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Martin Majoor


Ralf Herrmann

Martin Majoor (* 14.10.1960 in Baarn, Niederlande) beschäftigt sich bereit seit Mitte der 80er Jahre mit Schriftgestaltung. Nach dem Studium begann er seine berufliche Laufbahn als typografischer Gestalter in der Entwicklungsabteilung bei Océ in den Niederlanden. Hier beschäftigte er sich mit Bildschirm-Typografie und der Entwicklung digitaler Schriften für Laserdrucker.

1988 nahm er die Stelle eines Grafikdesigners am »Muziekcentrum Vredenburg« in Utrecht an. Das Grafikbüro der Konzerthalle verwendete als eines der ersten in den Niederlanden einen Computer für die Herstellung ihrer Drucksachen. Weil die 16 Schriften, die es damals fürs Desktop Publishing gab, weder Mediävalziffern noch Kapitälchen oder Ligaturen enthielten, entschloss sich Majoor dazu, selbst eine Schrift zu entwerfen. Tatsächlich war seine »Scala« dann eine der ersten Mac-Schriften mit all diesen Eigenschaften. Im Jahr 1991 kamm FF Scala als erste Textschrift der neu gegründeten FontFont-Bibliothek auf den Markt, herausgegeben von FSI FontShop International. Zwei jahre später wurde Scala mit einer serifenlosen Version ergänzt.

1994 bekam Martin Majoor das Angebot, zusammen mit Jan Kees Schelvis das neue Telefonbuch der KPN zu gestalten. Er entwarf nicht nur die Typografie der Innenseiten, sondern entwickelte hierfür eine neue serifenlose Schrift. Er entschloss sich für zwei Versionendes Telefonts, »Telefont List« für die klein gesetzten Namen im Hauptteil des Nachschlagewerks und die »Telefon Text« für den Informationsteil im vorderen Bereich, natürlich wieder mit Kapitälchen und Mediävalziffern.

FF Scala Jewel, ein Satz vier dekorativer Varianten, enstand 1996. Majoor bewertet diese Kuriosität als Reaktion auf den umfangreichen KPN-Job und die damit verbundene, sachliche Arbeit. Zwei Jahre später wurde die Scala-Familie mit 13 neuen Versionen ausgebaut,darunter Light, Black und Condensed.

Die FF Seria Familie – ein große Familie mit serif und serifenlose Versionen – wurde im Jahren 1996-2000 entworfen. Er bekam dafür zwei internationalen Preisen, einen der »International Typographic Awards 2001« in London, der anderen von ATypI Type Design Competition "Bukva:raz!" in Moscow.

Die FF Nexus kam Oktober 2004 bei FontShop International als erste OpenTypefont auf den Markt. Es ist ein Familie mit serif, serifenlose und slabserif Versionen, Alle vebunden mit einander. Es gibt auch zwei eleganten 'swash Versionen und ein Schreibmaschinen variant. In 2006 in London bekam er für Nexus die 'Creative Review Type Design Award' im kategorie Text Families.

Martin Majoor lehrte von 1990 bis 1996 an den Hochschulen für Künste in Arnheim und Breda. Heute unterrichtet er Schriftentwurf in Warschau. Er gab Vorlesungen in Antwerpen, Paris, San Francisco, Barcelona, Berlin, Warschau und Stockholm. Seine Arbeiten waren auf Ausstellungen in New York, Frankfurt, Köln und Paris zu sehen. Einige seiner Bücher wurden für ihre exzellente Typografie ausgezeichnet. Seit 1997 arbeitet Majoor als Buchgestalter und Schriftentwerfer in Arnheim als Warschau.

Schriften von Martin Majoor

  • FF Scala
  • Telefont
  • FF Seria
  • FF Nexus



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Wayfinding Sans Symbols — ein cleverer Piktogramm-Font für Beschilderungen
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