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Zauberhexe

Ich habe nun viele Internetseiten durchforstet und habe noch immer nicht die gewünschte Information, die ich suche.

 

Es geht um das Thema Blocksatz/Silbentrennung und hier konkret um Typografie/Ästhetik vs. Lesbarkeit/Leserlichkeit mit der Technik MS Word.

 

Hierzu gibt es in jeder der beiden Richtungen viele persönliche Meinungen, die alle sehr interessant sind, mir geht es jedoch auch bzw. mehr um konkrete Regeln/Anweisungen aus einem Fachbuch und um Hilfestellungen eines Word-Typografie-Spezialisten. Ein Fachbuch habe ich mir angesehen, aber auch dort finde ich nur schwammige Aussagen, wie in etwa: Silbentrennung so viel wie nötig, um große Wortabstände zu vermeiden, aber nicht zu viel, damit es noch lesbar/leserlich ist.

 

Aber was ist nun genau ein zu großer Wortabstand? Wie viele Trennzeichen dürfen nacheinander folgen oder in einem Satz sein, damit das Ganze noch lesbar/leserlich ist? Welche Regeln gelten für das optimale Maß? Und wie ist das erkennbar/prüfbar in Word?

 

Mir ist bewusst, dass das natürlich abhängig von der Anzahl der Zeichen in einer Zeile bzw. pro Seite, von der Schrift, Schriftgröße, dem Zeilenabstand etc. ist. Wenn ich jedoch anhand eines konkreten Beispiels mit konkreten Angaben das dann in etwa umrechnen könnte auf meine Situation, wäre ich schon glücklich.

 

Meine Situation: Word, ca. 80 Zeichen pro Zeile, übliches DIN-A4-Format.

 

Für InDesign finde ich tatsächlich konkretere Angaben (weil dort auch entsprechende Einstellungen vorgenommen werden können), für Word leider nicht bzw. ist mir nicht klar, wie ich dort dann einen definierten Maximalabstand (optisch oder technisch) erkennen/prüfen kann, wenn ich die manuelle Silbentrennung durchführe.

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Carlito Palm

hallo und willkommen!

wie vermutlich viele hier kenn ich mich in word nur sehr wenig aus. das ist für mich in der regel lediglich der container in dem ich die texte meiner auftraggeber bekomme. ernsthaft gearbeitet wird dann in indesign & co. deshalb kann ich dir leider nicht sagen, wo man was in word einstellt. was ich dir sagen könnte ist, ob eine konkrete seite gut aussieht oder nicht. also vom endergebnis her. was auf jeden fall viele probleme mit silbentrennung und aufreißen der wortabstände lösen kann: den blocksatz generell vermeiden und linksbündig setzen. ich weiß, das ist jetzt nicht das was du als lösung brauchst. aber einmal ein möglicher zugang.

alles gute! vielleicht findet sich hier ja noch jemand, der sich in den tiefen der word-einstellungen auskennt.

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Dieter Stockert

Es ist schon eine Weile her, dass ich mit Word arbeiten musste. Aber damals war meine Erfahrung, dass der Bereich Silbentrennung in Word aus typografischer Sicht so beschaffen ist, dass es sich nicht lohnt, da große Mühe zu investieren.

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Callelulli

Für die automatische Silbentrennung ist das sicher richtig, @Dieter Stockert. Word versucht, an der letzten Stelle zu trennen, und achtet nicht auf den Absatz insgesamt.

Ich behelfe mir so: Manuelle Trennhilfe einschalten. Dann lasse ich mir von Word die Trennungen vorschlagen. Ich entscheide lokal nach ein paar Heuristiken: Trennung möglichst an Wortfugen, möglichst mittig im Wort (nicht nur zwei, drei Buchstaben von langen Wörtern abtrennen), nicht mehr als zwei Zeilen mit Trennungen hintereinander. Das klappt häufig, aber manchmal justiere ich von Hand nach. Und manchmal gebe ich auf ...

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Carlito Palm

dann passt es hier sehr gut hinein, wieder einmal an die bedingte trennung* (am mac: alt + -) zu erinnern!

 

* das sind die, die bei bedarf auch wieder verschwinden wenn der text neu umbricht.

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Zauberhexe

Vielen Dank erstmal für die Antworten, obwohl sie mich noch nicht wirklich weiterbringen.

 

Der Blocksatz ist nicht verhandelbar.

 

In Word verwende ich nicht die Funktion Silbentrennung, weder die automatische, noch die über die Funktion aufrufbare manuelle Silbentrennung. Die zweite Variante wäre möglich, aber mich behindert beim Betrachten der ganzen Seite dann das Word-Fenster. Ich betrachte auch die ganze Seite, nicht nur den Absatz und entscheide dann, ob und wie ich den bedingten Trennstrich setze.

 

Leider kann ich hier keine originale Beispieldatei anhängen. Ich werde darüber nachdenken, ob ich vielleicht mal ein bis zwei Seiten an Externe als Auftrag vergebe, die dann die Texte in InDesign überführen und dort ihre üblichen Anpassungen vornehmen. Das Ergebnis würde ich in Word manuell nachstellen und hätte so zumindest ein typografisch abgesegnetes Muster. Bei unterschiedlichen Ergebnissen, mit denen ich rechne, könnte ich zumindest mit dem Durchschnitt arbeiten. Wie ich das dann in der Praxis in Word umsetze, ist natürlich noch mal etwas anderes.

 

Aber vielleicht kommt ja noch der ein oder andere hilfreiche Beitrag dazu.

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Phoibos

  

Gibt es den Duden-Korrektor nicht mehr als Plugin für Word? Der konnte doch auch Silbentrennung durchführen, soweit ich mich recht entsinne.
Ich verwende immer die automatische Trennung in Textmaker, aber da werkelt halt der Duden mit im Hintergrund. Kurz vor dem Druck beim allerletzten Korrekturlesen greife ich hier und da händisch ein. Generell ist bei mir die Option aktiv, nicht mehr als zwei Trennungen untereinander und keine den Lesefluß störenden Trennungen. Textmaker scheint solche Trennungen der Kategorie Urin-stinkt zu kennen 🙂
Da Textmaker ja kein Layout-Programm ist und deswegen jede Menge Feintuning nicht kennt, behelfe ich mir hier und da mit Leerzeichen in unterschiedlichen Punkt-Größen, um zu gedrängte oder gesperrte Zeilen oder diese Bäche? Flüsse? zu vermeiden. Das ist zwar quick'n'dirty, aber funktioniert.

 

Und eine Mustertextseite für Geld setzen zu lassen, finde ich irgendwie komisch. Ich gönne natürlich den Layouter*Innen ihren Lohn, doch das ist halbgar. Entweder ich lass die Arbeit ganz von Profis machen und bekomme eine entsprechend ansprechende Arbeit oder ich investiere in ein gutes Buch (Detailtypografie lohnt sich meiner Meinung nach immer, gerne wird hier noch die Lesetypografie empfohlen) und lebe mit dem, was ich selbst zustande bringen kann.

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<p>Krimhilde – Fraktur trifft geometrische Grotesk</p>
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