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Iwan Reschniev — nach einer Schrift von Jan Tschichold
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br897

Ich suche den Namen und mögliche Quellen, der auf dem Eisenbahnwagen gezeigten Schriftart

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br897

Zwecks Nachbau dieses Kühlwagens der Lindener Brauerei Hannover aus den vermtl. 20er Jahren suche ich diese Schrifttype möglichst exakt.

Es handelt sich bei dem Bild um ein Werksfoto der hannoverschen Waggonbau aus dieser Zeit, andere Quellen in besserer Auflösung sind mir leider nicht bekannt.

 

hawa_ag_hannover_linden_-_lindener_actien_brauerei_zweiachsiger_bierwagen_mit_bremse_.jpg

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bertel

Hier ist noch ein bissl größeres Bild: 

HAWA_AG_Hannover_Linden___Lindener_Actie

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catfonts

Tja, da muss ich dich wohl oder übel auf den Boden der Tatsachen herunterholen. Bis sogar noch in die 1970er Jahre gehörte es zur Ausbilduns aller Berufe, die größere Beschriftungen außerhalb von auf  bedrucktem Papier herstellten, zu lernen, wie man die grundsätzlichen Schriftstile entwirft und konstruiert. Einen Zugang zu benannten Druckschriften hatten diese Berufe in der Regel nicht, da sie in der Regel auch gar nicht in eine Setzerei hineingelassen wurden, um sich da durch die vorhandenen Setkästen wühlen zu dürfen, um da ein  paar Worte als Vorlage setzen zu lassen, welche die dann auch noch auf die benötigte Größe auf schweineteurem Fotopapier beim Repro-Fotografebn dann hochzu skalieren. Auch waren Satzschriften auch gar nicht dafür gedacht, Beschriftungen in dieser Größe anzufertigen.

Solche Arbeiten war also die Aufgabe von Schilder- und Reklamemalern, aber auch Lackierern, oder auch Steinmetzen.

 

Zudem ist deine Vorlage so klein, dass man hinter den Pixeln kaum die Schrift, sollte sie vielleicht doch schon digitalisiert worden sein, auch sicher zu erkennen. Was man in Filmen immer wieder sieht, dass da ein verpixeltes Überwachungskamera-Bild gezeigt wird, das der Komputer-Spezialist ruck zuck zu einem scharfen Fahndungsfoto vergrößert, ist leider ein Film-Märchen. Aus einer Zeichenhöhe von gerade einmal 10 Pixeln bei den Kleinbuchstaben lässt sich mit besten Willen kein Buchstabe erkennen.

 

Das einzige, was ich dir empfehlen könnte, währe mal beim Kollegen Helzel vorbei zu schauenm, immerhin hat der mittlereiile 450 Frakturschriften digitalisiert.

 

http://www.romana-hamburg.de/Fraktur.htm

 

Sonst schau auch mal bei meinen Schriften vorbei: catfonts.de - vielleicht findest du da auch das eine oder andere für deine Einsätze…

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Uwe Borchert

Hallo,

 

die Schrift hat eine starke Ähnlichkeit mit der Koch-Schrift auf Reichsbahnschwabacher genannt. Ist aber trotzdem keine Schwabacher sondern eine Fraktur. Ein anderer Name lautet Fette Deutsche Schrift. Die Schrift auf dem Bild erscheint aber etwas leichter.

 

Typeface:	Koch Schrift
Desigener:	Rudolf Koch
Year:		1909

Kräftige Schwabacher;
gute Alternative zur „AltenSchwabacher“;
nach einem Druckmuster ca.1930;
Rudolf Kochs erste Druckschrift von 1909

Auf einem alten Schriftmusterblatt aus den 30er Jahren wird 
diese Schrift als „Schwabacher (bei der Deutschen Reichsbahn 
verwendet)“ bezeichnet.

In Wahrheit handelt es sich um die berühmte erste Schrift des 
Schreibmeisters Rudolf Koch, die dieser im Jahre 1909 für die 
spätere Schriftgiesserei Gebr. Klingspor schuf. Damals erhielt 
sie den Namen „Neudeutsch“. Später erlangte sie als Koch-
Schrift Berühmtheit. Sie wurde in den 30er Jahren tatsächlich 
die Hausschrift der Deutschen Reichsbahn.

https://www.ingofonts.de/ingofonts/de/iF_KochSchrift.html

https://www.ingofonts.de/ingofonts/de/iF_KochSchrift.html

 

Es gibt  auch eine freie Digitalisierung.

 

https://fonts.google.com/specimen/UnifrakturCook

 

Vielleicht reicht das ja schon aus?

 

MfG

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br897

Wow, schon mal vielen Dank für die Hinweise..."fette Deutsche Schrift" kommt dem Bild am nächsten, allerdings tatsächlich zu "fett".

Koch-Fraktur normal  passt auch, leider nicht beim "A" und "H"..., 

 

Klar das der Wagen nicht bedruckt, sondern wohl mit Schablone "beschrieben" wurde, allerdings sind die Anschriften an Eisenbahnfahrzeugen, zumindest für die Revisionsdaten und Eigentumsbeschriftungen genormt gewesen...

Evtl. lässt sich etwas passendes "zusammenstückeln"

Die Richtung passt....😎

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bertel
vor 11 Minuten schrieb br897:

, sondern wohl mit Schablone "beschrieben" wurde,

Üblicherweise hatten die Schildermaler für so große Beschriftungen keine Schablonen, sondern haben das von Hand gemacht. 

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br897

Hallo und guten Morgen,

ich wollte mich nochmal für die Hinweise und Ausführungen zu meiner Anfrage Bedanken.

Nach einigem Probieren konnte ich aus der "fetten Deutschen Schrift" durch Skalieren und weiß konturieren ein für mich akzeptables Schriftbild am PC mittels Standart-Software erzeugen. Immer wieder beachtlich, was moderne Digitaltechnik, zu leisten vermag.

Anbei die erste Umsetzung am Modellfahrzeug im Maßstab 1:32... später auf Anreibefolie gedruckt, wird es ein sauberes Ergebnis geben...

 

LG

Michael

 

 

Lindener Brauerei.jpg

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bertel

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass sich die Lindener Actien-Brauerei damals mit c statt k geschrieben hat …

Lindener_Actien-Brauerei_1000_Mk_1921.jp

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catfonts

Das hat aber wohl der Reclamemaler wohl übersehen, und den Wagon mit k beschriftet.

 

Das Wort Aktie entstand wohl ab 1472 in Bremen aus dem mittelniederdeutschen Wort „axie“ für „Anspruch“ oder „Anrecht“, das sich aus dem Begriff für den „Klageanspruch“ (lateinisch actio) ableitete. Zitiert wird die Aktie in Bremen wie folgt: „van Antworpe in der zone nicht mede wesen unde up erer axien stande bliven wolden“. Im Jahre 1598 wird aus Wijk bij Duurstede zitiert: „So wie eine Anleihe, Obligation oder Aktie von jemand kauft…“ (niederländisch soo wie een rentebrieff, obligatie ofte actie van ymant coopt) Die holländische Niederländische Ostindien-Kompanie gab im März 1603 erstmals Aktien (niederländisch actien in de compagnie) aus, wobei das niederländische Wort als Vorbild für die deutsche Sprache gedient hat. Im deutschsprachigen Raum lässt sich die Bezeichnung Aktie  (Actie) im heutigen Sinne erstmals 1647 in der Wendung „…dieſer brandenburgiſcher compagnien actien…“ nachweisen, 1651 sprach der Autor von der „Verkaufung der Actionen“. Aus dem Lateinischen leiten heute viele Sprachen ihren Aktienbegriff ab (italienisch azione, französisch action, spanisch acción).

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109
Am 20.6.2020 um 09:40 schrieb br897:

Hallo und guten Morgen,

ich wollte mich nochmal für die Hinweise und Ausführungen zu meiner Anfrage Bedanken.

Nach einigem Probieren konnte ich aus der "fetten Deutschen Schrift" durch Skalieren und weiß konturieren ein für mich akzeptables Schriftbild am PC mittels Standart-Software erzeugen. Immer wieder beachtlich, was moderne Digitaltechnik, zu leisten vermag.

Anbei die erste Umsetzung am Modellfahrzeug im Maßstab 1:32... später auf Anreibefolie gedruckt, wird es ein sauberes Ergebnis geben...

 

LG

Michael

 

 

Lindener Brauerei.jpg

Hallo,

schaut schon gut aus!

wo lässt Du die Reibebuchstaben anfertigen? :-)

 

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109
vor 2 Stunden schrieb bertel:

Machmal brauchen wir auch welche, die lassen wir dann hier herstellen: https://www.printproof.de/miniaturbeschriftung.html

Bisher alles perfekt gewesen.

Danke! Schaue ich mir mal an :-)

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catfonts

Manchmal ist man aber auch nit den klassischen Nass-Abziehbildern besser bedient, denn ich glaube, auf der gezeigten Oberfkläche wird das mit Abrubbeln nichts werden. Ich habe da selbst Kontakt zu einem Hersteller, der auch schon oft meine Schriftarten einsetzte:

 

https://www.modellbahndecals.de/

 

Grüßen Sie also Herrn Nothaft von mir :-)

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br897

Hallo, 

in der Modellbahnszene ist die Fa. Simrok ein Begriff für prompte zuverlässige und kompetente Auftragsabwicklung.

Fachkenntnisse und langjährige Erfahrung in der "Eisenbahnbeschriftung" erleichtern auch dem Laien die Individualisierung von Großserienprodukten und dem Modellbauer die Beschriftung von Kleinserien oder Einzelanfertigungen....

Die Fa. Nothaft ist ebenfalls ein "Begriff", ich bevorzuge jedoch die Abreibebeschriftung aus unterschiedlichsten Gründen....

Hier ein Link für Interessierte  http://www.setzkasten.com/

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109
vor 10 Stunden schrieb br897:

Hallo, 

in der Modellbahnszene ist die Fa. Simrok ein Begriff für prompte zuverlässige und kompetente Auftragsabwicklung.

Fachkenntnisse und langjährige Erfahrung in der "Eisenbahnbeschriftung" erleichtern auch dem Laien die Individualisierung von Großserienprodukten und dem Modellbauer die Beschriftung von Kleinserien oder Einzelanfertigungen....

Die Fa. Nothaft ist ebenfalls ein "Begriff", ich bevorzuge jedoch die Abreibebeschriftung aus unterschiedlichsten Gründen....

Hier ein Link für Interessierte  http://www.setzkasten.com/

Kenne ich und hatte ich auch schon mal angefragt, kam keine Antwort und man hatte den Eindruck dass sie nicht mehr tätig sind ... aber es scheint dem ja nicht so! :-)

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catfonts

Auch würde ich mal schauen, ob es in deiner Gegend jemanden gibt, der Werbegeschenke bedruckt.

 

Hierzu wird dann Tampondruck verwendet, also dir Farbe, je nach Auflagenzahl in ein seitenrichtiges Tiefdruck-Klischee entweder auf Polimerbasis oder bei sehr hohen Auflagen in eine Stahlplatte eingeätzt hinein gerakelt, und mit einem weichen Silikonkissen dann auf das zu bedruckende Gut übertragen. Das Ergebnis ist dann tatsächlich wie beim Modellbahn-Hersteller, selbst feinste Anschriften in kleinem Maßstab sind so technisch möglich.

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