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Das Typografie-Wiki
Das große gemeinschaftsbasierte Fachlexikon der Typografie und Drucktechnik mit über 350 Begriffen.
So genannte freie Lizenzen und Lizenzsysteme gab es auch vor der Entwicklung von OFL eine ganze Reihe, aber sie waren in der Regel nicht auf die Verbreitung von Fonts zugeschnitten. So gehört zum Beispiel zu den Creative-Commons-Lizenzen meist eine Namensnennung des Lizenzgebers bei der Anwendung. Für Schriften ist dies jedoch nicht angebracht, da man dann z.B. ein mit so einer Schrift entworfenes Logo nie ohne ausdrücklichen Hinweis auf den Schriftgestalter verwenden dürfte. Die OFL vermeidet solche Probleme und soll die Entwicklung und weltumspannende Kooperation beim Schriftentwurf fördern.
Der Lizenztext und weitere Informationen zur Verwendung finden sich hier: http://scripts.sil.org/ofl
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OpenType ist technisch gesehen eine Erweiterung des TrueType-Formates. Ein OpenType-Font besteht stets aus einer Datei, die gleichermaßen auf Windows, Mac OS und anderen Betriebssystemen lauffähig ist. Die Umrisslinien eines OpenType-Fonts können sowohl im TrueType-Format vorliegen (Suffix: TTF) als auch im PostScript-Type1-Format (Suffix meist: OTF).
Da OpenType lediglich eine Erweiterung des TrueType-Formates ist, sind sich beide Formate sehr ähnlich. Ein Unterschied kann vor allem dadurch ausgemacht werden, ob erweiterte typografische Eigenschaften (»Layout Tables«) enthalten sind oder nicht.
OpenType-Fonts sind generell Unicode-basierend und können demnach auf einen großen Zeichenvorrat (bis zu 65.536 Zeichen) zurückgreifen. Welche Zeichen tatsächlich in einem OpenType-Font enthalten sind, ist von Font zu Font sehr unterschiedlich. Adobe kennzeichnet mit dem Zusatz »Std« Fonts, die lediglich mit einer 8-Bit-Standardbelegung versehen sind. Font, die mit »Pro« versehen sind, besitzen erweiterte Zeichensätze. Welche genau dies sind, muss im Einzelfall geprüft werden.
Ab Windows 2000/XP und Mac OS X werden OpenType-Schriften von Hause aus unterstützt.
Weitere Informationen im Fachartikel Mythos OpenType auf Typografie.info
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Das OTC-Format ist das Gegenstück zu dem schon seit längerem verwendeten TTC-Format, bei dem TrueType-basierte Fonts zusammengefasst werden können.
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Nachfolgende Tabelle zeigt die gängigen OpenType-Features, die in der lateinischen Schrift benutzt werden können und von Anwendungen wie Adobe InDesign und Illustrator zur Verfügung gestellt werden. Die deutschen Benennungen sind nicht standardisiert und können sich daher von Anwendungsprogramm zu Anwendungsprogramm unterscheiden. Außerdem lässt sich im Anwendungsprogramm nicht immer jedes Feature separat ansprechen. Der Software-Hersteller kann diese auch in Kombination benutzen oder an andere Funktionen des Programms koppeln. Eine umfassende Übersicht, welches Feature in welchen Programmen unterstützt wird, bietet diese Liste von Typotheque.
Standardligaturen
Englisch: Standard Ligatures
Feature Code: LIGA
Bedingte Ligaturen
Englisch: Discretionary Ligatures
Feature Code: DLIG
Brüche
Englisch: Fractions
Feature Code: FRAC
Ordinalzeichen
Englisch: Ordinals
Feature Code: ORDN
Schwungbuchstaben
Englisch: Swash
Feature Code: SWSH
Titelschriftvarianten
Englisch: Titling Alternates
Feature Code: TITL
Kontextbedingte Varianten
Englisch: Contextual Alternates
Feature Code: CALT
Alles in Kapitälchen
Englisch:All Small Caps
Feature Code: C2SC+SMCP
Kapitälchen
Englisch: Small Caps
Feature Code: SMCP
Alternativen für die Auswahl
Englisch: Access all Alternates
Feature Code: AALT
Null mit Schrägstrich
Englisch: Slashed Zero
Feature Code: ZERO
Formatsätze 1 bis 20
Englisch: Stylistic Sets
Feature Code: SS01–SS20
Hochgestellt
Englisch: Superscript/Superior
Feature Code: SUPS
Tiefgestellt
Englisch: Subscript/Infirior
Feature Code: SUBS
Zähler
Englisch: Numerator
Feature Code: NUMR
Nenner
Englisch: Denominator
Feature Code: DNOM
Versalziffern für Tabellen
Englisch: Tabular Lining
Feature Code: TNUM+LNUM
Proportionale Mediävalziffern
Englisch: Proportional Oldstyle
Feature Code: PNUM+ONUM
Proportionale Versalziffern
Englisch: Proportional Lining
Feature Code: PNUM+LNUM
Mediävalziffern für Tabellen
Englisch: Tabular Oldstyle
Feature Code: TNUM+ONUM
Versalformen
Englisch: Case-sensive Form
Feature Code: CASE
Historische Alternativen
Englisch: Historical Forms
Feature Code: HIST
Formatvarianten
Englisch: Stylistic Alternates
Feature Code: SALT
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Eine geringe Anzahl von Schriften ist deshalb in verschiedenen optischen Größen (englisch: optical sizes) erhältlich, deren Schnitte auf die Anwendung in bestimmten Schriftgrößen abgestimmt ist. Adobe schlägt zum Beispiel für ihre Fonts mit optischen Größen eine Anwendung in folgenden Punktgrößen vor:
caption: 6 bis 8 Punkt regular: 9 bis 13 Punkt subhead: 14 bis 24 Punkt display: 25 bis 72 Punkt
Von URW++ stammt die Einteilung:
Textsatz (T): 6 bis 16 Punkt Titelsatz (D): 16 bis 36 Punkt Plakatsatz (P): 36 bis 1000 Punkt
Scangraphic-Font sind erhältlich als:
(kleiner 18 Punkt) (größern 18 Punkt)
Eigenschaften von Schriften mit optischen Größen
Schriften mit optischen Größen halten sich dabei meist an folgende Grundsätze:
je kleiner der Schriftgrad ist, desto
größer ist die Laufweite offener sind die Buchstabenformen stärker aber kontrastarmer wird die Strichstärke
je größer der Schriftgrad ist, desto
enger wird der Satz schmaler können die Buchstaben sein feiner werden die Haarlinien
Da in großen Schriftgraden in der Regel mit sehr geringem Durchschuss gesetzt wird, können die Schriftschnitte für große Schriftgrößen nochmal speziell angepasst sein. Die Akzentzeichen der Versalien rücken dazu näher oder sogar in die Buchstabenform und Klammern und ähnliche Zeichen, die sonst die ganze Kegelhöhe ausfüllen, werden vertikal gestaucht. Zudem können die Einzüge, die in kleinen Schriftgrößen das Zusammenlaufen der Druckfarbe verhindern sollen, entfernt werden.
Fonts mit optischen Größen (Auswahl)
Arno Pro Opticals Brioso Pro Opticals Chaparral Pro Opticals Cronos Pro Opticals Garamond Premier Pro Opticals Adobe Jenson Pro Opticals Minion Pro Opticals Sanvito Pro Opticals Kepler Opticals Utopia Std Opticals Warnock Pro Opticals
Quellen
Peter Karow: Schriftechnologie, Methoden und Werkzeuge
Siehe auch:
Fontliste: Optische Größen bei humanistischen Schriftfamilien Fontliste: Optische Größen bei klassizistischen Schriftfamilien
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Moderne Satzprogramme (z.B. Adobe InDesign) verfügen dazu über eine Automatikfunktion, die die Anpassung selbstständig ausführt.
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Die Umschlagseiten werden auch mit U1 bis U4 bezeichnet (allerdings nicht so nummeriert).
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Als Rohstoff zur Fertigung dient ein Edelkunstharzprodukt in Streifenform von ungefähr Kegelstärke und Schrifthöhe. Die Kegelseiten werden auf einer Doppelspindel-Fräsmaschine in einem Arbeitsgang beidseitig auf die gewünschte Cicerostärke gefräst. In die nunmehr kegelgenauen Streifen wird die Signatur vertieft eingelassen. Dann werden die Streifen auf die jeweils erforderlichen Dickten der zu fertigenden Buchstaben aufgeschnitten und durch Feinschleifen auf Schrifthöhe gebracht. Die so vorgearbeiteten Einzelblöcke – im Schriftkegel, in der Höhe und Dicke der aufzunehmenden Figur angepasst – werden im Anschluss durch eine Graviermaschine nach dem Storchenschnabelprinzip bearbeitet. Eine erhabene Schablone dient dem Führungsstift zum Umfahren des Buchstabenbildes. Der Storchenschnabel überträgt das Bild auf diese Weise auf das Werkstück. Ecken und Einschnitte werden am Ende von Hand nachgearbeitet.
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Das Format ist vor allem unter der Abkürzung CID (Character Identifier Font) bekannt.
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Innerhalb des PostScript-Standards etablierten sich zunächst zwei wesentliche Schriftformate: Type-1- und Type-3-Fonts. Für Letztere waren die Spezifikationen frei zugänglich. Allerdings war dieses Format auch nicht so hochwertig wie Type 1, das Hinting unterstützte, um die Schrift in kleinen Schriftgraden am Bildschirm besser lesbar zu machen.
Nachdem klar wurde, dass sowohl Apple als auch Microsoft die PostScript-Type-1-Technologie nicht fest in das Betriebssystem integrieren wollten, kündigte Adobe den Adobe Type Manager (kurz ATM) an, um Type-1-Fonts zunächst auf dem Macintosh anzeigen zu können und auf Nicht-PostScript-Ausgabegeräten drucken zu können. Die PostScript Type-3-Fonts gerieten auf Grund der mangelnden Unterstützung schnell in Vergessenheit. Als Adobe sich dann 1990 gezwungen sah, die Spezifikationen des Type-1-Formates freizugeben und Schrifthersteller keine Tantiemen mehr an Adobe für die Erstellung von Type-1-Schriften zahlen mussten, konnte sich das Schriftformat durchsetzen.
PostScript Type 1 war lange Zeit der dominierende Fontstandard im professionellen Grafikdesign und der Druckvorstufe. Die im Gegensatz zur TrueType-Technologie weniger gut definierbare Bildschirmoptimierung (Hinting) fällt bei dieser Anwendung kaum ins Gewicht.
Ein aus heutiger Sicht gravierendes Problem war die fehlende Unicode-Unterstützung. Deshalb wurden PostScript-Type-1-Fonts immer mehr durch den Nachfolger OpenType abgelöst – eine Weiterentwicklung des TrueType-Formates, das nun aber auch Umrissbeschreibungen im PostScript-Format unterstützt.
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Die Punze ist ein Werkzeug bei der Erstellung von Bleisatz-Stempeln. Damit müssen die Innenformen von Buchstabenvorlagen (Abbildung: fig 2) nicht manuell graviert werden, sondern werden durch das Einschlagen mit der Punze (Abbildung: fig 1) erzeugt. Die durch das oben genannte Werkzeug erstellten, nicht druckenden Innenformen eines Buchstabens bzw. des gedruckten Buchstabenbildes werden ebenfalls als Punzen bezeichnet. Alternativ spricht man heute auch vermehrt von Binnenformen. Punzen bzw. Binnenformen können geschlossen (z.B. »o«) oder offen (z.B. »n«) sein.
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Oft aufgerufene Begriffe
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Die vier Umschlagseiten werden mit U1 bis U4 bezeichnet. Das erste, was man von einer Publikation, sei es nun Buch, Zeitschrift oder sonst etwas, sieht, ist die Seite U1. Schlägt man das Werk auf, schaut man links auf die, bei Büchern in der Regel unbedruckte, Seite U2 (und bei Büchern rechts dann auf den Schmutztitel). Blättert man nun das ganze Werk durch, bis man die letzte Seite umgeschlagen hat, dann ist links die letzte Seite des Werkes und rechts liegt U3, bei Büchern meistens ebenf
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Versalien ist der typografische Fachbegriff für Großbuchstaben. Der Begriff leitet sich ursprünglich von den Großbuchstaben ab, die am Anfang einer Verszeile (lat. versus = »Zeile«) standen. Der Singular lautet der Versal, wird aber in der Typografie praktisch nie gebraucht. Die Schreibweise in Versalien zählt neben kursiv, fett etc. zu den Auszeichnungsarten im Schriftsatz. Ein anderes, ebenfalls häufig gebrauchtes Wort für Großbuchstaben ist Majuskeln – im Gegensatz zu den Minuskeln, den
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Das Versal-Eszett bezeichnet die Großbuchstabenform des Buchstaben ß (Eszett). Die Erweiterung des deutschen Alphabets um diesen Buchstabens wird seit Ende des 19. Jahrhundert diskutiert. Bis 1941 waren in Deutschland die gebrochenen Schriften für deutsche Texte vorherrschend und in diesen Schriften gibt es nur in sehr seltenen Fällen Großschreibung von Wörtern. Das ß existierte deswegen lange Zeit nur als Kleinbuchstabe, da es für eine Großbuchstabenvariante schlicht keinen Bedarf gab. Seit dem
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Mit Condensed wird eine im Vergleich zum Normalschnitt schmaler laufende Schrift bezeichnet. Condensed-Schriften bieten sich auf Grund des geringeren Platzbedarfes zum Beispiel für Tabellen oder Zeitungsüberschriften an. Eine Schrift, die im Gegensatz zur Standardweite noch breiter läuft, wird im Englischen Extended bezeichnet.
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Die Versalhöhe beschreibt die Höhe eines Großbuchstabens (z.B. des H) des jeweiligen Schriftschnittes.
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LF ist die Abkürzung für Lining Figures – im deutschen Sprachraum in der Regel als Versalziffern bezeichnet.
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Anfang des 20. Jahrhunderts schuf der deutsche Grafiker Ludwig Sütterlin im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums zwei Schulausgangsschriften: eine nach lateinischen Schriftstil, und eine zweite als Weiterentwicklung der bis dahin im deutschsprachigen Raum vorherrschenden Kurrentschrift. Letztere bekam in der Folge die umgangssprachliche Bezeichnung Sütterlinschrift. Sütterlin verzichtete in seiner Vorlage auf die typische Schrägstellung der Kurrent und den Schwellzug.
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Gruppe I: Venezianische Renaissance-Antiqua Entwickelt um 1470 vor allem durch Nicolaus Jenson, Venedig, aus der humanistischen Minuskel. Das handschriftliche Vorbild dieser Druckschrift wurde mit der schräg angeschnittenen Breitfeder im Wechselzug geschrieben. Erkennungsmerkmale: Serifen Achse der Rundungen Ansatz (Dachansatz) der Serifen Querstrich des kleinen »e« der Kleinbuchstaben sind höher als die Versalien Strichstärken-Unterschiede
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Der Begriff Kurrent kann im weitesten Sinne als Synonym von Schreibschriften (von lateinisch currere: »laufen«) benutzt werden. Diese Bedeutung ist jedoch nicht die übliche. In der Regel meint man mit Kurrent einen spezifischen Schreibschriftstil des lateinischen Schriftsystems, der auf die gotische Kursive des 15. Jahrhunderts zurückgeht und sich im deutschsprachigen Raum bis ins 20. Jahrhunderts als verkehrsübliche Schreibschrift halten konnte. Die Kurrent bildet als Schreibschrift das Pendant
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Der Bleisatz ist ein Satzverfahren, das in unserem Kulturkreis seit seiner Erfindung durch Johannes Gutenberg in Mainz um 1440 angewendet wird. Dabei werden die Texte aus sogenannten beweglichen Lettern – einzelnen Buchstaben aus einer Blei-Zinn-Antimon-Legierung – zu einer Druckform zusammengesetzt, und von diesen wird im Hochdruckverfahren gedruckt. Handsatz in einer amerikanischen Staatsdruckerei Das manuelle Zusammenfügen der einzelnen Lettern durch einen Schriftsetzer wird H
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