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Feine weiße Haarlinien bei PDF-Darstellung am Monitor

Hervorgehobene Antworten

Guten Abend :bow:

 

Ich habe in AI ein Plakat angelegt und im Illustrator sieht auch alles gut aus:

 

tSTv5Ex.png

 

Aber als PDF exportiert bekomme ich in Acrobat, Quicklook, Vorschau und Skim feine weiße Haarlinien:

 

ZF07xQU.png

gnUMyrP.png

 

Ich hab das schon öfter beobachtet und bin immer einfach drüber weg gegangen. Im Druck scheint das unproblematisch zu sein. Ist das schlicht ein Darstellungsfehler oder mache ich beim Export was falsch? Hatte ich beim Druck dann bisher immer Glück und kann es passieren, dass die Linien auch im Druck auftauchen?

 

Gute Nacht!

Tobi

ist fast immer ein darstellungs-issue am monitor. wenn auch beim reinzoomen auf 1000, 2000 % die strichstärke gleich bleibt, kannst du es getrost vergessen.

 

was auch hilft: in den voreinstellungen vom acrobat die checkbox „vektorgrafiken glätten“ ausschalten. dann ist es meistens weg.

 

vgu2dz.png

Mit "veraltet" hat das weniger was zu tun, sondern ob der pdf-Inhalt mit oder ohne Transparenzen vorliegt. Beides ist aktuell.

Manche Standards unterstützen Transparenzen, manche nicht bzw. veranlassen eine Umrechnung in Bilddaten (und das sind die älteren). Dies wiederum führt zu Darstellungsproblemen.

 

post-21496-0-02179000-1397123123.png

 

 

Wenn Du zum Beispiel PDF/X-4 verwendest, sollte es keine Darstellungsprobleme geben, Tobi. Zu beachten ist aber, dass viele Produzenten diesen Standard noch nicht unterstützen. Möchtest Du die Gestaltung also drucken lassen, solltest Du wissen, auf welchem technischen Stand Dein Dienstleister ist.

X-4 setzt Acrobat 7 (pdf 1.6) voraus und muss gar nicht sein, auch die früheren pdf-Versionen können Transparenzen. Und zwar kann nur bis incl. Acrobat 4 (pdf 1.3) keine Transparenzen, alle Versionen darüber können. 

 

X-1a und X-3 speichern 1.3-kompatibel ab, da kann das Problem auftreten. Wenn du keine X-Kompatibilität brauchst, kannst du auch pdf ab 1.4 verwenden, muss also nicht zwingend x-4 (Acrobat 8/9, pdf 1.7) sein. Beispielsweise für PDF/A …

 

Dein Poster wird aber wohl gedruckt, dann ist X-4 der sicherererere Weg. Aber – wie schon gesagt – besser mit dem Drucker klären, dass er es auch verarbeiten kann. Unser Hinterhofdrucker hat grad wieder einen Flyer vergeigt, weil die Transparenzen nicht aufgelöst wurden und statt Pantone + 30 K nur die 30 K gedruckt wurden. Obwohl er angeblich das neueste Equipment hat und X-4 verarbeiten kann ;-)

Und zwar kann nur bis incl. Acrobat 4 (pdf 1.3) keine Transparenzen, alle Versionen darüber können. […] Dein Poster wird aber wohl gedruckt, dann ist X-4 der sicherererere Weg.

 

So ist es. Aber schön, dass Du es noch mal ausführlich dargelegt hast. Dazu fehlte mir vorhin die Zeit.

  • Ersteller

Hier war ja gut was los. Danke euch! Also ich habe Transparenzen benutzt, diese aber beim Export reduziert. Flyeralarm will eine PDF/X-3:2002 und der Preflight in Acrobat meldet auch, dass alles ok ist :-) Was mich allerdings etwas irritiert ist, das beim Speichern die Flächen offensichtlich aufgeteilt wurden, hier mal die beiden Pfadansichten aus AI nebeneinander:

 

LyTQXv3.png

 

Geht da vielleicht was nicht mit rechten Dingen zu und sollte ich mir Sorgen machen? Kann mir jemand erklären, woher das kommt?

 

 

 

Viele Grüße aus dem

grauen Osnabrück

Tobi

  • Ersteller

Alles klar, danke. Dann kann ich die PDF ja unbesorgt versenden :-)

flyeralarm motzt öfter mal, obwohl aus layoutprogrammen korrekt als x3 exportiert wurde. das ist mit ein grund, warum ich mit denen nicht produzieren mag. früher haben die überhaupt nur pdfs akzeptiert, bei denen alle schriften in pfade gewandelt wurden!

Ich habe schon ganz viel mit Flyeralarm produziert und die Haarlinien sind bei meinen Drucksachen nie mitgedruckt worden. Meine Litholeute sagen, dass die Linien in der Regel ein Darstellungsfehler in der Bildschirmansicht von PDFs sind, die keine Auswirkung auf den Druck haben. 

OT: Ich sehe gerade, dass Freund bertel einen neuen Übersupersonderlativ erfunden hat:

 

… dann ist X-4 der sicherererere Weg …

 

;-)

  • Ersteller

Guten Morgen :-)

 

Ich würde rein vom Gefühl auch nicht bei Flyeralarm drucken, aber das habe ich bei dem Auftrag nicht in der Hand. Ich habe jetzt eine PDF geliefert, die den Vorgaben auf der Webseite entspricht und bei den zwei Textteilen plus Text im Logo, tut’s mir auch nicht weh, alles in Pfade zu wandeln. Mal sehen, ob der Auftraggeber sich noch beschwert wegen der Datei …

Wir so einiges bei flyeralarm drucken und hatten bisher keine Probleme damit.

  • Ersteller

Grammatik bei Yoda du gelernt hast? ;-):hammer: SCNR

 

Ja deren Seite macht auch nen ganz guten Eindruck. Ich warte einfach mal ab, was hier am Ende raus kommt …

Grammatik bei Yoda du gelernt hast? ;-):hammer: SCNR

 

Ich wollte nur mal schauen, ob überhaupt einer liest, was ich hier so schreibe ;-)

  • Ersteller

Bekomme ich dann Bonus-Punkte, weil ich den Test bestanden habe? :gimmifive:

Fleisskaertchen.JPG

Wir hatten nur 1x Probleme mit diesen weißen Haarlinien (die Rundungsfehler im groben Bildschirmraster sind, überall dort wo Reduzierungskacheln zusammentreffen und keinen ganzen Bildschirmpixel treffen):

Die "Druckerei" konnte mit unserem X-3-PDF warum auch immer nichts anfangen, und hat ohne uns zu fragen Screenshots bei 300% Zoomstufe gemacht ("um 300dpi zu erreichen - das machen wir immer so!") und diese Bildschirmfotos dann gedruckt – da diese im Screenshot natürlich sichbar waren, mit weißen Linien drin ...

Bei der Fehlersuche hat sich dann im Gespräch rausgestellt was für krude Methoden sie hatten, und jegliche Fehlersuche war eigentlich hinfällig.

  • 2 Monate später...
Geht da vielleicht was nicht mit rechten Dingen zu und sollte ich mir Sorgen machen? Kann mir jemand erklären, woher das kommt?

 

 

um das noch einmal aufzugreifen...

 

Sorgen in dem Sinne wie das PDF erstellt wird und wie die Vorgabe für eine Transparenzreduzierung sind, das sollte man fest im Auge behalten.

Die geänderten Bereiche der Datei setzen sich nicht mehr aus einzelnen sich transparent überlagernden und editierbaren Objekten zusammen, sondenr beinhalten aufgerasterte Flächen (siehe Bild »Pfadansicht PDF/X-3«).

 

Wählt man im PDF-Export in der Transparenzreduzierung anstatt der »Hohen Auflösung« die »Mittlere Auflösung«, dann werden die aufgerasterten Flächen mit 150ppi verrechnet, bei der »Hohen Auflösung« sind es 300ppi.

 

 

Alles klar, danke. Dann kann ich die PDF ja unbesorgt versenden

 

 

 

...und die Haarlinien sind bei meinen Drucksachen nie mitgedruckt worden

 

Es handelt sich hier auch nicht um »echte Haarlinien« wie sie aus einer zu geringen Konturstärke entstehen.

Ich springe mal auf die Graik am Anfang dieses Strangs zurück, wo dieser Fehler gezeigt ist.

 

Hier sind ja offensichtlich etwas heller blaue Objekte über einem etwas dunkleren Hintergrund, die offensichtlich keine Kontur haben.

Was mich jetzt interessierem würde: was passiert, gibt man den Vordergrund-Objekten eine Kontur als Haarlinie in Vordergrund- oder Hintergrundfarbe - sind dann die weißen Konturen noch immer da?

  • Ersteller

Du meinst die erste Grafik mit den Zwiebeltürmen, oder? Die Türme sind dicke Pfade und das Hellblau entsteht, weil die Pfade weiß mit 50% Transparenz oder so ähnlich sind (ich kann mich nicht mehr ganz erinnern und die Datei hat sich inzwischen geändert, deswegen kann ich das nicht mehr nachsehen). Um nun eine hintergrundfarbige Kontur drum rum zu legen, müsste man erstmal den Originalpfad in eine Fläche umwandeln. Hier könnte das gehen, weil der Hintergrund an dieser Stelle gleichmäßig blau ist, aber wenn im Hintergrund ein Verlauf oder ein Bild liegt, nutz es nichts eine Haarlinien-Kontur zu ergänzen.

 

Ich kann allerdings die Linien grad nicht mehr reproduzieren und auch nicht testen, ob es hilf, eine Kontur zu ergänzen …

Im Grunde hast du schon meine Frage beantwortet. Wenn diese Zwiebelturm-Grafik ja selbst eine dicke Kuntur ist, und die Aufhellung der Hintergrundfarbe dadurch kommt, dass diese dicke Kontur eigentlich weiß ist, nur eben transparent, dass dann durch das Antialiasing dann die Transparenz teilweise flöten geht. Dieser Effekt tritt daher bei Bildschirmdarstellung eben durch die gröbere Auflösung deutlicher zuz Tage, als beim Druck mit wesentlich höherer Auflösung.

 

Man sollte hier dann vieleicht mal folgendes Testen:

 

(es muss ja nicht die original-Grafik sein)

 

1. die Situation nachstellen: einen dicken Stich in weiß, 50% transparent über eine Vollfarbe - das müsste deen Effekt nachstellen

2. den dicken Strich nicht transparent, und als Konturfarbe gleich die um 50% aufgehellte Hintergrundfarbe

3. die dicke Kontur in ein Objekt umwandeln.

4. diesem Objekt eine Haarlinie in der Hintergrundfarbe geben

 

Ich vermute, das Problem ist die Transparenz, denn gerade bei Vektorgrafik-Programmen habe ich bei Transparenz oft Probleme gesehen, das einzige, das damit wirklich gut zurecht kommt ist XARA

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