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Erfindung/Erfinder der Farbwalze?

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gutenberger

Wieder was "Neues" dazu: Bei Wikipedia wird behauptet, Charles Stanhope (3. Earl - der Typ, der 1800 die Stanhope-Presse gebaut hat), hätte dabei die Tampen durch Farbwalzen ersetzt. Das klingt ja mal richtig konkret. Als Quelle wird angegeben: Hans-Jürgen Halkasch: Biografisches Lexikon des Druck- und Verlagswesens. Lebensdaten und Leistungen. Verlag Beruf und Schule, Itzehoe 1993, ISBN 3-88013-526-6, (Lexikon der gesamten grafischen Technik 9). Ich würde mir das Buch gern zulegen oder zumindest lesen. Leider ist das Werk momentan antiquarisch nicht zu vernünftigen Preisen zu bekommen und hier auf dem Dorf komme ich auch in keine öffentliche Bibliothek, die das haben könnte. Falls das einer der hier Mitlesenden haben sollte - könnte dieser freundliche Mensch da mal bitte reinschauen und gucken, ob bei Herrn Stanhope möglicherweise noch was zum Thema Farbwalzenerfindung steht? Vielleicht hat der sich ja auch bei irgendwelchen Vorgängern bedient?
Herzlichen Dank!

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Phoibos
vor 2 Minuten schrieb gutenberger:

und hier auf dem Dorf

Auch Du kannst Fernleihe oder Fernkopie beantragen. Das läuft dann über die Post, ist aber etwas teurer.

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gutenberger

Ja, wenn man das richtige Buch im Regal hat, aber nicht reinguckt ... dann macht man ganze Internetforen verrückt. Tschuldigung!
Ich habs jetzt gefunden -  glaube ich zumindest. Im Wolf (Geschichte der Druckverfahren) ist sogar ein ganzes Kapitel über den Weg vom Tampen zur Walze. Ich hatte es zuerst im Inhaltsverzeichnis unbegreiflicherweise übersehen.
Und darin steht: Walzen zum Farbauftrag sind seit etwa 1630 (!) bekannt. Am 24. 6. 1634 hat ein gewisser Herr Rotsipen darauf ein britisches Patent angemeldet. Holzspindel mit Lederbezug. Damit ist ja meine Frage geklärt. Und sogar die Erfindung der Gelatinewalze wird da ziemlich genau datiert und beschrieben - ein Edward Dyas etwa 1780 in England. Königs Bedeutung wird damit keinesfalls geschmälert. Sein Farbwerk nutzte zwar die schon bekannten Walzen (vermutlich dann tatsächlich schon aus Gelatine, ob nun mit oder ohne Lederbezug steht da nicht), war aber der erste erfolgreiche Versuch, den Farbauftrag beim Drucken zu mechanisieren. So, nun sind wir alle wieder etwas schlauer. Und vielen herzlichen Dank für die vielen interessanten und sachdienlichen Hinweise!

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Norbert P
vor 1 Stunde schrieb gutenberger:

Am 24. 6. 1634 hat ein gewisser Herr Rotsipen darauf ein britisches Patent angemeldet

Arnold Rotsipens Patent hatte die No. 71 und stellte verschiedenste Dinge vor; darunter wohl mindestens auch ein dampfbetriebenes Gerät. ;-)

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gutenberger

Noch ergänzend: Auch König liess sich - allerdings erst 1814 - Walzen aus einer gelatineartigen Masse patentieren. Und die ersten Gummiwalzen aus Naturkautschuk gab es 1871 an amerikanischen Druckmaschinen.

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