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Gesucht: Font für Mengentext in lateinischer Schrift, vollständige diakritische Zeichen, Griechisch, Hebräisch, Arabisch, Äthiopisch


JulieParadise

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JulieParadise

Wahrscheinlich suche ich die eierlegende Wollmilchsau, aber vielleicht gibt es ja die Schrift, die ich mit der Antipode von Paul Hanslow (http://typefacedesign.net/typefaces/year/2017/antipode/) bereits gefunden glaubte -- bis mir klar wurde, dass es die Antipode nur als Projekt, nicht aber als fertigen Font bzw. Fontfamilie gibt. Bestätigt wurde dies in einem sehr netten Mail-Austausch mit Paul,  den es derweil wohl ans andere Ende der Welt verschlagen hat (Kanada) und der zwar weiter an dem Projekt arbeitet, es aber noch nicht veröffentlichungsreif ausgearbeitet hat.

 

Bis dahin schlage ich mich also weiter herum mit einer Mischung aus verschiedenen Fonts, die alle ganz unterschiedliche Größenverhältnisse aufweisen, wenn ich zumeist Mengentext mit lateinischer Schrift vor mir habe, der zu erheblichen Teilen mit komplexen diakritischen Zeichen (Punkte, Häkchen, Striche unter und/oder über den Buchstaben) gespickt ist, garniert meist mit arabischen, hebräischen, äthiopischen (Fidäl), syrisch-aramäischen (Ost-/Westsyrisch), griechischen, kyrillischen, koptischen und mandäischen Textteilen. (Ich habe Semitistik [v.a. Äthiopistik und Aramaistik] und Evangelische Theologie studiert und arbeite jetzt in dem Bereich als freie Lektorin.)

 

Gibt es denn eine Schrift, die, das wäre mir das Wichtigste, weil am häufigsten gebraucht, zumindest die lateinischen Schriften, hübsche Mediävalziffern UND ein komplettes Syllabar der äthiopischen Schrift, inklusive der zusätzlichen amharischen Zeichen einer ästhetischen Güte ähnlich der Abyssinica SIL vereint?  :-?

 

Edith: Oben fehlte ein "nicht". Ups.

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Phoibos

Puh, äthiopisches Syllabar ist eine Herausforderung. Auf Anhieb fällt mir bei möglichst umfangreich und qualitativ höchstwertig die Andron ein. Sonst gibt es noch die hier und da etwas holprige Alphabetum, die auch die obskureren System beinhaltet.

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bertel

Die Kefa (Systemfont von Apple) kann Amharisch …

… und Afrikaans, Albanisch, Amharisch, Asu, Baskisch, Bemba, Bena, Dänisch, Deutsch, Deutsch (Schweiz), Englisch, Estnisch, Färöisch, Filipino, Finnisch, Französisch, Friaulisch, Galicisch, Gusii, Indonesisch, Irisch, Isländisch, Italienisch, Kabuverdianu, Kalenjin, Katalanisch, Kinyarwanda, Kornisch, Luhya, Luo, Luxemburgisch, Machame, Madagassisch, Makhuwa-Meetto, Makonde, Malaiisch, Manx, Morisyen, Niederdeutsch, Nord-Ndebele, Norwegisch Bokmål, Norwegisch Nynorsk, Nyankole, Oromo, Portugiesisch, Rätoromanisch, Rombo, Rukiga, Rundi, Rwa, Samburu, Sango, Sangu, Schottisches Gälisch, Schwedisch, Schweizerdeutsch, Sena, Shambala, Shona, Soga, Somali, Spanisch, Suaheli, Suaheli (Kongo-Kinshasa), Taita, Teso, Tigrinya, Vunjo, Zulu.

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Phoibos
vor 36 Minuten schrieb bertel:

kann

Ich finde die Sprachlisten immer sehr unübersichtlich und irreführend, denn durch "Deutsch, Deutsch (Schweiz), Niederdeutsch, Schweizerdeutsch, Schweizerdeutsch" werden diese Listen künstlich aufgebläht.

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Philographus

Die Code2000 kann alle diese Sprachen (und noch viele mehr), allerdings weiß ich nicht, wie das lizenztechnisch ist: Entwerfer und Downloadseite sind vor Jahren von der Bildfläche verschwunden; allerdings handelt es sich bei der Code2000 und ihren Schwestern um Share- bzw. Freeware, so dass das vielleicht unproblematisch ist.

 

Ich habe damals zumindest die Code2000 und -2001 noch von der Originalseite heruntergeladen und kann sie gern weitergeben; sie finden sich aber auch auf den üblichen Downloadseiten, was in diesem Fall vielleicht nicht so problematisch ist.

 

PS: Leider ist die Schrift dafür am ästhetischen Ende nackt. – coangustatum est enim stratum ita ut alter decidat / et pallium breve utrumque operire non potest (Jes 28,20)

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Philographus

Die SIL, eine Missionsgesellschaft von Linguisten, bietet auch viele Schriftarten, gerade für abgelegenere Sprachen, etwa Geez, an: SIL-Fonts

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JulieParadise

Herzlichen Dank, ihr Lieben, 

 

da waren ja schon sehr viele für mich neue Fonts und Hinweise, die ich teilweise (Rosetta) bereits kannte, aber vor Jahren dann wieder verbuddelt habe (Link- und Lesezeichenlisten als Vergessensgarant, verschwunden mit jedem neuen Computer), aber eben auch Neues.

 

Die Brill ist eine tolle Schrift, die auch regelmäßig nutze, aber eben meist in Verbindung mit Projekten, die für den Brill-Verlag gedacht sind. Harrassowitz oder Peter Lang kann ich damit nicht kommen :-o

 

Die SIL-Fonts sind bei mir in ständiger Benutzung, aber Antipode war schon, hach, vielleicht ... irgendwann ... Bei den kostenpflichtigen Varianten muss ich mich mal genauer umsehen, das ist super. Ich war ja auch etwas dreist damit, mehrere Fragen in einer unterzubringen. Und vielleicht ergibt sich aus der "Nachrecherche" des diesjährigen Typodarium-Kalenders, der ja ganz im Zeichen der Sprachenvielfalt steht, noch etwas.

 

Ein begeistertes großes Danke! 

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JulieParadise

Die bei mir zumeist verwendeten Fonts sind Junicode, ASTransfusion/AS_Transfusion, T, Charis SIL, Abyssinica SIL, SBL Hebrew, SBL Greek, Antinoou und Serto Batnan. Da diese aber teilweise noch aus meinen Unizeiten :-| stammen und anfangs sogar noch per Diskette weitergereicht wurden, wird es jetzt eben doch aller(aller!)höchste Zeit für mich, da mal etwas ... geordneter unterwegs zu sein, daher die Frage. 

 

Jedenfalls: Herzlichen Dank für eure bisherigen Antworten, das sind erst einmal viele neue Wege, die zu erkunden sich lohnen wird!

 

 

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Þorsten

Ich vermute mal, dass Googles Weltschriftensuperfamilie Noto euch allen so selbstverständlich erschien, dass sie niemand erwähnen wollte? :-?  Stilistisch jetzt vielleicht nicht so interessant, aber dafür aktiv gepflegt und nicht de facto tot wie einige der anderen kostenfreien Optionen. Und du kannst zwischen Sans und Serif wählen.

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R::bert
vor 40 Minuten schrieb Þorsten:

dass sie niemand erwähnen wollte?

Doch ich habe auch an sie gedacht, aber bin mir unsicher ob die Antiqua auch schon so gut ausgebaut ist, wie die Sans und den gewünschten Anforderungen gerecht wird. :-? Zumindest fehlten bei Adobe Fonts der Bezeichnung nach einige gesuchte Sprachversionen, die es in der Sans so schon gäbe. 
 

Wann kommt denn eigentlich mal eine Antiqua-Version der Fira (Go)? ;-);-);-)

 

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Phoibos

Und noch eine Link-Liste: http://www.wazu.jp/gallery/Fonts_Ethiopic.html

Leider sind die Zusammenstellungen recht alt, aber hier und dort kann man via archive.org oder Google noch fündig werden.

 

Und natürlich ist Luc immer eine gute Anlaufstelle: http://luc.devroye.org/cgi-bin/select.cgi?xxxx=amharic

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Carlito Palm

à propos »noto«: seit ich die vor monaten installiert habe (und sich eine unzahl an noto-fonts ins system gefräst hat) krieg ich die nicht mehr aus meinen font-menüs weg. es nervt ein wenig. :-?

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Oliver Weiß
vor 16 Stunden schrieb JulieParadise:

Mengentext mit lateinischer Schrift vor mir habe, der zu erheblichen Teilen mit komplexen diakritischen Zeichen (Punkte, Häkchen, Striche unter und/oder über den Buchstaben) gespickt ist, garniert meist mit arabischen, hebräischen, äthiopischen (Fidäl), syrisch-aramäischen (Ost-/Westsyrisch), griechischen, kyrillischen, koptischen und mandäischen Textteilen.

Das ist ja eine besonders ausgeklügelte Form des Masochismus! 

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JulieParadise
vor 4 Stunden schrieb Þorsten:

Ich vermute mal, dass Googles Weltschriftensuperfamilie Noto euch allen so selbstverständlich erschien, dass sie niemand erwähnen wollte? :-?  Stilistisch jetzt vielleicht nicht so interessant, aber dafür aktiv gepflegt und nicht de facto tot wie einige der anderen kostenfreien Optionen. Und du kannst zwischen Sans und Serif wählen.

Schatimmt, die lungert sogar bei mir rum, kommt aber tatsächlich nie zum Einsatz. Danke, Þorsten! Die hat sich wohl tatsächlich vor unser aller Nase versteckt :biglove:

 

Bei Projekten, bei denen Verlage mitzureden haben, ist die Auswahl ja ohnehin nicht von mir zu treffen, aber das Geflickte bei anderen Projekten nervt schon, zumal ich auch nicht jedem Doktoranden (Dissertationen & Habilitationen sind häufige Aufträge) zumuten will, sich mehrere seltsame Fonts zu installieren, die dann ja auch wieder frei verfügbar sein sollten. Ich schau mal, ob ich sie demnächst unterbringen kann und wie sie sich macht. Wenn man teilweise wochenlang durch Texte steigt, bekommt man schon ein Gefühl dafür, was funktioniert und was einem nicht so gefällt.

 

Danke!

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JulieParadise
vor 5 Stunden schrieb bertel:

Yep, kenne ich, benutze ich regelmäßig und bin auch, bis auf die Verwendung der Qwerty-Tastatur, sehr zufrieden damit. Meine Tastenbelegungen für diakritische Zeichen habe ich alle nach der Belegung der Keyman-Tastatur ausgerichtet.

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JulieParadise
vor einer Stunde schrieb Oliver Weiß:

Das ist ja eine besonders ausgeklügelte Form des Masochismus! 

Ja, aber ich kombiniere & gleiche das mit dem Sadismus aus, den die Anwendung der DMG-Umschrift mit sich bringt. Wenn schon irre, dann alle: Hatschek hier, Pünktchen da,  Trema, Tilde, tra la la! :mrgreen:

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Phoibos
vor einer Stunde schrieb Oliver Weiß:

Masochismus

O ja, und ich kann mich bei all dem diakritischen Getüddel nicht rausreden wie beim Lesen von Handschriften, dass das einfach nur Fliegendreck ist, den ich mal generös ignoriere... 🙂

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JulieParadise
vor 3 Stunden schrieb Phoibos:

Und noch eine Link-Liste: http://www.wazu.jp/gallery/Fonts_Ethiopic.html

Leider sind die Zusammenstellungen recht alt, aber hier und dort kann man via archive.org oder Google noch fündig werden.

 

Und natürlich ist Luc immer eine gute Anlaufstelle: http://luc.devroye.org/cgi-bin/select.cgi?xxxx=amharic

 

Off-Topic: Die Zusammenstellung bringt mich zu einer anderen Überlegung, die ich aber nicht recht artikulieren kann, weil mir zum einen das Designer-Auge dazu fehlt und zum anderen wohl auch das Vokabular. Stilistisch gehen ja manche der bei WAZU gezeigten Fonts eher in Richtung Fraktur (und die Abyssinica ist wohl immer noch mit Abstand die hübscheste, ausgewogenste, eleganteste Fidäl-Ausformung, die ich kenne) oder wirken unbeholfen, also vom Duktus her, aber sonst übliche Unterscheidungs- oder Beschreibungsmerkmal wie etwa die x-Höhe lassen sich hier ja nicht wirklich anwenden. Höchstens könnte man noch Kontrast oder empfundene Ausgewogenheit ins Feld führen, neben technischen oder ausstattungsbezogenen Erwägungen wie Kerning, Umfang, ...Muss ich mal sacken lassen.

 

Danke!

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Phoibos

Wazu listet für mein Gefühl eher Schriften auf, die auf alte Handschriftenfunde basieren. Und es geht denen meiner Meinung nach mehr um Vollständigkeit (stand letztes Jahrzehnt) als um Ästhetik. Zudem wird nicht immer klar zwischen Unicode-kompatiblen Schriften und wild gefüllten Dateien unterschieden.

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Sebastian Nagel
vor 40 Minuten schrieb JulieParadise:

Schatimmt, die lungert sogar bei mir rum, kommt aber tatsächlich nie zum Einsatz. Danke, Þorsten! Die hat sich wohl tatsächlich vor unser aller Nase versteckt :biglove:

Bei Noto: wenn man die schon länger installiert hat, empfiehlt es sich, die alten Versionen möglichst rückstandsfrei zu entfernen und die neuesten Versionen zu installieren. Da an den Fonts gearbeitet wird, tut sich da auch immer mal wieder was in Sachen Zeichensatz oder Fehlerbereinigung.

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Carlito Palm
vor 15 Stunden schrieb Sebastian Nagel:

Bei Noto: wenn man die schon länger installiert hat, empfiehlt es sich, die alten Versionen möglichst rückstandsfrei zu entfernen

wie machst du das? (siehe mein post weiter oben) zumindest via FEX geht das bei mir nicht. muss ich wohl händisch, oder?

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<p>Wayfinding Sans Symbols — ein cleverer Piktogramm-Font für Beschilderungen</p>
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