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Re: Welche Schriften muß man kennen?

Hervorgehobene Antworten

Hallo liebe Typofreunde,

ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer Zusammenstellung von Schriften, die man als Gestalter unbedingt kennen muß.

Wer von Euch hat einen heißen Tipp, wo ich solch eine Sammlung der wichtigsten Schriften finden kann? Gibt es da einen entsprechenden Link oder auch ein gutes Buch?

Ich danke Euch herzlich für Eure Hilfe.

Liebe Grüße

Marion

das ist ansichtsache, man muss nicht unbedingt was bestimmtes kennen. es kommt drauf an was man macht und so weiter ob buchgestalter oder corporate designer. es gibt viele klassiker die jeder der mit typografie geld verdient kennen sollte. es gibt ein paar nette bücher für den einstieg z.b. »schriften erkennen« oder »wegweiser schrift« von hermann-schimdt verlag.

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3874395693/qid%3D1048325369/302-4615257-3877602

Schwer, das so pauschal zu beantworten.

Ganz sicher ist: Keine Billigschriften oder Pseudo-Schriften verwenden. 5000 Fonts für 100 Euro klingt ja nett, aber man bekommst nur urheberrechtsverletzenden Schrott und lernt auch die richtigen Namen der Schriften nie. Wenn die Bembo ständig Bergamo heißt, oder die Helvetica »Swiss« usw,.dann ist das in der späteren Kommunikation mit Kunden , Kollegen und Dienstleistern nicht guzt, man lernt die echten Schriften nicht kennen und schätzen und man arbeitet mit Schriften drittklassiger (weil mehr oder minder nur geklauter) Qualität.

In einem Starter-Set also lieber weniger, aber echte (und damit teurere Schriften).

Ich finde, du solltest eine wirklich gut ausgebaute Buchsatzschrift haben, tz.B. die Garamond Pro OTF von Adobe oder eine Garamondfamilie mit SmallCaps, Minuskelziffern, Ligaturen usw usw usw.

Du solltest eine serifenlose Familie haben, beispielsweise die Neue Helvetica von Linotype. Die Helvetica, obwohl nicht unbedingt eine schöne Schrift, ist so neutral, daß sie recht zeitlos ist und als relativ sichere Investition betrachtet werden darf. It's a classic. Frutiger, Gill, Futura sind Alternativen, aber neue Serifenlose wie TheSans oder Meta oder Scala Sans oder Myriad Pro sind habenswert.

Die meisten Schriften aus der Typographic-Rubrik vom Fontshop sind empfehlenswert.

Effekt-Schriften für Headlines oder Displays würde ich mir erst einmal klemmen, da kriegt man inzwischen bei den zahlreichen Online-Freefont-Anbietern zeitaktuelleres und durchaus auch professionelles Material als bei den kommerziellen Anbietern. Wenn man einen Schreibmaschinen-Font braucht, muß man eben nicht mehr zur Trixie greifen, sondern kann eine Freeware nehmen.

Mein Tipp. Kauf dir ein Set von 10 Klassikern (Linotype/Adobe), ein Set von 10 modernen Klassikern (Fontshop/Thefonts.com/Emigre usw.) und besorg dir kaputte Schriften oder Handschriften usw usw einfach als Freeware. Und dann würde ich im Web surfen, viele Sites von Fontherstellern besuchen und nach eigenem Geschmack weiter mein Schriftenset ausbauen. Es gibt heute hervorragende kleine Fountains, (fountain.nu, lineto.com, psyops.com), die zu fairen Preisen schöne Fonts anbieten... das man einfach mal selbst etwas Jagfieber bekommen sollte ;-). Tipp: für jeden neuen Job eine neue Schrift kaufen, ob du sie dann verwendest oder nicht, einfach als Belohnung und Investition.

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