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Das Typografie-Wiki
Das große gemeinschaftsbasierte Fachlexikon der Typografie und Drucktechnik mit über 350 Begriffen.
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«So ‹schreibt› man es in der Schweiz» »So ›schreibt‹ man es in Deutschland«
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Weitere Informationen zum Einsatz gibt es im FAQ-Bereich.
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Die Technologie wurde später von Adobe aufgekauft und in abgewandelter Form in das DTP-Progamm Adobe InDesign integriert.
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Das System wurde von Peter Karow (bei URW in Hamburg) entwickelt und 1975 erstmals auf der ATypI-Konferenz in Warschau vorgestellt. Das Ikarus-Format ist eine abstrakte Konturbeschreibung, die Buchstaben lediglich als Koordinaten mit einer Definition als Anfangs-, Eck-, Tangenten- und Kurvenpunkte definiert. Mit welchen mathematischen Funktionen – zum Beispiel Bézierkurven (PostScript) oder quadratische Splines (TrueType) – die Punkte später in einer Anwendung zu einer kontinuierlichen Kurve verbunden werden, ist im Ikarus-Format nicht explizit festgelegt. Die Referenzpunkte der Ikarus-Beschreibung werden lediglich so verteilt, dass sie auch bei Kurvenverläufen genügend Informationen enthalten und nach der automatischen Glättung dem Original entsprechen. Dieses Verfahren entspricht dem sogenannten Straken im Schiffbau, wo eine nur durch Stützpunkte gehaltene Holzlatte eine gewünschte Kurve beschreibt.
Ein Buchstabe in der Ikarus-Beschreibung (IK-Format)
Zwischen den 1970er-Jahren bis in die 1980er-Jahre ließen sich nahezu alle namhaften Setzmaschinen-, Laserdrucker- und Schriftenhersteller der Welt Ikarus lizenzieren, zum Beispiel Hell, Stempel/Linotype, Berthold, Compugraphics, Autologic, Letraset, Typoart, Xerox, Sony.
Das System erlaubte es, Schriftzeichen und Logos, die bislang nur als Fotosatz- oder Bleisatz-Träger existierten, hochwertig zu digitalisieren und für verschiedene digitale Ausgabemedien und Satzsysteme aufzubereiten. So wurde es zum Beispiel erstmals möglich, Schrift und Logos als Folienplotts in beliebigen Größen herzustellen.
Folienplotts mit dem Signus-System von URW
Mit der Durchsetzung von PostScript (ab Mitte der 1980er-Jahre) und den Fontformaten TrueType und PostScript Type 1 (ab Anfang der 1990er-Jahre) verlor das Ikarus-System zunehmend an Bedeutung. Es wird bei den Schriftanbietern Dutch Type Library und URW++ weiterhin verwendet.
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L. Niels »Satztechnisches Taschenlexikon« verzeichnet den Begriff auch als veraltete Bezeichnung für den Petit-Schriftkegel (8 Punkt).
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Im Kapitälchensatz werden Versalien und Kapitälchen so kombiniert, dass die Kapitälchen jeweils an die Stelle treten, wo sonst im gemischten Satz Kleinbuchstaben benutzt worden wären. Man hat es also gestalterisch mit reinem Großbuchstabensatz zu tun, der aber gleichsam durch die unterschiedlichen Größen die in der lateinischen Schrift gewohnte Trennung in Groß- und Kleinbuchstaben widerspiegelt.
Im Digitalsatz können Kapitälchen als ein eigener Schriftschnitt erhältlich sein, der die Kapitälchen auf den Positionen der Kleinbuchstaben enthält. OpenType-Schriften mit Kapitälchen-Unterstützung enthalten dagegen Kleinbuchstaben und Kapitälchen gleichermaßen. Durch Aktivierung der Kapitälchenfunktion tauscht das Anwendungsprogramm dann dynamisch die Kleinbuchstaben durch Kapitälchen aus.
Kapitälchen werden wie Großbuchstabensatz in der Regel leicht gesperrt gesetzt. In OpenType-Fonts kann dies beim Einsatz der OpenType-Kapitälchen bereits einprogrammiert sein und wird dann automatisch zugewiesen.
Viele Anwendungsprogramme erlauben auch die Generierung von »falschen Kapitälchen«. Dabei wird die Kleinbuchstabenbelegung einfach durch herunterskalierte Großbuchstaben des Normalschnitts erzeugt. Da dadurch die Strichstärken von Groß- und Kleinbuchstabenbelegung unausgewogen wirken, gilt die Verwendung von falschen Kapitälchen als ein zu vermeidender typografischer Fehler.
Falsche Kapitälchen
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Die Kegelhöhe ist identisch mit der Angabe der Schriftgröße.
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Oft aufgerufene Begriffe
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Die vier Umschlagseiten werden mit U1 bis U4 bezeichnet. Das erste, was man von einer Publikation, sei es nun Buch, Zeitschrift oder sonst etwas, sieht, ist die Seite U1. Schlägt man das Werk auf, schaut man links auf die, bei Büchern in der Regel unbedruckte, Seite U2 (und bei Büchern rechts dann auf den Schmutztitel). Blättert man nun das ganze Werk durch, bis man die letzte Seite umgeschlagen hat, dann ist links die letzte Seite des Werkes und rechts liegt U3, bei Büchern meistens ebenf
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Versalien ist der typografische Fachbegriff für Großbuchstaben. Der Begriff leitet sich ursprünglich von den Großbuchstaben ab, die am Anfang einer Verszeile (lat. versus = »Zeile«) standen. Der Singular lautet der Versal, wird aber in der Typografie praktisch nie gebraucht. Die Schreibweise in Versalien zählt neben kursiv, fett etc. zu den Auszeichnungsarten im Schriftsatz. Ein anderes, ebenfalls häufig gebrauchtes Wort für Großbuchstaben ist Majuskeln – im Gegensatz zu den Minuskeln, den
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Das Versal-Eszett bezeichnet die Großbuchstabenform des Buchstaben ß (Eszett). Die Erweiterung des deutschen Alphabets um diesen Buchstabens wird seit Ende des 19. Jahrhundert diskutiert. Bis 1941 waren in Deutschland die gebrochenen Schriften für deutsche Texte vorherrschend und in diesen Schriften gibt es nur in sehr seltenen Fällen Großschreibung von Wörtern. Das ß existierte deswegen lange Zeit nur als Kleinbuchstabe, da es für eine Großbuchstabenvariante schlicht keinen Bedarf gab. Seit dem
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Mit Condensed wird eine im Vergleich zum Normalschnitt schmaler laufende Schrift bezeichnet. Condensed-Schriften bieten sich auf Grund des geringeren Platzbedarfes zum Beispiel für Tabellen oder Zeitungsüberschriften an. Eine Schrift, die im Gegensatz zur Standardweite noch breiter läuft, wird im Englischen Extended bezeichnet.
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Die Versalhöhe beschreibt die Höhe eines Großbuchstabens (z.B. des H) des jeweiligen Schriftschnittes.
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LF ist die Abkürzung für Lining Figures – im deutschen Sprachraum in der Regel als Versalziffern bezeichnet.
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Anfang des 20. Jahrhunderts schuf der deutsche Grafiker Ludwig Sütterlin im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums zwei Schulausgangsschriften: eine nach lateinischen Schriftstil, und eine zweite als Weiterentwicklung der bis dahin im deutschsprachigen Raum vorherrschenden Kurrentschrift. Letztere bekam in der Folge die umgangssprachliche Bezeichnung Sütterlinschrift. Sütterlin verzichtete in seiner Vorlage auf die typische Schrägstellung der Kurrent und den Schwellzug.
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Gruppe I: Venezianische Renaissance-Antiqua Entwickelt um 1470 vor allem durch Nicolaus Jenson, Venedig, aus der humanistischen Minuskel. Das handschriftliche Vorbild dieser Druckschrift wurde mit der schräg angeschnittenen Breitfeder im Wechselzug geschrieben. Erkennungsmerkmale: Serifen Achse der Rundungen Ansatz (Dachansatz) der Serifen Querstrich des kleinen »e« der Kleinbuchstaben sind höher als die Versalien Strichstärken-Unterschiede
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Der Begriff Kurrent kann im weitesten Sinne als Synonym von Schreibschriften (von lateinisch currere: »laufen«) benutzt werden. Diese Bedeutung ist jedoch nicht die übliche. In der Regel meint man mit Kurrent einen spezifischen Schreibschriftstil des lateinischen Schriftsystems, der auf die gotische Kursive des 15. Jahrhunderts zurückgeht und sich im deutschsprachigen Raum bis ins 20. Jahrhunderts als verkehrsübliche Schreibschrift halten konnte. Die Kurrent bildet als Schreibschrift das Pendant
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Der Bleisatz ist ein Satzverfahren, das in unserem Kulturkreis seit seiner Erfindung durch Johannes Gutenberg in Mainz um 1440 angewendet wird. Dabei werden die Texte aus sogenannten beweglichen Lettern – einzelnen Buchstaben aus einer Blei-Zinn-Antimon-Legierung – zu einer Druckform zusammengesetzt, und von diesen wird im Hochdruckverfahren gedruckt. Handsatz in einer amerikanischen Staatsdruckerei Das manuelle Zusammenfügen der einzelnen Lettern durch einen Schriftsetzer wird H
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