Und jetzt kommt Herr Gutenberger und ich komme nicht umhin, einen Angriff in seine Worte zu deuten.
*Warum keine technische Schrift? 

vor 2 Stunden schrieb gutenberger:
Wenn ich allein die Groteske mit der da reingemixten Kursiven sehe (als mögliche Schriftmischung!!!), reicht mir das schon, um zu sagen: Für einen Perfektionisten ist es noch ein ganz ganz weiter Weg zum perfekten Typografen. Zur Source Code ist schon alles gesagt. Es gibt allerdings auch Dinge, die man nicht lernen kann, sondern von allein sehen sollte, das sich da einiges "beißt" ... ich glaube Schriften mischen wird nie wirklich Dein Ding werden. Deshalb rate ich dringend: such Dir irgendeine Schriftsippe, die meinetwegen auch eine monospacedfamilie hat - das ist allemal besser ...


Ich bin noch garnicht bei der Schriftmischung, ich bin erst bei der Auswahl einer Schrift um zu dieser passende Schriften zu finden...

Gut, okay. Vielleicht bin ich ja auch nur zu dämlich, mich so auszudrücken, dass Setzer und Typografen es verstehen, weil ihr in einem anderen kulturellen Empfinden geschult wurdet, als meinereiner. Hier also nochmal so konkret wie möglich, worum es mir geht:

 


Hallo.
Ich bin kein Schriftsetzer oder Designer, sondern Autor. Ich möchte meinen Text zur Weitergabe an Dritte vor dem professionellen Satz so lesefreundlich gestalten, wie es mir möglich ist. Dazu gehört für mich, eine passende Schrift bzw. Schriften für die Thematik. Da ich damit überfragt bin, bitte ich euch um Eure Meinung und Tipps, für die Schriften. Fest steht: Die Überschriftenn möchte ich in einer modernen, an Berichtserstattung erinnernden Mono- oder schreibmaschinenähnlichen Schrift setzen. Ob der Fließtext in einer Grotesken oder einer Serifenschrift gesetzt wird, oder beide Schriften (Groteske und Antiqua) abwechselnd gesetzt werden sollen, steht noch nicht fest.
Meine Überlegung bisher ist:
Da es einen Ich-Erzähler, einen Personale Erzählerund eine neutrale Perspektive im Buch gibt, könnte ich eine Schrift je Erzähler wählen. (Das wären drei Schriften.) Oder ich wähle eine Schrift für alle Erzähler und nutze die Monoschrift für besondere Auszeichnung und Überschriften.
Mit dem, was ihr über die Charaktere wisst, die ja den Buchcharakter gestalten, was ratet ihr mir?

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Norbert P

Ich würde keine drei Schriften verwenden. So paradox es klingen mag: Du beraubst dich damit der Möglichkeit, für deinen Leser möglichst reiche Bilder zur Erzählung zu evozieren. Eine gut leserliche, nicht aufdringliche Antiqua entspricht den Lesegewohnheiten in unseren Breiten und ist damit die beste Leinwand für dich als Autor. Denn aus deiner Sprache soll ja die Welt im Kopf des Lesers entstehen, nicht aus kleinteiligen Vehikeln wie "besonderen" Schriften. Eine "illustrative" Funktion von Schrift gelingt nach meiner Erfahrung nur in den allerseltensten Fällen, z.B. mit entsprechender Lyrik oder wirklich komplett absurden Texten. Das Wort sollte vor der Schrift stehen, der Inhalt vor dem Container.

 

Die Schreibmaschinentype kann dann für Kapitelüberschriften ein bisschen Atmosphäre einstreuen – aber darauf würde ich es auch schon beschränken.

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R::bert

Um Dir etwas konkreter helfen zu können, wäre folgendes noch einmal wichtig zu wissen:

  1. Verstehe ich Dich richtig: Du möchtest Deinen Text gar nicht selbst für den Druck aufbereiten und setzen, sondern nur für einen Verlag/Korrektor/Setzter/Designer möglichst angenehm lesbar gestalten und eine gewünschte Anmutung skizzieren?
  2. Was bist Du bereit für die gesuchte(n) Schrift(en) zu bezahlen? (Mit Freefonts kommt man – insbesondere unter Berücksichtigung Deines Briefings – schnell an Grenzen.)
  3. Mit welcher Software arbeitest Du? (Die könnte unter Umständen das Spektrum für frei zugängliche, hochwertige und empfehlenswerte Fonts erweitern.)
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Gast Arno Enslin

Kommen für dich auch kommerzielle Schriften in Frage? Die Auswahl an freien Fonts, die für längere Texte geeignet sind, ist begrenzt.

 

Vor einiger Zeit hat hier jemand ebenfalls nach Schriftempfehlungen gefragt. Für eine geisteswissenschaftliche Arbeit. Am Ende hat er dann die Baskerville von Stormtype lizensiert. Jemandem Schriften zu empfehlen, der kaum Erfahrung mit Typografie und Schriften hat, sehe ich mittlerweile kritisch.

 

Was auf Foren generell nicht funktioniert, sind individuell zugeschnittene Grundlehrgänge. Ich kenne kein einziges Forum, auf dem so etwas gut ginge. Ich würde mir an deiner deiner Stelle also zuerst ein oder zwei gute Typo-Bücher besorgen und in einer öffentlichen Bibliothek nach Büchern suchen, die deinem Text inhaltlich verwandt sind und dich in Bezug auf die Typografie ansprechen.

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oparilames

Vielen dank, mit den Antworten kann ich besser etwas anfangen.

An R::bert:

  1. Das ist korrekt.
  2. Ich denke (pro Schnitt) 150–180 € auszugeben ist nicht zu viel verlangt.
  3. XeLaTeX

 

Ich tendiere mittlerweile auch eher zu einer Antiqua.

 

Der Tipp mit der Bibliothek klingt gut. Das werde ich versuchen.

 

 

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R::bert
vor 58 Minuten schrieb oparilames:

Die Überschriftenn möchte ich in einer modernen, an Berichtserstattung erinnernden Mono- oder schreibmaschinenähnlichen Schrift setzen.

Ich bin mir nicht sicher, ob das für alle Leser –insbesondere der jüngeren Generation – überhaupt funktioniert … ist Mono/Schreibmaschine wirklich für alle ein verständlicher Hinweis für Berichterstattung. Okay – muss es ja vielleicht auch gar nicht …

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R::bert
vor 14 Minuten schrieb oparilames:

Das ist korrekt.

Gut. Ich könnte mir vorstellen, die freie PT-Sippe dürfte für diese Aufgabenstellung genügen. Mit der endgültigen, ausgefeilten und stimmigen Schriftbestimmung kannst Du dann »Dritte« beauftragen.

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Kathrinvdm

Hallo oparilames, 

 

beim Lesen habe ich mich gefragt, welche Schriften Du wohl bereits zur Verfügung hast, auf die Du ohne Kauf zurückgreifen kannst. Manchmal muss man nämlich gar nicht in die Ferne schweifen, wenn das Gute schon so nah, nämlich im eigenen Schriftenköfferchen, schlummert. Erzähl doch mal …!

 

Was das Setzen Deines Dokumenten angeht, da würde ich in Bezug auf die Schriftenwahl an Deiner Stelle nicht zu exotisch werden. Es ehrt Dich, dass Du das Manuskript bestmöglich aufbereiten möchtest – Du solltest aber vorab definieren, was »bestmöglich« in diesem Kontext bedeutet, beziehungsweise, auf wen dieses »bestmöglich« gemünzt sein soll.

 

Ich würde denken, dass es zum einen die Leseebene gibt: Hier muss der Text so lesefreundlich wie möglich aufbereitet sein, die Typografie sollte dem Leser dienen (zum Beispiel dem Lektor, der darüber entscheidet, ob Dein Buch ins Programm des Verlages aufgenommen wird). Was das genau heißt? Der Leser sollte den Text auf angenehme, leichte und mühelose Weise erfassen können. Dies kannst Du forcieren, indem Du eine Schrift wählst, die für ihre gute Leserlichkeit bekannt ist, die optimaler Weise für den Mengensatz entwickelt wurde und die keine ungewöhnliche Buchstabenformen enthält, über die der Leser beim Lesen permanent stolpern könnte. Eine gute, sprich eindeutige und stringente Gliederung des Textes ist hilfreich, weil der Leser sich anhand dieser im Buch orientieren kann. Dies ist gerade bei Wechseln der Erzählperspektiven oder -zeiten wichtig. Und als Drittes sind Seitenaufbau, Zeilenlängen, Zeilenabstände und ähnliches mehr wichtig, um die Aufnahme der Inhalte zu erleichtern. Schrift und Typografie sollten dem Lesenden hierbei dienen, nicht seine Lesewahrnehmung durch eigenes Heischen um Aufmerksamkeit stören. 

 

Zum zweiten gibt es die Ebene der Kommunikation mit dem Setzer/Gestalter des eigentlichen Buchlayouts, hier können bestimmte Gestaltungsparameter Deines Manuskriptes im optimalen Fall das Briefing des Setzers/Gestalters erleichtern und verdeutlichen, was beim Setzen in Deinen Augen wichtig ist. Die drei Erzählebenen müssen hierbei nicht zwangsläufig durch unterschiedliche Schriftarten markiert werden, sondern könnten auch durch Differenzierung innerhalb einer Schriftfamilie (z. B. regular, medium, kursiv) oder durch unterschiedliche Schriftfarben simuliert werden.

 

Technische Aspekte, die es zu bedenken gilt: Die Beschränkung auf eine gängige Schriftart kann Dir und dem Gestalter das Leben sehr erleichtern, wenn es nämlich eine ist, die Ihr beide auf Euren Rechnern zur Verfügung habt. Dann kann der Gestalter Dein Dokument nahtlos öffnen und die Texte in sein Dokument (vermutlich Indesign, Quark oder eine der LaTeX-Varianten) einfließen lassen. Verwendest Du hier Schriften, die er nicht hat, kann es beim Öffnen des Textmanuskripts zu ersten Komplikationen kommen, weil sein Rechner die fehlenden Schriften durch vordefinierte Fallback-Fonts ersetzen wird – und schon ist all Deine Planung Makulatur! Aus lizenzrechtlichen Gründen darfst Du ihm Deine Schriftdateien nämlich nicht mitliefern, er müsste die Schriften also kaufen – und das wird vermutlich nicht passieren. Eine Überlegung wert: Die Verwendung guter freier Schriften, denn die kann sich auch der Gestaltende kostenfrei besorgen. 

 

Lange Rede kurzer Sinn: Ich würde an Deiner Stelle von der Verwendung ungewöhnlicher, sprich teurer oder auch wenig verbreiteter Fonts absehen und zugunsten eines sinnvollen Workflows auf gängige gute Mengensatz-Arbeitspferde zurückgreifen. Ich würde davon absehen, durch dominante Schriften vom Inhalt abzulenken und mich lieber darauf kaprizieren, ein sauberes, gut gegliedertes und lesefreundliches Manuskript abzuliefern. Die Ideen zur endgültigen Gestaltung des Buches würde ich mit dem jeweiligen Setzer/Gestalter besprechen und die tatsächliche Buchwerdung dann aufmerksam und kritisch begleiten. 

 

Herzliche Grüße und viel Erfolg! :-D

 

 

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Martin Z. Schröder
vor 1 Stunde schrieb oparilames:

Ich denke (pro Schnitt) 150–180 € auszugeben ist nicht zu viel verlangt.

 

So etwas gibt es?

Als Setzer und Buchgestalter ist man in der Regel am Rohmaterial interessiert, und zwar möglichst ohne Formatierungen. Ebenso geht es Lektoren. Wenn ich digitale Texte zum Lesen bekomme, mit denen ich Schwierigkeiten habe, lasse ich den Text einfach in eine lesbare Form einlaufen. Für einen Verlag ist die Form des Textes irrelevant. Deshalb würde ich einem Autor raten, sich keine Minute lang mit der Satzschrift zu befassen, zumal wenn es noch gar keinen Verlag gibt oder das Buch nicht vor der verlegerischen Produktionsplanung steht. In Verlagen ist man es gewöhnt, Manuskripte in 12p Times Blocksatz zu bekommen. Wenn das den leidgeprüften Lektor tatsächlich beim Lesen störte, was ich nicht glaube, formatierte er sich das Dokument um.

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Hans Schumacher
vor 19 Stunden schrieb oparilames:

Hallo.
Ich bin kein Schriftsetzer oder Designer, sondern Autor. Ich möchte meinen Text zur Weitergabe an Dritte vor dem professionellen Satz so lesefreundlich gestalten, wie es mir möglich ist.

Das ist doch schon ein ganz anderer Ausgangspunkt – wie Martin bereits schrieb, ist Verlagen die Form der Manuskripte ziemlich egal, denen geht es hauptsächlich um den Inhalt. Sinnvoll wäre es wahrscheinlich, deine Manuskriptseite nahe DinNorm, was Anschläge und Zeichenmenge betrifft, zu bringen (ca. 1500 Zeichen pro Seite). Und dann, wenn du nun mal Autor bist, verlass die Nebenschauplätze und konzentrier dich auf das Manuskript. Und wir freuen uns hier auf American Psycho Pt.II, vom Umfang wenigstens ähnlich wie der erste Teil.

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