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Schreibmaschinen-Schriften (sauber und dreckig)?


Sebastian Nagel

Empfohlene Beiträge

Guten Abend,

ich bin auf der Suche nach Schriften, die Schreibmaschinen "simulieren" (also nicht einfach nur serifenbetonte, sondern wirklich mit Quetschrand etc).

Kennt jemand ein paar Alternativen zur Auswahl? Es wären sowohl saubere Formen als auch "zerstörte" (zugeschmierte Punzen, abgebrochene Buchstabenteile, etc.) gesucht.

vielen Dank für die Hilfe

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also ich weiß nicht, dan.

ist es nur, weil du dort arbeitest, oder findest du diesen komischen univers monospace schnitt wirklich geil?!

ich find ihn einfach nur daneben ...

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Ach, komm schon. Die Univers Typewriter ist richtig geil! Vor allem wiel diese komische Schnitte echt zu die heilige Universfamilie gehören!

Alle Schreibmaschinenfonts sind ein bißchen verwirrend und außer Kontrolle.Ich finde, dass die Univers Typewriter echt cool mit Massentext aussieht.

Hier muß ich auch nochmal bestätigen, dass ich nur Werkstudent bei Linotype bin! Das Posten in Internet-Foren gehört nicht zu meine Aufgaben dort. Ich mache das nur aus meine persönliche Interessen. Ehrlich gesagt, eine von die Hauptgrunde weshalb ich hier und bei TypeFORUM poste ist meine Sprache zu üben…

Letztendlich gibt es viele Linotype Schriften, die ich nie empfohlen haben… ich empfehle nur die, die ich wirklich mag (oder die, die mich im Moment interessieren…). Also keine Sorgen machen.

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hey dan,

leider kann ich nicht beurteilen, wie sie im mengentext aussieht;

die pdf samples von linotype sind da nicht besonders hilfreich.

aber monospaced fonts im mengentext sind ja sowieso nicht gerade optimal lesbar.

meiner meinung nach ist der schnitt einfach unnötig. nur weil er monospaced ist,

sieht er noch lange nicht nach schreibmaschine aus. für mich sieht es eher nach

einer kranken univers aus. und gerade die wunderbare nüchternheit der univers

kommt in den ungewöhnlichen formen des i und des l völlig abhanden.

außerdem fällt das r um.

und wenn ich mir m zu n anschaue, finde ich es in diesem fall besonders gequetscht.

die thesis und die fago, die noch am ehesten nach schreibmaschine aussieht,

finde ich auf jeden fall homogener.

wahrscheinlich ist die univers tatsächlich zu heilig.

aber im thread wurde ja sowieso nach etwas anderem gesucht, denke ich.

schöne grüße,

christoph

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sorry für meine "abwesenheit" hier.

Die Vorschläge sind sehr brauchbar, damit ist mir eigentlich geholfen.

Ich hatte die Magda vor ein paar Jahren schon mal "in Bearbeitung", sie ist aber wieder in Vergessenheit geraten...

Aber besonders der erste Link ist sehr hilfreich, ich danke dafür :)

zur Univers-Mono-Geschichte: ich denke sowas ist nett, wenn ein Unternehmen die Univers als Hausschrift besitzt, und z.B. ein code-listing in einer Dokumentation setzen sollte. Das sieht dann zum einen übersichtlich aus, weil eben monospaced, zum anderen CD-konform, weil eben Univers.

Sprich: für besondere Anwendungszwecke ist diese Variante durchaus legitim.

Das selbe gilt natürlich auch für andere Schriften, sei es die Thesis mit ihrer mono-Variante, oder was sich sonst noch so an gut ausgebauten Schriftfamilien tummelt.

Ich denke wenn man als Schriftgestalter schon den ganzheitlichen Ansatz einer Schriftfamilie als Ziel hat, gehört auch eine Mono-Variante mit dazu. Schriftfamilien haben ja den Zweck, in möglichst allen möglichen Anwendungsgebieten einen einheitlichen Eindruck zu erzeugen, sei es Info-Text, Lesetext, Hervorhebungen oder eben Spezialfälle wie Code-Listings.

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  • 5 Jahre später...

Hallo,

das ist zwar ein Faden aus der Gruft, aber vielleicht ist das ja für den Einen oder Anderen wieder aktuell?

Volker Busse hat einige nette Fixweiteschriften (manche Namen fangen mit F25 an) und man findet diese Schriften bei den üblichen Verdächtigen. Tipp: Daisy-Wheel. Eine leicht angematschte Letter Gothic Billich-Version.

http://www.dafont.com/volker-busse.d1507

http://www.fontsy.com/author_details_226.html

MfG

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Ich sag jetzt mal Danke für alle, die eventuell in Zukunft Schreibmaschinenschriften suchen

(und weise darauf hin, dass der Faden von 2005 stammt und wieder ausgegraben wurde).

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Außerdem sidn Monospaceschriften gerade bei Rechnungen oder ähnlichem sinnvoll wenn Ziffern untereinanderstehen müssen.

Versalziffern sind grundsätzlich (also von Ausnahmen abgesehen) »auf gleiche Kegelbreite gegossen«, da braucht es keine Monospace-Schriften. Eigentlich sind Versalziffern ja Tabellenziffern, und es ist eine traurige typographische Verirrung, daß sie sich auch außerhalb des Tabellensatzes derartig gegen Mediävalziffern durchgesetzt haben, daß sie heute als die »normalen« Ziffern wahrgenommen werden. Dazu haben natürlich auch die Schriftgießer / -gestalter beigetragen, die jahrzehntelang hauptsächlich Versalziffern geschnitzt und geliefert haben.

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Weil wir nichts wissen, denken wir gerne ans Leben als einen unerschöpflichen Brunnen. Und doch passiert alles nur eine bestimmte Anzahl von Malen. Wie oft etwa wird man sich noch an einen bestimmten Nachmittag aus der Kindheit erinnern, der so tief drinnen Teil von einem ist, dass man sich kein Leben ohne ihn vorstellen kann? Vielleicht noch vier- oder fünfmal. Vielleicht nicht einmal das. Wie oft wird man noch den Vollmond aufsteigen sehen? Vielleicht noch zwanzig Mal. Und doch scheint alles grenzenlos.

Paul Bowles

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Hallo,

Man suche im www unter „Armenschrift“! Ich entsinne mich, dass bei dem ttf-File früher ein Readme war, in dem es hieß: Z.B. für Briefe ans Finanzamt, die Oma … (oder so!)

Hier ein paar Hintergrundinformationen zur Armenschrift:

http://www.abstractfonts.com/forum/thread/33264/13797#post13797

Kurzfassung: Eine abgenudelte Olympia-Schreibmaschine, zuerst unter dem Namen Harting Plain (nach der habe ich gerade gesucht und nicht nach der Armenschrift) veröffentlicht und dann gab es viele Umbauten der Schrift.

@Ralf: Fünf Jahre sind doch nicht viel? Und dieser Faden scheint gerade zu reifen und Früchte abzuwerfen. In weiteren fünf Jahren wird die Nachwelt diesen Faden als unerschöpfliche Quelle entdecken und lobpreisen. :tuschel: Und Du hast den Anstoß gegeben damit wir aus der Unkenntnis ins Licht aufbrechen!

MfG

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Fraktur-Schreibmaschinen waren aber schon eine Nazi-Marotte (eben vor 1941) — oder wie jetzt? Vor 1933 hergestellte Maschinen waren anscheinend ein ziemliches Nieschenprodukt. In den Unterlagen meiner Vorfahren befinden sich jedenfalls hunderte schreibmaschinengeschriebener Dokumente sowohl geschäftlicher als auch privater Natur aus unterschiedlichsten deutschen Quellen — aber kein einziges ist in Fraktur.

Zu »Deutschem Sang« fällt mir ansonsten nur folgendes ein: ? Schland o Schland ? :lol::party:

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