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  • Neue Typografie-Artikel

    Neuigkeiten und Fachwissen aus der Welt der Schrift und Typografie
    Neue Tastaturnorm DIN 2137 erscheint im Dezember 2018
    Die DIN 2137 regelt die Ausführung und Belegung von »Tastaturen für die Daten- und Texteingabe« und erschien zuletzt 2012 mit drei aufeinander aufbauenden Belegungen:
    T1: einfache deutsche Standardbelegung, die fast alle Tastaturen verwenden. T2: erweiterte Belegung (umgangssprachlich auch »Europatastatur« genannt) mit weiteren diakritischen Zeichen, Interpunktionszeichen, langem s, großem Eszett etc.   T3: Diese enthält zusätzlich alle in der internationalen Norm ISO/IEC 9995-3:2010 aufgelisteten Zeichen, die für diverse Minderheitensprachen und Transliterationen erforderlich sind.
    Tastatur mit der üblichen deutschen Belegung (T1)
     
    Im Dezember 2018 erscheint nun eine neue Version dieser Norm. Sie folgt der Neuausrichtung der internationalen Tastaturnormung, indem die grundlegende Gestaltung von Tastaturen in der Normenreihe ISO/IEC 9995 festgelegt wird und die nationalen Besonderheiten in nationalen Normen festgelegt werden. Außerdem stand die Einbindung des großen Eszett auf dem Prüfstand, nachdem der Buchstabe 2017 in die amtliche deutsche Rechtschreibung aufgenommen worden war. Hier hatte es im Vorfeld auch schon reichlich Spekulationen gegeben. So wurde vielfach gemutmaßt, dass ein anderes Zeichen auf der Standardtastatur für das große Eszett Platz machen müsse. 
    Der 2018 erschienene Norm-Entwurf sah zunächst eine Abschaffung der oben aufgeführten »T-Belegungen« vor. Stattdessen sollte eine abgewandelte Form der erweiterten T2-Belegung zum neuen und alleinigen Standard erhoben werden. Gerade aus typografischer Sicht ein eigentlich verständlicher Schritt. Denn die aufgedruckte Standardbelegung von Computertastaturen ist noch immer im Schreibmaschinen-Zeitalter hängengeblieben und bietet zum Beispiel weder Apostroph noch typografisch korrekte Anführungszeichen direkt und sichtbar an.  
    Dennoch stieß der Vorstoß einer erweiterten Tastatur als neuer und alleiniger Standard auf Kritik. So verweist beispielhaft die Bitkom-Stellungnahme darauf, dass erweiterte Belegungen eine absolute Ausnahme sind und in der Praxis nahezu ausschließlich T1-Belegungen vorkommen.
    Der DIN-Ausschuss reagierte auf diese Kritik und die im Dezember 2018 erscheinende, endgültige Normenfassung behält die bisherige T1-Norm nun doch als komplett unverändert bei. Das große Eszett ist somit auch zukünftig nicht für entsprechende Tastaturen vorgeschrieben. 
    Die T3-Belegung wird dagegen gestrichen und die abgewandelte T2-Belegung heißt fortan E1. Neben vielen diakritischen Zeichen sind hier auch im Ausland übliche Interpunktionszeichen verfügbar, etwa der amerikanische Gedankenstrich (Geviertstrich), französische Anführungszeichen (Guillemets) und spanische kopfstehende Frage- und Ausrufezeichen. Auch das lange s (ſ) und das große Eszett (ẞ) sind in der E1-Belegung verfügbar. Die Norm regelt dabei übrigens auch, welche Zeichen der Belegung zwingend auf der Tastatur abgebildet werden müssen und für welche Zeichen die Darstellung optional ist. Denn eine Darstellung aller ansprechbaren Zeichen macht die erweiterten Tastaturen doch recht unübersichtlich.

    Erweiterte Cherry-Tastatur nach dem bisherigen T2-Standard
     
    Die Änderungen halten sich bei der neuen Normversion also letztendlich doch in Grenzen. Die bisherige einfache Standardbelegung wird wohl weiterhin dominieren und die Tastaturhersteller müssen hier nichts ändern. Inwieweit sich die erweiterte Tastaturbelegung E1 durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Der deutsche Tastatur-Hersteller Cherry hat auf Nachfrage von Typografie.info erklärt, zur Umsetzung der E1-Belegung noch keine Entscheidung getroffen zu haben. 
    DIN 2137-1:2018-12 beim Beuth Verlag
    Buchvorstellung: Dutch Type (2018)
    Dutch Type von Jan Middendorp erschien ursprünglich 2004. Nach drei Jahren war die erste Auflage von 3500 Exemplaren ausverkauft und das Buch war nur noch antiquarisch und zu hohen Sammler-Preisen erhältlich. 2018 wurde eine Neuauflage über Kickstarter finanziert und vom Autor im Selbstverlag (»Druk Editions«) neu herausgegeben.   

    Das reich bebilderte Buch gibt einen Überblick über das Schriftschaffen in den Niederlanden – vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Die Informationen zu zeitgenössischen niederländischen Schriften wurden durch unzählige Interviews des Autors mit den entsprechenden Designern zusammengetragen. Das Bildmaterial stammt zu großen Teilen aus privaten Sammlungen. 

    Kapitelübersicht:
    Early type design and printing in the Low Countries Reinventing tradition Manifestations of the new Metal type: the final years Painters and penmen Functionalism & geometry A typographic counterculture Printing types for a changing technology Letters from The Hague Letters from Arnhem Digital lettering and type Special projects

    Daten zum Buch:
    Ausführung: gebunden  Seiten: 320 Seiten Verlag: Druk Editions erschienen: Oktober 2018 Sprache: Englisch ISBN-13: 9783982003702 Größe: 22,7 x 3,1 x 28,4 cm bei Amazon aufrufen (Partnerlink) Übersicht der Verkaufsstellen
    Buchvorstellung: Praxisbuch Brush Lettering
    Chris Campe ist mit ihrem Designbüro All Things Letters auf Lettering und Typografie spezialisiert. Für Verlage, Agenturen und Unternehmen gestaltet sie Bücher, Cover, Logos, Illustrationen, Verpackungen, Websites, Wände, Räume und Schaufenster. In ihrem zuvor erschienenen Handbuch Handlettering hat sie bereits einen Einstieg und Überblick zum Thema Lettering abgeliefert. Mit dem Praxisbuch Brush Lettering widmet sie sich nun ausführlich einer einzelnen Technik aus diesem Bereich. Auf 224 Seiten geht es speziell um die Lettering-Arbeit mit Brushpen Markern, Pinseln und Pinselstiften. 



    Zunächst werden Grundlagen zu Materialien und Typografie vermittelt. Im Teil »Anfangen« geht es nach Aufwärmübungen um die Entwicklung einer Brush-Lettering-Grundschrift. Im Teil »Vertiefen« werden die schriftgestalterischen Spielräume als Variation der Grundschrift ausgelotet. Im vierten und letzten Teil (»Anwenden«) geht es um die Lettering-Komposition und eine kleine Auswahl von Lettering-Künstlern werden mit ihren Arbeiten vorgestellt. 



    Inhaltsverzeichnis:
    Werkzeug & Material Arbeitsweise Grundlagen Aufwärmübungen Grundstriche Buchstaben, Ziffern & Zeichen Buchstaben verbinden Tipps & Tricks Schrift variieren Alphabete Effekte, Farben, Schnörkel, Bildelemente Layout & Komposition

    Wie in ihrem Handbuch Handlettering geht es der Autorin auch in diesem Buch eher um die Vermittlung der technischen und gestalterischen Grundlagen. Das Buch ist keine bloße Zusammenstellung von Alphabetvorlagen zum Nachschreiben. Über einen Download-Code können Übungsblätter als PDF von der Verlagswebsite heruntergeladen werden. Die Blätter enthalten entsprechend des Buchaufbaus die Grundübungen sowie ein Brushlettering-Alphabet mit Klein- und Großbuchstaben. Die Blätter sind komplett mit Hilfslinien ausgestattet und können nach dem Ausdruck direkt beschrieben werden. 
    Daten zum Buch:
    Bindung: Broschur Farbigkeit: größtenteils zweifarbig Seiten: 224 Verlag: mitp; Auflage: 2018 (31. Mai 2018) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3958457300 Größe: 17,1 × 1,7 × 21,6 cm bei Amazon aufrufen (Partnerlink)
    Typekit ist jetzt Adobe Fonts
    Der vor sieben Jahren von Adobe übernommene Dienst Typekit hat nun einen neuen Namen: Adobe Fonts. Doch nicht nur der Name hat sich geändert. Ursprünglich ging Typekit als reiner Webfontdienst an den Start. Es gab ein beschränktes kostenloses Angebot und kommerzielle Pakete bzw. »Bibliotheken«, mit denen man über ein Abo Fonts auf Websites einbetten konnte. Nach der Übernahme durch Adobe kamen auch Creative-Cloud-Kunden automatisch in den Genuss vieler kommerziellen Schriften. Desktop-Lizenzen gab es zunehmen auch – mal als Teil der Pakete, mal als kommerzielles Zusatzangebot. Dieses, über Jahre gewachsene System wurde nun radikal vereinfacht.


    Mit Adobe Fonts gibt es nur noch eine Schriftenbibliothek. Alle Creative-Cloud-Abos beinhalten diese automatisch – auch die Einzelabos von zum Beispiel nur Photoshop. Die beschränkte Verfügbarkeit der Desktop-Lizenzen wurde aufgehoben. So kommen alle Creative-Cloud-Nutzer somit schlagartig in den Besitz von tausenden hochwertigen Schriftfamilien. Auch die existierenden Beschränkungen der Webfont-Nutzung in Bezug auf Seitenabrufe und Domains wurden abgeschafft. Einfach gesagt stehen alle Schriften nun praktisch unbeschränkt für Webfont- und Desktop-Nutzung zur Verfügung. Wer bislang ein reines Typekit-Kit-Abo hatte, wird wohl oder übel auf ein Creative-Cloud-Paket umsteigen müssen. Die Details dazu nennt Adobe bislang nicht und verweist darauf, die entsprechenden Kunden per E-Mail zu informieren. 
    https://fonts.adobe.com/ 
    Kurs: Script-Expeditionen. Von Kalligrafie zu Handlettering (Oktober 2018)
    Die letzte Veranstaltung des dreiteiligen Kalligrafie-Kurses mit Tobias-David Albert in der Pavillon-Presse Weimar. Dieses Workshop-Wochenende baut auf Kursiv und Spitzfederanglaise auf. Hier geht es vor allem um die Werkzeuge Spitzpinsel und Breitpinsel. Großes und kleines Schreiben wird nach guten Vorlagen geübt. Wegweisende Bücher werden vorgestellt und mit alten und modernen Werkzeugen geübt. Hier nähern wir uns eher den jüngeren amerikanischen Schreibtraditionen im kommerziellen Lettering und spannen aber gleichzeitig einen Bogen zu den Breitpinsel Beschriftungen der späten Antike. Spitz- und Breitpinsel bieten gegenüber anderen Schreibgeräten die größte Virtuosität und Flexibilität an. Samstag, 27. Oktober 2018 (10:30 Uhr bis 16 Uhr) Sonntag, 28. Oktober 2018 (10 Uhr bis 14 Uhr) Bonus: Kostenloser Typostammtisch mit einem Vortrag von Tobias-David Albert am Freitag, 26. Oktober 

    Kosten:
    Standard: 99,– Euro Pavillon-Presse-Vereinsmitglieder: 80,– Euro Studenten: 45,– Euro Teilnehmerzahl: Mindestens 10, maximal 15 Personen
    Hier geht es zum Anmeldeformular
     
     
    Dynamic Font Day 2018 in München
    Der Dynamic Font Day ist die Weiterführung der »Webfontdays« der Typographischen Gesellschaft München und findet dieses Jahr am 17. November statt. 
    Als im Herbst 2016 das neue Schriftformat Variable Fonts ausgerufen wurde, war der Dynamic Font Day die erste Konferenz, die sich ausführlich diesem Gemeinschaftsprojekt von Adobe, Apple, Google und Microsoft widmete. Zwei Jahre danach wird es Zeit, Bilanz zu ziehen und zu prüfen, ob die Versprechungen der Macher eingetreten sind. Wie weit ist die Unterstützung in den gängigen Applikationen fortgeschritten? Gibt es erste, gelungene Projekte, bei denen Variable Fonts gewinnbringend eingesetzt wurden? Wie weit ist es noch zur echten, responsiven Typografie? Oder bleibt das Ganze am Ende doch ein Rohrkrepierer? Der Dynamic Font Day 2018 will alle Beteiligten auf den aktuellen Stand bringen und Chancen und Risiken beleuchten. 

    Der Dynamic Font Day versteht sich als internationale Plattform für Designer und Entwickler. Alle Vorträge werden in englischer Sprache gehalten. 
    Programm:
    9:30 — 10:00 Welcome Note
    Oliver Linke, Tim Ahrens Webfonts outside the lab
    Gerrit van Aaken Typography in the Internet of Things
    Marlene Rudolph 11:30 — 12:00  Coffee Break More Variable Than Variable Fonts
    June Shin Typeface personality + variable fonts
    Rasmus Michaëlis, Torsten Lindsø 13:20 — 14:30 Lunch Break The Lowlands Project
    Hansje van Halem, Just van Rossum Movable Type Vol. 2
    Irene Vlachou 15:50 — 16:20 Coffee Break Breaking Boxes – Type and Augmented Reality
    Andrew Johnson 18 = 96
    Akiem Helmling, Bas Jacobs 17:40 — 19:00 Get-together  
     Weitere Informationen zur Konferenz unter dynamicfontday.com
    Die Anmeldung erfolgt hier: https://doo.net/event/20956/order
    Monotype stellt 41 neue Schriftfamilien für Typekit- und Creative-Cloud-Abonnenten zur Verfügung
    Monotype stellt über 600 weitere Einzelfonts in das Programm von Adobes Typekit-Dienst ein. Damit sind diese Schriften für Abonnenten von Typekit bzw. der Creative Cloud ohne Mehrkosten auch lokal als Desktopfonts nutzbar. Das neu eingestellte Schriftpaket enthält Schriften der Marken Monotype, Linotype ITC und FontFont. 

    Konkret verfügbar sind nun folgende Monotype-Schriften: Calibri, Century Gothic, Demos Next, DIN 1451 Pro, FF Amman Sans, FF Attribute Mono/Text, FF Casus, FF Nexus Mix/Sans/Serif/Typewriter, FF Nort, FF Scala, FF Scala Sans, FF Seria, FF Seria Sans, FF Unit, FF Unit Rounded/Slab, Gill Sans Nova, ITC American Typewriter, ITC Avant Garde Gothic, ITC Benguiat, ITC Flora, ITC Franklin Gothic, ITC Galliard, ITC Giovanni, ITC Slimbach, Joanna Nova, Joanna Sans Nova, Linotype Didot, Masqualero, Monotype Grotesque, Monotype Modern Display, Neo Sans, Neue Haas Grotesk, Neue Haas Unica, Neue Kabel, Plantin, PMN Caecilia, PMN Caecilia Sans, Praxis Next, Quire Sans, Rockwell, Rockwell Nova, Rosella, Sabon, Trade Gothic Next, Unitext, Vectora. 

    Übrigens können Nutzer von InDesign und Illustrator demnächst die Typekit-Schriften in der Designanwendung durchforsten und live in der Anwendung testen, ohne die Schriften vorher über Typekit aktivieren zu müssen. 

Tierra Nueva – vier Fonts, basierend auf einer Karte Amerikas
Tierra Nueva – vier Fonts, basierend auf einer Karte Amerikas
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