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Vernachlässigte Handschrift, hangeschriebene Rezension in der FAZ

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Gast Schnitzel
vor einer Stunde schrieb Arno Enslin:

Du weißt nicht zufällig, ob in den Füller auch die Federn für die einfachen Federhalter ohne Tank oder Patrone passen?

Ich hatte mal eine Anleitung im Netz gefunden wie man die Brause Rosenfeder zuschneiden kann, dass sie in einen Füller passt – finde ich leider gerade nicht. Meine Versuche waren aber auch eher gescheitert ...

 

vor einer Stunde schrieb Arno Enslin:

dann ist ein Füller wie der Noodler's Nib Creaper eben keine große Hilfe, um das in dem Artikel angesprochene Problem zu lösen.

Dafür ist der auch nicht gedacht und dafür wurde der hier auch nicht vorgeschlagen – eigentlich hat er in Off-Topic geführt 8-)

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Gast Arno Enslin
vor 2 Stunden schrieb Schnitzel:

Ich hatte mal eine Anleitung im Netz gefunden wie man die Brause Rosenfeder zuschneiden kann

Da ging es doch wahrscheinlich darum, die Rundung an der Rückseite abzuschneiden oder die Feder hinten zu kürzen, oder? Das ist mit einem Dremel gar kein Problem. Oder mit einer Laubsäge und etwas Schleifpapier. Am Durchmesser ließe sich nur durch Biegen etwas ändern, worunter die Feder aber leiden dürfte.

 

Wenn der Durchmesser des (gedachten) Zylinders bei den Brause-Federn derselbe ist wie der des Noodler-Füllers, dann kommt es nur noch auf die Länge und Materialstärke der Federn an, schätze ich. Ich seh da jedenfalls Bastelpotential bei dem Füller.

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Hach, dann  war mein Klassenlehrer in der Volksschule (!) wohl tatsächlich ein Genie, denn auch so in 2 Duppelstunden hat er uns die alte Sütterlin/Kurrent gezeigt, und das so gut verkauft, dass daraus unsere Klassen-Geheimschift wurde, und wir das alle fast schon gierig aufgesaugt hatten, und wohl auch den Samen gesät, das ich das noch heute recht gut lesen kann.

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vor 4 Stunden schrieb Arno Enslin:

Wenn der Durchmesser des (gedachten) Zylinders bei den Brause-Federn derselbe ist wie der des Noodler-Füllers, dann kommt es nur noch auf die Länge und Materialstärke der Federn an, schätze ich.

Da sehe ich dann eher Probleme, da Tintenführung und Feder dort wo sie im Füller stecken einen ineinander passenden Kegelstumpf bilden. Allerdings hat sich rund um diese Spezialfüller eine rege Gemeinde gebildet, und ich hab da auch schon Fremdfedern für die Noodlers Halter gesehen.

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Gast Arno Enslin
vor 15 Stunden schrieb catfonts:

Hach, dann  war mein Klassenlehrer in der Volksschule (!) wohl tatsächlich ein Genie, denn auch so in 2 Duppelstunden hat er uns die alte Sütterlin/Kurrent gezeigt, und das so gut verkauft, dass daraus unsere Klassen-Geheimschift wurde

In meiner Schulzeit gab es nur wenige Lehrer, die begeisterungsfähig waren und nicht nur aus Bequemlichkeit oder Unvermögen Lehrer geworden sind. Physiklehrer z. B. Meine Versetzung war einmal wegen dieses Fachs gefährdet. Derjenige, der in der Lage war, mein Interesse daran zu wecken, war Isaac Asimov. Und heute muss ich in Gesprächen mit Freunden, insbesondere Freundinnen, aufpassen, nicht zu viel von Neutronensternen, Teilchenbeschleunigern u. s. w. zu erzählen. Oder Musik: Mein Musiklehrer hatte mir die Freude an Musik für Jahre verleidet. Aber es gab auch sehr gute Lehrer w. z. B. meinen Lateinlehrer. Allerdings bin ich nicht fremdsprachbegabt. Dass meine Leistungen in Latein nur mäßig waren, lag nicht an ihm.

 

Wissen muss gut vermittelt und in gewisser Hinsicht auch »verkauft« werden, denn das Bildungswesen ist ja nicht kostenlos.

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Wir haben es unserem Lehrer wahrlich nicht leicht gemacht, schließlich waren viele ziemliche Rabauken, die aus Haushalten eher am Rande der Gesellschaft stammten. Schließlich war es neben der Seilerstraße die 2. Hauptschule in St.Pauli. (Friedrichstraße, nur ca. 100m zur Herbertstraße und zur Reeperbahn, und am Zaun der Schule standen nicht selten die Damen, die da ihrem Gewerbe nach gingen. Ich hab sogar in einem Haus dieser Bordelstraße mit einem Klassenkumpel meine Hausaufgaben gemacht...

 

Wie sehr wir aber unseren Klassenlehrer mochten, sah man immer, hatte er Hofaufsicht, denn dann hatte er eigentlich immer die halbe Klasse am rechten Arm hängen, und die andere Hälfte am Linken. Dann erzählte er uns von seinen Nordlandreisen.

 

Am Ende hatte keiner meiner Klassenkameraden in Deutsch eine schlechtere Note als 2 - selbst die schwächsten nicht. Und unser Klasse hing voll mit Urkunden von allen möglichen Wettbewerben bei denen irgend ein Klassenkamerad den Landesbesten stellte.

 

Politisch machte er keinen Hehl daraus, dass sein Herz für einen Staatsbediensteten schon gefährlich weit links schlug, und wenn einer unserer Klassenkameraden etwas mitbrachte, sei es mein Bulgarischer Banknachbar, der heute ein großes Restaurant in einem Hamburger Freilichtmuseum erfolgreich führt, aus dem Heimaturlaub mitbrachte, oder sei es eine Ausgabe des ND, die dann mit einem  Exemplar aus der Springer-Presse vom gleichen Tag verglichen wurde, um dabei festzustellen, das beide Druckwerke voller Propaganda steckten, woran unser Klassenlehrer uns eben beigebracht hat, dies auch zu erkennen und durch eigenes Nachdenken möglichst den Wahrheitsanteil überall heraus zu filtern.

 

So, wenn es technisch noch möglich wäre, dürften da jetzt die Ohren fürchterlich geklingelt haben, aber so war das nun mal.

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Gast Arno Enslin
vor einer Stunde schrieb catfonts:

Ich hab sogar in einem Haus dieser Bordelstraße mit einem Klassenkumpel meine Hausaufgaben gemacht...

Hört sich echt nach einer glücklichen Kindheit an, Peter. Zumal es da mit Sicherheit auch schwarzhaarige Damen gab. :mrgreen:

 

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Na ja, wenn man so inmitten des Milieus aufgewachsen ist, dann sind die Kontakte aber so was von nicht erotisch, selbst wenn die Dame in Arbeitskleidung beim Richten ihres PCs zuguckt. Selbst wenn sie in ihrem Schrank nach dem USB-Kabel sucht, und man die Rachenmandeln praktisch von Hinten her sehen könnte :-)

 

Und dann artet das zumeist so aus, dass man dann gleich noch zum Seelsorger wird, und sich so einige aufgestaute Geschichten anhört, die da einfach von der Seele müssen, und von dem ich dann auch niemand etwas weitererzählen würde.

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Gast Arno Enslin

Aber als Bursche  wirst du schon die eine oder andere aufregende Situation erlebt haben, oder hast du schon Support geleistet, wenn die Personal-ENIACs der  Damen rumzickten? Ich wollte Prostitution auch nicht romantisieren. Und das Milieu schon gar nicht.

 

Kennst du das Buch der alte Mann und Mr. Smith von Peter Ustinov? Gott und der Teufel statten der Erde einen Besuch ab. Es gibt da eine Szene, in der der Teufel mit einer Hure in ein Stundenhotel geht und sie, nachdem sie eine Liste mit ihren Dienstleistungen heruntergeschnattert hat, fragt, wo denn die Leidenschaft bliebe. Und während sie sich nackig macht und dabei beinahe stolpert, schläft er ein. Nach dem Aufwachen stellt er dann fest, dass sie ihm sein Geld geklaut hat und er rennt, in Tränen aufgelöst, zu Gott und bittet ihn, ihm Nachschub zu fälschen.

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Gast Arno Enslin
vor 4 Stunden schrieb Kathrinvdm:

Können wir mal bitte wieder auf die ehrbaren Pfade der Typografie zurückkommen?

Wenn sie Spaß macht, auf jeden Fall. Und wenn sie keinen Spaß macht, aber bezahlt wird, ist sie auch nicht ehrbar. Ich jedenfalls empfand in meinem Leben schon manche Arbeit, die zu vermitteln die Agentur für Arbeit keine Bedenken wegen ihrer Sittlichkeit hätte – z. B. weil sie Körper oder Seele verschleißt, als Prostitution. Eine Hure, der ihre Arbeit Spaß macht, prostituiert sich in gewisser Weise weniger als ein Typograf, der für Geld Kundenwünsche erfüllt, die seinem Verständnis von guter Gestaltung völlig zuwiderlaufen. Nur wird es mehr Huren geben, die in die Prostitution gezwungen werden, als Typografen.

 

vor 3 Stunden schrieb Norbert P:

So was

Das ist ja auch eher druck- als handschriftlich. In Bezug auf die Gestaltung überzeugt mich nur das W.

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Gast Arno Enslin

Klar, schrieb ich doch bereits. Du könntest z. B. was zur Berthold’schen Ehrbarkeit schreiben. Nur wennste Lust hast. Und nicht hier, sondern in dem Thread, in dem es um die absurde EULA geht, natürlich.

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Gast Arno Enslin
vor 7 Stunden schrieb Dieter Stockert:

Hurenkinder

Was dem Neger recht ist, ist dem Hurenkind billig, würde ich sagen (ohne mit dem blonden Finger auf dich zu zeigen, Dieter). Das eine ist ebenso diskriminierend wie das andere, zum einen gegenüber Müttern, die Huren sind, aber nicht unbedingt schlechte Mütter, zum anderen gegenüber den Kindern solcher Mütter.

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OK, Zurück zum Ur-Thema:

 

Ich habe einen Kumpel, den ich aus Berlin nach Wolgast gelockt habe.

Der gute Mann stammt aus Heidekrug/Ostpreußen.

 

Als wir so einiges besprochen haben, fielen mir Kirchenbuch-Abschriften in die Hände, komplett  handgeschrieben, in einer derart sauberen Kurrentschrift über mehrere Dokumente, das man glatt glauben könnte, es sei gedruckt. In Kürze werde ich davon mal Scans erstellen, die werde ich dann hier mal zeigen - und natürlich diese, so wie sie ist, digitalisieren...

 

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Gast Arno Enslin
vor 14 Minuten schrieb catfonts:

Der gute Mann stammt aus Heidekrug.

Meine Oma auch. Ernsthaft. Aber ich poste kein Foto. Die war nämlich ein echt steiler Zahn, als sie jung war, und ich will sie nicht 109s lüsternen Blicken aussetzen. Außerdem nehmen Fotos soviel Platz weg.

 

vor 14 Minuten schrieb catfonts:

In Kürze werde ich davon mal Scans erstellen

Bitte!

 

vor 14 Minuten schrieb catfonts:

natürlich diese, so wie sie ist, digitalisieren...

Das ist ja wohl auch das Mindeste … :-)

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