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Veilchenbeschleuniger

Optimaler Zeilenabstand MVB Verdrigis

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Veilchenbeschleuniger

Hat schon mal jemand mit der MVB Verdrigis gesetzt? Ich verwende sie grade in Größe 10,5 pt und bei Textbreite 9,5 cm. Allerdings kann ich mich überhaupt nicht entscheiden, was den Zeilenabstand betrifft. Ich zeige euch mal ein Foto bzw. PDF. Aktuell schwanke ich zwischen einem (festen) Abstand von 5,3 - 5,5 mm, wobei ich eher zu 5,3 tendiere. PDF und Foto sind in 5,3 mm. Würdet ihr einen anderen Abstand wählen? Ich neige eher dazu: Lieber zu eng als zu weit :)

MVB ZA.pdf

WP_20170603_10_13_14_Pro.jpg

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Dieter Stockert

Beim PDF denke ich, das ist ok, wobei ich einfach mal ausprobieren würde, ob es vielleicht noch eine Winzigkeit mehr Durchschuss sein sollte. Beim Foto stellt sich bei mir aber merkwürdigerweise nicht das Bedürfnis zum Ausprobieren ein.

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Veilchenbeschleuniger

Vielleicht zur Info: Es geht mir um den physischen Ausdruck, nicht um die digitale Anzeige.

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Erwin Krump

Der Zeilenabstand passt für den Schriftgrad dieser Schrift. Entspricht  ca. 10,5/15 pt.

Zur genauen Einschätzung wäre aber auch der wirkliche Satzspiegel von Vorteil. Nehme an, dass dies hier nicht der Fall ist. 

Schriftgrad, Schriftart, Satzspiegel etc. sollten besser immer zusammen abgestimmt werden. Nicht isoliert voneinander.

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Veilchenbeschleuniger

Taschenbuch mit 20,3 x 12,7 cm.

satzspiegel.JPG

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Erwin Krump

Passt auch gut zum Satzspiegel. Mehr Zeilenabstand wäre m. E. unangebracht.

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Martin Z. Schröder

Der Satzspiegel spielt für die Beurteilung des Durchschusses keine Rolle, denn es geht um die Zeilenbildung. Dafür werden abgestimmt: Schriftschnitt und -grad, Laufweite und Wortzwischenräume, Satzbreite und, wird oft vernachlässigt, das Druckverfahren. Ob die Kolumne weiter oben oder unten, innen oder außen steht, ist dafür gleichgültig.

Bei Wortzwischenräumen gilt die Regel: im Zweifel enger, denn Löcher erschweren das Lesen viel stärker als gelegentlich eine Zeile mit sehr engem Wortzwischenraum. Beim Durchschuß kommt es nur auf die Zeilenbildung an, deshalb: im Zweifel weiter. Spürbare Änderungen ergeben sich ab 0,5p/0,2 mm Differenz.

Ich drucke das PDF nicht aus, weil ich dann alles nach einem Ausdruck vom Tintenstrahldrucker beurteilen würde, und der macht die Schrift fetter und die Weißräume demzufolge kleiner. Aber ich würde anregen, den Durchschuß mit der Antwort auf die Frage zu beurteilen: Bilden sich die Zeilen deutlich ab? Das zu beurteilen, kann man den Text: erstens schnell lesen und sich fragen, ob der Blick dabei sicher in der Zeile bleibt oder

gewissermaßen wackelt; zweitens blinzeln und prüfen, ob sich im verschwommenen Bild Zeilen ergeben.

 

Mein Verdacht nach Bildschirmansichten des PDF in verschiedenen Größen: Durchschuß und Ausschluß (Wortzwischenräume) sind gut, Laufweite müßte erhöht werden.

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Gast Arno Enslin
vor 22 Minuten schrieb Martin Z. Schröder:

Ich drucke das PDF nicht aus, weil ich dann alles nach einem Ausdruck vom Tintenstrahldrucker beurteilen würde

Aha, deswegen klappt das auch bei dir mit der Pica auf den Rechnungen. :-)

 

@ Veilchenbeschleuniger

 

f und l kommen sich so nahe – die bekommst du mit einer vertretbaren Erhöhung der Laufweite kaum auseinander. Leider hat auch die Vertdigris Pro kein alternatives, kürzeres f.

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Veilchenbeschleuniger

@Martin: Danke für deine ausführliche Antwort! Ich habe die Laufweite jetzt mal um 0,1 erhöht und ausgedruckt. Leider gehen mir da zuviele Zeichen Pro Zeile verloren, also zu wenig "Dichte" bleibt mir übrig. Und noch kleiner möchte ich die Schrift nicht machen :)

 

@Arno: Ja, das nehme ich in Kauf denke ich. Mit der MVB hab ich mich nämlich schon angefreundet wie mit keiner Schrift bisher :D

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Gast Arno Enslin
vor 1 Stunde schrieb Veilchenbeschleuniger:

Ja, das nehme ich in Kauf denke ich.

Dir ein kürzeres f zu machen, solltest du mit FontForge o. ä. hinbekommen. Du kannst aber Mark van Bronkhorst auch anschreiben und ihn darauf aufmerksam machen, dass im Deutschen nicht jedes fl-Paar durch die fl-Ligatur ersetzt werden darf. Wenn sich f und l berühren, ist das eine Ligatur, ganz egal, ob die Zeichen im Font getrennt sind. So sehe ich das zumindest. Und ich kann mir gut vorstellen, dass MVB dir ein kürzeres f kostenlos nachliefert. Der Abstand  müsste sonst um 50 Einheiten erhöht werden, wenn man sich an dem Abstand zwischen dem i-Punkt und dem f orientiert. Und das reißt dann eine zu große Lücke in Wörter, die das Paar enthalten. Dass das f nicht mit den Umlauten kollidiert, liegt daran, dass die Punkte bei denen niedriger gesetzt sind. Funktioniert in dem Fall auch.

 

Edit: Für das Paar ſl gilt dasselbe. Allerdings enthält der Font kein ſ.

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Dieter Stockert
vor 5 Stunden schrieb Arno Enslin:

Und ich kann mir gut vorstellen, dass MVB dir ein kürzeres f kostenlos nachliefert.

Und dann sollte man auch gleich nach einem Versal-Eszett fragen!

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Erwin Krump
vor 13 Stunden schrieb Martin Z. Schröder:

Der Satzspiegel spielt für die Beurteilung des Durchschusses keine Rolle, denn es geht um die Zeilenbildung.

Das sehe ich aber etwas anders. Demnach würde es bei dir auch keine Rolle spielen, wenn ein sehr knapper Satzspiegel, also mit wenig Rand, einen stark durchschossenen Satz aufweist und ein sehr großzügiger Satzspiegel, also mit viel Rand, mit wenig Durchschuss auskäme.

 

Es geht nicht nur um die Zeilenbildung, sondern um die gesamte Gestaltung der Seite. Aber auch das ist zu kurz gegriffen, es geht um die Gestaltung des kompletten Buches.

 

Speziell das Zusammenwirken von Zeilendurchschuss und Satzspiegel spielt eben da eine wichtige Rolle.

 

Aber generell gilt in der Typografie und im Design die Zusammenwirkung aller gestalterischen Elemente in der Gesamtbetrachtung und nicht isoliert voneinander.

  • Gefällt 9

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Martin Z. Schröder

@Erwin Krump Mit deinen Anmerkungen hast du völlig recht, und ich habe unrecht mit der Darstellung, der Satzspiegel spiele für den Durchschuß keine Rolle. Ich hatte dabei nur die Stellung der Kolumne im Sinn, aber es kommt ja auf die Proportionen an. Ein Buch mit schmalen Rändern und splendid durchschossenem Satz erzielt eine gänzlich andere Wirkung als ein Buch mit breiten Rändern und eng durchschossener Kolumne.

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Eckhard
Am 3.6.2017 um 20:35 schrieb Martin Z. Schröder:

Bei Wortzwischenräumen gilt die Regel: im Zweifel enger, denn Löcher erschweren das Lesen viel stärker als gelegentlich eine Zeile mit sehr engem Wortzwischenraum.

Diese Regel scheint sich die Page-Redaktion auf die Fahne geschrieben zu haben. Die muten dem Leser manchmal Zeilen zu, da gibt es keinen Zwischenraum mehr. Weder zwischen Buchstaben und erst recht nicht zwischen Wörtern. Leider habe ich die Beispiele nicht zur Hand, schade.

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