Veranstaltungen
- Mit 'Typografie-Veranstaltungen'
- iCalendar-Export laden
- iCalendar abonnieren
GANZ-
TÄGIG
-
19. März 2019 13. Oktober 2019
Ausstellung: Jan Tschichold, ein Jahrhunderttypograf?Obwohl selbst nie am Bauhaus tätig gewesen, gilt der in Leipzig geborene Typograf, Plakatdesigner und Buchgestalter Jan Tschichold (1902–1974) als einer der wichtigsten Vertreter der funktionalen Typografie. Anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in seiner neuen Wechselausstellung die Meilensteine seines typografischen Lebenswerkes.
Jan Tschicholds (1902–1974) Entwürfe sind Klassiker des Grafik-Designs und inspirieren bis heute junge Schriftgestalter. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig schöpft in seiner neuen Wechselausstellung aus dem umfassenden Nachlass Tschicholds, den es 2015 als Schenkung übernommen hat.
Der 176 Kisten umfassende Nachlass Tschicholds gewährt Einblick in alle Schaffensperioden und Meilensteine seiner typografischen Arbeit: Beginnend mit den ersten Skizzenbüchern des 16-Jährigen über zahlreichen Schriftentwürfe, Studien zu Buchcovern und Arbeiten im Umfeld der „Neuen Typographie“ bis hin zu seinen pädagogischen Schriften und den Arbeiten für die gestalterischen Gesamtauftritte großer Unternehmen. Anhand einer Auswahl von ca. 200 Objekten führt die Ausstellung durch die Biografie dieses Jahrhunderttypografen, dessen Leben von zahlreichen, auch exilbedingten Brüchen und Neuanfängen geprägt ist. Dieses „Zick-Zack“ durch das Jahrhundert der Typografie bettet Tschicholds berühmte Arbeiten aus den 1920er-Jahren in den Kontext seines Gesamtwerkes. Dass die „Neue Typographie“ im Umfeld des Bauhauses, die Tschicholds Ruhm begründet hat, dabei nur eine Facette des Werkes darstellt, wirft auch ein neues Licht auf 100 Jahre Rezeption des Bauhauses.
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Universität Erfurt.
Wo:
Deutsche Nationalbibliothek, Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig
Wann:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr Donnerstag 10 bis 20 Uhr feiertags 10 bis 18 Uhr -
30. Juni 2019 27. Oktober 2019
Druckkunst 1919. Das Bauhaus und seine Vorläufer im grafischen GewerbeEine Ausstellung im Museum für Druckkunst Leipzig.
Mit einem Querschnitt durch das Jahr 1919 zeigt die Ausstellung am Beispiel von Plakaten, Werbedrucksachen, Firmenlogos, (Fach-)Zeitschriften, Büchern, Schriftmustern und Produktdesigns, wie innovativ das Druckgewerbe und die Gebrauchsgrafik in Deutschland kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs waren. Schon vor der Gründung des Bauhauses hat die Druckkunst die Sichtweisen auf moderne Gestaltung geprägt und maßgeblich beeinflusst.
Durch den Ersten Weltkrieg wurde die rasante Entwicklung des grafischen Gewerbes, vor allem in Leipzig, jäh unterbrochen. Die auf der Bugra (Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Grafik) in Leipzig 1914 gezeigten Innovationen konnten erst mit dem Jahr 1919 wieder Raum greifen. Das Vakuum des Ersten Weltkriegs löste sich auf, ein Nebeneinander von Tradition und Moderne in der Gestaltung wurde im öffentlichen Raum sichtbar und machte Mut für viele Neuentwicklungen.
In vielen Bereichen wie der Typografie, der Buchgestaltung, in der Werbung für Konsumgüter, Messen und Maschinen gab es neue Ansätze, die vom Bauhaus begierig aufgegriffen und weiterentwickelt wurden. Nicht zu vergessen ist dabei auch die technische Entwicklung, z.B. im grafischen Maschinenbau, der moderne Formgestaltung erst möglich machte. Die Zusammenschau von gestalterischer und technischer Machbarkeit um 1920 ist dabei ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung und gleichzeitig ein Beitrag zu Industriekultur und Designgeschichte.
Öffentliche Führungen jeweils sonntags, 12 Uhr:
30.6., 21.7., 25.8., 8.9., 29.9., 13.10. und 27.10.2019
Führung 60+ jeweils dienstags, 15 Uhr:
9.7., 20.8., 17.9. und 15.10.
(ermäßigter Eintritt für Besucher ab 60 Jahren)
http://www.druckkunst-museum.de/de/termin/druckkunst-1919-das-bauhaus.html
-
29. August 2019 15. September 2019
László Moholy-Nagy und die Neue Typografie Rekonstruktion einer Ausstellung Berlin 1929Zur Bauhauswoche Berlin 2019 zeigt die Kunstbibliothek einen historischen Ausstellungsraum des Bauhaus-Künstlers László Moholy-Nagy.
Dieser wegweisende Ausstellungsraum mit dem Titel „Wohin geht die typographische Entwicklung?“ wurde erstmals im Mai 1929 im Martin-Gropius-Bau Berlin anlässlich der von der Staatlichen Kunstbibliothek organisierten Ausstellung „Neue Typographie“ präsentiert. Moholy-Nagy war eingeladen worden, einen Raum zur Zukunft der Typografie zu gestalten. Er entwarf 78 Schautafeln mit Fotografien, Texten und Bildern, die sämtlich erhalten sind, so dass der Ausstellungsraum erneut gezeigt werden kann, ergänzt durch weitere Plakate, Briefbögen und andere Drucke der "Neuen Typografie" aus der Sammlung der Kunstbibliothek.
Des weiteren wird der Ausstellungsraum durch eine Auswahl berühmter Plakate und Reklamedrucke der „Neuen Typografie“ u.a. von Willi Baumeister, A. M. Cassandre, Walter Dexel, Johannes Molzahn, Kurt Schwitters und Jan Tschichold aus der Sammlung der Kunstbibliothek erweitert. Mit dem funktionalen Grafikdesign der „Neuen Typografie“ hatte sich in den 1920er-Jahren eine künstlerische Reklamegestaltung durchgesetzt, die mit einer langen Gestaltungstradition des Druckgewerbes brach. Ziel war eine zeitgemäße Gestaltung: zum einen wurden die Standardisierung der Schrifttypen und die industriellen DIN Normen propagiert, zum andern waren es Ideale der Lesbarkeit, Klarheit und Direktheit entsprechend den Prinzipien der konstruktivistischen Kunst.
Die Ausstellung widmet sich diesem großen Resümee des Künstlers Moholy-Nagy zu seiner langjährigen Lehrtätigkeit am Bauhaus und zu den Ideen und Visionen der „Neuen Typografie“ von Jan Tschichold, Willi Baumeister bis Herbert Bayer. Im Programm der Ausstellung finden Gesprächsabende statt, in denen die Ideen von Moholy-Nagy auf den Prüfstand ihrer Aktualität gestellt werden. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Präsentation einer Neuerscheinung zu der historischen Ausstellung von Moholy-Nagy in gemeinsamer Herausgeberschaft mit dem Designlabor Gutenberg, Hochschule Mainz.
https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/laszlo-moholy-nagy-und-die-neue-typografie.html
Anstehende Veranstaltungen
-
Koptisch gut! Eine Einführung in die koptische Buchbindetechnik
In dem eintägigen Workshop werden wir uns allgemeine Werkzeuge und Materialien, die zum Handwerk der Buchbinderei gehören anschauen, ausprobieren und dann in einer koptischen Bindung anwenden. Die koptische Bindung ist eine der ältesten Techniken um Bucheinbände zu fertigen. Sie geht zurück bis ins vierte Jahrhundert n. Chr. ! Das besondere ist die Buchdecke, welche direkt in den Kettenstich eingebunden wird. So lässt sich das Buch am Ende flach aufschlagen.
Gemeinsam erlernen wir diese Technik Schritt für Schritt, sodass am Ende alle Teilnehmenden ein selbst gebundenes Notizbuch mit nach Hause nehmen können.
https://pavillon-presse.de/events/event/148-koptisch-gut-eine-einführung-in-die-koptische-buchbindetechnik/
-
Kaserne Pirna: Sommerakademie 2026
Kunst trifft Handwerk. Die Sommerakademie in der Kaserne Pirna bietet in verschiedenen Formaten die Möglichkeit, eine Woche lang in Gemeinschaft traditionelles Handwerk mit zeitgenössischer Gestaltung zu verknüpfen.
Beteiligte Werkstätten:
Officina Arcana Buchdruck-Werkstatt
ANKLAMO Buchbinde-Werkstatt
TIZIANA Lithografie-Werkstatt
https://www.kaserne-pirna.de/events-1/sommerakademie-2026
-
Vom Schriftzeichen zur KI: die Kunst der Verflachung.
Prof. Dr. Sybille Krämer
Ob wir schreiben, lesen oder rechnen, stets verwandeln wir komplexe Gedanken in flächig angeordnete Zeichen. Diese »Kulturtechnik der Verflachung« macht Wissen vergleichbar, speicherbar und berechenbar. Wenn Künstliche Intelligenz als schriftfundierte Kulturtechnik betrachtet wird, treten unerwartete Aspekte ans Licht.
https://tgm-online.de/programm/veranstaltungen/vom-schriftzeichen-zur-ki-die-kunst-der-verflachung
-
Auftrag und Wirkung der typografischen Komposition
Martin Mosch
Vom Dialog der bedruckten und der unbedruckten Fläche. Schrift ist die Voraussetzung zur typografischen Gestaltung. Jedoch spielt die eigentliche Anordnung als Komposition eine ganz dominante Rolle.
https://tgm-online.de/programm/veranstaltungen/auftrag-und-wirkung-der-typografischen-komposition