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Phoibos

Tipps für ein schönes Linux

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Phoibos

Moin,

 

da mich zuletzt die Werbung im Windows Explorer für Onedrive annervte und ich ja eigentlich sowieso schon mal nach Linux schauen wollte, hab ich die letzte Welle der Erpressungstrojaner genutzt und mir ein Debian (XFCE) eingerichtet. Was mir da auffiel, ist zum einen, dass Linux noch nicht reif für den Ottonormal-Desktop-User ist, zum anderen dass die Schriftanzeige mir gar nicht gefällt. Nach langer Zeit mit MacOs und Windows mag ich da ein wenig in meiner Bubble gefangen sein, doch fiel mir nicht nur die unterschiedlichen Fonts auf, sondern viel mehr deren schlechte Darstellung. HInting? Eher schlecht als recht. Kerning? Scheint mir mehr vom Zufall abhängig zu sein. 

Habt ihr Tipps, wie ich das Fontrendering aufhübschen kann?

Gibt es eine Fontverwaltung unter Linux wie Suitcase, Fontexplorer, etc.?

Sonst irgendwelche essentiellen Tipps für ein schöneres Erlebnis?

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catfonts
vor 1 Stunde schrieb Phoibos:

Was mir da auffiel, ist zum einen, dass Linux noch nicht reif für den Ottonormal-Desktop-User...

Das liegt wahrscheinlich daran, dass du dich für Xfce als Fenstermanager entschieden hast. Dieser ist eben speziell als möglichst ressourcenschonender Desktop entworfen, und da sind halt all die Dinge, die nicht unbedingt nötig sind, sondern nur für mehr Schönheit sorgen bewusst weg gelassen worden. Der Otto-Normal-Wimdows-Desktopuser fühlt sich in KDE vielleicht wohler.

 

Und was die Fontverwaltung anbelangt, da könnte Fonty Python etwas für dich sein:

http://savannah.nongnu.org/projects/fontypython

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Gast Arno Enslin
vor 1 Stunde schrieb Phoibos:

Nach langer Zeit mit MacOs und Windows mag ich da ein wenig in meiner Bubble gefangen sein, doch fiel mir nicht nur die unterschiedlichen Fonts auf, sondern viel mehr deren schlechte Darstellung.

Du beschreibst ziemlich genau meinen ersten Eindruck von Linux. Wobei mir das Design der Benutzeroberfläche (Linux Mint) sehr sympathisch war.

 

Bei dem Versuch, die Darstellung von Schrift zu optimieren, war ich diesem Tutorial gefolgt, soweit ich mich erinnere. Und dann wollte ich das Ganze wieder rückgängig machen. Dabei wurde aber nicht nur das Tool wieder deinstalliert, sondern sämtliche Software. Ich konnte den Rechner nicht mal mehr über die Benutzeroberfläche herunterfahren.

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Phoibos
vor 10 Minuten schrieb catfonts:

Xfce

Das hab ich bewusst gemacht, weil der so schlicht ist. Kann man dem denn ein vernünftiges Fontrendering nachrüsten?

 

Meine Probleme waren auch eher die Installation (AMD-Graphikkarte, UEFI, viele Festplatten, ...) und Konfiguration (2016 ein RAID übers Terminal zu konfigurieren? Windows hat da eine hübsche Klickibunti-Oberfläche für), nicht der Desktopbetrieb an sich :) 

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Þorsten
vor 9 Stunden schrieb Phoibos:

Linux noch nicht reif für den Ottonormal-Desktop-User ist

Immer die alte Leier! Das stimmt einfach nicht. Wir statten seit 20 Jahren sowohl Firmen- als auch Privat-Desktops und -Laptops immer mal wieder mit Linux aus. Wenn man das richtig macht, kommt Ottonormal-Desktop-User (ODU) da prima mit zurecht. Die Installation ist, wie bei dir, nicht immer einfach, aber das ist für ODU irrelevant, weil der nie ein Betriebssystem installiert. Und Windows oder OS X von Grund auf zu installieren ist auch nicht immer einfach.

 

Was dein konkretes Problem angeht, hat Peter völlig recht: nimm KDE! Das bietet mehr als ausreichende Konfigurationsmöglichkeiten sowohl für Antialiasing und Hinting als auch den Desktop selbst, den du dir so so schlicht oder überladen konfigurieren kannst wie du magst.

 

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Phoibos

Wenn Linux dann mal läuft, sollte es keine Probleme mehr für den ODU geben, <nörgel>doch die Installation ist pita. Ich hab einen Tag gebraucht, um festzustellen, dass eine SSD kaputt ist und zwei weitere, um den fehlenden Graphikkartentreiber als Hemmschuh auszumachen. Windows hat wenigstens für so gut wie jedes Gerät einen generischen Treiber und legt Protokolle an oder spuckt mal Fehlermeldungen aus...</nörgel>

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Þorsten

Da musst du dann aber schon sehr viel Glück haben, um Windows auf einem neuen Gerät, in dem die SSD kaputt ist, problemlos zu installieren.  :-?

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Phoibos

Glücklicherweise war das die SSD mit meinem Produktivsystem. Ich war nie glücklicher, eine Festplatte zu verlieren, wie in diesem Moment :) Wäre mein Windows auf der SSD ausgefallen, wär ich reif für die Klappse gewesen -- so brauchte ich nur mal eben rüber zum Computerhöker und eine neue SSD kaufen (ich liebe es, in der Großstadt zu leben) :)

 

Aber im Ernst, die letzten wasweißichzig Windows-Installationen (komplett neuzusammengeschraubte Rechner und Clean-Updates aller Art) haben nie solche Probleme gemacht. Grad die Festplattenverwaltung ist unter Windows deutlich angenehmer. 

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Þorsten

Die letzten wasweißich Linux-Installationen liefen hier bei uns auch ganz entspannt. Ist das jetzt mehr oder weniger repräsentativ als deine Erfahrung (die ich in keiner Weise in Frage stelle)?

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BananenJoghurt

Also ich arbeite durchweg mit Linux. Zur Fontverwaltung nehme ich fontmatrix. Ich weiß nicht ob ich was übersehen habe aber die Fontdarstellung ist unter KDE auch nicht besser denn KDE basiert auf QT  und das nutzt wie alle anderen Programme für den Fontrenderkram libxft2.

Wie dem auch sei - ich wüsste  unter Windows auch nicht wo ich so Sachen wie das Kerning verändern kann.

Prinzipiell habe ich aber durchaus auch schon festgestellt, dass z.B. ein Font, was ich bei webfonts ausgesucht hatte (kann man bequem mit typecatcher runter laden und aktivieren) in Inkscape dann irgendwie nicht mehr so fancy aussah.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich im Alltag eigentlich keine Probleme habe - alles sieht soweit i.O. aus (also ich habe bei Windows oder wenn ich am Mac sitze nicht den Eindruck von wegen "ohrrr das sieht aber so viel besser aus")

In XFCE stellt man das Hinting und dessen Stärke übrigens in den "Einstellungen"->"Erscheinungsbild"->"Schriften" ein.

 

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BerndH

Als Alternative zu Fontmatrix: Fonty Python.

Fontmatrix habe ich mir länger nicht angesehen, vielleicht kann es das mittlerweile auch, aber in Fonty Python kann man Fonts zu projektbezogenen Paketen bündeln und diese fallweise (de-)installieren.

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BananenJoghurt

Ney das geht mit Fontmatrix nicht. Ich finde Fontmatrix eigentlich zum Kotzen aber mangels Alternative (Fontypython war damals beim Testen nicht überzeugend) bin ich dabei geblieben.

Was mich hauptsächlich nervt ist, dass man die Programme immer neu starten muss wenn man einen Font aktiviert hat. Sonst erscheint der nicht in der Fontauswahlliste.

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BerndH
vor 2 Minuten schrieb BananenJoghurt:

(Fontypython war damals beim Testen nicht überzeugend)

Weißt Du noch, warum nicht? Hier läuft es ausgesprochen zufriedenstellend.
Bei meinem Auswahlprozess war ein gome-eigenes Fonttool gruselig - das Mistding hat sich beim Erststart erstmal alle irgendwo erreichbaren Fontdateien geschnappt und ungefragt installiert...

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BananenJoghurt

Keine Ahnung - ist paar Jahre her. Ich werde das jetzt nach deinem Post auf jeden Fall testen. Besserer Workflow ist immer gut ;)

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Phoibos

Fontmatrix wird ja nicht mehr weiterentwickelt. 

 

Das Fontrendering ist wohl auch ein Problem der Fonts, die Standardvorgaben von XFCE sind einfach nicht schön. Infinality wird ja auch nicht mehr weiterentwickelt und die fonts/local.conf-Hacks definieren auch nur andere Schriften, die übrigen Einstellungen bietet ja schon der Erscheinungsbild-Manager plus eines Standard-Fonts.

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Gast Arno Enslin
vor 1 Stunde schrieb Phoibos:

Infinality wird ja auch nicht mehr weiterentwickelt

Hast du Infinality eigentlich ausprobiert? Installieren lässt es sich nämlich schon. Nur habe ich mein Linux bei der Deinstallation komplett geschrottet. So etwas passiert einem mit Windows nicht ganz so leicht. Ich habe es jedenfalls noch nie geschafft, eine frische Windows-Installation innerhalb von zwei Tagen zu schrotten. Und deswegen halte ich Linux nicht für anwenderfreundlich. Denn man muss sich als Anfänger gründlichst bei einem Schritt wie der Deinstallation von Infinality rückversichern, ob die Anweisungen zur Deinstallation auf die eigene Linux-Version ausgerichtet oder noch aktuell sind. Dabei hat mir Linux Mint, wie gesagt, eigentlich sehr gut gefallen. In Bezug auf die grafische Gestaltung der Benutzeroberfläche bei weitem besser als Windows 10. Nur eben die Darstellung von Schrift nicht. Die fand ich vom ersten Augenblick an grottig und konnte mir auch nicht vorstellen, dass das nur eine Frage der Gewöhnung ist.

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Phoibos

Ich tweake kein Betriebssystem aus 2017 (oder so) mit einem Tool aus 2013. Und ich hab auch keine Lust, für jeden möglichen Font der Desktopumgebung einzeln das Hinting in einer .conf ein-/auszuschalten. Ich bin da ausreichend faul, schlechte Schrift in der Fensterdeko hinzunehmen, solange die Darstellung des Textes im Arbeitsfeld okay ist. 

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Gast Arno Enslin
vor 40 Minuten schrieb Phoibos:

solange die Darstellung des Textes im Arbeitsfeld okay ist. 

Ist sie das denn unter Debian (XFCE)? Das war sie bei mir unter Linux Mint nämlich nicht. Sonst wäre ich nämlich auch ausreichend faul gewesen.

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Phoibos

Nicht von Haus aus, aber ich kann ja die Schriften in den Anwendungen selbst definieren, welche wo angezeigt werden soll. Natürlich könnte ich das auch ein für allemal in der .conf machen, aber irgendwie scheint es mir schlüssiger, die Schrift pro Anwendung zu definieren.

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catfonts

Und ein neu installiertes Windows innerhalb nur weniger Stunden zu schrotten, haben in meinem Bekanntenkreis schon einige geschafft, Teils einfach durch anschließen eines USB-Geräts, zu dem ein Treiber auf CD mitgeliefert wurde, das gerät aber ohne die Anleitung zu lesen erst mal ran gesteckt wurde - mit dem Ergebnis, dass danach gar keine USB-Geräte mehr erkannt wurden, oder dem Versuch ein vorinstalliertes Office das schon als Abgelaufen angezeigt wurde zu deinstallieren. Nach geschätzt einer Stunde, die sich der Installer bemühte wurde dann ein Fehler entdeckt, die Deinstallation abgebrochen, und die Änderungen angeblich zurückgenommen, was dann dazu führte, das dieses kaputte Office im Autostart landete, und dann nach dem Hinweisbild, das der Testzeitraum abgelaufen war, zum Bluscreen-Absturz führte.

 

Hingegen haben bei mir alle GnuLinux-Softwareinstallationen - sofern diese dann auch über den Paketmanager erfolgten, und nicht aus irgend welchen per Konverter zum .deb-Paket umgebastelten direkt-Downloadquellen installiert wurden, auch zu 100% funktioniert, und die Deinstallation hinterließ im Gegensatz zur Windows-Situation, wo eigentlich immer massenhaft Reste verbleiben, zu einem komplett von der gewünschten Software freigeräumtes System, da auch alle Abhänigkeiten wieder richtig gesäubert wurden. Meine Linux-Installationen habe ich eigentlich immer nur wegen eines Versions-Upgrades komplett neu gemacht, nie weil die alte Installation irgendwie hängt. Aber vielleicht hab ich ja nur Glück...

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BananenJoghurt

Joa ein Linux zu schrotten ist recht schwierig wenn man nicht als Root arbeitet. Und das mit dem Paketmanager kann ich auch bestätigen. Gut es gab mal hier und da den Fall da passiert es aber halt auch nur wenn man mit "Still in Development" Distris arbeitet.

 

Nutzt hier eigentlich jemand Linux für seinen Arbeitsalltag im Grafikbereich?

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