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markus.klapper

Suche BrailleDIN16 Schriften

Empfohlene Beiträge

markus.klapper

Hallo Forum,

 

ich hoffe ich bin hier im Forum richtig. Ich bin auf der Suche nach BrailleDIN16 Schriften (Pharma-Standard für Brailleschrift auf Arzeneimittelverpackungen).

 

Im speziellen suche ich nach

 

BrailleDIN16

BrailleDIN16Code

BrailleDIN16CodeDot

BrailleDIN16Dot

 

Ich habe die Schriften zwar vorliegen, jedoch nur in einem anachronistischen Dateiformat (.afm). Dieses ist leider nicht mehr Windows 10 tauglich. Daher bin ich auf der Suche nach diesen Schriften in einem moderneren Dateiformat.

 

Die Schriften wurden von Jochen Evertz designed. Die Rechte lagen bei Fontshop, aber Fontshop hat die Schrift nicht mehr im Portfolio (im Onlineshop). Eine Nachfrage beim Fontshop-Support ergab, dass Fontshop die Rechte abgegeben hat, man konnte mir jedoch nicht sagen, an wen die Rechte übergeben worden sind. Alle Informationen zu den Schriften, die ich gefunden habe, zeigen immer noch auf Fontshop.

 

Für jegliche Information wäre ich dankbar.

 

Viele Grüße

Markus Klapper

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Andrea Preiss

Hallo Markus, 

herzlich Willkommen im Forum!

Habe selbst keine Erfahrung mit Braille, aber vielleicht kann dir der Blindenverband weiter helfen?

 

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KlausWehling

Hhm? FontShop kann nicht sagen, an wen sie die Rechte abgegeben haben? Merkwürdig! Vielleicht sind sie aber bereit, Dir einen Kontakt zu Jochen Evertz zu vermitteln. Er kann da u.U. Auskunft geben, wo seine Schriften verblieben sind.

 

Beste Grüße

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markus.klapper

Vielen Dank für die Rückmeldungen.

 

Ja, ich fand es auch etwas merkwürdig, dass die Rechte quasi "unbekannt" verschollen sind. Ich hatte bisher auch nur Kontakt mit dem Telefonsupport, wobei ich in der Vergangenheit immer kompetente Auskünfte und Hilfe dort bekommen habe. Ich versuche mal mein Glück, ob ich Kontakt über FontShop zu Jochen Evertz bekomme, ansonsten würde ich mein Glück beim Blindenverband versuchen.

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markus.klapper

Sorry, habe ich leider vergessen zu erwähnen, mit denen hatte ich auch schon Kontakt, die sind teilweise FontShop Reseller und konnten Schriften leider auch nicht liefern.

 

Ich habe noch einen anderen Anbieter gefunden, der sich pharmabraille nennt, aber leider keine Auskunft auf seiner Webseite gibt, ob es sich für das Deutsche Paket um die DIN16 in allen Versionen handelt. Er verspricht nur, dass es sich um den "Pharmastandard" im Marburg Medium font handelt.

 

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Andrea Preiss

Da er laut Profil auch bei Monotype arbeitet, wird er es ziemlich sicher sein.

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markus.klapper

Davon würde ich auch ausgehen. Werde ich mir wohl ein LinkedIn-Profil zulegen müssen und versuche ihn zu kontaktieren.

Da ich ein Konto bei einem der Wettbewerber von LinkedIn habe, hatte ich dort schon einmal nach ihm gesucht, bin dort aber nicht fündig geworden.

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catfonts

Ich habe mich auch mal auf die Suche zu Informationen zu diesem Font begeben. Auch rtliche Liks zu allen möglichen Aspekten, also zur Codierung, zur Entstehungsgeschichr, zum Zeichenumfang und den (einst) angebotenen Varianten usw. gefunden, aber alle diese Links führen ins leere, als hätte man da alle Seiten vom Netz genommen, weil es hier zwischen Fontshop und wer weiß, Herrn Everts einen Knatsch gegeben. Recht seltsam.

 

Aber generell dürfte es, kennt man die einzuhaltenden Randbedingungen, kein Ding sein, solch einen Font neu zu erstellen. Ist dazu ja eigentlich nur die Art der Codierung der Buchstaben, wo sie z.B. bei ch, schh ei, eu usw eben vom Standard abweicht, oder eben diese Buchstaben als Ligaturen definiert enthält, und dann eben die festen Buchstabenabstände zu den 6 Punkte-Raster der Schriftzeicghen kennt. Die (leider ohne Angabe auf welche Schiftgröße sich das bezieht) genannten Punktgrößen sind immerhin schon bekannt. Nur eben ohne Angabe der Schriftgröße macht die Angabe der Punktdurchmesser mit 1,3mm wenig sinn.

 

Die eigentliche Fonterstellung ist dann aber wirklich keine Kunst. so ein Feld mit 6 Punkte, ist innerhalb weniger Minuten erstellt, und  dann ist es eben ein wenig Fleißarbeit, bei den unterschiedlichen Zeichen die dort nicht verwendeten Punkte zu löschen. Sollte also weit einfacher sein, als die Stadion-Anzeigen-Schriten die icgh auch hier schon umgesetzt hatte, da war des wiederkehrende Punktefeld für alle Glyphen weit umfangreicher, und selbst das war ruck zuck gebaut...

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Þorsten

Gut, aber das Verhältnis von Punkt p zu Lücke l zu Raster r lässt sich von existierenden Braille-Texten ja ableiten. Und wenn dann p=1,3 mm, dann hast du auch die Schrifthöhe in mm.

 

Wobei ich da eher noch ein grundsätzlicheres Problem sehe: die gesuchten »Fonts« sollen ja nicht dazu verwendet werden, um irgendwo Farbe aufzutragen, sondern wohl irgendwie als Steueranweisungen für ein Prägeprogramm. Wie groß müsste also eine kreisförmige (?) Glyphe im Font sein, um die gewünschte halbkugelförmige Prägung zu erhalten? Sind das überhaupt »normale« Fonts, bei denen die Glyphen so aussehen, wie wir uns eine Schwarz-Weiß-Repräsentation der Brailleschrift landläufig vorstellen?

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catfonts

Nun, genau genommen enthält ein Font ja gar nicht schwarze Glyphen auf weißem Grund, sondern eigentlich nur die Kontur zwischen Schwarz und Weit. Wenn ich also mit einem Font eine mit Photolack beschichtete Stahlplatte belichte, sodass sich dort, wo die Glyphen belichtet wurden, dann dieser Fotolack auswaschbar ist, kann ich so entweder ein Tiefdruck-Klischee, z.B. für den Tampondruck ätzen, oder eben bei tieferem Ätzen die Matritze für die Brailsxchrift-Prägung, Hierbei brauche ich eigentlich nur die scharf begrenzten Kanten, und dann eine hinreichend tiefe Ätzung. nschließend hommt dann die Matritze, der zu prägende Karton und ein Gummituch unter die Prägepresse, wobei sich damit durch das Eindringen des Gummituches von selbst die halbrunden Prägungen ausbilden.

 

Was jetzt die Maße der Prägung anbelangt, habe ich bei meinem aktuellen Medikament nachgemessen, hier ergibt sich, dass in der Zeile von Mitte Punkt der oberen Punktzeile zur Mitte des Punktes in der 2. Punktzeile ein Abstand von 2,5mm besteht, und dann  von mitte Punkt der unteren Punktzeile der Buchstaben, bis zur unteren Punktzeile der nächsten Schriftzeile 1cm Abstand vorhanden ist. Wo ich jetzt nicht weiter komme, wie groß jetzt die einzustellende Schriftgröße im Programm genommen wird. Schließlich kann ich das über die Metriks-Einstellungen im Font durchaus für verschiedene Schriftgrößen hinbekommen. Wenn das dann nicht mit dem alten Typ1-Braille-Font übereinstimmt, gibt es hinterher in der Anwendung Probleme.

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catfonts

Heute habe ich dieses Dukument gefunden:

https://www.ffi.de/assets/Uploads/Technische-Richtlinie-Blindenschrift.pdf

Hier geht es explizit um Blindenschrift auf Arzneipackungen, und bei den hier genannten Maßen ist die Punktgröße die hier mit 1,6mm gefordert wird, ist aber anders als bei der gesuchten Schrift mit nur 1,3mm. Könnte es sein, das es hier geänderte Vorgaben gibt, und daher die gesuchte Schriftart zurückgezogen wurde?

 

Ich habe dann meinen Scanner als recht präzises berührungsfreies Längenmessgerät an einer mir zur Verfügung stehenden Medikamenten-Verpackung eingesetzt, dabei habe ich dann auch die Abmessungen aus der PDF-Datei gefunden

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Thomas Kunz

Danke, Catfonts. Sehr interessante Broschüre. 

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bertel

Die EU macht keine Vorgaben zur Ausführung der Größe, sondern schreibt nur vor, dass eine Kennzeichnung der äußersten Kartonumverpackung in Braille zu erfolgen hat.

 

Hier werden Braille-Fonts für Pharmaverpackungen angeboten:

https://www.pharmabraille.com/pharmaceutical-braille/braille-font/

 

 

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catfonts

So langsam komme ich dahinter, warum die gesuchte Schrift wohl vom Markt genommen wurde: Sie ist nicht mehr Normgerecht.

Grund ist hier Unicode, wo es eben für international alle Braille-Zeichen einen Unicode-Block gibt (U+2800 bis U+28FF) wo jetzt die Braille-Zeichen rein binär, und nicht einem bestimmten Buchstaben zugeordnet sind, weil Braille-Zeichen eben keine eindeutige, sprachunabhängige Zuordnung zu bestimmten Buchstaben besitzen. Die Bedeutung einzelner Zeichen ist eben zwischen verschiedenen Sprachen, teils innerhalb einer Sprache zwischen verschiedenen Fachsprachen deutlich unterschiedlich. Das bedeutet aber, dass man diese Braille-Texte ohne eine spezielle Transcribier-Software nicht einfach auf einer Tastatur für sehende eingeben kann, und man möglicherweise mit einer Spezialtastatur wie diese:

t8br.jpg

umgehen können muss.

 

Die alte schrift hingegen wird wohl nur für die 64 Standard-Braille-Zeichen mit 3 Punktzeilen und deutsches Literatur-Braille belegt gewesen sein.

 

Wenn ich jetzt so eine Schrift nachbauen würde, würde ich sicherlich dort auch ein paar OpenType-Funktionen zur Eingabeerleichterung einbauen, so eben die deutschen Braille-Ligaturen wie ch, ch, sch, ei, eu ... und eine Automatik, dass Ziffern mit dem Ziffern-Umschaltzeichen beginnen, und wenn dann ein Buchstabe folgt, ein Leerzeichen hinter die letzte Zahl gesetzt wird.

 

Ich werde mich damit auch mal mit Herrn Zeidler in Verbindung setzen, der ja dieses Eingabe-Hilfsprogramm Ligafaktur für Fraktur und Kurrentschrift gebaut hat (Regelabhängige s/ſ ersetzung und Fraktur-Ligaturen, die eigentlich denen der Blindenschrift entsprechen, ob er nicht Lust hat, daraus auch ein Programm "Braille-Faktur" zu basteln... Mal sehen.

 

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catfonts

Ich habe Ulrich Zeidler angeschrieben, mal sehen, wie er sich äußert. Wenn das klappt, hätte man unter Windows eine einfache Möglichkeit Texte in Unicode-Braille zu schreiben oder zu konvertieren.

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catfonts

Ich habe von Herrn Zedler eine erste Antwort bekommen, und generell schaut es so aus, als wäre es durchaus möglich, so ein Braille-Hilfsprogramm zu bauen

 

Allerdings riet er mit, ohne den generellen Hintergrund zu kennen, eine Braille-Schrift mit direkter Antiqua-Codierung zu verwenden, denn die Zuordnung der Buchstaben und Zeichen der normalen Antiqua-Schrift weist in der Reihenfolge stark von der reihenfolge der Zeichen im Braille-Unicodeblock ab:

 

a=2801, b=2803, c=2909, d=2819, e=2811

f=280B, g=281B, h=2813, i=280A, j=281A

k=2805, l=2807, m=280D, n=281D, o=2815

p=280F, q=281F, r=2817, s=280E, t=281E

u=2825, v=2827, w=283A, x=282D, y=283D

z=2835, Zahl-Umschalter= 0283C (Ziffern = wie a bis j

,=2802, ;=2806, :=2812, !=2816, ?=2822, _=2824, '=2820,

*=2814, /=2819 + 2802 Klammern=2836 %=293C+281A+2834 .=2804

ä=281C, ö=282A, ü=2833, ß=282E st=283E, ch=2839

sch=2831, ie=282C, au=2821, eu=2823, ei=2829 äu=280C

Umschalzzeichen auf großen Buchstaben = 2828

 

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catfonts

Auch wenn sich das hier zum Monolog entwickelt, habe ich noch etwas gefunden: https://www.pharmabraille.com/

Hier gibt es viele Informationen, unter anderem auch die verschiedenen Sprachversionen für die ganze EU der Braille-Belegung, einen kostenlosen Font und Tools for free, wie auch kommerzielle Fonts.

 

Das wär doch schon mal ein Weg?  @markus.klapper

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Thomas Kunz

Catfonts, halt ruhig Monologe. Du bist nicht allein: ich lese mit.

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Thomas Kunz
Am 29.4.2019 um 08:53 schrieb catfonts:

t8br.jpg

 

Catfonts, ist das Gerät tatsächlich zum Tippen von Blindenschrift oder nicht doch zur Stenografie gedacht?

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Thomas Kunz

Und wieder etwas gelernt. Vielen Dank! 

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catfonts

So, jetzt habe ich doch mal in Richtung zu einer deutschen Pharma-Braille - OpenType gedacht, und gründlich mich durchprobiert:

 

Dabei ist diese Schrift herausgekommenWolgaster_Blind.ttf

Diese Schrift hat in 48pt dann die geforderten 1,6mm Punkte, 2,5mm Punktabstand 6mm Zeichenabstand und 10mm Zeilenabstand - das war ganz schön fummelig! Also anders als bei der Schrift von PharmaBraille, deren Schriftgröße man in mm eingeben muss, und kann man dies nicht, einen krummen Punktwert mit Nachkommastellen verwenden muss um auf die geforderten Maße zu kommen.

Ich hab dann den Text von mir vorliegenden Medikamenten-Packungen nachgeschrieben, das ausgedruckt, und diesen Ausdruck auf die Medikamentenpackung aufgelegt, und davon eine Frottage angefertigt, die dann zu meiner Befriedigung mit meinem Ausdruck übereinstimmt :-)

 

Das Ziffern-Umschaltzeichen ist #, bei nur in Markenzeichen verwendeten Großbuchstaben setzt sich das Umschaltzeichen selbst vor den Buchstaben.

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